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Full text of "Literatur des Schachspiels, [a bibliogr.] gesammelt, geordnet und mit Anmerkungen"

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CT8chatttrangavidjä.y 

Literatnr des Schachspiels. 

Gesammelt, geordnet und mit Anmerkungen 
herausgegeben 

von 

AntOD Sohmid, 

Castos der k. k. Hofbibliotbek. 



Nil molitur inepte, Horat. 



Wien. 

Carl Gerold. 
1847. 



In tenui labor , at tenuis mom gloria , *i qu»m 
Numina lawa sinunt. ... 

Vir^ii. 



Dem hochwohl^ebornen 
Herrn 

Eligius Freih. V. NOncli-Bellingiiaosen^ 

Gommandeur des königl. griechiscben Ordens des Erlösers, Ritter des 
königl. französischen Ordens der Ehrenlegion, des königl. baierischen 
Verdienst -Ordens Yom heiligen Michael, des königl. dänischen Danebrog- 
Ordens und des grofsherzoglich Sachsen - Weimar'schen Haus -Ordens vom 
weifsen Falken, wirklichem Mitgliede der kais. königl. Akademie der Wis- 
senschaften in Wien , der Gesellschaft für nordische Alterthumskunde und 
der Gesellschaft der Alterthumsforscher von der Normandie, kais. königl. 
wirklichem Hofrathe und Erstem Gustos der kais. königl Ilofbibliothek 



widmet dieses Werk 
ho chach tuugsvoll 



aer Verfasser* 



¥onirort# 



Eiinst ein grofser Verehrer des edlen Schach- 
spiels — zwischen den Jahren tSlO bis 1820 selbst 
ein mehr als mittelmäfsiger Ausuber — von da an 
aber theils durch ernste und strenge Berufsgeschäfie, 
theils durch mancherlei literarische Studien und Arbei- 
ten von ihm abgezogen — bewahrte ich — der Her- 
ausgeber dieser Blätter — dennoch für dasselbe so viel 
Liebe, dafs ich ihm nie ein unbedingtes Lebewohl zu 
sagen vermochte. 

Diesem zufolge wandte ich im Anfange der dreis- 
siger Jahre — etwas früher, als mein ehemaliger Amts- 
genosse Anton von Gevay^ der im Jahre 1845 als 
kaiserl. königl geh. Haus Hof - und Staatsarchivar 
mit Tode abging , meine Aufmerksamkeit der Litera- 
tur eines Spieles zu, welches nicht allein durch seinen 
Geist sich einen hohen Werth, sondern auch durch 
sein Alterthum eine grofse Berühmtheit erworben hat. 

Gevay begann im Jahre 1836 zu sammeln , half 
zwei Jahre später, als er von meinem gleichen Stre- 
ben Kenntnifs erhielt, mein Gesammeltes ergänzen, 
und vervollständigte dafür sein Material durch meinen 
damals bestandenen Vorrath. Jedoch stellte Gevay 
schon im Anfange des Jahres 1840 seine Nachforschung 



VI 

gen ein 5 weil die, in dieser Zeit begonnene Heraus- 
gabe seiner Urkunden, Briefe und Akten- 
stücke zur Geschichte der Verhältnisse 
zwischen Oesterreich, Ungarn und der 
Pforte alle seine Freistmideii in Anspruch nahm, 
während ich, neben meinen, der Musikwelt bekann- 
ten, anderweitigen Studien, nachThunlichkeit fortsam- 
melte, das Gesammelte verglich, berichtigte und stets 
bis auf die neueste Zeit fortzufuhren suchte. 

So entstand bis zum Frählinge des Jahres 1346 
eine so namhafte Masse Stoffes , dafis ich nun wohl 
an das Ordnen desselben schreiten konnte : 

In eben dieser Zeit lernte ich den ausgezeichneten 
Schachspieler, den liebenswürdigen Fortsetzer und Her- 
ausgeber des von Bilguer* sehen Handbuches des 
Schachspiels, Herrn von Heidebrandt und der 
IdäsUj welcher durch einige Zeit der königl. preufs. 
Gesandtsdiaft am kaiserl. östern Hofe attachirt war, 
kennen, und in ihm den Mann von seltener Bildung 
verehren. Sein Forschen nach dtn Schachbüchern der 
Wiener Hofbibliothek gab den Anstofs dazu^ Nach- 
dem er meinen gesammelten Vorrath eingesehen hatte, 
lobte er mein Streben, machte mich auf Manches, 
was meinen Blättern noch mangelte, aufmerksam, for- 
derte mich dann dringend zui* Verarbeitung und Her- 
ausgabe desselben auf, und ertheilte mir zugleich die 
gütevolle Erlaubnifs , die in dem erwähnten Hand- 
buche von ihm herrührenden, den vorzuglichsten 
Scfaachschiiften beigefugten literarischen Bemerkun- 
gen benützen zu dürfen. 



vu 

Dadurch erhielt mein Werk einen Grad von Voll- 
ständigkeit, welchen ich stets dankbar anerkennen 
werde. Ich habe diese Bemerkungen überall mit dem 
Namen ^t>on Bilguer" unterzeichnet, und nur hier 
und dort, wo es meinem Zwecke frommen wollte, Eini*- 
ges hinzugefugt, Anderes hinweggelassen. Ebenso war 
ich bemuht — wenn auch meistens nur kurz — jede 
Quelle anzudeuten, aus der ich geschöpft hatte. 

Die zunächst wichtigen Benützungen entstammen 
dem y^ChefS'^Player^s-Chronicle" und dem j^Pa- 
lamede"^ deren — und noch vieler anderer Werke — 
Mittheilung idi der seltenen Güte und Bereitwilligkeit 
grofser Schachfi-eunde , nämlich des Herrn Borrosch 
in Prag, der Herren von Carabelli^ von Santo-Vito 
und von Thoren in Wien verdanke. Letzterer be- 
sitzt den Nachlafs seines verstorbenen Schwagers von 
Gevuy^ in dessen zw/ir kleiner, aber interessanten 
Sammlung sich auch der Gianutio befindet. Alle öff- 
neten mir bereitwillig ihre Schätze , und setzten mich 
so in den Stand , manchen Auszug machen, manchen 
Titel ergänzen, und manchen Fehler berichtigen zu 
können. . 

Andere wichtige Beiträge erblühten mir aus den 
Schriften der rühmlichst bekannten gelehrten Forscher 
Gervinus und Wackernagel ^ welche an den gehö- 
rigen Orten angeführt und gewürdigt werden. 

Dem Titel habe ich zur Zierde das sanskritische 
„ Tsehaturangavidjd ^ aus dem Grunde an die Stime 
gestellt, weil, den meisten Schriftstellern zufolge, 
unser königliches Spiel seinen Ursprung in Indien 



VIII 



sttcht, und somit als eine indische Erfindung anerkannt 
und geehrt wird. 

So entstand denn ein Werk, welches , einem 
Blumenstraufse gleich, dessen Bestandtheile in ver- 
schiedenen Gärten und auf verschiedenen Fluren ge- 
sammelt, von dem Ordner und Winder selbst aber 
auch mit manchem Blatte vermehrt wurden, nun den 
Freunden des edeln Schachspiels achtungsvoll darge- 
bracht wird. 

Man nehme es freundlich auf, belehre mich gütig, 
wo ich fehlte , und gönne mir jenen Lohn der Aner- 
kennung, welchen jede muhevolle Arbeit — sey es 
auch die Literatur eines Spieles — gewifs verdient; 
denn also schreibt Franc. Philelphus in libro L sei- 
ner Conviviorum : 

„ Non solum ts laudandus admirandusque vi- 
detuvy qui magnis in rebus se magnum praecla- 
rumque ostendity sed hic multo magis j-qui parva^ 
quae dicuntur^ et maxima et splendissima efficere 
conatur: atque magno et praestanti vir o nihil neque 
parvum^ neque humile esse potest. Tum enim 
recte mihi quisquam videtur facere^ si omnia pro 
sua dignitate fecerit. " — 

Im Mai 1847. 

Der Herau9g:eber« 



Inhalts -Uebersicht. 



Seite 



Einleitung 1 

Erste Abtheilung. 

Die Literatur des Schachspieles vom dreizehnten bis sechzehntea 

Jahrhunderte • 7 

A.* Jaeob von Cessolis 9 



hUeratur, 

1. Handschriften: 

d) In lateinischer Sprache • . 

» deutscher ^ 

c) ^ hollandischer ^ 

d) 9 französischer ^ 

e) Italienische Handschriften : 

a) In der LUfreria MagliabeccMam zu Florenz . . 

ß) In der Ubreria RiccardUma 

i) In der Ubreria TrivubUo 

f) Eine catalanische Handschrift 

(Siehe auch Moieh Afon in den Zusätzen«) 

2. Gedruckte Ausgaben: 
a) In lateinischer Sprache 



b) deutscher » 36 

c) flamändischer » 38 

d) holländischer » — 

e) 2 niedersächsischer — 

/) französischer ^ 40 



18 

25 
30 

33 
34 



X 



Seit« 

g) In englischer Sprache 41 

h) ^ italienischer , 42 

Ii* Conrad you Ammenliitsen 44 

C. Helnricli von Oern^en 55 

J^* Heister In^olil 56 

liueena unil Wrwkneemelä ITIeent 62 

V. «Vacob Mennel , 67 

Cf* Hanilsclirlften 9 welche noch in verschiedenen Biblio- 
theken Europa's von bekannten und unbekannten Autoren ge- 
funden werden. 

a) Zu Dresden 74 

a* Im Escorial. (Siehe Zusätze.) 

b) Zu Florenz 77 

c) , London — 

d) » Mailand . . , 83 

e) , Neapel — 

f) Orleans , — 

g) In der Bodkjana zu Oxford — 

k) Im Collegio 8. Mariae Magdaienae daselbst 84 

i) Im CoUegio des h. Johann des Täufers daselbst . . . . — 

K) In der Bibliothek zu Paris — 

l) y, „ » St.-Victor zu Paris 87 

m) Sammlung des M. le Mesme zu Paris . . . . — 

it> 9 » Vaticana zu Rom , . . — 

0} BWUotheca CoisltUana zu Si, (^emaSca , , . . — 

P) n 9 öffentlichen Bibliothek zu Strafoburg — > 

9> , , k. BibUothek zu Turin 88 

r) , y Stadtbibliothek am OM^e »ggal lu Toulouse . . — 

8) Hyde gibt noch eine Handschrift an — 

O Oriental Manuscripts . . — 

Zweite Abiheilung. 

Die Literatur des Schachspiels seit dem Anfange des sechzehnten 

Jahrhunderts bis auf die neueste Zeit in atphabetMcher Ordnung 88 

Zusätze und Berichtigungen 367 

Systematisches Register 373 

Allgemeines Namen - Register 389 



Einleitong. 



Unter allen vorzüglicheren Spielen, deren die alte nnd neue 
Welt vom Anbeginne menschlicher Bildung bis in die Gegenwart 
herein sich zum Zeitvertreibe bedient hat, scheint das Schach- 
spiel nicht nur das zweckmäßigste, sondern auch das edelste 
zu seyn. Diesem zufolge behauptet es in jeder Beziehung vor allen 
übrigen den verdientesten' Vorrang, und ist folglich der Aufmerk- 
samkeit des weisen Geschieht»- und Menschenforschers auf einer 
ganz vorzfiglichen Stufe wQrdig: denn es gibt nicht leicht ein an- 
deres Spiel, das eben diese Aufmerksamkeit mehr auf sich zu zie- 
hen , und vollkommener zu befriedigen fähig wäre« Darum ist 
dieses Spiel, seit seiner Erfindung, bei allen verfeinerten Menschen- 
klassen freundb'ch aufgenommen, und besonders in Asien und Eu- 
ropa (und wahrscheinlich auch langst jenseits des atlantischen Welt- 
meeres) zu einem allgemein beliebten Volksspiele erhoben worden. 

„ Jlaibia TV irovov rfövfSfia'' (Spiel ist die Würze der Arbeit) 
sagt Plutarch. Kein Spiel aber triiR der Ausspruch dieses Weisen 
wohl mehr, als eben unser Schachspiel; und wäre es ihm bekannt 
gewesen , er würde es ganz gewifs zur Bestätigung seines Satzes 
namentlich empfohlen und angepriesen haben. Alle übrigen, uns 
bekannten Spiele sind gemeiniglich nur Glücksspiele, bei denen 
man die vornehmste Absicht im Gewinne zu erreichen sucht. Das 
Schachspiel jedoch ist dem Glücksfalle nicht unterworfen, da hier 
alles von dem Verstände des Spielers und von seiner eigenen Will- 
kür abhängt, und dieser seine Partie nicht anders als durch Nach- 
lässigkeit, mindere Aufmerksamkeit oder Ueberlegenheit seines 
Gegners an Kunstgeschick und guter Ausführung der gefalsten 
Plane zu verlieren im Stande ist. 

Der Absicht und Veranlassung seiner ersten Erfindung gemäls, 

1 



2 



und vermöge seiner Natur und Einrichtung ist das S c h a c h s p i e I 
ein Kriegsspiel. Als ein solches ward und wird es noch von 
allen Schriftstellern, welche seiner erwähnen, oder in eigenen 
Abhandlungen und Werken darüber geschrieben haben , jederzeit 
betrachtet : 

j^Ludimus efpgiem belli simulataque veris 
Praelia, buxo acies flctas, et ludicra regna, 
üt gefnini inter se reges, albusgue nigerque. 
Pro laude opposUi certent bicoloribus armis. * 

So beginnt Vida sein unsterblich gewordenes Gedicht, und 
so fuhrt er es in demselben Geiste durch; so wird das Schachspiel 
von allen Völkern, die es spielen, benützt; so gewinnt es noch 
heut zu Tage einen unverkennbaren Werth für den Krieger, wel- 
cher es sogar im Grofsen angewendet hat. 

Bei einem so alten und ehrwürdigen Gegenstande war es wohl 
der Muhe werth , den vorhandenen Schätzen seiner Literatur und 
Geschichte, so wie seines Aiterthums nachzuspüren, und diesel- 
ben, so weit es geschehen konnte, zu eröffnen und aufzurühren 

Die erste Erfindung des Schachspiels ist anerkannter Mafsen 
in Indien zu suchen. Dies, und dafs die Stellung der Figuren 
und deren Yerhältnifs unter einander nur das Bild einer Schlacht- 
ordnung nach altindischer Art sey, hat Bohlen ^) auf folgende 
Weise treffend nachgewiesen: 

„ Das Schachspiel ward in Europa zuerst unter Carl dem 
Großen bekannt, welchem der Chalif Harun Arraschid dasselbe 
übersandt hatte, und dessen prächtige Figuren noch jetzt das Pa- 
riser Museum aufbewahrt; genannt wird es zuerst zu Anfange 
des zwölften Jahrhunderts von der Anna Comnena, nämlich 
Zarpixiov , verstümmelt aus dem persischen Shatrenj^ und dabei 
ausdrücklich versichert , dafs es von den Assyrern, worunter hier 
Araber und Perser zu verstehen sind , nach Byzanz gekommen 
sey« Die Araber aber behaupten einmüthig, dafs es unter Nmchirvany 
um das Jahr 600, aus der berühmten indischen Stadt Kanoge 
von dem dortigen Könige, zugleich mit dem Buche K a 1 i 1 a , zu 

Gunther WäM, Geist und Geschichte des Schachspiels, S. 1—3, 17. 
') Das alte Indien. U. 68. 



8 



ihnen gelangt und eine indische Erfindung 8ey, und mit ihren Zeug- 
nissen beiMassudi, Ferdusi, IbnChatil£an,Chondeniir 
und Assephadi stimmen noch die Chinesen fiberein, welche das 
Spiel um das Jahr 537 nach Christo aus Indien wollen erhalten haben. 

Die alte Anordnung der Figuren auf dem Schachbrette war 
folgende: Der König hielt sich^ wie noch jetzt, im Hintergrunde, mit 
seinem ersten Minister oder Grofsvezier, Mahdmantri, bei HesycMu» 
Maßiarpai^ zuT Seite; der Letztere, bei den Persern Fer% genannt, 
wurde in Europa allmähUch , besonders durch die Artigkeit des 
Mittelalters gegen das schöne Geschlecht, zu einer Jungfrau 
(Vieryejy und endlich zu einer Königin, welche im Morgen- 
lande niemals mit in Reihe und Glied tritt. Dem Könige und Mi- 
nister zu beiden Seiten hielt bald die W a g e n b u r g C^alha)^ bald 
die Reiterei , deren willkürliche Stellung noch das alte Spiel durch 
Versetzfreiheiten andeutete, und aus welchen Bestandlheilen un- 
sere Läufer und Springer den Ursprung haben. Die FIfigel 
wurden gedeckt durch Elephanten O'^Vti, persisch fil) nüt Thur- 
men voll streitender Soldaten, die nunmehr sonderbarer Weise als 
bewegliche Thürme (im Persischen Ruch genannt) ohne Elephan- 
ten allein einherschreiten. Die ganze Vorderreihe bestand endlich aus 
Fu Ts Völkern. Nach diesen vier Bestandlheilen, Elephanten, 
Wagen, Reiterei und Fufsvolk, fuhrt das Indische Heer den Na- 
men Chaturangüy vierkörperig, woraus das persische Shatrenj 
wurde, und sie sind der indischen Taktik so wesentlich, dafs die 
geringste Kriegsabtheilung daraus bestehen mufs*).^^ 

Unzweifelhaft nachzuweisen ist die Bekanntschaft der Eu- 
ropäer mit dem Schachspiele gegen Ablauf des ersten Jahrtausends 
nach Christo. Da ward es durch Nachbarschaft und Handels- 
verkehr den Griechen aus Persien , den übrigen Völkern Europa s 
von Griechenland her zugeführt. Die rechte Ausbreitung aber 
kam erst , als die Kreuzzüge und in ihrem Gefolge der Handel, 
namentlich der italienischen Städte, den Westen selbst in unmit- 
telbare Berührung mit dem Morgenlande brachten. Florentinische 

*) Gunther Wahl, 1. c. 

1* 



4 



Chronislen erzählen von einem Saracenen, Namens Borzagay 
der 1265 in ihre Vaterstadt gekommen sey, und da zugleich 
mit dreien der besten Schachspieler von Florenz gespielt habe, 
zwei Spiele aus dem Kopfe und nur das dritte selber gegenwärtig; 
dennoch habe er in Frist einer Stunde zwei Gegner matt gemacht; 
das dritte Spiel sey nicht entschieden worden. (Raumer' sVLohen" 
Staufen. Erste Auflage, VI. 589.) 

Das älteste Zeugnifs für Deutschland , und überhaupt eines 
der ältesten von allen möchte wohl eine Stelle in den Fragmenten 
des Ruodlieb seyn , welches Gedicht nach Schmeller'», seines 
Herausgebers, Meinung, von dem Tegernseeischen Mönche 
Froumunty also um das Jahr 1000 ist verfafst worden. Da wird 
(II. 187) in geläufig fliefsenden Reimhexametern erzählt, wie ein 
Gesandter erst von dem Vitzthum eines Königs, dann von dem 
Könige selbst, dann auch noch von dessen übrigen Hofleuten 
zum Schach genöthigt wird , aber allen ein Spiel nach dem andern 
und den stets erneuerten reichen Einsatz abgewinnt. Häufig jedoch 
werden auch für Deutschland die Zeugnisse erst mit dem zwölf- 
ten Jahrhundert , nach Beginn der Kreuzzüge. 

Abarten und erschwerende Ueberkünstelungen kamen auch 
schon im Mittelalter vor, jedoch nur ausnahmsweise. So hatte 
man das Courierspiel mit zwei Mal 24 Figuren anfacht Mal 
12 Feldern; wenigstens werden im Vigalois (V. 10582) wurf- 
gabelundekurrier, d. h. Würfelbrett und Courierbrett als 
Mittel geselliger Unterhaltung genannt. Noch andere Zeugnisse 
sprechen mit ausdrucklicher Bestimmtheit davon. 

Es war aber, wie bei allen Völkern des Mittelalters, so auch 
und vorzüglich bei den Deutschen das Schach ein beliebtes und 
vielgeübtes Spiel , und Vornehmere zogen es allen anderen vor. 
Herren und Frauen übten es , und beide gern mit einander. Ja 
es ward unter die septem probitales, die man von den edlen 
Laien forderte , im Gegensatze zu den sieben Künsten der Gelehr- 
ten und Geistlichen (s. Petri Alfbnsi disciplinaclericalis.^i)^ und 
eben dieses unter die nothwcndigen Unterrichtsgegenstände bei Er- 
ziehung fürstlicher Kinder ausdrücklich gerechnet. Nach der all- 
gemeinen, aus dem Morgenlande herstammenden Sage war es 



5 



eben als Schach- oder KönigMpiel zur Belehrung eines Königs, 
welcher verschiedentlich angegeben wird , erfunden worden. 

Das Schach war jedoch nur ein Spiel der Vornehmen weib- 
lichen Standes; der Geistlichkeit war es gleich allen andern Spie- 
len grundsätzlich verboten. Dafs, wie Manche behaupten wollten, 
ein Unterschied zu machen sey zwischen Würfelspiel und Schach, 
räumte die strengere Kirchenzucht nicht ein, und nur den Ordens- 
rittern war es, eben weil sie Ritler waren, gestattet, Schach zu 
spielen , während man die Würfel ihnen so gut wie andern Geist- 
lichen untersagte. Indels Priester wie Mönche achteten des unbe* 
quemen Verbotes nur wenig ; sie trieben fleifsig Schach, und hiel- 
ten es für ruhmlich , sich darin auszuzeichnen ; ja nicht allein ka- 
thohsche Geistliche , sondern auch mehrere der berühmtesten und 
frömmsten Rabbiner, solche, welche sich jede Art des Vergnü- 
gens versagten, fanden ihre Freude an diesem vielbeliebten Spiele. 
Ihre Geschichte erwähnt deren an mehr als einer Stelle. (VergL 
Htfde, MandragorioM. P. I., und Günther WahCsYfetk.) 

Das hauptsächlichste Zeugnifs aber , wie gern von beiderlei 
Ständen und beiden Geschlechtern, und wie allgemein das Schach- 
spiel getrieben worden, ist das Eintreten bildlicher Ausdrucke, die 
von demselben hergenommen sind , in die Sprachen des Mittelal- 
ters und bis in den Kreis, der sich ganz alltäglich wiederholenden 
Begriffe. Vorzugsweise pafslich war es , den Krieg der Waffen, 
wie den der Worte in Bildern des Schachspiels darzustellen. 

Aber auch die Sprache der ritterlichen Liebe, so wie des 
weltlichen und geistlichen Minnegesangs holte Anschauungen vom 
Schachspiele her; und nicht blofs auf Sprache und Poesie, auch 
auf die bildende Kunst wirkte das Spiel, indem man einen bunten 
Wechsel von Feldern , wie der auf dem Schachbrett ist , häufig 
und gern auch zur Verzierung von Geräthen , Wänden und Fuls- 
böden , von Fahnen und Wappenscbilden gebrauchte. Von solch 
einem geschachten Tische oder Boden hiefs bei den Normannen 
in Frankreich und in England der oberste Gerichtshof Scaccarium^ 
cgchequier oder esctUquier, 

Dieser Eingang des Schachspiels in die Sprache des Alltagle- 
bens und die Formen der Kunst hing a()er als Ursache zugleich 



und als Wirkung mit der sinnbildlichen Betrachtung zusammen, die 
man der allgemeinen Neigung gemäfs ihm auch zuzuwenden liebte. 
Das Mittelalter begnügte sich ungern mitderblofsen Aeufserlichkeit; 
das Nächste, Gewöhnlichste mufste immer noch etwas Ferneres 
und Höheres bedeuten , und nur die verkörpernde Hülle eines tie- 
fer liegenden Sinnes seyn. Mochten auch Sinnbild und Versinnbild- 
lichtes nicht immer auf das Schicklichste zu einander passen, und 
die Verbindung beider das Sitten- und Schönheitsgefühl verletzen, 
um so willkommener gerade dem deutenden Scharfsinne. So be- 
zog man die einzelnen Theile der Priesterkleidung auf Theile der 
Glaubenslehre , die Kleidung und den Schmuck der Frauen Stück 
für Stück auf die Tugenden, die eine Frau besitzen solle; ferner 
das Würfel-, Karten - und noch andere Spiele, das Schachspiel 
aber um so lieber, als bereits seine allererste Erfindung einen 
sittlich lehrhaften Zweck sollte gehabt haben 

Da wir hier jedoch keine Geschichte des Schachspiels, 
sondern dessen Literatur zu liefern gedenken, so verweisen wir 
rücksichtlich der erstem, nach diesen, aus Günther Wahl, 
Bohlen, Wackernagel u. A. entnommenen Bruchstücken die sehr 
geehrten Leser auf die gelehrten Werke eines Hyde, Twißj 
Masftmann und den ausführlichen Aufsatz Wackernagers j und 
schreiten zu den literarischen Erscheinungen , welche nicht allein 
das Mittelalter , sondern auch seine Folgezeit hinsichtlich unseres 
königlichen Spieles bis auf die Gegenwart hinterlassen hat. Eben 
so wird von den bildlichen Deutungen desselben bei den Werken 
ähnlichen Inhaltes ein Mehreres gesagt werden. 

Wir scheiden den ganzen Stoff dieser Blätter in zwei Ab- 
theilungen, wovon die erste diejenigen handschriftlichen und 
gedruckten Werke enthält, welche vom dreizehnten Jahr- 
hunderte bis zum Anfange des sechzehnten über das Schach- 
spiel erschienen sind. Diezweite Abtheilung umfalst die 
Gesammt-Literalur vom Anfange des sechzehnten Jahrhun- 
derts bis auf das Jahr 1846. 



*) S, Wachermgel, 1. c. Beft 1. S. 25 — 41. 



Erste Abtheilung. 



Werke aber das Schachspiel, welche vom dreizehnten 
bis zum Anfange des sechzehnten Jahrhunderts 
erschienen sind. 



A. Jakob von Cessolis. 



Jakob de CeBBoUs^ Magister der Theologie und Dominika- 
ner zu Rheims, wird als der, in dem Abendlande muthmalslich 
älteste Verfasser eines Buches genannt, welches zwar keine eigent- 
liche Anweisung zum Schachspiele , wohl aber eine auf den Gang 
der Schachsteine gebaute Sitten - und Slaatsklugheitslehre für alle 
Stände in sich fafst. 

Sowohl der Name als Geburtsort dieses Mannes werden 
sehr verschieden angegeben, und viele Schriftsteller von Rufe 
haben dagegen eben so viele wichtige als sonderbare Meinungen ^) 
ausgesprochen , woraus denn eben so viele Irrthümer entsprungen 
sind. So findet man ihn in allen den vielen noch bestehenden 
Handschriften und Druckwerken de Caeasolis, Casal, CamliBy 
CüBtuliniy Cemlis^ Cessoli«, Cesulis^ Cesolm^ Cecilia^ Oac^ 
zelliäy Oagelli»^ CiesolBy Daciesole, Cezoliy CezoliSy Cezio^ 
U»^ CossoUsy CeuHiSy Segsolia^ TesmliSy Tesseli», ThegsaliSy 
Thessolus, de Thessalonia, Thessalonica, ja sogar Jacobus de 
Florentia^ oder Jacques de Florence und Jacques de Courcelle» 
genannt und geschrieben. 

Diesen zahlreichen Varianten zu Folge suchte man sein Vater- 
land bald zu Casale, bald zu Cassel, bald im Florenti- 
ner Gebiete, bald in Th essalien, bald in Thessalonich, 
bald anderswo. Am unglücklichsten war der, gewifs sehr ge- 
lehrte Lambeciu» (Lambek^J in seinen Muthmafsungen, wenn er 
de Camlis als die wahre Schreibart bezeichnet , und diesen Na- 



') Leber im Bulletin du Bibliophile de Tecäener. Aoüt, 1837. 
') Dessen Cmmentarii. VoL U. cap. & 



10 



men für eine Uebersetzung des deutschen von Hutten hält, und 
damit auf dieses deutsche Geschlecht anspielt. Quetif und Echard 
und in der neuesten Zeit Paris der geistreiche Beschreiber der 
französischen Handschriften in der königlichen Bibliothek zu Paris, 
heben jedoch allen Zweifel , indem sie aus Laurentius Pignon^ 
einem Landsmanne des de CessoliSy welcher an die hundert 
Jahre später, d. i. im Jahre 1403 in eben demselben Kloster zu 
Rheims als Lector lebte, hinlänglich beweisen, dafs unser Au- 
tor zu Cessoles, einem Dorfe des ehemaligen Bisthums Laon 
in der Picardie an der Grenze der Champagne, das Licht 
der Welt erblickt , und von diesem Orte seinen Beinamen erhalten 
habe. Pignon begeht zwar auch dadurch einen Schreibfehler, 
dafs er ihn Johannes de Theriace, anstatt Jacobus nennt, und 
scheint dadurch die Verwirrung zu vergröfsern: allein, da er 
gleich daraufhinzufügt, dafs er damit die Landschaft Thierache 
meine ^ welche lateinisch Theoracia^ Teriace und Tirascia ge- 
nannt wird, und in welcher das Dorf Cessoles wirklich liegt, 
so sucht er hiermit seinen Fehler zu verbessern. 

Die Lebenszeit des Jacobus ist nicht genau bekannt. Quetif 
und Echard setzen sie in das Ende des dreizehnten und in den An- 
fang das vierzehnten Jahrhunderts; Andere nennen bestimmter die 
Jahre 1290 und 1295. Wenigstens kann die letztere Angabe 
richtiger genannt werden, als wenn Hyde und nach ihm Les- 
sing ^) ihn vor 1200; Trilhemius^ Oesner und Cange aber 
gar um das Jahr 1400 leben lassen, indem wir ja doch schon 
Ueberselzungen seiner Schrift aus der Mitte des vierzehnten Jahr- 
hunderts besitzen. 

Jacobus de Cessolis, längst als geistlicher Redner berühmt, 
falste nämlich , nach der Sitte der damaligen Zeit , das Schach- 
spiel sinnbildlich auf, und letzteres um so lieber, als bereits 
die allererste Erfindung dieses Spieles einen moralisch - lehrhaften 

*) Scriptares Ord, Praedkat, Tom. I. S. 47. 

Manuscrits franpais. T. V. S. 13 — 20. 
') Dessen Elench, Scrtptor. de ShaMtudis JNr. 27 der Mandragorias, 

In seinen Kollektaneeo. TheillL S. 333. 



11 



Zweck gehabt haben soll. Diesen Zweck wieder aafnehmend, und 
nach allen Seiten dea menachlicben , besonders aber des börger- 
lichen Lebens hin verfolgend, machte er das, ihm während der 
Kreuzzuge bekannt gewordene Schachspiel zum Gegenstande einer 
lang fortlaufenden Reihe ron Kanzelvortragen, in welchen er 
sammtliche Figuren desselben nach einander durchging , um die 
Sitten von König und Königin, von Käthen und Rittern, von 
Gewerbsleuten und Ackerbauern zu schildern , und daraus die re- 
b'giösen , moralischen und politischen Pflichten zu entwickeln, die 
jeglichem Beruf und Stande zugetheilt seyen« Das war allerdings 
eine grundliche Ehrenrettung des Spieles gegenüber den Satzungen, 
die es einst als unsittlich verwarfen und den Geistlichen untersag- 
ten, es zu üben; denn es war das Schachspiel einmal (II 97 — 1208) 
von Odo von Paris den Mönchen verboten worden. 

„ Dals der Mönch für diese Arbeit zuerst die Predigtform 
wählte, darf uns wenig auffallen, indem er theils dazu aufgefor- 
dert wurde, theils in dieser Gattung schon Vorgänger hatte 

Nach Einiger Meinung soll der Gedanke zu diesen Vorträgen 
erst dann in ihm entstanden seyn , als er das berühmte Buch : 
^^De Regimine Principum^' des Aegidiu» de Roma, Erzbischofs 
zu B Our g es (t den 20. December 1316), welchem einige Ab- 
schreiber das Werk des de CensoHs zuschreiben, aufmerksam ge- 
lesen hatte, und eben dieses Buch soll es gewesen seyn, welches 
ihm zum Vorbilde gedient, und dessen, für jeglichen Stand ent- 
worfene Lehren er auf die Steine des Schachspiels angewendet 
habe. 

So entstand denn ein Werk, über dessen Zweck sein Verfas- 
ser sich in dem Vorworte dazu auf folgende Weise ausspricht : 

Ego Fraler de Thessalonia multorum Fratrum ordinis 
nostri et ditfersorum »eeularium predhu» perauasus, dudum 
munusrequisitumnegaeiut transcriberem solalii ludum^ seac^ 



*) Siehe Wachemagel in den Beiträgen zur Geschichte und Literatur. 
Herausgegeben von Kur% und WeUsenbach, Aarau, 1846. 8. 
Heft 1. S. 41, 42. 



12 



chorum videlieei, reginUni» morumy ac belli humani gmeris 
daeumenium. Sane cum illum ad populum declamatoNe prae^ 
dieatsem, muliisque NobiUbus plaeuisset maleriay honori eO" 
rum ac dignUmH curavi a»cribere; movens eotulformas eorum 
menti imprimani, ut sie bellum el ludi mrtulemj eorde tenuM 
poanni facikuM obtinere, Hunc ergo libellum de moribus Ho- 
minum^ et ofßciis Nobiliumy siplacety inlitulari decreviJ^ 

So vertauschte Jacobnsy als seine Zuhörer ihn zur Veröffent- 
lichung drängten, die Form der Predigt gegen die freiere, blofs 
abhandelnde, mit obigem Titel. 

Die Abschreiber sowohl, als die Herausgeber, haben sich 
jedoch nicht immer an die Einfachheit der angeführten Ueberschrift 
gehalten , und sie in Handschriften und Ausgaben, gleich dem Na- 
men des Verfassers selbst , wie schon Eingangs erwähnt wurde^ 
mannigfach geändert. 

„Der Ernst und Eifer, womit Jacobus sein Werk durchge- 
führt hatte, die vielen beispielweise erzählten Geschichten, durch 
die es unterhaltend und anziehend wurde; die gehäuften Nach- 
weisungen aus kirchlichen und weltlichen Schriflistellern, auch des 
klassischen Alterthums , die es zu einer wahren Fundgrube litera- 
rischer Gelehrsamkeit machten : alle di&se Vorzuge verschafften 
ihm eine Stelle unter den beliebtesten Büchern der Zeit; es ver- 
breitete sich alsbald in zahlreichen Abschriften über Europa hin ; 
später war diefs eines der ersten, deren 6ich die neuerfundene 
Buchdruckerkunst annahm ; und noch während des Mittelalters 
ward es wiederholendlich aus dem lateinischen Urlexte in ver- 
schiedene Volkssprachen übertragen, in die hochdeutsche mehrfach, 
sowohl prosaisch , als poetisch. Eine prosaische Verdeutschung 
ward schon früher , als die Urschrift selbst gedruckt , und zwar 
schon im Jahre 1477. Deutscher poetischer Bearbeitungen gibt 
es zwei , die eine von Konrad von Ammenhusen , verfalsl im 
Jahre 1337, und die andere von Heinrich vonBemgen, mit der 
Jahresangabe 1438 (deren weiter unten besonders gedacht werden 
wird) ; ferner eine in niedersächsischer Sprache , welche wir bei 
den Erstlingsdrucken des Werkes des de Cesaolis anführen und 
beschreiben werden. 



IS 



Za weitmm Beleg für die literarische Bedeutung , deren 
das Buch unseres Jacabus genob, muls noch darauf hingewiesen 
werden, wie ein Kapitel der OeMta Ramanarum y jener allgelese- 
nen Sammlung von Novellen und Parabeln^ das 166**« nämUch, 
welches auch vom Schachspiele handelt^ in seiner mystischen Aus* 
deutung des ganzen Spieles und der einzelnen Figuren unsweifel- 
faaft auf JaeabuB de Ce$$aH$ als Muster und Anlafs zurückgeht, 
wie es trotz dem gänzlich veränderten Standpunkte, indem es z. B. 
den König auf Christum, die Konigin auf die Seele bezieht; den« 
noch das Werk des Jacabu» und dessen mehr politische Erkla- 
rungs- und Benennungsart als bekannt voraussetzt und beibehält, 
und nur mit Vergleichung dieser recht verständlich wird. So 
sprechen die Oesta unter den Figuren kurzhin und ohne weiteres 
auch von einem Ackerbauer, einem WoUweber, einem HandeUh 
manne; im wirklichen Spiele gab es dergleichen nicht, aber Ja- 
eobu» hatte drei von den Figuren der vorderen Reihe so benannt 
und dahin ausgelegt. Sein Buch ist also das Vorbild und die 
Quelle, die Qe»ta Ramanarum es benützend und mitbin jünger, 
als Oraesse behauptet 

Ein anderes Kapitel der Qesta, welches von den Literatoren 
des Schachspiels bisher übersehen wurde , und die vorhergehende 
Behauptung nicht minder unterstützt, ist das 178"^^ Hier werden 
auf einem Gemälde die Schachfiguren in der Weise beschrieben, 
wie man sie auf den , in Handschriften befindlichen Abbildungen 
der Werke eines Jaeabus de Ceesalis und Kanrad van Ammert 
Husen grofsentheils wiederfindet. Dieses kurze Kapitel mag, nach 
Qraeseest Uebersetzung , hier einen Platz finden. 

„ Ein gewisser König wünschte zu wissen , wie er sich und 
sein Reich regieren solle; er berief also einen Mann^ der Andere 
an Weisheit übertraf und sprach: Mein Lieber, gib mir doch ein 
Bild an, nach welchem ich mich und mein Land regieren kann. 
Jener ab^ entgegnete: Herr, sehr gerne. Er lieis hierauf sogleich 
an der Wand einen König mit einer Krone auf dem Haupte in fol- 



Wackemagel, 1. c. S.42-~43. 



14 



gender Gestalt abmalen. Ein König, in Purpur gekleidet, safs 
auf einem Throne^ hielt in seiner linken Hand einen Ball^ in der 
Rechten trug er einen Scepter, und über seinem Haupte hatte er 
eine brennende Leuchte. Links von ihm safs die Königin , eine 
sehr schöne Dame mit einer Krone und einem goldgestickten bun- 
ten Gewände bekleidet. Auf der andern Seite waren Räthe, die 
auf Sesseln safsen, und vor sich ein offenes Buch hatten. Ganz 
vom unter dem Könige war ein Ritter zu Pferde , mit Waffen ge- 
schmückt , einen Helm auf dem Haupte, einen Speer in der Rech- 
ten, an der Linken durch einen Schild geschützt, ein Schwert an 
seiner rechten Seite, sein Leib geharnischt, Spangen auf der 
Brust, eiserne Beinschienen an seinen Lenden, Sporen an seinen 
Füfsen, eiserne Handschuhe an seinen Fäusten und ein zum Kampfe 
abgerichtetes Rofs mit seinem Geschirre. Unter dem Könige wa- 
ren auch seine Stellvertreter abgebildet, der eine safs, wie ein 
Ritter, zu Rosse, mit einem Mantel und einer Kappe, mit verschie- 
denen Pelzen angethan , und in der rechten Hand eine Ruthe aus- 
gestreckt haltend. Auf gleiche Weise standen auch unter den 
Stellvertretern gemeine Leute, deren Gestalt folgende war: ein 
Mann , ganz wie ein anderer Mensch anzusehen , hielt in seiner 
rechten Hand eine Hacke , mit der man die Erde aufgräbt , mit 
der linken einen Stab , mit welchem eine Heerde Rindvieh getrie- 
ben wird; in seinem Gürtel stach eine Sichel, mit welcher man 
Korn mäht und die unnützen Ranken der Weinstöcke und Bäume 
beschneidet. Auf der rechten Seite des Königs vor dem Ritter 
war ein Handwerksmann dargestellt, dessen Abbildung so war, 
dafs er in Menschengestalt in seiner Rechten einen Hammer führte, 
in seiner Linken eine Axt und in seinem Gürtel einen Topf mit 
Kitt hängen hatte. Eben so stand vor den Landleuten ein Mann, 
der in seiner Rechten eine Zange hielt, in seiner Linken ein 
grofses und hohes Schwert^ an seinem Gürtel eine Schreibtafel 
und ein Tintenfafs mit Encaustum, hinter seinem rechten Ohre 
Stack aber eine Schreibfeder. Eben so stand vor dem Bauer auch 
ein Mann , der abgebildet war , wie er eine Wage mit Gewichten 
in der Rechten hielt, in der Linken eine Elle, am Gürtel einen 



15 



Beutel mit mancheriei Mflnzsorten hatte. Eben so standen vor 
der Königin Aerzte und Specereihändler in folg^ender Gestalt: ein 
Hann stand auf einer Lehrkanzel , ein Buch in der Rechten und 
einen Topf sammt einer Buchse in der Linken , am Gürtel hatte er 
eiserne Instrumente, um Geschwur und Wunden zu sondiren. 
Eben so stand neben ihm ein Mann, der so abgebildet war: er 
hielt seine rechte Hand erhoben, um die Vorübergehenden in seine 
Herberge einzuladen, seine Linke aber war ganz voll gestopft 
durch ein schönes Brot, und über sich hatte er ein Weinfals, an 
seinem Gürtel aber hingen Schlüssel. Auf der linken Seite aber 
vor dem Ritter befand sich ebenfalls ein Mann, der folgender 
Mafsen aussah : in der rechten Hand hielt er ein grofses Schlüssel- 
bund, in seiner linken eine EUe, und an seinem Gürtel hing ein 
Beutel mit Hellern. Endlich stand vor dem Könige noch ein Mann 
mit struppigen und verworrenen Haaren, in der Rechten hielt der- 
selbe etwas Geld , in der Linken drei Würfel , an seinem Gürtel 
hing eine Büchse mit Schriften angefüllt. Wie nun der König das 
Gemälde betrachtet hatte , gab er sich so viel Mühe, dafs er end- 
Bch weise ward'* 

„Die nachahmende Benützung des Werkes von Joe. de Ces^ 
solis ging noch weiter ; man wandte sein Verfahren nun auch auf 
andere Spiele an, und machte auch diese zur Grundlage einer bald 
moralischen , bald mystischen Erklärung und Belehrung ; so , an- 
derthalb Jahrhundert später , um das Jahr 1450 behandelte Mei- 
ster Ingoldy wieder ein Priester des Predigerordens, in einem 
nachher auch gedruckten Buche , das guldin spil genannt , nicht 
weniger als sieben Spiele (das Schachspiel nach Cessolis zuerst), 
um an jedem eine der sieben Hauptsünden zu entwickeln % 

Der Gedanke des Joe. deCessoU» wurde noch drei Jahrhun- 
derte später von Marco Aurelio Seoerino wieder aufgenommen, 
und in seiner ,, Vilosophia oder ,, II Percke degli Scacchi^^^ 
wenn auch in anderer Weise durchgeführt, so wie es auch Pietro 

Gesta Romanorwn, üebers. von Dr. F, G. Th. Graesse, Dresden 

und Leipzig, 1842. 8. II. Hälfte. S. 135— 138. 
*) Wackemagel, l. c 8.43, 44. 



16 



Aretino unter dem Namen Partenio EUco in seinem Dialogo 
delle Carte ParlanW gethan hat. Eben so finden wir in neue- 
ster Zeit das Schachspiel in religiös -symbolischer Auflassung wie- 
der. Der rühmlichst bekannte Künstler Moriz Retzsch lieferte 
uns eine Zeichnung , wozu nach dessen Andeutungen C Borrom. 
von Malliz Erläuterungen lieferte. Es spielt nämlich Satan mit 
einem Jünglinge Schach, welcher seine Seele auf das Spiel setzt. 
(^Siehe weiter unten den Artikel : Reezsch.J 

Das Werk des Jacob de Cessolis wurde demnach so berühmt, 
dafs man nicht leicht eine öffentliche Bibliothek finden wird, welche 
nicht entweder mehrere Abschriften oder gedruckte Ausgaben, 
oder auch einige Uebersetzungen davon aufzuweisen hätte. 

Die ältesten Uebersetzungen erschienen in französischer Sprache. 
Bald nach der Veröffenllichung der Urschrift fanden sich zwei 
Franzosen, nämlich Jean de Vignayy Hospitaliter des h. Jacob 
zu Haut' Pas ^ und ein Pariser Dominikaner, Namens Jean 
Ferrony Hauskaplan des Bertrand Anberg Ecuger von Terascon^ 
welche die Abhandlung des de Cessolis übersetzten, und von de- 
nen in einigen Bibliotheken, vorzüglich zu Paris und Dresden, 
noch Abschriften aufbewahrt werden. Jedoch bewirkte die gröfsere 
Berühmtheit des ersteren auch hier, dafs Perron' s Uebersetzung 
nicht selten auf jenen übertragen, oder mit jener verwechselt 
wurde. 

Die Aehnlichkeit des Titels zwischen der Arbeit des Aegidius 
de Roma und jener des Jacob von Cessolis haben , wie bereits 
erwähnt wurde, einige Schriftsteller veranlafst, das Liber scach^ 
chorum secundum regimen virorum illustrium dem Ersteren 
zuzuschreiben. Da jedoch nur eine einzige Handschrift in ihrem 
ExpUcit den falschen Namen trägt, alle übrigen aber entweder 
namenlos oder mit jenem des de Cessolis bezeichnet sind ; da fer- 
ner Jean de Vignag^ welcher mehrere Werke des Aegidius de 
Roma übersetzt hat, den Namen des Verfassers in dem Vorworte 
zu seiner Uebertragung des Liber scacchorum anzugeben unter- 
liefs, so kann auch dieser Irrthum als gehoben betrachtet werden: 
denn hätte Jean de Vignag den Aegidius de Roma^ welcher 



17 



mi latofen Jahren gestorben war, als den Verfasser des Buches 
betrachtet, würde er gewils nicht ermangelt haben, denselben, als 
ein sicheres Mittel, das Buch zu empfehlen, auch öffentlich zu 
bekennen. Aus seinem Schweigen aber kann man schliefsen, dab 
er dabei an diesen Schriftsteller gar nicht gedacht habe; dazu 
kommt noch die Gewährleistung des zweiten Uebersetzers, Jean 
Ferrofty welcher ausdrücklich meldet, dafs des Buches wahrer 
Verfasser Jacob de Ces»oU$ sey , und dafs es nur ein einziges 
lateinisches Werk gebe, welches in jener Zeit über das Schach- 
spiel geschrieben wurde. 

Wir gelangen nun zu dem Zeitpunkte der beiden französischen 
Uebersetzungen. Jene des Jean Ferran ist in allen Pariser Hand- 
schriften vom 4. Mai 1347 ausgestellt, und dem bereits genann- 
ten Bertrand Auher oder Äubery zugeeignet. Jene des Jean de 
Vignay wurde ohne Zweifel zwischen den Jahren 1318 und 1350 
unternommen, in weicher Zeit Johann y Sohn des Königs Philipp 
von ValoiBj dem die Handschrift gewidmet ist, den Titel eines 
Herzogs der Normandie führte. Das Vorzugsrecht scheint zwar 
dem Jean de Vignay zu gehören ; allein , wie dem auch sey, so 
ist doch gewifs , dafs keiner von den beiden Uebersetzern dem 
andern etwas schuldet, indem ihre Arbeiten von einander ganz 
verschieden sind. 

Die Umschreibung des Jean de Vignay wurde im Jahre 1504 
von Äntoine Verard mit noch zwei Werkchen , und zwar mit 
einem: Tratte de Vofftce de cheoallerie" und mit einer Schrift 
des Titels: „L^ Livre de Melibee et Prudence'' zusennmenge- 
druckt. Cessolis nimmt den ersten Platz ein, und umfaCst die 
Blätter von I bis LX. 

Endlich soll unser Verfasser nicht der älteste Schriftsteller 
über das Schachspiel im Abendlande seyn. Marchand ^) gedenkt 
noch eines PhaHe, der um das Jahr 1000 starb, und setzt hinzu, 
auch Papst Innocen% HI. habe um 1198 sittliche Betrachtungen 



Dictümnaire M^ttrique, T. I. S. 181 — und Adelung im neuen 
deutschen Merkur. 1804. Bd. III. S. 30 — 35. 

2 



18 



über das Schachspiel angestellt. Die letztere Angabe beruht je- 
doch wieder auf einem Irrthume , welcher in der Verwechslung 
mit einem englischen Mönche, Namens Innocent Pope^ seine 
Quelle gefunden hat. Von diesem findet sich nämlich ein lateini- 
sches Gedicht über das Schachspiel in Manuscripten des Si. Ben^ 
net's College zu Cambridge und des British Museum. (Siehe 
weiter unten.) 

Schliefsiich glaube ich die Anerkennung^ deren Trilhemius 
unsern Cessolis würdigt, nicht übergehen zu sollen. Sie ist 
folgende: 

y^Jacobus de Thessalonia, ord. fratr. Praedic, vir in di^ 
vinis scripturis eruditus^ et secularium literarum non ignarus^ 
ingenio excellens ^ sermone nitidus atque compositusy in de" 
clamandis sermonibus ad populum , nulli suo tempore secun- 
dus^ edidit guaedam praeclara volumina^ guibus nominis sui 
laudahilem memoriam posteris religuit. E quibus extat opus 
insigne^ de moribus hominum et offtciis nobilium et popularium 
praenotatam materiam praeferens.^' (Vergl. noch : Acta Eru^ 
ditorum Lips. an. 1691. S. 406. — Oudin, Script, eccles. 
Tom. in. col. 627 — 628. — Qozzei Catal. Script. Familiae 
Dominicanae. S. 119. — Konigii Biblioth. vetus et nova. 
S. 103 und 803. — Paris^ Mss. fran^ais. T. V. S. 13 — 20.) 

liiteratnr« 

1. Handsrhriften. 

aj In lateinischer Sprache. 

Eine Papier -Handschrift gemischten Inhalts, gegen das Ende 
des sechzehnten Jahrhunderts geschrieben, in Grofs- Quartfor- 
mat, welche 90 Blätter zählt, von denen die ersten 39 de Ludo 
Scachorum auctore Jacobo de Cessolis handeln. Der Codex be* 
ginnt: Fol. l.Rubrica tractatus ludi scachorum : ubi sunt multa 
elegantia exempla. Dann folgt der Prologus super librum de 
ludo scachonm. Incipit Uber qui intitulatur de moribus et 



19 



olfteüB nobilium tractatus a ludo Bcaehorum, Et 9uh quo rege 
inventu» fuH ludus scachorum. — Cap.2. Quin ludum scaeho* 
rum invenU. — Cap. 3. De triplici causa inoentionis hujus 
ludi. — Incipie secundu» tractatu» de formis gcaehorum no^ 
bilium, — Cap. I . De forma regi». — Cap. 2. De forma re^ 
gine. — Cap. 3. De forma et offüio alphilorum qui Munt regiM 
ansesBores. — Cap, 4. De forma et offitio Militum. — Cap. 5. 
De forma et offitio Rochorum , qui regis sunt vicarif. — In- 
eipit tractatus tercius de formis scachorum popularium. — 
Cap. 1. De agricultura. — Cap. 2. De operibus fabrorum. — 
Cap. 3* De lanifice^ notariis, pellicariiSy Tonsoribus et aliis. — 
Cap. 4. De Mercatoribus pannorum, tellarum^ et campsoribus. 
— Cap. 5. De Medicis^ pinguentariis et cgrurgicis. — Cap. 6. 
De Tabernariis : et hospüantibus, — Cap. 7. De custodibm 
eiuitatiSy officialibus communibus et pedagiariis. — Cap. 8. 
De Ribaldis prodigisj lusoribus et cursoribus. — Incipit 
Tractatus quarlus. — Cap* 1. De Scacherio in gener e. — 
Cap, 2. De motu et progressu Regis et natura eius. — Cap. 3. 
De motu et progressu regine. — Cap* 4. De progressu Alphi- 
lorum. — Cap. 5. De progressu Militum. — Cap. 6. De pro- 
gressu Rochorum — Cap. 7. De progressu omnium popula- 
rium. — Cap. 8. Epilogus breuis omnium prediclorum. 

Die Handschrift schliefst auf der rechten Seite des 39. Blattes 
mit den Worten : „ Hunc autem libellum ad honorem et sola" 
tium nobilium et maxime ludum scientium Ego frater Jacobus 
de Cesulis ordinis predicatorum composui: et ad hunc finem 
perduxi: Donante illo: aquo descendit omne datum Optimum : 
et omne donum perfectum. Deo igitur sit omnis honor. et 
gloria in secuta seculorum. Amen. Ttkos. e. ftnis. — Diese 
Handschrift befindet sich in der k.k. Hofbibliothek zu Wien. 

. • • Scacchorum ludi expositio per quendam fr. ord. Prae^ 
die. In 4* — Jacob de Cessolis de scacchorum ludo Uber. In 
Folio. — Scacchorum moralizatio ad mores nobilium directa. 
In Folio. — Jacobi de Cessolis Tractatus de ludo Scacchorum 
smi de moribus hominum et oßciis nobilium. In Folio. — 

2* 



so 

Handschrinen der öffentlichen Bibliothek zu Basel. (S. Haenely 
Caeal. Hör. Mss. col. 528 und 540.) 

... Jacobi de Cessolis Ord.PraedU ludus Scacchorum ttive 
regimen morum ac humani generis» — Handschrift des C o 1 1 e- 
giums der heil. Dreifaltigkeit zu Cambridge in Eng- 
land. Nr. 403. (S. Calal, Uhr. Mss. Angliae et Hiberniae. T. 1. 
P. n. S. 98.) 

. . . Jacobi de Cessolis super ludo Scacchorum. — Hand- 
schrift des College Sidney Sussex zu Cambridge. 
Nr. 719. (4.) (S. Ebendaselbst. T.I. P.IL S. 104.) 

... Jacobi de Cessolis de Ludo Scacchorum^ — Hand- 
schrift desCollegiums C ajo-Gon vi lense zu Cambridge, 
Nr. 1081. (S. Ebendaselbst. T.I. P.II. S. 121.) 

... Jacobi deCasulis de Ludo Scacchorum. — Handschrift 
des Collegiums S. Benedict! zu Cambridge. Nr. 1362. 

— (S. Ebendaselbst. T.I. P.D. S. 134.) 

Jacobi de Cessolis de Ludo Scacchorum. — Hand- 
schrift des Herrn Carl Theger in Glocestershire. Nr. 6566. 

— (S. Ebendaselbst. T.II. P. 1. S. 201.) 

... Jacobide Cessolis de moribus hominum et ofßciis No^ 
biUum (s. de ludo ScachorumJ. — Von einer und derselben 
Hand des fünfzehnten Jahrhunderts geschrieben, 469 Blätter. — 
In der k. Bibliothek zu Dresden, mit F. 93 bezeichnet. — (S. 
Falkenstein y Geschichte d. k. BibL zu Dresden. S. 294.) 

. .. Jacobi de Cessolis Libri lY. de Lfido Scachorum. Pa- 
pier-Handschrift des fünfzehnten Jahrhunderts. — In der k. Bibl. 
zu Dresden, mit F. 174. b. bezeichnet. — (S. Ebendaselbst. S.304.) 

• . . Jac. de Cessolis Solatium ludi Scachorum scilicet re- 
gimtnis ac morum hominum etc. — Prolog und Index gehen 
voran. Der erste Tractat beginnt: ^^Inter omnia mala Signa in 
homine unum est, — Der vierte schliefst : ,, cui est honor et 
gloria in saecula saeculorum amen.^^ — Auf dem Blatte 57 a 
liest man folgende bezeichnende Nachschrift : 



21 



„ PinUo Ubro sU lau$ et gioria CMHo 

Detur pro poena Scriptori pulcra pueUa 

Penna precor cessa, quoniam mamu est mihi fessa 

Explicit hoc totum, pro pena da mihi potum. 

Das ganz am Ende angebrachte Notariatozeichen mit dem 
Worte: ^^Oraue^' spricht für den hollandischen Ursprung der 
Handschrift, welche auf Pergament und Papier geschrieben ist. 
Sie stammt aus dem fünfzehnten Jahrhundert, enthält 57 Blätter 
in kl. Folio , und befindet sich ebenfalls in der k. Bibliothek zu 
Dresden, mit der Bezeichnung M. 69. — (S. Ebendaselbst 
S. 407.) 

. • . Jacobi de Ce$eoii» Tractatus de Ludo Scacchorum. — 
Pergament- Handschrift in 8. — In der Bibliothek des Escor ial 
in Spanien. — (S. Haenely CataL übt. Mm. coi. 948.) 

... Jaeobi de Thessailonia libriXIL de moribue hominum 
et oßciis nobilium ac popularium^ argumenta eumto e ludo 
Scachorum^ ecript. an. 1353 a Joanne Laurentio Sacerdote 
de ütenhueen. — Handschrift der Paulinischen Bibliothek der 
Leipziger Akademie nach JoacAfui F^//«r. — (S. Montfaucon. 
S. 594. </.) 

. . . Jacobi de CeMolis de Ludo Scacchorum Liber, — 
hl der LBibhothek zu London, 12.B. XXIU. (S. CataL ofthe 
Ms», ofthe King's lAbrarg. Land. 1734. 4. S. 201. — und 
Montfaucon. S.631. 6.) 

. . . Ms. Hari. Nr. 1 275 , im britischen Museum zu London, 
in kL 4. von 50 Blättern auf Pergament, und mit etwa 29 Zeilen 
auf der vollen Seite. Jacobi de Cesulis, Liber moralis de ludo 
scacchorum. — Die erste Seite hat einen mit Gold und Farben schön 
ausgemalten Band , auf welchem sich Blumen, Vögel, Engel und 
andere Gestalten zeigen. Der erste Buchstabe, ein 31, ungefähr ein 
Geviertzoll grofs, ist mit einem Miniaturgemälde geschmückt, wel- 
ches einen König vorstellt , wie er mit einem Weltweisen Schach 
spielt. Die Zeichnung ist gut, die Farben lebhaft und die Hand- 
schrift durchgängig ungemein zierlich und vortrefflich erhalten. 
iChess Plagers Chronicle. Vol. U. S. 128.) 



22 



• . . Joe. de Ce$$olis libellus de ludo Scacchorum. — Hand- 
schrift der Bibliothek des Sir Thomas Phillips zu H i d d 1 e h i 1 1 
in England, Nr. 2557. — (S. Haenelj Catal. libr. Mss. 
coL 885.) 

• • • Uber fraCris Jacobi de SessoUs ord. fratr. Praedic. 
super ludo Scacchorum. — Handschrift der Bodlejanischen 
Bibliothek zu Oxford. Nr. 1632. 

... Jacobi de Cessolis de moribus hominum^ et oßciis 
Nobilium super Ludo Scacchorum, — Handschrift derselben 
Bibliothek. Nr. 2006. 

... Jacobi de Cessolis de Causa invenlionis Ludi Scac^ 
chorum. — Handschrift derselben Bibliothek« Nr. 4054. — (S» 
Calal Ubr. Mss. Angliae et Hibemiae. Oxon. 1697. Fol. L 
S. 78, 104 und 184.) 

* . . Jacobi de Cessolis de Ludo Scacchorum Moralia. — 
Handschrift im CoUegium des h. Johann Bapt. zu Ox- 
ford. Nr. 1768. — (S. Ebendaselbst. T.L P. II. S. 59.) 

... Auch in der Bibliothek des Seminariums zu Padua, 
Ytle der Indice des Werkes von Benedetto Rocca (Roma, 1817) 
meldet, befindet sich ein lateinisches Manuscript von Jac. de Cessolis. 

In der k. Bibliothek zu Paris findet man folgende Codices: 

• . . Moralisatio super ludum Scacchorum^ authore Jacobo 
de Sessolis^ ord, fratr. Praedicat. — Cod. membran. olim 
Colbertinus saec. XIV. Cod. 3234. Nr. 3. 

... Jacobide Cessulis^ ord. fratr. Praedicat. Moralitates 
super ludo Scaccharum. — Cod. chart. olim Colbertinus 
anno libi exaratus. Coi/. 43 1 9. Nr. 2. Das Ende fehlt. 

. . . Moralitates super ludo Scacchorum : authore Jacobo 
de Cessolis , ord. Praedicat. — Cod. chart. olim Colbertinus 
see. XV. — Cod. 6287. Nr. 4. 

... Incipit solatium Ludi scacchorum y scilicet regiminis 
ac morum hominum et officiorum virorum nobilium^ quorum si 
qui formas in mente impresserint^ bellum ipsum et ludi virtutem 
corde poterunt obtinere. — Explicit solatium ludi Scacchorum 
tractatum ad mores; editum a fratre Egidio de Roma (ßic) de 



28 



ordine Augusänianorumy Are/Uepi»copo Bituricensi, qui voea^ 
tus fuit Noous ExposiCor. Cod. membran.. sec. XIY. olim Bi^ 
gontianus. Cod. 6483. 

. . • LibeUu» de Ludo Seacchorum, sir>e de moribus homi" 
num et officiis nobilium : authore Jacobo de SessoliSy sive Ce^ 
sulis , ord. PraedicaC* — Cod, olim Colbertinu» sec. XIV. — 
Cod. 6492. B. 

... IdbeUus de Ludo Scacchorum: authore Jacobo de 
Ceguli»y ord, Praedieat. — Cod. partim membran, partim 
Chart* olim Baluzianusy sec. X\, — Cod.6i93. Nr. 1. 

... Liber super ludo Scacchorum: authore Jacobo de 
Cessoli». — Cod. 6616. 

... Jacobi de Cesulis, ord. Praedieat. Liber de Ludo 
Scacchorum, sive de moribus hominum et o/ßciis nobilium. — 
Cod. membran. sec. XIV. — Cod. 6705. 

• Liber de Ludo Scacchorum, et de moribus et offtciis 
Nobilium per fratrem Jacobum de CesuL ord. Praedieat. scrip^ 
tus die 17. Augusti 1462 in Cicitate Austriae. — Codex olim 
Antonii Lancelot. — Cod. 6706. 

. . . Fratris Jacobi de Cesulis^ ord. Praedic. TractaCutt de 
ludo Scacchorum sioe de moribus (ut supra'). Codex chart. 
partim sec. XV. partim XVI. exaratus, olim Colbertinus. — 
Cod. 6101. Nr. 1. 

. . . Fratris Jacobi de Cesulis Tractatus de ludo ScacchO" 
rum etc. Codex membr. sec. XV. olim Colbertinus. — Cod. 
6708. Nr. 1. 

... Tractatus de ludo Scacchorum sive de moribus etc. 
Authore Jacobo de Cesttlis, ord. Praedic. — Cod. chart. sec. 
XYL olim Mazarinaeus. — Cod. 6709. Nr. 1. 

• . • Jacobi de Cesulis^ sioe de Cessolis y ord. Praedieat. 
Solatium super ludo Scacchorum, sine de moribus etc. Cod. 
membran. sec. XIV. olim Mazarinaeus. — Cod. 6782. 

... Jacobi de Cesulis. ord. fratr. Praedieat. Solatium 
super ludo Scacchorum. — Cod. membr. sec. XV. olim LudO" 
vici de Fargny. — Cod. 6783. — (Alle diese Ck)dices findet 



u 

man in dem CMal. Codd. Ma$. Biblioikeeae Begiae. ParitÜBj 
1789 — 1744. FoL 4. Tomi^ verzeichnet.) 

... Incipü Tractatus banus. Ego firmier JaeobuB de Ces- 
MoU$ fmUtorumfiratmm ardhUs nostri et diver sarum eeeularium 
preeibus persuaeus etc. — Explieü Traetatu» bomts tractam 
de ludU Seaechorum. — Papier -Handschrifl des fan&dmten 
Jahrhunderts in kl. Foh'o von 21 Blättern. Die Räume für die 
Initialen und Abbildungen sind leer gelassen. — (In der k.k. Unt- 
versitäts- Bibliothek zu Prag.) 

• . . Jacobi de CenUHe^ ord Praedicat. de moribue et efi* 
fieUs nobiUum et popularium euper ludo Seaechorum. — Hand- 
schrift in der vaticanischen Bibliothek zu Rom, aus der Bibliothek 
dar Königin von Schweden, Nr. 1966. — (S. Montfaucon, 
S. 57. 6.) 

... Libellus de moribus et oßcüe nobilhtm, mb forma 
ludi Seacehorum. — In Folio. Hit andern Handschriften. — 

. . • Jae. de Cassel Uber de ludo Seacehorum, cum figuris. 
In Fol. — Beide Handschriften befinden sich in der öffentlichen 
Bibliothek zu Strafsburg. (S. Haenel, CataL libr. Mms. 
eol. 448 und 465.) 

• . . Fratri» Jacobi de Censolis Ord. Praedicat. Uber de 
Ludo Seaechorum. Papier - Handschrift v^mischten Inhalts von 
269 Blättern in Folio, aus dem vierzehnten Jahrhundert. Die Ab- 
handlung des de Ceesolis läuft von Fol. 214 bis ans Ende. — 
Cod. DLXXX. L n. 33. in der k. Bibliothek des Athenäums zu 
Turin. 

... jylAber de moribus hominum,^ — Explicit Uber qui 
intitulatur de moribus hominum et offtcUs nobiUum super ludo 
Seaechorum a Fratre Jacobe de Ceusis C^) firatr, Prae^ 
dicat. compilatus. — Pergament -Handschrift von 71 Blättern, 
aus dem vierzehnten Jahrhundert. Das Werk des de Cessolis 
läuft vom Blatte 28 bis ans Ende. — In derselben Bibliothek. 
Cod. DCCXCIX. e. II. 86. — (Siehe Pasini, J. Codd. Mss. 
BibUoth. Reg. Taurin. Athenaei. Taurini^ 1749. FoL T.II. 
S. 134 und 261.) 



25 



öj In deutscher Sprache. 
• Jaeobus de O^^o/it, vom Schachspiel, deutsch. — An- 
fang in rother Schrift: „Hie hebt sich an das schachza* 
belspil das gemacht ist durch straffung aller 
werlt konig vnd kayser und aller hannt werch- 
leut ynd auch die purger und den richtern.^' — 
In schwarzer Schrift: ^^Ich bruder Jacob von Cecilia 
{sie) Prediger Ordens bin vberwunden von der 
brüder gepete vnd von weltlichen Studenten vnd 
auch anderer edlleut die mich habent hören pre- 
digen das spil das da heiset schachzabeM^ etc. 
Weiter heilst es in der Vorrede : „Das puch hat vier taiL 
Das erst tail ist: Warumb das schachzabel fun- 
den sey. Das erst tail des ersten capitis ist ynd 
wöllen königen das spil funden sey. Das erst 
capitl des andern tails ist von des königes ge- 
stalt auf dem scachzagel von seinen siten vnd 
was den könig angehört. Das ander von der kö- 
nigin wie die sey gestallt vnd aach von jrn siten. 
Das vierd von den Rittern vnd von jren siten vnd 
auch von jren ampten. Das fünfft ist von der ge- 
stallt der roch, von jrn siten vnd auch von jrn 
ampten. Das erst capitl des dritten tails ist von 
den pauleuten. Das ander ist von den Schmiden. 
Das dritt ist von den wärkern. Das vierd ist von 
den kaufleuten vnd von den wechslen. Das fänft 
ist von den ärtztenvnd von den appoteggern. Das 
sechst ist von den leutgeben vnd gastgeben. 
Das sibent ist von den amptleuten vnd von den 
statpflegern vnd von der gemain. Das achtet 
von Güsten, von Spielern vnd lottern. Das erst 
capitl des Vierden tails ist wie gemainklich sich 
das gestain von stat heb. Das annder des königs 
gang von stat. Das dritt der königin gang von 



26 



8tat. Das vierd von der Ritter fürgang. Das fünft 
von der roch vart Das sechst von den gemainen 
leuten. Das sibent ain widerred der Ding die Ee 
gesagt sind.'* — Am Ende: Hee considera. 1465." — 
Papier-Handschrifl aus dem fünfzehnten Jahrhundert von 75 Blät- 
tern in Folio spaltenweise geschrieben, ohne Ueberschriften, mit 
gemalten Federzeichnungen, die beschriebenen Figuren vorstellend. 
— (In der k.k. Hofbibliothek zu Wien.) 

... Jacobus de Cessolis, vom Schachspiel, deutsch. — 
DerAnfang lautet: „Ich prueder jacob cassalis predi- 
ger orden pin vberwunden von der prueder gepet 
vnd weltlicher Studenten vnd von ödeln leuten'^ 
U.S.W. — Das Ende: ^^Explicyt et factum an sampcztag 
nach dem auffert tag. Anno* 1465. jar." Papier-Co- 
dex des fünfzehnten Jahrhunderts von 173 Blättern in 4.. ohne 
Ueberschriften. (Diese Handschrift befindet sich ebenfalls in der 
k. k. Hof bibliothek zu W i e n.) 

• . • Jacobus de Cessolis, vom Schachspiel, deutsch. — Die 
Handschrin beginnt: „Ich Bruder Jacob von Cassalis 
prediger ordens bin überwunden worden von der 
Bruder gebett wegen vnnd der weltlichen sudent- 
ten. Ynnd ander Werltlüt, die mich haben hören 
predigen. Das spil da haisset Schahtzabel . . • 
vnnd hab es gehaissen dasbuch menschlicher Sit- 
ten vnnd der ampt der edlen ' etc. — Am Ende liest 
man: „Hie endet sich das Buch menschlicher Sit- 
ten vnnd der ampt derEdeln. 1479." — Ein Papier-Co- 
dex der k. k. Hof bibliothek in Wien, von 171 Blättern, spalten- 
weise in Folio geschrieben, stammt aus Ambras in TyroL — 
Das Werk des Jac. de Cessolig läuft vom Blatte 114 bis 140, 
und befindet sich mtt Ammenhusen's und Ingold's Handschriften 
in einem Bande. 

Die Ueberschriften sind nach dem Vorworte in dieser Ab- 
schrift folgende: „Hie will er sagen was dem men- 
schen schad sy vnnd was artigkeln die syen... — 



17 



Durch welcherlay dafs hibsch ynnd klüglich 
8chahtzabel spil fanden sy. — Von ersten, von 
des kunigs gestallt yf dem Schahtzabel wie der 
sitzen vnnd sin soll in dem Palast alfs naher- 
volgt. — Von der kungin gestallt vnnd wesen. — 
Von den alten auff dem Schahtzabel. Wie die ain 
gestallt sollen haben. Unnd was och die betüt- 
tennd alTs du hernach wol hören würst. — Von 
dem ritter vff dem Schahtzabel. Wie der sin soll 
vnd was das betüten ist. — Von dem roch vff 
dem SchahtzabeL Wie das si n soll vnnd was es 
och betutten sy mergk gar eben vnnd vlyfslich« 
— Wie die Vennden vff dem Schahtzabel söllent 
gestallt sin. Vnnd was och die betütten sigen alfs 
du wol hernach geschrieben ... — Wie der annder 
Vend ain gestallt haben soll. Vnnd was er vff 
dem schahtzabel betüttenn ist, alls du vernem- 
menn wärst. — Von den dritten Vennden vff dem 
Schahtzabel was der betütten sy, vnnd wie der 
ain gestallt habenn soll. Der soll stan vor dem 
alten der dem kunng ist zu der gerechten hannd. 
Vnnd wann zwischen der lüt die oben geschrie- 
ben stennd krieg wechst. So soll der vennd...., 
alfs naher folgt. — Von den Vierden Vennden das 
der betutten Sy. Vnnd was sin gestallt vnnd form 
... — Von dem fünfften Vennden vff dem schabt* 
zabel vnnd gestallt. — Von dem Sechsten Venn- 
den vff dem schahtzabel, was gestallter haben 
soll. Vnnd was er betütten sy so merk. — Von 
dem sibenden vennden vff dem schahtzabel was 
der betüttet vnnd was gestallt er haben sol alfs 
nachervolgt. — Von dem achten vennden was der 
betütten sy vnnd von siner gestalt... — Von dem 
schwartzen Kung vff dem scha htzabelbrett wie 
er staut vff wyd erwärtigem thail ... vnnd sol 



M 

»tan vff dem Vierden veld. Vnnd haut in der rech- 
ten hannd ain Wisveld. Darauff ainen ritter vff 
ainen schwartzen veld ainen alten vnnd ain roch 
• — Von der kungin gfung vonn statt vff dem 
schahtzabel mergk obenn. — Von den rochen vff 
dem schahtzabel wie die jren gang habent So 
mergk... — Von den ven nden wi e die von statt 
gon sollen für sich dar Vnnd nit hinder sich.'' 

• Der Schachzagell, deutsch. — Derselbe beginnt: ,9 Ich 
Bruder Jacob von Gaczellis (Gagellis) prediger 
orden pin vberwunden von der prueder gepotf* 
U.S.W. — Und endet auf dem Blatte 19. b. „Das ist be- 
zeichent an ainen maister der hiefs Virgilius 
derwasgeporenvon ain em schwachen Geschlacht 
vnd darumb daz er grofse wayfshait hett, So ist 
er genannt vnd bekannt worden Als weit vnd die 
weltt ist von seiner kunst wegen. — Darauf folgt 
dieSchlulsschrift: ,,Hier hat der Schachzagell endtt | 
Gott vns sein heyllige weyfshaitt senndt. amen. 
Ao. dni etc. 1464." — Pergament -Handschrift des fünfzehn- 
ten Jahrhunderts von 19 Blättern in Folio; nebst einigen mit der 
Feder gezeichneten Bildern. In der k. Bibliothek zu Dresden« 
M. 69. a. — (S. Falkenstein ^ 1. c. S.407.) 

... Jacob vonCassalis vom SchachzabeL — Anfang: 9, Ich 
prüder von Cassalis Prediger ordens pin vber- 
wunden von der prüder gep et'' U.S.W. SchluCs Fol. 79 6. 
99Daz ist bezaichnet an ainen maister der hicz vir- 
gilius vnd was geporn von ainen schwachen ge- 
schlacht vnd doch wan er weyzhait hat so waz 
er genant in aller weit. Amen. Hie hat ain end 
das Schachzabelpuch." — Codex des fünfzehnten Jahr- 
hunderts von 130 Blättern, 8" 10''' Höhe, 6" Breite, 23 Zeilen 
auf der Seite. Der erste Initiale stellt einen Mönch in grüner 
Kutte dar. Die andern Initialen sind roth und ohne Verzierung. 
— Die Handschrift befindet sich in der herzoglichen öfiTentUchen 



19 

Bibliothek zu Gotha. (S. Jaeoba^ Fr. und Ukert^ F. A., Bei« 
trage zur älteren Literatur, oder Merkwürdigkeiten der herzogli» 
chen öffentlichen Bibliothek zu Gotha. Leipzig, 1835—38. gr. 8. 
Bd.in. S.920 

• • . Des Bruders Jakob von Cassalis Unterweisung im Schach- 
spiel mit moralischer Auslegung. Anfang : ,,Ichbruder Ja- 
cob von cassalis prediger ordens bin vberwun- 
den von der bruder gebethe vnd weltlicher Stu- 
denten vnd och anderer edier lutte die mich ha- 
bent hören bre di gen das spil das da haisset Schach- 
zabel^' etc. Papier -Codex vom Jahre 1463 , von 77 Blättern 
in 4. mit Abbildungen. In der Heidelberger Bibliothek. 
Nr.CCCCLXIU. (S. Wüken^ Geschichte der Heidelberger Bucher- 
samndungen. S. 483.) Es ist einer jener Codices, die einst in 
Rom waren. 

... „Hie hebet sich an das Schachzagel Spiele 
davon difs Buch gemacht ist vnd istgehaissen das 
Buchmensch Ii eher Sitten vnd der ampt der edelen« 
— Ich Prüder Jacob von Cassa Ii sP rediger ordens 
bin vberwunden von der Prüder Gepet" etc. Diese 
Handschrift lautet fast wie in dem ersten deutschen Wiener Codex. 
AmEnde sind folgende Worte zu lesen: „0 wie fro ich was 
da ich schrieb Deo ffracias. Hie hat das Buch ein 
end das Schachzageisspiel mit viel hübser Glei- 
nifs, die aus der Wibelen genommen sint. Deo gra^ 
das. wie fro ich was da ich schrieb das grofs 
ellent das ich leyd da ich sehr eyb Deo gracias. — 
Papier -Handschrift aus dem fünfzehnten Jahrhunderte, mit leer 
gelassenen, für die Figuren bestimmten Räumen. Sie gelangte 
aus der Solger'schen Sammlung in die Nürnberger Stadtbiblio- 
thek. (S. Murr, Memorabilia BibUotheearum Normberg. 1786. 
8. P. L S. 404 — 5.) 

Jacob de Cessolis Werk wurde in deutscher Sprache 
poetisch nachgebildet von Konrad von Ämmenhusenj und Hein- 



80 



rieh von Bemgen, prosaisch aber noch von Meister Ingoldy vom 
denen in den nächsten Artikeln die Rede seyn wird. 

O In holländischer Sprache. 
... ^^Tractaat van den Tydverdrijf der edelen 
Heeren en Vrouwen genoemt dat Schaak-Spel, 
gemoraliseert in Justicien, geschreeven (d. i. über- 
setzt) in 't jaer 1431." (S.Marchand^ DicCMst. T.I. S. 181.) 
— Wo diese Handschrift aufbewahrt werde, meldet Marchand 
nicht. Sie wurde im fünfzehnten Jahrhundert zu mehreren Halen 
gedruckt. 

dj In französischer Sprache. 

... Le Jeu des Echecs moralise. — Handschrifl in der Abtd 
des heil. Vincenims zuBesangon. (Montfaucon. S. 1190. 6.) 

...Le livre de la moralUe des nobles hommes et des gm» 
du peuple; sur le jeu d'Echecs. — ^ Handschrift in der Stadt- 
bibliothek zu Cambrai. Nr. 857. (S. Haenel^ Calal. S. 114.) 

yyLa moralUe des nobles hommes et des gens de peuple 
sur le gieu des eschecs, translatee de latin en Fran^ois par 
Frere Jehan de Vignag. — Eine Bearbeitung des Werkes von 
de Cessolis mit einer Zueignung an Johann^ Herzog der Norman« 
die, ältesten Sohn des Königs Philipp VI. von Frankreich, dem 
er im Jahre 1350 in der Regierung folgte. Das Werk selbst be- 
ginnt: jjComment les paonnes qui segnefient les populaires 
vont hors de leurs lieux/^ und schliefst. Bi. 61, a. j^Et au 
proufßt des Arnes. Amen. Par sa pitie etc. " Hierauf folgen 
69 Abbildungen verschiedener Musterspiele, welche auf dem 
Bialte 78 a endigen. — Pergament - Handschrifl des vierzehnten 
Jahrhunderts, von 78 Blättern in kl. Folio , mit in Blau und Roth 
gemalten Anfangsbuchstaben. In der Dresdner k. Bibliothek* 
(S. Falkenstein, S. 430^ und Eberty 316. [o. 59.]) 

... Le Liore de la moraUte des nobles hommes ^ et des 
Gens de commun peuple , fait sur le Jeu de Echecs. — In der 



81 



k* KbHothek zu London. 19. . C. XI. (S. Catal. of ehe Mss. of 
Ihe EingsUbrary. London y 1734. 4. S. 298.) 

... Sur le Jeu de» Schees. — Handschrift in der Bibliothek 
des Sir Thomas Phiilipps zu MiddlehiU in England. — (S. Hae^ 
nel, Catal. Uhr. Mss. col. 892.) 

. • . MoralUe du jeu des £ehecsy par Jean de Vignay. 
Ms. Colbert. Nr. 1159, in der k. Bibliothek zu Paris. (S.lfon^- 
faucon^ S. 946. if.) 

. . . Moralite des nobles hommesfaite sur le jeu des Eehecs. 
TraduU de Jacques de Cessoles par Jean de Vigtuty. Eben- 
daselbst. Cod. 7068^ (582.) — (S. Paris ^ Mss. ft-an^ais. 
T.V. S. 13.) 

• . . Livre du jeu des Echecs , traduit par Jean Perron, 
mit mehreren anderen Werken. — Pergament -Handschrift in 
mittlerem Folio von 129 Blättern, spaltenweise geschrieben, mit 
Miniaturen, Vignetten und Initialen aus dem vierzehnten Jahr- 
hundert, aus dem Fond des Cange. Die obige Abhandlung ist 
die dritte, und läuft vom 71. Blatte bis zum lOO"'*"". Der Name 
des Verfassers ist in der vom 4. Hai 1347 ausgestellten Zueig- 
nung genannt. — Ebendaselbst. Cod. 7072^*^ (588). (S. Paris, 
Mss. fran^ais. Tom. V. S. 55.) 

. . • Moralite des nobles hommes suivant lejeu des Echecs. 
Traduction de Jean de Vignay. Nebst anderen Werken. Per- 
gament-Handschrift in klein Folio, spaltenweise geschrieben, mit 
Miniaturen, Vignetten und Initialen geschmückt, aus dem An- 
fange des fünfzehnten Jahrhunderts und war Eigenthum der ehema- 
ligen Bibliothek des Herrn Bigot. — Ebendaselbst. Cod. 7073^. 
(590.) — (S. Paris ^ Mss. fran^ais. T.V. S. 71 und Sainte^ 
Palaye, note 494.) Diese Handschrift ist mit dem Codex 7068^ 
gleichen Inhalts. 

. . . Moralite des nobles hommes suivant le jeu des Echecs^ 
traduction de Jean de Vignay. Mit dem Bildnisse des Jean 
Sans Peur Duc de Bourgogne. Pergament - Handschrift in gr. 4. 
von 319 Blättern, spaltenweise geschrieben, mit Miniaturen, 
Vignetten und Initialen geziert, aus der ersten Hälfte des fünf- 



32 



i^hnten Jahrhunderts. Obige Abhandlung hat hier den zweiten 
Platz und geht vom Blatte 76 v. bis 119 r. — Ebendaselhflt 
Cod. 7204. (821.) — CParis. Mss.fran^. T.VL S.276.) 

Aehnliche Handschriften befinden sich eben daselbst noch un- 
ter den Nummern 7890, 738733, 7387 A 2 und 7690. 

... Le jeu des Echecs moralise^ tran$late de latin par 
Jean de Vignay. — Pergament - Handschrift in 4. der Bibliothek 
Mazarine zu Paris, ist wahrscheinlich eineUebersetzung von Jean 
Ferran. (S. Haenel^ S.347.) 

A noble komme et discret berlram aubery eecuyer de 
Tarascon frere Jehan de vignay hospitalier de lordre des 
fireres de kaut pas son petit et humble chapelain ....je pelU 
chapellain avre requeste que je tien pour comandement vous 
ay voutu tranalater de latin en franchois le gieu de eacheiz 
moralizie que fit un de no$ fr eres frere de Cossoles ... Gr 
prenez donc tres chier sire ce petit pnt cö mencie le iüjJour de may 
lan mil. CCCLVij.^' — Pergament - Handschrift des vierzehnten 
Jahrhunderts, von 52 Blättern in langen Zeilen, mit in Gold und 
Farben gemalten Abbildungen und 16 Miniaturen. (S. Catalogue 
des livres de la Biblioth. de feu M. le Duc de la ValUere; par 
O. de Bure atne. Paris, 1783. 8. T. 1.S.397.) In wessen Hände 
diese Handschrift gelangte , ist uns noch nicht bekannt worden. 

... Cy eommence le livre des Esehets moralises en fran^ 
^oiSy et parle des RoySy de Chevaliers et du eommun peuple 
Cirad. du latin de Jacques de Cossoles ou CessoleSy et dedie 
a noble komme et saige Bertrand Aubert de Tarascon , par 
frere Jehan Freron C^c) de Vordre des fireres prescheurs de 
Paris ^ son petit et humble chapelain. — Papier - Handschrift 
des fünfzehnten Jahrhunderts mit 14 Miniaturen geschmückt, de- 
ren erste den Uebersetzer, wie er das Buch seinem Herrn über- 
reicht , und die letzte ein Schachbrett darstellt. Die zwölf übrigen 
haben die verbildlichten Figuren des Schachspieles zum Gegen- 
stande. Diese Gemälde sind um so anziehender, als in den übrigen 



*) Fehler des Abschreibers anstatt Jean Ferron» 



SS 



Handschriften des Jean Ferron^ welche die königliche Bibliothek 
zn Paris besitzt, keine dergleichen weiter gefunden werden. In der 
Einleitung liest man, dafs die lateinische Urschrift am 14. Hai 
1317 vollendet worden sey. — Diese Handschrift ist im Besitze 
des Herrn C. Leber in Paris. (S. Catal. des lieres de M. C. Leber. 
Paris^ 18S9. 8. T.I. S.233.) 

Le Jeu des Echecs traduit du latin par frere Jean de 
Vignay de l' ordre de S. Jacques^ dedie d Jean Ducde Normandie^ 
ßa de Philippe Roi de France. — Handschrift in der vaticani- 
schen Bibliothek zu Rom, aus der Bibliothek der Königin von 
Schweden. (S. Hontfaucon. S. 31, d.) 

... La liere de moralile des noble» hommes ei des peuples ; 
Sur le jeu des echecs translate du latin en fran^ais par frere 
Jehan, hospitalier de S. Jacques du HauU^Pas ete.^ Hand- 
schrift in der Stadtbibliothek zuRouen. CBaenel^ Catal. Uhr. 
Mss. col. 428.) 

... Le jeu des Echecs moralise par Fr. J. Ferron^ O, P. 
en 1347. — Handschrift der CotVf/m sehen Bibliothek zu Sa int- 
Germain. Nr. 1037. — (Montfaucon, S. 1114, a.) 

• LeJeu desEchezs moralize^ par Jehan Bignay (^sic). 
In Folio. — Handschrift der k, Bibliothek zu Turin. — (S. 
Hontfoucon, S. 1395, 6.) 

Von der französischen Uebersetzung des Cessolis von Jean 
de Vignay findet sich auch zu Wolfenbüttel eine Pergament- 
Handschrift in 4. von 105 Blättern. (S. Escl^enburg im neuen 
deutschen Merkur 1805. Bd. I. S.115.) 

ej Italienische Handschriften. 

a) In der Libreria Magliah eechiana. 
i. Cod. membran. in 4. del secolo XIV. con miniature del 
tempo esprimenti le alltssioni degli Scacchi. Nr. 9 1 . cl, XIX. 
palch. 8 — Diese Handschrift hat Pielro Marocco im 
Jahre 1829 zu Mailand durch den Druck veröffentlicht. 
(Siehe weiter unten.) 

3 



34 



2. Codice cartaeeo in Fol. del sec, XV, Nr. 9. palch. IV. 

3. Cod. cartaeeo in Fol. del sec. XV. Nr. 53. cl. XIX. palch. 2. 

4. Cod. membran. in 4. del sec. XV. Nr. 89. cl. XIX. palch. 9. 

/3) In der Libreria Riccardiana zu Florenz. 

1. Codice cartaeeo in Fol. del. sec. XIV. sul fine, con figg. 
Nr. 2513. 

2. Codice cart. in Fol del sec. X V. unilo al Cicerone dell 
Ämicizia^ dicerie diverse^ e Cronichetta di Firen%e. 
Nr. 1641. 

3. Cod. cart. del sec, XV. unito ai Proverbi di Salomonen 
Ecclesiastiche etc. Nr. 1644. 

4. Codice in Fol. R. IV. Nr. XXXIV. (S» LamiuSy Jo.y Catal. 
Liburni^ 1756. Fol. S. 240, und Volgarizzamento deW 
Opera di Fr. Jac. da Cessole. Milano ^ 1829. 8.) 

y) In der Libreria Trivulzio. 
Codice cartaeeo in 4. del sec. XV. (S. Ebendaselbst.) 

P Eine catalanische Handschrift 
... ,9 Comenza lo Proleeh da quest libre apellat libre dels 
Escachs hordenat per Fr. Jamme de Casules de Horde dels 
Frares Prehicadores que aquell compone e traslada segons se 
seguir , e feu ho en Lati ab tnolt bell horiginal. 

Diese von einem unbekannten Catalanier verfertigte lieber- 
Setzung des Werkes unseres Jac. de Cessolis befindet sich (Ms. 
COC/.4801) in der vaticanischen Bibliothek zu Rom. (S. Nicolai 
Antonii Biblioth. Hispana nova. T. II. S. 404.) 

2. Gedruckte Ausgaben. 

aj In lateinischer Sprache. 
... Incipit solaciü ludi schacorum scilicz regiminis ac 
morum hominü \ et officium virorum nobiliü quorum si quis 
formas menti impresserit \ bellum ipsum et Ituli virtutem cordi 



35 



facilUer poterit ohtinere. \ Ego frater iaeobug de the$8olonia 
CneJetcJ^ — Am Schlüsse Fol. 39. b. ,,Explicie solaciü acha^ 
eorum" — 40 Biälter in Folio; das letzte ist leer. Ohne An- 
gabe des Druckortes und Druckjahres , ohne Signaturen und Be- 
zifferung, in langen Zeilen von 32 Linien auf der vollen Seite^ mit 

gothischer Schrift. (Vergl. Ebere^ Nr. 3954 Hain, II. 94. 

Nr. 4891.— Denis. S.660.— DelaSerna, Dict. bibl.tt. 291. 
Nr. 415, wo esheifot: Ultrajectiy typi$ Sic. Ketelaer, et Qe-' 
rardi de Leempt, circa 1473.) Ein Exemplar besitzt die Wiener 
Hofbibliothek. 

• . • y^lncipit Uber quem composuit frater. Ja \ cobu$ de 
ceasolis ordinis fratru pre \ dicatorum qui inlilulalur Uber de 
mori I bus hominum et officiia nobiUum super ludo \ scacorum. 
I Incipit prologus huius Ubri \ de ludo scacorum.^' \ — Am 
Schlüsse des Blattes 24, r. ,ylmpressum Mediolani ad impensas 
\PauUni de suardis Anno anataUchri \ «/ta/io. MCCCCLXXVüij. 
dieXUny \ mensis augusti.^' — 24 Blätter in Folio zu zwei 
Spalten mit 43 Zeilen in gothischer Schrift. Die erste datirte Aus- 
gabe ohne Signaturen und Seitenzahlen. (Vergl. De la Serna. II. 
292. Nr. 416. — Ebert^ Nr. 3955. — Hain. ü. 94. Nr. 4893. 
[m.a.]) — Die Wiener Uofbibliothek besitzt ebenfalU ein Exemplar. 

... Incipit Ubellus de ludo schaccorum^ et de dictis fac^' 
Usque nobilium oirorum^ philosophorum , et antiquorum. — 
Am Schlüsse: ^^ExpUcit tabula super ludum scluicchorum. 
Deo gratias.^' — Ohne Druckort und Druckjahr, in 4. in gothi- 
scher Schrift, mit Signaturen von a bis h. Die volle Seite zählt 
29 Linien, die letzte deren 15. Diese Ausgabe soll um das 
Jahr 1480 erschienen seyn. Beyer kennt sie nicht. 

... Jacobi de CessoUs Ord. Praed. Infbrmatio morum, 
excerpta ex modo et ratione ludi Scacchorum; sioe de mori" 
bus hominum offtciisque nobilium et super eo commentarius. 
Mediolani^ 1497. kl. Fol. (Panzer. II. 86. Nr. 524. — Hain. 
Vol. n. P. II. 94. W. 4894.) 

. . . (Jacobi de Cessolis) Tractatus de Scachis mistice in^ 
terpretatus de moribus per singulos hominum Status. Vorrede 

3* 



86 



des Verfassers und dessen Epilog. Am Ende des letzteren liest 
man: Anno 1505. Dann folgen sechs Verse und darunter: Ad 
Lectorem: 

„Accipe quod offert hibema ex arce Joannes Schackerii munu^'etc. 
Viennae Austriae^ Ex officina Joh. Winterburgii. 

Gute Lateinschrift mit Holzschnitten , welche die Steine des 
Schachspieles vorstellen. 32 Blätter in 4. Die Wolfenbuttefsche 
Bibliothek besitzt einen Abdruck dieser Ausgabe. (S. Denis^ 
Buchdr. Gesch. Nachtrag. S. 33. Nr. 752. — AUgem. deutsche 
Biblioth. ThI. 51.S. 512.— Zu Dresden. Falkemtein. S.8i5.— 
Panzer. IX. 2. Nr. 7.) 

bj In deutscher Sprache. 
... „Eh bruder Jacob von Cassalis prediger 
Ordens bin I vberwunden worden vd der brüder 
gebet wegen vn | der weltlichen Studenten vn 
andern edlen leut die mich haben hören predigen 
das spil das do heysset schachzabel. Das ich da- 
von gemacht hab ditz buch, vn hab das pracht 
zenutz menschlichs geschlechts. Vn hab es ge- 
heyssen das buch menschlicher sitten vnnd der 
ampt der edlen« etc. — Fol. 40, a. „Hie endet sich 
das buch menschlicher sitten vnd der ampt der 
edeln. 1. 4. 7. 7.*' — Ohne Angabe des Druckortes. Gothische 
Schrift, mit Holzschnitten, in Folio. 40 Blätter, die Seite zu 36 
Linien, ohne Signaturen und Seitenzahlen. (S. Panzer ^ Anna- 
len. L 96. Nr. 75.— Zusätze. S.37. Nr. 75.— Eberi^ Nr. 3959. 
Uain. n. 94. Nr. 4895.— Mafsmann. S. 107. JB. b. — ) Helm- 
Bchrott. S. 38. Nr. 70. sagt: diese Ausgabe sey zu Augsbnrg 
mit der zweiten Gattung der Cfüneher^Zeiner'schen Typen ge- 
druckt worden. 

... Eh bruder Jacob vö Cassalis prediger Or- 
dens bin vberwunden worden von der brüder 
gebet etc." — Am Schlüsse: „Hie endet sich das 
Buch menschlicher sitten vnd der ampt der edlen. 



87 



Gedrackt zu Augsburg in der keyserliche «tat 
anno dni MCCCCLXXXiij. am osterabet geeni.^ — In 
kl. Folio. Gothiflche Schrift, ohne Signaturen und Seitenzahlen, 
36 Blätter mit Holzschnitten und 84 Linien auf der vollen Seite. 
— (Harn. II. 94. Nr. 4896. — Panzers Annalen. I. 187. 
Nr. 178. — Mafgmann. S.108. JE. b. 2.) 

... „Dis bQchlein weiset die aufslegung des 
schachzabel spils, Vnd menschlicher sitten. 
Auch von den ampten der edeln.^^ Darunter der Holz- 
schnitt eines Schachbreites, das auf einem Tische liegt Am 
Schlüsse des Werkes auf der Rückseite des letzten oder 39. Blat- 
tes: „Hie endet sich die Aufslegung des schachza- 
bel spils, Vnd auch menschlicher sitten. Auch von 
den ampten der edlen darin kurtz begriffen seind 
vil hubscher exempel dar durch ein jeglich 
mensch wol lerne mag zucht vnd tugant, auch 
wie sich ein jeglicher amptman halten sol in sei- 
nem amptvndwesen^^etc.Gedrucktvndvolendetvon 
Heinrico Knoblochzarn in der hochgelobten stat 
Strafsburg vff Sant Egidius tag. In dem LXXXIIL 
Jor etc.^ — Darunter das Abzeichen des Buchdruckers. Ohne 
Ueb^rschrift der Seiten , weder ßlattzahlen , noch Custoden , je- 
doch Signaturen. Die Lagen sind fast sämmtlich Temionen. Die 
zahlreichen Holzschnitte stellen die verschiedenen Figuren des 
Schachspiels in der Tracht vor , welche ihnen de Cessolis gege- 
ben hat. Der erste Holzschnitt ist ein Schachbrett. — (S. Brunos 
Beiträge. 1. Stück. S. 68 — 76. — Panzer^ Zusätze. S. 48. 
Nr. 173. 6. — Mafimann. S. 148. JE. b. 3. — Hain. U. 94. 
Nr. 4897. — fliJintfAp«?«'* neue Nachrichten. L S.257. 

cj In flamändischer Sprache. 
... „It is die tafel van desen boeck dat man 
hiet dat scaetspel — Jer beghint ee suuerlijc 
boech van den tijtuerdrijf edelre heren ende vro- 
wen, als van den scaecspul.^^ — Am Schlüsse: „Int 



88 



iare vns heren dusent vierhondert ende neghent- 
sauenlich (1479) opten anderdendach von octo- 
ber, soe is dis ghenoechlijcke boeck voieynt en 
ghemanet ter goude in hollant, by gheraert leeu. 
Löf heb god.^' — Gothischer Druck auf zwei Spalten, Signa- 
tur a bis IV. 68 Blätter in Fol. Die ersten zwei Blätter sind mit 
Holzschnitten geziert. Von dieser Ausgabe berichten: Dibärn^WA. 
Spencer. IV. 541 —550, irrig 1497. — Maittaire. I. 442. — 
Denis. SuppL 109. Nr. 759. — Visser^ NaanUfj$t. S. 7. — 
Panzer^ I. 442. Nr. 11. Ebert. Nr. 3958. — Hahu II. 95. 
Nr. 4904. — Marchand. T.I. S.181. 

In holländiseber Sprache. 
... „Tractaat van den Tijdverdrijff der Edele 
Heeren en Vrowen, genoemt dat scaakspel, ver- 
ciert met veele schoone historien.^^ Am Schlüsse: 
„Int iaer ons heren M.CCCCLXXXin. op ten viertien- 
den dach van februario: so is dit ghenoeschlike 
boek volmaecht te Delff in hoilant.^' — Mit Holz- 
schnitten in 4. (ßam. II. 95. Nr. 4905. — Denis. Sappl. 179. 
Nr. 1353.— Visser. S. 14. — Panzer. I. 371. Nr.l6. — 
Heineken's neue Nachrichten. I. S.257. — Bihlioth. Beber. VIII. 
Nr. 2636.) 

... Dasselbe Werk. Ebendaselbst. 1493. 4. (Marchatid. 
T.I. S.181.) 

In niedersächsischer Sprache. 
... Den gröfsten Theil der Titelseite füllt ein Holzschnitt, 
auf welchem zwei Löwen ein Schachbrett halten. Ueber und un- 
ter demselben steht: 

y^Vao dogheden vnde van guden zedem secht dyt boek 
Wol dat vaken ouerlest de wert ok des schaekspeles 

klok." 

Auf der Rückseite dieses Titels findet man wieder einen Holz- 
schnitt, der einen auf dem Throne sitzenden König mit Szepter 



89 



und Reichsapfel abbildet, und darunter: „In dellemen Boeke 
vynt man beschreeven wo man Hchall theen dat 
schaektafeien spei mit velen exempelen.^^ Sodann 
folgt auf vier Blättern ein Yerzeichnifs der Bücher und Capitel des 
Werkes. Das Uebrige betragt 115 Blätter mit mehreren Holzschnitt 
ten zu Anfange der Abschnitte, welche im vierten Buche, einer 
Wiederholung der Hauptpunkte des Vorhergehenden, neuerdings 
vorkonunen. Es beginnt mit der Ueberschrifl : 
yyDyt is dat schakspil to dude 
Dar hebbet na vraf^et vele lüde 
De dat will loren speien vnde then 
De schal dyt Bock auerseen. 

Auf der Rückseite nimmt man noch einen Holzschnitt gewahr, 
welcher eine männliche Figur mit einer aufgesperrten Scheere zur 
rechten , und einem , mit der linken Hand an der linken Hüfte 
gehaltenen Beile vorstellt, mit der Unterschrift: „DefseFigure 
höret to deme speie nicht. 

An innerem Gehalte gebührt diesem niedersächsischen 
Gedichte kein geringer Vorzug vor dem oberdeutschen. Es hält 
sich zwar genauer an die lateinische Urschrift, ist aber bei weitem 
nicht so gedankenleer und weitschweifig , auch in den eingeweb- 
ten Lehren und Erzählung*»n weit kurzer und weniger ermüdend. 
Der Sclilufs des Gedichtes lautet so : 

„Hir gheyt vth gkemaket to dude 

Dat schakspil de edelen lüde 

Des Bokes dichter het Stephan 

Ood helpe ene vppe des hemmels plan 

Da ghesche vns allen samen 

Ingodosnamen. Amen. 

God hebbe löf dyt Boek van dem schakspele 
heftenen ende dat doreghetogenismitwennighen 
guden körten exempelendar sik eyn minsche ane 
beteren mach..^^ — Ohne Angabe des Druckortes und Jahres. 
Einen Abdruck dieser seltenen Ausgabe findet man auf der öffent- 
liehen Bibliothek zuLubeck. (S. Eschenbury im neuen deutschen 
Herkur 1805. Bd. I. S. 116 — 123; kmer Gesner ^ Ed. Suhl. 



40 



Labecker Bibliothek. S. 17. Nr. l. — ^ Denis ^ Sappl. S. 660. — 
Panzer. IV. 190. Nr. 1121. — Hain. U. 94. Nr. 4898, und 
Beineke$ neue Nachrichten. ThLI. S. 255.) 

ß In französischer Sprache. 

... ,yLe Jeu de$ Echez tnoralise nouuellement imprime a 
Paris.^ Der Schlufs lautet: y,Cyfinist le liure des echez etlordre 
de cheualerie translate de latin en fran^oys imprime namtel* 
lement ä Paris et fut achi ue le vendredy. VL iour de 
ternbrey lan Jlf. F. C.Xiiö'. (1514). pour Anthoyne Verart.'^ — 
In kl. Folio mit gothischer Schrift in zwei Spalten zu 34 Linien, 
sehr schön, wie alle Ausgaben dieses Druckers, jedoch fehlerhaft 
gedruckt. Das Werk umfafst drei einleitende Blätter und 102 der 
Abhandlungen , deren letztes irrig mit LXXXXij beziffert ist. Das 
Buch des deCessolis füllt die ersten 60 Blätter; darauf folgen zwei 
andere, welche mit dem 102^*'° schliefsen. Auf dem Blatte LX 
beginnt nämlich die „ Lordre de cheualerie^ und auf dem Blatte 
LXXXij jenes Ae&Meliheeet dePrudence^ wie in der bereits oben 
erwähnten Handschrift. Bei dieser in der k. Bibliothek zu Dresden 
vorfindlichen höchst seltenen Ausgabe der yon Jean de F^^nay un- 
ternommenen Uebersetzung ist der gothische Titel und der in Holz 
geschnittene Anfangsbuchstabe „ L (Le) , und <die auf der Rück- 
seite des ersten Blattes befindliche Holzschnitttafel bemerkenswerth. 
— (S. Ebert. Nr. 3957. — Brunei. II. 698. — Falkenstetn. 
S.816. — Panzer. VII. 512. Nr. 101 , nach La Valliere.') 

... y^Le Jeu de Echels moralise, " — Am Schlüsse : „ Cy 
finisl le liure des eschecz et lordre de cheualerie translattee de 
latin en fran^oys imprime ä Paris: et fut acheue Le XiUi iour 
de nouembre mit cinq cent et cing (1505). Par Michel le noir 
libraire . . . demourant deuantSaitit Denys de la chartre a 
maige nostre dame.'^ In kl. 4. Mit gothischer Schrift in langen 
Zeilen, 38 auf der vollen Seite, aber ohne Bezifferung. Die er- 
sten zwei Blätter enthalten den Titel mit einem Holzschnitte , die 
Zueignung des Herausgebers und die Table des chapitres. — 
(S. Catal. des livres de la Biblioth. du Duc de la Valliere^ pmr 
G. de Bure. T.L S. 398. — Brunei. II. S.698.) 



41 



gj In englischer Sprache. 

. . . ^, The Game and Playe ofthe Chesne; transkUed oue 
oftke Frmchy and imprynied by William Caxton. — Fy^ 
nysMhid ehe lagt day of Marchs y the yer of aur Lord Ood a 
ehousand faure hundred and LXXiUj. — In kl. Folio. 72 Blät- 
ter. WahrBcheinfich das erste über diesen Gegenstand in England 
gedruckte Buch, und noch seltener^ als die folgende, mit keiner 
Jahreszahl bezeichnete Ausgabe. (S. Hare$chorne^ C. H. The 
Book Rarities in the univentity of Cambridge. Lond. 1829. 8. 
S. 142, 230, 280. — Eberl. Nr. 8960 — 61. — Dibdin^Bi-- 
blioth. Spencer. IV. 189.— 195. — (Dibdin^ Ames. I. 28—52. 
Maittaire. I. 340. — Santander. II. 292. Nr. 417. — Panzer. 
in. 551, 562.— Main. II. 94, 95. Nr. 4901, 4902. — Twiß. 
I. 46. — Lowndes. I. 402. 

... Die zweite Ausgabe hat weder Druckort noch Jahreszahl, 
hat aber Signaturen und 29 Linien auf einer vollen Seite. Hinter 
der Vorrede auf der Kehrseite des ersten Blattes dieses Abdrucks, 
welches die Wi euer Hofbibiiothek besitzt, liest man Fol- 
gendes: This book is deuyded and departed into four traytyea. 
and partyes. The first trayte. How the playe of the chefse 
was first founden, and vnder tohat kyng capituloj. — Who 
found first the playe ofthe chesse capitulo ij. — Wherfore the 
playe was founden and maad capitulo iij. The second treytye. 
The forme of a Kyng ofhis manners and estate capituloj. — 
The fourme and manners ofa quene capitulo ij. — The con- 
dicions and forme of the alphyns capitulo üj. — The ordre of 
chyualrye or Knyghthode her offyces and manners cap. iiij, 
The forme and maner ofrooks. V. — The thyrde trayty. — The 
Offices and maner s of labourers capituloj. — The maner and 
offyce ofa smyth capitulo ij — Thoffyce of notarieSy aduo- 
cateSy scriueners and drapers or clothmakers capitulo Hj. 
The maners of marchauntes and chaungers capitulo iiij. — 
The forme of phisidens. leches. spycers and appotycaryes cO' 
pUulo F. — Of taueniers. hostelers, and vitaillers capitulo Vj. 



42 



— Ofkepers oftöwnes, Receyuers of cusCum and toUenars 
capitulo Vij* — Ofmessay er s, currurs, Rybauldes and player» 
at the dyse capitulo Viij. — The fourth treaytye. Of ehe 
ehefse borde in yenere how it is made capitulo j. — The 
drouyht of the Kyny and how he meueth hym in the eschequer 
capitulo ij\ — - Of the moeuiny of the quene and how »he 
yfsueth mit of the place capitulo iij. — Of the yfsue of the 
Alphyns capitulo iiij, — Of the moeuiny of the JKnyyhtes 
capitulo V. — Of the yfsue of the rokis and of her pro^ 
yresse capitulo Vj. — Of thyssue of the comyn peple, whom 
the pawnes represente capitulo Vij. — Of the epiloyacion 
and recapitulacioti of thys book capitulo Viij, — Am Schlüsse : 
^yExplicit per Cawton/^ Die dritte Ausgabe ist im Jahre 1490 
erschienen. 

hj In italien ischer Sprache. 

. . . „ Libro di Giuocho di Scacchi intitulato de costumi 
deyli huomini et deyli ofptii de nobill — Ohne Angabe des 
Druckortes und Jahres. In 4. — AuEser dem Titelblattbildchen 
sind in diesem Buche 13, in Holz geschnittene und in den Text 
hineingedruqkte Abbildungen zu sehen, die sich theils auf das 
Schachspiel selbst, theils auf dessen sittlichen Werth beziehen. 
(Hain II. 94. Nr. 4899.) 

... Libro di yicocho di scacchi \ intitulato de costumi 
deylhuomini et deyli \ offitii de nobili/^ (Holzschnitt.) Am 
Schlüsse : „ Finito e illibro utile et bello del yiuoco deyliscachi 
intitolato de chostumi deylhuomini et deyliufitii de \ nobili e 
daltri humani stati Cbposto per Maestro Jacopo dacciesole deU 
ordine de fratri predicatori adhonore et sollazo de nobili maan- 
mamete di coloro ch ' säno ilyiuco deyli scacchi — Vor der Tafel 
der Capitel liest man : Impresso in Fire%e per Maestro Antanio 
Miscomini \ anno M.CCCCLXXXXHL \ Ädiprimo dimarzo,^^ 

— In 4. Ebendaselbst mit Holzschnitten Den Anfang und das Ende 
schmückt eine und dieselbe Abbildung. Ausgabe mit Signaturen 
und römischer Schrift. 150 Seiten. Nach Twifs^ T.I.S.41, befin- 



48 



det sich ein Abdruck in der k. BibUothek zu London, und 
die Aede$ Althorpianae von Dibdin liefern (T. II. S. 5) ein Fac- 
simile der darin vorkommenden Figuren (^Ebert. Nr. 8956 — 
Deni$^ Suppl. 341. Nr. 2832. — Panzer. I. 420. Nr. 147. IV. 
109. Nr. 309. posC Denis^ Suppl, 666. — Oamba. Nr. 285. — 
Hä/w. II. 94. Nr. 4900. — CcUaL de Boutourlin. Florence 
1831. 8. Nr. 509.) 

. . . Opera nuova nella quäle se in$egna il vero regimeuto 
dein huomiiH et delle dune di gualungua gradOy stato e condUion 
BBsersi voglia: Camposta per lo Reuerendissimo Padre Frate 
Giacobo de Cesole del ordine di predicalori sopra Ugiuoco delli 
scaccMj IfUUulala Costume delli huomini et officii delle nobeli, 
nuouamente $tampata. M.D.XXXHW Am Ende : ^^Stampata 
in Vineggia per France$co di Ale$sandro Bindoni et Mapheo 
Pasini campagni : Nelli anni del Signore. 1534. djl mese di 
Zenaro.'' Kl. 8. 56 Blätter. Abdrücke findet man in Dresden und 
in Wien. CFalketistein. S.816. — Panzer. Vm. 538. Nr. 1744» 
— Hagm. III. 41. Nr. 3 ) 

. . • Volgarizzamefito del libro de* co$tumi e degli offizii 
de* nobili sopra il giuoco degli Scacchi di Frate Jacapo da 
Cessole tratto nuovamente da un codice Magliabecchiano. Mi-' 
lano^ 1829. 8. Dalla tipografia del Dottore Qiulio Ferrario. 
Cantrada del BocchettOy nel Nr. 2465. gr. 8. XX und 363 Sei- 
ten. Die Abbildungen , welche diese Ausgabe zieren , sind jenen 
in der Florentiner vom Jahre 1493 befindlichen nachgebildet. Der 
Herausgeber dieser Uebersetzung iat Pietro Marocco. (Oamba Ed. 
IV. S. 109. Nr. 842, und dessen Bibliogr. delle navelle, ital. S. 33.) 



so ^,,e StuW.*^^ .einer ^ 

die ^"^^^ 



45 



Heidelberg durch ihr Alter (sie ist vom Jahre 1365), so wie 
durch das weiter unten angeführte naive Schlurswort^ das ihr der 
Abschreiber in seiner Freude angehängt hat (Adeiun^'s altdeutsche 
Gedichte in Rom. Bd. 2. S. 149 fg. und Wükm's Geschichte der 
Heidelberger Büchersammlung, S.466.) 

Noch eine Handschrift zu den vielen befindet sich seit dem 
Jahre 1764 durch Schenkung eines vaterlandsliebenden Bürgers, 
des Pfarrers J J. Zhnmerlin zu Roggwyl, auf der Stadtbiblio- 
thek von Zofingen, welche Wackemcigel in den schon er- 
wähnten Beiträgen zur Geschichte und Literatur. Herausgegeben 
von JEtirsund Weisgenbach. Aarau, 1846. Heft 1 und 2; aus- 
fähriich beschrieben und mit zahlreichen Auszügen erläutert hat. 

Was den Verfasser, seine Lebensumstände und das Verhält- 
hib seines Werkes zu der lateinischen Urschrift betrifft, lernen 
wir aus seinem Werke selbst 

Um den Namen des Dichters zu erfahren, den er anfanglich 
selbst verschweigen wollte, und den auch die Titeluberschrift 
nicht nennt, geht aus einem Akrostichon oder Räthsel am Schlüsse 
der Dichtung hervor, und so erfahren wir Folgendes: 

Konrad van Ammenhusen war Leutpriester, das ist Pfarrer 
zu Stein am Rhein (damals im Hegau, jetzt im Kanton 
Schaffhausen, und Mönch des dortigen Benedictinerklosters» 
Seine Heimat und seinen angebornen Stand zeigt uns der Beiname; 
die van Ammenhusett waren ein edles Geschlecht im Thurgau (S. 
Pupikafer. l. S. 130), wie schon das Wappen bezeugen mag, 
das an der Spitze der Wiener Handschrift zu finden ist , und einen 
aufrecht gekehrten goldenen Löwen im blauen Felde darstellt, wel- 
cher ein Streitbeil in den Tatzen hält. Auf eben diese Gegend und 
Umgegend, auf den Bodensee und Schwaben, als vertrautes Hei- 
matland des Dichters weisen auch mehrere Stellen innerhalb des Bu- 
ches hin ; in einer derselben spricht er von einem ungewöhnlich 
grofsen Schachbrette, das er zu Cos tanz gesehen habe. 

Die Zeit, in welcher Kanrad dichtet, nennt er uns wieder selbst : 
er ist mit seinem Buche fertig geworden gegen Ende Homungs 
vor ingendem Hertzen 1387. Nebst dem, dals auch die 



46 



Wiener Handschrift damil öbewatiinail , wird dieses Dstni durch 
die geschichüicheii Beziehongeii, weiche sonst noch in dem ftiche 
▼orfcommen, bestätig, so ist x. B. darin Ton der xwicspilti^ 
Könifswahl Ludwins von Baiem and Fritdriehs too Oesterreich 
(1313) die Rede, ab einer B^ebenheit, die noch in frischeni An- 
f edenkeo sey. 

KönradwMrj ab er sein Gedicht Tcrfiifate, noch nicht be- 
jahrt <,,ich bin nit gar alt^^; gkichwohl hatte er schon weit 
and breit die Wett gesehen, war in Frankreich, in der ProTence, 
in Chorwalchen (Bänden) gewesen; weiter aber bis in Italien 
hinein und bis nach Rom ist er nicht gekommen. Auf sofeh einer 
Reise dorch Frankreich mochte der deolsche Geistliche xaerst mit 
dem Schachspielboche iesJmeo^äeCess^is bekannt geworden 
seyn. Die GehaltfoUe desselben beröhrte ihn, wie tausend andere; 
und er fa£ste, wenn schon ongewib, ob er etwas Neues unter- 
nehme, und nach eigenem Gefühle, ungeübt im Dichten, den Ent- 
schlub einer poetischen Verdeutschung, damit das Werk auch dem 
Laien der Heimat zu Gute komme, und das Lesen unnützer Fabeln 
und friroler Erzählungen da verdränge. Ihm also kam es nur auf 
den sittlichen Gehalt an ; das Spiel und seine Figuren sind nur zu 
dnem Rahmen genommen, um darin die tausende von Anecdoten, 
geschichtlichen Zögen, Lehren, Sittenpredigten, mundlichen Sa- 
gen zu sammeln. So entstand denn ein Gedicht, welches sich 
zu einer Zahl von beinahne 20,000 Versen herausgebildet hatte. 

Die ganze lange Vorrede des Buches ist, in so fem der Dich- 
ter hier gänzlich auf sich selber steht, und darum Alles, was und 
wie er es sagt, fmr seinen Charakter und das Mab seines Kunst- 
l>erures doppelt bezeichnend , und da verdient namentlich, ab zu- 
verläbiger Beweb wahrhafter Bescheidenheit, hervorgehoben zu 
werden , wie bereitwillig er sich jeder späteren Besserung seines 
Gedichtes unterwirft, ja wie er darum fast anhält. Aus eben die- 
ser Bescheidenheit machte Konrad es sich zur Pflicht, seiner Ur- 
schrift so getreu und nahe ab möglich zu folgen. Nur war ihm 
das nicht in gleichem Grade durchweg möglich : er ward öfters an 
seinem Vorbilde irre , verstand nicht alle Worte desselben , und 
stieb auf Lücken und Verworrenheiten in der dortigen Darstellung. 



47 



Gleichwohl hielt der deutsche Dichter nicht blofs im Ganzen 
und Grofsen dieselbe Eintheilung des Stoffes, denselben Gang des 
Inhaltes Test, den er bei Jacobus fand, sondern richtete sich, 
nach dessen Vorgang, auch in allen Einzelnheiten; und so ge- 
wissenhaft yerfuhr er dabei , dafs er fast jede , auch die geringste 
Einschaltung, die der Urschrin fremd war, ausdrücklich als eigene 
Zuthat bezeichnet. Selbstgerällige Aeulserungen entschlüpfen ihm 
bei keinem solchen Anlasse , ja er entschuldigt sich noch defshalb. 
Und doch sind diese Zusätze meist das Ergebnifs seiner gelehrten 
Belesenheit^ wie sie zu seiner Zeit nicht viel Geistliche mehr be- 
salsen, eine Belesenheit, die der des Jacobus wenigstens nahe 
kam. Er beruft sich aufser den Buchern der heiligen Schrift und 
denen des Kirchenrechtes noch auf die Historia scholaseica, auf 
das Leben der Altvater, auf des Augustinus Werk: de civitate 
Dei und de PoenUentia ^ auf Cicero' s de Officiis, Seneca, Va- 
leritis Maximus , Boethius u. A. Freilich schaut bei Rückblicken 
der letzteren Art auch er das Alterthum mit den Augen seiner 
Zeit an, am auffallendsten, wo er von den Kämpfen eines Marius 
und Sulla y als einem Kriege der Guelfen und Gibellinen spricht. 
Andere Einschaltungen sind frisch aus dem Leben und der Geschichte 
der Heimat und der eigenen Zeit gegriffen ; es drängte den Dich- 
ter, was er da Strafwürdiges wahrnahm, jedoch Aug* im Auge 
nicht strafen durfte, in seinem Buche niederzulegen, damit das 
gegebene Zeugnifs doch vor Andere und an die Nachkommen- 
schaft gelange. (Wackernagel I. c. S. 46 — 77.) SeineBlicke auf 
die Zeit sind zugleich das Ursprünglichste und Anziehendste in seinem 
Werke. Im ersten Buche, wo er von den Regeln des Schachspieles 
handelt, hat er zu dergleichen am wenigsten Gelegenheit. Im 
zweiten dagegen , wo er von den HauptOguren (L a n d v ö g t e n) 
redet, gibt ihm der Stoff Gelegenheit auf die Spaltungen zwischen 
Älbreche und Adolph y die er noch als Zeitgenossen von sich be- 
trachtet, und jene zwischen Ludwig und Friedrich zu blicken, 
gegen den ganzen Clerus , gegen Geistliche und Richter , gegen 
die allgemeine Habgier vom Ersten bis zum Letzten, und gegen 
alle politischen Gebrechen zu predigen. Am wichtigsten aber ist 



48 

das dritte Buch, das von den Venden handelt, in denen er die 
Landleute und Handwerker darstdit Hier sieht man deutlich den 
volksthümlich-gesinnten Priester, der auf Erleichterung des Bauern* 
Standes , z. 6. auf Verpflichtung des Ritterstandes zur Zehentzah- 
lung, und auf die Ehre des Handwerkerstandes hinarbeitet In- 
dem er nachher die Briefboten der Landvögte , die Stadtpolizei, 
die Wirthe, Aerzte und Apotheker, Kaufleute und Wechsler, die 
Schreiber und alle möglichen Klassen der Handwerker einzeln vor- 
nimmt , sie spöttisch und oft launig um die Erbsünden ihrer jesei- 
tigen Geschäfte straft, weniger neckisch und emster als einJBinti 
Such» und Andere, so mahnt er überall an das Aehnliche in den 
Satyrikern und Zeitgenossen des Letztern, und führt uns tiefer in 
das Besondere der Staatsklassen , in die natürlichen Abtheilungen 
der Betriebsmenschen ein, als der Retmer^ und behauptet daher 
eine Mittelstelle zwischen diesem und dem Teichner. (ßiennnu9. 
IL S.165 — 166.) 

So viel zur vorläufigen Bezeichnung des EigenthümUchen in 
Kanrad und seiner Dichtung und über das Verhältnifs derselben 
zu dem lateinischen Hauptwerke. 

Friedrich Adelung und Wacken^agel bieten uns zahlreiche 
Auszüge aus Konrad's Dichtung , und zwar Ersterer aus einer 
von ihm zu Petersburg gesehenen , einst dem Duc de La Fo- 
iiere gehörigen Handschrift im neuen deutschen Merkur. 
1804. Bd. 3. S.85 — 74 ; und Letzterer aus der Zofinger Hand- 
schrift in den Beiträgen zur Geschichte und Litera- 
t u r. Herausgegeben von Kur% und Weißenbach. 1846. Hft. 1 u. 2. 

Die bekannten Abschriften seines Werkes, welche in verschie- 
denen Bibliotheken noch bestehen , sind folgende : 

... Ein Papier -Codex der k. k. Hofbibliothek in Wien aus 
dem fünfzehnten Jahrhundert von 171 Blättern in Folio, mit Ab- 
bildungen, aus Ambras stammend, enthält vom Blatte 1 bis 113 
Konrad' s von Ammenhusen Schachzabel. 

Die Handschrift beginnt unter dem schön gemalten Wappen 
des Dichters mit den Zeilen: 



49 



,,Id Gottes Damen heb ich an. 
Wann nijemaQ nicht geschaffen kan 
An sin hijlff vnnd sinen gunst 
Efs ist kain wyshait noch kunst/' 

Gegen das Ende Gnden wir das Akrostichon, dessen Anfangs- 
budistaben den Namen des Dichters, seiner Heimat und seines 
Standes also geben: 

,,Dis buch tiht ich Cunrat von Ammenhusen, 
in der statte Stein, da ich munich vnde lut Prie- 
ster wuas, ich künde es niht getichten bas.^< 

Am Schlüsse nach diesem Rättersch liest man die Worte : „W e r 
wyssen wöU, defs namen der difs buch gedichtet 
vnd von latin ze tutsch braucht hat der Nem in 
der obgeschribnen Rätterschen den Ersten buch« 
Stäben in yederlingen vfs vnnd vfs, So vindt er 
sinen Namen vnd sinen staut, waz er gewesen ist 
Vnnd och von welchem land. Da mit syg got mit 
Vnnfs Amen." 

Der ganze Codex ist von einer und derselben Hand , und 
zwar von Qahrielo Sattler von pfullendorff geschrieben und im 
Jahre 1479 beendet worden. Er enthält nebst Konrad's Dich- 
tung eine deutsche Uebersetzung des Schachzabelbuches von 
JacobuM von Cassalis und das guldin spil von Heister 
Ingold. Des erstem wurde bereits oben gedacht, und von dem 
letztem wird weiter unten gesprochen werden. 

... Eine Handschrift in Folio, aus dem vierzehnten Jahrhun- 
dert, mit Abbildungen, welche sich zu Hamburg befindet, mit 
dem Anfange : 

„Hie hebet sich an dis Ruchis Capitel, das do 
heisset der Schachzabel.^^ Cod. Nr.CLXXXIII. (S.Biblio- 
theca Uffenbach. Francof.adM. 1729— 31. T. ffl. S. 122—123.) 

...„Dis ist dasSchachzabelbuch.^^ — Am Schlüsse 
liest man folgende Anmerkung des Mönches , der das Buch im 
Jahre 1365 abgeschrieben hat: 

„Dys buch ving ich bruoder Reubold Süfse 

4 



so 

¥on Strasburg an zur SIetzstat in der stuben vf 
dem tormenter derselben stuben venster stossent 
in der stette graben gein Strasburg abe hin, an 
dem nehesten Dunrestage nach vnsser vrowen 
tage der lichtmefs. vnd volleschreip es vf einem 
strowinensesselan dem n ehesten Samestage nach 
3ante Benedicten dage, do man lute zuosamene 
ttoue vnd vesper mitteuandr, der selbe sameTstag 
des abendes woz do dez morgens was mittelfaste, 
vnd von geheisse vnd bete dez erbern geistlichen 
bruoder Hugen Ribisin von Colmar^ schaffener 
des egenanten huses zuo SIetzstat sant Johans 
Ordens, wart dise date geschriben dez jares, ~do 
man zalte von gotz geburte drizehen hundert 
jar, sechtzig vnd fünf jare. 

hie hat dis buchelin ein ende; 
dez frowent sich mine hende.'' 

Papier- Handschrift vom Jahre 1365 von 137 Blattern, spal- 
tenweise in Folio. In der Heidelberger Bibüothek. CCCXCYUL 
Dieser Codejn ist ebenfalls in Rom gewesen. (S. Adelung*» Nach- 
richten. Königsb. 1796. ThLII. S. 148 — 150. — Wükens Ge- 
schichte der Heidelberger B. Sammlung S. 466. — Van der Ha-^ 
gen und Busching, Grundrils. S. 426.) 

... Einer Jenaer Handschrift des fünfzehnten Jahrhunderts 
erwähnt Docen^ MiscelL II. 39, ohne ihr eine nähere Beschreibung 
anzufügen. 

... Der ruhmlichst bekannte Herr von Lassberg zu Mors- 
bürg am Bodensee ist im Besitze einer Handschrift mit der 
Jahreszahl 1381, welche letztere jedoch eben nur die Zeit andeu- 
ten mag, in der die Abschrift gemacht worden ist. (S. Wacker- 
nagel in den Beiträgen zur Geschichte und Literatur. Aarau, 1846. 
Erstes Heft. S. 46.) 

• Die königliche Bibliothek in Paris besitzt nach Gr äff 
zwei Pergament -Handschriften von Konrad von Ammenhusen 
vom Jahre iSS7, unter den Nummern 7267 und 7834, mit der 



51 



Ueberschrifl: ^^Dis buch ist von dem schofzabelspil 
von latine zu dutsche gedieht vnd seit och hübe* 
scher Dinge vii." — Viele Stellen sind zu Bildern offen ge- 
lassen. — (S. Grafs DinWskB. Bd. III. S. 450 — 454.) 

... Eine Pergament- Handschrift in Petersburg von 123 
Blättern in Folio ist mit außerordentlichem Fleifse und grolser Net- 
tigkeit geschrieben und sehr gut erhalten. Der Besitzer (den Ade^ 
lung nicht nennt) erstand sie zu Paris in der Versteigerung der 
Büchersammlung desDucdelaVallierej in dessen Kataloge (Vol. L 
S.398. Nr. 1321) man sie angeführt findet. Sie hat^ aufser einer 
grofsen Menge mit Gold und Farben gemalter Anfangsbuchstaben, 
dreizehn sehr gut gemachte Zeichnungen in lebhaften Farben 
auf Goldgrund, welche, wie gewöhnlich^ die Gestalt der Schach- 
steine in ihrer sinnbildlichen Bedeutung darstellen. Jede Seite hat 
zwei Spalten, welche häufig durch gemalte grofse Buchstaben und 
roth geschriebene lateinische Sinnsprüche , so wie durch deutsche 
Ueberschriften unterbrochen werden. Sie beginnt: „Dis buch 
ist von dem SchafzabelspiL Von Lattine zu tut- 
sehe gedieht. 

Die Handschrift ist im Jahre 1337 ausgestellt. Am Ende 
findet man den erwähnten Anhang mit der Ueberschrift : „Dis 
ist ein retersche do vindet man inne wie der hies 
der dis buch tihtete.^^ Die Zeit der Dichtung ist am Schlüsse 
desselben wie in der Wiener Handschrift also bestimmt : 
„Dis buchelin wart vollebracht 
Da man zalte von gottes geburte 
Vür war Sübene vnd driffig 
Vnd dritzehen hundert jar." 

Von dem Verfasser des lateinischen Urtextes heifst es auf dem 
zweiten Blatte : 

„Der dis buchelin hat gedieht 
In latein als ich es vant. 
Der waz iacobus genant 
Von thessolis ein brediger" etc. 
(S. Adelung im neuen deutschen Merkur. 1804. Bd. IIL 
S. 35 — 39.) Der jetzige Besitzer dieses Codex ist noch unbekannt, 

4* 



52 



... Eine in der vaticanischen Bibliothek zu Rom befindlicbe 
Papier -Handschrift mit der Bezeichnung 898, von 137 Blättern. 
Sie beginnt: 

„Dis ist dafs Schachzabelbuch. In gottes na- 
men hebe ich an^^ (wie die Wiener Handschrift), und endet: 

„Trit vf die Füsse la zawen dir 
Eilselin du gang mit mir, 
Nit la dirs missevallen 
Behalten sy yds allen. Allen seiden sameu 
Seculorum. Amen.'' 

(S. Adelung y Altdeutsche Gedichte in Rom. Königsb. 1796 
— 99. 8. Thl.I. S.82. ThLII. S. 143— 148.) 

... Eine Papier -Handschrift in der öffentlichen Bibliothek zu 
Stuttgart, aus dem fün&ehnten Jahrhundert mit vielen Figuren, 
und der Bezeichnung: Cod. poet. ¥o\.ll. Die Ueberschrift lautet; 
„Schachzabel.^^ Das Gedicht schliefst mit dem bekannten Akro- 
stichoU} das des Dichters Namen angibt. Kurz vorher wird eben- 
falls das Jahr genannt: „siben vnd drifsig drizehen 
hundert ior vor ingonden mertzen drigetage.^^ — 
Dem Schlüsse des Gedichtes folgen noch Verse , in welchen der 
Dichter, nach Malsgabe des lateinischen Textes, die Hauptgänge 
der Schachfiguren beschreibt, nämh'ch deskunges uszgang, 
der kungin vszgang, des alten vszgang, des rit- 
ters vfgang, des roches gang, der venden vsz- 
gang. Das Ende dieser Verse fehlt. (S. Qraff^ E. O. Diutiska. 
Bd. n. S. 72 — 76 mit Auszügen.) 

... Eine Handschrift, von demselben Jahre 1337 ausgestellt, 
und von ülricus Berner geschrieben, besitzt die W o 1 f e n b ü 1 1 - 
ler Bibliothek unter Nr. 81 in Folio. — (S. Lessing's Leben, 
mm. S.99.) 

. . . Eine andere Abschrift von einem Stephan Flacher von 
Dünckelspiel findet man ebendaselbst unter Nr. 25 in 4. 
Sie ist auf Papier in klein Folio geschrieben, zählt 133 Blätter, 
und schliefet mit den Versen, die dem Rättersche oder Räthsel 
sonst unmittelbar vorangehen, (ß. Lessing j KoUektaneen. Tbl. DL 



53 



S. 333 9 nnd E$chenburg im neuen deutschen Merkur. 1805. 
Bd. I. S.113.) 

... Papier-Handschrift in Folio, jede Seite zu zwei Spalten 
geschrieben. Oben auf der ersten Seite liest man: „Dis buoch 
ist vondem schachzabelspil v on latinze diutsche 
gedichtet.^ — Das Meiste ist von einer und derselben Hand 
des fänfzehnten Jahrhunderts; nur an einigen Stellen (S. 62. 
66.6., 76.6., 119 a. — 125 a., und 236 a.) tritt noch eine zweite, 
von gleichem Alter, wie es scheint, die Hand des Miniators ein^ 
dessen , der auch die rothen Anfangsbuchstaben und Ueberschrif- 
ten hinzugefagt , und ergänzt theils Lücken ^ die der erste Schrei- 
ber frei gelassen , theils einzelne Verse , die er übersehen hatte. 
Die zweite Hand ist genauer, und folgt in Allem, namenthch aber 
in der Bezeichnung der Mit- und Umlaute mehr den Regeln der 
dassischen Gesammtsprache, wahrend die Mundart des ersten und 
eigentlichen Schreibers gerade hierin wahrhaft barbarisch ist. 

Von eben diesem Miniator mögen auch die Bilder seyn, welche 
hier, wie in der Stuttgarter Handschritt, nur minder zahlreich 
als dort, den Gang des Textes unterbrechen; es sind deren 24. 
Auch in ihrer Beschaffenheil weichen sie durchaus von den Stutt- 
garter Bildern ab. Letztere stellen ganze , zu bestimmter Hand- 
lung componirte Gruppen dar , die Zofinger immer nur einzelne 
Figuren. Nur die Bilder, welche auf S. 7 und 8 die dort erzählte 
Parabel von Vater und Sohn mit dem Esel veranschaulichen sol- 
len, enthalten eine gröfsere Figurenzahl. Die Zeichnung ist überall 
eigenthümlich und mit sicherer Gewandtheit ausgeführt. Leider ist 
die Handschrift unvollständig: mit den 132 Blättern, welche sie 
noch befafst, erreicht sie den Schlufs des Werkes nicht; dieser 
fehlt , und somit auch die Stelle , wo der Verfasser selbst seinen 
Kamen und die Zeit angibt , in welcher er es gedichtet hat. Der 
Yerlust kann aber nur wenige Blätter betragen. — Diese Hand- 
schrift gelangte, wie schon oben erwähnt wurde, im Jahre 1764 
durch Schenkung eines patriotischen Bürgers, des Pfarrers J. J. 
Zimmerlin zuKoggwylj auf die Stadtbibliothek vonZofingen. 
(S. Wackemtigel in den Beiträgen zur Geschichte und Literatur. 



54 



Aarau, 1846. Heßl, S.47, 48. — In den Heften 1 und 2 fin- 
den sich zahlreiche Auszüge aus eben diesem Codex.) 

• . . Fr» J, Motte gedenkt in seinem Werke : „Quellen und For- 
schungen zur Geschichte der deutschen Literatur und Sprache/t 
S. 178 , einer Handschrift von K. v, Ammenhusen, ohne die Bi- 
bliothek zu nennen, deren Eigenthum sie ist^ mit folgenden Wor- 
ten : „Das Schachzabelbuch von Konrat von Am- 
menhausen.^^ — Die Zeit der Abfassung ist auch hier mit dem 
Jahre 1337 angegeben, und des Dichters Namen und Stand in 
dem bekannten Akrostichon am Ende beigefugt Die Abschrift ist 
vom Jahre 1474, besteht aus 104 Blättern, jede Seite zu 92 Ver- 
sen, wornach das Ganze etwa 19,100 Verse enthält. Der An- 
fang lautet wie bei dem Wiener Codex. 

• . • Einer Handschrift gedenkt auch Schilter in seinem The^ 
saurus. T. III. praef. S. XXXVI. Wahrscheinlich ist es aber der 
Anonymus de ludo scaccorumy oder der Anonymus de ludo 
scaceorumy den Oberlin in der NotUia Mss, vor dessen Glossar. 
S. V und VI. auffährt , und wovon vielleicht auch beide nur einer 
und derselbe sind. (S. Van der Hagen und Büsching, GrundriCs 
der Geschichte der deutschen Poesie. S. 426.) 



C. Heinrich von Bemmen. 

lieber die Lebensumstände dieses Mannes ist uns bisher nichts 
mitgetheilt worden. Mone macht uns in seinem Anzeiger 
(1888. Sp. 287) nur auf dessen poetische Bearbeitung des Werkes 
vom Jacob de Cessolis aufmerksam , welche als Handschrift in 
der öffentlichen Bibliothek zu Stuttgart mit der Bezeichnung 
Poee. Nr. 25. 4. aufbewahrt wird. 

Diese Papier -Handschrift ist vom Jahre 1438, und beginnt 
mit den Worten: „Mufs raichet nach den funden^^ etc., 
und schliefet.: 

yyWÜDSchet daz auch im gescheh wol 
der daz puch nützen sol 
und got dem schribär 
behütt vor aller schwär." 

Der Dichter nennt sich auf dem letzten Blatte : 
y,ich haifs des getichtes twerich 
genant von Berngen Hainrich. 

Möge ein Forscher, wie der vielfach verdiente Wackemagel^ 
nns einst ausführlichere Angaben über den Dichter und sein Werk 
mittheilen, und ihm so einen Platz in der Geschichte der deutscheu 
National - Literatur anweisen. 



D. Meister In^old. 

\^on den Lebensumständen dieses altdeutschen Prosaikers 
haben uns die b'terarischen Forscher auch wenig mitgetheilt. So 
viel wissen wir eben nur von ihm selbst, dafs er, gleich CesgoliB 
und andern Mystikern der mittleren Zeit, ein Priester des Prediger- 
ordens war, und dafs er sein Werk: ,^Das guldin SpiP^ im 
Jahre 1450 geschrieben hat. Auch Quetif und Eccard kennen 
von diesem Autor nichts als den Titel seines Buches. 

Schwindel gibt uns in seinem Thesaurus Bibliothecarum^ 
T. 1. S.122, und Meister in den Beiträgen, Thl. I. S. 160 u.ff. 
Nachricht von diesem Buche. Ihr darüber gefälltes Urtheil spricht 
sich dahin aus , dafs es den mönchischen Geist einer pedantischen 
und schwerfälligen Allegoriesucht athme, dabei aber auch viele 
gute Gedanken enthalte, welche gelesen zu werden verdienen. 
Dieser Vorwurf dürfte wohl mehr oder weniger alle Schriften des 
Mittelalters, besonders jene treffen, welche von Mönchen verfällst 
worden sind. Heut zu Tage urtheilen wir jedoch über derlei 
Werke etwas glimpflicher, indem wir das Streben ihrer Verfasser, 
alles zu versinnbildem , der Richtung ihrer Zeit zu Gute halten, 
und, bei manchen Fehlern, das Verdienst nicht verkennen, welches 
für die Literaturgeschichte daraus erwachsen ist. 

Ingold behandelte in seinem , nachher bei Günther Zeiner 
im Jahre 1472 gedruckten Werke nicht weniger als sieben Spiele, 
um an jedem derselben eine der sieben Hauptsünden zu entwickeln. 

Dr. Hock, E. M. Oettinger und Andere waren im Irrthume, 
wenn sie glaubten, Ingold sey gegen die Spiele zu Felde gezogen, 
und zähle demnach auch das Schachzabelspiel zu den sieben Haupt- 



»7 



sunden. Das G^enthdl hiervor möge die Einleitung beweisen, 
welche seinem Werke vorangeschickt ist. Ich entnehme sie der er- 
wähnten gedruckten Ausgabe: 

„Hie hebt sich das buch an, das man nent ds 
guldin spii, vnter dem begriTfen seind siben spil, 
durch welche die houbtsünd der auch an der czal 
siben seynd, kurcz vn meisterlich zu bestraffung 
d' irrenden erclärt werden." 

„Da ich bei meiner herschaft wz ein beichti« 
ger vnd ein sei warter, vi! marckt da bey wie dz 
sy so gar zu guten siti geneigt wäre die sy von 
got hetten vnd von iren eitern her bracht als ich 
wol han gemerckt vn gern vil predig horten vn 
die an tnnd vn schreiben, als syvömirmanig pre- 
dig geschriben habent, da han ich gedacht dz ich 
got de obersten herren vn d* edlen hochgeborne 
mueter maria vnd den heiligen zu eren vnd mei- 
ner gnädigen herschaft zu eine gerstlichen dienst 
TU d allen den die es lesen zu einer manung zu tugeten 
dz ich will machen ein buchlin dz ich nennen will 
dz guldin spil vn dz will ich teilen in siben spil 
wid* die siben houbttotsünd, vn dz sint siben gul- 
din spil Schaffzagel wid* hoffart, bretspil mit 
den Scheiblachen wider frafsheyt, kartenspil 
wid' vnkeusch^ wirffelspil wider geitikeit, Schies- 
sen wider zorn, tanczen wider trakeit, seitenspil 
wider neid vnd hafs. Von dem ersten schaffzagel 
spil lafs ich wissen dz ein prediger wz, d* hiefs 
bruder iacob vö tessalis d* hat darüb' geschriben, 
daraufs ich vil hab genomen, ouch hab ich vil 
genome aufs ter geschrifft vnd vil aufs meinem 
eigensinvnd auch von sagen, wie ei n heidnischer 
meister wz in caldia d'hiefs xersesod* philometer 
ter hat dz spil gedichtet von zweierley Sachen. 
Die erst ist dz ein kung wz zu babiloni ter wz 



58 



nabuchodonosors sun, vn ter hiefs eiulmaradach 
vn WZ ze mal ein vntugenthafter herr, als och 
sein yater wz über ten verhangt got das er siben 
monat aTs als ein fisch vnd gieng auf henten vnd 
auff füssen als ein tier. Der selb iung küng wolt 
von niema strauff leide vmb sein missetat, vnd 
da in seyn faler strauffl vnd in vieng da erhew er 
in tzu stücken nach seinem tod vnd gab in den 
vögeln zu essen daru dz er nit wyder lebentig 
würd vnd in mer straufte vn wer in straffet den 
tod er tzu band. Vnd also gedacht der vorge- 
nannt meister dz spil, damit er den küng braiht 
zu guten siten vnd dz er sich liefs strauffen, 
vnd dz WZ die erst sach. Die ander sach darü 
daz spil erdacht ward das ist für müssig gan vnd 
das man da bey leret streytten vnd fechten vn 
all clugheit, da von vil ze sagen war. Die dritt 
sach ist das man da bey leret tugent vnd gutt Sit- 
ten vnd manig grofs clugheit vnd also heyst eyn 
yegclich spil das auff tugent weifst Eutropolia, 
Als Aristoteles spricht vnd darfi will ich von di- 
sem spil zu dem ersten sagen, wie es geczogen 
ist auffgut siten vnd au ff den menschen gaystlich. 
Zu dem andern mal von dem gestein wie es ge- 
schickt ist vnd was es beteut vnd wie man es 
zeucht vnd wie ir geng seyent" 

Am Schlüsse des ganzen Buches spricht der Verfasser fol- 
gende Worte: 

„Nun han ich mit gottes hilff vnd der heili- 
gen geschrifft hilff difsz buchlin volbracht vö 
dem guldin spil, als ouch sant augustinus einest 
macht ein buchlin von zehen seite, ich han dz 
mein getan on uerfencklich^ wer dz list \ h hört 
der besser es vnd bit got auch f leissiclichen vnd 
ernstlichen für mich des beger ich ein priester 



S9 

Prediger Ordens hiefs meister ingold hat dise 
spil gemacht^^ 

Die Stelle, welche auf die Abfassung oder Vollendung dieses 
Buches hindeutet, findet sich auf der rechten Seite des 39. Blat- 
tes in dem Kapitel vom Kartenspiele. Sie lautet: „Nempt war 
wie die man voraufs die iunge yeczod da man 
zalt nach xps geburt, CCCC. L. iar tragent ke- 
plache mit läppen vü werffen die lappS auf dS 
köpf" U.S.W. 

Sonderbarer Weise waren die Männer, welche die Spiele 
sinnbildlich darstellten, aus demPredigerorden ; so yfdit Ingold im 
fünfzehnten, BrvAer Johannes mit mntmLudm cartularum 
moralizatus (s. die Wiener Handschrift) im Yierzehnten 
Jahrhunderte, Dominikanermönche; eben ein solcher war im 
dreizehnten Jacobus de Cessolis gewesen. Die Versinnbild- 
lichung der Spiele ging daher wie eine Ordensüberlieferung von 
Geschlecht zu Geschlecht. Ingold bemerkt auch ausdrücklich, 
wie wir oben gesehen haben, dafs er von diesem ältesten Vorgän- 
ger Vieles entlehnt habe. (S. Panzer^ s Annalen. S.65. — Mei^ 
Sterns Beiträge. Thl.I. S. 160 — 166, und Wachernagel an dem 
bereits citirten Orte. Hft. 1. S.44.) 

Von Ingold sind mir folgende Handschriften und der er- 
wähnte Druck bekannt: 

... Ein Papier -Codex der k. k. Hofbibliothek in Wien aus 
dem fünfzehnten Jahrhundert von 171 Blättern in gr.Fol. aus Am- 
bras. Nr. m. Bl. 141 — 171. Anfang und Ende lauten wie bei 
der gedruckten Ausgabe mit dem Unterschiede, dafs bei der 
Handschrift^ statt des Druckers und Jahres zu lesen ist: „Ge- 
schrieben von Gabrielo sattler von pfullendorff, 
an dem ingennden tag defs höwmonatz von der 
gepurt cristi tusennd vierhundert Sibentzig vnnd 
Nün jar." 

Die Ueberschriften der in dieser Handschrift enthaltenen sie- 
ben Tractate sind: „Das erst ist Schachtzabel. Nun 
hebt sich hie an das Brettspiel oder spilen mit 



60 



den Schiblachekim Das dritt spil ist Schantzen 
(Würfelspiel). Von dem kartenspil. Von demTantz. 
Hie endet sich das Tantzen ynnd vacht an das 
schiessenn. Von dem saitenspil.^^ — Die Ueberschrif- 
ten der Abhandlung Yom Schaffzagelspiel selbst ab^ lanteni 
,^Das erst ist Schachzabelspil Mergke uff. — Von 
dem kunig im Schach. — Hie sagts von der kun- 
gin mergke uff. — Von den alten Mergk uff. — 
Von den Rittern. Hie endent die R,itter vnnd va-* 
hennt an die Roch des schaufftzabelspils. — Hie 
enden sich die roch vnnd vahenn an die Vennden 
alfs du wol hören wärst in manch folgenden ge- 
schribnen Blettern körtzlich gut vnnd otdenn^ 
lieh gedieht^' etc. 

... Ein Papier -Codex vom Jahre 1450 in zwei Spalten ge- 
schrieben, mit roth und blau gemalten Anfangsbuchstaben und 
vielen andern Gemälden. Die Handschrift umfafst 289 Blätter, 
nebst noch neun andern zu Anfang desselben , von denen 1 — S 
und 76 — leer sind , 5 — 7 a aber den Anzeiger des Inhaltes 
bilden. Die Blätter 168 — 208 enthalten Ingold's Werk. Die 
Ueberschrift lautet: „Vom Schachzabel und andern 
Spielen. Das Buch fängt an: „Do ich bei meiner 
Herschafft'^ etc., und endet: „In den zimbel glogglin 
die wol tonend.'^ — Der Schlufssatz lautet : „Ain jeglich 
gayst lob den herrn. Nun han ich mit gotz hilf 
diz püchlin volprachl von den guldin spil^' u.8.w. 
Aber ich Jorg mulich han ditz buch geschribn 
vnd volpracht 1450, an sanct marx tag, got be- 
hüt uns vor dem gehen tod. Amen. — Diese Hand« 
Schrift befindet sich in der akademischen Bibliothek zu Giefsen« 
(S. Adrian^ J. V. Catal. Codd. Mss. Biblioth, Acad, Gissensii. 
Francof. ad M. 1840. 4. S. 245.). 

. . . Der Anfang der gedruckten Ausgabe ist also eingetheilt : 
„Hiehebtsich das buch an,dasmannentdasguldiii 
I spil vnder dem begriffen seint siben spil, durch 



61 



welche | die houbtsind der auch an der czal siben 
seynd kurcz | vn meisterlich zu bestraffung d' ir- 
renden erklärt werden." Nun folgt ein Holzschnitt, wel- 
cher einen Mann und eine Frau Schach spielend vorstellt. Den 
Schlub liest man in folgender Eintheilung: „Getruckt von 
ginthero zeiner geborn aufs reutlingen | an dem 
achten tag sant Jacobs des merern, als man | zalt 
von der geburt cristi. CCCC. Lxxij«» iar." — Das mit 
Holzschnitten geschmückte Buch hat weder Blattzahlen noch Signa- 
turen^ und enthält 48 Blätter. Der Text ist mit gothischer Schrift 
in Folio und in langen Zeilen gedruckt, deren eine volle Seite 85 
zählt. Der Inhalt ist der, der bereits beschriebenen Handschrift. — 
(S.flatfi. n. 1. Nr. "^9187, und Marchand. T.VL S. 99.) Die 
Wiener Hofbibliothek besitzt einen sehr gut erhaltenen Abdruck 
dieser einzigen Ausgabe Ingold'g* 



E. Lucena und Francesch Vicent 



Der vollständige Name des ersteren dieser Männer ist uns 
bis jetzt eben so unbekannt, als die vorzuglichsten Lebensumstände 
beiden Die zwei berühmten Werke, welche sie über das Schach- 
spiel geschrieben haben ^ sind so aufserordentlich selten und so 
schwer aufzufinden, dafs selbst eine kurze Anzeige ihrer Geschichte 
und ihres Inhalts, zumal in einer bibliographischen Uebersicht, 
fast zu den Unmöglichkeiten zu zählen ist. Folgendes ist der Titel 
des ersteren mit möglichst näheren Angaben« 

• .. Repeticion de AmoreSy y Arte de Axedres^ FoL 1. 
Ein Schachspiel im Holzschnitte mit dem Titel in Majuskelschrift: 
yy Repeticion : de amo | res: e arte, de axedres \ con CL.jue" 
go8, de I partido. " 

Fol. 1. b. Ein Epigramm des Francisci Quiros in laudem 
operiSy von 9 Distichen; diesem folgt ein zweites von 18 Disti- 
chen auf Fol.2.a. mit der Ueberschrift ; Lucena in suo Opere.^' 
Auf der Kehrseite dieses zweiten Blattes wird der erste Theil des 
Titels also wiederholt: Repeticion de amores compuesta per 
Lucena; dann folgt nach einem leeren Blatte : yyArte breue e tn- 
troduction muy necessaria para saber jugar al axedres con 
ciento y cincuenta juegos de partido. Intitulada al serenis^ 
simo e muy sclarescido don Johan el tercero principe de las 
spahas por Lucena hijo del muy sapientissimo doctor y reue^ 
rendo prothonotario don Johan remirez de Lucena ambaxa^ 
dor y del cösejo de los reyes nuestros senores studiando en el 
preclarissimo studio de la muy noble civdad de Salamanca. 
(Ohne Angabe des Druckortes , Druckers und Jahres) in 4. mit 
dem Register Ay aay ee; ferner B bis G. 8. oder 87Blätlern. 



63 



Mafsmann gibt (S. 173.40-9 ) das Jahr 1495 an. (Siehe 
noch Hain. VoL II. P. I. S. 289. Nr. 1 0,254. — De la Sema San- 
tander. I. 1. S.224. Nr. 61 und ID. S.122. Nr. 874; — femer 
Lydgate.^ 

Diese Abhandlung enthält verschiedene praktische Schach- 
spiele, darunter 150 schwierige Stellungen oder Schachaufgaben, 
welche durch 164 Holzschnitte erläutert werden, deren Ausfuh- 
rung, in Berücksichtigung ihres Zeitalters, trefflich zu nennen ist. 
Das Buch selbst gilt als ein Pracbtstäck aus der ersten Zeit der 
Buchdruckerkunst. 

Lucenay von seiner Geburtsstadt also genannt, ist der Vor- 
gänger Damiano'» y oder eigentlich des Portugiesen Damiaris^ 
welcher fast den ganzen Inhalt seines Werkes der spanischen Ur- 
schrin Lucena*9 entnimmt : denn von den in dem Letzteren ent- 
haltenen 150 Aufgaben und Stellungen benützt Damiano gegen 
100. — Dieser grofsartige Zug der Abschreiberei wurde an Ha- 
miano selbst einiger Mafsen dadurch gerächt, dals später ein ge« 
wisser Antonio Porto zwei verschiedene Ausgaben Damiano*»^ 
und zwar eine zu Bologna bei Giovanni Boni, 1606, und 
die andere zu V e n e d i g , bei Pietro Fari , 1618 drucken liefs. 
(Vergl. Damiano und A. Porto,) Beide erschienen unter Antonio 
Porto' s Namen , welcher als alleiniger Verfasser ganz bescheiden 
angegeben wurde. Nach allem diesen mag Lucenq selbst auch 
nur ein Sammler seiner Aufgaben aus anderen Quellen gewesen ' 
seyn, die er, sonderbar genug, jnit Liebes- Sonetten. ymUeidete, * 
um die Aufmerksamkeit des schönen Geschlechtes zu fesseln , und 
auf diese Weise durch Ohr und Herz zugleich das Schach dem 
Geiste einzuprägen und den Stunden der Mufse desselben eine Un- 
terhaltung zu gewähren. 

Als in der zweiten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts die 
Grofsmacht der Buchdruckerkunst ihre Entwickelung erreicht hatte, 
da drängten sich alle Künste und Wissenschaften rührig herbei, 
um aus der bewunderungswürdigen Erfindung Nutzen zu ziehen. 
Die Druckpresse öffnete bereitwillig Allen ihre Arme, und das erste 
Erzeugnüjs ihrer Veröffentlichungen mufste auf Europa, gleich 



64 



den ersten Tropfen eines befruchtenden FröhGngsregens , welcher 
die Ernten des Landmannes ins Leben zu rufen bestimmt ist, wohl- 
thätig niederfallen. Das Schachspiel blieb hinter seinen Schwestern, 
den heiteren Wissenschaften , nicht zurück ; mehrere Werke dar- 
über gingen in Italien , Frankreich und Spanien aus der Presse 
hervor, und Frankreich und England folgten etwas später im Hin- 
tergrunde nach. So stiftete die Buchdruckerkunst auch in diesem 
Zweige Nützliches, und erhielt so manches Erzeugnifs des Geistes, 
das ohne sie vielleicht unwiderruflich verloren gegangen wSre. 

DaJEs Lucena selbst wirklich und wahrhaftig der Schöpfer 
und Erfinder jener Sammlung von herrlichen Schachaufgaben sey, 
womit er uns beschenkt hat, ist, wie wir es bereits oben vermein- 
ten, bis jetzt noch nicht erwiesen. Wir halten es für wahrschein- 
licher, dals er dieselben aus einem aufgefundenen Handschriften- 
Vorrathe sammelte, wie es denn zu Zeiten der Fall ist^ dafs Schrift- 
steller von einander Sprichwörter, Apophthegmen , Fabeln, Er- 
zählungen u. s. w., wie wir bereits unter den Artikeln de CssmoH» 
und Ammenhtssen dargethan haben , als das Erzeugnils der Ge- 
lehrsamkeit und Weisheit früherer Zeiten, ererben und als ihr 
Eigenthum betrachten. 

Wir lesen auch von einem Werke in Spanien , gedruckt za 
Valencia, von VtcenCy 1495; bestehend aus 100 Jochs partim 
tu del Schachs.^' — Der vollständige Titel lautet; ^^Libre dekß 
jochSy partUis dels 8chach$ en nomäre de 100. ordenat e com^ 
po8t per nU Francesch vicent nat en la citUat deSegorbe criate 
vehi dela insigne e valorosa ciulat de Valencia.^' Am Schlosse: 
y^A loor a gloria de nostre Redemtor Jesu Christ fonc ecabai 
lo dict Ubre que ha nom libre dels Jochs partUis dels schaehs 
en la insigne ciutat de Valencia e esCamport per mans de Lope 
de Roca Alemany e Pere trinchet librere a XV. dias de May 
del any MCCCCLXXXXV.^^ In 4. (Mendezy S.88, Nr. 30. 
Monasterio de Monserrate. — Santandery Dict.bibhVl.S.^Z2m 
Nr. 1346. — Maßmann. S. 173.4ö-iO) — Wir waren nie so 
glücklich, dieses Buch zu sehen , noch haben wir von Jemand ge- 
hört, dem es gelungen wäre, eine Urschrift davon zu Tage zu 



6S 



fördern* Jedoch iet es nicht unwahrscheinlich, dtSs sowohl Vl« 
eene als hueena die Rathsei und tiefsinnigen Gedanken früherer 
Schachspieler bloGs abgeschrieben haben. Und wir müssen dem- 
nach gegen DmnUano nicht zu strenge verfahren , wenn er den 
Namen Lueena's nicht angeführt hat , da doch zugestanden wer- 
den muA, dals der Erste allein augenscheinlich nur das Amt eines 
Durchsehers und Yerbesserers in Anspruch nimmt ; und 
da wir auch kennen gelernt haben, dafs die Urheberschaft der 
Stellungen Keinem von Beiden genau und unwidersprechlich nach- 
gewiesen werden kann. 

Dem sey nun wie ihm wolle , weitere Untersuchungen über 
den Ursprung dieser Aufgaben sind in diesem Augenblicke frucht- 
los und unnütz. Aeltere Handschriften über das Schachspiel sind 
ohne Zweifel noch in einigen Klosterbibliotheken Spaniens vorfind- 
hch , und mögen in der Zukunft vielleicht einmal den streitigen 
Punkt aufhellen. 

Ein anziehender Umstand in der Geschichte unseres könig- 
lichen Spieles bleibt noch zu erörtern übrig : nämlich eine genaue 
Angabe der verschiedenen Figuren in Bezug auf ihre Bewegungen 
und ihre Kräfte, deren sie sich jetzt erfreuen. In allen wirklich 
alten Schach - Handschriften , welche bisher untersucht worden 
sind , vornehmlich aus dem dreizehnten und vierzehnten Jahrhun- 
dert, finden wir, dafs die Steine sich nach den Gesetzen des 
Morgenlandes bewegen, wo das Schachspiel ohne Zweifel ent- 
standen ist. Lucena ist der älteste Verfasser, in welchem wir 
die Bewegungen der Steine, wie sie jetzt Statt finden , wahrneh- 
men , während andere Eigenheiten , als da sind , das Rochiren, 
Q. s.w. noch von der jetzigen Zeit allein, wahrscheinlich mit Un- 
recht, als eine rechtmäfsige Gewohnheit anerkannt werden. In 
iiticena's Aufgaben bewegen sich die Figuren, geben Schach, 
Und nehmen durchaus , wie sie es in unserem neunzehnten Jahr- 
hunderte pflegen ; und diefs legt diesen Untersuchungen keinen ge- 
ringen Werth bei. Die Wahrscheinlichkeit lehrt, dafs die ver- 
schiedenen Schachfiguren ihre gegenwärtigen Kräfte zuerst in 
Spanien angenommen haben, welches damals die Rolle Rom's in 

5 



66 



der Welt spielte, und dafs die Artigkeit der Mauren - Haupthnge 
in Granada gegen das schöne Geschlecht die Königin mit der 
ungebundensten Herrschaft und Thätigkeit bekleidet haben , deren 
sie sich bis jetzt zu erfreuen hatte. (Siehe Chefs Player's Chro^ 
niele. Vol. V. S. 353 etc.) 

Ueber das Werk des Vicetie läfst sich nichts Weiteres sagen, 
als wir bereits gethan haben , da wir nie Gelegenheit hatten, das- 
selbe zu sehen. 



F. Jakob MenneL 



fßakob Mennel darf keineswegs mit Jahob Manlius yer-^ 
wechselt werden, welcher fast ein Jahrhundert später lebte. Unser 
Mennel war, wie wir aus seinen Werken kennen lernen, ein 
Deutscher, Magister der freien Künste, Doctor beider Rechte 
(uMusque Juris Alumnus) und erster Stadtschreiber zu Frei- 
burg im Breisgau. Seine Geburtszeit ist unbekannt. Im Jahre 
1498 verfafste er eine bis jetzt noch unbekannte, also auch noch 
nicht im Druck erschienene , rechtswissenschafiliche Abhandlung 
über das Schachspiel in lateinischer Sprache, und widmete die- 
selbe dem Kaiser Maximilian dem Ersten. Im Anfange des 
sechzehnten Jahrhunderts finden wir ihn in Angelegenheiten der 
Stadt, welcher er diente, bei der Kirchenversammlung zu Con- 
stanz, wo er sein deutsches Lehrgedicht über das Schachspiel 
schrieb, welches drei Auflagen erlebte. Spater begab er sich 
nach Zittau, wurde ein thätiger Gehülfe des Jlf. Laurentius 
Heidenreichhei demReformations-Geschäile, und ging am 27. Sep- 
tember 1532 mit Tode ab. (S. Otto's Lexikon. II. 534.) 

Seine lateinische Abhandlung über das Schachspiel, welche 
aus dem Ambraser -Schlosse in die Wiener Hof bibliothek gelangte, 
wird noch in derselben als Handschrift aufbewahrt. Sie ist , wie 
schon gesagt wurde, rechtswissenschaftlichen Inhalts, umfafst 
9 Pergament -Blätter in gr. 4., und ist wahrscheinlich des Ver- 
fassers eigene Handschrift, welche derselbe dem Kaiser entweder 
persönlich überreicht oder zugesendet hat (S. Lambeciusy ed. 
Kollar. Lift. II. <?o/. 717— 718.) Sie beginnt: Ad Serenissimum 
IneietissimumgueprincipetnetdominumdaminumMaximilianum 
Romanorum Regem semper Augustum etc. Dem noch weiter ausge- 

5* 



68 



führten Titel des Kaisers folgt ein Schachbrett mit goldenen und 
schwarzen Feldern in rother Einfassung-, und darauf: „ Cum me^ 
moria mecum recenseo^ Serenissime InvicCissimeque Rex etc. 
Am Ende der, an denselben Kaiser gerichteten Schlufsschrift liest 
man : Mumillimus Jacobus Mennel in artibus Magister vtrius" 
que juris alumnus oppidique Friburg Brisgaudij prothoscrtba. " 

— Der Inhalt ist folgender: Die Dedicatio (mit der Jahreszahl 
1498). — Disputatio und vier Positiones mit einer Conclusio. 

— Darauf liefert der Autor neun Considerationes und folgende 
Regeln : Prima regula est de pedonis, Secunda regula est de 
presidibus sive vltoribus. Tercia regula est de militibus, Quarta 
regula est de Senatoribus, Quinta Regula est de rege et re- 
gina. Sexta regula est de ulteriori progressu regis et regina. 
Septima regula est de schachmatt. Questio est (de Schach^ 
matt cum pedona). Vel sie diffiisius proceditur secundum 
aHos, Conclusio. 

Der Verfasser sucht aus den römischen Rechtsbüchern und 
ihren Erklärern zu beweisen , dafs das Schachspiel ein erlaubtes 
Spiel sey, weil es keineswegs zu den Glückspielen gehöre, sondern 
lediglich auf die freie Thätigkeit des menschlichen Geistes ange- 
wiesen sey. Der vom Verfasser aufgestellte Satz lautet: j^Utrum 
tarn a Jure Canonico quam Civili Ludus solo ex ingenio prO" 
cedens quemadmodum Ludus scachorum sit admissus. Itague 
lucrans ex eodem non teneatur ad restitutionem. Sollutio illius 
queslionis stabil in quatuor positionibus et una conclusione,^^ 

Von Jacob Mennefs zweiiemWerke über das Schachspiel er- 
schien nach Panzer's Angabe die erste Ausgabe mit folgendem Titel : 

„Auslegung des Schachspils woher sein An- 
fang. (Gedruckt vnnd vollendet in der loblichen 
Statt Costanz vo Hansen schäffeler" ... 1507.) Der 
Text ist auf allen Seiten mit Holzschnittverzierungen umgeben. In 
kl. 4. (S. Panzers Zusätze zu den Annalen der älteren deutschen 
Literatur. S. 107.) 

... ,,Schachtzabel Spiel. Des Ritterliche, 
Künstliche Schachtzabel Spiels vnderweysung, 



60 



erklärnng, yA verstant, wohere das kommen, 
were das am ersten erfunden, vnnd aus was vr- 
sach es erdacht sey, Auch wie man das kunstlich 
lernen, ziehen vü spilen solle, sampt etlichen 
kunstlichen geteylten spielen. etc. (Eine Schachtafel, 
schwarz und weiis getheilt, und darunter:) 

,^Za dem Schachzieher. 
Deine äugen scherpff, nicht überseh. 

Dein wydertheyl, fleyfslich nach speh, 
Wie sich gebürt, in Feld vnd Heer, 

Dein volck das schick du zu der weer, 
Vnd Orden das recht an den stroyt, 
Ders übersieht, gern vnden leyt. 

Gedruckt zu Oppenheym/' 

Am Ende: „Getruckt zu Oppenheim. — In kl. 4. 
Obschon diese Ausgabe keine Anzeige des Druckjahres hat , so 
ist doch gewifs , dafs sie um das Jahr 1520 veroiTentlicht worden 
seyn müsse , weil um dieselbe Zeit Jakob Kölhel zu Oppenheim 
druckte. Letzterer war Stadtschreiber in diesem Orte, und ist 
zugleich der Herausgeber und Erweiterer des Werkes von Mennel^ 
wie aus der, auf der Rückseite des Titelblattes befindlichen kurzen 
Vorrede erhellt. Kölbel meldet nämlich darin , dafs er hier des 
hochgeehrten Doctors Jacob Menne! gereimte Beschreibung des 
Schachtzabelspiels in den Truck fertigen , und dieselbe mit einem 
kleinen Eingang zur Erlernung dieses Spiels begleiten wolle. Man 
findet also in diesem Werkchen zweierlei. Nach dem Register 
folgt erstens die Anweisung zum Schachspiele von Jakob Köl^ 
bely und dann beginnt nach einer kurzen Vorrede das Gedicht 
Mennefs^ welches dieser^ der Schlufsanzeige zu Folge, auf dem 
heiligen Reichstag zu Costa nz 1507 verfertigt hat. Es füllt 
dasselbe etwas über 1 1 Blätter , und gibt uns Nachricht von der 
Erfindung des Spieles und von den Ursachen desselben ; erklärt 
sodann die^ bei diesem Spiele gebräuchlichen Steine oder Figuren, 
die auch in Holzschnitten abgebildet sind, u.s.w. Man sieht also^ 
dafs dieses Gedicht von dem Werke desJacobus deCessolis ganz 
verschieden ist. Clodius führt es nur als Handschrift an. Diese 



70 



Ausgabe ist 5 Bögen stark. Einen Abdruck derselben findet man 
in der k. Bibliothek zu Dresden. (YergL Panzer ^ Annalen. L 
446. Nr. 1004. — Falkmstein. S.817.) 

Die dritte Ausgabe von Mmnet8^ffe^:k hat den Titel: ,,Des 
Altenn Ritterlichen spils des | Schachzabels, 
grüntlich bedeu- | tung vnnd klarer bericht, das* 
selbig künstlich zu ziehenn | vnnd spielen. Mit 
eim newenn zusatz etlicher be- | sonderen meister 
stück, nach der Current, wel | sehen art, vn von 
Hütten, defsgleichen | ettlichenn besondern Re- 
geln des I Schachziehens, vormals | nie aufsgan- 
I gen.^^ — Darauf folgt ein Schachbrett im Holzschnitte mit den 
Versen der zweiten Ausgabe darunter. Am Schlüsse: „Ge- 
druckt zu Francfurt am Mayn, | Bei Christian 
Egenolph. | 1 536.^^ — In kl. 4. mit in das Buch hineingedruckten 
Holzschnittfiguren. 6 Bogen oder 24 Blätter, deren letztes leer 
ist. — Auf den Blättern B.iij bis E.ij. findet man Jacob Mennefs 
Gedicht über das Schachspiel sammt Vorrede und Schlulsvi^ort vom 
Jahre 1507. — Ein Abdruck dieser Ausgabe besteht in der Wie- 
ner Hofbibliothek. Da diese seltene Ausgabe mir vorliegt, und ich 
also im Stande bin , eine genaue Angabe ihres Inhalts tu liefern, 
so dürfte diese jenen Männern , welchen das Buch unbekannt ist, 
nicht ganz unwillkommen sein. 

„(Christian Egenolff) An den gütigen Leser. 
— Von Form vnd gestalt defs Schachzabelbrets, 
vnnd seinen vnderschyden Feldern. — Von Form 
und gestalt, Färb vnd namen der bilde oder stain, 
damit man im Schach zeucht vnd spielt. — Wie 
die Bilde odder stein nach rechter Ordnung vnnd 
art difs Spiels inn das Schachbret, gestellt wer* 
den sollen, Vnnd zum ersten von den Schwartzenn 
steinen oder Bildern. — Von den weissen Bildern 
oder Stainen. — Von den Fendlin. — Wie einn 
ieglicher Stein odder Bilde sein aufsgang haben 
solle, Vnd zu dem ersten von dem Könige. — Von 



71 



der Kuoigin. — Von den Alten. — Von den Rit« 
tern. — Von den Rochen. — Von den Fendlin. — 
Von den Priailegirten oder gefreitten steinnen. — 
Doch 80 merck hiebei diese gemeine Regel — 
Noch einRegeL — Ungefarlicher bericht yni an- 
weisang, wie sich ein angehender Leriung defs 
Ritterlichen Schachzabeispiel schickenn vnnd 
lernen solle den streit anzuheben, die steinn zu 
ziehen, sein Feinden zu begegnen, widerfechten, 
abbrechen, nemen, vnd sie sehen solle. — Vorred 
im Schachzabel (mit der Jahrszahl 1507y^ — Hier 
beginnt Mennef» Gedicht. — „Eines jeden gutten an- 
fangs recht fundament ist Gott. — Bei welches 
Königs Zeitt das Spiel erdacht sei. — In welchem 
Lande das spil erdacht ist. — Wer das spiell am 
erstenn erdicht vnnd funden hat. — Umb was vr- 
sachen willen difs Spiel erdacht sey. — Die Erste 
— die Ander — die dritt — Vrsach. — Hie merck ein 
sondere art difs Spiels. — Nun hebt an die Bildung 
Tnnd Bedeutung eines ieden gesteins auffs aller- 
kurtzest, vnd erstlich des Königs. — Wie die Ku- 
nigin sein sol. — Wie die Alten sollendt sein. — 
Wie die Ritter sein sollen. — Wie die Rachesol- 
len sein. — Von den Fenden in einer Summ» — 
Warumb das schachbret Quartiert, vnnd wie viel 
es Feidung hat — Warumb die Spangen erhebt 
seindt. — Vom Thurn in derselben statt. — War- 
umb etliche Velder leer vnnd etlich voll seind. — 
Nun volgendt die Figuren aller obgestimpter 
stain^ vnnd wie man im Schach ziehen sol, vnnd 
erstlich von dem König. — Hiernach folgt die Ku- 
nigin. — Alt. — Ritter. — Räch. — Fenden*— Wie 
der Fend ein Kunigin wirt. — Von den Schaben 
vndMatten. — Was die Wort bedeuten, Schach vnnd 
Matt — Hie endet 4Bich die Vnderweissung, er- 



•72 



klärnng, ynni aufslegung defs Ritterlichen^ 
känstiichen spiels des Schachzabels, Durch den 
Hochgelertenn Doctor Jacob Mennel etc. auff dem 
heiligen Reichfstag zu Costentz, Anno etc. 1507* 
in Rheimen gedieht, vnnd desselbenn spiels vr- 
sprung vn wesenn, Auch wie man das auff das al«^ 
ler kürtzst zu ziehenn vnnd spielen begreiffen« 

mag, offenbaret. Voigt ein verzeichneter 

jSchachzabel, mit etlichen Buchstabenn aufs dem 
«bc verordent, Nach welchen die nachbeschrie- 
ben enhütenn, wie sie gemacht sollen wer den, auch 
andere nach vplgende getheilte spiel in dem 
Schachzabelbrett künstlich gezogenn, gekürtz- 
weilt, gespielt^ erstritten, vnnd daraufs gelernt 
werden mögenn* — Ein ander art das Schachspiel 
zu ziehen, so man nennet Gurrent oder das Welsch 
SchachspieL— Von hätten, was sie seien, vnnd 
wie die zu machenn sampt etzlichenn gutten 
Exempeln. — Ein ander gute hutt so man die ei- 
sern hutt nennet. — Noch ein gute hutt, vnnd 
die behend zu machen ist. — Wie sich der gegen* 
theil halten soll. — Etzlich gemeine Regel im 
Schach ziehen. — Nun Volgenn etlich geordente 
künstliche streit-züg, vn spil, dardurch sich dit 
Schachzieher üben sollen, das Ritterlich spiel 
des Schachs desto fürderlicher zu lernen vnd 
begreiffen. — Wie der erst Schachzieher sein 
stein vnnd spiel stellen solle. — Wie der wider- 
theil sein spiel vnnd stein stellen solle. — Der Kö- 
nig auff ad soll in sieben zügenMatt werdenvom 
Fenden der stat auff g o. — Das widertheil. — Der 
König auff c h. sol Matt werden am Vierden zug, 
mit dem Fenden der stat auff g L — Ein Anderes. 
— Widertheil. — Der weifsKönig soll inn sieben- 
zehen zügenn Matt werdenn auff dem veldt da 



78 



er steht, vnd sol der schwartz Alt mit gezogenn wer- 
den. — Widertheil. — Die vier Fenden sollen den 
König in zwölff Zügen Matten aufraf. oder ah. — 
— Widertheil. — Der König auff a g. sol am sie- 
benzehenden zug Hatt werden, mit dem Fenden 
der statt auff e f.— Widertheil. — Der König auf 
a e. sol am fünfften zag Matt sein^ ynnd seind die 
Tier Fenden vier frawen, die bei ein stend. — Das 
widertheil. — Der König auff a sol am achten zug 
Matt sein mit derKunigin. — Gedruckt zu Franck- 
furt etc.« 



Q. Handschriften, 

welche 

noch in verschiedenen Bibliotheken Europa^s von 
bekannten und unbekannten Autoren gefunden 
werden. 

aj Zu Dresden. 

!• ^fEjes Schees Amoureux.'^ Aus dem Inhalte entnom- 
mener Titel, da weder Ueberschrift, noch Verfasser dieses altfranzö- 
sischen Gedichtes irgendwo aufzufinden ist. 

Es beginnt: 

Tous les amaureux gentüs 
Especialemefa aux soubtilz 
Qui aiment le beau Jeu natMle 
Le Jeu plaisant et diletable 
Le Jeu tres saubtil et tres getU 
Des eschez sur taut auttre getU 
Vueil ennayer et leur presente 
Ceste escripture cy presente 
Cor il y trauveront cömerU 
II fuy au Jeu na pas gräment. 

Die letzte Rubrik lautet: „ Encore de ce et cömece a mettre 
aucuez Regle% de lart de changeJ^ 

Paur ce doiz tu savoir brieftnet 
Et le retten en toutez flns 
Qtumtant de foiz que Ii mors fln% 
Vautt de liurez a la numnoye 
Quan forge lor et numnoye 
Autant de foiz biaulx amis chrs 
Vauldra Ii Kaaras dyo deniers 



75 



Ceti une lieugle qui ne fauU 
Exemple se Ii mors flns vauü 
Cent iiurez. Ii cameni sanz faiiie 
Que ii Karos ensemeni taiiie 
Cent foiz X (dix) denier Jusiement 
Et se tu veuix contrairement/' 

Das Bach scheint nicht ganz vollendet zu seyn; denn am 
untersten Rande des letzten 148. Blattes steht noch wie ein Gustos 
das Wort : ^^remuUeplyerJ'^ 

Pergament -Handschrift des fünfzehnten Jahrhunderts, 148 
Blätter mit gothischer Schrift in zwei Spalten, gr. Folio, mit gemal- 
ten und vergoldeten Initialen und vier ausgezeichnet schönen Mi- 
niaturen, deren Beschreibung Fa/Areiurrein S. 432 geliefert hat. 
Es hat in der k. Bibliothek zu Dresden die Bezeichnung 0. 66. — 
Aehnliche Handschrillen besitzt die k. Bibliothek in Paris unter 
den Nummern 6808 und 7570. (Vergl. Dibdin's Tour in France 
andOermany. II. 209. — Ebert. 322. — Twifs. 146. — 
Magas. encyci. 1817. — Montfaucon. S. 792. e. Vergl. wei- 
ter unten.) 

Eine ähnliche Handschrift befand sich in der Mitte des ver- 
flossenen Jahrhunderts im Besitze des Grafen Carl van Bentinclt. 
Sie enthält eine Mythologie, oder eine philosophisch -physisch- 
moralische, zuweilen höchst wunderliche Erklärung der alten 
heidnischen Fabel ^ welche beständig auf das Schachspiel zurück- 
geführt wird. Auf dem Blatte CCCCXXXVn. sieht man ein pracht- 
volles Miniaturbild. 

Der Haupttheil des Werkes wird hier und dort Liwre Birne 
oAer Bimet genannt, obschon das Ganze in ungebundener Rede 
geschrieben ist. Der Name des Verfassers wird nicht angegeben; 
allein das Buch ist gewifs jünger als der Boman de la Böse, weil 
es von diesem spricht. Es enthält übrigens eine, in sehr kleine 
Unterabtheilungen zerfallende Table ^ einen weitläufigen Prolog 
und 441 Blätter Text, wovon das 1. 176 und 335 fehlen. Es ist 
vollkommen schön auf Pergament des gröfsten Formats geschrie- 
ben und mit einer grofsen Anzahl herrlicher Malereien ausge- 



7« 



schmückt, welche oft die halbe Seite ihrer Blätter füllen; ferner 
ist es noch mit Buchstaben in Gold und verschiedenen Farben ge- 
ziert, und die Kapitel mit in rother Farbe ausgeführten Inhaltsan- 
gaben überschrieben , welche bereits in der am Anfange des Bu- 
ches vorgekommenen Tafel enthalten sind. 

Nach dem Prologe beginnt das Buch, Fol. 7., in Picardischer 
Mundart mit den Worten: „CAt commenche VActeur de che 
present livre ä declairier aulctmemenC la rime du dU Idure 
Bimet}^ und schliefst mit den Versen: 
t^Je lairray ceste matere 

Tont soit eile de grant myHere, 

Je ny puis, brieflnent plus entendre, 

Ne ma nef plus avant estendre; 

Cor Je nay pas vent avenant. 

Face qui voett le ramamumt: 

n me comienl atlleurs d^duires 

Et dieu vaelle ma nef conduire/* 

(S. Marchandy Dict. hirt. T. II. S. 98.) 

Wohl wäre es nützlich zu erfahren, wer der heutige Besitzer 
dieser Handschrift ist. 

2. „ Laufenen de Braun^ vel Brunna^ Jacobi de Brunna 
fiiU Historia Saturica a Mundi Creatione usque ad Henrik 
cum VIL Roman, Augustum.^^ 

Diese Pergament - Handschrift wurde im Jahre 1409 auf An- 
ordnung des Canonicus Wencesiaus von Prag und Olmütz ge- 
schrieben. Am Ende derselben befindet sich ein Tractatus de 
Ludo Scacchorum mit folgendem Anhange : ^^Scaceorum ludum 
ab Ulixe inventum^ ne marcido torperet ociOy obsidenCibus 
Trojam Chnecis , nonnuUi autumant. C. L de mnentiane hM 
scaccorum, IL Qualiter Scacherium figurat Babylonem* HL 
QualUer Scacherium signifieat duo regna inter se contraria. 

IV. Qualiter Situs scachorum inregno statumcimumpraefigurat. 

V. Qualiter scachorum Situs modum castrametandi signifieat. 
VL Qualiter motus scacchorum significant civium recta^ et lau^ 
dabilia opera sequentia. Fil. Qualiter motus scachorum con- 
gressum signifieat exercituum.'' — Am Ende liest man: ,^£d7- 



77 



f^UeU de Mo Seaehorum. ^ — Diese in Dresden befindliche Hand* 
Schrift beschreibt Ooet%B in seinem Werke : „ Memorabilia Bi" 
bliolkeeae Reg. Dresdensie. T. L S.811. 

bj Zu Florenz. 
yyTrattato del Qiuaco degli ScaccM.^ Bezeichnet: O. III. 
Cod. Chart. Ms. 8. Nr. XXX. In der Bibiiotheca Riccardiisna. 
(Si^ LanUuSy Jo. Catal. lAbumij 1756. FoL S.366.) 

cj In der Bibliothek der Padres Theatinos 
de Lisboa. 

Die ursprüngliche Handschrift des Werkes: Arte da liberal 
jogo de Xadres compilada de mrios Aulores da Fr. Antonio 
das Neves. Diese Sammlung erschien im Jahre 1647 zu Lissabon 
im Druck, welcher zu den gröfsten Seltenheiten gehört. (Vergl. 
D. Barbosa Machado y BibUoth. Luritana. 1759. Fol. Yol. I. 
S. 889 — und unsere Literatur, Artikel: Neves.^ 

dj Zu London. 

Von den im brittischen Museum zu London vorfind- 
Gehen Handschriften hat ein geistreicher Mitarbeiter des Chefs 
Player's Chronicle leider nur einen Theil beschrieben, welchen 
wir hier mit einigen Abkürzungen folgen lassen 

1. Ms. Sloany Nr. 4029, ist eine kleine Handschrift, auf Pa- 
pier geschrieben, welche unterschiedliche Erzählungen in lateini- 
scher Sprache enthält. Mr. Twifs beschreibt in seinem ungemein 
anziehenden Werke Chefs dieselbe mit folgenden lakonischen 
Worten: „Corf. See. XIV. Sloan. 4029. Plut. XXBl. D.Fabula 
de ludo Scaccharii. Two pages on paper ofwhich it is almost 
impossible to read a line.'' (Zwei Seiten auf Papier , von denen 
es fast unmöglich ist, eine Zeile herauszubringen.) Wenn jedoch 
die Wahrheit der Behauptung des Mr. Twifs auf ihn selbst ange- 
wendet wird , so dürfen wir nut vollem Rechte die allgemeine An- 



Vergleiche auch The New MoniMy Magmim ofthe Year 1822. 



78 



Wendung seiner Meinung bestreiten , weil wir mit weniger oder 
gar keiner Schwierigkeit im Stande gewesen sind , eine jede Zeile 
dayon zu lesen. Diese Muhe wurde jedoch keineswegs belohnt, 
weil dieses Blatt nichts als eine erbärmliche Ethik über das Schach- 
spiel, ähnlich jener, enthält, welche einem englischen Mönche, 
Namens Pope Innocent^ zugeschrieben , und deren weiter unten 
gedacht werden wird. In dieser Handschrift werden die acht 
Felder (octo puncto) des Schachbrettes sehr scharfsinnig mit acht 
lebenden Menschen -Klassen verglichen, welche der Schreiber 
Wyldhedey Wykkydhede^ Geistliche, Laien^ Reiche 
und Arme benennt; die Angabe der zwei noch übrigen aber, 
vielleicht aus Yergefslichkeit , übergangen hat. Hierauf gibt er die 
Namen der Schachfiguren, und setzt ihre verschiedenen Bewegun- 
gen aus einander. 

2. Die Handschrift: Bibl. Reg. 12. E. XXI. besteht aus 
zwei gereimten Seiten oder 38 Versen, ist auf Pergament geschrie- 
ben, und hat die Ueberschrift: ^^Incipit modus et scientia ludi 
Scaccorum/' Sie beginnt mit dem Verse: ^^Egregium ludum 
Scaccorum scire volentes,'^ und end^t mit dem Folgenden : yy C(b^ 
tera turbajacety nec habet quo rege rogatur.^^ — Diese Hand- 
schrift enthält eine Ethik des Pope Innocent über das Schachspiel, 
mit dem Titel : „ Moraiitas C^oralizatio) Scaccarii per Donu" 
num Innocentium Papam," und soll das älteste Gedicht seyn^ 
welches über unser Spiel besteht. Einige Schriftsteller haben es 
dem Papste Innocenz III. zugeschrieben ; allein schwere Zweifel 
erheben sich, ob dieser heilige Vater wirklich der Verfasser einer 
so abgeschmackten und kindischen Arbeit sey; daher dürfte die 
Meinung Anderer , welche sie einem englischen Mönche aus dem 
Anfange des dreizehnten Jahrhunderts^ Namens Pop« Innocent, 
zugeschrieben haben, wohl der Wahrheit näher stehen^ und den 
argen, aus der Namens- Aehnlichkeit entsprungenen Irrthum leicht 
aufheben. 

Dasselbe Gedicht findet man auch in einer Handschrift de& 
St. Bentket's College zu C a m b r i d g e. Nr. 1 362. — Nach Wal- 
ker soll es zu Oxford im Jahre 1657 in 8. mit dem Titel: ,^M0' 



79 



raiizatio SeaeearW im Druck erschienen seyn. (Vergl. Clodiu9. 
S.108. — Twifs. DL 200. — Hyde. 1. 179. — FmbricH Bi- 
bUoth. Med. LaC. IV. 96. — CaCal. Hör. Angl, et Hibem. I. 
P. U. 134, und Che/M PUtyer's Chronicle Vol. I. S. 45 — 47.) 

3. Mm. Cottati. Cleop. B. IX. I. ist eine überaus seltsame 
Abhandlung über das Schachspiel , ohne Titel und Jahresangabe, 
um die Mitte des dreizehnten Jahrhunderts aufPergament geschrie- 
ben. Twifo meldet: diese Handschrift bestehe aus 7 Blättern in 
Octavo. Daraus können w jedoch nicht folgern , dafs dieselbe 
sich durchaus über unser Spiel ausbreite ; sie steht im Gegentheile 
blors auf neun zweispaltigen Seiten, jede Spalte im Durchschnitte 
zu 40 schön geschriebenen altfranzösischen Versen , und ist mit 
15 ausgemalten Zeichnungen geziert. Das Werk beginnt mit einer 
allgemeinen Anrede des Verfassers an seinen Leser: ^^Seignars 
un poi menCendez'^ etc. — Darauf folgt in 28 Versen eine be-» 
sondere Zuschrift an einen Freund , welche wegen der scharfsin- 
nigen Folgerungsgabe ihres Verfassers merkwürdig ist, und im 
Che/s Player^s Chronicle abgedruckt gefunden wird. 

Das vornehmste Verdienst des ungenannten Autors besteht 
jedoch darin, dals er der älteste Geschichtschreiber über unseren 
Gegenstand zu seyn scheint. Sein Werk enthält aber keine Spiel- 
eröifnungen , und die Endspiele sind so dunkel , die Spielanwei- 
sungen so ungenügend , dafs sie ohne Erläuterungen kaum ver- 
standen werden können, jedoch dieselben verdienen. Manche davon 
sind ohne Zweifel empfehlenswerth , und liefern einen nicht uner- 
heblichen Beweis, dafs die Kenntnifs des Schachspiels in jenen 
früheren Zeiten nicht nur bereits im hohen Werthe stand, sondern 
auch zugleich als ein Beweis ausgezeichneter Geschicklichkeit an- 
gesehen wurde. 

Einige Abtheilungen in dieser Handschrift sind mit besonde- 
ren Tüeln versehen, welche auf die Stellungen der Figuren oder 
auf den Geist des Spieles hindeuten, eine Gewohnheit, welche ver- 
muthlich darum eingeführt wurde, um dem Gedächtnisse zu Hülfe 
zu kommen, und für den Schachfreund eine Art von Mnemonik 
zu bilden. Folgendes Verzeichnifs gibt die Namen an , womit in 



dieMT Abhandlung wmndnt Partien und Spekodagen beseichnet 
änd. Z. B. 

Spiel 3. Ei peat $d pren^e. Spid 5. Muse uäain, 

4. Ccuena^tU iH ueini. 12. Gm det mifinM. 

5. EinedonechMeawiee. 13. Fol jtf peni: 
Ne prmdra ekose dethree. 

Die ubngen.acht Spiele haben keine Benennangen. Das 
erste wird in dieser Handsdurift mit dnor kurzen Erzählung einge- 
fiUirt, wefche der Verfasser ohne Zweifel nor defshalb eingeschal- 
tet hat , um seine Leser zor Untersachang seines Werkes za ver- 
ndgen, eine Wirkung, welche das anziehende Spiel ohne die ver- 
ffilirerische Zuthat einer Romanze oder Liebesgeschichle yieUeicht 
mclit henrorgebracht haben wurde. 

Dais der Verfasser kein Geistlicher war, geht aus manchen 
für den Klerus nicht erbaulichen Stellen seines Werkes hervor. 

Am Ende des Manuscriptes findet man folgende zwölf Leoni* 
uische Verse, welche sich auf die Bewegungen der Schachsteine 
beziehen: 

// pedes ad bellum prior Hie^ dueUum, 
PerffU in obliguum punctum ferienM inimicum. 
Jdphem in triueis parat insidüts itUmicis. 
Pugnat potenter temptatq' ferire latenter, 
Mües in aduerso puncto mediante relicto. 
ProHlit et fortem prostemü fbrttor hostem, 
lAnea »i pateat roco, capit omne q^d obstat. 
Pergit in obliguum regalis fsmina punctum. 
Si scacces regem r egalem per der e »edem. 
Cogitur et totus sit de sede remotus. 
Die regi scaccum, si setnita non patet Uli. 
Malus erit factus. nusq'm latuisse coachis. 

Die Zeilen sind mit geringer Veränderung einem kurzen Ge- 
dichte über das Schachspiel (siehe oben Nr. 2. Bibl. Reg. 12. E. 
XXI.) betitelt: ^^Incipit modus et scientia ludi seaccorumf^ und 
einem andern Abschnitte in der nämlichen Handschrift, welche dem 
l^ope Innocent zugeschrieben wird, entnommen. 

4. Noch gibt es eine Schach -Handschrift in der königlichen 



81 



BMoihek za London, mit 18 A. XYIO. 9. bezeichnet^ und be- 
deutend gröfseren Umfangs, als die eben beschriebene, welche 
nicht nur alle Stellangen dieser Abhandlung , sondern auch einige 
neu hinzugekommene Spiele enthält. Der Verfasser hat sein Buch 
augenscheinlich nach dem erstem gestaltet, dasselbe aber erwei- 
tert, und auf mehr als 2000 Zeilen ausgedehnt. 

Es folgen die Namen der Spiele, deren viele ganz eigenthüm- 
lieh sind. 



Game 1. Ou^ de ehr^. 
2. Guy de chr^. 
8. Guy de ehr'. 

4. Le Guy de dames. 

5. LeQuydedamoyselee. 

6. Le Guy de alfine. 

7. Le Ckty de alfine. 

8. Le Guy de anel. 

9. Le Guy de couenau*t. 

10. €hiy de ppre con^ 
fueiou\ 

11. Guy de p'pre con^ 
fusiou\ 

12. Guy de ppre eon^ 
fusiou\ 

18. Mal assie. 

14. Guy coHdian. 

15. Le guy colidian. 

1 6. Le poynt eetrau^ge. 

17. Le poynt estrau'ge, 

1 8. Ky perde sey salue. 

1 9. Ky ne daune ceo ke il 
eyme ne p'nl ke deeire, 

20. Bien troue. 

21. Beal petiz. 

22. Mieut vaut engyn ke 
force. 



Garnele. Ky est larges est 
»agee. 

24. Ky daune ganye. 

25. Le guy de ly engi" 
neue e ly coueytoue. 

26. Couenau'e fei ley. 

27. De pres seu ioyst ky 
de loyns veyl. 

28. Meschef fet harn 
penser. 

29. Lachacedechiualer. 

80. La chace de ferce e 
de ehr'. 

81. Bien fort. 

82. Fol 8i prent. 

83. Ly ennoyous. 

34. Leeeonsseyennoye. 

35. Le veil conu. 

36. Le haut enprise. 

37. Le guy de cu' dut. 

38. Ky put se prenge. 

39. La hatalie saun» 
arey. 

40. Le tret emble. 

41. Le Iret emble. 

42. Ly desperez. 
48. Ly meruelipus. 

6 



8i 

Oame 44. Ly merueUous. 

45. Depou'ferce home 
fet. 

46« Muse vy leyn. 

47. Le yay de dame$ et 
de damoyseles. 

48. Foi si sey fie. 



Game 49. Has no tUle. 

50. Mal veysyn. 

51. Hasno tUle. 

52. Le mat de fercee. 

53. Flour de guye. 

54. Le baCalie de Bokes. 

55. Düble eschecs. 



Die Vorrede ist dieselbe, wie in dem Cotton-Manuscripte; 
sie beginnt daher mit demselben Verse: ^^Seignour» tm poy en- 
tende%. — Hier endet leider die begonnene Beschreibung die- 
ses Codex, und die versprochene Fortsetzung wird noch immer 
erwartet. (Siehe Chefs Play er' s Chronicle. Vol. II. S. 127 und 
141^ und CataL ofeheMss. oftheKing's library. Land. 1734. 
4. S. 218.) 

5. Noch findet sich in der k. Bibliothek zu London ein Ma- 
nuscript: j^RoberCi Eoleot MoraliCalesy^' worin ebenfalls vom 
Schachspiele gehandelt wird, und wovon nicht minder eine nähere 
Beschreibung zu wünschen wäre. Die Bezeichnung ist 6. £.111. 55. 
(Siehe ebendaselbst S. 115.) Trithemius sagt von diesem Autor: 
Robertus Holcol : natione Angine : ordinis fraerumPnedicat. 
vir in divinis scripturis eruditiesimus : et scecularium literarum 
non ignaruB: ingenio prcestans et clarus eloquio: declamaior 
quoque eermonem egregius, Scripsit multa pneclara apuscula : 
quibus notnen suum posteris notificavU. Moritur ex peste 
Anno Dowini 1349. Indictione eecunda}^ 

6.1n Hontfaucon. S. 631.if. nndim CatalogueoftheMse. 
ofthe Kings Library. London 1734, S. 210, wird noch einer 
in der k. Bibliothek zu London befindlichen Handschrift mit fol- 
gender Ueberschrift gedacht: „ Ludi Scaccarii Expositio mora- 
Us Auetore Joanne de Rasibus.'^ — Hyde gedenkt in 
seiner Mandragorias^ Oxon, 1694^ T. I. S. 182 einer ähnlichen 
mit der Ueberschrift : „ De Ludo Scachorum Auetore Jacob o 
de Rusibus/^ welche Angabe in dessen Syntagma^Dissertatt. 
Ibid. 1767. T. n. S. 156 wiederholt wird. Da es uns bedunkl. 



88 



dab in den Angaben zu beiden Handschriften sich möglicher 
ein Irrthnm eingeschlichen habe, so wäre es wohl der Mühe nicht 
anwerth , dafis ein englischer Forscher die Wahrheit dieser Anga- 
ben ermittelte und im Chefs Player'a Chronicle bekannt gäbe. 

ej Zu Mailand. 

^jDu ludo Scacchorum, de computo temporis, dUHnetio 
VII Climatum secundum Arabee etc. Auctare Jaeobo de Fu^ 
nolü. — Handschrift in der Ambrosiana. (ß. Montfaucon. 
S. 517. c.) 

P Zu Neapel. 
^^Elegia de ludo Seacchorum.^^ Eine Pergament- Handschrift 
in kl. Querfolio aus dem zwölften und dreizehnten Jahrhunderte. 
Nebst verschiedenen Werken des römischen Dichters Ooidius fin- 
det man darin unter Nr. 11 die obige Elegie, die man eben 
diesem Dichter zuschreibt. Sie beginnt: „&uf cupis egregium 
Scaccharum discere ludum. — Die Anzahl der Distichen wird 
nicht angegeben. Die Bezeichnung des Codex istCCLXl.(IV.F. 18.) 
— (Siehe JoannelHi, A. Cataldi CataL Biblioth. lat. vet. et 
elass. Mss. Musei BorborUci. Neapoli. 1827. 4. S. 188.) 

Zu Orleans. 
„1/ nobUUsimo Oiuoco degli ScaccM,^' — Eine Papier- 
Handschrift aus dem siebzehnten Jahrhunderte in 8. — Ms. der 
Stadtbibliothek allda. Nr. 481. (Vergl Haenel.) 

AJ In der Bodlejana zu Oxford. 
^Ludus Scaechorum versibus meMce descriptis.^^ Eine 
Bandschrift mit der Nummer 2067 (47.) (Siehe Catal Ubr. Mss. 
Angliae Mss. Angliae et Hibemiae. T. I. S. 108.) 

Byde fuhrt ein ähnliches, in derselben Bibliothek befindliches 
Hanuscript mit dem Titel an : „ Poema de skaMludio tempore 
Saafonum exaratum carmine politka seu Pseudo - Trochaieo. 

6* 



84 



Cod. 38. pag. 110. mper Art. — VieHeicht ist es eines und 
dasselbe. (S. Byde^ Th. Mandragorias. Oxan. 1694. 8. S. 179 
— 180, und dessen Syntagma Dissertt. Ibid. 1767. 4. T. II. 
S. 153.) 

O Im CoIIegio S. Mariae Magdalenae zu Oxford. 

„ hiher de ludo Scacehorum.^' — Nr. 2153. (Siehe Cato/. 
mr. M89. Angliae et Hibemiae. T. I. P.H. S.710 

kj Im CoIIegio des Johann des Täufers 
zu Oxford. 

yyLiber de ludo Scacchorum.'' — (S. Montfaucon. S. 668. 6.) 

O In der k. Bibliothek zu Paris. 

1. Die königliche Bibliothek zu Paris besitzt unter den Num- 
mern 7390 und 7391 zwei Schach -Handschriften, von denen 
Nicholas de Saint-Nicholai als Verfasser genannt wird. Eine der- 
selben ist in lateinischer, die andere in französischer Sprache ab- 
gefafst. Die lateinische soll 146 Blätter zählen. Beide gehören in 
den Anfang des dreizehnten Jahrhunderts, sind auf Pergament ge- 
schrieben und mit Verzierungen reichlich ausgestattet. Die Initia- 
len in Gold und Farben enthalten bildliche Darstellungen im 6e- 
schmacke jener Zeit. 

Jede der beiden Handschriften umfafst gegen 200 sonderbare 
Schachstellungen. Auf jedem Gemälde sind die Figuren gut ge- 
zeichnet , die einen roth , die andern in Gold ; und die Auflösung 
eines jeden Zuges ist unten angegeben. 

Die Figuren haben eine, von den unsrigen verschiedene Ge- 
stalt, und auf dem Schachbrette sieht man Buchstaben, um die 
Felder zu bezeichnen, auf welchen man spielen soll. Auch der 
Gang des Spieles in jener Zeit unterscheidet sich sehr von dem heut 
zu Tage üblichen. In der alten Spielweise hat die Dame nur einen 
diagonalen Schritt; sie kann demnach nicht ihre Farbe wechseln, 
und besitzt daher nur eine geringe Stärke. Der Laufer darf nicht 



85 



mehr ab drei Felder beherrschen ; er kann aber dabei eine Figur 
überspringen 9 wenn sie ihm im Wege steht. Dem Bauer ist end- 
lich nur e i n Schritt vergönnt 

Die in diesen Handschriften enthaltenen Zäge sind von einem 
guten Spieler geprüft worden , weil derselbe jedem seine Meinung 
mit den Ausdrücken: „6on^^ oder ^^faua^m die Spitze gesetzt hat 

Diese Handschriften enthalten auch Stellungen für das IWr- 
iracj und überdiers noch ein uns ganz unbekanntes Spid, Na- 
mens ^jMereUes.^ 

Die nicht unwichtige Vorrede lautet, in die neufiranzösische 
Sprache übertragen , folgender MaGsen : 

y^lusieurs anciens ont die qu'une science est mal placee 
entre ies mains de eeux qui sofU avarMeux de la demon^ 
trer^ car lous ceux qui savent doiveni fravailler d ensetg^ 
ner les atUres, Cest pourquoiy ne voulani pas Stre repris 
d'un aussi vilain peche que favarice^ moiy Nicholas de Saint* 
Nieholaiy eiere a la lauange de eehu qui est fontaine de sa^ 
pienee , je veux enseigner et demontrer une partie de ce que 
Je possede spScialement sur le jeu des Schees^ et ttabord par 
qui et en quels Ueux U fut prenUerement decauvertj puis apres 
la moniere de jouer et comment le jeu peut etre arrange en 
pMitians savatUes. ^' 

9, Sache% que ce jeu des Schees fut imente au siege de 
Troie^la^grande^ par un Chevalier sage et hardi et par une 
dorne qui etait sa douce amie. Le Chevalier et la dame etaient 
places en dehors des murs de la eite, et ils regardaient com^ 
ment ceux du dehors attaqtuiient et comment ceux du dedans 
se defendaienty comment ils se prenaient et se tuaient les uns 
et les autres. Iis ordonnaient leurjeu suivant ce qu'ils avaient 
nu dans les assauts et les batailles, Lorsque cette cite fut de~ 
irvitey le Chevalier et la dame vinrent en Lomhardie et y re- 
pandirent le jeu des Schees; &est ce qui fait que les Lombards 
sont les plus habiles et les plm subtils joueurs d'Schecs que 
t Oft eonnaisse^ Pour les beautSs de ce jeu , doivent dSsirer 
les savoir tous les gens gentils qui veulent se recrSer honnetC" 



86 



menC et eviCer (oisiveCey et speciatement leg amant» paramowr, 
\ ear U est venu premierement de famour d^un Chevalier et de 
\ M dame. MaiSy comme depuis notre prenUer pere le» hommee 
oublient pramptement ce qui tCest pas toujaure nde soue teure 
yeuxy nouSy Nicholas^ ci^deseus nomme^ demeuratU en 
Lombardier a la priere et a la requete de mes eompagnonsy 
fai campose ce Uwe de mes Stüdes sur le Jeu des Schees, des 
taulles et des mer ellesj^ et, comme nulle chose ne peut etre par'^ 
falte , je demande ä mes seigneurs , ä mes compagnons, a mes 
amis, ä tous ceux ä qui parviendra ce livre, de vouloir bien 
le rectifier et le corriger.^' — (Siehe Palamede. T. II. [1837J 
S. 81 — 82.) 

2. Ms. Nr. 7218. „ Le Jeu des ilchecs avec des Parties. 
(S. Montfaucon. S. 794. <?•) 

3. Ms. aus der Bibliothek Mazarine. y^Le Jeu des Achecs.^ 
In 4. und Folio, (ß. Haenel. 321 und 355.) 

4. Ms. Nr. 6457. ^^LibeUus Ludi Seacehorum.^ (Siehe 
Montfaucon. S.763. e.) 

o 5. Mss. Nr. 6808 und 75^70. ^^Livre des Echecs AmoU" 
reux en prose avec tArquitoque^ Sophie , par Jacques le 
Orandy Äugustin, dedie a Louis de France ^ Due d" Orleans.^^ 
Avec figg. (Montfaucon. S. 785. e. — Vergl. mit diesem Codex 
jenen zu Dresden mit derlleberschrift: ^^Les Echecs Amoureux.^^ 

6. Ms. Nr. 7386. ^yLivre de la Moralite des Echecs , et 
autres pieces. (S. Montfaucon. S. 390. e.) Vielleicht eine der 
französischen Uebersetzungen des Jacob, v. CessoUs. 

7. Jlfjr. Nr. 7834. „ Livre du Jeu des Echecs^ en vers Al^ 
lemands. (Siehe Ebendaselbst. S. 794. c.) Vielleicht Konrad von 
Ammenhusen. 

8. Ms. Lancelot. yy La moralite de noble hommcy fait sur 
le gieu des Eschecs.^' (Ebendaselbst. S. 1669.) Ohne Zweifel von 
Jacob. V. Cessolis. 

9. Ms. Nr. 7690. yyMoralites des Echecs, Consolation de 
Boeccy etc. Par Jean de Meun^^ C^J* — (Ebendaselbst* 
S. 793. 6.) Gewifs nach Cessolis. 



87 



10. ^UnePariie d'Echecs entre CharUmagne et Oarin de 
Manglave.^' Aus einer alten Pariser HancUchrift. Nr. 78. Fonds 
de la VaUiere. (S. Palamede. T.I. [1886.} S. 845 — 854.) 

193^ In der Bibliothek Saint Victor zu Paris. 
„Liüre des Eehece amoureux.^ (Siehe Montfaueon. 
S. 1378. 0.) 

ny Ms. des ehemaligen Präsidenten M.le Meeme 

in Paris. 

y^Le Jeu des Eehee$y — (ß.Montfaucan. (S. 1880. e.) 

oy In der Vaticana zu Rom. 
• • . j^Charu% al Scechok HaiekakL Carmen in ludum Seae^ 
ehorumignoHAutoris.'^ — Papier-Handschrift in 4. von 586 Blät- 
tern ist mit rabbinischen Buchstaben geschrieben, und hat die Be- 
zeichnung Cod. CLXXI. il. (Siehe Assemanniy St. F. Biblioth. 
ap0$e.VaeieanaeCaialogu9. Romael756. Fol. T.I. P. 1. S. 185.) 

pj In der Bibliotheca Coisliniana zu Saint- 
Germain. 

,j Un Hvre du Jeu des Eehecs.^ Nr. 1 2 1 0, und ^^eu d'Eches 
pat M. Talon^ Medecin.^ Nr. 1065 in derselben Bibliothek. (S. 
Ebendaselbst. S. 1114. 6. n. 1115. 6.) 

gj In der öffentlichen Bibliothek zu Strafsburg; 

1. „Geistliche Erklärung des Schachspiels, 
geschrieben anno 1889.^^ — In Fol. — Item in Reimen, 
geschrieben 1414.^^ In Fol. (Vielleicht aus und nach den 
manorummoralizaeis.^ — (S. Haenel^ CataL libr, Mss, CoL 468.) 

2. jjMoralHates excerptae ex Boherto HolcoCh.^ Fol. (S.^ 
Ebendaselbst coL 458.) 

8. Liber de Ludo Scacckorum scriptus anno 1406. 8. 
(S. Ebendaselbst, col. 458.) 



88 



r> In der k« Bibliothek zu Turin. 
y Fulgentii Imagines circa virCutes et vitia, traetaius de 
Officüs nohilium et de Scaccorum hido.^' (ß.Montf. S. 1897. r.) 

s) In der Stadtbibliothek am College Royal 
zu Toulouse. 

yyll CHuoco degli Scacchi. Cart. 12." — (S. HaeneL coL 479.) 

tj Th. Hyde gibt noch eioe Handschrift an , welche wahr- 
scheinlich zu Oxford befindlich ist: jyLydgatus^ Joh. in Poemate 
amatorio Anglice Ms, Shahiludii et Belli Amatorii comparatio- 
nem scite et eleganter instituit. (S. HydCy Ch. Mandragorias. 
Oxon. 1694. 8. Prolegom. und dessen Syntagma Dissertt. / 
Ibid. 1767. 4. Tom. II. Prolog.^ In diesem^ um das Jahr 1408 . 
geschriebenen Gedichte wird das Minnespiel mit dem Schachspiele 
verglichen. Hyde liefert daraus einige Verse, welche Höck wie- 
dergibt. Die Handschrift ist den Bewunderern der y.Game Royal of 
Chefö^ gewidmet. — Lydgate war ein Mönch yon St. Edmondsbui^« 

u) Der bereits verstorbene k. k. Archivar v. Qevay besab 
einst einen Yerkaufskatalog orientalischer Handschriften mit fol- 
gender üeberschrift : 

Oriental Manuscripts purchaised in Turkey. 

(The principal part of the Books described in tMs Catakh- 
gue was purchased atAleppo andDamascus, in theyears 1811 
and 1812^ many of them by the assistance and recommenda- 
tion ofthe lateMs.J.L.Burckhardt. The rest was procuredat 
Cairo or Constantinople. (London.) Nov. 1 830.^' 4. 2 u. 22 Seiten. 

In diesem Kataloge fanden sich folgende Schachwerke: S. 16. 
VI. Games etc. — Nr. 76. Noz^hetu erbäbfl ükul fPsh Sha^ 
trenjfl menkül. Small 4. — A Treatise ot% the Game of Chefs; 
apparently of considerable antiguity. Nr. 77. Enmü&^tl Eitdb. 
— A Treatise en the Game of Chefs y by Ibn Abi Einlach. 
Transcribed Rejeb. A. H. 850 = A.D. 1446. 8. 



Zweite Abtheilung. 



Die Literatur des Schachspieles seit dem Anfange 
des sechzehnten Jahrhunderts bis auf die neueste 
Zeit enthaltend. 



A. B. 

... Ne ue Theorie der Schachspielkunst, ia 
Vergleichung gestellt mit der Theorie der Ge- 
fechtslehre. Königsberg. 1827. 8. S.Theorie. 

Abben - Ezra. 

S. Aben-Exra. 

Abben - Jachia. 
S* Aben" Jachia* 

Aben Esra , Rabbi Abraham. 

(t im J. Chr. 1174.) 

• Charustim al aechok Schach -maCh. Carmina rhyth* 
mica dehido Shdh-mde. HebraUeetlatine. (75 Verse) S.Hyde, 
Th.Mandragorias. Oxan. 1694. 8. Lt6. L Par« II. Seite 2 — 9. 

D. Jos. Rodrigue% de Castro liefert uns in seiner Biblioth. 
Espahola. Madrid, 1781. Fol. T.I. 188 — 188, nebst dem he- 
bräischen Urtexte eine prosaische und eine metrische Uebersetzung. 

Das Leben des Aben "Esra hat Relandus in seinen Anale^ 
cHs Babbinicis beschrieben. Seine Carmina über das Schach- 
spiel wurden mit andern hebräischen Schriften im Jahre 1702 in 8. 
gedruckt und herausgegeben, (filodius. 21.) 

... Neu - eröffnete Kunststück des Schach- 
Spiels, darinnen Nicht allein die unterschiedene 
Nahmen undGebrauch auch Anzahl der Steine di e- 
ses Spiels bey allerhand Nationen, als: denenPer- 
Sern, Türcken, Mohren, Russen, Pohlen, Teut- 



f 



92 



sehen, Spaniern, u.s.w. und andern Völckern ge- 
zeiget wird, Als vornehmlich die Kunst-Griffe 
dieses Spiels In anmuthigen Gleichnissen, wie 
solches die jüdische Schreib-Art gemeiniglich 
mit sich zu bringen pfleget, vorgesteliet werden. 
Von dem berühmten Rabbi und Caballisten Abra- 
ham Aben Esra in Hebräischer Sprache geschrieben. 
Nun aber zum Dienst und Nutzen der Herrn Lieb- 
habere dieses Spiels ins Teutsche übersetzet, von 
Ludi Magistro. Franckfurt und Leipzig, 1748, bey 
Weinkopf. 8. 104 Seiten. 

Inhalt : Vorwort. — Vorrede des Uebersetzers. — Vorrede 
des Rabbi Wirmiseha. — Rabbi Abraham's Aben Esra (be- 
nedictae memoriae) Reimen über das Schach-Spiel 
(prosaisch). — Das Buch: Des Königs Lust. — Noch 
eine andere schöne Erklährung des Schach-Spiels, 
welche der berühmte Redner R. Bun Schirieier 
Aben Jachia verfertigt hat. — (Den Schlufs bildet ein 
deutsches Gedicht über das Schachspiel in 85 Versen.) 

Nach Mafsmann (1872*) soll auch im Jahre 1745 eineAus- 
gabe erschienen seyn. 

... Das Buch des Königs Lust, welches er zu- 
sammen geschrieben über das Spiel Schaak Taa- 
bil, vulgo die Schach-Taf feL S. Dessen Neu-er- 
öffnete Kunststück des Schach-Spiels. Franckf. 
und Leipzig. 1743. 8. Seite 49 — 91. (Vergleiche: Dekciae 
Re^ md JedahiahO 

Aben 'Jachia^ Bonsenior. 
. . . Melizah %achaeh al %echoh haschak. Oratio elegans 
de ludo Scagw quam compomit gloria Oratorum Bonsenior 
Abben^ Jachia* Hebraice et latine. 8 Seiten. S. Hyde^ Th. 
Mandragorias. Oxon. 1694. 8. Lib.l. P.VL. Seite 10 — 17. — 
(Vergl. Aben Esra. Neu - eröffnete Kunststück des 
Schach -Spiels etc. S.91— 96.— VergL auch ü. Ao<£h^iiea; 
de Castro. S. 176 — 177. 181 — 182, welcher einen Auszug gibt.) 



98 



(Abensteirij O. W. von.) 

... Das Schach- und Tokkategli-Spiel, nach 
den geprüften Regeln und allgemein geltenden 
Gesetzen zum Selbstunterricht Abgedruckt aus 
Jul. Cäsar's Spielalmanach. Durchaus verbessert 
von O. W. von Abeiueein. Berlin, Hayn. 1810. 8. 84Seiten. 
CHinrichs. 1810. I. S.116. — Maßmann, im.) 

Abraham Ben Esra. 
S. Aben Esra* 

Abu "Abdallah Mohamed^ 
(FtL Achmed Ai - Chepät, Damascerms,) 
. . . Poema Arabicum dictum ScMniya , quo Nerdiludium 
describitur. S. Hyde^ Th. MandragoHas, Owon. 1694. 8. 
T.n. S. 275. und dessen Syniagma Dissertt. T.DL S.406. 

Abu. 

S. Ebul. 

Academie. 

... V Academie desJeux. Amsterdam. 1786. SVols in 12. 
— A Lyon. 1806. — (S. Bruneis und Bohn's Kataloge.) 

• • . Academie de Jeuw; contenant lee prindpaux jeuw 
de eartes ei de combinaison. Nouv. Edition augmentee d^un 
traitS complet de tecarte^ et de fabrege dujeu des eckees par 
Philidor. A PariSy che% öuillaume et Comp*. Impr. de J. Ja^ 
eob ä Versailles. 1821. 18. 6 Bögen. (S. BibHogr. de la France. 
1821. Nr. 2557.) 

... A PariSy che% Chiillaume et Comp*. Impr. de Wagrez 
oMaDouay. 1821. 8. (S. Ebendaselbst. Nr. 2105.) 

contenant la moniere de jouer les principaux jeux 
de eartes et de combinaison, etc.; precedee d'unelntroducHon. 
Par Horaee Raisson. A Paris, che» Picard. 1885. 18. 5 Bögen. 



... Grande Academie de jeuxy eontenant lejeu de tric^ 
tracy les Schees etc. A Paris , che% CailloL Impr. de la veuve 
Fievee. 1888. 18. 7 Bögen. (^Bibliographie de la France. 1838. 
Nr. 8694.) 

... NouvelU Academie desjeux^ ou Divertissements in" 
nocensy eontenant les regles du Jeu des echecs , du billard, de 
ia peaume, du palemail et du trictrac. A. Legden, 1718. 12. 
2 Vols. 

...^ La plus nouvelle Academie desjeux etc. A Amster" 
dam, 1728. 12. 2 YoU. Qdafsmann. 190.) 

...y Nouvelle Academie desjeux etc. AParis^ chez Theo^ 
dore le Gras. 1759. 8. 8 VoI& 

... ALgon. 1810. 8. 3 Vols. (Walkerj S. 257.) 

ou Regles desjeux du wisth^ du boston^ de la bouil" 
lottCy etc.: precedees d'unnouveautraite sur lejeu du billard, 
dans lequel on trouve une instruction precise sur texecution 
de cejeu : ainsi que la partie des quillesy aoec ou sans le ea^ 
sin. Pars C. B...y amateur. A Paris y che% Hubert. Impr. de 
Egron. 1814. 12. 14 Bögen. (BibUogr. de la France. 1814. 
Nr. 1859.) 

... Seconde Edition. Ebendaselbst. 1818. 12. 12% Bögen. 
Walker gibt 300 Seilen an. (Bibl de la Fr. 1818. Nr. 2874. 
— Walker. 8.257.) 

eontenant la regle desjeux d'ecarte y piquet etCy les 
principes et regles des jeux d'echecy trictrac y dames et do^ 
mino, suivi d'un traite du jeu de billard. A Paris ^ che% 
Masson el Dupreg. Impr. de Brodard y d Coülomiers. 1835. 
18. 5 Bögen. Auf dem Umschlage heifst es: „Par (auteur du 
Code eivil.^ (Bibl. de la France. 1835. Nr. 4094.) 

... Nouvelle Academie des jeuxy ou regles des jeux du 
billard y du bostouy des dames etc. Par G. C. C. APariSy 
ehe% Camuzeaux. Impr. de Malteste. 1885. 18. 6^» Bögen, 
(Bibl.de la France. 1835. Nr. 4481.) 

Petite Academie desjeux. A Paris y Impr. de P. iV» 
Raugeron. 1817. 32. 2 Vols. 8 Ys Bögen und eine Tafel. 



Aßodemie utUvenelle des Jeax. A Paris et Ameier^ 
'dam 1718. 12. — Nach Walker, S.257. erschienen von die» 
mn Werke noch Ausgaben in den Jahren 1725, 1780, 1752 
und 1 786. — Die letztere zu 3 Bänden. 

• • • CorUenarU ies regles de ioue les jeux. Avee des ^n- 
structions faciles pour apprendre d les bien jauer. A PariSy 
0U Palais ehe% Theodore de Chras^ Libraire. 1743. 2 Parties 
in 12. Avec approbation et prieiHge du Roy. De l'impr. de 
Joseph Bullet, — Die zweite Partie enthält von Seite 157 bis ans 
Ende Seite 370 den Abschnitt: yjLejeu des Schees avee toutes 
les dißerentes marUeres de lejouer. Der speciellere Inhalt ist: 

Des pieces qui composent le Jeu des Schees. Da la Situa- 
tion des Schees. De la marehe des Schees. Quelques obserea» 
Uons sur lejeu des Schees, Instruction courte et facüe sur le 
jeu des Schees. Premiere maniere de jouer aux Schees. Liere Py 
Chapitrel — XXXIII, Livre IP. Contenant diverses manieres 
de jouer du gambit. Chapitre I—LV. — (In der Wiener Hof- 
bibliothek.) 

Nouvelle Sdition augmentee. A Amsterdam , 1756. 
12. (Jjachington. Cato/. 1815. Nr. 18,639, und Biblioth. Hui" 
themiana. Vol, ü. S. 227.) 

. . . , ou Dicertissemens innoeens. Noueelle Sdition consi-^ 
dSrablement augmentSe des jeux y qui ne se trouvent dans au^ 
eune Sdition prScSdente. A Amsterdam, 1752. 8. 3Vols. 

• ••,011 Dictionnaire mSthodique et raisonnS de tous les 
feux qui sejouent genSralement dans la sociStS et les endroits 
publice , contenant etc. PrScSdS d'un coup'd'oeil gSneral sur 
lejeuj tant dans les temsanciens^ que modernes. Par L.D***, 
amateur. A Paris, ehe% Corbet aine. Impr. de Marchand" 
Dubreuil. 1824. 12^ 20 Bögen. (^Bibliogr. de la France. 1824. 
Nr. 3874.) 

• • . , contenant : 1 . leurs regles fondamentales et additiön^ 
neUes; 3. leur origine et les principes qui les constituent etc., 
et un noueeau traitS complet de f ScartS: prScSdS d'un coup^ 
ioeH gSnSral siur lejeu, tant dans (es tems ancfens que 



96 



modernes. Par L. D***, imateui^. A Paris, chez Corbet aine. 
Impr.deFain. 1833. 12. 1 8 Bögen. (ßibliogr.deiaFranee. 
1833. Nr. 1349.) 

... Ebendaselbst 1835. 12. 20% Bögen. (BtM de la Fr. 
1835. Nr. 5758.) Diese Bibliographie nennt beide Ausgaben: 
Deuaieme ediHm. 

. . . Troisieme edUian. A Paris , ehe% Corbet aine. Impr. 
deLocquin 1842. 12. 17 Bögen. (Bibt. de la France. 1842. 
Nr. 8885.) 

Account. 

...Account ofinanknate reason. London, 1784. 8. (TFa^- 
ker. S. 259.) — Das Buch handelt von dem Kempelen' sehen 
Schachspieler. 

• . . Account of some games played in Paris etc. S. Che/s. 
... Account ofthe cillage ofStroebeck. S. Chefs Players 
Chronicle. Vol.1. S. 831 — 336. 

Achmed. S. Ahmed. 

Actius^ Thomas. 
(Forosemproniensis.) 

...De ludo scacchorum in legali methodo traetatus, ubi 
variae questiones legales tractantur causa dicti ludij nunc pri^ 
mum in lucem editus cum summarUs et indice. Ad Serenissi^ 
mum Frandscum Mariam IL Ducem ürbini VIL (DasZeidien 
des Druckers.) Cum licentia Superiorum. Pisauri, ApudMiero^ 
nymum Coneordiam. M. D. LXXXIIL 4. 4 + 108 -f 18 Blät- 
ter Index et Errata. Auf dem dritten Blatte findet man das Bild- 
nils des Verfassers. iMazzuchelli, Vol.1. P.IL S. 1289. — CUh 
dius. S.23. — Miliin. Magasin encyclop. 1817. V. 216.) — 
In der k.k. Hofbibliothek in Wien. 

Index quaestionum prindpaUum hujus tractatus. Prima 
prindpaUs qUaestio ponit di/ßnitionem ludi in genere: et an 
ludenOum sit aUqmndOy sive Semper laborandum. — Secunda 



97 



difftnieianem^ 9eu descriptionem ludi Seaechomm. — Tertia 
iiUus Aueeorcm, causasque ifUroducCionis ; et qua de causa 
dieatury ac denomiftetur ludus Scacchorum^ siee iatruncuio-' 
rum. — Quarta complectitur latsdesj quibus extolli potest lu- 
dun inte, — Quinta tractat de Rege , ac Regina^ eive Domina. 

— Sexta generaliter de omnibun latrunculie. — Septima de 
quibuedam legibus unicersalibus hujus ludi. — Octava docet 
quisnam jure optima poseit nuncupari lueor. — Nona quibus 
cum ludendum sit, — Decima quo tempore , et quando ludo 
ffacare possimus. — Undecima^ quid ludendum sit declarat, 
hoc est quantum pecunia capaw sit ludus iste. — Duodedma^ 
et ultima de inspectoribus loquitur. 

Jede dieser Quaestiones hat noch ihr besonderes Summor- 
rium, in welchem viele andere höchst nutzliche und gelehrte Ne- 
benbemerkungen und Sachen zu finden sind. 

Dieses Werk wurde auch in die Tractatus illustrium . . . 
JurisconsuUorum ... Venet. 1584. FoL Tom. VII. S. 168—195 
aufgenommen. (S. Tractatus.^ 

Additions. 

... Additions de M. A ä la bibliotheque des livres 

qui traUent du Jeu des Schees, par M. CAbbe Cancellieri. 
S. Miliin. Magasin encycl. 1817. V. 214 — 228. 

Adelung^ Friedrich. 

... Nachrichten von altdeutschen Gedichten, 
welche aus der Heidelbergischen Bibliothek in 
die Vatikanische gekommen sind. Königsberg^ 
bei Friedrich Nicolovius, 1796—1799. Kl. 8. 2Bände. 

— Im ersten Bande, S.32, und im zweiten Bande, S. 143 — 150 
gibt der Verfasser Nachricht von dem deutschen Gedichte über 
das Schachzabelspiel des Conrad von Ammenhusen. 

... Nachricht von einer Handschrift des alt- 
deutschen Gedichtes: von dem Schachzabelspiel. 

7 



98 



(Hit Aaszügen.) S.Merkur, Der neue deutsche. Wei- 
mar, 1804. 8. Bd. 3. S. 30— 74. 

... Nachträge dazu. S. Eschenburq. 

Agathias Mirinaeus Scholasticus. 

• •• Epigrammade lum Zenonis Imperaü. S. Lib,h An-^ 
tholog. Oraec. Seile 126. Edie. WecheL 1600. — 

Eine wörtliche Uebersetzung dieses Epigramms gibt uns Vin- 
cent Obsopaeus ebendaselbst. Eine ausfuhrliche Erläuterung fin- 
det man jedoch in Hyde, Th. de NerdiludiOy Seite 44, und die 
ausführlichste in Corn. Paov^ welcher nachzulesen ist. (C/o- 
dius. S.23.) 

Ahmed Arabsiada. 
S« Arabacha, Achmed Ben Mehamed. 

Ahmed Ben Sirim. 

• ..'^XTCoi; /7£pJcoi; xai Aiyvjrriojv ^ irepi Zarpimov, De 
ZatriciOy ex Persarum et Aegyptiorum disciplina. S.Achmetis 
Filii Seirim Oneiro-critica^ edit. Nie, Rigaltii. ImtetiaCy 1603. 
4. CVip. 241. S.218. (Zusammen gedruckt mit : Artemidori Dal^ 
diani Sereimi F. Oneiro^critica. Ibid. eod. anno, 4. und Apo- 
masar. Apotelesmata* Franca f. 1577. 8. S. 331.) {Ciodius. 
p. 23, und Casiri. I. 401.) 

Aigner Josefa 

(Professor am k. Lyceum zu Dillingen.) 
... Die christlich-lateinische Muse. (Latein, und 
deutsch.) München, bei Jakob Giel. 1825 — 27. gr. 8. 
zwei Bände. 

Im zweiten Bande, Seite 154 — 207, befindet sich Vidae 
Scachias mit Aigners deutscher Uebersetzung. (Vergl. Fwte.) 

Ala-ed^din Fabricensis. (Febris.) 

... Commentarius de ludo Schatrangi seu laSrunculorum 
et eorum coUocatione, Arabice, 

S. Ahmetis Arabsiadae (Ibn Arabschah) Vitae et rerum 
gestarum Timuri . . • historia. 



99 



Albers, Ä C. 
...Unterricht im Schachspiel, oder die sech- 
zehnte Ausgabe des königlichen L*Hombre, beson- 
ders abgedruckt, verbessert und mit zwei Arten 
für vier Spieler, etc. Lüneburg, bei Herold und 
WaMstab. 1821. gr. 8. 40 Seiten. (Mafgmann 185^ sagt 
Nürnberg* 1821.) 

Von diesem Verfasser rühren mehrere Anmerkungen zu Slamma 
her, welche Koch in die zweite Ausgabe seines Codex aufge- 
nommen hat. 

Alberti^ J. J. 
... Leichtfafslicher^ praktischer Unterricht 
zur Erlernung des Schachspiels mit zwei, drei 
und vier Spielern, und Anweisung zur gründli- 
chen Kenntnifs der verschiedenen Spielarten, 
ihre Gesetze und Feinheiten. Mit einer Abbil- 
dung. Quedlinburg, bei Baane. 1829. 16. sy^ Bögen. 
(Bibliographie von Deutschland. 1829. Nr. 2294, und Mafs" 
mann. 185^.) 

... Zweite Auflage. Ebendaselbst. 1832. 16. QOeUinger. 
Nr. 9.) 

Albino^ Salvador e. 
(Von ihm findet man Spielendungen in der zweiten Ausgabe 
des Codex von Koeh.') 

Al^Damiri. 
... Liber Arabiens de ShaMludio. S. Hyde, Th. Man-* 
dragorias. Oxon. 1694. 8. T.I. Seite 182, und dessen Syn- 
iagma DisserU. Ibid. 1767. 4. S. 156. 

Alembertj M. rf*. 
...Eneyelopedie. A Paris. 1751 — 65. Fol. 85 Vols. S. 
Encyclopedie. 

Alexandre^ A. 
... Encyclopedie des Echecs^ ou Resume camparatifen 
tableaux synoptigues des meiUeurs ouwrages ecrits sur ce jeu 

7* 



100 



par les auteurs frangais et etrangergy tant anciens que moder- 
nett , mi8 ä tusage de toutes leg tiatims par le language unU 
versel des chiffres. A Paris ^ chez CauseUe et M. A. Laemlein. 
Impr. d'Urtuöis, d Paris. 1837. Fol. obl. 8 Seiten und 52 T«^ 
bleaux. (jQuerard. Litt. Fran^, contemp. T. 1. S. 17, und Bi- 
bibliogr. de la France. 1837. Nr. 3227.) — Diefs ist bis jetzt 
das gröfsle unter allen Werken über das Schachspiel. 

Aursi Tabellen, ohne Anmerkungen, enthält die Mehrzahl 
der Anf'angsspiele aus ungefähr 30 dergröfseren und anderen Au- 
toren. Geordnet und zusammengestellt sind die Spiele in der zu- 
erst von Allgaier angewendeten Art , nämlich in senkrechten Rei- 
hen neben einander, so dafs etwa 35 Veränderungen und oft noch 
darüber auf eine Tabelle gebracht sind. Die Aufeinanderfolge der 
Eröffnungen ist der in v. Bilguers und van der Lasas Werke 
befolgten ähnlich, indem Tab. I — 10 das Lauferspiel, Le Fou 
du Roi au deuxieme coup, umfassen; Tab. 11 — 25 die Sprin- 
gerpartie, LeCavalier du Roi au deuxieme coup ; Tab. 2G — 30 
das Laufergambit und alle nidit angenommenen unregelmäfsigen 
Gambitspiele, Gambit du Roi. Tab. 31 — 41 das Springergam- 
bit, Gambit du Roi au troisieme coup; Tab. 42 — 46 Damen- 
gambit, und endlich Tab. 47 — 51 die unregelmäfsigen Eröffnun- 
gen , Debüts irreguliers. Zuletzt folgt dann noch eine üeber- 
sicht der verschiedenartigen Anfangszüge. 

Diese ungeheure Masse von Spielen ist zwar für den An- 
fanger zum Studium weniger zu benützen , indem gute und 
schlechte Spiele ohne alle Bemerkungen unter einander stehen; 
aber zum Nachschlagen für diejenigen Spieler, welche schon mit 
der Sache bekannt sind, ist das Werk ungemein bequem und nütz- 
Uch. Es ist für Alle, welche sich mit der Theorie der Anfangs- 
spiele beschäftigen^ und sich eine gründliche Kenntnils derselben 
'zu verschaffen wünschen, ein unentbehrliches Buch, weil man 
daraus sogleich ersehen kann , was über jedes Spiel bis jetzt ge* 
schrieben worden ist. Von Bilguer und van der Lasa haben bei 
jedem Kapitel ihres Werkes den Leser durch Hinweisungen auf die 
entsprechenden Stellen dieser Encyclopädie aufmerksam gemacht 



101 



Es wäre allerding» wönschenswerth gewesen, dnts Alexandre 
von Damiano, Lopez, Selenauj Sahna nicht die abgekürzten 
englischen Uebersetzongen , sondern wirMich die , in seinem Re- 
gister von ihm aufgeführten Urausgaben vollständig wiedergegeben 
hätte. Dagegen brauchten aus Schrinstellern , wie Reinqanum 
und Silherachmidt^ nur kurze Auszuge aufgenommen zu werden. 
Dessen ungeachtet kann man nicht leugnen, dafs der Verfasser in 
der Bearbeitung dieses umfassenden Werkes einen bewundernswert 
then Fleifs bewiesen hat, und dadieEncyclopädie von dem 
grölsten anwendbaren Nutzen für den geübteren Spieler ist, so 
rechnen wir sie unter diejenigen Werke , welche in jeder Schach- 
bibliothek ihren Platz finden sollte, (r. Bilguer.) 

CoUection des plus heaux Problemes d^Echecs au 
nombre de plus de deux mille^ recueillis dans les auteurs an- 
eiens et modernes. (Vignette.) Paris, F. Dufour et Librai" 
res'-ildUeurs. 1846. Royal 8. VlII und 844 Seiten. Anhang: 
Solutions des Problemes , 62 Seiten, dann 1 Bl. Probleme du 
Cavalier und 2 Bl. Errata. Die Stellungen sind bildlich darge- 
stellt. (LePalamede. 1346. Nr. 2.) 

Alexandre^ welcher sich längere Zeit in England aufhielt, 
hat auch eine grolse Reise durch Deutschland gemacht. Er führte 
eine von ihm zusammengestellte Encyklopädie der Endspiele mit 
sich, welche über 1500 Stellungen enthielt und die er auf seiner Reise 
immer noch zu vermehren suchte. Obiges Werk ist demnach das 
Ergebnifs seines neueren Sammlerfleifses , und verdient jedenfalls 
den Dank der Schachireunde. ^s wird von dem Verfasser als 
eine Vervollständigung seiner £n6yclopedie des Echecs gegeben^ 
und soll demnach den zweiten Theil dazu bilden, welcher die 
Spielendungen enthält. 

Dieselbe Ausgabe ist auch in Leipzig mit einer in das 
Deutsche übersetzten Vorrede und mit folgendem deutschen Titel 
zuhaben: „Praktische Sammlung bester und höchst 
interessanter Schachspiel-Probleme, durchmehr 
als Zweitausend Beispiele anschaulich gemacht 
und aus älteren und neueren Schriftstellern zu- 



102 



sammengetragen von A. Alexandre. Leipzig, Verlag 
von Brockhaus und Avenarius. 1846." — Eben so wird 
das Buch mit englischem Titel und gleicher Vorrede verkauft 

Allen Lake. 

• • . Allen Lake (sagt Walker^ S. 257) schrieb mit Beihülfe 
des Sir Frederick Madden, vier Abhandlungen über das Schach- 
spiel, welche in das New Monthly Magazine des Jahres 1822. 
Bd.IV. S.316, 320, 495^ 502, und Bd.V. S.125, 130, 315 und 
820 eingerückt wurden. (Vergl. Madden,^ 

Allgaier^ Johann. 

Unter den deutschen Originalwerken gebührt der „Neuen 
theoretisch-praktischen Anweisung zum Schach- 
spiel, von Allgaier," welche zuerst im Jahre 1795 zu Wien 
erschien, ohne Zweifel der erste Platz; denn schon während der 
Lebzeit des Verfassers wurden viele Auflagen seines Buches ver- 
grifien, und auch nach seinem Tode sind noch zwei erweiterte Aus- 
gaben veranstaltet worden. — AUgaier hat das Verdienst, zuerst die 
Spiele in Tabellen übersichtlich geordnet zu haben , wodurch er 
das Studium ungemein erleichterte. Die Spiele selbst, welche er 
aufführt , sind zum Theil aus Philidor , und mitunter auch aus 
Lolli und Ponziani entlehnt; viele eigenthümliche und schätzbare 
Veränderungen rühren aber auch vom Verfasser selbst her. So 
zeichnet sich unter den Gambitspielen das nach ihm benannte 67a»i- 
bit AUgaier^ 9 aus, und zwar besonders wegen der anziehenden 
Spiele, die sich daraus bilden, wenn der Nachziehende im Anfange 
nicht die richtige Verlheidigung trifi*t. 

Die nöthigen Spielendungen , welche den letzten Abschnitt in 
AUgaier' 8 Werke bilden und in drei Abtheilungen zerfallen, «ind 
gut geordnet^ enthalten aber nichts, was man nicht schon in den 
älteren Autoren , namentlich im Lolli fände. 

Die neueste Ausgabe des Werkes ist im Jahre 1841 erschie- 
nen und besteht aus zwei Theilen, deren erster ein vollständiger 



) 



108 



Abdruck der fünften Auflage von 1828 , der letztem von AU- 
^aier selbst besorgten, ist; der zweite Theil aber enthält zehn, 
von Herrn Santo Vito uus Alexandre $ Encyclapedie des Echees 
ausgezogene Tabellen, auf denen besonders einige der neueren 
Spiele ausgef&hrt sind (o. Bilguef). Dessen ungeachtet ist auch 
dieses Buch kaum mehr zeitgemäfs zu nennen , da in den letzten 
zehn Jahren viele neue und wichtige Entdeckungen gemacht wor- 
den sind , wornach die alten Theorien durchaus gestaltet werden 
müssen. Die Ausgaben sind folgende : 

...„Neue theoretisch-praktische Anweisung 
zum Schachspiele. Mit 1 Kupfer. Wien, bei RötzL 
Erster Theil. 1795, von 296 Seiten. Zweiter Theil. 1796, von 
122 Seiten in 8.^^ — Der zweite Theil enthält: Das neue 
Kriegsspiel, das uralte Kdnigsspiel, das pytha- 
goräische oder arithmetische Schachspiel; Ab- 
handlung über Schachspiel unter drei und vier 
Personen.); (VergLJBr#cA. Repert. 1796—1800. XI. Nr. 1177. 
c. — Allgera. LiL Zeit. 1797. Nr. 319. (IV. 49.) — Oberdeut, 
allg. Lit. Zeit. 1801. I. 314—815.) 

... Zweite Auflage. Wien, bei Rötzl unA KauU- 
fuf9. 1802. 8. (iHeinsius und Mafsmann. 125.) 

... In fünf Tabellen bearbeitet von Johann All-' 
gaier. (Dritte Auflage.) Mit 1 Kupfer (das Schachbrett dar- 
stdlend). Wien, bei Ratzel und Kaulfaß. 1811. 8. 3 Blätter. 
183 und 2 Seiten mit 6 Tafeln in Querfolio. (Vergl. Gott. geL 
Anz. 1815. I. S. 668— 664.) 

... In Tabellen. Vierte, stark vermehrte und 
verbesserte Auflage. Wien, bei Christ. Qottfr. KauU- 
fuß. 1819. 8. 189 Seiten, mit 1 Kupfer und 9 gestochenen Ta- 
bellen in Folio. 

... Nach eigenen Erfahrungen und Grund- 
sätzen systematisch entwickelt, und durch zahl- 
reiche tabellarisch-geordnete Musterspiele er- 
läutert von J. Allgaier. Mit 1 Kupfer und 9 in Ku- 
pfer gestochenen Tafeln. Fünfte, von allen Druck- 



104 



fehlem gereinigte Auflage. Wien und Prag, im 
Verlage der C. Haas^Bchm Buchhandlung. 1828. 8. 
Xn und 141 Seiten, und 8 Seiten Inhalt. 

.».Ebendaselbst. 1825. 2TheiIein8. Mit 1 Kupfer 
und mehreren Steintafeln. (Ersch. Handb. III. 1828. 
S. 1406. Erg. Nr. 1685. — Nach Mo/xmafin. 185^ — soll diese 
Ausgabe im Jahre 1826 erschienen sein.) 

... (Titel wie bei der fönflen Auflage.) Sechste, mit 120 
Spieler Öffnungen und den neuesten Spielarten 
vermehrte, neu durchgesehene und von allen 
Druckfehlern gereinigte Auflage. Herausgege- 
ben von Carl de Santo Vito. Mit 1 Kupfer und 9 in 
Kupfer gestochenen Tafeln. Wien, Verlag der 
Carl Haas'schen Buchhandlung. 1834. gr.8. VIII und 222 
Seiten. 

... Siebente, vermehrte und von allen Druck- 
fehlern gereinigte Auflage. (Herausgegeben von 
C. de Santo FtYo.) Mit 10 in Kupfer gestochenen 
Tabellen. Wien, 1841. Verlag der Carl Haasschen 
Buchhandlung. Erster Theil. XII und 280 Seiten. Zweiter 
Theil. S. 231—285. 

. • • Spiele aus Allgaier. S. Koch , J. Fr. Wüh. 

. . . y^Nuova Utruzione teorico^pratica per il giuoco degU 
Mcacchiy esposta in cinque tavole da Oiov. AUgaier ; coti una 
ßcacchiera e sei Cavolej opera tradotta dalt originale tedescoJ^ 
Fol, min. 108 Seiten Text, eine Seite Indice und 60 Schach- 
tafeln. — Diese handschriftliche italienische Uebersetzung, aus dem 
Anfange des neunzehnten Jahrhunderts , vom Chevalier Cosimo 
Bossi^Melocchi, einem fiorentinischen Architekten, wurde im 
Jahre 1845 in der Bücher -Versteigerung des Sebastiano DonaÜ 
zu Paris verkauft. 

Alliey^ M. Frederic. 
M. Fr. Alliey, eine Magistratsperson von Ardeche , und ein 
groüser Liebhaber des Schachspiels, seit mehr als dreÜsig Jahren 



10( 



seine NosestiiDden der Aufsuchung aller Schriften widmend, welche 
fiber dieses Spiel erschienen sind , soll endlich dahin gelangt seyn, 
eine^ in ihrer Art einzige, das Schachspiel betreffende Sammlung 
zu bilden, welche aus mehr als 120 besonderen, in allen Spra- 
chen gedruckten Abhandlungen besteht, wovon die Mehrzahl nicht 
nur die seltensten Erstlingswerke und Uebersetzungen , sondern 
auch solche Böcher enthält, in denen nur Etwas über das genannte 
Spiel zu finden ist« Herr AlUey ist gesonnen, sowohl diese 
Sammlung , als auch seine Handschriften för eine öffentliche Bi- 
bliothek zu bestimmen^ und einen beschreibenden Katalog davon 
unter folgendem Titel erscheinen zu lassen : 

yy Bibliographie sur le jeu des ilehees^ au Recueii eampleC 
analytique et raisoftne de toue lee auvrayes qui onC paru dan» 
toue le$ paye sur le jeu des Echecs. — Diese BibUographie 
begreift in sich : 

1. Ein genaues Namensverzeichnifs von 812 besonderen Ori* 
ginal- Abhandlungen in lateinischer^ spanischer, italienischer, 
französischer, deutscher, englischer, polnischer und russischer 
Sprache, und von 112 Uebersetzungen verschiedener aus den- 
selben. 

2. Die Analyse aller wichtigen Werke, besonders derjenigen, 
welche der Verfasser gesehen und zu Rathe gezogen hat Herr 
AUiey will uns von den verschiedenen Ausgaben dieser Werke, 
den Uebersetzungen, Commentaren^ Seitenzahlen, Yerzierunge« 
u. s. w. in solcher Weise in Kenntnifs setzen, dafs der Leser sich einen 
deuth'chen Begriff von dem Inhalte und der Beschaffenheit dieser 
Bucher machen könne. Eine zweite, die erste vervollständigende, 
Bibliographie soll die Titel und Hinweisungen von ungefähr 326 
Autoren umfassen, welche in ihren Werken von dem Schachspiele 
handeln« 

Der Verfasser habe, bei seinem jüngsten Aufenthalte in Paris, 
Herrn Querard y der in seiner Litterature fran^aise contempo^ 
raine, T. LS. 17, uns diese Nachrichten gibt, seine Handschrift 
mitgetheilt, und dieser liefert uns demnach folgende Uebersicht: 



106 



Theorie praHque . 120 Werke. 

Poesie 30 „ 

Bibliographie 5 

Moraley philosophie 8 

Originej invenliony histoire 25 

Esprit y elogesy regles 30 

Manuscripts importans 20 

Sur le Probleme du cavalier 12 

Sur Vautomate joueur d'Echecs . • • • 30 ^, 

Jeux d^Echecs modifies en grand . • • . 25 ^ 

Recueil dejeux^ academieSy encyclopedies. 17 ^ 

Traductions imprimees 86 

Traductions manuscrites 26 

Citations 326 „ 



welche zusammen 760 Werke aus- 
machen. 

M. Alliey hat in der neuesten Zeit einige Proben seiner Ar- 
beit der Welt imPalamede mit derUeberschrift: y^Musee de l'Ech^ 
guier mitgetheilt. So erschien die erste Salle dieses Musee im 
Jahre 1845 der gedachten Zeitschrift, S. 392 — 405; die zweite 
Salle im Jahre 1846, S.253 — 264; die dritte Salle ebendaselbst 
S.289 — 309, und die vierte und letzte Salle, S.385. Seine Er- 
läuterungen sind gröfstentheils historisch, alterthümlich und 
sprachlich. 

Die erste Anzeige von diesem Werke machte der Palamede. 
T.m. (1838). S,326, 

Almanach. 

... Neuester Almanach für Karten- und Schach- 
spiel, nach den grundlichsten Regeln und Ge- 
setzen zum Selbstunterrichte bearbeitet. Fär das 
Jahr 1809. Berlin, 1809. kl. 8. (^Mafsmann. 189) YergL 
Caesar. JuL 



107 



Alphons X, der Weise 

(König von Kastilien und Leon). 
Auch er schrieb ein vollständiges Werk über das Schachspiel 
mit dem Titel : JuegoB diversos de Axedrez , dados y tablas, 
eon 9U9 explicadones ^ ordenados por mandado del Rey D, 
Alonzo el Sabio.'^ Diese kostbare Handschrift wird in der k. 
Bibliothek des Klosters de iS. Lormzo del Escorial mit der Be- 
zeichnangi. T. 6. schön auf Pergament in Folio geschrieben und 
mit gemalten Initialen und Abbildungen geschmückt, noch aufbe- 
wahrt. (S. Castro f D. Rodriguez de Biblioth. Espahola. T. I. 
S. 182 und T.II. S.650, wo man einen Auszug findet.) 

Alphonsi^ Petrus. 

... DicipUna clericalis. Zum ersten Mal herausge- 
geben mit Einleitung und Anmerkungen von Fr. 
JVilh. Val. Schmidt. Ein Beitrag zur Geschichte der 
romantischen Literatur. Berlin, bei Theodor Chr. 
Fr. EnsUn. 1827. 4« 

Auf der 44. Seite zählt der Verfasser das Schachspiel zu den 
sieben Probitatety wozu der Herausgeber S. 115 und 116 ge« 
lehrte Anmerkungen liefert. In der früheren Pariser Ausgabe des 
Rignouxy welche von einer französischen Uebersetzung begleitet 
wird , findet man die betreffende Stelle in der Pars I. S. 42. 

qui vulgo Raais dictus. 
. • • Liber Arabiens , seu Apologeticus pro ludentibus AI-- 
Shatrangf. S. Hyde, Th. Mandragorias. Oxon. 1694. 8. T.L 
S. 182, und dessen Syntagma Dissertt. Ibid. 1767. 4. T.IL 
S. 156. 

• Liber Arabiens ^ seu Apologeticus de Arte Nerdiludiu 
S. Ebendaselbst. T.L S. 182, Syntagma. S.406. 



108 



• . . Liber Arabicus de Shahitudio. S« Ebendaselbst. T. L 
S. 182, und SyfUagma. II. S. 156. 

Amateurs. 

Einige der Spieler, welche sich in dem Cafe de la Regenee 
zu Paris einst zu versammeln pflegten, verfarsten im Jahre 1775, 
in der Bezeichnungsart At^Stamma den Traile theorique etpra^ 
tique du jeu des Echecs ^ par une societe des Amateurs y wel- 
cher im Jahre 1780, zusammen mit den 100 Spielen des Stamtna^ 
in Berlin ubersetzt wurde. Obgleich einige der besten damaligen 
Schachspieler, wie Carlier, Leger ^ Bernard und Verdoni^ an 
der Bearbeitung dieses Buches Theii nahmen , und obgleich das- 
selbe von den spätem französischen und deutschen Schach-Autoren 
vielfach gerühmt worden ist; so sind doch die darin enthaltenen 
Spiele äufserst langweilig und wenig belehrend ; zumal da bei wei- 
tem der gröfsere Theil derselben Spiele mit Vorgaben sind. Aufser 
ganzen Spielen und Anfangen, welche die vier ersten Kapitel des 
Buches umfassen, und von denen sich nur einige Eröffnungen des 
vierten Kapitels durch zwcckmäfsige Entwickelung der Steine und 
richtige Yertheidigungszuge vortheilhaft auszeichnen , enthält das 
Original noch eine grofse Anzahl regelmäßiger, jedoch nicht durch* 
gehends scharf und genügend erläuterter Spielendungen, welchen 
sich dann im sechsten und letzten Kapitel fünfzig Endspiele des 
Stamma anschliefsen. 

Die in dem Werke befolgte Theorie ist die, damals aulser 
Itah'en allgemein angenommene, und nach dem grofsen Meister 
jener Zeit benannte Theorie des Philidor. Diese lehrt , dafs man 
mit den Offizieren nicht vor den Bauern den Angriff beginnen 
solle ^ indem gerade die Bauern die Seele des Schachspiels seyen, 
da von ihrer richtigen Führung die Entscheidung der Partie allein 
abhänge. Diese an sich nicht vollkommen richtige Lehre konnte bei 
Spielern , denen der Geist und die scharfe Berechnungsgabe eines 
Philidor fehlte , nur einförmige und ermüdende Spiele schaffen. 



109 



wie sie der TraUtl de» Amatmirs in «einen drei ersten Kapiteln 
in Menge liefert. 

Neben der volbtdndigen deutschen Uebersetzung dieses Wer- 
kes gibt es noch von dem ersten Theile desselben eine englische, 
welche auffallender Weise einer der glänzendsten und geistreichsten 
jetzt lebenden Spieler, J. Cochraney besorgt hat (o. Bilguer). 

• • • TraUe theorique et pratique du Jeu des J&checsy par 
une »oeiete d Amateurs. (Hit dem Motto: Si quid noeisti 
rectius istis^ Candidus imperti^ si non, his uteri mecum. Hör. 
Idp. l. Ep. 6. V. 67 j 68.) Paris y che% Stoupe y et au Caffe 
de laRegenee. 1775. 12. XII und 412 Seiten, und noch SSeiten 
Approbation und Prieilege. (Kochy Codex. L S. 40. — Hock. 
S.I74.— Twifs. I. S.88.) 

...nid. 1786. 12. 412 Seiten. 

... Theoretisch-praktischer Unterricht im 
Schachspiel; von einer Gesellschaft von Liebha- 
bern. Aus dem Französischen übersetzt und mit 
den hundert Spielen des Philipp Stamma vermehrt 
von K. F. Trost. Berlin, bei Friedrich NicolaL 1780. 8. 
10 und 430 Seiten. — Einige halten den Verleger Nicolai für 
den Uebersetzer, O^r/iii^er nennt den Namen Tro«^. Diese Ueber- 
setzung hat grolse Vorzüge vor dem Originalwerke. (S. Koch's 
Ck>dexL40. — Hoclr. 174^. — Mafsmann. 175»3. n. 1882». 
— Vergl. auch Koehy J. Fr. FT.) 

... A Treatise on the game of Chefs ; containing the ga^ 
mos on oddsy from the: „ Traite des Amateurs etc. London. 
1822. 8. S. Cochrancj J. 

. . . Aux Amateurs d' Schees. Reponse d la soiree d'ermi- 
tesy feuilleton poetique du Journal ^yla Presse^^ (20. Mar«. 1838). 
A Paris, hnpr. de F. Didot, ehez Barba et Paccar d. 8. 1 Blatt. 
(Bibliogr. de la France. 1888. Nr. 2543.) 

Amati^ D. Giacinto. 
. . . Eieerche . • . sulle Originiy scoperte^ invethzioni^ e per- 
fe%ionamenti fatti nette lettere , arii e scienze. MHano, appr. 
Piroeta. 1820 -1830. gr.8. 5 Vol. 



HO 

Im dritten Bande bandelt der siebente Artikel, Seite 862 — 384 
vom Schachspiele in folgender Weise : 

OH Egizi collocarono ü giuoco degli scacchi nella classe 
delle belle arti. — Come si giuochino gli scacchi. — Donde 
derwi il giuoco degU sceicchi, — Quäle fu la cagione delf in» 
venzione degli scacchi. — (^Nota 1.) Sentimento di Frate Ja^ 
copo da Cesole circa Cinventore del giuoco degli scacchi, — 
Bicompensa meraifigliosa domandata dalf inventore del giuoeo 
degli BcacchL — (Nota 1.) Conto dimostrativo della domanda 
fatta dalf inoentore, — Ä quäle nazione si debba Vonore delC 
invenzione dello scacchiere. — Del giuoco degli scacchi parla» 
rono Orazio , Virgilio , Dante ed altri molti. — Celebre e il 
poema di CHrolamo Vida , vescovo d'Alba (Nota 3.) — JSJpt* 
grafe in cui Vida fa conoscere d'aoere intrapresa la ristampa 
per secondare il genio di Leone X"*. e demente VW, — Si ci" 
tano pochi autori che trattanoro degli scacchi. — Automa di 
figura umana inventato dal cav. Morosi^ che si cimenta col 
piu abile giuocalore di scacchi. — L'Älemano Kempelen tn- 
ventore di un automa giuocatore di scacchi. 

Amphitheatrum. 
. . • Amphitheatrum Sapientiae Socraticae joeo - seriae 
• • . Congestum d Casparo Dornavio. Hanoviae , tgpis We» 
chelianis. 1619. Fol. — Auf den Seiten 644 — 652 des er- 
sten Theiles findet man M. JET. Vidae scacchiae ludus , und auf 
den Seiten 652 -~ 653 desselben Theiles ddisDue^um scacchorum 
von Julius Ascanius Tuccius. 

Anastasia 

oder das Schachspiel (in mehreren Ausgaben). S. Heinsen 
Wilhelm. 

Ander ssen^ A. 
... Aufgaben für Schachspieler, nebsf ihren 
Lösungen. Von A. Anderssen. Breslau, Verlag von 



Itl 



J. Urban (gedruckt bei A. Leuekart in Wohiau). 1842. 
kL 8. 64 Seiten. 

Dieses vortrefTliche Werkchen enthält 60 Endspiele von 
StanmaxkiA La Bourdonnais. Es erschien, mit Kuiper*M Pro" 
blems zusammengedruckt, auch in engliseher Sprache zu London. 
(VergL Kuiper.) 

Andräj Heinr. Fr. 

... Das Schachspiel mit historischen Bemer- 
kungen erläutert, und zum Gebrauch sowohl für 
Anfänger als geübtere Freunde desselben prak- 
Usch ausgearbeitet von H.F. Andrä. Halle, bei Uen^ 
del. 1796. 8. 62 Seiten. 

Diese Abhandlung ist eine der dürftigsten. In der kurzen 
Geschichte des Schachspiels^ die das Büchlein liefert, ist nichts 
zu finden, was uns befriedigen könnte; eben so wenig kann man 
sich aus der Anleitung zum Spiele selbst, die nur 15 Seiten um- 
fafst , eine richtige Idee von demselben bilden. — (Ersch. Repert. 
1796. 1800. XI. IV. 1178. a. — Allg. Lit. Zeit. 1797. Nr. 81. 
I. 239. — 240. — Neue allg. deutsche Biblioth. Bd. 84. S.206.) 

Angelus a Sancto Josepho. 
S. Brosse^ Josephus, 

Anonimo Autor Modenese. 
(Ercole del Rio.) 

Um den häufigen Verwechslungen der beiden Ungenannten, 
nämlich des Anonimo Modenese und Autore Modenese y vorzu* 
beugen^ so wird es gerathen seyn, hier die Werke der drei groben 
Modeneser: jjErcoie del Rio, Qiambatästa Lolli und Dome- 
nico Pouziani'^ neben einander anzuführen. 

Das Werk des Ercole del Rio, „ Osservazioni praliche^^' 
kam zu Moden a im Jahre 1750 heraus, wurde dreizehn Jahre 
später erklärt, und ist neuerdings wieder unter dem Titel : ^^Sopra 
il Oiuoco degUScacchi osservazioni pratiche delf Anonimo MO" 



113 



denese. Milanoj 1831^^ abgedruckt worden. Non folgt das 
groFse und nur ein Mal in italienischer Sprache gedruckte Werk 
iesLolU: y^Otsercazioni teorico^ratiche Bologna. 1763>^ 
— Endlich erschien 1769. Poits^tam« Werk: „1/ Oiuoeo if^ 
comparabile degU Scacehi • . . Opera d'Autore ModenesOy divUa 
in tre parti. 1769, und zwei Mal abgedruckt: Vene%ia 1801 
und 1812. Die zweite verbesserte Auflage, welche zu Rom 
1823 wieder aufgelegt wurde, ist vom Jahre 1782, und führt 
denselben Titel, wie die erste, jedoch mit dem Zusätze: Seconda 
edizione purgata et arrichita di nuovi molCissimi Lumi e Sco^ 
perte. Modena. 1782. (p. Bilguer). Siehe: Jlio, Ercole dely 
Lolliy Oiambattistay und Ponziani^ Domenico, 

Anonimo Veneziano. 
S. Severino^ Marco ^ Aurelio. 

Anonyme Anglais. 
S. Pratt^ Peter. 

Anonymi. 
Zwei englische Uebersetzer des Vida. S. Vida. 

Anton ^ Dr. Karl Gottlob. 
...Ueber die Namen der Schachsteine. Mit Be- 
merkungen über Nachtig alfs Aufsatz : „DasSchachspielder 
Deutschen im fünfzehnten Jahrhundert. — S. Allg. 
literarischer Anzeiger. Leipzig. 1798. 4. Nr. 53. Sp. 545 —550. 

Antonio das Neves^ Fr. 

S. Neves. 

Anweisung. 

... Anweisung zum Schachspiel, zum Billard, 
Trictrac und To ccategli-Spiel. Halle, s.a. 8. (üf«^ 
mann. 189.) 



ii» 

* ..y j^atlicbe Anweisung vom Sehfichspiele, 
daraiis mait selbst alle Vortheile und ttandgtffr^ 
ohne Anfährung; erlernen, mit eich seibat spielen 
und sich perfectieniren kanm iT40. 8. Ohne AUgabb 
des Ortes. Hli seMehes, besonders d^ AnAhgef nAtefichesWerk. 
— (Mafsmann. I8610.) 

... Anweisung; zum SchachspieL Halle, Drey»^ 
tigy 1804. 8. CMaßmann. 186".) VergL Phüidor. 

... Manchen, 1820. (ß.Ransmy Jos. von.) 

...Praktische Anweisung zum Schachspiele. 
Aus dem Französischen übersetzt von Schock 
Biarte Ewald. (Versciiiedehe Ausgaben.) S. PhHidar^ A. D. 

Apomasar. 

. . . ApoCeletnuUa ä. de gigtUficalione et eventis insonrniO" 
tum y e ift laHHfm ver$my üUerprete Jo. Leunclavio. 

WraneofurH^ EaHmdeiae Andreas WedkekM* 1577. 8. (C/)^ 
diu8. S.28.)— Das 24. Kapitel handelt 6.331 dehudo ZairMi 
ex Permtum ei AegypHorim doe&rina. Vergib Ahmed Ben Sirim. 

AquilUy Joannes. 

. . . Opuscukm Enchiridion appellatum . . . ferme de omni 
genere ludorum etc. Imprenmm Oppenheim. (1516.) 4. (C/o- 
aus. S.28. — Maßmann 191.) 

Dieses Werk enthält auf dem Blatte S a. eine Regel über das 
Schachspiel , und auf dem 1*4. Blatte Stellen, welche in Kürze alle 
Ergebnisse dei^ früheren Forscher im weltKchen nnd geistlichen 
Rechte enthalten, ob die Geistlichen Schach spielen dürfen oder m'cht. 

Arabschahj Ibn* 
. . . Ahmedis Arabsiadae Vitae et rerum gestarum Timuriy 
güi vulgo Tamerlanus dicitur^ historia Lugd. Batav. ex ty^ 
pögt. Elzevir. 1636. 4. S. 42^8. 

... (Eadem.) Latinetdrtitetannotationes adJecitMaHger. 
Ai^ab. et latine. Leovardiae, apwi H. A. de Chälmot. 1767 — 72. 

8 



IM 

4. 8 Voll T.4L P.II. S.872. Diese Aasgaben enthalten an den 
bezeiolnet^ Stellen Ala^ed^din FabricenHs dmmerUar. de 
ludo Schatrangi sett latrunculorum et eorum collocaCione; in 
der erstem blofs arabisch, in der zweiten Ausgabe arabisch und la- 
IdnisQfa. (Von Arab$ha siehe: Herbelot. Biblioth. Oriental. 

5. 121.) 

(^Arblajf^ the Rev. A. C. L. d^.J 

• . • Caisea redimva; or the Muzio Oambity an heroicomi" 
€alpoefn. By an Amateur of Ckess. London y by Low. 1836. 
— (J¥alker^ S. 263.) — Der Gegenstand dieses Gedichtes ist 
die Partie^ welche zwischen La Bourdonnais und Donnell 
gespielt wurde. Walker hat es in seinen PMHdorian aufgenommen. 

Archaeoloffia. 

• . . Archaeologia: or Miscellaneoue Traets relating to 
ArUiquity. Publiehed by the Society of Antiquaries of London. 
London 1804—1844. 4. ¥01.1—30. 

Dieses Werk enthält über das Schachspiel Folgendes : 



Im Vol. IX. Count de Brühl and Mr. Barrington 

on Chefs 14 — 38. 

Cheß - Players of Italy 26 , 27. 

Chefs invented by Chinese . . . . 17, 35. 

Chefs played in Tibet 17. 

Chefs not knoum to the Oreeks or 
Romans 17, 21, 

Chefs introduced into Europe. 26, 28, 32, 33. 

Chefs "terms 36, 37. 

Chefs- rook 26,29,37. 

Im Vol. XL Mr. Douee's observations on Chefs . 397 — 410. 

Chefs invented by the Hindoos . . 397. 

Chefmen called familia . . . . • 409. 

Chefs -rook • 406. 

Im Vol. XXIV. Historical Remarks on the Introduction 

of the Game of Chefs into Euri^e . 203. 



115 



EarUest form ofihe Game found in 

India • 208. 

Ciaimg ofthe Irish and Wehh to a 

Knowledge ofthe Game ofChefo . 204. 
Treatiees enumerated in which the 

Game is treated historieally . . 204. 
Progr^s ofihe Game in Europe . • 206. 
Chefi fohen introduced inio France « 207. 
Familiariiy of the InhabitantM ofthe 

North with Chefs . . 278, 274, 277, 278. 
Chefi öroughi from the North to Eng^ 

land and when 281, 282. 

Eariy instances ofthe use ofthe Game 

in Europe 282, itoto^. 

Chefs boards leß as legacies by Cahir 

Mory ho diedA. D. 177 ... . 204. 
Chefs'^enj sei ofy formerly preserved 

atthe Abbey of St.-Denis near Paris^ 

described 208. 

Illustration of Chefs ^rook . . . . 239, 240. 
Chefs ^rookSj borne in coat^armour 

by the Rokewood fanUly .... 288. 
Various notices of Chefs ^ terms . . 288. 
Chefs -terms in Ireland . . . 288 and note \ 

Archiv. 

... Archiv der Spiele oder fortlaufende Be- 
schreibung aller Spiele der Vor - und Mitwelt. 
Berlin, bei Ludwig Wilhelm Wittich. 1819. 12. 3 Hefte. 
Das Werkchen handelt auch vom Schachspiele. — (^Mafsmann. 191.) 

Art. 

... UArt de jouer et de gagner au jeu d'eehecs, rendu 
simple j facile et mis d la portee de tout le mondey au moyen 
de tojbleaux synoptiques^ d' apres les documens fournis par 

8* 



m 

M. B. ^* j habitui du Cafe de la Begenee. dSiffne P. JL^ A 
Pmris, ehe% Ferry jeune, Palais Royal y hnpr. de Catuttant 
Chantpie. 1828. 8. 1% Bögen und % TahUaux. (flibUogr. de 
Iß Wranee. 1828. Nn 6080.) 

Artemidorus Daldianm. 

Onetroeritiea. Lih.Sy eap.l^ elJM.Sy 56, ubi de ifi" 
eamniis cirea ludosCuhorum et Latruneulorum. GrcBce et la^ 
eine edidit BigalHus, In Terschiedenen Amgaben. CClodiu». S. 29.) 

Attempt. 

... AUempt to analyse Che Automaton Chefs ^ Player of 
Mr. de Kempelen. London. 1821. 8. S. Willis, Robert. 

. . to analyse a defence ofthe King*s yambet. S. Asiatic 
Journal. Vol. 18. (1822.) S.48. 

Averani^ Giuseppe. 

(Flor. 1662— 1738J 
... Pe Calculorum seu Latruneulorum ludo Dissertatio. 
S. Miscellanea di varie Operette. In Venezia^ appr. Tommaso 
Bettinelli. 1748. 12. VII. n. curr.lßO. (Y ergl Mazzuchelli. 
Voll. P. n. S. 1239. Nr.rV. ,,Fä guesCa stampata alcuni anni 
dopo la sua morte etc. ^0 

August^ Herzog zu Braunschweig Lüneburg 
(Gustavus Selenus). 
Dieser erhabene Gründer der rühndichst bekannten Bibliothek 
zu Wolfenbüttel wurde den 10. April 1579 geboren^ und starb am 
17« September 1666« Er übersetzte und erweiterte das Weric des 
Ruy Lopez, und gab seine Arbeit im Jahre 1616, und wie auf 
dem Titelblatte einiger Abdrücke steht, 1617, zu Leipzig, unter 
dem nachstehenden Titel im Druck heraus. Die Seiten 174 — 424 
enthalten nur die Spiele des Lopez, das Uebrige handelt von dem 
Ursprünge und der Geschichte des Schachspiels, von den 6e- 



fl7 

80IMII Mi detai Werthe der SIeiM; wie die Eiiiitohiier von S Ir 5- 
p#4i» 4m Schach auf dreieilei Art ziehen; und zoleUst über ein 
ganx anderes Spiel^ d» Rythmomachie^ 

In den Abdruck, welcher in der WelfenbötteTscben Kbüo- 
thelc befindlich ist, und yon Koek^ wie er in der EinleilMtg seiner 
Schachepielkunsl sagt, zu seiner Arbeit benCUzt wurde, sind meh- 
rere Anaaerkuagen' von dem Verfasser eigenhändig e^ffgezeichnet 
Bei den 2sweiien Gambitspiele S. 216 steht ein greTses Kupfer, 
worauf zwei Spieler abgebildet sind^ die dlis daselbst aasgef&farttf 
Spiel vor sich haben» Neben der ekven Fignr steht von des Her- 
zogs Hand gesehrfeben: .,// ritratto deW Aut0re^' Uebrigens ist 
dieses Werk in einer so schwerf&lligen , veralteten^ (Sprache and 
in einer so unbequemen Bezeichnnngsart abgefafst, dalliwoht nicht 
leicht ein Schachspieler Lost erhalten möchte, dafmach die Spiele 
desselben dnrchznspieien. Sie* finden sich zum^ gr^fseren Theile 
im Koch 1801, und- im Codex 1813 umgeschrieben; ferner 
hat Sarratt sie , nut Ausnahme der Kritik de» J^ifi/«no, theil- 
weise ins Englische übersetzt. Obgleich' an» aber eben dieser 
Schriftsidler auch 1813 den Lopez übersetzte, so* bemerkt er 
dennoch in seiner Ausgabe des Oianuüo und Selenus 1817 nir- 
gends, dals Lopn \aA8elenm ein und dasselke Werk seyen, 
viebnehr sagt er nur in der Vorrede S.XIX, iAhSeimm mehrere 
Zuge des Baudatka entschieden tadle, dafs er (ßarratt) aber 
glaube, der Herzog habe denselben^ Fehler, wie Bu^ L&pex be- 
gangen; er kunstrichire einen stärkeren Spieler, ab er sdbst war. 
Dals die Schachschriftsteller übrigens nicht längst schon auf die 
Einerleiheit dieser beiden Werke auftnerksam geworden- sind-, ist 
um so aufiallender, da Selenm in seiner Vorrede selbst mittheiU, 
„dafs er der Ordnung, welch« ein Hispanier ütijf 
Lope» in seinem Schachbuche gehalten, sich ge- 
brauchet.^' 

OusiMvu9 S€lenu9y oder vielmehr der Herzog August^ 
machte um das Jahr 1598, als er noch der Jüngere genannt 
wurde und keine Aussicht auf den Thron zu kommen hatte , eine 
Reise durch Italien, Sizilien und Malta, und mag wohl daher die 



118 



Veberseiimg des Lope% Yon Tarsia, Veneria mit nach 

Deulschland genommea haben ^ welche er «päter in deutscher 
Sprache bearbeitete (0. Bilguer). Die von dem geistreiche L. Ble^ 
dow besorgte Schachzeitung liefert uns eine ausführliche Lebens- 
beschreibung dieses ausgezeichneten Fürsten* 

... „Das Schach- oder König-Spiel. Von (?ti- 
sCavo Seleno. In vier unterschiedene Bücher, mit 
besonderm Fleifs, gründlich und ordentlich ab- 
gefasset. Auch mit dienlichen Kupferstichen ge- 
zieret, desgleichen vorhin nicht ausgangen. Die- 
sem ist zu ende, angefüget ein sehr altes Spiel, 
gen and t RhgihmO" Machia. Cum PrML Caesarea ad Se^ 
ennium. LipHae, CJO.IOCXVL (Qgg. IVa% Leipzig, Ge- 
druckt durch Lorentz Kober. Bey Henning Grofs 
dem Jüngern zu finden. Im Jahr H. DEJCvj.^^ 24Sei- 
ten, 1 Tab., ferner 495 und noch 3 Seiten in gr.4. 

Der Schmutztitel: „Ausführliche Beschreibung 
des Schach- oder König-Spieles.^^ 

Das Werk ist nach den Annales eneycL im Jahre 1628 su 
Venedig ins Italienische, und zu Königsberg ins Französische 
übersetzt worden ; jedoch wurden diese Uebersetzungen nie gedruckt 
(Vergl. Conring, de BihUotheca Augusta. — Höck. S. 173. — 
CancellierL S. 53. — Magasin encycl. 1817. V. S. 227. — 
Qeorgi. IV. S.89. (1617.) — Adelung, l. 1254.)— Der ver- 
storbene k.k. geheime Hofarchivar Anlon vonGevag besals einen 
Abdruck mit der Jahreszahl 1617. 

... S. auch: Selenus Conlraclue, 

... The Works of €Hanulio and Gustavus Selenus on 
ehe Game of Chefs... London. 1817. 8. S. Sarratt^ J. H. 

... Spiele desselben. S. Koch, Joh. Fr. Wilh. und Silber^ 
schnUdt^ Hirsch. 

... Die Rythmomachie. S. Kochy J. Er. W. 



119 



Auslegung. 

... Auslegung des SchachspiU, woher seyn 
Anfang. (Costenz 1S07.) 4. S.Mennely Jakob (in der sieben- 
ten Abtheilung). 

Automaton Chefs Player^ The. 
Eine Beschreibung und Abbildung dieser Maschine des Herrn 
ü. Kempelen findet man im ersten Bande des Ckef» Player's 
Chronicle. S. I— XVIII. Die Abbildung dient ab Titelkupfer. 

Autore Modenese. 
S. PonziatUy Domenico. 

Aylwardus^ Simon. 

...De ludoSeachorum. Mm. ante ann. 1456. S. Byde^ Tk. 
MandragoHae. Oxon. 1694. 8. L P. 2. S. 183, und dessen 
Syntagma Dissertatt. Ibid. 1767. 4. YoLII. S.7 und 156. 

Dieser englische Dichter lebte unter dem Könige Heinrich VI. 
Vier Verse dieses Dichters föhrt Clodius aus dem Werke des Joh. 
Pitsei^ Bist. Belal. de Reb. Angl. Append. Cent. TV. 84 an, 
und aus ihm Cancellieri. Walker sagt S. 260, daHs Aylward 
kein Werk über das Schachspiel verfalst , sondern nur eine Ab* 
Schrift von jenem des Jacob von CessoHe gemacht habe, welche 
sich noch in der Bibliothek des Magdalen College zu Oxford^ 
befindet. (VergL die erste Abtheilung.) 

Azevedo^ M. 
. . . Jeu des Schees, ou parties du Calabrois et de SCammay. 
arrangees avec une noCation facile par .... Bourdeauai. 188S.. 
(S. Walker. S. 258.) 

AzziOy Tommaso.. 
T. Actius, Thomas. 



B. CQ. Ä. 

• jEr**5 M. 

S. 12 Art de jou^ et ga^her au Jeu d'echecs ... Paris. 
1828. 8. 

Backet^ Claude Gaspar^ Sieur de Meziriac. 
• . . Prqbiemes plaisanfs et delectahles qui se font par 
les Noßibres. ^arties recueillis de divers authßut:s^ ^ ifj^ 
ventez de nouneau avec leur demonstratipn , par Claude 
da^ar Barchel, Sr, de Meziriac. TresrvÜles pmr timtes, sor^ 
tes de jf ersqnnes curieuses^ gui se servßnt (TA^lf^pi^ßUq^e^ 
(Eijie. Yignette.) ALyon^ chez Pierre Riga(U4.,^ en r;ue Mfir^ 
ci^e , au coing de rue Ferrandier.e ^ a fenseigne de la, Fqrr, 
tune. M. D.CXIL Avec Privilege de VAutheur.^' kl. 8. 8Bl|jit-. 
ter und 17^ Seiten. (jClodius. S.33.) Das Werk l;iandeU. yoQ 
I\ythmomachie.) 

Balliere de Laisement^ Denis. 

. . . Essai sur les problemes de Situation. (Mit dem Motto:) 
y^^osehabui tarnen illorum mea seria ludo.^' Rou^ , chez Ra- 
cme. 1782. 8. IV und 74 Seiten, mit 7 Kupfertafeln. Die Sm- 
ten 67—89 handeln von dem Rösselsprung^e. (S. Barbier^ L 
436. 4. 5772. — Magasin encycl. 1817. V. 219. — Querard. 
I. S. 163. — Walker^ S.269, nennt das Jahr 1783.) 

Dieser Autor schrieb auch ein^n Traite de la Musigue. 
Paris. 1774. 4. Er starb zu Ronen 1800. 



131 



Balmford ^ Jacob. 
... Oneariaus games^ including Chefs. London. 1628. 
8. (Walker. 8.261.) 

Barbeyrac^ Jean. 

. . • TraieS du Jeu, ou Von examine le» prineipales quo- 
$Uon» de droit naturel et de morale qui ont du rapport d 
cette matüre. A Amsterdam, ehe% Pierre Humbert. 1709. 
8. min. 2 Yols. 

Der zweite Band enthäh über das Schachspiel Folgendes: 

Oriffine de ee Jeu. — S'il aiguise VEsprit. — SHl porte 
par lui-mSme a tromper et d cumer trop la guerre. — SHl 
eert d fbrmer ou d nourrir POrgueil. — Vrag tem$ d*g jouer. 
— Exemples dhtn prodigieux arrachment deplusieurspour ce 
jeu. — Nom de la cour de t Echiquier en Angletterre^ d'oü vient. 

Dieses Werk erschien in noch andern Ausgaben , deren eine 
zu Amsterdam im Jahre 1787 bei demselben Verleger an- 
gekündigt wurde. 

...„Tractat vom Spiel, worinn die vornehm- 
sten zum Recht der Natur und zur Sitten-Lehre 
gehörigen Punkte, so Be Ziehung haben mit die- 
ser Materie, untersuchet werden. Nach der an- 
dern, revidirten und vermehrten Auflage aus dem 
Franzöaiscken übersetzet von Jacob Wilhelm Lustig, 
Hamburgensem^ Organisten zu St. Martini in Grönia- 
gen. Bremen, Verlegts Gerhard Wilhelm Rump. 
1740. 8. 

Inhalt: Das Schachspiel wird zuweilen ohne Grund verur-* 
theilet — Sein Erfinder. — Obs zu den Waffen anreitze ; und 
der gröfsten Leute Schwachheiten entdecke. — Erfordert eine 
starke Einbildungskraft — Was Joh. Hufs davon urtheilet. — 
WieMontagne es nennet. — Verboth «loA^oft i., König von Enge- 
land, seineiQ Sohn« — Ist aus dem Orient zu uns gekonunen. — 
Wie übermäDsig die orientalischen Völker es lieben. — Vor* 



Mfe 90 MS demdbem zwchrtiit — IlKipni^ des NaBos: 

The famuma Gmme of CkefMe^pimfe eU. Lamdomy 
l$7t UBd 1673. S. 8ma, Artkmr. 

Barozzi^ Francesco. 

... UnoMissimo et rnntigmnhms Guf0e0 Pgikmgoreo no- 
mkuUo B^tkmatmaekia y doi BaUagUa de Comsemmmtie de Nu- 
meriy BUraualo per rtüUi et 3olu%%o deOi 9iudiam Etmlpreeente 
per Francesco Baro%%i Genlifkuamo Vemetmmo mlm^ua voi~ 
fiare in modo di Parapkrasi eompasto. (Zochea des Druckers.) 
In Venetia, Appresso Gratioso Perehaemo. 1572. 4. »«vi. 
iCtodiue. 8. 35.) Der unrolbtändige Abdmck der Wiener Hof- 
bibliothek hat 22 bezifferte imd 2 unbezifferte Blätter. Die übri-^ 
geü fehlen. Die Tafeln und Fi^en sind in das Werk hineinge- 
inidkL — (VergL Boissiere.} 

Barr au ^ M. 
... La dame et lePion. Fable. S. Paiamede. 1836. T.L 
8. 69. 

Barrington ^ Daines. 

...An Eistorical DigquisUion on the Game of Chefin ad^ 
dre/sed to Countde Brühig F.A.S. — S. Archaeolo§ia. Vol. IX. 
S. 16 — 38, und im ersten Bande des Chef» Player's Chronicle. 
S 90, 105 und 121. — (Vcrgl. Bee» Cyclopaedia. Vol. VII. 
t9. Chef». — Maga»in eneycl. 1817. V. S. 219.) — Diese Ab- 
handlung findet man deutsch im dreizehnten Bande d^ naturlichen 
Magie von Balle. — (VergL Brühl.) 

Battverio^ Cavaliere Giovanni. 
Dieser Mann soll (nach Cancellieru S.45) auch ein Werk 
über das Schachspiel geschrieben haben; der Titel jedoch ist uns 
bis jelzt noeh unbekannt. 



123 



Bayle^ Pierre. 

... Dicdonnaire historique et eriiique. Rotierdam, chez 
ReinierLeers. 1697. FoL 4 Voll. — 2^^EdU. Ibid. 1702. FoL 
8 YolL — Amsterd. chez Brunei. 1736. FoL 4 VoIL 

... Ins Deutsche übersetzt von J. Chr. OolUched. 
Leipzig, bei Chr. Breitkopf. 1741. Fol. 4 Voll.— Siehe 
darin die Artikel Boi und Oioachino Oreco, wo der Verfasser 
von den zwei berühmten Schachspielern Boi di Siracusa und 
GHoaeh. Oreco, genannt der Calabrete^ spricht; auch ist der 
Artikel: Begenilochus nachzulesen. 

In der aus fünfzehn Bänden und einem Bande Tables beste- 
henden Ausgabe: Paris, 1820. gr. 8. sind die oberwähnten 
Artikel im T. III. S. 525 , und T. VII. S. 87 zu finden. 

Beate ^ Francis. 
. . . The royall game of Che/se^playe , sameiimes Che re^ 
creaCion oflhe laleKing with many ofthe nobility, illuntrated 
with almoftt an hundred OambeU»^ being ehe study of Bio^ 
chimoy the famous Italian. London^ by Henry Herring^ 
man, 1656. 8. 122 Seiten, mit dem Bildnisse Charles!, als 
Titelkupfen (JValker^ S.262.) S. Ghreco^ Gioacchimo. 

Bedeutung. 

... Des Altenn Ritterlichen spils des Schach- 
zabels grüntlich Bedeutung etc. Franckfurt a. M. 
Egenolph. 1586. kl. 4. S. Mennel, Jacob (in der ersten Ab> 
theilung). 

Beiträge. 

...Beiträge zur Geschichte und Literatur vor- 
züglich aus den Archiven und Bibliotheken des 
Kantons Aargau. Herausgegeben von Dr. H. Kur% 
und Placid. Weissenbach. Aarau, Sauerländer. 1846. 8« 
Im ersten Bande, Heft l und 2 befert uns Professor WUh. Wacker- 
nagel einen vortrefflichen historisch -literarischen Aubatz mit der 



124 



Ueberschrifl: „Ueber das Schachzabelbuch Kmrad$ 
von Ammenhusen und die Zofinger Handschrift des- 
selben." 

... Beiträge zum Unterricht im Schachspiel 
von W. S. ^Schlesinger^. Prefsburg, gedruckt bei 
6. A. B e I n a y 1 804. gr. 8. S. Stamma^ Philipp, 

Beir$ Life in London. 
Diese Zeitschrift hätte früher weit eher den Titel einer Chefs 
Chronicle verdient, weil sie in jeder Woche regelmäisig Spiele 
mittheilte, deren grölster Theil von De la Bourdonnais und Jf ' 
Hone;// gespielt worden sind. (Wa/Arer, S.262.) 

Beffecour. 
... Academy ofPlay. S. 1. 1780. 12. 

BelHncini^ Adeodato. 
Von diesem Mönche befinden sich Endspiele in der zweitea 
Ausgabe des C o d e:x von Koch. 

Bellonius^ Pelms. (\Belon du Mans.y 

. . . Obsercationes. Libr. III. Cap. 49. pag. 200 in Caroli 
Clusii Exotericis. 1605. FoL eo) Oßc. Plane., wovon dem 
Schachspiele bei den Türken die Rede ist. (ßlodius. S. 39.) 

Ben - Oni. 

S. Reinganum. 

BendiXy JEL 
... Recueil de 60 paräes d'echees avee des obseroation» 
inslrmtißesy par lesquelles on demorUre les secrels de ee jeu 
et Pari de ie jouer en perfeoUon^ St. - Petersbourg^ hnpr. de 
Piuchare. 1824. 8. P Partie. 77 Seiten. (^RepueeneycL Vol. 28. 
S. 810. — Mqfsmann. 177^.) 



115 

Dieses Werk enthftll nur Bndspiele, und die fibrig^en Bfldier 
sind Uebersetzung^en des QreeOy K^eh und De la Baurdonnais. 

... Darstellang eines Schachspiels, welches 
zwischen zwei Gesellschaften in Hamburgs und 
Berlin geführt worden« Mit erläuternden Anmer- 
kungen von B. Bmdix. Copenhagen, 1833. 8. 

Bertin ^ Captain Joseph. 

. . . The noble game of Che/n containing rule» and in-- 
giructions for ehe U9e of ehose^ tnho have already a lUtle 
Knowledge of Ihis game. London , printed bg H. WoodfiiU 
for eheÄtUhor; and aold only at Slaughter» Coffee^houBe in 
SC. Martins Lane. 1785. kl. 8. 78 Seiten. (^Twifs. II. S.84.— 
JifO. Venez. 1812.) 

Dieses auf Kosten des Verfassers gedruckte Buch enthält 
Gambitspiele, gewöhnliche Spiele ohne Vorgaben und einige End- 
spiele. Bemerkenswerth ist aber darin nur das Gambit der drei 
Bauern, welches seit Philidor gewöhnlicher Qambil Cunningham 
genannt wird. Die Endspiele sind zum Theil aus dem Oreco ent- 
lehnt; andere finden sich in dem zwei Jahre später zu Paris ge- 
druckten Werke des Stamma^ so dafs unter andern das erste 
Endspiel des Bertin, S. 54^ auch das erste im Stamma ist. Es 
wäre aber leicht möglich , dafs auch diese nicht von Bertin her- 
rühren , sondern dafs sie ihm auf seinen Reisen , von denen er in 
der Vorrede zu seinen Werken spricht, durch Stamma mitgetheilt 
wären, (V. Bilguer.y Lowndes macht in seinen Bibliogr. Dic^ 
tiofutrg folgende Bemerkung : ^yCaptain Bertin is intitled to the 
praise of having invented the three pawn» gambit nonally 
aacribed to Cunningham. 

Besoldus y Christophorus. 

... Dessen Thesaurus practicus etc. Von diesem Werke 
sind seit ifen Jahre 1641 bis 1740 viele Ausgaben, und eine Fort- 
setzung wter dem Titel: Orbis Novus literatorum etc. Pede^ 



IM 

patUi, 1740 in Pol. erschienen« Siehe darin die Artikel: Brett- 
spiel, Schachspiel und Spiel. 

Beyer ^ M. Augustus. 

. . . Memoriae historico - crüicae lAbrorum rariorum. 
Dresdae et tipsiaey apud Fridericum Hechel. 1743. kl. 8. — 
Die Seiten 77 bis 98 enthalten eine Bibliotheca Scriptorum de 
Ludis^ also auch des Schachspiels. 

Beyträge. 

S. Beiträge. 

Bilguer^ Paul Rudolph von. 

Unter den neuesten Werken über das Schachspiel zeichnen 
sich jene des Paul Rudolph vm Bilguer vortheiihaft aus. Dieser 
Schachschriflsteller, der Sohn des meklenburgischen Obersten und 
Stadtcommandeurs A. L. von Bilguer , war ein höchst begabter 
und wissenschaftlich gebildeter junger Mann. Von mittlerer Sta- 
tur, mit sehr markirten Gesichtszügen, besafs er aber, bei einer 
leicht erregbaren Natur, nur eine schwächliche Eörperbeschaffen- 
heit, und hatte stets ein krankhaftes^ hektisches Aussehen. Früh 
trat er beim 24. Linien-Infanterie-Regimente zu Neu-Ruppin in preus- 
sische Militärdienste. Da er aber das Bedürfnifs nach einer mehr 
wissenschaftlichen Beschäftigung fühlte, so begab er sich im 
Herbste 1837 nach Berlin auf die Kriegsschule. Bilguer s Kränk- 
lichkeit nöthigte ihn indefs bald nach seiner Garnison zurückzuge- 
hen und den Abschied nachzusuchen. So kam er im Frühjahre 1839 
wieder nach Berlin, um sich auschliefslich mit dem Schachspiele 
und der Literatur zu beschäftigen. Namentlich waren es , aulser 
seinem Zweispringerspiele, Kritiken neu erschienener 
Werke über verschiedene Gegenstände und gröfsere belletristische 
Aufsätze^ welche er anonym in Journalen bekannt machte. Aber, 
wie bei Brustkranken nicht selten geschieht, hatte auch er seine 
Kräfte stets überschätzt^ seinem schwachen Körper^ trotz aller 



137 



Mahnungen der Aerzte und seiner Bekannten, zu viel zugemuthet, 
und dadurch die gänzliche Aufreibung beschleunigt 

ü. Bil0uer hat sich nicht allein durch sein praktisches Spiel, 
sondern auch durch seine Fertigkeit, aus dem Gedächtnisse zu 
spielen, den Ruf eines der vorzüglichsten Schachspieler der neue- 
iten Zeit erworben. Gleich Philidor und De la Bourdonnais 
(&hrte er mit Leichtigkeit in derselben Zeit zwei Spiele, ohne auf 
die Bretter zu sehen , während er noch darneben eine dritte Partie 
sehend spielte , und sich mit den Umstehenden unterhielt. Er be- 
safs demnach eine Stärke der Berechnung und des Gedächtnisses, 
wie sie nur selten Jemanden zu Theil wird. 

Bald nach Beendigung seines Zweispringerspiels be- 
gann Bilguer das Handbuch des Schachspiels, welches 
sdn Freund Herr v. Heydebranä und der Lata, seinem Wunsche 
gemäfs, fortgesetzt hat. Er konnte leider das angefangene Werk 
nicht vollenden , da sein gebrechlicher Körper am 16. September 
1840 den Leiden einer auszehrenden Krankheit erlag, nachdem 
er kurz zuvor erblindet war. (Aus den Notizen des obgenannten 
FcMTtsetzers.) 

• Zur Theorie des Schachspiels. — DasZwei- 
springerspiel im Nachzuge von P.R.r. BUyuer, Hit- 
glied der Schachgesellschaft des Blumengartens 
zu Berlin. Berlin, Verlag von Veit & Comp. 1839. 
gr. 8. 4 BL , 79 Seiten und 1 1 Tabellen. 

Dieses Werkchen ist eine ausführliche Untersuchung und Be- 
arbritung derjenigen Stellung, in welche man nach folgenden 
drd Anbngszügen gelangt : 

1. e 2 — e4. e7 — eh. 
1. Sgl — fS. SbS — c6. 
8. Lfi — <?4. SgS — fe. 

BUguer beweist, dafs in dieser Stellung Weifs durch i.SfB 
f^g h ein dem Schwarzen überlegenes Spiel erhält^ dafs er aber 
bei jedem anderen Zuge den Vortheil, welchen ihm Schwarz durch 
den Fehlzug B.SgS—f6 statt S.LfS — c 5, eingeräumt hat, wie- 
der aus den Händen gibt. Nach des Verfassers eigenen Worten 



II» 



da« Weric nicht für die ersten Anftriger, sondern fOr den »dk^n 
geübteren Spieler bestimmt. Die ganze Arbeit^ weldie fn 206 Vi^t*^ 
ändernngen und den dazu gehörigen Anmerkungen besteht, ist 
ton dem gröfsien Nützen sowohl für das praktische Spiel ab die 
Theorie, und, mit Ausnahme weniger Flüchtigkdtsfehlerydurcfe- 
fehierios^ wie dies auch nicht andei^ zu erwarten stand^ da rie 
von einem ausgezeichneten Spieler herrührt. (Ebendaselbst.) 

..^Handbuch des Schachspiels^ Entworfen und 
angefangen von P. A, ^. Büguen Fortgesetzt und 
herausgegeben von seinem Freunde von (^Bet/dti^ 
hrand und) der Losa. Verlag von Veit ÄComp. 184a. 
gr^8. Diesem Titel gegenüber: BUguer Handbuch des 
Schachspiels«^^ (Eine Schachtafbl.) Berlin (wie oben)L 
Mit eingedruckten Figuren ünd iSchachtafeln , mit Stellungen im 
«weiten Buchen Erstes Buch. XI -f^ 1 und 876 Seiten. Das zweite 
Bucht Sfrielendungen , 124 Seiten. 

Die dem Ganzen dieses vortr^ichen Werkes zum Gfündä 
Hegende Idee war, den Scbacfafreunden eine möglichst vollkommene 
Anleitung zum eigenen Studium für ihr praktisches Spiel dar^U^ 
bieten $ und sich in zwei Büchern über alles zu verbreiten ^ was 
der Theorie gründlich zu lehren n>dglich ist^ nämlich eine voll- 
stSndige Analyse der Anfänge , so wie der regelmäfsigen Spiet^ 
endungen zu geben. Jedem Capitel folgen einige Spiele als Mti->> 
ster, um auch in der Mitte einer Partie gut spielen ta lernen. 
Das Werk ist übrigens so eingerichtet, dafs es auch dem BMürf- 
nisse geübterer Spieler entspricht , welche vielleicht nur über die 
eine oder die andere Eröffnung eine Aufklärung zu findeii wfi^ 
sehen. Die zweckmäfsige Einrichtung der Tabellen trägt viel dazu 
bei 9 die Zusammenstellung der Spide weit übersichtlicher zu ma- 
chen , als das bisher in irgend einem Lebrbuche möglich war. 
Manche neue Eröffnungen sind hinzugefugt , andere , welche bis- 
her fSr gewagte Spielarten gelten, haben sk)h als gefahrios erwie^ 
gen, während einige gänzlich verworfen werden mufsten. tM 
geschätzten Verfasser wurden bei ihrer Arbeit von den Herfen 
Biedowy Hanseein y Jänisch, Mayet unterstützt, und erhielten 



129 



nebttbei noch viele andere treffliche Notizen von Kie$erit%kff und 
Aiewandre aus Paris, von Lewit und Staunton aus London. 
So konnte es denn nicht fehlen , dals dieses Werk sich jenen Grad 
von Vollkommenheit erwarb, welcher einem guten Lehrbuche noth- 
wendig ist. Dieses Werk hat sich in England den Ruhm des vor- 
trefflichsten erworben , und ist auch unter dem Titel : „ Bü§uer'8 
Hand-'book &f Chqfs^' ins Englische übersetzt, erschienen. 

Billig^ Eduard. 
... Der Rösselsprung mit Variationen. Mitweide. 1881* 
24. 64 Seiten. (Waiker. S. 262.) 

Bingham^ J. 8. Esq. 
Dies ist der Name des englischen Uebersetzers des Buches von 
Pamenico Ponziani^ nicht aber jenes des Ercole del Bio^ wie 
aur dem Titel der Uebersetzung fälschlich zu finden ist. S. Pon- 
fsianiy Domenieo. 

Biochimo. 
S. OreeOy OioachinOy Calahrese. 

Bledow^ L. E. 

... Die zwischen dem Berliner und Posener 
Klub durch Correspond enz gespielten Schach- 
Partien mit Anmerkungen und Varianten; nebst 
einer Sammlung von fünfzig andern Correspon- 
denz-Partien. Herausgegeben von L, Bledow. Ber- 
lin, Verlag von Veit d: Comp. 1843. gr. 8. 2 Blätter. IV 
und 102 Seiten. Der Umschlag hat den Titel: ^,Zwei und 
fünfzig Correspondenz-Parthieen. Herausgege- 
ben von L. Biedow. Berlin etc. (Vergl. W. Lewis.') 

Im Jahre 1839 und 1840 sind, in Folge der Aufforderung 
des Posener Klubs , zwischen Berlin und Posen zwei Correspon- 
denz- Partien, ein Lauferspiel und ein Laufergambit gespielt wor- 
den. Das Laufergambit ist jedoch, wie auch in dem voranste« 

9 



IM 

fcendca Werke an^cgribcn, nichl tob Bieä^m stÜMl^ sondern 
TOn den Teratarbcncn r. BUfuer und dem Assessor Hmmgiein 
bearbeitet Obgleidi die Erünlennigen der beiden Spiele für das 
Stodinni des KdnigdanTersjpieis nnd desLanfergnniMts an sieh ron 
Bedeutung sind, so erhält das kleine Werk doch durch den er- 
wähnten Anhang noch «ne besondere WichtigkeiL Es ist das 
Ganze nämUdk eine Sammlung aOer bis jetzt durch den Druck, 
zerstreut in Terschiedenen Zeüschriften , bekannt gewordenen Cor- 
respondenZ' Partien, weiche Ton dem Herauageber mit eben so 
unermniflichem Eifer unternommen , als lobenswerth durchgeführt 
wurde, und dadurch allen Freunden des Schachspiels eine höchst 
willkommene Gabe geworden ist. (r.ßi7^er> — Ueberdies ist noch 
erwähnenswerth , dais Bledow eine der Tollsländigsten Schachbi« 
bliotheken besals, welche über 300 Bände der seltensten und besten 
Schriften über dieses Spiel umfalst« Im Jahre 1846 gründete er 
noch die vortreiniche Berliner Schaebzeitung ; er redigirte jedoch 
nur die bdden ersten Hefte derselben , indem der Tod schon am 
6. August desselben Jahres seinen rühmlichen Bestrebungen ein 
aOzu fi^hes Ziel setzte. Bledow war am 27. Juli 1795 geboren. 

Boccacio^ Giovanni. 
XmlAb. VI seines Filocapo. Venei. ap. Bari. Cesano, 1551, 
S. 261 , beschreibt er mit höchster Zierlichkeit die Charaktere 
zweier Schachspieler, deren einer ein schlechter, der andere ein 
ausgezeichneter ist. — Man vergleiche noch die übrigen Ausgaben 
des Filocapo und das Leben Boccaccio's vom Conte Qio. Bote. 
Baldelli. FirenzCy appr. Carli. 1806. 8. S.XLIV. /tv. 29,355. 
— (ClodiuB. S.42, und Twiß. H. S.89.) 

Böckmann ^ J. L. 
... Hypotetische Erklärung des berühmten me- 
chanischen Schachspielers desHerrn \on Kempelen, 
^ S. Po»seWs wissenschaftliches Magazin für Auf- 
klärung. Kehl, 1785. Heft.l. S.72u.f.— Auchin des Ver- 
fassers kleinen Schriften. 1. S. 85. 



ISI 



Boissiere^ Claude^ lat. Buxerius. 

• RUhmomacMa. S.a. 1514. S. Bithmomachia. 

. • • NohiUssimuB et antiquissimus ludus Pythagoreus (jqui 
Rythmamachia nominatuf) in vtilitatem et relaxationem stw- 
diosorum comparatu$ ad veram et faeilem proprietatem et ra^ 
tionem a9»equendamy num tandem per Claudium Buxerium 
Delphinatem illuttratus. (Zeichen des Druckers.) Lutetiae^ 
Apud Ouilielmum Cauellaly 8ub pingua gallina. Abacus et 
calciili veneunt in Palatio apud Joannem Oentil. 1556. Cum 
prieilegio Regia. 8. 52 Blätter mit Abbildungen. 

... Le tres " excellent et ancien jeu Pythagoriqm^ dict 
Rhythmamaehiej fort propre et tres^util ä la recreation des 
esprit» vertueuXy pour obtetUr vraye et prompte habitude en 
taut nombre et proportion: nouoellement illustre par Maittre 
Claude de BoisMere^ Dauphinois. Ibidem. 1554. 36 bezifferte 
Blätter mit Abbildungen. 

... Le meme Ouorage. Illustre par Maistre Claude de 
Boissiere , Dauphinois , et nouoellement amplifie par le meme 
ßuteur. Ibidem. 1556. In 4. 52 bezifferte Blätter mit Abbildun- 
gen. (Clodius. S.42. - Twi/s. II. S.49.— Oettinger. Nr. 81.) 
— Bulletin du Bibliophile. 1843. S.447.) 

... Die italienische Bearbeitung, S. Barozziy Fr. (Vergl. 
Jacob. Faber, Stapulensis und Henr. Step/Mnus.) Die Wiener 
Hofbibliothek besitzt alle drei Ausgaben. 

Bonsenior. 

S. Aben^Jachia, 

Bourdonnais^ L. Ch. Make de la. 
S. Mahe etc. 

Brede ^ J. 

... Almanach für Freunde vom Schachspiel 
YOi^ ... (Dies Buch verfolgt den König.) Altona, 

9* 



ist 



bei Johann Friedrich Hammerschmid kl. 8. 176 
Seiten, mit 112 lithogr. Schachtafeln und 24 Abbildangen für den 
Gang des Springers und einem Blatte : Correspondenzpartie zwi- 
schen Olücktadt VF. und Schleswig S. 

Brettspieler. 
... Brettspieler, der allzeit fertige, oder An- 
weisung zur schnellsten praktischen Erlernung 
sowohl, als auch der Regeln vom Schach-, Do- 
mino-, Dame«, Kegel-, Billard-, Ball-, Trictrac- 
und Toccategli - Spiel. Mit einer KupfertafeL 
Wien, bei Haas, 1835. 8. 144 Seiten. CWalker. S.269.) 

Brosse^ Josephus 
(p. Angelus a Sancto Josepho). 
• . . Oazophilacium Linguae Persarum tripliei linguarum 
clavi . . . reseraCum etc. Amstelodami. Ex offtdna JamonitH 
Waeshergiana. 1684. Fol.— Auf den Seiten 370 — 871 findet 
man die im Schachspiele vorkommenden technischen Ausdrücke 
und Redensarten in italienischer, lateinischer, französischer und 
persischer Sprache. 

Brodecky ^ aus Prag» 
(Spielendungen in KocKs Codex, zweiter Auflage.) 

Brühig Hans Maurice ^ Count de. 
... Letter from Count Brühl, Envog firom ehe Eleetor of 
Saxmyy and Knight of the White Eagle ofPoland, F. iL 
and A. SS. to the Hon. Daines Barrington containing some 
Chefs Anecdotes of the present Century (18*^). S. Archaeolo^ 
gia. Vol. IX. S. 14. 

Brunetti^ Francisco Saverio. 

... Qvuochi delle Minchiate^ Ombrej Scaechi ed aUri 
dHngegno da D. Francesco Saverio BrunelH da Corinaldo. ^ 



18S 



Botna, per il Bamabi e LazzarinL 1747. 8. (Ma%%neMli. 
IL IV. 9174. — Maßmann. S.191.) 

Brunna^ Laurentius de. 
S. Braun. (In der ersten Abtheilung.) 

Bruns ^ Paul Jacob. 

... Beiträge zur kritischen Bearbeitung unbe- 
nutzter alter Handschriften, Drucke und Urkun- 
den. Braunschweig, gedr. und im Verlage bey 
Karl Reichard. 1802. 8.— DieSeiten68— 76 und 169— 179 
enthalten literarische Aufsätze flber Jacob von CesMoUs yon Eschen- 
hwrg und dem Herausgeber. 

Bryant^ Mr. 
. . . History of the Match beCween Mr. Staunton and Mr. 
St. Amant. S. C%eß Players Chronicle. VoL VI. S. 145 u. 182. 

Buddeny D. S. 
S. CfrecOy CHoachinoy Calabreee. 

Buhle ^ Christ. A. A. 
...Das Schach'spiel, historisch erläutert, mit 
einer kurzen Anleitung versehen von .... Nebst 
Figuren von Zinn. Halle (bei Renger in Commis- 
si on). 1812. 8. (Ersch.Handb.IIL 1828. S.952.) 

Buke. 

... The Buke of the Cheß. London^ 1818. 4. 42 Blätter 
mit schottischer Black - Schrift. 

Dieser Tractat ist von einer alten englischen Handschrift aus 
dem Anfange des sechzehnten Jahrhunderts genommen; der Druck 
aber ein Privat -Unternehmen der ^tticAtn/^cAr- Presse durch iSir 
Alexandre Boswell. Nach Lowndes sollen davon nur 40 Ab* 



184 



drücke gemacht worden seyn. Bomelts Ausspruche zu Folge 
heifst der Verfasser Ms. Ihois Sloane^ welches jener aus folgen- 
den Worten schlielsen läfst : ^^Heir ends^ye büke of ye Chefse^ 
Script, per manu Ihdts Sloane. Walker glaubt jedoch, Sloane 
sey nur der Uebersetzer einer lateinischen Handschrift , von wel- 
cher in den Bibliotheken noch viele Abschriften bestehen , worun- 
ter er vielleicht jene des Jacob, de CessoUs meint. 

Burchelatij Bartolomeo. 
(Uebersetzer des J. A. Tuccius.^ S. Tuceius, Jul. Ascan. 

Buscha G. Chr. B. 
...Handbuch der Erfindungen. 4.Aufl. Eisenach, 
bei J. G.E. Wittekindt und später bei J.Fr. Barecke. 
1802 — 1822. gr.8. 12 Theile. 

Der eilfleTheil enthält vonSeite 145— 154 einen historischen 
Artikel über das Schachspiel, und über den Schachspieler des 
Herrn von Kempelen. 

Buxerius ^ Claudius. 
S. Boifsiere, Claude de. 



C. A. V. B. 

egeln des Schachspiels nebst beygefäg- 
tem Muster eines regelmäfsigen Schachspieles 
für Anfänger, nebst Anmerkungen des grofsen 
Schachspielmeisters A. D, Phüidor und des berühm- 
ten Arabers Philipp Stammay von Aleppo in Syrien 
gebürtig, wie auch das Sc hachmatt des Laufers 
und des Thurmes gegen einen Thurm. Herausge- 
geben von C.A.V.B. Wien, zu finden bey Sebastian 
Hartl. (Ohne Jahr.) 12. 72 Seiten. 

C^, M. 

S. CoUinij Came" Alexandre. 

Caccialupiy Johannes. 

... De Ludo. S. TractaCus universi Juris. Vinel. 1584 
^86. 4. T. Vn. S. 155—161. Dieser Traclat enlhält auch Stel- 
len , welche vom Schachspiele handeln. 

Caesar y Julius. 

(Pseud,) 

... SpieNAlmanach, enthaltend die neueste 
Anweisung zu einer gründlichen und leichten Er- 
lernung des Whist-, L^Hombre- , Quadrille-, Ta- 
roc-, Schach-, Toccategü-, Billard-, Kegel-und 
Ballspiels; nebst einer Auswahl der unterhal- 
tendsten Gesellschaftspiele, Räthsel, Charadcn 
und Gesänge. Berlin^ bei Oehmighe. 1797. u. If. 8. 



136 



— Der darin vorkommende Abschnitt über das Schachspiel ist 
von O, W. Abenstein. 

... Neu verbessert und vermehrt von O.JV.von 
Abenstein Berlin, bey Hayn. 1810 und 1812. 8. (Ersch. 
Handb. III. (1828.) S. 951. — Hinrichs. 1810. L S. 129. — 
Maßmann. S. 189. — Vergl. Almanach.) 

Caissa. 

... CaUsa redMva: or the Muzio Gambit. London, 1836. 
18. S. Arblay (A. C. L. rf'.). 

... Catssa: Bindoogames of Chefs; containing Problems, 
Positions and Solutions. S. Asiatic Journal. Vol. VDI. (181 9.) 
S.347. und 463; Vol. IX. (1820.) S.16, 134 und 576; VoLX 
(1820.) S.24, 130 und 340. 

Calabrese^ IL 
S. €hrecOy Qioachino. 

Calabrois^ Le. 
S. QrecOy CHoachino. 

Cahiy M. fynazio. 
Unter den Schachschriftstellem der Gegenwart nimmt dieser 
Mann, der, nachdem er lange in Paris gelebt, in sein Vaterland 
Italien zurückgekehrt ist, einen ehrenvollen Platz ein. Erfinderisch, 
wie in seinen Endspielen, zeigt ersieh auch in seinen SpieleröiT- 
nungen, die er unter dem Namen „ Cours des Schees'^ seit län- 
gerer Zeit im Palamede mittheilt, und später, wie man erwartet, 
in einem besonderen Werke herausgeben wird. (Schach-Almanach.) 

Campeggiamenti 
degU Scaecki. Torino, 1683. 4. S. (JPiacen%ay Fr.) 



4 



187 



Cancellieri^ Francesco. 

. • . Dis$eria%Ume deifAbaie Francesco CaneelUeriifUomo 
a§H uamifU doiaü di gran memoria ed a quelU divenuii $me^ 
maraiij con un apperuUce delle Biblioteche degli ScrUtori eo^ 
pra gü eruditi precoci, la memoria areificiale, farie di tra^ 
weegUere e di noiarCy ed ii Oiuoco degli Scaechi. Roma neif 
Anno 1815. Preseo Franceeco BourHe. 8. XI und 168 Seiten. 

Von Seite 114 bis 128 findet man seine BibUoleea degli 
SeriUori del Oiuoco degli Scaechi. Das Werk ist dem CA#o« 
Ju L. MilUn zugeeignet. Ein Abdruck dieses Buches befindel 
sich in der Wiener Hofbibliothek. 

• •• BibUoteca ragionaCa degU ScriCCori del CHuoco degU 
Scaechi. (S. Rocco, Bened. Dissertt. ml CHuoco degli Scaechi 
ristampata ... Borna. 1817. S. 27 — 58, und Trattatello eopra 
ü Oiuoco degli Scaechi IradoUo daW Inglese. Vene%. 1824. 
12. S. 122 — 169.) (YergL Chefs made easy etc.) 

. Addiäons de M. A...d la BibUolheque des Uvres qui 
traiient du Jeu des Echecs parM. VAbbe Cancellieri. S. Miliin, 
A. L. Magasin eneycl. 1817. YoLY. S.214 — 228. 

Gange ^ Carolus Du Presne^ Dom Du. 

. . . Olossarium ad Scriptores mediae et infimae LaHniCa^ 
tis. Parisiis y sub Oliva Caroli Osmont. 1738 — 1737. Fol. 
6 Voll. Der VI. Theil enthält auf den Seiten 167 — 172 verschie- 
dene sprachliche und literarische Notizen über das Schachspiel. 

Carlievy M. 

S. Chefs. 

Carlow^ C. F. of. 

. . . The Book and knighe against the Book. S. Chefs 
Player's Chronicle. VoL DI. S. 368 und 383. 



188 



Carrera^ Pietro. 

Don Pietro Carrera wurde 1571 zu Hilitello geboren, 
und starb 1647. Von den verschiedenartigen Werken dieses Au- 
tors, in denen er übrigens eine genaue Kenntnifs der alten Ge- 
schichte seines Vaterlandes Sicilien an den Tag legt, beachten wir 
hier zunächst blofs seine in acht Bucher getheilte Abhandlung 
äber das Schachspiel Eine genaue englische Uebersetzung hat 
läewis im Jahre 1822 geliefert. Carrerä^s Werk ist vollständiger, 
als jene Damiano und Lopez, aber minder gut, als das Buch 
des Salüio; dennoch bleibt es sehr brauchbar und enthält manche 
Spiele, welche in viele andere Werke ubergangen sind. Beson- 
ders wichtig sind darin noch einige Endspiele, in denen nur Bauern 
vorkommen, (p. Bilguer.) 

• . . i? CHoco degli Scacchi di D, Pietro Carrera dimao in 
Otto Uhriy Ne" quali 8Hnsegnano iprecettiy ie vscite, e i tratH 
posticci del giocOy e »i discorre della vera origine di esso. Con 
due discorsiy Vuno del Padre D. Oio. Battista Cherubino 
taltro del Dottor Mario T ortelli ^ opera non meno vtile a' 
professori del gioco , che dilettevole ä gli Studiosi per la ra- 
rietä della eruditione cauala dalle tenebre deW antichitä. AW 
Illustriss, et Eccell. Sign. D. Francesco Branciforte Principe 
diPietra pertia^ eMarchese di Militello, Undique (eineSchach- 
tafel) Quadrat. In Militello^ per Giovanni de^ RosH da Trento. 
M.DC.XVII. Con licenza et Priuilegio. 4. 556 Seiten und 42 
Blätter Tavole und noch 2 Bl. Privilegio. — Die Kehrseite des 
Titelblattes enthält das Wappen des genannten Fürsten. Die drei 
Tavole^ una degli Autori^ t altera di ciascun libro, e la terza 
delle materie; ferner die Argomenti der einzelnen Bucher, so 
wie auch eine der Vorreden , sind von Mario Tortelli entworfen. 
— (Mongitorcy Bibl, Sic. II. 133. — Twifs. I. 68. — Maß- 
mann. 16836.) Einen Abdruck besitzt die Wiener Hofbibliothek. 

... A Treatise on the Game of Chefs^ containing Games of 
OddSy various openings of even Games, different methods of 
winmng and drawing the game, also numerous critical Situa^ 



1S9 



Hons on Diagram»; to wMch are added ehe Art of Piaging 
withotU seeing ehe Board, and an Account ofthe mose cele- 
brated Chef» Plager» ofhi» time. Fir»e puhlished in 1617, bg 
D. Pietro Carrera. Trantlaled from ehe Ilalian bg W. Lewi»* 
London, 1822. gr. 8. (^Walker. 8.264.) — Diese Uebertragung 
kann man als eine wohl gelungene betrachten; nur ist zu bedauern, 
dafs verschiedene , in der Urschrift befindliche, anziehende Capitel 
ausgelassen worden sind. Es wurden nur 50 Abdrucke auf large 
paper gemacht. (Vergl. W. Lewis.') 

Carrera gab auch unter dem Namen ValenHnö Vespai 
eine Vertheidigungsschrifl gegen die AngriiTe Salvio» unter fol- 
gendem Titel heraus: 

. . . Rispo»ea in dife»a di D. Pieero Carrera conero VApo^ 
logia diAlessandro SaMo. Caeania^ presso Giov.Rofsi. 1635. 
4. (VergL SaMo und Vespai,) 

Cartel: 

... Car^ß/ des Schachspiels am kaiserlichen Hofe vom 2 I.Juni 
1577. (S. Ouse. Selenui, S.115 — 116.) Es erschien zu seiner 
Zeit abgesondert im Druck. 

Castros^ Sabatier de. 

S. Sabaeier. 

Camlis^ Jac. de. 

S. Cessolis. 

Catalecta. 

... Calalecla Virgilii (ubi in M. Annaei Lucam carmine 
panegirico ad Calpurnium Pisonem^ Ludus guidam Laerunculo- 
rum j viereis nälieibus y more Scacchiludii inseieutus graphtce 
depingitur) Edie, Scaliger. Lugduni, 1573. 8. pag. 127. c, 
noe. pag. 547. Lugd. Baeav. 1595, und 1617. 8. pag. 122. c. 
hol. pag. 281. — Clodius führt S. 51 die darauf bezuglichen 
9 Verse an. 



140 



Caxton^ William. 

... The Game and ihe Play eofthe Chef 8. 1474. S.CessoüSy 
Joe. de (in der ersten Abtheilung). 

(Cazenove^ J.) 
... A Selection of curious and enlertaining Games at 
Chefs, Chat have been actually played by J. C. London y bjf 
W. Marchant. 1817. 16. 87 Blätter. (JValker. S. 263.) — 
Dieses 25 Partien enthaltende Werkchen wurde nur für die Freunde 
des Herausgebers in wenigen Abdrücken yeranstaltet; einige Spiele 
daraus sind besonders glänzend. 

Celnart^ M^e Elise - Felicie. 

. . . Manuel complet des jeux de societe^ presenCanC Cous 
les jeux gut conviennent aux jeunes gens des deux sexes, etc. 
A PariSj chezRoreiyImpr. de Crapelety 1827. 18. 10%g Bö- 
gen. — (S. Bibliogr. de la France. 1827. Nr. 4197, — und 
1830. Nr« 1992.) 

. . . A PariSy che% Rorety Impr. de Cardon ä Troges. 
1830. 18. 11 Bögen. 

Cerberti^ JV. JV. 

... Rhythmomaehia. Lipsiae^ 1616. 4. (?) (^OeUinger. 
Nr. 42.) 

Ceron^ Alphonsusy Granatensis 

libello agit: ^yDe Juego del Axedres'^ sive de LaCrunculorum 
ludOy quem exactissime comprehenderat. — So meldet Anto^ 
nius in seiner Biblioth. Hisp. nova. Tom.1. S. 13. — - Die Italie- 
ner nennen diesen Autor bald Girone, bald Zerone. 

Ceruttiy le Pere Joseph y Ant.^ Joachim. 

(JesuUCy ne a Turin, le 13. JuH% 1738. -f- le 8. Fetr. 
1792.) 



141 



* • • lies Schees, poeme de 852 pers. Paris y 1770. 
8. Mit dem Bildnisse des Dichters. — Dieses Gedicht findet man 
noch in dessen Recueil de queiques pieees de lUterature en 
prose ei en pers. OlaseoWy et Paris, ehe% Prault. 1784. 8«; 
in der Encyelopedie methodigue, Dictiannaire des Jeux. S. 84 
— 87. (356 Verse); in den Stratagemes des Echecs, welchem 
Werke das Gedicht vorgedruckt ist ; — ferner in SCein. Manuei 
ete. Neue Ausg. von Milbons. S. 141 — 147. — Auch soll es 
nach Walker, S. 264^ im dritten Theile von Montmaruhe's Die^ 
tiannaire zu finden seyn. — (Vergl. auch Magasin encycL 
1817. S. 219^ welches 360 Verse angibt, und Biographie uni" 
pers. Vn. S. 546 — 548.). Der Palamede liefert es uns im T. I. 
(1836.) S. 121 — 128. 

Cesalis. — Cesole. — Cessalis. — Cessole. 
S. CessoUs. 

(VhampblanCy Franz DomnikJ) 
... Das Kriegs spiel oder Schachspiel im Gros- 
sen. Nach einer einfachen und leicht fafslich en 
Methode dargestellt. Wien, in d er Kunsthandiun g 
des H. F. Müller. (Ohne Angabe des Jahres.) (1824.) gr. 8. 
Mit fumf illuminirten Kupfertafeln. 

Chappeles^ Des. 

S. Chqfs. 

Cherubim j Giov. Battista. 
S. Carrera^ Pietro. 

Chess. 

Unter diesem Artikel findet man einen Auszug aus den ,,Gene^ 
leman's Magazine forJuly 1807^^; femer eine ähnliche Abhand- 
lung in französischer Sprache, aus dem ,,VAmbigu par M. Pel" 



142 



eier. London. Cox and Baylis. 1809,^^ in 8. von 8 Seiten, 
beide als Pamphlet zusammen abgedruckt mit dem Titel : An Ac" 
count ofsonhe games played in Paris ^ at Che reHdence of tke 
hon. F. H. EgerConj by two CommiUees; ehe ofte headed hy 
M. Carlier^ ehe oCher by M. Des Chappelles. From eweney 
eo ehirey games were played in ehis manner ^ which were eaken 
down by M. Calma^ and ehe ediCor of ^,Les Seraeagemes des 
Echecsf^ bue have never been able eo find ouC whae hos ber 
come ofehe Ms^^ fägt Walker y S.267, hinzu. 

Chefs. 

. . . Leceures on Chefs. S. Chefs -Players Chronicle^ 
V. 1. S.140, 155, 185. 

Chefs. 

Unter diesem einfachen Titel erschien: London, 1787 — 89 
ein Werk über das Schachspiel in zwei Octavbänden geschichtli- 
chen Inhalts, dessen Verfasser Bichard Twifs ist. Siehe Twifsj 
Bichard. 

Chefs. 

... Chefs in China. S. Asialic Journal. Vol. 24. (1827.) 
Seite 478. (Historisch.) 

Chefs made easy. 

New and comprehensive rules for playing ehe game of 
Chefs; wieh examples from Philidory Cunnigham eCc; eo 
which is prefixed an accoune of iesy by M. Freree; Anecdoees 
of some diseinguished personagesy and ehe morals of Chefs, 
wrieeen by Dr. Franklin. London, by H. D. Symonds. (1797.) 
12., und London, 1803. 8. (S. Catal. Bibl. Beg. Lond. II. 
144. — Lackingeons Calal. 1815. Nr. 18648) 

. . . // Giuoco degli Scacchiy rendilo facile a' principianli 
TraeeaeellOy eradoeeo daU* Inglese con annolazioni ed aggiunee 



148 



(ßalV Abaie Michele Colambo). Stampato a Parma, per CHu^ 
9eppe Paganino. 1821. 8. 130 Seiten. — (Walker, S.267.) 

• . . Trattatello eopra il Giuoco degli Scacchi, tradotto daW 
Ingleee (ßalV Abale Michele Colombo), agyiuntoci la Bihlioteca 
ragionala degH ScrUtori del Qiuoco Bte»»o delV Abate Frau" 
ce»co Cancellieri. Venezia, Giuseppe Or landein, Editor e. 
1824. 8. min. 174 Seiten. Mit einer Schachtafel als Titelkupfer. 

Die von Fr. CancelUeri verfafste Literatur des Schachspiels 
läuft von Seite 122 bis 169. Die Seite 170 enthält ein Sonett des 
Emiliano EmUiani auf das Schachspiel, und die Seiten 171 — 174 
nur ein Verzeichnifs der von dem Verleger Orlandelli zum Druck 
beforderten Bücher verschiedener Gattung. — (Siehe auch Caty- 
ceUieri.) 

Der übrige Inhalt dieses Werkes ist folgender : L'EdiCore. — 
A coloro che hanno letto o vorranno leggere il Trattatello so^ 
pra il Qiuoco degli Scacchi stampato a Parma da Giuseppe 
PagarUno nel MDCCCXXL — Avvertimento deW Autor e lU" 
glese. — AI cortese lettore il tradottore. — Origine del Giuoco 
degli scacchi. — Varj aneddoti spettanti al giuoco degli scac-^ 
chL — La morale degli scacchi del Dottor Franklin. — Nuovo 
e compendioso Trattatello del Giuoco degli Scacchi. — Metodo \ 
di Mr. Filidor di giocare agli scacchi. — Gambitto di Cun^ 
ningham. — Letlera deW Anonimo Modenese contenente al~ 
cuni precetti pratici da osservarsi nel giuoco degli scacchi. — 
Parecchi Partiti scelti da varj Autori. — Biblioteca ragionata 
degU scrittori del giuoco degli Scacchi. 

Chefs ^Player. 
• . . The Accomplished Chefs Plager. Explaining tite 
game as plaged by the London Club, etc. London, by CaU" 
stofh. 1834. 24. 60 Seiten. — (JValker. S. 266.) 

Chefs "Player. 
... The Automaton Chefs " Player exposed and detected. 
London. 1784. 8. (Betrifft die Kempelensche Schachmachine.) 



144 



Ein Aufsatz üher diesen Gegenstand erschien auch im mten Rande 
der naclistelienden Zeitsciirifl. Seite I — XVni. 

Chefs -Player. 

... Che/8^Player*8 Chroniele. London y R. Hostings etc» 
1841 — 1847. gr.8. 

Seit dem ersten Mai 1841 ersciieint in London diese Zeit- 
schrift, welche^ dem Titel zu Folge, ausschliefstich dem Schach- 
spiele gewidmet ist , und jetzt in monatlichen Lieferungen ausge- 
geben wird , und von denen ein Jahrgang immer einen vollständi- 
gen Band bildet. Es ist demnach der Jahrgang 1847 der siebente 
Band der Zeilschrift. Anfangs hatte sie auch den Titel: „TAe 
British Miscellany^ and Chefs-Player^ s Chroniele.^' — Der Un- 
genannte Verfasser dieses empfehlenswerthen Journals ist, wie der 
PalamedSy 1843. S. 143. angibt, Herr Staunton^ einer der 
Mrksten Spieler Englands. Jede Nummer enthält ein Paar neuer 
Endspiele, deren Stellungen auf kleinen Schachbrettern bildlich 
dargestellt sind, und zu denen die Auflösungen iu dem nächsten 
Monathefte mitgetheilt werden. Aufser diesem Schatze von schö-* 
nen und zierlichen Endspielen befinden sich in jedem Blatte auch 
Musterspiele, wie die Partien zwischen MaC" Donnell und De la 
BourdonnaiSy und mehrere zwischen den ersten Spielern L o n-^ 
dons gespielte Partien, welche letzteren eigentlich den Hauptbe^ 
standtheil der ganzen Zeitschrift ausmachen. Auch für die Beleh- 
rung der noch ungeübten Spieler ist dabei gesorgt , indem alld 
Spiele mit lehrreichen Anmerkungen begleitet sind, und Must^ 
spiele mit und ohne Vorgaben , Correspondenzpartien , praktische 
Endspiele und känstliche Spielendungen aus älteren Autoren mit 
aufgenommen worden. Den Schlufs jeder Nummer bildet gewöhn- 
lich noch ein Artikel geschichtlichen Inhalts, oder über andere auf 
das Schach bezügliche Gegenstände. 

Der Plan des Ganzen ist demnach so eingerichtet, dals die- 
ses Blatt für alle Klassen von Schachspielern von gleich grofser 
Wichtigkeit ist , und also dem gesammten Schach liebenden Pu- 
blikum äulserst erwünscht seyn mufs, wie dielis in den Urthei- 



\ 



145 

len der Londoner Presse denn aach deatUch ausgesprochen ist. 
(p. Bilguer.) 

Chiosi^ Dre Giovanni. 
(Italienischer (Jebersetzer des Vida.) S. Vida, M. H. 

Christie ^ James ^ Esq. of PalL Mail 

...An inqtiiry into Che ancient Oreek Game, supponed 
lo have been invented by Palameden antecedent to ehe Siege 
of Trog; with Reason$ for belieoing the »ame to have been 
known from remote antiquitg in China and progretgioeig im- 
proted into the Chinese y Indian, Persiany and European 
Che/9. Also two Dissertations L On the Athenian Skirapheria. 
II. On the Majestical recieeing of the Bough and ümbrella in 
the Skiran rites. London ^ bg Bulmer and Co. 1801. 4. 
170 Seiten. — Von diesem gelehrten Werke, welches auch im 
Jahre 1802 wieder gedruckt worden seyn soll^ wurden nur 40 Ab- 
drucke gemacht. — {Watt. 223./; — Lowndes. l 411. — 
Biblioth. Reg. Lond. II. 153. — Walker. S. 267.) 

... Account of the Indian Game of Chefs. S. Singer ^ S. W. 
Researches into the Historg of Cords. London y 1846. 4. 

Chronicle , Chefs - Player^ s. 
S. Chefs- Plager' s Chronicle. 

Ciccolini^ Cav. Giuseppe. 
• . . Tentativo di un nuooo giuoco di Scacchi. In Roma^ 
presso Francesco Bourlie. 1820. 16. 110 Blätter mit einem 
Appendice. {Bock. 166. — Mafsmann. 16938-1 — Walker. 
262.) — Dieses Werk erklärt eine neue Art von Schach, welches 
auf einem Brette von 100 Feldern gespielt wird. 

CiccoUni^ Giuseppe 
(Presldente de' Scacchi in Roma). 
...II nuoüo Tesoro degli Scacchi^ ossia Raccolta di par^ 
iti di vaij Autorin compilata ed aumentata dal Cav. Giuseppe 

10 



146 

Ciccolini. Romoy presso Francenco Bourlie, 1827. 8. 2 Bde. 
244 und 350 Seiten mit Kupfern. 

Der erste Band dieses Werkes enthält die Auflösungen^ und 
der zweite Band 704 Schachaufgaben, wovon 410 für das ge- 
wöhnliche, die übrigen aber für das hundertfeldrige Brett bestimmt 
sind , auf Schachtafeln , welche sonderbar gemalt sind. Der Ver- 
fasser ist, obgleich er denselben Namen führt, nicht mit dem Vor- 
hergehenden zu verwechseln. — (^Walker. S. 262.) 

Ciccolini j Teodora. 
. . . Del CavaUo degli Scacchi per apera di Teodora CtC'^ 
cohnij Marchese di €hiardiagrele. A Paris y chez Bachelier. 

1836. 4. 70 Seiten und 25 Planche», (Bibliogr. de la France. 

1837. Nr. 128. — Walker. S. 363.) Dieses Buch handelt aus- 
i^hlielslich von dem Gange des Springers , nicht allein auf dem 
gewöhnlichen , sondern auch auf den hundertfeldrigen , und auf 
dem kreisförmigen Brette , welches auch 64 Felder hat. 

Ciesole. 

S. Cessolis. 

Clericus^ David. 

S. Leclerc. 

Clodius^ Henricus Jonathan. 

. . . Primae lineae Bihliothecae lusoriae^ sive Notitia 
Scriptorum de Ludis praecipue domesUcis ac privaHs ordine 
alphabetico digesta. (Vignette.) Lipsiae^ apud Joh. Christ. 
Langenhemium 1761. 8. 2 und 166 Seiten. 

In diesem verdienstlichen Werke findet man gegen 80 Schrif- 
ten über das Schachspiel, auf welche sich in diesen Blättern oft 
bezogen wird. 

Covarrubias^ Pietro di. 
S. Covarrubiasy Pedro de. 



147 



Cochanovius^ Johannes. 
S. KachanowBkiy Jan. 

Cochrane^ James. 

. . . A Treatise an Ihe game of Chef»; containing ehe 
games on odds^ from ehe „Traite des atmeeurg:^ ehe game» 
of ehe cetebraeed anongmus Modonese: a varieeg of game» 
acevallg plagedy and a Caealogue ofwrieer» on Chef»: wieh 
a Fronei»pice, London^ bg Allmann. 1822. 8. 376 Seiten 
und 8 Blätter Titel, Zueignung, Vorrede und Druckfehler. 

Diese englische Bearbeitung enthält, wie aus dem Titel er- 
sichtlich ist, aufser dem Rio und den Amaeeur» noch einen^ aus 
Clodii Biblioeheca lu»oria entnommenen, oft fehlerhaften Ca- 
talog der Autoren über das Schachspiel , aber sehr lehrreiche, ge- 
spielte Partien. Unter diesen ist besonders auf die, Seite 268 bis 
276 befindlichen, Gambitspiele aufmerksam zu machen, weil in 
ihnen eine höch^ geistreiche, bis dahin noch nicht versuchte Ver- 
theidigung durchgeführt wird , welcher auch , nach dem Verfas- 
ser, der Name Qambie Cochrane beigelegt worden ist. 

Cochrane hatte in früherer Zeit viel mit Deschappelle» und 
De la Bourdonnai» gespielt und sich einen bedeutenden Ruf er- 
worben^ war aber später, da er Europa auf längere Zeit verlas- 
sen , schon fast wieder in Vergessenheit gerathen. Plötzlich kehrte 
er nun im Jahre 1841 aus Ostindien, wo er sich bisher aufgehal- 
ten hatte, nach London zurück, um seinen Platz unter den er- 
sten Spielern jener Hauptstadt wieder einzunehmen. Vor einigen 
Jahren hat er wieder die Theorie durch eine anziehende Verände- 
rung im Schottischen Gambit bereichert. Ueberhaupt zeichnen sich 
«eine Partien, von denen viele in die Chefs ^ Plager » Chronicle 
aufgenommen sind, durch überraschende und glänzende Züge von 
«einer Seite besonders aus. (v. Bilguer.} 

Cochrane^ James ^ Esq. (Ein Anderer.) 
... Anaig ti» of ehe Muzio Qambie eec. Madras y 1829. 
4« S. Ohulam Kafsim^ sammt den dort befindlichen Notizen. 

10» 



IM 



Colini^ M. 
S. CMM, C&me^ Aieofandrt. 

(Colliniy C6me^ Alexandre.') 
... Soluiians du probleme du eawUier au jeu des EekecM, 
Par 3L C*** Jl Mannheim, ehez Tobte hoffler , au Chande^ 
Uerd'ar. MDCCLXXUI. kL8. 2 BL — 60 Setten und 1 Seite 
Errata. — Diese mittelst 28 Tafeln gezeigte Methode des Rössel- 
sprunges ist, obschon rein aus der ErTahrang geschöpft, dennoch 
onterallen die einfachste. — iQuerard.TL 252. — Biogr.ume. — 
Klügel. Hathem.Wörterb. IV. 458*— Maga9.eneyel. 1817. Y. 
218.— Oettinger Nr. 52.) VergL auch Düben. 

... Reponse ä un probleme, sur le jeu des eehece; par 
ML CoUnij Seeretaire intime de S. A. E. PaiaUne, adressee 
aux Auteure de ee Journal. Avec Fig. S. Journal encgclope^ 
dique. A Bouillon. 12. 1772. T. VI. P.UL pag. 458— 462. 
T. Vn. P* I. pag. 1 12 — 118. F. II. pag. 283 — 200. — Diese 
Schrift handelt ebenfalls yom Rösselsprunge. 

Colombo^ Michele. 
S. Chefs made easy etc. Trattatello sopra il Ghioco degU 
Scaechi, trad. dalf Inglese etc. 

(Columna , Franciscus)^ Ord. Praedic. 

t 1520. 

. • . Hgpnerotomachia Poliphiliy ubi Humana omnia non^^ 
nisi somnium esse docet, atque obiter phirima scitu sane quam 
digna commemorat. VenetUs Mense Decembri M.L D. in aedi^ 
bus Aldi Manutii accuratissime. In Folio. Mit Holzschnitten und 
Lateinschrif). (Twifs. II. S.30und210^ 232.) Die Zeichnungen 
sollen von Raphael entworfen seyn. 

Aus diesem^ in einer barbarischen Mischung von Italienischem 
und Lateinischen geschriebenen Werke gibt der zweite Theil von 
Twifs , Chefs. S. 223 — 228 folgenden Abschnitt als Auszug : 



149 



„l7no gioco de scachi in hallo altre mensure de swU.^ Rahe^ 
lais hat diesen Abschnitt in seinem Pantagruel nachgeahmt. Die 
Wiener Hofbibüothek besitzt nebst diesen noch eine Aldiner Aus- 
gabe vom Jahre 1547 mit minder schönen Holzschnitten, als 
die der ersteren; und eine französische (Paris pour Jacques Ker^ 
ner, 1546.) ebenfalls in Foho von Beroalde, mit dem Titel: 
Le Tableau des Riehes Inventions etc. 

Die englische üebersetzung hat den Titel : The Strife of 
Lave in a Dream, by R. D, London ^ 1592. Published by 
Wm, Holme and dedicated^' to ehe thrise honourable and ever 
lyving vertues of Syr Philippe Sidney Knighi; and to ehe right 
honourable and other whatsoever y who living loved him , and 
being deady give him due/' 4. 

Compendio. 

. . . Compendio de los elementos teoricos y prdcticos del 
Juego del Axedre% Barcelona^ 1817. 8. Dieses Buch ist die 
spanische Üebersetzung des Werkes : Elemens theoriques et pra- 
äques dujeu des Echecs etc. Paris y 1810. 8. — S. Elemens. 

Conrad von Ammenhusen. 
(Siehe die erste Abtheilung dieser Blätter.) 

Constitution. 
• Constitution Royale et Imperiale des Ecltecs^ jeuw 
firanpais dela Victoire^ eon^ d ftled'Elbe^ enfantes ä Sainte^ 
Helene par Napoleon, Recueillis^ meditesy eonstitues et publies 
par un ingenieur fran^aiSy Veteran de fecole Polytechnique ; 
suivis des eehantillons patriotiques ci- apres de quelques poe^ 
Mies fugitives du meme ingenieur: Adieux ä mes vers etc. A 
Paris y chez Dureuil. Impr, de Selligue. 1829. 8. 2 Bögen. 
(^BibUogr. de la France. 1829. Mr. 5783.) 

Contarelli. 

(Von ihm findet man Endspiele in Koch's Codex. 2. Aufl.) 



150 



Copy. 

. . • Copy of ehe Correspondence between Che French and 
English eommitteeSy relative to a proposed match at Cheftj 
between M. Deschapelles and any player in England. London, 
by A. H. Baily and Co. ^ Cornhill. 1836. 8. 16 Seiten. — 
(.Walker. S. 268.) 

Correspondence. 
. . • Carrestpondence between the French and English com- 
mitee». London^ 1886. 8. S. Capy. 

Corso. 

...II Corso del Cavallo per tutti gli Seacchi dello SeaC" 
ehiere. Bologna, per Lelio dalla Volpe. 1766. 4. — (IFa/- 
ker. S.2640 

Costa ^ Stephanus. 
... yyDe Ludo/^ worin Einiges über das Schachspiel vor- 
kommt. S. Tractatus universi Juris. Venet. 1584 — 86. Fol. 
T. Vn. S.161. 6. — 168. b. 

(Cotton^ Charles y Esq.) 

... Te complete Gamester, or Instructions for playing at 
Chefs y Cards etc. London^ 1680. 12.— (Lackington. 1815. 
Nr. 18649. — Singer on Cards. 332. — Clodius. 73. — 
Walker. 264. — Mafsmann. 191.) — Walker fuhrt nochLon- 
doner Ausgaben von 1690 und 1764 an, und vermuthet, dafs es 
noch andere gebe. 

. . . The eompleat Gamester , or Instructions how to play, 
at all Manner ofusual and most gentile Games. London^ 1 709. 
8. CClodius. 73, und Mafsmann. 191.) 

. . . The eompleat Gamester, or Instructions for Playing 
Cards, Chefs etc. London, 1725. 12. (^Lackington. 1815. 
Nr. 18649.) 



151 



Covarrubias^ Pedro de. 

. . . Remedio de Jugadores. BurgoSy Alfbnuo Mel%ar, 1519. 
4. (S. Antonii Biblioth. Hisp, novo. II. S.i88. — Mafsmann. 
S.1702 und 178*0-11.) 

... Rhnedio de Qiuocatoriy composCo per il R. P. M. 
Pieiro di Cabaruhian deW ordine de' Predicatoriy nel quäle 
con Vautorita de sacri dottori sHnsegna a giacare »en%a of" 
fe»a di Dio; e H reprobano icattid giuochi dimostrando quanto 
sieno dannosi alla republica. Nuommente di lingua Spagnuola 
tradotto dal S. AlfoMO Uiloa. Con Privilegio. (Das Zeichen 
des Druckers.) In Venetia^ Appresso Vincenzo Valgrisu 
M. D.LXI. 4. 8 Blätter und 1 95 S. + 3. — Das vierte Capitel han- 
delt: Del giuoco degli Scacchi. S. 15 -21. — Die Wiener Hof- 
bibliothek besitzt einen Abdruck dieser Uebersetzung. 

... Institutione de Giuocatoriy nella quäle sinnegna a 
giuocare sen%a o/fesa di Dio , et in parlicolare si ragiona del 
giuoco de gli scacchi et della palla etc. Venelia y Appresso 
Vhicenzo Valgrisi. 1562. 8. (^Les 8 ffl liminaires et les ff. 1 
et 8 du texte sont reimprimes par Valgrisi; la dedicace^ datee 
de 1562, est adressee ä D. Fernan Martin di Mascarenu. — 
(jCatalogue Donati. Paris, 1845. 8.) 

Courcelles j Jacques. 
S. Cessolis^ Jacobus de. 

Couvrety J. J. Th. Roman de. 
S« H4Mnan. 

Cox^ Captain Hiram. 
• . . Essay on the Burrnha Game of Chefs, compared with 
the Indiany Chinese y and Persian Game ofthe same denomi" 
natioti. By the late. Captain Hiram Cox, Communicated in a 
letter from Mm to J. H, Harrington, Esq. — S. Asiatic Rese^ 
arches (CcUcutta edition). 4. Vol. VII. S. 286—511, mA Chefs- 



m 

Player's Chranicle. V0I.V. S. 217, 804, und Vol. VI. S.188, 
218 und 258. 

CoztOj ü Conte Carlo. 

...II giuoco degli Scacchij osia nuava idea dCattaehi^ di^ 
fesBy e partiti del giuoco degli Scacehi. Opera dimsa in quaC'' 
trolibriy eamposta dal Conte Carlo CoziOy Nobile Patrizio 
della CUta di Casale Monferrato, ColV aggiunta in fine d'altre 
difese scritte dal medesimo autore dopo la composizione del 
lihro. Dedicata a S.A. R. il Sig. Duca di Savoia. In Torino, 
nella stamperia Reale. 1766. 8. Zwei Bande. Parte I. 3 BL 
und 357 Seiten und 2 BI. Indice^ 238 Capitel in drei Büchern 
enthaltend. Die Parte 11^, welche 381 Seiten ijnd 2 Blätter zählt, 
umfarst das vierte Buch, worin 201 Endspiele, und von S. 266 
— 280 ein Anhang mit der üeberschrift: Nuova aggiunla delt 
Autore dopo aver composto il mdetto libro^ befindlich ist. — 
CTwiß. I. 87. — Mafsmann. 170«. — Walker. S. 263. — 
r. Bilguer. S. 27.) 

Dieser Autor hat die, in einem Lehrbuche so nöthigen Er- 
läuterungen ganz hinweggelassen, indem er vom Anfange bis zum 
Ende seines Werkes nur praktische Spiele ohne Anmerkungen auf- 
fuhrt. Besonders weitläufig behandelt Cozio das Gambit des Kö- 
nigs, in welches er alle Spiele dieser Art aus dem Calabresen aufge- 
nommen hat ; aber daneben hat er auch manche eigenthümliche Neue- 
rung , die sich sonst nirgends befindet, mitgetheilt. Cozio ist dem 
Greco auch darin gefolgt, dafs er , abweichend von allen übrigen 
italienischen Schriftstellern, nur die beschränkte Rochade anwen- 
det, jedoch noch mit der Bestimmung, dafs man dadurch keinen 
feindlichen Stein angreifen oder Schach bieten darf. Ferner lälst 
er mehrere Damen im Spiele zugleich zu, und macht, wie der 
Calabrese , fast nie auf die Fehlzuge aufmerksam. 

Die Zahl der von ihm ausgeführten Endspiele übersteigt 200, 
und bei seiner wenig übersichtlichen Bezeichnungsart kann man 
es ihm wohl verzeihen , wenn er einige Endungen doppelt auf- 
fährt, wie das 128'»*« und 193"««, das 13P*« und 184»*«, von 



158 



denen das erste aus dem SCämrna, das zweite aus dem SaMo 
genommen ist. Eben so wenig darf man sich wundem, dafs nicht 
afle Spiele voUIcommen richtig sind^ wie 40, 47, 57, 139 und 
noch mehrere andere ; denn , wer eine solche Menge aufzeichnet, 
wie Cozio gethan hat, der wird nie von Fehlern frei bleiben. 
Uebrigens ist auch Vieles in dem Werke sehr zu loben, und es 
finden sich, namentlich in den Eröffnungen, einige höchst wich- 
tige Züge, welche aber gewöhnlich zu sehr unwichtigen Spielen 
fähren , und selten von dem Erfinder selbst scharf und genügend 
durchgeführt sind. (v. Bilguer.) 

Craftsman^ The. 
Dieses englische periodische Blatt enthält Aufsätze von 
verschiedenen Schriftstellern , und in Nr. 376 einen Essay m 
Chefs von Lord John Harvey. Es begann im Jahre 1725 , und 
wurde in London gedruckt. (Vergl. Leteer Co ehe Craftsman.') 

Crailsheimer j G. 
. . . Neue praktische Anweisung zum Schach- 
spiel, nebst Darstellung der ächten alten Regeln. 
Bamberg, bei Federich. 1829. 8. 16 Seiten. (^Oettinger. 
Nr. 57.) 

Cutri^ Leonardo de^ surnomme il Puttino. 
... Sa vie et ses Aeentures. S. Palamede. T.II. (1837.) . 
S. 358 — 366, und S. 413 — 424. 



D***j IJljfsse. 

• • • TraUe elementaire du jeu des echecHy conlenant ele. 
Par Ulysse A Paris ^ che% Massony Impr. de Ouibal i 

Lvneville. 1823. 18. Bögen, (fiibliogr. de la France. 
1823. Nr. 4194.) 

Damiano de Odemeira , Portoghese. 
Damiano wird gewöhnlich als der erste europäische Heraus- 
geber anwendbarer Schachspiele genannt, obgleich er gröfsten- 
theils aus dem früheren, um 1495 erschienenen spanischen Werke 
des Lueena y wie Walker bemerkt , namentlich seine Primore» 
oder Endspiele geschöpft hat. Es triiTl ihn daher mit vollem Rechte 
der grofse Vorwurf der Abschreiberei , weil er undankbar genug 
war , seine Quelle nicht zu nennen. (Vergl. Lucena in der ersten 
Abtheilung ) 

Nehmen wir jedoch die Aufgaben Damiano's wie sie sind, 
und mögen sie nun dem Lucena oder Andern entnommen seyn, 
so müssen wir unumwunden gestehen, dafs sie eine der schönsten 
Sammlungen von Schach - Stratagemen bilden, die wir nur finden 
können. Sie sind der Grundstein^ auf welchem so mancher spä- 
tere Schachschriftsteller die prächtigeren und kostbareren Pfeiler sei- 
nes Gebäudes aufgeführt hat Damiano's Aufgaben sind sämmt- 
lich reines Gold ; sie vereinigen eine glückliche Strenge der Ein- 
fachheit, wenn wir so sagen dürfen, mit den feinsten Elementen 
der Gröfse. Wir können ihrer nicht ohne die lebhafteste Begei- 
sterung erwähnen. Ihre sphynxarligen Verwickelungen sind durch 
die reinen Kunstregeln lösbar, frei und bar jener lästigen und ab- 
geschmackten Geheimnifskrämerei, womit so manche nachfolgende 



155 



Aofgaben-Erfinder ihre Werke überladen haben. Es ist ein MiTsge- 
schick für anser Zeitalter , dars die erwähnten herrlichen Stellun- 
gen — Seyen sie von Lueena oder von Vincent erfunden — der 
Neuzeit noch nicht in einer vollständigen Ausgabe , welche ohne- 
dies nur einen kleinen Band ausmachen würden , geboten worden 
sind. Von einem grofsen Gewährmanne ist der Grundsatz aufge- 
stellt worden , dafs eine Schachaufgabe^ um wahres Verdienst zu 
besitzen, folgende Eigenschaften haben müsse. Sie soll in sehr 
wenigen Zügen lösbar seyn ; sie soll nur wenige Figuren auf das 
Schachbrett bringen ; sie soll ungekünstelt und schachgerecht ih- 
rem Anscheine und ihrem Baue nach seyn, und nichts bieten, was, 
mit einiger poetischen Einbildungskraft^ uns nicht in einem wirk- 
lichen Spiele als möglich erscheinen möchte. Diese Eigenheiten 
bezeichnen genau und vollkommen eine Hehrzahl der Aufgaben 
Damiano' 8. Halten die neuen Schach -Stragemene wohl eine 
gleiche Prüfung aus? — Mehrere der schönsten Aufgaben inHa- 
miano't Sammlung sind von der Art , dafs mit einem bestimmten 
Bauer Schachmatt gegeben werden soll. Es mufs in Erinnerung 
gebracht werden, dafs in früheren Zeiten diese Bedingung häufig 
an die Beendigung jedes begonnenen Spieles geknüpft war; und 
von daher tritt das Matt mit dem bezeichneten Bauer nicht aus den 
Schranken der Einfachheit und der Wahrscheinlichkeit. Das Er- 
fordemifs eines von einem einzigen Bauer gegebenen Schachmatt 
fuhrt zur Darstellung vieler schönen Spielverbindnngen , in wel- 
chen die Könige und einige Bauern allein auf dem Felde gelassen 
werden ; und die Auflösung flöfst bei so bedingten Kräften dem 
wahren Schachfreunde eine ganz besondere Theilnahme ein. — 
Aufgaben , wobei es sich um ein sogenanntes erzwungenes Matt 
handelt^ sind gewöhnlich anziehend, besonders wenn sie ein oder 
mehrere ^yCoups de repo^^ (Erholungszüge) herbeifuhren. Im All- 
gemeinen wirken Slratageme, wo mit jedem Zuge Schach gegeben 
wird, flach und schaal auf das Erkenntnifsvermögen des erfahre- 
nen Spielers. Wir können nicht umhin , hier eine schon geäufserte 
Meinung in Erinnerung zu bringen, daOs alle Schachaufgaben 
durchaus ohne Auflösungen gedruckt werden sollten , wofern man 



nur gehörige Sorge trägt, dafs dieselben in fehlerfreier Gestalt er^- 
scheinen« Die schönsten Aufgaben von Ponziani treten geflis^ 
sentlich ohne den Faden der Ariadne vor uns. Könnten wir wohl 
einen besseren Führer wählen ? 

Die Typographie des Werkes Yon Lucena ist , wie bereits 
erwähnt wurde, in der That tadellos; Daimmo'g Buch anderer* 
seits aber durchaus roh und unansehnlich. Sein Druck ist noch 
schlechter als sein Papier, und seine Abbildungen schlechte als 
Beides. Twifs beschreibt ihn wirklich als unentzifTerlich, und was 
uns anbelangt, so finden wir seine Pläne voll von Fehlern, theils 
weil Etwas ubergangen, theils Etwas begangen worden ist; sie 
nehmen daher unsere emstlichste Geduld bei der Verbesserung in 
Anspruch. 

Damiano umfalst in einem kleinen Bande zehn Capitel; toa 
diesen enthält das achte und neunte die Aufgaben , und nimml 
ungefähr fünf Sechstel des Ganzen ein. Das zehnte und letzte 
Capitel gibt Anweisungen zur Erlangung der Kunst, eine Schach- 
Partie zu fuhren, ohne das Brett zu sehen; darüber bemerken 
virir blofs, dafs es ein ähnliches Beginnen wäre, wenn Jemand un- 
ternähme , uns zu lehren, wie ein homerisches Epos zu schreiben 
sey. Die Fähigkeit, im Geiste Schach zu spielen, ohne Zuziehung 
eines Brettes oder Menschen , mag es nun von Werth seyn oder 
nicht, kann an und für sich unmöglich bloüs allein durch Unter- 
weisungen erlernt werden. 

Die einleitenden Capitel in Damiano sind folgender Maisen 
beschaffen. Das erste Capitel beschreibt die Figuren einzeln, und 
schliefst mit einigen wenigen allgemeinen Regeln, deren Natürlich- 
keit uns nicht selten ein Lächeln abdringt, und uns bestimmt, den 
ausdrücklichen Worten des Autors Einiges beizufügen. Wir ent- 
lehnen diese Stellen der Ausgabe: Veneziay 1564. 

j^Nonsi dehbe giocare tralto indarno se non e nece»9üä. ^' 
— Der Verfasser konnte uns eben so vernünftig sagen , dafs wir 
nicht mit Allen Schach spielen sollen, wofern es uns nicht beliebt 

„Non 86 debbe fare errore che se dice volgare nostro 
JSpagnolo lo cegera^^. 



Iii 



fjy&n gioeare prettOf »e hai huon traUo per te manoy 
guarda se ne ttd altro miyliore^^ etc. etc. 

Solche Anwefeongen laufen sämmtlich beinahe auf die weise 
Regel hinaus: „Spiele so gut du kannst!^^ 

Damiano's zweites Capitel gibt uns einige Andeutungen zu 
dem Spide selbst^ und beginnt mit dem Königsbauer, zwei Felder 
rfickend, und das Damiano Gambit mit einschliefsend. Ein weite« 
rer Bericht hieröber scheint uns an diesem Orte unndtbig, da 
seine Einzebiheiten unseren Schachfreunden ohnedies geläufig zu 
seyn scheinen. Es handelt sich lediglich um eine fehlerhafte Ver- 
theidigung des Königsbauers durch den Königslaufer - Bauer, 
wenn, nachdem beide Spieler mit dem Königsbauer in zwei Schrit- 
ten angefangen, der erste mit dem Königsspringer vorrückt. Der 
Königsbauer, also vertheidigt, wird vom Springer genommen, 
und ein schneller Verlust ereilt jenen Spieler^ welcher den Springer 
wieder nimmt Indefs glauben wir, dafs es diesem zu Folge nicht 
gut gespielt sey , wenn ein solcher Königsbauer mit dem Königs* 
Springer genommen werde, sondern^ dafs der zweite Springer 
besser thue^ wenn er mit der Königin auf des Königs zweiten ant- 
wortet , anstatt den Springer zu nehmen. Der Zug des zweiten 
Spielers mit dem Königslaufer - Bauer , ein Feld, ist aus dem 
Grunde schlecht, weil er dadurch sein Spiel beengt; jedoch kom- 
men die verderblichen Folgen dieses Zuges erst in einer spateren 
Periode des Kampfes zum Vorschein. 

Das dritte Capitel ist sehr kurz und dem Gambit der Königin 
ausschliefslich gewidmet. Das vierte und f&nfle handelt von dem 
Vorgeben eines Bauers, und das sechste und siebente vom Vorge- 
ben eines Springers für einen Bauer — eine Gewohnheit, um 
seine üeberlegenheit abzutreten , von der wir es mit Vergnügen 
sehen würden , wenn sie in den Schach - Ciubs allgemeiner in Ge- 
branch käme, indem dieselbe zu manchem höchst anziehenden 
Spiele dadurch hinleitet, dafs der bessere Spieler einen sicheren 
Angriff macht. 

Das achte Capitel bietet das Beispiel einer Partie dar, welche 
den Springer erhält , und damit mag unsere Angabe des Inhalts 



158 



\on Damiano's Buche enden. (Siehe: Chefs-'Player't Chronicle. 
VoLV. S. 353 — 858.) 

Ausg'aben. 

• •• Libro da imparare giocare aScacchi, et de belissimi 
PartiU. In Ungua Spagnola et Taliana. ^ Ohne Angabe des 
Druckortes und Jahres. In kl. 8. 64 Blätter mit gothischer Schrift. 
Erste Ausgabe. 

• Libro da imparare giocare a Scaechii et de belissimi 
Partitiy Reuisti el recoretti^ et con summa diligentia da molti 
famosissimi giocatori emendati: In Ungua Spagnola et Taliana^ 
novamente stampato. Ohne Angabe des Druckortes und Jahres. 
In kl. 8. 62 Blätter mit lateinischer Schrift. Zweite Ausgabe. 

Beide zu Anfang des sechzehnten Jahrhunderts gedruckten 
Ausgaben haben unter ihrem Titel einen Holzschnitt. Priester und 
Mönch spielen Schach — und auf jeder Textseite ein Schachbrett. 
Die zweite^ mit Lateinschrift gedruckte ist ein römischer Ab- 
druck der erstem. Beide finden sich in der Bibliothek zu Dres- 
den, und sind um so seltener, als schon die zu Rom im J. 1512 
erschienene dritte Ausgabe zu den grofsen Seltenheiten gehört — 
(JdachadOy Biblioth. Lusit. 1741. S. 610. — Biblioth. Schoenb. 
II. S. 192.— TwifsA. S. 58.— Biblioth. Lond. IL S. 280. — 
Mafsmann. ITl^ö-i^. Falkenstein. S. 816.) 

... Libro da imparare giocare a Scacchi, e de bellissimi 
partiti^ revisti et ricorretti con somma diligentia emendati da 
molti famosissimi giocatori in Ungua Spagnuola ed Italiana 
nuovamente stampato. Roma^ per Stephan. Guilliretti et Her" 
culem Nani. 15 J 2. 4. (Maßmann. S. 171.89-3.) 

... ^^Questo I Libro da impa | rare giochare \ a Scacchi 
et de le par \ tite. " Am Schlüsse : „ Finisce el libro da im-- 
parare giocare d scachi | et de le partite. Composto per Da'' 
miano \ Portughese. Impresso in Roma per Maestro Johanne 
Philippo de \ Nani Bolognese. Nel Anno \ del Signore 1518. 
Mille cinr- \ quecento deciocto ä \ di Vintinno de \ Agosto.^' 
In 8. 15 Blätter. Diese Ausgabe befindet sich in München. Oymn. 



199 



57" • Maßmann. 1 72^. — CataL du ConUe BotUourlin. — Parig^ 
1889. 8. S.91. KP.)-— 3fi{/lriiuiftii führt die, in diesem Drucke 
vorkommenden bedeutenden Fehler auf. 

... y^Libro I da imparare giocare \ ÄSeachi: et de heli- 
tistinU (jdc) ParUti Reut \ sH et Recorrecti con eumma dili- 
gentia emenda \ ti da molti famoeinteinU Qiocatori. In lin \ gua 
Spagnolaetltaliana. Nuouamente etampato. \ Ein Holzschnitt: 
zwei Schach spielende Personen vorstellend Laue Deo.'^ Am 
Schlüsse : ^^Finiece el lihro da imparare giocare a ecaehi et de 
le partite. Camposto per Damiano Portugheee. Stampato in 
Roma per Antonio Bladi de Aeula, Nel Anno del Signore 
M.D.XXniL a di XXL de Nouembre.'^ A—Q. 64 Blätter. 
In 16. Registr. Mafemann nennt irrig das Jahr 1523. Vom 
17. Blatte an sind in das Werkchen viele Schachtafeln hineinge- 
druckt. Das erste Buch enthält die Schachfiguren. 

Iii questo libro ee contiene dieci capituli. 

El 1. cap. deli nonU deli scachi e del eito dessi et dele 
regule universale. El 2. cap, delo primo modo de jocare» Ei 
8. cap. del eecundo modo dejocare, El 4. cap, del modo de 
jocare quando »e darä la pedona. El 5. cap, del modo dejo^ 
care quando se darä la pedona e lo tratto. El 6. cap. como 
se dehe jocare quando se darä lo cauallo per la pedona. El 
7. cßp. como »e debe jocare quando se darä lo cauallo francho. 
El 8. cap. deU trati sutili che se dicano in uolgare spagnolo 
primore. El 9. cap. deli Jochi deli partiti. El ultimo capitulo 
de larte delo Jocare ala mente. 

(ßarbosa Machado. I. 610. — Nie. Antonii B. Hisp. I. 
268. — Clodius. 59. — Mafsmann. 172«. Twifs. I. 59.) 
Einen Abdruck besitzt die Wiener Hofbibliothek. 

... Libro da imparare a Qiocar a Scacchiy con beUiS" 
dmi Partiti e. motte Sullilitä: revisto et corretto^ con summa 
diligentia f da molti famosissimi Qiocatori: in Lingua Spag^ 
nola e TaUana nuovamente stampato. (Con figure in rame.') 
Venetiay 1564. In kl. 8. 62 Blätter. Hier sind in das Werk vom 
15. Blatte an Schachtafeln hinein gedruckt. Blatt 2 — 14 enthal- 



160 



ten die Anweisung in zehn Capiteln, deren erstes die Abbil- 
dungen der Figuren hat Der Inhalt lautet wie in der vorherge- 
henden Ausgabe.— (^BoKns CataL S.578. Nr. 6998. — Mafg^ 
mann. 172 Einen Abdruck besitzt die Wiener Hofbibliothek. 

... Libro da imparare gioeare a scacchi. Bologna^ pr. 
Qio, Rossi. 1606. und Veneria ^ per Pietro Frari, 1618. In 8. 
Beide Ausgaben veranstaltete ein D. Antonio Porto , welcher m 
lieber unter seinem eigenen Namen herauszugeben , als jenen des 
wahren Verfassers zu nennen für gut fand. — {Twifs. II. 14. und 
Amati^ Bicerche. III. S. 369.) 

• ,,Lß I plaisant \ Jeu de» Esckecz \ HenouueUe. \ 
Arne instruetion pour faeülement l'ap \ prendrsy et le bien 
jouer. I Naqueregtraduitd' Italienen Frangois par feu \ Claude 
Ghruget Parisien. Auee Priuilege. (Das Zeichen des Druckers 
mit dem Motto : Vincenti non uicto gloriaO A Pafis , Pour 
Vincent Sertenas ^ en la rue neufue nostre Dame^ d S. Jean 
rEuangeliste: Et en sa boutique au Palais , eti la gallerie ou 
onva d la Chancellerie. 1560. In 8. 48 Blätter, von denen 45 
bezilTert sind. In dieser Uebersetzung fehlen die Endspiele. (jCla^ 
dius. 77. — Mafsmann. 930. i727. 176*). Einen Abdruck be- 
sitzt die Wiener Hofbibliothek« 

... Mit demselben Titel erschien zu London 1752 eine Aus- 
gabe von 98 Seiten in 12. (C7orf. 77. — Mafsmann. 172^. — 
b. — Twifs. I. 64.) 

... The pleasaunt and wittie Plage of the Cheestiss by 
Raphe Leves. London^ 1562. 12. — {Watt^ Bibl. Brit, 602. 
p. — Lowndes. 1125.) 

. . • The pleasaunt and wittie plage of the Cheasts renew" 
edy with instructions both to learne it caselg, and to plage 
it well. Latelg translated out of Italian into Fremh^ and 
now set forth in Englishe bg James Rowbothum. Printed ai 
London bg Roulande Hall, for James Rowbothum y and äre 
to be sold at hgs shoppe vnder Bowe Churche in Cheapside. 
Black letter. 1562. In 8. 55 Blätter. Das Buch ist dem Lord 
Robert Dudleg K. G. zugeeignet. 



161 



• . • i4 seeand Edition. London^ printed by Thomas Marshe. 
1569. In 8. 55 Blätter. (Beider seltenen Ausgaben erwähnen 
Twiß. L 62 — 68. — Calal. BibL Reg. Land. U. 280. — Lowndes 
C. e. — Walher. 282.— Madden in der Archaeologia. XXIV. 
S. 228.) — Vergl. Ludus ScaccMae. 

... The Work$ of Damiano, Buy Lopez y and SaMo on 
Cheß. London^ 1818. 8. S. Sarratty J. H. 

D' Arblay ^ A. L. C. 

S. Arblay. 

Decretum. 

... Decrettm Scacharistarum Aulicorumy 21. Junii 1577. 
Dasselbe ist in dem Werke des Omtavus Sebenus S. 115 - 1 16 
abgedruckt zu finden. (VergL Cartel.) 

Deliciae. 

... Delidae Italorum Poelarum^ hujus superioris aevi 
illusMum. Collectore RanuHo Ghero (Jano Orulero.) 1608. 
In 12. 

Die Seiten 1187 — 1189 des zweiten Theiles enthalten das 
Duellum Scacchorumy ein vortreffliches lateinisches Gedicht von 
JuUuM Äscanius TucciiM, — (Vergl. Tuccius.^ 

. • . Deliciae RegiSj seu de Shahiludio historia prosaica 
Anonymi. Hebraice et latine. S. Jedahiahy iL (Vergl. Hyde^ 
Th. Mandragorias. Oxon. 1694. 8. P. I. S. 18 — 71, und 
Aben^Esra.) 

Delille^ Jacques. 
. . . Oeorgiques fran^aises. Chant. I. — Der Verfasser 
liefert in diesem Gesänge eine kurze dichterische Beschreibung des 
Schachspiels. 

Denham^ Sir John. 
Er schrieb ein Gedicht von 24 Versen an das Schachspiel, 
welches man mit der Ueberschrift: ^^An occasional Imitation of 

11 



162 



a modern Authar upon ehe Game of Chefs in seinen Werken 
abgedruckt findet. (Walker. S. 268.) 

Deppen^ Otto von. 
... Schach - Politik, oder Grundzüge zu der 
Kunst, seinen Gegner imScbach bald zu besiegen. 
Nebst einem Anhange über die Literatur, die Ge- 
schichte und Grundsätze des Schachspiels. Ein 
Geschenk für Freunde desselben. Leipzig, bei 
Wilhelm Lauffer. (1826.) In 8. VI und 78 Seiten, und 
2 Kupfer. Die Literatur soll erbärmlich seyn. 

Des Chapellesj M. 

S. Chefs. 

Description. 
. . • Nouvelle et claire Description du royal Jeu des 
Schees nouvellement reduit aux regles ordinaires etc. — S. 
6?*** (St.) 

Dictionnaire. 

. . . Dictionnaire encyclopedique des Amusemens des Scien- 
ces mathematiques etc. Paris y Panckoucke. 1792. In 4. S. 
(Lacombe, Jacques.^ 

... Dictionnaire desJeux. Paris^ Panckoucke. 1792 und 
1794. In 4. S. (LacombCy Jacques.') 

• . . Dictionnaire des Jeux Mathematiques etc. A PariSy 
chez H. Affasse. An VIL (1799.) In 4. S. (LacombCy Jacques.) 

. . . Dictionnaire des OrigineSy Decouvertes, Inventions et 
Etablissemens. A Paris^ Uli. In 8. 3 Vols. S. (Sabotier de 
Castres,) 

Diderot j M. 

... Eneyclopedie. Paris, 1751 — 65. Fol. 35 Bde. S. 
Encyclopedie. 



163 



Divertissemens. 

• Dicerti88emen$ innocents^ eontenant les Regieß du Jeu 
des EchetSy du Billard ^ de la Paume^ du Falle 'Mail er. du 
Trictrac, A la Haye^ che% Adrian Moetjens^ M.DC.XCVL 
In 12. Mit einem Titelkupfer, 11 Blättern und 424 Seiten Text* 
Das Werk enthält von Seite 1 bis 324 das Schach des Oreco, 
welches mit den Regeln schlie&t. Das vorhergehende Avertisse- 
menl pour le Jeu des Eckels du Calahrois beginnt auf der Kehr- 
seite des vierten Blattes und endet mit dem neunten Blatte. Einen 
Abdruck dieses Buches besitzt die Wiener Hofbibliothek. 

... Diverlissemens innocents. Amslerdam, 1752. In 8. 
3 Vols. S. Academie universelle. 

Dollinger ^ Johann. 
... Einhundert und zehen ganz neu zusammen- 
gesetzte Schach-Endspiele. Dann 24 verschie- 
dene Arten, den Springer durch alle Felder hin 
und zurück zu spielen, ohne ein Feld doppelt zu 
berühren. Zwei Abtheilungen mit einer Kupfer- 
tafel. 1. Abtheiiung, 60 S. 2. Abtheilung, 84 S. und 2 Blätter. 
Wien, gedruckt bei Anton Pichler. 1806. gr. 8. 
(Hoc*. S. 167.— Mafsmann. S. 18613.) 

Donaldson^ James. 
... A Treatise on Chefs y forming ehe Article tmder that 
heady in ehe seveneh edition of ehe Encyclopaedia Brilannica. 
Edinburgh^ by Black. 1832. In 4. 12 S.— (Walker. S.269.) 

Dornavius^ Caspar. 
S. AmpMeheatrum SapienHae Socralicae. Hanoviaey 
1619. Fol. 



11* 



164 



Douce^ Francis^ Esq. F. A. S. 

. . . Some Remarks on ehe European Name» of Chefsmen, 
in a Letter from Francis Douce , Esq, to the Rev. Mr. Brandy 
Secretary. (Read June 20, 1793.) S. Archaeologia. Vol. XI. 
S. 397 — 410, und 1. Band des Chefs - Players Chronicle. 
S. 348 und 365. 

(Walker meldet S. 269 , Doucc habe den gröfsten Theil des 
Werkes von Twifs geschrieben.) 

Dubois^ M. Louis. 

... Recherches sur lejeu desEchecs parM, Louis DuboiSy 
Bihliothecaire de COrne et Memhre de plusieurs Soc. savantes. 
1806. S, Magasin encycL par A. L. Miliin, 1806.T.I. S.46 — 62, 
wo der Aufsatz, gröfstentheils geschichtlichen Inhalts , abgedruckt 
zu finden ist. Madden sagt von diesem Aufsatze im XXIV. Bande 
der Archaeologia. S. 204: Almost wholly pillaged from 
Fr er et 

... Historical Notice ofChefs^ chiefly pilaged fromFreret. 
S. Magasin encyclop. 1806. S. 48. 62. 

Du Cange^ Carolus Du Presne. 

S. Cange, Du. 

Ducchiy Gregorio. 

... La \ Scacheide \ di Gregorio \ Ducchi \ Gentithuomo 
I Bresciano. \ InVicenza^ Appresso Perin Libraro \ et Gior^ 
gio Greco compagni, 1586. 4. 

Dieser Titel ist mit einer Randverzierung umgeben. Die ersten 
sechs nicht bezeichneten Blätter enthalten die Zueignung an Donna 
Isabella Pallavicina Lupi Marchesa di Soragna , und eilf Lob- 
gedichte von verschiedenen Verfassern. Das Original- Gedicht, 
wovon ein Theil aus Vida genommen seyn soll, besteht aus VI Ge- 
sangen in Ottava Rima und zählt 120 bezifferte Blätter ; das letzte 
nicht bezeichnete enthält auf der rechten Seite die Namen der im 



165 



Spiele streitenden Personen, und auf der Kehrseite die Druckfehler. 
Ein Abdruck dieses Werkes ßndet sich in der Wiener Hofbibliothek. 
Eine Abhandlung über Ducchi's Gedicht liest man im Palamede. 
T.II. (1837.) S. 179—190. 

... IlOiuoco degli Scacchiy ridotlo in Poema eroico solto 
Prosapopea di due potenti Re , e degli Eroi loro , compreso in 
VI Canti et dedicato alla Siynora Imbella Pallavicina Lupi^ 
Marchesa diSoragna. Ibidem. 1607. In 4. (ßeyer, Memoriale. 
S. 82.) 

Düben f C. G. F. von. 

... Talisman des Glückes, oder Selbstlehrer 
für alle Karten-, Schach-, Billard-, Ball-, und 
Kegelspiele. Mit Kupfern und 12 Bildern. Berlin, 
Societäts-Buchhandlung. 1816. In 8. 

... Zweite Auflage. Mit einem Holzschnitte 
zu einem Kartenspiele von Gubitz nach Runge. 
Ebendaselbst. 1819. In 8. (^Walker. S. 269.) — Vergl. 
Fielding. 

Duellum. 

... Duellum Scacchorum. S. Tuccius^ Ascanius. 



JB. A. 

... Marals of Chefs. S.AsiaHeJaumai. Vol. 19. (1825.) 
S. 21—23. Es wird in diesem Aufsätze das menschliche Leben mit 
dem Schachspiele verglichen. 

E. W. 

(Fehlerhaft anstatt F. WO S. Fulke, WüUam. 
Ebeling, Christoph Daniel. 

(t 1817.) 

... Unterricht im Schachspiele von CD.Ebeling. 
(Mafsmann. 1861*. — Oettinger. Nr. 68.) 

Eberl, J. K. 
...Nachrichten yon der berühmten Schach- 
spiel- und Sprachmaschine desHerrn von Kempelen. 
Leipzig, 1785. In 8. (Ersch' s Randh. UL [1828]. S.873. — 
Oettinger. Nr. 69.) 

Ebul-Abbas Ahmed Ben Mohammed es-Serchast 
et'Thalib. 

... Kitab esch'Schathrendsch. (Das Schachspielbuch.) 
Arabisch. — Dieses wird von dem berühmten Encyklopädiker 
Badschi Mufsthafa Katib Tschelebi^ bekannt unter dem Namen 
Badschi Chalfa (t 1069 = 1658), in seinem grofsen Bücher-Le- 
xikon angeführt. 



167 



Editors 

Scrap Wallee. — Unter dieser Ueberschrift sind in allen Bänden 
des Chefs "Play er'» Chromcle historische, das Schachspiel be- 
treffende Notizen und Anekdoten gesammelt. 

Eibenbaum j Jakob. 

... Ha^Kerab (die Schlacht). Ein hebräischesSchac h- 
spiel-Gedicht London. 1839. 8. (^OeUinger. Nr.70.) 

Elemens. 

. . . Elemens theoriques et pratigues du Jeu des EchecSy 
avec des reflexians moralesy poliliquesy Mstoriques et nHlitai" 
res, relatives d cejeu. A Paris ^ chez M^' Veuve Eocquart. 
1810. In 8. 266 Seiten. — dWalker. S.269.) 

. . . CampetMo de los Elementos leoricos y prdctieos del 
Juego del Axedrez^ puhlicados en Paris al ano de 1810; 
traducidos y compendiados por D, M, D, S. Barcelona , Im- 
prenta de Tomas Oorchs Bajada de la Cdrcel. 1817. In 8. 
87 Seilen. (Walker. 1. c.) 

Emilianij Emiliano. 
... Sonetto (jal giuoco degli Scacchi). — S. Bime degli 
Arcadi. Borna , 1817. T. VII. S. 70, und: Chefs made easy. 
(Trattatello etc. trad. dalf Inglese. Venezia 1824. In 12. Am 
Schlüsse des Buches.) 

Encyclopedie. 

... Encyclopedie du Jeu des Echecs. Paris ^ 1838. In 8. 
S. Alexandre y A. 

• . . Encyclopedie^ ou Dictionnaire raisonne des Sciences, 
des Arts et des Metiers par une Societe des Gens de Lettres, 
mis en ordre et public par M. M. Diderot et d'Alemhert, Paris, 
che» Briafson, David. 1751—1765. Fol. 35 Vols. — DerT. V. 
S. 244 — 248 handelt voce: Echec von dem Schachspiele. — 



168 



Supplements. (^Amsterdam^ M. Rey. 1776 — 1777) 12Vol8. — 
Un Reetieil de Planches. (Paris , Briafson. 1762 — 1777.) 
12 Vols et une Table analylique et ratsonnee des Matteres. 
(Paris y Panckoucke. 1780.) 2 Vols. — Von diesem Supplement 
handelt der T.II. S. 749 — 750 voce: ^^Echec^^ Tom Rössel- 
sprunge. — In der Wiener Hofbibliothek. 

. . . Troisieme Edition enrichie de plusieurs notes, Ä Li" 
vourne, de firnpr. des Edileurs. 1770—79. Fol. 17 Vols und 
4 Yols Suppl. 1 1 Vols Tables avec un Vol. de Supplement. — 
Der T.V. handelt auf den Seilen 225 — 228 von dem Schachspiele, 
undderT.ILdesSuppL S.70. t?o(?a: JJcAec; vom Rösselsprunge. 
Diese Ausgabe ist ebendaselbst zu ßnden. 

. . . Encyclopediey ou Dictßonnaire. universel raisonne des 
Connoissances humaines mis en ordre par M. Feiice. Yverdon^ 
1770—76. In 4. 54 Vols. Im T.XV. wird auf den Seiten 88— 94 
im Artikel : Echec^ von dem Schachspiele gehandelt. In der Wie- 
ner Hofbibliothek. 

Enderlein y K. 
... Anweisung zum Vierschachspiele von K. 
Enderlein. Mit einer Kupferplatte. Berlin, bei Fr. 
Laue. (Gedruckt bei 6. Hayn.) 1826. kl.8. 113 Seiten. 
Das Werkchen enhält: Allgemeine Grundsätze. Spielregeln. An- 
deutungen zum richtigen Vierschachspiel. Durchgeführte Vier- 
schach-Partie. 

... Theoretisch-praktische Anweisung zum 
Vierschachspiele. Mit einer Sammlung von Spiel- 
Anfängen, durchgeführten Partien undSpiel-En- 
dungen. Zweite, stark vermehrte Auflage. Mit 
einer Steintafel. Berlin^ bei Schröder. 1837. In 12. 
— (OelUnger. Nr. 71.) 

Entwurf. 

... Entwurf zur Bildung einer deutschen 
Schach-Akademie. Nürnberg; bei Stein« 1883. 4. 
(Oettinger. Nr. 72.) 



169 



Er$kine, William. 
(Englischer Ueberaetzer des Füto.) S. Vida^ M. H. 

Eschenburg, Joh^ Joachim. 

• Bibliographischer Beitrag zu Jctcoh von Cet^ 
soH$ Anweisung zum Schachspiel S. Brun$j P. J., 
Beitrage. Braunschweig, 1802. 8. S. 169 — 172. 

... Nachträge zu der Adelung'schen Nachricht 
von einem altdeutschen Gedicht über dasSchach- 
spiel. (Mit Auszögen.) S. Merkur, Der neue deutsche. Wei- 
mar, 1805. Bd.L S. III— 123. — (Vergl. Adelmig.^ 

Essai. 

Essai Sur le Jeu des Echecs. Mamhourg. 1770. In 8. 
(Ist ein Auszug aus Seamnuu) — (Hock. 167. — Cancellieri. 
136. — Mafsmann. 176». — Walker. 269.) 

. . . Essai Sur les problemes de Situation. (Mit dem Motto : 
Posthahui tarnen illorum mea seria ludo.) Rouen , che% Ra- 
sine. 1782. In 8. S. (Balliere de Laisement, Denis.) 

Etwas 

über den Kempelen^ sehen Schachspieler. Frankfurt. 
1783. In 8. S. (Ostertag^ Professor.) 

Euler, Leonhard. 

.. . Solution d'une question curieuse qui ne paroit sou~ 
tnise ä aucune analyse. S. Histoire de tAcad. R, des Seien- 
ces et Beiles "Lettres. Vol. XV. Annee 1759. A Berlin^ cliez 
Haude et Spener. 1766. 4. S.310 — 387. 

Die Aufgabe dieser Abhandlung ist: „De parcourir avec 
un cavalier toutes les cases d'un echeguier^ sans parvenir 
jamais deux fois d la meme, et en commenfant par une 



170 



case donnee.^^ — Twifs liefert im zweiten Bande seiner Mis^ 
eellanies, S.72, die Tafel dieses Rösselsprunges (Jlorseleap). 
— Noch findet man diese Abhandlang in der von Mübons be- 
sorgten neuen Ausgabe des Manuel von Stein. 

Ewald. 
S. Anweisung, praktische. 



F. W. 

Fulke, William. 

F. W. C. 

... The Legende of Sir Argentine^ ehe White Queens 
Knight. S. Chefs-Player' s Chronicle. Vol. II. S. 896. 

... The Ennobling of ehe Pawn. S. Ebendaselbst. Vol.III. 
Seite 29. 

. . . The Balle of ehe Knighls. A Conmemoration ofehe 
50^^ Game hetween M. De La Bourdonnais and Mr. M'Don^ 
neu. S. Ebendaselbst. VoLIII. S.413. 

Es steht zu erwarten, dafs dieser Dichter noch mehrere, das 
Schachspiel verherrlichende Dichtungen den Schachfreunden lie- 
fern werde. 

Faber f JacobuSy Stapulensis. 

... Riehmomachia. 1540. mehmomachia. 

Dieses Werkchen ist auch mit Jordani Nemorarii Elementis 
Arithmetids. Parisüs, Colinaeus. 1531. Fol. zusammengedruckt 
erschienen. 

Feiice f M. de. 
S. Encyclopedie. Yverdon. 1770—1776. 4. 58 Vols. 

Ficoroniy Francesco de. 
... I Tali ed altri strumenti lusorf degli anlichi Romani 
descritei da Francesco da Ficoroni^ Sodo della Reale Accor- 
denUa di Parigiy etc. In Roma^ nella Stamperia di Antonio 



172 



de Ro89i. 1734. Con Ueenza de* Superiari.^^ In 4. 8 Blatter 
und 158 Seiten. Dieses Werk handelt hier und dort de ludo la^ 
truneulorumy und von dem Schachspiele in historischer Beziehung. 

Fielding, Adolph Julius Theodor. 

(Eigentlich /. G. FlUtner.) 

... Anleitung, das Schachspiel grundlich zu 
erlernen. Berlin, 1797. 8. ^Kaiser. II. 212.) 

... Neueste Art, das Schachspiel gründlich 
zu erlernen. Berlin, in der Societäts-ßuchhand- 
lung. 1812. 8. 

... Zweite Auflage. Ebendaselbst. 1814. 8. 

... Dritte Auflage. Ebendaselbst. 1816. 8. 

... Anleitung, das Schachspiel gründlich zu 
erlernen. Aufs Neue herausgegeben von CO. von 
Düben (C. G. FlUtner), Vierte Auflage. Berlin, in der 
C. G. Flittner'schen Buchhandlung. 1818. In 8. 

... Fünfte vermehrte Auflage. Berlin, bei San- 
der. 1820. In 8. — iHöck. 167. — Mafsmann. 186.) 

. . . Dasselbe Werk ins Polnische übersetzt. Breslau, bei 
Korn. 1809. In 8. (.OeUinger. Nr. 75.) 

Fielding, Elias. 
... Das Schach - Verkehren im Brett- und 
Toccategli- Spiel. Aus dem E nglischen des JB/iVw 
Fielding. Berlin, bey ehnigke. 1798. In 8. QWalker. 
S. 270.) 

Figure. 

. . . The »peaMng Figure and Che Automaton Ckefi^Player. 
London. 1785. In 8. S. (Thicknesey M. Philipp 

Firmas-'Peries^ le Comte de. 
... Le Jeu de Strategie^ ou les ilchecs militaireSy par 
M. le Comte de Birmas - Periee , Marechal de Camps et Ar» 



178 



mee$ du Rai de Franee ete. l^"* EdUion. Ä Paris, ehe% Egran 
et chezTreuUel eeWürtz. 1815. 12. 182 Seiten und 2 PL (Bl- 
bliof/r. de la Franee. 1816. Nr. 68.) 

Fischer^ N. N. 
... Die Erfindung des Schachspiels. Ein Ge- 
dicht S.Deutsche Monatschrift. 1797. S. 271. — 
Koch's Codex der Schachspielkunst. Magdeburg. 1813. S. 7. — 
Netto. Das Schachspiel. S. 12, und Waidder, S. Das Schach- 
spiel, Wien, 1887. 8. Bd.I. S.4— 11. 

Flammhorst ^ N. N. 
...Grundzüge einerVariationüber das Schach- 
spiel im Geiste der europäischen Kriegsführung. 
(Aus dessen Imperatorik.) Nürnberg, bei Joh. Adam Stein. 
1883. In gr.8. 80 Seiten. — (^Oettinger. Nr. 77.) 

Flittner, J. G. 
S. Fielding y A. J. Th. 

Flittner 9 C. O. 
S. Düben, C. Q. F. von. 

Forsög. 

... Forsög til almindeiige vg särdeles Grund- 
Regler for Köngeelier Skakspillet Kiöbenhavn, 
1774. Trykt hos Au gust Friedrich Stein. In8. 112S. 
mit Holzschnitten. Die Felder des Schachbrettes sind von 1 bis 64 
bezeichnet. 

Fournie de St.-Amant. 
S. Palamede, Le. 

Fragment. 

... Fragment of an Epic Poem, sent by a Lady to a 
Gentleman, on the morning succeeding the evening's lose ofa 



174 



gmme at Chefs. (Capieä firom an oldNewipaper. — Twi/s. II. 
S.210, theilt dieses Bniohstück mit, welches 61 Verse zählt Bs 
ist auch im ersten Rande des ChefB-'Player's Chronicle. S. 79—^0. 
abgedruckt zu finden. 

Franklin y Benjamin. 

. . . MoraU of Chess. Also Dialogue on Chefs between 
Franklin and ehe Oout. S.Monthly Magazine. Sept. 1804. — 
Memoirs ofthe Life and Writings of Benjamin Franklin. Lon^ 
don. 1818. 4. Vol. IIL S. 322 — 325. — Chefs made easy. 
London, s.a. (1797.) und 1803. 12.— Chefs ^ Player" s Chro- 
nicle. Vol. II. S.32. (Vergl. Magas. encycl. 1817. V. 223. — 
Twifs^ Chefs. S.141.) 

...La Morale degU ScaccM. S. Chefs made easy. Trat" 
taiello sopra il Otuoco degli Scacchi. Parma, 1821 , und Fe- 
nezia, 1824. S. 31 — 37. — Eine interessante Notiz über diesen 
merkwürdigen Mann gibt uns der erste Band des Palamede vom 
Jahre 1836. 

Fr er et y Nicolas. 

(* 1688 1 1743.) 

... Dissertation sur VOrigine du Jeu des Echecs. S. Ht- 
stöire de fAcad. R. des Inscript. et Beiles - Lettres. Paris. 
T. ni. S. 375 und T. V. S. 250 — 259, und dessen Oeueres. 
Paris, afi.XVm. S.121. 

... Account ofthe Origin of Chefs. S. Chefs made easy. 
London. (1797.) 12. 

Ueber dieses Werk, welches der Verfasser der Akademie der 
Wissenschaften in Paris überreichte, findet man in den Berliner 
Mannigfaltigkeiten vom Jahre 1782 einen sehr lesenswer- 
then Aufsatz. 

Fulcoy Wilhelmus. 
S. Fulke, William. 



175 



(Pulke, William^ 

{NobüU CmUabrig. t 1589.) 
... Ludus SeacehicO''Mathemalicu$y ubi SeaccM^ Ta^ 
btUae Matkematicae aptati , quamis propositiones Arith^ 
metica$ et Oeometricas resoluunt. E. W. C'ic.) Londitii^ 
1654. 12. — CClodius. 152. — Hyde. 1694 und 1767. 
T. n. 157.) 

... Metromachia, sioe ludus Oeometricus. Auetore Gui" 
Heimo Fulcone Anylo. Londini^ 1566. 4. und 1578. 4. — 
Die Steine bestehen in diesem Spiele aus geometrischen Figuren, 
und es ist die dazu gehörige Tafel der Länge nach in 52 Felder 
und der Breite nach in 33, nach Art des Schachbrettes ge- 
viertet. 

... (Jd. Opus cum figuris.^ Londiniy Excudehat Thomas 
Vaulrollerius j Typographus. (Ohne Jahr.) In 4. 51 Seiten. 
Diese Ausgabe ist dem Grafen Robert Dudley von Leicester zu- 
geeignet. — (Twifs. II. 48. — Lotendes. II. 754.) 

. . . Ovpavoßia)(ia, hoc estj Astrologorum ludus ad bonarum 
artvum et Astrologiae imprimis Studiosorum Relaxationem^ 
eomparatus. Nunc primum illustratus, ac in lucem editus* 
Londiniy per Thomam Eastum^ et Henricum Middeltonum^ 
Impensis Ouilielmi Jones. 1571. 4. min. 23 Blätter mit Figuren. 
— Dieses Spiel wurde in der Weise des Schachs gespielt. Die 
auf jeder Seite befindlichen Steine, je sieben an der Zahl, sind mit 
den Charakteren der sieben Planeten bezeichnet. Diese drei Ausga- 
ben sind in der Wiener HofbibUothek zu finden. Von dem letzteren 
Werke erschienen (nach Watt, S. 391. e^ noch Ausgaben in 
den Jahren 1572 und 1573. 

• . • The most ancient and learned Playe, called the 
Philosopher*s Oame^ invented for the honest recreation of 
StudentSj and other sober persons, in passing the tedious 
of tymCy to the release of their labours, and the exercise 
of their Wittes. By W. F. (Mit Holzschnillen und Tafeln.) 



176 



Prynted at London j hy Rowland Hall for James Rate 
thumy and are to he sold at hie ehoppe in Chepeeide t 
der Bowe church. 1563. 16. 40 Blätter. — (Twifs. L 
65, — Watt. 602. (o. Lever.) Lowndee. 754.) Dieses 
der Rhythmoinachie handelnde Buch ist ebenfalls dem L 
Robert Dudley^ dessen BildniCs als Titelkupfer beigegeben 
zugeeignet 



G. B. 

. . . Poeme of a whole Game played al Chefs. — S. 
Ludus Scaechiae: Chqfs-Play* London. 1597. In 4. 

G... (T. V. dJ) 
. . . D 1* e P a 1 1 - F r a g e. S. Berliner Schachzeitung. Erster 
Jahrgang. S.I5 — 22. 

G. R. 

S. Oould, Robert. 

. . . DescripHon nouvelle et claire du royaljeu des echecs 
nouvellement reduit aux regles ordinaires et necessaires pour 
lejouer facillement par le St. G***. Die Angaben des Ortes und 
Jahres fehlen. — QMafsmann. 190.) 

Gamhitspiele 

von Phüidor^ SaMo^ Greco, Muzio oder CasciOy Donop^ 
Walker, Allgaier, Cunningham und Anderen. S. Orelly C.v y 
Schachbächlein. Aarau. 1840. 8. Abthl.II. S. 186— 280. 

Game. 

. . . The Game at Chefs; a metaphorical Discourse shewing 
the present Estate ofthis Kingdome. London, 1643. 4. (^Lown^ 
des. 402. — Oettinger. Nr. 82.) — Das Werkchen ist ein poli- 
tisches Pamphlet auf die Rcjgierung Karls L von England. 

• . . The Game ofWar; or improeed Game of Chefs, tran§^ 

12 



178 



lated from the German^ and reetified by a (ßtUcK) Notary 
Publick. London^ 1798. 8. 16 Seiten. (Twifs, Miscell. II. 233.) 
(Yergl. Kriegsspiel und IlGiuoco della Ouerra.') 

• • . The new Game of Chefs for four persans^ eompieCe 
Rulet for playiny. London, by Sherwin. 1837. 12. 12 Seiten. 
iWalker. S.287.) 

Games. 

... The Game» of the Match played between the London 
and Edinburgh Chefs Clubs; with notes and back Games, as 
reported by the committee of the Edinburgh Chefs Club, Edin^ 
bürg: Blackwood. London: CadelL 1829. gr. 8. 71 Seiten. 
(JValker. S.278.) 

... Report'^ Appendix zu diesem Report ^ und Remarks 
darüber. S. Report und TF. Lewis. 

• . . Games mostly played in England^ France, Italy and 
Germany, comprising Chefs* London. 1787. In 12. (Walker. 
S.271.) 

Gamester^ 

The complet (in verschiedenen Ausgaben). S. Cotton , C. 

Gervasius Tilberiensis , Anglus. 
... Liber Scaccarii, s. de Curia Scaccharia. 1. C. 4. Es 
wird darin von dem Ursprünge und Begriff des Schachspiels ge- 
handelt. (Heinr. Spelmannus in Glofs. Archaeolog. 502. — 
Baleo. Catal. Script. Britan. 250, — und Pitseo relat. hist. 
de rebus Angl. 274, haben über das Leben des Gervasius ge- 
schrieben.) (S. Clodius. S. 74.) 

Gesta. 

... „ Gesta Romanorum cum AppUcationibus moralisatis 
ac misticis. — In diesem , dem Elinandus zugeschriebenen, 
sehr berühmten und höchst anziehenden Werke , wovon seit der 



179 



ersten, aus dem Jahre 1 472 stammenden Ausgabe bis auf die neueste 
Zeil noch eine Menge von Ausgaben erschienen sind, und von de- 
nen die Wiener Hof bibliothek aliein sieben lateinische aus den Jah- 
ren 1488, 1489, 1493, 1499, 1508, 1540 und 1555; ferner 
zwei deutsche aus den Jahren 1489 und 1842 , und endlich noch 
eine französische , ohne Angabe des Druckortes und Jahres , be- 
sitzt, handelt das 166. Capitel von dem Schachspiele, mit lesens- 
werther Anwendung auf Religion und Moral. Der Titel der vor- 
trefflichen neuesten deutschen Uebersetzung ist folgender: 

Gesta Romanorum^ das älteste Mährchen- und 
Legendenbuch des christlichen Mittelalters, zum 
ersten Mahle vollständig aus dem Lateinischen 
fibertragen, aus gedruckten und ungedruckten 
Quellen vermehrt^ mit Anmerkungen und einer 
Abhandlung über den wahren Verfasser und die 
bisherigen Ausgaben und Uebersetzungen des- 
selben versehen von Dr. Johann Georg Theodor Graefse. 
Dresden und Leipzig, in der Arn oId*schen Buch- 
handlung. 1842. In 8. HäifteL VIII und 287. Hälfte IL 315 
Seiten. (Vergl. Joe, de Cessolis in der ersten Abtheilung.) 

GheruSy Ranutius (Pseud.') 
S. Gruterusy Janus* 

Ghulam Kafsim and Cochrane , James. 

. . . Analysin of ehe Muzio Gambit^ and Match of two 
Game» at Chefs played between Madras and Hyderabad^ 
lüieh Remarlts by Ghulam Kafsim ^ of Madras ^ toho had the 
Chief direction of ehe Madras Games , and James Cochrane^ 
Esq. of ehe Madras Civil Service. Madras^ Courier Press. 
1839. in kl. 4. 

Dieses in Ostindien gedruckte , und erst seit kurzer Zeit in 
Europa bekannt gewordene Werk ist ein kleiner Quartband von 
63 Seiten , und erörtert einige neue Zuge von Bedeutung. Von 
den beiden Autoren ist der letztere Cochrßne, welcher übrigens 

12* 



180 



mit dem berühmtem Schachspieler gleichenNamens nicht verwandt 
war, schon gestorben. Aufser den im Titel genannten zwei 
Correspondenz- Partien, die bei Bledow^ 1843. S. 72, und in 
der Chefs ^Player' 8 ChrotUcie. I. S.34 und 49 (von W. Lewi$ 
mitgetheilt) abgedruckt sind, enthält das Buch verschiedene höchsl 
interessante Spiele aus dem Schottischen Gambit, den Oiuoeö 
piano und dem Gambit des Cochrane. Vorzüglich bemerkens- 
werth sind aber 87 Veränderungen, welche der Analyse einer Art 
des Gambit Mukio^ über die bisher nur Kochy 1828. S. 98, han^ 
delte, gewidmet sind, und stets zum Vortheil des Anziehenden 
ausgeführt werden. Einen kleinen Theil derselben findet man im 
Palamede^ 1842. I. S.308, und in dem Chefs ^ Player' »Chra^ 
nicle. ni. S. 187, mit der Ueberschrift: ^^VariaNons on ehe 
Muzio Oanibit. (p. Bilguer.) 

... VariaHons on Evans's Gambit. S. Chefs '-Player^» 
Chronicle. VL S.47. 

Giacomettiy Franfois. 
• •• Nouveaujeu des echecsy oujeu de la Ouevre^ inven^ 
tion du Citoyen Franfois CHacometti. A Oenes^ Jean Barihe^ 
lemy Como, 1801. an. IV. de la republ. Ligurienne. Avee 
figures. In 8., und: Paris y 1803. In 8. (fiancellieri. 138. — 
Hoch. 167. — Magas. encycL 1817. V. 222. — Twifs. Mis^ 
cell. II. 233. — Walker. 271.) Das Buch wurde um dieselbe 
Zeit auch in Italien gedruckt. 

Giannottiy P. Alfonso. 
(S. dessen Endspiele in Koch's Codex. 2. Aufl.) 

Gianutio^ Horatio. 

. . . jyLibro I nel quäle si \ tratta della \ Maniera \ di 
Oiuoear* a Scacchi, \ Con alcuni sotUlissimi Partiti. \ Nuova^ 
menle composto da Horatio Oianutio | della Mantia. \ AIP 
Illustriss. et Eccellentiss. Sig. il Sig, Conte Francesco | Mar" 
tinetigo di Malpaga, Caualiero deW Ordine^ | et Generale 



181 



4elt Alt. S. di SawHa.^ (Ein Wappen im Holzschnitte.) ,^In 
HVm'iio, Appresso Antonio de Bianchi. 1597. | Con licenxa 
de Superiofi/^ \ ]n 4. 4 unbezeichnete und 51 bezeichnete 
Butter mit Holzschnitten. iCiodius, 75. — Maga». encyeL 1817. 
219. and 228. — Maßmann. 169^7. — Biblioth. Cardin. Im- 
periak S.20S. — Biblioth. Schoenberg. ]. 261. — Twifs. I. 66.) 
Der Inhalt dieses seltenen Werkes ist folgender: 
Capitolo primo delli nonU de scacchi, loro 9ito^ et re^ 
gale. Fol. 1« — Del modo di giuocare d scaechiy comineiando 
ü giuoco con la Pedina del Re. Fol. 5. 7. 8. 9. — Del modo 
da cominciare il giuoco con ia Pedina di Donna. Fol. 12. — 
Del giuoco del Gambettocosi cMama vulgarmente. Fol. 16. — 
Del modo di giuocare riceuendo la Pedina delC Alfiero di Re^ 
etil tratto d'auuantaggio. Fol. 22, 24. — Del modo di giuO" 
care riceuendo d'auuantaggio la Pedina delC Alfiero di Re 
senza il tratto. Fol. 25. 29. — Del modo di giuocare riceuendo 
fin Cauallo d'auuantaggio senza il tratto. Fol. 32. — Del 
modo di giuocare vn Cauallo d'auuantaggio per la Pedina delV 
Alfiero di Re, et il tralto. Fol. 36. — De Qiuochi de Par^ 
titi. FoL 41. — Der Text ist durchaus umrändert. 

Gianutio's Werk enthält demnach nebst gewöhnlichen Spie- 
len noch eine besonders grofse Sammlung von Spielen mit Vorga- 
ben, und 12 bedingte Endspiele. Wenn man erwägt, dafs er 
nur Damiano und Lopez als Muster vor sich fand , so mufs man 
seinen Bemühungen unbedingtes Lob ertheilen; denn an Reichthum 
der Ideen und richtiger Berechnung übertriiTt er seine Vorgänger 
augenscheinlich. Jedoch ist nicht Alles in seinem Werke von glei- 
chem Werthe : so ist seine Bearbeitung der Springerpartie, beson- 
ders in dem Abschnitte über das doppelte Springerspiel , mehr zu 
loben, als seine Gambitspiele. Auch in seinen Regeln ist er 
iSM^hwankend ; er läfst mitunter den König springen , während er 
auch häufig rochirt , und zwar mit dem Könige auf das Feld des 
Thurmes oder Springers , und mit dem Thurme stets auf das Lau- 
ferfeld. Zu Qianutios Zeit schwebte der Streit , ob man in der 
Springerpartie den angegriffenen Königsbauer mit dem Damen- 



182 



iem ynmLoptx tmftMtmMlmg dl — 4#6 AniHiBMi. Gimmmtio 
atekkd äch zuerst fir die ridügm dieser beidea S^Marten, 
tadea er «icfc der Meunn^ des Portupeeoi «ndblofii; «od ihm 
aiBd «De spateren Autoren ^dgt, bis auf den einzigen FMHäary 
weldMr den Zog des Lopez wieder aufnahm. In der neuesten 
Zeit haben nnn Feiraf ond JämiMch Avrwt anfmerfcsam gemacht, 
dafs der beste Gegenzng weder SbS — e6, noch 4#7 — 4#6, 
sondern — fS sey. — In dem letzten seiner Endspiele zeigt 
Oümuiio, wie ein Springer sammtüdie Schadisteine nehmen könne, 
ohne dab er je zwei Mal auf ein VM komme. Vielleicht hat dies 
za dem Rösseispronge AnlaCs gegeben. (9. BHfuer.^ 

Die Aosbssnng des Namens CHamUio in der Liste der be- 
rühmten Schachspieler bei Carrerm ist um so schwerer za ent- 
schuldigen , als das Wo-k des letztem um zwanzig Jahre spiter 
Teröffentlicht wurde. 

OianuCws Werk ist von Sarrai unter folgendem Titel in 
das Englische übersetzt worden : 

... OianuCio^ and Ouslamis Selenus on Chefin transiaied 
and arranged by SarraU. London, 1817. In 8. 2 Yols. S« 
SarraUy J. H. 

Gioachimo Calabrese. 
S. Greco, Gioaehino. 

Giuocatore. 

...11 Giuocatore della sala di Conversassione che istruitee 
8ul TaroccOy alt OmbrCy al TreseUe^ alla Bazzica, sul 
Giuoco degli Scacchiy del Bigliardo , della Dama^ e del Cueu. 
Terza edizione corretta e nügliorata, MilanOy presso Vin- 
eenzo Abele Bussola ^ Successore a Bucdnelli. 1825. In 9» 
215 und eine Seite /fifftca , mit Titelkupfer. — Die Seiten 114 
— 131 handeln von dem Schachspiele. — (In der k. k. Hof- 
bibliothek.) 



188 



Giuochi. 

. Giuochi fisici e matematici i piü belli finora imaginati 
eolt aggiufUa deUa loro spiegazione e costruziofie , e del 
modo di eseguirH, Opera dileClevolissima ed istnUCiva. (Con 
iavole in JRame.) Mantova^ presso f Brede Pazzoni. 1817 — 
1818. gr.8. 2 VoL — Das Spiel XXXI im zweiten Theile, S. 98 
— 115 enthält: „Far passare il Cavallo su tutte le casette di 
una Scacchiera, und die Spiele XXXII — XXX VH Sei partiU 
di Scacco* 

Giuoco. 

...II Giuoco degli Scacchi ridoUo inPoema eroico. Vi-- 
cenza^ 1607. 4. S. Vida^ M. H. 

... II Giuoco degli Scacchi. Tratlatello tradotto dalt* 
Inglese. Parma, 182), und Venezia, 1824. 8. S. Che/s 
made easg etc. 

...II Giuoco dellaGuerra, ossia il Giuoco degli Scacchi. 
Genova, 1802. In 8. (^Amali. Ricerche. T.Ul. S.379. Vergl. 
Kriegsspiel und The Game of War.') Weder ^«ia^< noch 
Walher geben den Namen des Verfassers an. 

...II Giuoco pratico, o meno capitoli diversi che sercono 
di regola ad una raccolta di giuochi piü praticati nelle conver- 
Mazioni d'Italia. Bologna^ 1755. In 8. (Maßmann. 191.) 

... Edizione seconda, Colle Ameno. 1760. In 12. (JB^ 
bUolh. HuUhem. YoLIL S.227. Nr. 9962.) 

(Gouldy Robert.^ 

. . • Ludue Scacchia; a Satire, with other Poems by R. G. 
London, 1675. In 8. 62 Seiten. (^Walker. 271.) 

Gräfse^ Dr. Joh. Georg Theodor. 
... Lehrbuch einer allgemeinen Literärge- 
schichte aller bekannten Völker der Welt, von 
4er ältesten bis auf die neueste Zeit. Dresden 



184 



und Leipzig, in der Arnold'schen Buchhandlung. 
1887 — 48. In 8. 

Im zweiten Bande^ zweiter Abtheilung, S. 450 — 452 , und 
S.879 — 886 und 967, findet man Geschichtliches und Literari- 
sches über das Schachspiel. 

GhraWy Friedrich von. 
... Abhandlung über die Natur und Grund- 
sätze des Schachspiels. (Vignette.) Wien, Taubstum- 
me ninsti tut 1787. kl. 8. 62 Seiten und ein Blatt. Das Werk- 
chen ist dem berühmten General Gideon v. London gewidmet. 
OetUnger nennt ihn irrig (jhran. 

Graziniy Cosmus. 

. . . Scacchii ludus emendatus, Florentiaey apud Juntas* 
1604. 4. (Fahrten BibliotJi. gr. antiq. S.623. — Clodius. 76.) 

Dieses Werk ist nichts anderes, als eine verbesserte Ausgabe 
des Vida^ nebst einer pebersetzung desselben in ottatoa Rima. — 
(Vergl. Vida, M. H.) 

GrecOy GioachinOj Calabrese. 
Dieser ausgezeichnete und berühmt gewordene Schachspieler 
wurde wahrscheinlich auf der Halbinsel Morea geboren, kam aber 
schon sehr frühe nach Galabrien, woher er den Beinamen des 
Galabresen erhalten hat. Er wurde im Hause des Marano 
erzogen, welchem er, wenigstens in seiner Jugend, im Schach« 
spiele nicht gewachsen war, wie dies SaMo gegen das Ende 
seines zweiten Buches berührt. Obgleich Greco ursprünglich un- 
bemittelt war, so soll er sich doch durch sein Spiel, besonders 
zu Paris, wo er 50,000 Dukaten, wie erzählt wird, gewann, 
ein bedeutendes Vermögen erworben haben. Von Paris aus ging 
er nach England, und wäre dort beinahe ermordet worden. Ge- 
storben ist er in Indien, und hinterlieis all sein Hab' und Gut den 
flesuiten. 

Während seines mehijährigen Aufenthalts zu Paris verfalste 



ISA 



OfMff vor dem Jahre 1615, sein Werk iti italieniteherSprachei 
welches jedoch lange Zeit nur eine Handschrift blieb. Er schlofs 
sich darin den in Frankreich allgemein geltenden Spielregebi an^ 
und war so der erste italienische Schriftsteller, welcher sich aus* 
schlielslich der beschränkten Art zu rochiren bediente, was nach 
ihm in Itah'en mit dem Ausdrucke: y^Arroccarsi alla Calabrista^ 
beiseichnet wird. 

Das Werk iesOreeo gehört zu den wenigen Schachbflchem, 
welche allgemein bekannt sind^ und ist fast in alle europäischen 
Sprachen übersetzt worden. Es gibt davon sogar eine russische 
Uebersetzung. Die jetzt allgemein verbreiteten Ausgaben, unter 
denen die beste von W. Lewis im Jahre 1819 zu London be« 
sorgt wurde , und die in Deutschland sehr bekannte von Moscm 
Hirächeli Das Schach des Herrn Oioacchino Oreco Ca~ 
labraii* Breslau, 1784 (andere Abdrucke haben auf dem Ti* 
telblatte: Leipzig, 1795), sind vollständiger als die zuerst er-^ 
sdiienenen, z.B. als die zu London 1656 gedruckte Ausgabe; 
vielleicht ist die häuGg angezogene Auflage : Paris 1669, die erste 
vollständige. Dieses Werk gehört unstreitig zu den vorzuglichsten 
und zugleich belehrendsten Arbeiten über das Schachspiel. Es ent^ 
hält ungefähr 150 höchst geistreiche, wenn auch nicht durchgän- 
gig neue^ Partien ohne Anmerkungen , welche aber selten über 
den 22. oder 28. Zug hinausgeführt sind. Den Schlufs bilden 
6 Endspiele , von denen sich aber ebenfalls , z. B. das zweite (S. 
Hirächel. S. 123) schon bei SaMo (1728. S. 135) findet. Häufig 
ist es dem Chreeo zum Vorwurf gemacht worden, dafs keines sei- 
ner Spiele fehlerfrei sey, ja, dafs sich od mehr Versehen in der- 
selben Partie befinden^ ohne dafs er sie angäbe. Wenn man je- 
doch die Spiele genauer betrachtet , so wird man wohl selbst die 
Fehlzüge leicht entdecken , obgleich die Fehler meist von der Art 
sind , dafs sie im wirklichen Spiele , selbst unter guten Spielern, 
häufig vorkommen können; und überdies weifs Oreco ein jedes 
Versehen so höchst elegant zu benutzen , dafs man schon defsw^ 
gen hinreichende Unterhaltung und Belehrung im öfteren Durch- 
spielen seiner Partien finden wird. Uebrigens handelt ein ganzer 



Abschnitt in dem Werke des Co^to, ThL L S.308 -857, Libra 
terzo 9 sinsegna una difesa particolare pel Nero che ha U 9e» 
eando tratto alli giuochi del Calabrese ganz allein über diese 
Fehler des Calabrese^ so dafs, in Verbindung mit dieser Ergän- 
zung, das Werk des Oreco gewifs hinreichend deutlich ist 
(v. Bilguer.) 

Im ersten Bande (1836) des Palamede findet man eine Le* 
bensbeschreibung dieses berühmten Autors. 

• Traltato delnobilissimo e militare Essercitio de'Scae" 
Chi, nel quäle se contengmo molH bellissinU TratH e la vera 
scienza di esso Giuoco composlo da CHoachino Calabrese. — 
Befindet sich als Handschrift in London. (Twifs. II. 12. — Beier^ 
Memor. libr. rar. 77. — Walker. 271.) 

• Traite du tremoblejeu des e*chec% leguel est Hre des 
Ouerres et des raisons d^Estat. Divise en Sbarrates^ Partitz^ 
et Gambetz. Jeux modernes auee tresbeaux traictz cachez 
tous diuers par Gioacehino Grec Calabrois. MDCXIX. Rome. 
— Auch Handschrift. 

Diesem Titel, der Zueignung des V^fassers, ausgestellt : Nancy, 
15 Juli 1621, und der Vorrede an den Leser folgt Blatt 4 ein 
neuer Titel; „ Traitte du Jeu des eschecz* Traduit par Guil'^ 
laume Polidore Ancel. d Nancys 1622.^ 

Nach den allgemeinen Regeln des Schachspiels beginnt nach 
Blatt 20. a. mit erneuerter Blattzahl von 1 — 181 die Beschreibung 
einzelner Spiele. — Pergament- Handschrift des siebzehnten Jahr- 
hunderts von 151 Blättern in 4. mit gemalten Initialen, sechs Mi- 
niaturgemälden, die Figuren des Schachspiels darstellend, von de- 
nen der König und der Springer (Chevalier^ in freier , fast altrö- 
mischer Tracht, Königin QDame^, Laufer (Alfier oder Fof) und 
Bauer (Pion) in der Kleidung des siebzehnten Jahrhunderts gemalt 
sind, einer Abbildung des Schachbrettes und vielen Blattverzierun- 
gen. Jede Seite ist mit rothen Linien eingefafst. — In der Dresd- 
ner k. Bibliothek. (O. 60.) (S. Falkemtein. S. 480.) — Ueber 
den Verfasser und eine andere Handschrift gibt die Biblioth. Hui' 
sianaj l. 841, Nr. 5217, Notizen. 



187 



...Le royal Jeu de$ Eehecg, traduit de VIMien de Gioachino 
Oreeoj Calabrois. Verschiedene Autoren, namentlich: Bio^ 
LolU, Tieifs, Cancellieri, Höek^ Querardy Koch^ Walker, 
Catal. WoUers (Parie^ 1844), Maßmann. 271, 272) und An- 
dere geben folgende Ausgaben an : 

. . . Eine ohne Angabe des Druckortes und Jahres. 

... A Paris, 1615* 8. 

• Ebendaselbst* 1635. 8. 

... ALondres, 1656.- 8. 

... A Parin, che% N. Pejpingue. 1669. 12. 

... Ebendaselbst. 1674. 8. 

... Ebendaselbst. 1688. 8. 

... Ebendaselbst, Lefehvre. 1689. 12. 

... Ala Haye, 1696. 16. S. Divertissemene innocens. 
S. 1 — 324. In der IFiener Hofbibliothek vorhanden. 

... A Bruwellee. 1698. 8. 

... A Paris, 1699. 12. 

...Ala Haye, 1700. 8. 

... A Paris, chez Jacques Lefebvre. 1713. 12. 
... A Bruwelles. 1713. 12. 

... A Paris, chez Denis Mouchet. 1714. 12. 10 BI. und 
343 Seiten. 

... Ebenda. 1726. 12. 

... Ebenda. 1728. 12. 

... Ebenda. 1735. 12. 

... Ala Haye, 1740. 12. 

... A Liege, 1740. 12. 

... A Liege, 1741. 12. 343 Seiten. 

... A Paris, 1742. 8. 

... A Liege, 1742. 12. 

... A la Haye, 1742. 12. 

... A Liege, 1743. 12. 

... A la Haye, 1744. 12. 

... A Londres, 1752. kl. 8. 208 Seiten. 

... A Amsterdam^ 1752. 12. 



188 

..• A Pari^y 1756. 8. 

... A Amsterdam y 1768. 8. 

• APariSy che% les Ubraires as/tocies 1744. 12. 244 S. 
... A Bruxelles^ 1782. 12. 

... A Amsterdam y 1791. 12. 
... A Amsterdamy 1792. 12. 

In die letztere Ausgabe ist ein Theil von PhiUdor*9 Abhand- 
lung mit aufgenommen worden. — Ob übrigens alle Angaben die- 
ser Auflagen genau sind, können wir nicht verbürgen. 

• • . Nouvelte Edition. A Paris , che% DelaruCy Impr. de 
Blocquet^Castiaux ä Lille. 1843. 12. 5 Bogen. (^Biblioffr.. 
de la France. 1843. Nr. 4529.) 

. . • Jeu des EchecSy ou parfies du Calabrois . . arrangees 
wec une notatim faciles. Bourdeauxy 1833. In 12. S. A%e* 
vedOy M. 

... The royalOame of Chefs ^play sometimes the reerea" 
tion of the late King with many of the nobility y being the 
study ofBiochimo the famous Italian by D. S. Budden. Illu- 
strated with almost a hundred Gambets. Published by Francis 
Beate. London. 1656. 8. Mit dem Bildnisse Carls L von Eng- 
liand von Stent. 

Es ist diefs eine von Budden besorgte Uebersetzung des 
OrecOy welcher unter dem Namen Biochimo gemeint ist. Sie 
enthält nebst Regeln und Spielen auch verschiedene Verse^ welche 
von den Bibliographen nicht näher bezeichnet werden. — (JFwifs. 
I. 75. — Hyde. I. 76. — Bohn\^ Catal. 578. Nr. 6996. — 
Ma/smann. 174.1».— Walker. 262. — OettingerNr. 35. 36. 
voce Biochimo.^ 

... A Treatise on the Game of Chefs^ by Oioachino Greco. 
Tranilated from the French: to which are added numerous 
RemarkSy critical and Explanatory y by W. Lewis. London^ 
for Longman and Co. 1819. 8. 160 Seiten. — Diefs ist die 
beste ^ bisher erschienene Ausgabe. Die Anmerkungen sind sehr 
brauchbar und das Ganze mit einer Genauigkeit und einem Ge- 
schmacke ausgestattet^ welche sämmtliche Ausgaben des lieber- 



189 

Setzers vortheilhaft bezeichnen. (Höck. — Beni. 1827* 71. — 
Lowndes. II. 822. — Walher. 272.) 

• . . Chefs made eany ; or, the Garnen of GioacMno GrecOy 
theCalabrian; with additiofuil games and apetUngs^ illustrat" 
ed fJDÜh remarks and general rules. The tohole so eontrived^ 
that any person mag leam to plag in a feto dags tvUhout ang 
farther assistance. (WUh a frontispiee and one plate.') Lofi~ 
don, bg Knapton. 1750. 24. — (Twifs. I. 81. — Lowndes. 
II. 822.— Catal. Bibl. Reg. Lond. ül 200.) 

... Deutsch. S. Hirschelj Mosesy und Koch^ J.Fr. W. 

Greenwood^ Walker^ William. 
S. Walker, William. 

Gruget^ Claude. 
(Uebersetzer des Damiano ohne die Endspiele.) S. Damiano 
Porloghese. 

Grundzüge. 

• Grund Züge einerVariation über das Schach- 
spiel im Geiste Europäischer Eriegsführung. 
Nürnberg, Joh. Adam Stein. 1833. 4. 80 Seiten. (Wal- 
ker. S. 284.) 

(Gruterus Janus.J 
S. DeHeiae Italorum Poetarum. 1608. 12. 

GubitZy R. 

... Ueber die Einführung des Schachspiels in 
Europa. S. Berliner Schachzeitung. I. Jahrgang. S. 145—149. 

Gunther Wahl. 

S. Wahl. 



190 



Gtsstavus Selenus. 
S. August y Herzog von Braunschweig -Lüneburg. 

Gntsmuths^ N. N. 
... Spiele zur Uebung und Erholung. S.Auf- 
lage. SchnepfentbaL 1802. 8.— Die Seiten 440 — 489 
bandeki yon dem Schachspiele. — (üfa/^maiiit, 186^7. Oeteinger. 
Nr. 91.) 

Gujföt - Guill. - Germain. 
• •• NouveUe» RecreatioMphysigues etmathematiques etc. 
QiMtre Volumes in 8. omes de Planches. Par M, Guyot^ de 
la Societe litteraire et tnililaire de Besan^on. A Paris ^ chez 
Oueßer. 1769—1770. In 8. — Hier findet man im Tom. II. 
Pag. 230 , die LX« Recreation : Mattiere de faire parcaurir 
par leCavalier les soixante^ quatre cases deVEchiquier. Avec 
une planche. — Ebendaselbst Pag. 231 — 242. Divers fins de 
Parties d'Echecs ordinaires. Recreations LXI — LXVI. Diese 
Endspiele sind aus dem „ Trattato delf Inventione et Arte übe" 
rate del gioco di Scacchi^ del Dottor Alessandro Sahio Na^ 
politano* Napoli, 1604/^ und aus dem: ^^Essai sur lesEchecs^ 
par Philippe Stamma. La Hage^ chez Ant. Van-Dole, 1741^' 
gezogen. 

... 3. Edit. Ibidem. 1786. 8. 8 Yols. Die obigen Ab- 
schnitte, nämlich den Rösselsprung und die Endspiele des 
Salvio findet man im T. II. Pag. 230—242 und im T. III. Pag. 
94—105. —(Walker. 272. — Oettinger. Nr. 90.) 

... Neue physische und mathematische B elu- 
fitigungen^ Aus dem Französischen (nach der ersten 
Ausgabe). Augsburg, 1770 — 78. 3 Bde. in 8. 



H» K» 

• •• Napoleon playing Chefs at SC. Helena. A Poem. S. 
Cheß-Player'g Chronicte. Vol. DI. S. 175. 

Handleiding. 

... Handleiding ter oefening in het Schaakspel. Te Rot" 
ierdam, bij T. J. Wijnhoven Hundriksen. 1834. 18 S. in 24. 

• . • Handleiding ^ beknopCe^ Cot Iiet Shaakgpel. Te*s Gra- 
venhage^ bij A. Kloots. 1834. In 12. 92 Seiten. Beide Werke 
fBhrt Walker S. 284 an. 

Harvejfj Lord John. 
• . • Essay on Chefs. S. The Craftsman (ein periodisches 
Blatt Englands.) Nr. 876. — (Vergl. Letter to the Craftsman.) 

HawkinSy Gut/. 

... Poem on Chefs. London, 1764. In 4. COettinger. 
Nr. 93.) 

Head, W. S. 
... The new Game of Social Chefs. London^ by Houston^ 
1884. In kl. 8. 16 Seiten und 1 Kupfertafel. CWalker. S. 272.) 
Das Bächlein enthält eine neue Art Schach für vier Spieler. 

Heidebrande und der Lasa^ Herr von. 

... Das Schachspiel in Wien. S. Berliner Schach- 
zeitung. 1. Jahrgang. S. 37 — 41. 

... Schachbibliothek in Wien. S. Ebendaselbst. 
S. 74— 77: 105—111. 149—154. Vergl. Bt7^wcr, von. 



192 



HeigiuSy Petrus. 
... QuesHanes Juris CimU$ et Saxonid. Wücbergae^ 
1641. In 4. — Die Pars posterior^ X 96 , handelt von dem 
Schachspiele. 

(Heinse^ Wilhelm.) 

... Anastasia und das Schachspiel. Briefe aas 
Italien, vom Verfasser des Ardinghello. Frank- 
furt am Mayn, bei Yarrentrapp und Wenner. 1808. 
In 8. 2 Bände. I. viii und 231 S. II. 279 Seiten. 

... Zweite unveränderte Auflage. Frankfurt a. 
M. bei Ferdinand Boselli. 1815. 8. 2 Bde. 1. Bd. VIII u. 
281 Seiten. 2. Bd. 279 Seiten. 

• . . (Neue Auflagen.) Ebendaselbst 1820 und 1881. 8« 
(^Oettinger. Nr. 94.) 

...Von seinen, aus 1 Bänden bestehenden, und von FatnrtcA 
Laube im Jahre 1888 zu Leipzig bei F. V o I c k m a r herausgege- 
benen sämmtlichen Werken bildet Anastasia den 6. und 7. Band, 
wovon der erstere 162, und der andere 200 Seiten zählt. 

... Anastasia y en het Sehaahspel brieven itU Italien van 
den Schrijver van Ardinghello, Door J. T. Boogard. Te Alk" 
maary ter Drukkerij mn L. Harencarspel, 1819. In 8. 2 Bde. 
L 181 und II. 214 Seiten. CfValker. S. 258.) 

Heinse hat in diesem seinen Werke einen Auszug aus 
Lallt s Osservazioni geliefert ; dieser enthält jedoch nur die Ver- 
theidigung, einen kleinen Theil der Anfangspiele , ferner die Kri- 
tik des Philidor von Aio, sodann die Einleitung und endlich 88 
künstliche Endspiele, (v. B.) 

Hellwigy Joh. Christ. Ludwig. 
... Versuch eines auf das Schachspiel gebau- 
ten taktischen Spieles, von zwei und mehreren 
Personen zu spielen. Mit 10 Kupfern. Leipzig, 
bei Crusius. 178—1782. In 8. 2 Bde. I. 200. II. 192 S.— 
CHöck. 168.— HeinHus. II. 828.— Ersch. IB. Nn 4528.) 



198 



Herbelot j Barth. 

... BibUQthegue Orientale. Paris ^ 1697. FoL 

Voce Sehamat etc. S. 218^ wird von der Erfindung des 

Schachspieb nach der Meinung der Orientalen gesprochen. (Notiz 

Aber ihn. S. Paiamede. T.II. [1837.] S. 384.) 

Herrada, Petrus. 

...De LudiSy ubi de LatrufumiiMy i. e. Scaehie. S. Hyde, 
TA. Syntagma DUeertat. OxonUy 1767. 4. Vol. II. S.156. 

Hejfdebrand und der Lasa, T. von. 
(Der aasgezeichnete Schachspieler und geistreiche Fortsetzer 
des Handbuches des Schachspiels von P. A. von Bilguer, dessen 
Bemerkungen der Herausgeber dieser Blätter dankbar benützt hat) 
S. Bilguer, P.R. von. 

(Hindenburg, K. F.^ 

... lieber den Schachspieler des Herrn von 
Mempelen; nebst einer Abbildung und Beschreibung 
seiner Sprachmaschine. Hit einem Kupfer. Leip- 
lig, in der Müller*schen Buchhapdiung. 1784. In 8. 
56 Seiten , mit einem Briefe des Sigr. Tamfft. — ^Erech. JH. 
1828. S.878. Nr. 8506. — MiUin. Annalee encycl. 1817. V. 
S»224.) Oettinger gibt das Jahr 1785 an. — VergL Tarufft. 

Hirschelj Moses. 
... Das Schach des Herrn GHoaehino Oreco Calabroie 
and die Schachgeheimnisse des Arabers Philipp 
Stamma verbessert, und nach einer ganz neuen 
Methode zur Erleich terung der Spielenden umge- 
arbeitet von Moses Hirschel. Drei Theile mit einer 
Kapfertafel. Breslau, bey Gottlieb Löwe. 1784. In 
8. 8 und 221 Seiten, eine Seite Errata. -> (Mafsmann. 
17441-21 und 1754^1*.) 

13 



194 



... Unterricht für Schachspieler, nebst Ent- 
deckung der Schachspielgeheimnisse, derer Herrn 
Oioachino Gteco Calabrois unddes Arabers Ph. Stamma; 
verbessert utid nach einer neuen Methode zur Er- 
leichterung d«T Spielendefi umgearbeitet. Leip- 
zig, 1784* In 8. 

...Leipzig, in der Commer'schen Buchhand^ 
lung. 1795. In 8. 221 Seiten.^ (£r«t;A. Handb. III. 1828» 
S.953. Nr. 4 11 6.) 

... U«b«r den Nutzen, Gebrauch und Hifs*^ 
brauch des Schachspiels. S. Rausch. Freimüthige 
Unterhaitangen über die neuesten Vorfälle unse- 
res Zeitalters. Leipzig. 1791. In 8. Zweiter Baad. 
iHöch. 168.) 

Uirsebock^.... 
(Deutscher Üebersetzer des Vida. S. Vida^ M. JJ.) 

Historia. 

Historia Nerdiludii ^ hoc est dicere, Trunculorum; 
cum guibus alii$ Arubum et Persarumy Indorum, Chinensiumy 
et aliarum Gentium Ludi$ tarn Politicis quam BelHciSy plerum^ 
que Eurepae inaudtäSy muiti minus msis: additis anmiüm 
Nominibus in dictarum Gentium Unguis, übi eiiam Classic 
corum Graecorum et Lalinorum loca quaedam melius quam 
haetenus factum est explicantur. 8B1. und 278 Seiten. S.Hgde, 
Th. Mandragorias. Lib.ü. Oxon. 1694. In 8. et efusd. Sgn^ 
tagma Dissertat. Oxon. 1767. 4. Vol. II. S. 159. 

• . • Historia Shahiludii Pars quae est latina. S. Ibidem. 
Pars K 

. . . Historiae Shahiludii Pars U"^", quae est hebnOca, seu 
Trias Judaeorum de Ludo Scacchorum. S. Ibidem. Pars 11% 

History. 

... The History ofCh^Sy together wüh Short and piain 
Instructions^ by which any one may play it without the Help 
ofa Teaeher. London, 1768. In 8. (Loumdes. 402.) 



195 



Höeckj J. D. A. 

• Versuch einer Literatur de8 Schachspiels. 
S.Beinganumy A. Ben-Oni etc. Frankfurt 1825. 8. S. 163 
— 176. zu welchem Werke sie den Anhang bildet; femer Mqfs^ 
mann's Geschichte des mittelalterlichen Schach- 
spiels; und Waidder'B Schachspiel (am Schlüsse des 
SEWelten Bandes.) 

Hoffmann, Ernst Theodor. 

• LeJoueur tfEehecSj Conte FatUastigue, Sammt Noti- 
zen Aber sein Leben. S.Palamede. T.II. (1837.) S. 263 — 276. 

Hoffmann von Fallersleben, Heinrich. 
... Borae Belgicae. Breslau. 1830—1838. In 8. 6 Bände. 
Die Pars S. 120, und Par$ VI. S.170 enthalten geschicht- 
liche Daten über das Schachspiel. 

Hoffmann, Joh. Jos. Ignaz. 

... Beiträge zum Schachspiel; theoretische 
Vorschriften und praktische Beispiele, gröfsten- 
theils nach italienischen Heistern bearbeitet von 
Joh. Jos. Ignaz Hoffinann, königlich bayerischem 
Hofrathe, Director des k. Lyceums zu Aschaffen- 
burg, Professor der Mathematik und Physik etc. 
Mainz, bei Florian Kupferberg. 1833. 16. XLIV und 
112 Seiten. C^aßmann... 18618)— Oettinger. Nr. 99 gibt eine 
Ausgabe von 1 824 an. — Obschon das Buch gröfstentheils nach 
italienischen Meistern gearbeitet ist^ so enthält es doch auch ur- 
spröngliche Stellungen von des Verfassers Bruder Philipp Karl 
zu Frankfurt. (yValker. S. 273.) 

. . . Dieser Hoffmann ist auch Einer der deutschen Ueber« 
setzer des Vida. S. Vida^ M. H. 

13» 



196 



Hoffmann ^ Jok. Jacohus. 
... Lexieom wucenaie, Huioiimm smcrmm eiprmfimmm... 
exptanans. Lu^dum BataeammL, 1698. FoL 4 Bande, ta die- 
Min Werke wird unter den Schlagwörtern: Caieuhu, Ludw 
Caleulontm, Scaeci, Scaecorum ludus, Mmiius, Paiinmedes, 
Alphing, Zatrieittm, Tzatriemm and an andern SteDen Yon dem 
Scliacii8piele gehandelt — VergL Aben^Esrm. (Deutsch. & 11.) 

Hoicot oder Holkot ^ Robert ^ Angtus. 

De Ludo LairuncularutH^ vulgo degli ScaechL S. Al^ 
tamura, Bibliolh. Dowunieanorum. Ramaej 1677. Fol. und 
Fabricü Bibliolh. med. lalinitatis. Lib. Ym. S. 799. Vergl. die 
erste Abttieilung dieser Blätter^ wo von einigen Handschriften die- 
ses Autors gehandelt wird. 

Hombre. 

... L'Hombre-, Quadrille-, Cinquille-, Picquet-^ 
Billard-, Schach- und Ballspiel Hamburg^ 1700 
und 1714. 8. (Mafsmann. 189.) 

... L'Hombre-Spiel, das neue königliche, wo- 
bey nebst noch andern Karten-Spielen, dasPielk- 
ken-, Tafel-, Schach«, Ballen-Spiel, und dasVer- 
kehren im Brett beschrieben und erklähret wird. 
Hamburg, 1787. 8. ^CloditM. 80.) 

... Ebendas. 1743. 12. — iMaßmann. 189.) 

• Die achte Ausgabe. Ebendas. 1780. 

... Die sechzehnte Ausgabe. S. Albers. H. C. 

... Das neue königliche L'Hombrespiel, nebst 
einer gründlichen Anweisung, wie Piquet, Re- 
▼ ersy, Tresett, Tarok, Casino, Connectionen, 
Whist, Boston, Alliance, Patience, Kabale, Bouil- 
lotte, Jeu de Commerce, Pharao, Rapouse, Vingt- 
un, Vivei'amour, Mariage, schwarzer Peter, j^och, 
Onze, Onze et Demi, Drei Karten, Loup oder 



197 



Wolf, Bester Babe^ Bcarti; ferner: Trictrac- und 
Toeoateglispiel^ Verkehren im Brettspiel, Kegel, 
Billard^ Dame, Domino, LangePocb, Schach, nach 
jetziger Art za spielen sind, wobei die Ausdrücke, 
deren man sieh bei diesen Spielen bedient, deut- 
lich erklärt worden sind. Achtzehnte vermehrte 
«od rerbesserte Auflage. Lüneburg. Verlag von 
Herold und Wahlstab. (Das Vorwort hat die Jahreszahl 
1845.) X -|- 808 Seiten. 8. Der Schmutz - Titel lautet: „Ta- 
schenbuch aller Karten-, Kegel-^ Brett- undWür- 
felspiele.^ Das Buch handelt von Seite 277 bis ans Ende vom 
Schachspiel folgenden Inhalts: Vom Schachbrett. Von 
dem Werthe und dem Gange der Steine. Von der 
Stellung der Steine. Gebrauch der Steine. Vom 
Schlagen, Schachbieten, Rochiren. Spielgesetze. 
Praktische Beispiele. — Schach zu vier Spielern, 
ii. Englische Art Lü neburgische Art. Das Cou- 
rier s p i e 1. (Vergl. Anweisung. — Caesar , JuL — Jeu de 
VHambre. — Müller, J. Fr. und Spielbuch.) 

Horntfy Johann. 

... Anweisung das Schachspiel gründlicl^zu 
erlernen. Von Johann Eorny, Kassel, im Verlag 
der Luckhardfschen Hofbuchhandlung. 1824. In 8. 
(flocüp. 168. — Maßmann. IS6^^.) 

... Zweite Ausgabe. Ebendas. 1828. 8. 176 Seiten. 

... Dritte Ausgabe. Ebendas. 1839. 8. 2P1. u. 176S. 
— Hamy gebührt der Ruhm, die Schachwelt zuerst mit der Ver- 
theidigung des Allgaier'schen Gambits bekannt gemacht zu haben. 

Haverbeck C. E. B. Freih. v. 
... Das preufsische National-Schach. Heraus- 
gegeben von C. F. B. Freiherrn von Hoverbeck^ vor- 
mals Rittmeisters des Graf von HenheVschen Cüras- 
sier-Regiments zu Breslau. (Titelvignette.) Zum Be- 



198 



8ten einer königlichen Regimentsschule. Breslau, 
1806. Gedruckt in der Stadt- und Uni versitats- 
Buchdruc kerei und in Commission bei Friedrich 
Barth. In 8. XVI und 160 Seiten, mit der Zeichnung des Spiel- 
brettes von 121 Feldern und 10 kolorirten Kupfertafeln. — Das 
Buch ist dem damaligen Kronprinzen von Preufsen zugeeignet, und 
enthält im ersten Kapitel eine Kritik über die Figuren des gewöhn- 
lichen Schachspieles. 

Hoyle, Edmund. 

... The accurate Oamesters Companian; emtaining Ru- 
le$ for playing the Game of WhiBt^ the law9 of the Oamej 
eaiculatians relative to U etc. The ninth Edition y to which are 
added^ the Games of Quadrille^ Piguet^ Chefs ^ and Back" 
Gammon; also a Dictionary for Whisty and an artificiai 
Memory. London^ 1748. 12. S. CataL BibL Reg. Lond. Hl. 
353. — Der Verfasser starb im Jahre 1769 im 97'^«'' Jahre sei- 
nes Alters. 

. . . Games of Whist, Quadrille^ Piquety Chefs and Bach'- 
Gammofi. London, by Charles Jones. 1779. 12. Dieses 
Werkchen erschien auch ohne Angabe des Druckortes und Jahres. 

• An Essay towards making the Game of Chefs easily 
leamed by those who know the moves only , without the assi^ 
stance of a master. Londony by T. Osborne. 1761. In 8. 
54 Seiten. {Twifs. II. xui. — ! Walker. S.272. — Oellinger. 
Nr. 104.) Aus der Vorrede lernen wir, dafs der Verfasser einen 
Kurs öffentlicher Vorlesungen äber das Schachspiel abgehalten hat. 

... Games y aceurately displaying the Rules andPractice 
OS admitted and established by the first Players in the King'- 
dorn. Pocket edtlion. London. 1807. 12. (Lackington. 1815. 
Nr. 18651.) 

The Games y improved by Jones; a new edition eon^ 
siderably enlarged, with Calculations for Belting etc. Lon^ 
dony 1779 und 1814. 12. CWatt. 522 /!) (Lackington. 1815. 
Nr. 18652.) 



199 



• • . il giuoeo degU Seaeehi con aleune regole ed OMerva^ 
%iani per ben giocarlOy del Sig. Boyle, In g lese y tradoUo nel 
nostro Idiama e dedieato al merito imparaggiabile del Signor 
Ihidieg DiggeSy Cav. Ingleite. Firenze, per GiQ. BaCt. Stecchiy 
e AfU. Gh$9. PagafU. 1760. 8. (yv^alker. 278. — ) 

... Pireaxe. 1808. 8. ^Catal. Danati. Paris, 1845. 8.) 
Siehe auch: Das Schachspiel, und andere Spiele« 
Leipzig. 1713. 8. 

UuartCy Johann. 

... Prüfung der Köpfe zu den Wissenschaften. 
Aus dem Spanischen übersetzt von Qouhold Ephraim 
Mäeeeitkg. Zweyte verbesserte, mit Anmerkungen 
und Zusätzen vermehrte Auflage von Johann Jakobe 
Ebert. Wittenberg und Zerbst, bey Samuel Gott- 
fried Zimmermann. 1785. gr.8. 

In diesem Werke liest man über unser Spiel: Das Schach- 
spiel zeigt am deutlichsten von der Stärke der 
Einbildungskraft. S. 208. — Das Schachspiel ist 
eine Vorstellung der Kriegskunst. S.d60. — Warum 
es einige besser nüchtern, als nach dem Essen 
und umgekehrt spielen. S.380. 

Ausgaben des spanischen Urtextes mit dem Titel : 

„ Examen de Ingenio» para las Sciencias erschienen in 
denJahren 1593, 1594, 1603 und 1607; eine italienische Ueber- 
setzung im Jahre 1590 und 1603^ dann eine französische im 
Jahre 1672, endlich noch eine lateinische mit dem Titel: yyScrw 
iinium IngeniorumJ' 

Hüllmann y Karl Dietrich. 

... Städtewesen des Mittelalters. Bonn, bei 
Adolph Marcus. 1829. gr.8. — Die Seiten 253 — 256 
handeln von der Bedeutung und den Figuren des Schachspiels im 
Mittelalter. 



200 

(Hunnemannj Mr. fF.} 

... A SelecHon offifty Game» from those played by the 
AiUomaton Che/splayer during it» exhibiHon in London in 
1820; tahen doum, by permission of Mr. Maelzel^ at the 
Urne they were played. London: $old at the Exhibition Boom. 
Nr. 29, St. Jamee» Street, and by A. Maanveil, BeU Yard, 
Lincoln' s Inn y 1820. 12. 76 Seiten. 

Diese Spiele wurden von Seite des Automats von Mouret, 
einem Spieler erster Klasse^ geführt (who gave the odds ofPawn 
and move to aU comer», sagt Walher. S. 260.) 

Huttmanriy Mr. 
• A Serie» ofelip» bearing gamee and problem», have 
been publiehed lately by Mr. Huttmann , one of the mo$t 
%ealou8 of Caißa» mpportere. (Walker. 8.278.) 

HydCy Thomas. 
... Mandragoria»y eeu Bittoria ShahiludH^ fH%. Ejusdem 
Origo , Antiguita», Umsgue per totum Orientem celeberrinms. 
Speciatim prout usurpalur apud Arabegj Persae, Indos et 
ChinenseSy cum harum Gentium Schematibus variis et curio^ 
eis, et Militum lusilium Figuris inusitatis, in Oecidente hac^ 
tenus ignolis. Additis omnium Nominibus in dietarum Gen^ 
tium Unguis^ cum Sericis Characteribus et eorundem Interpre* 
tationibus et Sonis genuicis. — De Ludis OrientaUum Libri 
primi pars prima ^ guae est latina. — Accedunt de eodem 
Abraham Abben^-Ezrae elegans PoSma rylhmicum: B. Bon^ 
senior Abben^Jachiae facunda Oratio prosaica: Liber Deli" 
ciae Begum Prosa y stylo puriore per Innominatum. — De 
Ludis OrientaUum Libri primi pars 2^^, guae est hebraica. 
Boris succissivis olim eongessit Thomas Hyde^ S. T. D. Lin- 
guae Arabicae Professor Publicus ith Universitate Oxon. Pro* 
thobibUolhecarius Bodlqfanus. Praemittuntur de Shahiludio 
Prolegomena curiosa et Materiarum Elenchus. OxonUy e 



201 

Theairo Sheldoniano. MJ}CXCIV.^ Der Schmntztitd lautet: 
„De IaM$ OrietUalihui lAbri duo^ quarum prior e$t duabtu 
parMus, H%. 1 , UUtaria Shakttudii laCine: deinde 2, JJif- 
siaria Shahttudü Beb. Lat. per tree Judaeos, Liber poeteriar 
eofUinet: Hietoria reliquorum Luderum OrienHe. 

Der erste Theil des ersten Baches enthält 86 Blätter und 184 
mit Tafebi versehene Seiten. Der zweite oder hebräische Theil 
zählt 2 Blätter und 71 Seiten; das zweite Buch aber 8 Blätter und 
278 Seiten. 

Eine zweite Ausgabe dieser Abhandlungen erschien in dem 
zweiten Theile des: „Syntagma DiseerCationum qua» olimAue^ 
Cor doeiieHmu» Thema» Hyde S. T. D. »eparatüm edidU etc. 
Ä Georgio Sharpe LL.D. Oxeniiy e Typographeo Clarendo^ 
niano. 1767. In 4. 2 Theile. — Sie beginnen mit dem zweiten 
Theile, und enthalten 10 Blätter und 157 Seiten. 

Wer äber die Geschichte und Beschaffenheit des Schachspiels 
bei den orientalischen Völkern eine genügende Auskunft wünscht, 
den verweisen wir auf das angeführte, überaus gelehrte Werk des 
TA. Hyde. — lieber Thema» Hyde siehe den Palamide. T. II. 
(1837.) S. 488. 

Utfpnerotomachia. 
••• Hypnerotemaehia PolipkiHy ubi Humana amiUa non* 
nM Semnium e»»e decet. S. (fiohmnay FraneUcu».^ 



Cazenovey J. 

Jacobus de Thessalonia. 
S. Ce$soli$, Jacobus de (im ersten Theile dieser BIatler>. 

(Jaenischy C. F. de.') 

• •• Decouvertes mr le Camlier aux EchceSy par C.F.J^ 
Si.'-'Peeersbourg j ehe% Qraeff de Hmpr. de C. Wienhoeber. 
1887. gr.8. 68 Seiten. 

Dieser russische Major ist nächst dem Etatsrathe Peer off' der 
gröliste Schachspieler Rufslands. — Die Broschüre , deren Titel 
hier vorliegt , enthält eine vollständig erschöpfende Analyse aHer 
derjenigen Fälle, in welchen ein einziger Springer mit Hülfe sei- 
nes Königs den feindlichen König , welcher noch einen oder meh- 
rere Bauern hat, in der Ecke des Brettes Matt setzt. Obgleich 
dieser Abhandlung das seltene Lob ertheilt werden muTs , fehler- 
frei zu seyn , so ist dieselbe doch für die Theorie weit weniger 
wichtig, als das folgende ausführliche Lehrbuch über die EröflT- 
nungen, welches dieser Autor in den Jahren 1842 und 1843 zu 
Leipzig und Petersburg in zwei Bänden erscheinen liefs. (v. Bilguer.') 

• . . Analyse nouveUe des Ouvertures du Jeu des Echees. 
Par le Major C. F. de Jaenisch , Ex - Professeur - adjoint de 
Mecanique rationelle ä V Institut des Voies de Communication 
de la Russie^ Äuteur des „ Principes de CEquilibre et de Mou^ 
vemetit^^ publies en langue russe; des ^^Decouvertes stsr le Ca^ 
valier }^ Chevalier de Ste~Anne troisieme classe et de St.Sta-' 
nislas troisieme classe etc. Vol. L Se vend: A Paris, che% 



208 



Mrochhaus, et Atenarius; A LondreBy chez H. BaiiHere; A 
Leip%iff, ehe% Leopold Vo/$i A SL^Peterebourgj ehe% W. 
Oraeff, LeriHers. 1842. 8. XII und 204 Seiten. Vol. II. 1848. 
XIV und 810 Seilen. 

Der erste Band ist hei C. H. Gärtner in Dresden, und der 
zweite Band in St. Petersburg gedruckt. 

Dieses gediegene Werk enthält zuvörderst eine Einleitung, 
in welcher die, in dem Werke durchgeführte eigenthümliche Theorie 
in der Uebersicht klar entwickelt wird ; dann folgen alle diejenigen 
Eröffnungen, welche wir unter dem Abschnitte: „Unregel- 
mäfsige Spieleröffnungen*^ begreifen. Hieran schliefst 
sich eine sehr ausfuhrliche Bearbeitung der Laufer - und Springer- 
partie, femer das Laufergambit und schüefsh'ch das Springer- 
gambit. Alle Spielanfange sind auf das Genaueste bearbeitet wor- 
den, und enthalten sämmtlich eine Menge höchst interessanter und 
neuer Varianten , von denen Bilguer und v. d. Lam manche im 
Laufe ihres Werkes im Auszuge mittheilen. Vor Allem gebührt 
diesem Autor das Verdienst, die beste Vertheidigung der Springer- 
partie , oder wenigstens eine bis jetzt ungebräuchliche , jedoch 
eben so gute, als die allgemein übliche aufgestellt zu haben, wie 
er sie bereits im Palamede 1842. S. 204 — 218 bekannt gemacht 
hat. Uebrigens hat sich die Analyse nouvelle bereits ihrer ver- 
dienten Anerkennung zu erfreuen gehabt, indem sowohl die fran- 
zösische Monatschrift: Le Palamede^ als die englische: The 
Chefs-Players Chronicle^ derselben wiederholentlich des gröfsten 
Xobes und hoher Achtung für das Talent und die umfassenden 
Kenntnisse des Autors Erwähnung thun. 

Einige sehr schöne Spiele in dem Werke sind von dem ob- 
genannten, jetzt in Warschau beschäftigten Etatsrathe Petroff^ 
welchem der erste Theil gewidmet ist , angegeben. Es ist dem- 
nach die Analyse nouvelle für die russische Schach -Literatur 
Epoche machend, (p. Bilguer.^ Vergl. auch Petroff. 

Eben dieser Hr. v. Jam>cA hat ein neues Werk, dessen Spiel- 
eröffnungen 1200 Abbildungen versinnlichen, geschrieben. Noch 
ist es Handschrift Typographische Schwierigkeiten, stehen dem 



S04 



Drucke entgegen. Nacb Ueberwindimg derselben Wörden nur die 
Rmcheten im Stande eeyu , dae theuere Werk %n kaufen. 

Jahja Ben Mahmud eS'-SsawlC 
... Kitab Schathr endseh. (Das Schach -Buch« Ara- 
bisch.) Dieses wird von dem berähmtenEncykIopädikeriJailM?A^ 
Mu9$thafaKatib Ttchelebiy bekannt disHadseM Chalfu (f 106% 
das ist il. C 1658) in seinem grofsen Bücher-Lexikon angeführt. 
— Ibn Khallihan liefert in seinem Biographieal Dietionary, 
Paris, 1845. 4. Vol.m. P.I. S.70— 75, die Lebensbeschreibung 
des obigen Autors unter dem Namen Abu Bahr As^SuH. — Ob 
dieses Schachspielbuch mit jenem, welches bei Al^SuU bereits 
angeführt worden ist^ einerlei sey, läfst sich aus Hangel einer 
Vergleichung hier nicht näher bestinunen. VergLii/-iSti/i. 

Jaucourtj Chev. de. 

(Ist der Verfasser des Artikels iiber das Schachspiel in der 
französischen Encyelapedie. S. Walker. S. 274.) 

• NoHce historique sur ie Jeu des Echecs^ S. Stein, 
Manuel de V Amateur du Jeu des Echecs. Reeu et public par 
Mübons. Paris (1841). 8. 

Ibn - Arabschah. 

S. Arabschah* 

Ibn ISherph Mohammed, Cyrenensis. 
... Oratiuncula Arabica de laude et vituperio ShahUudU. 
S. Hj^de, TA. Mafhdragorias. Oxon. 1694. 8. T. L S. 35. 

R. Jedahiah Hapenini Ben Abraham Badrasi. 

(Geboren zu Barcelona um das Jahr Chr. 1250.) 
... „ Mehadanne Melec. ^ (Delidae Reyis.") Dieses vom 
Schachspiele handelnde Werk wurde in hebräischer Sprache mit 
gegenüberstehender lateinischer Uebersetzung des Thomas Eyde 



ao5 



la Oxford im Jahre 1694 gedmcki undebendaselbM im Jahre 1702 
wieder aufgelegt (VergL JET^iie, TA. tu. 8. 19—71. — Delieiae 
BegiM.^ CasCro, D.Jos* Rodriguezde. BiblioU Espanola. Ma- 
dridy 1781. Fol. T.L S. 176—181, welcher eineo Auszug liefert 
Deutoch findet man es iaAben^-Esra. Neu eröffnetes Kunststück 
des Schachspiels. Frankfurt und Leipzig, 1743. 8. S. 49 — 91.) 

Jeffreys y George y Esq. 
... Miseellanies in Ver$e and Prose. London ^ jninUd 
fbr theAuthor. 1754. 4. — Auf den Seiten 137— 16S findet 
man eine englische Uebersetzung der Seachias von M. E. Vida. 
Dieses Gedicht erschien im Jahre 1736 zu London in einer beson* 
deren Ausgabe. — (VergL Ftito.) 

Jesse, J. E. K. 
(Ein deutscher Uebersetzer des Vida.) S. Vida^ M. H. 

Jeu. 

... Le Jeu des Echees , avec son Invention^ science et 
pratigue. Paris, 1609. 4. S. Lopez de Sigura, Buy. 

... Le royal et nouveau Jeu desEchets^ avec son inven^ 
tion, science et pratigue etc. BruxelleSy 1685. 4. — Paris y 
ehezOourauU. 1636. 8.— Paris ^ 1674. 12.— S. Lopez de 
Siyura, Buy. 

... Le Jeu des Echecs, TrictraCy Billard etc. Paris, 
1696 und 1713. 12. (Clodius. S. 86.) 

... Le Jeu des itchecsj avec toutes les di/ferentes manii" 
res de lejouer. (De Buy Lopez.) S. Academie universelle 
desJeuxetc. Paris, 1743. 2 Vols in 12. Vol. II. S. 157— 370. 
Walker sagt, diese Abhandlung sey dem Werke des Qreco ent- 
nommen. 

... Le Jeu de la Guerre, ou Bafinement du Jeu des 
Eeheesy par M. M. (Deutsch und französisch.) A Prague^ chez 
Caspar Widtman. 1770. In 8. 75 Sdten. S. Kriegsspiel , 
Neues; und Pakmede. T. IL (1837.) S. M9. 



SM 

Le Jm Bofmi et Nrnm^emu ie fHamkre et dm KfMN^ 
mt§mmte du Jeu dee Bekete et du nauvemu Jeu de fH&mkre, 
fmmmr an iejaue presentememt 'i Im Cour et m Pmris, et mmiree 
mmuvellement mvemte%. Pmrisj 1688.— BnueetleSj 1698. — 
A Im Hmgej 1700. 12. — (JOodius. 8. 86. — Mm/nuum. 
& 1900 

... (S. I.) 1712. 12. iLaektngton. 1815. Nr. 18660.) 

... AttuUrdamy chezPauberL 17S5. 12. (^Clodius.91. — 
Umfemann. 190.— CatmL Wolters. Pmris, 1844.) 

... Nauvemu Jeu^ rogal et miiitaire, au Jeu dCiekeee et 
de Dames^eehecB deekmalj par brevet d'Inventian^ de Bar^ 
dier Mmreet et eampagniej ingemeurs lan^netes^ rue Samte» 
Elisabeth, Imprimerie de Pmard ä Paris y 18SS. S Feuiiles 
in-plana. (ßibUogr. de la Francs. 1833. Nr. 5101.) 

... Le Jeu desPrmces. S. Sensmt jeux Partie des esekez, 
8. k e. a. i. nUn. 

... Le Jeu des Eehecs ehe% les Chinois. S. Palamede. 
T. L (1836.) S. 105.) 

... Du Jeu des Eehecs dans finde. S. Palamede. T. IL 
(1887.) S. 121—124. 

Jeux. 

... Les Jeux de tAcademie unieer seile. 8. Aeadeade. 

Illustration^ L. 
(Diese französische , noch fort bestehende Zeitschrift enthaR 
ebenfiüls Schachaufgaben.) 

Introduction. 

...An Introduction to the History and Study of Che/Sj 
wiih copiousDescriptions.. . by an Amateur : to which is added 
the Analysis of Chefs, by Philidor. Cheltenham: H. Ruff^ 
1804. 8. 814 Seiten. (Twifs. Miscell. U. 91.— Walher.282.^ 

Dieses sehr gute Buch , dessen gröfster Theil aus dem ersten 
Bande der ^^Archaeoloyia^^ dem Memoir of Sir Wm. Jones 



ao7 



ud den beiden Werken des Twif$ gezogen und zasammengestellt 
iel, dürfte fDr jeden Freund des Schacbepiels von hober Wicbtig- 
keit seyn. Der geschicbtlicbe Tbeil desselben zahlt 94 Seiten, wo» 
Yon 47 Anekdoten enthalten. Walker nennt als den Herausgeber 
iBinen Thima$ Pruen. 

...An easy Introduction to Che Game ofChefHj contai'^ 
Hing one hundred ewample» of g amen fr 6m Philidor, ehe Ca^ 
labrois (and oihere). London^ by Ogilvie. 1806. 12. 2 Vols. 
CWalher. S. 264.) 

... London, by Baldwin and Co. 1813. 12. (Walker. 
264. — Wate. Subjecls: Ch^s.— Maßmann. 183^.) 

Von diesem Werke sollen noch einige Ausgaben erschie- 
nen seyn. 

Jones y William. 

... Cai/sa: or ehe Game of Chefs. A Poem ofSSi linee^ 
written in the year 1763^ at Ihe age ofbetween 16 and 17 
ftarg by William , afterward Sir Wm. Jones. (Mit Nachah- 
mungen aus Vida und Marino.^ S. Jones, W. Works, London, 
1799. 4. 6 Vols. Vol. IV. S. 497—512. Dieses Gedicht findet 
man auch, mit erläuternden Anmerkungen versehen , im zweiten 
Bande des Che/s Players Chronicle. S. 46, 62 und 78 abge- 
druckt 

... Dasselbe Gedicht. S. Prate, Peter, Studies of 
Chefs. London, 1803.— 1817.— und 1825. 

(S. Twifs. 1. 91. und dessen Miscell. IL 69. Das letztere 
Werk Kefert einen Auszug daraus. — Philidor. London, 1824.) 

... On the Indian Game at Chefs. S. Jones, W. Works. 
London, 1799. 4. Vol.l. S. 521 — 527. undAsiatic Researches. 
Calcutta. T.Vll. S. 159 — 165. Ferner: Asiatic Journal. 1818. 
Vol. V. S. 121 — 124. und Chefs - Player s Chronicle. VoL III. 
S. 191 und 206. 

... Ueber das Indische Schachspiel. S. Dessen 
Abhandlungen über die Geschichte und Alterthü- 
mer... Asiens... Aus dem Englischen übersetzt 



208 



von Joh. Chr. Fick^ mit Zusätzen von Joh. Fr. Kteuker. 
Riga; bei Joh. Fr. Hartknoch. 1795—97. 8. 4 Bände. 
Im zweiten Bande S. 817 — 829. 

... The Games of Edmund Moyle^ improved by Jones. 
London 1779 and 1814. 12. S. Boyle^ Edmund. 

Joseph aus Braunschweig. 
... (Endspiele in KociCs Codex. Zweiter Auflage.) 

Josepho^ Angelus ä Sancto. 
... Oazophylackm linguae Persicae. Amsterdam^ 1684. 
— (Walker. 274.) Die Seiten 870—871 handeln vom Schach- 
spiel. 

Irwin y Egles^ Esq. 

...An Account of ehe Games of Chefs, as played by ehe 
Chinese. In a Leeeer from Eyles Irwin , Esq. eo thsBight 
Honourable ehe Earl of Charlemone y President of the Royal 
Irish Academy. S. Transactions of ehe R. Irish Aeademy. 
Vol. V. Dublin y 1795. 4. Anliquieies. U. S. 58—68. 

... A Essay on ehe Origine of ehe Game. S. (Pon%ianiy 
D.) The incomparable Game of Chefs. TranskUed by J. S. 
Ringham. London y 1820. 8. (Preface.^ 

Isagoge. 

S. WieUus. 



£• E» G» 

... J^nhang zn dem Werke: „Theorelisch- 
praktischer Unterricht im Schachspiele unter 
Vieren. Dessau, 1784. 8. S. Unterricht 

Käfer y Victor. 

... Vollständige Anleitung zum Schachspiele. 
Zum ersten Male wissenschaftlich geordnet, und 
nach allen Original-Schriftstellern zusammenge- 
steift von Victor Käfer^ Lieutenant in der k.k. öster- 
reichischen Armee. Grätz, 1842. In Commission 
bei Damian und Sorge, gr. 8. 

Dieses dem Herrn Johann Hieronymus Reichsgrafen 
zu Herberstein etc. gewidmete Werk ist vom Palamede mit dem 
bittersten Tadel gezeichnet worden. Jedoch verdienen seine Stu- 
fen über den Rösselsprung alles Lob. 

Kauscha Bitter Joh. Joseph. 

..•w Preimüthige Gedanken über die neuesten 
Vorfälle unseres Zeitalters. Leipzig, bey Rü- 
schel. 1790—91. In 8. 2 Bände. 

Der zweite Band enthält einen Aufsatz von Moses Hirschel: 
„Ueber den Nutzen, Gebrauch und Mifsbrauch 
des Schachspiels.^' 

Kempeleriy Wolf gang von. 
Dieser Erfinder der berühmten Schachmaschine war zu 
Presburg am 23. Juni 1734 geboren, und starb als Hofrathund 
Referendar bei der ungarischen Hofkanzlei zu Wien am 26. März 

14 



210 



1804. Die Schachmaschine , welche er 1769 der Kaiserin Maria 
Theresia cum ersten Male zeigte, stellt einen Mann von natürlicher 
Grdrse vor, der, törkisch gekleidet, vor einem 8% Fufs langen 
und Fufs breiten Tische sitzt, auf welchem ein Schachbrett 
steht. Die Haschine spielte mit den geschicktesten Spielern^ und 
war ihnen fast immer überlegen ; falsche Zuge des Gegners ver- 
besserte sie, indem sie den gezogenen Stein auf seine frühere Stelle 
setzte^ und that dann sogleich selbst einen Zug. Dals der Erfin- 
der, der immer beim Spielen anwesend war und neben dem Tische 
stand, oder auch in ein auf einem entfeniten Tische befindliches, mit 
dem Schachspieler selbst in keiner Verbindung stehendes Kästchen 
sah , das Spiel der Maschine leitete , oder dafs in derselben ein 
Mensch verborgen sey, Iie£s sich wohl vermuthen, aber niemals 
entdecken. Stets war der Erfinder bereit, das Innere der mit 
Rädern, Hebeln und Springfedern angefüllten Maschine zu zeigen, 
nur dann nicht, wenn die Maschine spielte. Grofses Aufsehen 
erregte Kempekn mit seinem Schachspieler insbesondere in Paris 
und 1785 in England. Nach seinem Tode verkaufte sein Sohn die 
Maschine an einen Mechaniker. Sie befand sich 1812 in der Villa 
Bonaparte zu Mailand^ 1819 zu London und 1822 wieder zu Pa- 
ris. Noch kunstlicher als der Schachspieler war die von Kempe^ 
Im 1778 erfundene Sprachmaschine, welche ly^ Fufs breit und 
3 Fufs lang aus einem viereckigen , mit einem Blasebalge verse- 
henen hölzernen Kasten bestand. Wenn der Blasebalg nebst seinen 
Klappen, nach Verhältnifs der zu sprechenden Wörter, bewegt 
wurde , so sprach die Maschine alle Sylben deutlich und vernebm- 
lich aus, und ahmte dabei die Stimme eines drei- bis vierjährigen 
Kindes nach. Eine Wiederholung derselben mit vielen Verbesse- 
rungen stellte 1828 der Mechanikus Posch in Berlin aus. Auch 
schrieb Kempelm über „Mechanismus der menschlichen Sprache.'^ 
Wien 1791, mit Kupf. Vergl. das Leipziger Conversations- Lexi- 
kon. Neueste Ausgabe. 8. 

Wer an diesem Gegenstande ein höheres Interesse zu nehmen 
gesonnen ist, möge seine Forschungen in folgenden Werken, de- 
ren viele in diesen Blättern angeführt sind, fortsetzen: AccowU 



Sil 



i^inmUmaee tUasan^ An. — Acta IdpHentia. — Autamaton 
Chq/s ''Player, The. — Beiträge, Hessische. 8 St S.475. — 
Böekmann, J. L. — Bwieh's Handb. d. Erfind. 11. Tbl. — 
Ck^'- Player'» Chronicle. VoLI. — Eberl, J. J. — Eekarle^ 
ktmeem^» Aufscblösse zur Magie. Möncben 1791. 8. Tbl. S. 863. — 
Figurej the Speaking. — Hol/«*« Magie. Berlin, 1785 — 90. 
8. TbL — Hindenhurg ^ K. F. Jacobson^ $ tecbnolog. Wör- 
lerboch. Beriin 1794. 7. TIiL S.179. — Lettre». — Liehlen- 
herf» Magazin. 8. Bd. 2. St. S. 188. — Literatur und Völker- 
famde. DI. TbL S. 170. — Magazin, Leipziger. 1784. S.285.— 
Morgenblatt 1819. S. 154. etc. — Observation». — Oeterlag^ 
Professor. — Le Palamede. VoL L — Repertorg of Art» ele. 
AerU 1819. — Schacbspieler. — A Seleclion ofte Game». — 
TaruffL — Tomlin»m^ Ch. — Willi», IL Atlempt. Land. 
1821. — Windieeh, K. Q. v. — und Andere. 

Fernere Notizen über den Erfinder der Schachmascbine sammt 
Lebensbescbreibung siebe den Palamede T. L (1836). S. 81 —87, 
und T.IV. (1889). S. 54 — 71. 

Kennedy/, Mr. 

... Cureorg Chat upon Chef». S. Chef» ^ Plager'» Chro^ 
miete. VoLV. S.212. 268. 

... Faeciculu» offene dozen Chef» Wrinkle» and Mave 
Wrinkle». S. Ebendaselbst Vol. VI. 8.34 und 109. 

... How Mr. John Umplebg played at Chef» withNicho^ 
la» and beat him. S. Ebendaselbst Vol. VI. S. 1 1 — 16. (Er- 
zählung.) 

Kennt/ ^ W. S. 

... A Practical Chef» Qrammar ; or, an Introduclion Co 
the Royal Game ofChef»: in a Serie» of Plate», designed to 
in»truet the leamer, remove the difficultie» ofthi» elegant and 
»eientific game, and render it altainable to the loweetcapaeitg. 
London, bg Allman. 1816. 4. 

... The »econd Edition, improved. Ibid. 1817. 4. 57 Sei- 
ten. Die dritte Ausgabe erschien im Jahre 1819. 

14» 



212 

. . . FraetieAl Chef» Orammar $ illustraled with nine Cop^ 
per^plate Engravingm^ higMy finished; the whole deMgned f 
amuse and instmct the Learner^ ramove ehe DißetUiie» ef 
Ms elegant and scientific Game and runder it attainable Hg 
the lowest Capacitg. Fifth Edition. Ibid. (1823.) 4. Mit dem 
Motto : Texuntque fugas et proelia ludo. — Virg. Aeneid. 

... Die Schachgrammatik, oder kurze and 
doch Tollständij^e, für Jedermann fafsliche A»* 
leitong, dies edle Spiel bald zu erlernen» Aus dem 
Englischen mit lOKupfertafeln. Leipzig, bei Baum-» 
gärtner. 1821. kL8. — (JUrsch. IL 1828. S. 954. Nr.4129u 
— Mafsmann. 1 82^, mit etwas verändertem Titel.) Vergl PhUidor^ 

... Practical Chefs ExerdseSy intended as a Campanian 
and Sequal to the practical Chefs Orammar^ containing 
rious openings, gameSy and situations toith instructions and 
remarks. London, bg Allmann. 1818. kL8. 240 Seiten. (fFa/- 
ker. 274. — Lowndes. III. 1066. — Watt. IL 567. c.) 

... Analgsis of the Game ofChefSy illustrated bg Diagram» 
with Remarks and Notes. Ibidem. 1819. In 8. 264 Seiten. — 
Ibidem. 1824. 8. COettinger. Nr. 117.) 

Dieses Werk ist eine Uebersetzung Philidor's. 

. . . The Manual of Chefs; containing the Elementarg 
Prindples ofthe Game: illustrated with numerous Diagramsy 
recent Games y and original Problems {London y 1846.) 8. 
(S. Berliner Schachzeitung. 1847. S. 79.) 

Kerstemanuy P. L. 
(Der holländische Uebersetzer Philidors.) S. Philidor. 

Kieseritzkjf ^ M. 

. . . yyCinquante Parties jouees au cercle des Schees ßt au 
cafe de la regence^ recueuillies par JüL ESeseritzkg. Ohne An- 
gabe des Druckortes. 1846. gr. 8. 

Diese 50 Partien, welche man als einen Ergänzungsband zu 
der Uebersetzung des Leuns betrachten kann , schliefsen sich so- 
wohl hinsichtlich des Formats als wegen der gleichen Be^eich^ 



218 

üngsart «• di« Arbeil TFtoomft*« am Zu den Werken von Ire- 
wiM fekftren bekanntUch auch die „Fifiy Ocme» mi Ckeßy piayed 
ketween ike AtUhar and teme of A$ bett player$ in En§kmdy 
France and Oermany.^^ — Diese 50 Spiele bildeten ent einen 
Anhang zu: ^ »econd $efie» ofleswns^^' wurden aber bei der 
iweiten Ausgabe dieser Lesson» von denselben getrennt Als Er- 
aati ffir die dadurch entstandene Verkürzung des Werkes können 
den Besitzern der Wieomh'scJken Uebersetzung des neuesten Le^ 
wi9' sehen Lehrbuchs die hier in Rede stehenden 50 Partien di^ 
MO. Dieielben sind, zum gröfseren Theile von Kieserit%ky^ 
selbst gespielt , und durch Anmerkungen , die von Verschiedenen 
herrühren, näher erläutert. Sie enthalten viel Anziehendes, und 
man vt^ird sich bei dem Studium derselben bald davon über- 
zeugen, da(s Kieserie%ky nicht selten von den Ansichten der an- 
dern Schachmeister und Autoren abweicht, ganz neue Verth^di- 
gungen, neue AngriiTe, oft mit gutem Erfolge, versucht, und 
Behauptungen aufstellt, die zu näherer Prüfung auffordern, jeden- 
MIs aber einen Beweis von dem Ernste und Tiefsinne liefern , mit 
wdchem der Herausgeber seine Macht auf dem geistigen Schlacht- 
Iride zu einem immer noch weiteren Umfange auszudehnen be- 
müht ist. (S. Berliner Schachzeitung. Nr. 4.) 

Kindermann y Joseph Karl* 
. . . Vollständige Anweisung das Schachspiel 
durch einen vorhergehenden allgemeinen Unter- 
richt, dann durch die nachfolgende Erläuterung 
der von den besten Meistern aufgestellteu Muster- 
spiele, ohne fernere mündliche Unterweisung, 
selbst ohne einen Mitspieler gründlich zu erler- 
nen. Mit 2 Kupfern. Grätz, bei Franz Ferstl. 1795. 
8. 259 Seiten. 

... Zweite verbesserte Ausgabe. Ebendas. 1801. 
S. 8 BI. und 255 Seiten mit einer Tafel. 

... Zum dritten Male verbessert und sehr viel 
vermehrt herausgegeben von einem Schach- 



214 



•pielfreunde« Mit Kupfern. Ebendaselbst. 1819. kL& 
X und 252 Seiten + 8 BL CErseh.nL 1828. S.958. Nr. 4118.— 
Mqftmann. 186^.) JHeses Werk begreift auch in ddi die 100 
Spide des Stamma. 

Kitab - esch - Schathrendsch; 
(Das Schacbspielbuch;) yon einem älteren Verfasser in per- 
sischer Sprache, der in demselben behauptete, dab er der ge- 
schickteste Schachspieler seiner Zeit auf Erden sey , Figuren und 
Stellungen abbildete und die betreffenden Sdiriftsteller vor ihm 
anf&hrt. (S. HadBcM- Chalfa» greises Bücher - Lexikon.) 

Kochy Joh. Priedr. Wilhelm. 
Kochj frfiher Prediger zu Magdeburg und nachher Conä" 
storial- und Schulrath^ veranstaltete 1801 eine vollständige Aus- 
gabe der Spiele des Seimus y Philidor, Oreco^ der Amateur» 
und der Endspiele des Stamma. Alle diese Werke erschienen zu- 
sammen in einem Bande mit der kurzen Bezeichnungsart der Fel- 
der durch Buchstaben und Ziffern, unter dem Titel: Die Schach- 
spielkunst.^^ Magdeburg^ 1801, und) ihnen folgte zwei 
Jahre darauf noch ein zweiter Theil. Dieser enthält nebst den 
S^iAm AUgaier's und den Endspielen der „neuentdeckten 
Schachspielgeheimnisse. Strafsburg 1802^^ noch 
die Rythmomachie, und eine Uebersetzung des lateinischen 
Gedichtes über das Schachspiel aus dem sechzehnten Jahrhunderte 
vom Bischöfe Marcus Hieronymus Vida aus Cremen a. Neues 
enthält das Werk, aufser einigen, nicht immer fehlerfreien Zu- 
sätzen, nichts, war aber dennoch den Schachfreunden eine will- 
kommene Arbeit, wurde sogar in das Russische übersetzt und er- 
lebte 1813 und 1814 mit dem Titel: ^,Codex der Schach- 
spielkunst, ^< eine zweite , besonders durch die Erfindungen 
des Zuylen van Nieweld vermehrte Auflage. Dieser neuen Aus- 
gabe liefs der Sohn des Herausgebers, Dr. C. F. Koehy im Jahre 
1884 einen dritten Theil folgen, in welchem sich eine bedeutende 
Sammlung von künstlichen Endspielen befindet. 



SIS 

Bbdiicfa hat J. F. Koeh noch ein sehr brauchbares E 1 e m e n- 
larbuch der Scbachspielkunst^ Magdeburg, 1828, 
TerTafit oder vielmehr auagezogen; denn, auTser dem 23. Spiele, 
welches eine besondere Art des 6 a m b i t Mu%io ist , enthält das 
Buch wenig EigenthQmliches. (o. BUguer.) 

... Die Schachspielkunst nach denRegeln und 
Hnsterspielen des OusCatm» Selenus^ PhiHdor^ Q.Oreco^ 
Caiabrai$y Seamma und des Pariser Clubbs; in einer 
für die Erleichterung des Selbstunterrichts be- 
quemen Anordnung und Bezeicbnungsart entwor- 
fen von Joh. Friedrieh Wilhelm Koch, Prediger an der 
St Johanniskirche in Magdeburg. Mit einem An- 
hange, enthaltend: Thöldeni's Damen spielmuster. 
Magdeburg, bey Georg Christian Kail. 1801. gr.8* 
Mit Titelkupfer. XXXIV und 408 Seiten, und eine Seite Verbesse- 
rungen. Zweiter TheiL 1803. Titetkupfer. VI und 183 Seiten und 
eine Seite Verbesserungen. — Thaidens Damenspielmuster. 
Thl.1. S.877— 408. — Die Ry thmomachie. ThI.II. S. 127 
— 154. — Die Scacchia von Jlf. fl. Vida. von Joh. Dan. 
MOI/er übersetzt. ThI.II. S. 1— 18. — (S. Deutsche Honat- 
schrift. Nov. 1797. S.271. — Recens. Gott. gel. Anzeigen. 
1802. S.700--704 und 1803. S. 1187—91.— Allgem. deutsche 
Biblioth. 1803. JB. 76.) 

... Codex der Schachspielkunst, nach den Mu- 
sterspielen und Regeln der gröfsten Meister, in 
einer für die Erleichterung des Selbstunterrichts 
bequemen Bezeichnungsart und Anordnung ent- 
worfen von Joh. Friedrich Wilhelm Koch, königlich 
westphäl* Superintendenten und Domprediger in 
Magdeburg. Zweyte, gänzlich umgearbeitete und 
stark vermehrte Ausgabe. Magdeburg, bey Wil- 
helm Heinricbshofen. gr. 8. Erster Theil. 1818. Titel- 
kupfer, VIR und 390 Seiten und zwei leere. Zweiter Theil. 1814. 
Nebst einem Anhange unter drey und vier Spie- 
lern — und des Hieronymus Vida Scachias, lateinisch und 



21« 



deHtsch. IV und 412 Seiten. Beide Bände worden in der Jen. Lit 
Zeitung vom Jahre 1816. Nr. 136 und 137 beurtheilt. 

... Joh. Friedr. Wilh. Koch's, weiland Ooctors der 
Gottesgelahrtbeit, königL Preufa. Consistorial- 
und Schulrathes, Mitglieds der naturforschenden 
Gesellschaft zu Halle und Ritters des rothen Ad- 
lerord^ns zweiter Klasse mit Eichenlaub, Sechs- 
hundert Schachspielaufgaben für geübtere Spie- 
ler, im Druck vollendet von Dr. C F. Koehj königL 
Preufs. Medicinal-Assessor, Mitgliede des Medi- 
cinal-CoUegii der Provinz Sachsen und der deL 
med. Ober-Examinations-Commission zu Magde^ 
bürg. Ebendaselbst 1834. gr.8. VIII und 192Seiten. Auch ab 
dritter Theil zu Koch's Codex. QHöck. S.169. (I. II.) — 
Maßmann. 172^2 und 18621- ^> [I.II.]— 18721 « [ffl.]) 

... Elementarbuch der Schachspielkunst voa 
JoIuFriedr. Wilh. Koch, königl. Preufs. Consistorial- 
und Schulrathe in Magdeburg, Ritter des rothen 
Adler - Ordens, und Verfasser des Codex der 
Scbachspielkunst. Magdeburg, in der Creute'schen 
Buchhandlung. 1828. (HäneTsche Hofbuchdrucke« 
rei.) kL8. VIII und 192 Seiten. — Mafmann. 18721.) 

Kochanowskij Jan. 

(Lat, Cochanavitis,) 

... De Ludo Scacchico Carmen. Polonice. S. Ejusdem 
Carmina. Krakau. 1639. 4. S.18. (^OeCtinger. Nr. 124.) 

. . • Szachy. S. Kochanotoski y Jan. D%ieia polskie. Edy- 
cya Tadeusza Mostkowskiego. WeWarszawie. 1803. 2Tomu 
gr.8. Thl.I. S. 297— 319. (Aus dem Wgbor Pisarzow Polskich.) 
— SCarowolski hat in seinem Werke: Scriptores Polomoi. 
Venet. 1628. 4. S. 72. dessen Leben beschrieben. 

Kölbely Jakob. 
(Verfasser der Anweisung zum Schachspiele, welche der 
von ihm zu Oppenheim im Jahre 1520 besorgten ersten, und der 



in 

von Egenolph Im Jahre 1586 m Frankftirt a. M. gedruckten 
Ausgabe deaSchachzabeb ronJmeob Metmeiiheiis vorangeschickl, 
theUa angehängt ist.) — S. Mennely Jakob. (In der ersten Abtheilong.) 

Konrad von Ammenhusen. 
(Siehe die erste Abtheilong dieser Blätter.) 

Krieg. 

... Der Krieg zwischen der weffsen und ro- 
then Rose, oder Beschreibung eines neuen ver- 
einfachten Schachspiels. Nach dem Englischen. 
Leipzig, bei Immanuel Müller. 1882. 8. — (Mafs- 
mann. S. 18820.) 

Kriegslisten^ 

oder der kluge Schachspieler etc. Aus dem Eng- 
lischen. Leipzig, 1820. S. Stratagems of Chefs. 

Kriegsspiel. 

... Neues Kriegsspiel oder verbessertes 
Schachspiel, mit Kupfern und gegenüberstehen- 
der französischen Uebersetzung von M. M. Le Jeu 
de la Ouerre , ou Rafinement du Jeu des Echec%y par M. M. 
A Praguey chez Caspar Widtmann. 1770. In 8. 75 Seiten. 
— CTwifs. II. 15. — Hock. 169. — Ma/smann. 150^8.) 

Ueber diesen Gegenstand vergleiche noch: Ciccofini^ Flamm^ 
hörst y Qia^ometti ^ Melwig y Hoverbeck^ Firmas ~ PerieSy 
Senfft von Pilsach. Yenturini^ the Game of War^ und II 
Giuoco della Guerra. 

... Das Kriegs spiel oder Schachspiel im Gros- 
sen. Wien, bei Müller 1824. In 8. S. (jChamplanc^ F, D.^ 

KrünitZy J. G. 
• . . Oekonomisch-technologische Encyklopä- 
die. 138. TheiL Berlin, 1824. 8. — Die Seiten 221 bis 



S18 

S66 enlhalten unter dem Artikei Schach nicht nur GeschkAlE- 
dies, sondern aach eine Anweisang zum Schachspid. 

Kuiper^ ... (Ein Ldpziger.) 

• Kuiper^M one Humdred and Tlüentf Ptobienuy eofi- 
iaining ehe Sutig eele^aied PaMam of Anderssm, and 
Sixty new Problems. 

(Oer neueste Scbach-Almaaach gibt weder denDmdE* 
ort nodi das Jahr dieses Buches an.) 

Kunst. 

• Die Kunst, im Schachspiel ein Meister zu 
werden, das ist: Ein neuer Unterricht, wie man 
in kurzem dieses so edle und beliebte Spiel nach 
seiner Vollkommenheit erlernen könne. Gewie- 
sen nach den neuesten Mustern des berühmten 
und jetzt lebenden grofsen Schachspielmeisters in 
England, A. D. PMUdor. Nebst des Arabers PhiUpp 
Stammoy gebürtig aus Aleppo in Syrien, entdeck- 
ten Schachspielgeheimnissen; nebst einigen Re- 
geln, dieses Spiel wohl zu yollziehen und den 
Sieg durch feine und subtile Zuge davon zu tra- 
gen. Strafsburg, bey König. 1754. In 8. 

... Zweite Ausgabe. Ebendaselbst 1764. 8. 

... Dritte Auflage. Ebendasdbst. 1771. 8. 

Auch in den Jahren 1759 und 1791 sollen Ausgaben er- 
schienen seyn. — (S. Clodius. 91. — Hock. 169. — Majh^ 
WMnn. 1758-12.— 18723.— 128«.— OetHnger. Nr. 178.) 
(S. Philidor.^ 

... Die Kunst, die Welt erlaubt mitzunehmen, 
in den verschiedenen Arten der Spiele, so in Ge- 
sellschaften höheren Standes, besonders i n der 
Kayserl. Königl. Residenz-Stadt Wien üblich sind. 
Nebst einem Anhang, von dem neuen Spiel Lotto di 
Genova. (Vignette.) Wien und Nürnberg, bey Georg 



S19 



Bauer, Bachhändler. 1756. 8. 2 Binde; Einen Abdruck 
beritzt die Wiener Hof bibliothek. 

Der erste Theil enthält von S. 1—94 PhiHdar'sViAtmchi im 
Sdiachepiele. — (Nach Mafmnann 189 wurde das Buch auch in 
NOmberg 1769 gedruckt) 

Kunststücke. 

• Neu eröffnete Kunststücke des Schach- 
spiels, aus der hebräischen Sprache ins Deutsche 
übersetzt von Ludimagistro. Prankfurt und Leipzig. 
1748. 8. S. Ahen^Ezray Abraham. 

CMaßmann gibt S. 187^ auch eine Ausgabe von 1745 an.) 



... Zwölf Schlachtparlien A%m grofses Kam- 
pfe« Hin Earopa*i Freiheit, Friede ond GlftcL Aaf 
dem Schachbrette dargestellt Ton & t* Jj. Hit 
KopferiL Wien, 1815. 8. 74 Seiten. {Walker. S. Ml.) 

habourdonnais. 

8. Make. 

Lacombey Jacquenu 

(t 1811.) 

... Dictionnaire cncydopedique desamusemerU desScien^ 
ces mathematiques et phystquesy des procedes curieux desarUy 
de» eours recreatifit et mbtils de la magie blanche et de» de* 
eouverte» ingenieu»es et variees de findu»trie; avee fexpliai^ 
Hon de quatre-'Vingt^six planche»^ et d*un nomhre infini de 
figure» qui y sont relatives, Paris y che% Panckoucke. 1792. 
U Atlas representant plus de 1253 objets. 4. 2 Vols. — Die 
Seite 372 handelt vom Rösselsprunge in dem Artikel: 
Combinaison; auf den Seiten 373 — 375 aber findet man SaMo'» 
Endspiele, beide nach Ouyot. Das Werk bildet einen ^gin- 
zenden Theil der Encyclopedie methodique. Lacombe war Ad- 
Tocat zu Paris, und der Schwiegervater des berühmten Tonsetzers 
Gretry. (Geb. 1724 und t 1811.) 

• Dictionnaire des JeuXf faisant suite au Tome troisieme 
(ßu DicL^ de» Mathematiques. (Aoec 16 PL) Pari», che» 
Panckoucke. 1792. 4.— Die Seiten 672 — 688 handeln; du Jeu 
de» Echec». 



ftl 



... Dasselbe Werk. Ebendaselbst. 1794. 4. Auf den Sei- 
ten 72 —88 findet man hier den Artikel: Le Jeu des Enhec». 
(Mafmann. 177i*.— Oettinger. Nr. 68.) 

... Dictimtnaire de» JeuMathemaHques contenanC tAna» 
ifsej le» Recherehes^ lesCalculs^ leeProhabUUe» et le» Table» 
numSrigues^ pubNe» par plaeieur» celebre» Mathematicien»^ 
reUUioemefU aux Jeu de Hazard et de Combinaison; et Suite 
du Dictionnaire de» Jeux. A Pari»y che% JET. Agasse. An VIL 
(1799). 4. 212 Seiten, von denen 67—141 den Abschnitt über 
das Schachspiel nach Philidor^ und den Rösselsprang nach EtUer 
enthalten. Das Werk gehört zur Encyclopedie methodique. 

Laisement^ Denis BalKere de. 
S. BalUere. 

Lallemanty J. 6. 

. . . Le» trois nouveaux jeux de dame»^ eggptien, Schees 
et a trois persmnes. CAvec figg.) A Met%. 1802. kL8. 2 To- 
mßs en 3 parties. 

... Les quatrejeux de dames^ polonais^ egyptien^ Schees 
et ä trois personnes. Metz. anX= 1802. — In kl. 8. 8 Vols 
^ Atlas. — CMaßmann. 190.— QuSrard. IV. 464.) 

Lambey Robert. 

... History of Chefs; together with Short and Piain In^ 
structions, by whioh any one may easily play at it without the 
help ofaleacher. London y printed for J. WUkie. 1764. In 8. 
150 Seiten. 

... Sccond Edition. London. 1765. 8. 148 Seiten. Von 
diesem interessanten Buche sollen noch in den Jahren 1775 und 
i778 Ausgaben erschienen seyn* Lambe war Pfarrer zu N o r- 
l^am-upon-Twead. — (Tir(/s. II. 86. — Watt. 583. — 
iMvndes. III. 1090* — Mqfsmann. 181^. — Waiker. 275.) 



handrait. 

Le MutSe de$ Jmm^ CMienani tet primeipmmjm» 
m möge dam ia batme MoeUie, reeueUÜM et mis m cräres par 
Landraii. Ä Paris ^ ehe% LeHgrefirireBy hmpr. iArdamty a 
IdmogeM. 1837. 12. 10 Bögen mit 1 Kupfer. (BibUofr. de Ia 
Frottee. 1837. Nr.SllS.) 

Lasa, T. pan der. 
S. Hej^debrand, T. wm. 

Leclercy David. (CieHeue.') 

... OraHaneMy CamptUu» eeelesiasiicuey et Poemaia. Äe- 
eedufU Stephani Clerici Dissertatiane» philologieae. Ametelo» 
damij apud Henricum WeCstenium. 1687. 8. — Die auf der 
86. Seite beginnende Oratio KIP handelt: De Ludo Latmtt- 
eulorum. 

Leibnitz 9 Gottfried Wilhelm. 
... Annotatio de quihusdam Ludis, imprimie de Ludo 
quodam Sinico, differentidque Scachici et Latruneuiorum , et 
novo genere Ludi Namlis. S. Miecellanea Berolinetieia. Be- 
rolini, 1710. 4. S. 22 — 26. — Siehe auch dessen £plff^o/a« 
a Kortholto editae. T. II. S.278, und in Felleri MonumetUie 
hteditie. S. 624. 

Letter. 

... liOtter from a minister to hie firiend^ eoneeming the 
game of Chefs. Ä broadside^ printed in London. 1680. — 
(^Walker. 275.) 

... Letter to the Craflsman on the Game ofChefs^ oe^ 
easioned hg his Paper of the 15'^ ofthis month, Dated from 
Slaughter's eoffee^housey Sept. 21. 1733. 30 Seiten. — Das 
WeriKchen ist ein Pamphlet voll politischen Unsinns. (Twi/s. IL 
65.) VergL Harveg^ John. 



MS 

Lettre. 

• LMre adreaSe auw auteun du Journal eneyelope^ 
digue^ Mur un proölime de PEefäquier^ par le Chevalier W. • . 
CapUaine au regimene de mnskj^ (1778.) — (Walker. 275.) 
Siehe: VF..., le Chevalier. 

. . • Lettre tattchant le Jeu des EehSte. S. Reeueils de 
Piieee eurieueee et nauvelles^ tant en prose, qu'et$ vers. A la 
Haye, 1694. 12. T.L P.I. S. 186. — (Jf alker. 269.) 

Lettre^. 

... Lettree eur un Automate guijaue aux Echees. Pres^ 
baurg et Vienne, 1770. In 8. — (Walker. 259.) Vergleiche 
r. Kempelen- 

... Lettree eur le Jaueur de Kempelen. Basle. 1788. 8. 
S. Windisch, C. G. 

Levee^ J. B. 
(Französischer Uebersetzer des FtVfa.) S. Vida, M. H. 

Levesy Raphe, or Ralph. 
(Dean of Durham,) 
... The pleasaunt and untHe Playe ofthe Cheastes. Lon^ 
dat^j 1562. 12. S. (Damiano PortugheseO 

Lewis 9 William. 
William Lewis ^ Lehrer des Schachspiels zu London, ist 
anerkannt der beste jetzt lebende Spieler Englands. Denn als vor 
dnigen Jahren im Namen Deschapeiles eine Herausforderung ge- 
gen alle engUschen Spieler erging ^ eine Reihe von Partien gegen 
ihn mit der Vorgabe von Bauer und zwei Zögen in London um 
500 LStr. zu spielen , so wurde Lewis von Seiten des Londoner 
Gübs als Gegner erwählt. Man wurde aber über die, vorläufig zu 
bestimmenden Punkte m'cht einig, indem Deschapeiles später 
darauf bestand^ dafs ausdrücklich erklärt werde, er sey der Her- 



ausgeforderte, und es konnte daher die Wette, welche Lewis 
wohl ohne Zweifel gewonnen haben würde^ nicht zu Stande 
kommen. 

Die zahb'eichen Werke, die Lewis theils fibersetzt, theils 
selbst verfefst hat, zeichnen sicli sammtlich durch eine vorzugKche 
Fehlerfreiheit in allen Punkten, und durch eine seltene Schärfe des 
Urtheils rühmlich aus. Namentlich aber sind es seine beiden Se^ 
fies ofLessons on ehe Game of Chefs ^ welche den Schachspi<^ 
lern nicht genug anempfohlen werden können , da diese beiden 
Werke die vorzüglichsten sind, welche je über das Spiel geschrie- 
ben wurden, (v. Bilguer.) Folgende sind seine Werke. 

... Oriental Chefs ^ or Speeimens ofHindoostanee'Excel^ 
lenee in that eelebrated game; exhihUed in more than sevenCy 
situations^ otiginally puhlished in India^ and remarkable f&r 
eheir unparalleledy skill and ingenuity: to which are added 
numerous original situations^ together with selecCions firom 
ehe bese European auehors. In ewo Volumes. — („ ZVc' paräei 
spicca la maggior fine%%a del GiuocoJ^ Anonimo Modenese, — ) 
Bg W. Lewis. London ^ Prineed for J. M. Richardson, 23. 
Cornhill. 1812. 16. Vol. 1. XII und 141 mit einer leeren Seite. 
Vol. n. IV und 150 Taf. und eine Seile Erraea. 

... London, 1817. 16. Vol. I. 150. VoL II. 141 Seiten, 
CLowndes. III. 1129. — Maßmann. 147*8—182». — Wal- 
ker. 275.) Das vorhergehende Werk ist eine freie Bearbeitung^ 
von Trevangadacharga Shaslree, Essags on Chefs adopCed eo 
ehe European mode ofplag, eranslated from ehe original San- 
Serie. Bombay y 1814. In 4. 

Elemenls oflhe Game of Chefs, or a new Meihod of 
Jhseruceion in ehae celebraeed, Game, founded on seienUfie 
Frinciplesy wrieeen expressly for ehe use of Beginners by W, 
Lewis. London, by Baldwin. 1818. 12. C^ene. 1827. 1020 
, ... London, for Longman ee Co. 1822. 12. 

...(Nachdruck.) New ^ York, by Carvill. 1827. 12. 
240 Seiten (Walker. S.275.) 

Bei diesem Werke wurden Nievekfs Superiorite aujeu dm 



Mi 

Bekee$, ao wie die Spielendungen eines Lolii und Ponziani be- 
sonders benützt. Französische Uebersetzungen erschienen mit fol- 
genden Titeln: 

. • • Tririee elemeniaire et complee du jeu des Echee$. Vor 
rAr, 1887 und 1888. 8. 

• • • Treatise on ehe Game of Chef»; corUaifUng an In» 
irodueCian io ihe Oame, and an Analysis of ehe variaus Openingg 
vfQameMy wüh severai new modes of aeeack and defenee; eo 
whieh are added Tweney-^ftve New Chqft Problems on Dia" 
grmms. (Vignette, eine Schachtafel mit dem Hotto darunter: 
^,Niun aiero nella Mchiera de* €Huochi lasciaeiei della saggia 
onHehiea, fii cereamenee ne $i ecieneifico, ne ei eleganee, ne 
9i profimdo.^^ — PonzianQ — By W. Lewis; Äuehor ofse-' 
verai Publioaeions on ehe Game. London; A. H. Baily and 
Co. ComhiU. 1844. gr.8. — XX und 531 Seiten, mit vielen 
in das Buch gedruckten Schachtafeb. 

. . • Traiee du Jeu des Echecs par W. Lewis^ eraduie de 
P Anglais par M, Wiecomb , ee arrange selon le syseeme lexi^ 
eographique de M. Kieseriezky. Eine Schachtafel als Vignelte. 
Paris, au Cafe de la Regence, Place du Palais -Royal, (hnpr. 
de Wieeersheim.^ 1846. 8. »iq/. 3 BL 201 und eine Seite 
raea, und 26 Schachtafeln. 

Der Herausgeber hat eine sehr verdienstliche Arbeit unter- 
nommen^ das neueste Werk des berühmten W. Lewis ins Franzö- 
sische zu übersetzen, und so dasselbe dem Studium Frankreichs 
zugänglicher zu machen, um so mehr^ da die Schach - Literatur 
dieses Landes bis jetzt kein Werk aufzuweisen hat, welches dem 
von W. Lewis in Hinsicht auf Ausführlichkeit, Gründlichkeit und 
Klarheit an die Seite gesetzt zu werden verdiente. Es ist nur zu 
bedauern, dais der Urtext selbst in so fern noch unvollständig ge- 
blieben ist, als es nur von den Spiel-Eröffnungen, aber 
nicht von den S p i e I - E n d u n g e n handelt. Durch eine kürzere 
Bezeichnungsart ist hier der Inhalt desselben auf 200 Seiten zu- 
sammengedrängt worden. Die Schachzeitung von Bledow. 



226 



(Siehe Nr. 2. S. 45 — 51), i¥eldier wir dieee Anzeige verdanken^ 
liefert uns weiter den kurzen Inhalt dieeas Werltes« 

Die Zusammenstellung der Bezeichnungen durch Herrn 
BiaerUzky zu dem, von ihm sogenannten alphabetischen oder 
lexikographischen System ist neu und insbesondere itir tabellarische 
BiBarbeitungen aller Beachtung werth. 

• . . The Games of ehe Match ai Cheß played hy the London 
and the Edinburgh Cheß Clubi between the yeare 1824 and 
1828, with numerous variations and remafkSy by W. Lewi»^ 
teaeher ijf Cheßy and Author of $everal pubUcations on the 
Game. London^ printed for J. F. Setchel, 23^ hing eireet, 
Vovent Garden. 1828. gr. 8. VIII und 131 Seiten. — (Schmutz** 
titel: The Games of the Match at Cheß.^ Inhalt: Prefaee. 
tirat game hegun by the London Club y mit 13 Variationen. — 
Seeond game begun by the Edinburgh Club. — Third game 
begunhy the Edinburgh Club, mit 8 Veränderungen. — Fourth 
game begun by the Edinburgh Club, mit 15 Veränderungen. — 
Fifth game begun by theEdinburg Club^ mit 8 Variationen. — 
Die Stellungen sind auf Schachtafeln in das Buch hinein gedruckt — 
Die Wiener Hof bibliothek besitzt einen Abdruck. In Beziehung auf 
dieses Werk erschienen zwei lebhafte Artikel im London Haga^ 
zine v.J. 1835. S. 97 — 102 und 319 —320» — Ins Deutsche 
übersetzt wurde das Werk von Mauvillon , welcher zu verglei- 
chen ist. (Siehe ferner die Artikel : The Games etc. nnd: ReporL) 

... Remarks on the Report ofthe Commitee ofthe Edin^ 
burgh Cheß Club. London, by Setchel. 1829. 8. 11 Seiten. 
(Walker. 276.) — Vergl. Report und The Games ofthe Match. 

... Fifty Games atCheß which have actually been played, 
mostly between the author and some of the best Players in 
England , France and Germany. To which is added an Ae^ 
count ofthe Viilage ofStroebeck. London. 1832. 8. — Diese 
Spiele bildeten zuerst einen Anhang zu dem Werke : A seeond 
Series ofLessons; wurden aber bei der zweiten Ausgabe diesw 
Lessons von derselben getrennt. 

... A Selection of Games at Chqfs, played at the Wes^ 



227 

mimter Chefs Club^ between Möns. L. C. de la Bourdannais 
and an English Amateur of first^rate itkilly arranged, wich 
Remarks^ by W. Lewis. London, for Simpkin andMarshalL 
1885. 8. 132 Seiten. Dieses Buch wurde mit folgendem Titel ins 
Deutsche übersetzt: 

...Fünfzig auserlesene Schachpartien, indem 
Wesiminster Schach-Club zu London während 
des Sommers 1884 gespielt zwischen Herrn L. C. 
de la Bourdonnais, dem besten Schachspieler Frank- 
reichs, und einem englischen Schachspieler er- 
sten Ranges (Mar />oniM;//> Hit Anmerkungen her- 
ausgegeben von IV. Lewis, Lehrer des Schachspiels 
und Verfasser mehrerer Werke über das Schach. 
Aus dem Englischen übersetzt von L. Bledow. Ber- 
lin, bei 6. Fincke. 1885. 8. VI und 37 Seiten. 

. . . Che/s Problems, being a Selection of original Posi^ 
tions; to whicä are added others, exlracled from rare and 
ealuable Works, forming togelher One Hundred Ends ofQa^ 
meSy won or drawn by brilliant and scientific Moves. Lon^ 
don, for Sampson Low. 1827. gr. 12. 2 Bl. und 164 Seiten* 
(JValker. 275.) — Dieses Buch enthält eine Sammlung höchst 
geistreicher Endspiele, deren viele theils von Lewis ^ theils von 
seinem Freunde Bolton herrühren. Wir machen besonders auf 
die Nummern 1, 8, 18, 19, 23, 26, 27, 32, 35, 37^ 40, 41^ 
47, 71 und 80 aufmerksam. 

... Ebendaselbst. 1833. 12. 

... ASeries ofProgressiee Lessons on theOame of Chefs. 
With reasons for eoery mooe. The whole written expressly for 
the use of Beginners. London, by Fräser. 1831. 8. 320 Seiten. 

... Second Edition. Ebendaselbst. 1833. 8. 

. . . First Series of progressive Lessons on Che Game of 
Chefs, containing numerous generalRules andRemarks: also, 
ehe most approved MeChod of beginning the game exemplified 
in fiee openings, wich Reasons for eoery Move. The whole 
written expressly for the use of Beginners. By W. Lewis. 

15* 



228 



Ä new Ediäon earefitUy renised. London, pubUshed bySimp^ 
hin, MarshaU et Co. 1842. gr.8. XIY und 223 Sdtea 

Diese letzte Ausgabe scheint nicht mehr ganz zritgemäfisi, da 
der Verfesser einige Bemerkungen und Züge, welche sich im Laafe 
der Zeit als unrichtig erwiesen haben , wohl hätte ändern können. 

Second Series of Lessons on ehe Game ofCheß, eon^ 
imining $everal new Methods of Altack and Defenee for ihe 
use of ehe higher Clafi of Plagers. To which is added fiftg 
Games ae Chefs aceually played, mang of which occurred bet» 
ween Che AiUhor and some ofthe bese Plagers in France and 
Germang: also, an Aceoune of ehe Village ofStroebeck, in 
Germang, and ofehe Game as praceised ehere. Bg William 
Lewis, Teaeher of Che/s etc. London, pubhshed bg W. Simp» 
hin and R. MarshalL 1882. gr.8. X (4-2) and 424 Seiten. 

... Ebendaselbst. 1834. 8. Von dieser Ausgabe wurden nur 
250 Abdrücke gemacht 

... New Edition. UbeniaselbaU 1843. 8. 

Diese letzte Ausgabe erschien auf Suhscription in Lieferungen 
von 80 Seiten zu 25 Sgr. — Wir können die Leser nur auflbr- 
dem , sich dieses Werk anzuschaffen , da es viel Neues enthält, 
und wirklich zu den klassischen Werken gehört, welche über un- 
ser Spiel geschrieben worden sind. — (ßohn's Calak S. 579. 
Nr. 7005.) 

. • . Chefs for Beginners ^ in a Series of progressive Lop- 
sotis ; showing ehe most approved meehods of begifmmg and 
ending ehe Game^ together wilh various Sieuations and Check' 
maees. Bg William Lewis. London, Chapman and Hall. 1885. 
16. 149 Seiten. Wilh 2iDiagrams prinledin colour. — (VTa^* 
ker. S.276.) 

. . . Second Edieion. Wüh numerous coloured Diagrams. 
London. 1837. 12. CBohn'sCalal S. 579. Nr. 7006— 7010.) 

... Chefs Board Companion; conlainifig ehe laws of ehe 
Game; ehe value and power of ehe pieces, wieh numerous 
Examples ... for ehe use of Beginners. London, for Baiig 
and Co. 1838. 32. 112 Seiten. (IFa/Arm S.2760 yetg\.Seamma. 



229 



... On ehe Game of Che/s. London. 1818. 8. — 1819. 
8. — and 1822. 8. — (S. Siamma, Ph. — Checo^ G. — und 
Carrera^ P.) 

• • • Additional Notes and Remarks to the new Edition of 
Sarratt's Treatiee an the Game of Che/s. London^ 1822. 8. S. 
Satratt^ H. 

. • . Account of the Chefs Playing Village of Stroeheck. 
S. Chefs- Player' M ChroiUcle. Vol.L S. 881— 886. 

... Voyage au Village de Stroebeck. S. Palamede. T. ID. 
(1888.) S. 2 17— 222. (Vergl. Village.) 

Lexicon* 

... Grofses Universal-Lexicon aller Wissen- 
schaften und Künste etc. Leipzig und Halle, Ver- 
legts Job. Heinrieb Zedier. 1782 — 60. Fol. — Der 
84. Band bandelt auf den Spalten 684 — 686 von dem Scbach- 
spieie meist in geschichtlicber Beziehung. 

Libro. 

. . . Libro da imparare giocare a Scacchi etc. In verschie- 
denen Ausgaben. S. (^Damiano de Gdemira , Portoghese.') 

holliy Griambattieta. 
... Osservazioni teorieo^pratiche sopra il Giuoco degli 
Beaechi^ ossia il Giuoco degli Scacchi esposto nel suo miglior 
hme da Giambattista Lolli Modenese. Opera novissima con^ 
tenente le Leggi fondamentali : i precetti piu purgati : le mu- 
gliari aperture : le piü essenziali terminazioni del Giuoco: 
una scelta Centuria di elegantissimi Partiti: in somma tutto il 
migUore degli antichi e modemi Autori^ e Giuocatori rifor-^ 
matOy ricorrettOy ed appianato conforme fesigenza, e arri" 
ekUo (pltre un Indice copioso ed esatto) di moltissimi avverti^ 
mentiy e dichiarazioni valevoU ad istruir pienamente chiunche 
desideri d'apprendere con fbndamento le regele^ gli artiflzj^ 
■€ le fine%»e di questo nobil CUuoeo. — (Motto.) „ hudimus ef- 



280 



figiem beili . . . Vida. — In Bologna, MDCCLXIII. Nella 
Stamperia di S. Tommaso d'Agtuno. Con Approvazione, FoL 
2 Bl. und 632 Seiten. — (Ttrt/ir. I. 85. — Maßmann. 170^. 
— Bohn'8 Catal. S.579. Nr. 7011.) 

Der erste Theii dieses classischen Hauptwerkes ist ein Com- 
mentar zu den Spielen des Anonimo Modenese (Ercole del Bio)j 
welchem aber noch mehrere gesonderte Abhandlungen beigefügt 
sind. Aufser den Gesetzen enthält das Werk eine Einleitung in 
das Schachspiel des Anonimo Modenese (S. 14—22), Spieleröff- 
nungen (S.23 — 261) und einen Abschnitt über Vertheidigung ge- 
gen den Vortheil des Anzuges mit Erläuterungen von Lolli (S.262 
— 864), ferner die Kritik desPhilidor \om Anon, Moden. (S.865 
— 368.), welche im Palamede (T.U. 1837, S. 127) französisch 
zu finden ist; den letzten Theil nehmen dann die von Lolli seihst 
bearbeiteten regelmäfsigen Endspiele ein CS. 869 — 514). Den 
Schlufs bildet eine Sammlung von 100 auserlesenen künstlichen 
Endspielen. 

Dieses seltene Buch, wovon die Wiener Hofbibliothek einen 
wohl erhaltenen Abdruck besitzt, zeichnet sich durch den bewun- 
dernswürdigen FleiCs und die Genauigkeit, mit der es durch- 
gängig gearbeitet ist, besonders aus. Am vorzüglichsten ist darin 
die Abhandlung über das Springerspiel, von welcher jedoch 
ein grofser Theil für uns unbrauchbar ist. Uebrigens ist das 
Werk aber auch nicht frei von allen Fehlem , deren man verhält- 
nifsmäfsig viele in den schwachen Angriffen und Vertheidigungen 
der Gambitspiele des Anonimo und des Lolli findet. Heinse hat einen 
deutschen Auszug aus dem Werke des Lolli geliefert. Dieser 
Auszug enthält jedoch nur die Vertheidigung, einen geringen 
Theil der Anfangspiele , die Kritik des Philidor, dann die Einlei- 
tung und 83 künstliche Endspiele, (p. Bilgmr.) — Vergl. E. 
del Rio. 

... Dimostrazioni pratiche che riguardano il flnimetUo 
del CHuoco degli ScaccM , con in fine una Centuria delle piü 
MceUe Sotägliezze, e parliti pratid proposti da varj QiuO' 
eatori anächi e modernd. Trattato di €Uambatti8la Lolli Mo' 



2Si 



i§me9ek Ad igfruzione deyli StudiOMi per bene condurre U 
§iuo€0 nel 9uo finire, e per trovare eon praneezza i iraUi 
piu purgati e piu eottili. £L LolU^ G. B. Og$erna%iorU ete. 
IMognay 1763. S 869—614. 

• . . CmUuria di OiambatUeta LoUi Modenese eelebre SerU» 
iore euiCHuoco degliScaeehi purgata e ridoUa a semplieiseima 
Denaminaxiane da im Veranese P. Ingegnere P. u vantaggio 
di un 9U0 Amico M. Marchene M. (Vignette.) Vettona, TipO" 
gr^ Bieeeä. MDCCCXVU. 1 Bl. Titel, 2 BI. Vorwort in 4. 
luid 10 Tabellen in Qaerfolio. Der Umschlag hat den Titel: 
^Cento eleganUeeimi finaU di PartUa del nobile Oiuoco degli 
Beoeehi.^ 

In diesen Tabdien findet man Endspiele von N. N. Pairizio 
iäteeheee^ N. iV. CarUe Turinese, Damiano Portughese^ A. 
SaMOf O, B. LolHf Q. Oreeo^ Stamma, Lud, dal Monle^ 
Adeodaio Bellincini ^ Ferd. Oanparoni^ Anonimo Modenese, 
N.N. Cav. Fiorentino, Luigi Parentij Q. B Contarelli^ An- 
gelo Tavemariniy Mickele diMauro^ N. N. Abale RomanOy 
N. N. DoUore Ferrarese, Alfonao Oiannoiei, Sdpione Geno^ 
«ino, Salvadore Albino y Capt. Joseph Berlin Inglese^ N. N, 
CapilanOf e Nobile Manlovano und Unbekannten. Das Werk- 
dien besteht in der Wiener flofbibiiothek. 

Lopez de Sigura^ Ruy. 

• • . Libro de la Invencion liberal g Arle del juego del 
Axedrez ^ muy vtil g prouechosa: assi para los que de nueuo 
quMeren deprender d jugarloy como para los que lo saben 
jugar. — Compuestaaora nueuamente por Rüg lopez de Sigura 
cierigOy vezino de la villa Cafra. Dirigida al mug illustre 
senor don Garcia de Toledo , ago y mayor domo mayor del 
Seremssimo Principe don Carlos nuestro senor. — En Alcala 
en casa de Andres de Angulo. 1561. Con Privilegio. Esta 
laesado d cinco blancas el pliego. In kl. 4. 8 und 150 Bl. 

Am Ende : Fve impresso En Alcala de Henares en casa 
de Andres de Angulo. Anno de M. D. LXL Erste Ausgabe. 



28^ 



(Nie. Ane. BibL Hisp. U. 268, 218. — Böhnes CaMogue. 
S. 579. — Twifs. I. 69 , mit einem Auszuge.) Die k. k. flofbi* 
bliothek zu Wien besitzt ein Exemplar. 

Die Kehrseite des Titels führt das Privilegium Philipp IL mit 
dem Schlüsse: „ Feeha en Aranamez a postrero dia de! mes 
4e Febrero^ de mU y quinietUos y sesetUa y tm anos. Yo el 
Hey* Por mandado de su Magestad Juan Vasgues. ^' ffieraof 
folgt eine EpisCola nuncupatoria de Ruy Lopez an Dan Oareia^ 
in welcher der Autor das Studium des Schachspiels auch denen 
empfiehlt , welche schon practische Uebung erlangt haben ; denn^ 
wie Cicero sage , könne das Gute durch die Wissenschaft besser 
werden. Gegen den Einwand, dafs eine Theorie des Spieles nuta- 
lös sey , da man die Zuge des Gegners doch nicht alle in Betracht 
liehen könne, antwortet er mit der Bemerkung^ dafs man zum 
.Wenigsten aus dem Buche den Vorthefl gewinne, diejenigen Fälle 
kennen zu lernen, welche darin behandelt worden, und dafe m€Sn^ 
wafin sich dieselben in der Anwendung ergäben^ die Antwort nicht 
erst zu suchen brauche. Er wisse übrigens woM, dtds er nicht 
Afles vorgetragen habe, und dafs sich in seinen Spielen Pehkr 
finden würden ; aber es sey dem Menschen nicht möglich, überall 
<ias Richtige zu treffen, (v. d. Losa.) 

Nach einer acht Seiten langen Aufzählung von Druckfehlem 
und sonstigen Versehen beginnt mit Fol. 1 das Libro de la Inven- 
eion liberal del Juego del Axedrez^ in welchem die Erfindung, 
^(MP geistige Werth des Spiels und seine Regehi in 27 Capiteln be- 
sprochen werden. Dieser erste einleitende Abschnitt ist, eben 
wie die practischen Spiele der drei folgenden Abschnitte , in Afst 
italienischen Uebersetzung des Ruy Lopez von Jf. Oiotf. Dome^ 
nieo Tarsia, und in dem Werke des Oustamts Selenus wieder 
gegeben. Der Inhalt dieses 4n der Schachliteralur wichtigen Wer- 
kes und seltenen Buches ist folgender: 

Priüilegio. — Epistola (an den im Titel genannten D. Qar^ 
eia de Toledo). — AduertimenCo de las mmienda^elc. — Cap. 1 . 
Bn gue se tractay el juego del axedrez eer juego de geiencia^ 
e imieneian mathemaUca. — Cap. 2. En gue $e traeta el juego 



28» 

e Odo ioabiBj no $oio permitirsey pero ser neeessario par 
emuteruaeion de la vida humana. — Cap. 8. En que se declara^ 
quim fue el tnuentar destejuego. — Cap, 4. En que $e deelara. 
En que UempOy y donde flse inuentado estejuego. — Cap. 9. 
En qu0 ne deelara la eausa de la inuencion deete juego. — 
Cap. 6. En que se Iraeta, porque fueron las easae delAwedre% 
eeeeenea y quatro : y el tahlero quadradOy y los bordos alles. 
— ' Cap. 7. En que se traclOj que signifiquen las rxxij. casas 
ifoxias del tahlero. — Cap. 8. En que se declaran los nombres 
del amedre% generalmente : y como se Ilamassen lambien los 
trebi^os. — Cap. 9. En que se declaran los nombres de los 
machos parlictdarmenle j y forma y sitio dellos. — Cap. 10. 
hn que se descriue la forma del Rey^ y el sitio ^ y andar que 
Urne. — CVi^. 11. En que se descriue la forma de laEeyna^ y el 
wUiOy y andar que tiene. — Cap. 12. En que se tracta de la 
forma de los ArfUeSy y sitio, y mouimiento que tienen. — Cap. 1 8. 
En que se tracta dela forma de los cauaUos^ y sitio ^ y moui^ 
miento que tienen. — Cap. 14. En que se tracta de la forma 
f sUio, y mouimiento del roque. — Cap. 1 5. En que se tracta 
Sei mouimiento generale y sitio de los peones. — Cap. 16. En 
que se tracta de la calidad yprouechOy que cada peon tiene: y 
quales son mejores para vna cosa , y quales para otra. — 
Cap. 17. En que se descriue la forma, eon que se flguraua on- 
tiguamente el peon^ que esta situado ante el rey. — Cap. 18. 
En quese descriue lit forma, quetenia el peon, que esta situado 
delante de la reyna, 6 dama. — Cap. 19. En que se tracta la 
forma, que tenia el peon, que esta delante del arfil del rey. — 
Ct^p. 20. En que se tracta de la forma antiguaque tenia el 
peon, que esta situado delante del arfil de la rey na. — Cap. 21. 
En quese tracta dela forma del peon, que esta situado delante 
del cauallo del rey, y de la reyna. — Cap. 22. En que se de^ 
seriue la forma antiqua , que tenia el peon, que esta situado 
delante del roque del rey. — Cap. 28. En que se descriue la 
forma antigua, que tenia el peon, que se situa delante del ro^ 
^fue de la reyna. — Cap. 24. En que se tracta, lo que signi^ 



284 



fiquen ioM pie^as^ y peanes destejuegOy en la forma que e«Äi 
ordenado. — C0^.25. En que se tractOy quß cosa sea ofaqus 
simple^ y xaque de das, y maie, y mate ahogado : y paryue el 
rey con el waque no salte^ — Cap. 25. £te que »e deelara lata- 
»anporqueCengan lasjugadores las casas^ blaneant del tablero ä 
mano derechOy y no las negras. — Cap. 27. En que se tractOy 
eomo ha de armar los trebejos en esle axedreZy el que quiere 
imparar a jugar ; y las cosas que ha de considerar .'^ y tamr 
bien para saber jugar de memoria. 

Cap. 1. Del primer modo de ordenar eljuego lleuando la 
mano. — Cap. 2. De otro modo de comen^ar djugar^ y or^ 
denar eljuego el quetienela mano. — Cap.S. De otro modo 
de ordenar eljuego y comen^ando semejantemente. — Cap. 4^ 
De olro modo de ordenar eljuego lleuando la mano. — Cap.S. 
De otro modo de ordenar et juego, comenpando semejantemente. 

— Cap. 6. De ordenar eljuego por la parte del negro, que no 
tiene la mano contra esta manera sobredicha. — Cap. 7. De 
otro modo de jugar y comen^ando por el peon del rey, — Cap. 8« 
De otro modo de ordenar eljuego ^ comengando por el peon 
del Rey ^ — Cap. 9. De otro modo de ordenar el jUegOy comen^ 
^ando por el peon del rey. — Cap. 10. De otro modo ... comen^ 
pando semejafUemente. — Cap. II. De otro modo . . . eomen- 
^ando por el peon del Rey. — Cap. 1 2. De otro modo . . • comen- 
pando por elpeon del Rey. — Cap. 1 3. De otro modo ... — Cap. 1 4. 
De otro modo ... comen^ando semejantemente: y juga$%do se 
eljuego ä vso de Italia ä passar batalla. — Cap. 16. De otro 
modo ... eomen^ando semejantemente. — Cap. 16. De otro 
modo . . . comen^ando eljuego por la misma man ^ra de los pe^ 
ones del rey , y del arfil del rey. — Cap. 1 7. De otro modo 
de comen^ar el juego por los mesmos peones del rey, y del 
arfil del rey. — Cap. 18. De olro modo de ordonar eljuego, 
comen^ando por los sob redichos peones. — Cap. 1 9. De otro modo 
... eomen^ando por los mesmos peones del rey, y del arfil del 
rey. — Cap. 20. De olro modo* . . comen^ando semejantemente. 

— Cap. 21. De otro modo ... comengando por los mesmos 



255 

peoneM, — Cap. 2 2. otro modo. — Cap. 2 3. De otro modo. — 
•Cmp.2i. Do otro modo — C«rp.25. De otro modo. — Cap.26. 
De otro modo de ordenar eijuego por la parte del negro con^ 
' tra la offewia del peon del arfil del rey. — Cap. 27. De otro 
modo. — Cap. 28. De otro modo. — Cap. 29. De otro modo 
de ordenar eijuego, eomen^ando el que tiene la mano por el 
peon del rey: y el contrario por el peon de la dama. 

Cap. primer Om De comen^ar a ordenar el juego, se^ 
gun Damian. Cap. 2. . . . segun el primer modo que pone 
Damian. — Cap. 3. De otro modo. — Cap. 4. De otro modo. 

— Cap. 5. De comen^ar a ordenar el juego »egun el »e^ 
gundo modo que muestra Damian. — Cap. 6... Otro modo 
segun el tertio modo de Damian. — Cap. 7. En el qual se 
iraetael verdadero modo deeaherse jugar eijuego del gambitOy 
€on la declaraeion de las inadverteneiae y errores : que &i%o 
Damian en el modo que mostro dejugar esle gambito. DeelO' 
rando en lo ultimo: porque mae este que otro ningunose Hämo 
Juego de gambito : y que quiere dezir gambito, y donde es tO" 
mado el vocablo gambito. — Cap. 8. De otro modo de comen^ 
for eijuego en offensa y defenea de ambas partes comen^ando 
por los lances del segundo juego que compuso Damian^ y por 
el tereero. — Cap. 9. De otro modo. — Cap. 10. De otro modo. 

— Cap. \ \. De otro modo. — Cap. 12. De otro modo de or^ 
denar eijuego por la parte del negro contra el modo de offen^ 
der sobredicho. — Cap. 13. De otro modo, — Cap. 14. De 
otro modo. — Cap. 1 5. De otro modo de guardar el peon del 
rey contra la offensa del cauallo del rey contrario. — Cap. 16. 
La segundu manera de guardar el peon. — Cap. 1 7. De otro 
modo. — Cap. 18. De otro modo. — Cap. 19. La tercera ma- 
nera. — Cap. 20. La quarta manera. — Cap.2l. La 5* twa- 
nera. — Cap. 22. De comen^ar eijuego por el peon de la 
dama segun Damian. — Cap. 23. De otro modo. — Cap. 24. 
De otros modos de comen^ar los juegos no comenfando por 
los modos sobredichos. 

Cap. I. De como deua de ordenar eijuego por la parte 



286 



del que se defiende contra el que Urne do$ manos de peniaja. 
€ap. 2. De como deve de ordonar el juego el que aura do» 
9e»e» la mano por el peon del arfil del rey. Cap. 8. De 
0iro modo. — Cap. 4. De como deue de ordenar el Juego ei 
que lleuara la mano por el peon del arfil del reg. — Cap. 5« 
De otro modo. Cap. 6. De otro modo . . • por la parte del 
que da la mano por el peon del arfil del reg »egun Damian. — 
Cap. 7. En el qual se tractan algunos errores del capitulo g 
modo de jugar sohredicho de Damian. — Cap. 8. Como deea 
eomponer el juego el que recihe de ventaja el »obredicho peen, 
y la mano segun Damian. — Cap. 9. Como se deoa de defen* 
der el que recihe un cauallo por el peon sohredicho y la mano^ 
-segun Damian.^ Cap. 10. De otro modo. — Cap. II. Como 
deve de jugar el que redbeun cavalier de ventaja por la mono, 
segun doclrina de Damian. — Cap. 12. De otro modo. 
€ap. 18. De otro modo. — Cap. 1 4. De otro modo. — €kip. 1 5. 
De otro modo. 

Fue impresso | En Alcala deHenareSy en casa de Andres 
de Ängulo. \ Ano de M.D.LXI. 

Das Werk enthält demnach viele allgemeine, aber häufig yet^ 
worren zusammengestellte Regeln , dann eine grolse Menge von 
Spielanfangen über das Lauferspiel, besonders das Gambit des 
Lopez und das Königsgambit. Den letzteren Abschnitt bildel eine 
animose Kritik der Anfangspiele des Damiano ; jedoch sind hierin 
nicht alle Bemerkungen richtig oder hinreichend motivirt. Beson- 
ders bemerkenswerth aber ist das, von uns nach dem Autor be- 
nannten Spiel des Lope%' sehen Zuges in der Spring^artie. Es 
behauptet nämlich Lopez, jedoch ohne hinreichenden Grund, daCs 
Damiano einen Fehler begangen habe , wenn er in der Springer- 
partie den Nachziehenden mit dem Damenspringer, statt mit dem 
Damenbauer seinen angegriffenen Königsbauer unterstätzen lasse. 
(p. Bilguer.^ 

...II CHuoco de gli Scacchi di Bui Lopez , Spagnuolo; 
Nuovamente tradotlo in lingua ItaUana da M. Oio. Domenieo 
Tarsia. Alf Eeeeüentisshno S. Jaeopo Bvoncompagniy Duca 



287 



4i Sarmj e Daree, 8ig. d*Arpino, Marehese di Vignuola^ Ca^ 
f^Ham^ Generale äegli huenärU i arme del Re Cattolico neilo 
Siaio di Milano, e OoeemaCar Generale di Santa ChieMj ete. 
Can Primlegio. (Das Zeichen des Druckers.) In Venetia, Presse 
CameUeArrivabene.MDLXXXUIL 4. 4 Blätter und 2 14 Seiten, 
und noch ein Blatt, die Angaben des Registro und des Druckor- 
tes enthaltend. CTwi/s. L 66. — Mafsmann. 178^2.) Ein 
Exemplar findet sich in der Wiener Hofbibiiothek. — Im Catak de 
Wolters. Paris 1844^ und im Twifs. l. e. findet man die Jahres- 
Etfal 1588. — Walher gibt Seite 287 noch eine Ausgabe dieser 
Uebersetzung : Bologna, 1758. 12. an. 

Diese italienische Uebersetzung , welche mehr als eine fireie 
Bearbeitung angesehen werden kann , hat allerdings Abweichun- 
gen , indem einige lateinische Anfuhrungen aus geistlichen und 
weltlichen Schriftstellern , so wie mehrere Stellen aus dem Cesso^ 
He weggelassen sind, und öfters nur der Inhalt eines Capitels statt 
des vollständigen Textes mitgetheilt wird. Die Aenderungen sind 
aber im Ganzen unerheblich, indessen verdient wohl eine davon hier 
erwähnt und berichtigt zu werden. Tarsia läfst nämlich Lopez im 
vierten Capitel, 1584, sagen, dafs die Catalonier ebenfalls einen 
Anspruch auf die Erfindung des Schachspiels hätten, und Carrera 
ntbst Pon%iani fugten hinzu, dals der Anspruch unbegründet, 
die Behauptung vielmehr von dem Spanier aus zu grolser Liebe 
XU seinem Yaterlande aufgestellt sey. In der That ist aber Lope% 
hier unschuldig. Er schwankt nur zwischen dem Philosophen 
Xerxes und dem Griechen Palamedes als Erfindern des Spiels, 
und gibt im vierten Capitel die Zeitbestimmungen für beide Alter- 
nativen : „St* seguitnos la opinion de auer sido Palamedes in- 
ventor : notorior es auer se inventado en el tiempo de la guerra . . • 
Fero si seguimos la otra, de auer sido el philosopho Xerxes 
kwentOTy conuiene a saber^ que fue inuentado en la ciudad 
de Babilonia ... gßOO ahos despues de la destruycion de TrogaJ^ 

Die Angabe des Tarsia beruht also auf einem Irrthume, und ent- 
stand nur durch eine flüchtige und ungenaue Mittheilung des aus dem 
dritten und vierten Capitel des Lopez zusammengezogenen Inhalts. 



238 



Im 27. Capitol spricht Lopez von den Spielen aus dem Ge- 
dächtnisse. Es Seyen dazu drei Dinge nöthig« Gedächtnils, 
gute Hantirung und Uebung. Zur Hantirung gehöre die Bezeich^ 
nung des Brettes durch die Zahlen 1 bis 64. Man müsse sich dann 
merken, welche Zahl auf ein weifses^ und iVelche auf ein schwar-» 
zes Feld treffe. — ^ Ob diese Numerirung wirklich eine Erleichte-* 
rung gewährt, wollen wir dahin gestellt seyn lassen , sie ist aber 
genau diejenige Bezeichnung, welche Selenus bei der Umschrei-* 
bung der Spiele des Lopez zum Grunde gelegt hat. 

Die praktischen Spiele, d.h. die Anfange (denn Endungen ^ 
hat Lopez nicht aufgezeichnet), beginnen mit dem 71. Blatte, und 
bilden auf der den Schlufs des Werkes. Sie zerfallen in 

drei Abschnitte, deren erster namentlich das Lauferspiel und Kö- 
nigsgambit in 29CapiteIn behandelt, während der zweite in 24 Ca- 
piteln eine Kritik der Spiele des Damiano enthält, und der letzte 
in 15 Capiteln Partien mit verschiedenen Vorgaben mittheilt. Für 
unsere Zeit haben diese Spiele geringe Bedeutung, und es zeich- 
net sich jetzt nur noch die Partie vortheilhaft aus, welche aus 
dem sogenannten Zuge des Lopez entspringt, nämlich 1. e2 — «4. 
e7 — e5. 2. Sgl — /'S. Sb8 — c6. S. Lfl — b 5 eic... Der 
Autor galt zwar zu seiner Zeit für den stärksten Spieler und er^. 
hielt erst in den spätem Jahren seines Lebens an den beiden Italie-. 
nern Lionardo da Cutri und Paolo Bot, zwei ihm Yermuthlich< 
überlegene Nebenbuhler, scheint aber, als er sein Werk vcrfaiste, 
noch nicht den höchsten Grad seiner Ausbildung erreicht zu ha- 
ben. Seine Partien sind nicht von dem Geiste durchdrungen, wel- 
chen ein Spieler ersten Ranges nach seinen flüchtigen Erzeugnis- 
sen mitzutheilen pflegt. Wir vermuthen daher, dafs sich LopeZy 
wenigstehs um 1560, mehr auf die Vertheidigung als auf die fol- 
gerechte Durchführung des Angriffs verstanden habe. Unverkenn- 
bar vermiTst man übrigens Zierlichkeit und Mannigfaltigkeit der. 
Zusammenstellungen , worin sich die späteren Italiener namentlich 
hervorthaten. Daher ist ihr Urtheil über Lopez kein günstiges. 
So sagt Ponziani 1782, dessen Worte auch für uns noch gewich- 
tig smd , jener Schriftsteller habe nach Damiano nur einen gerin- 



289 



f«n PorUchritt gemacht. Aoch er habe nur wenige und unge- 
naue Eröffnungen aufgestellt, aus welchen der Leser kaum eine 
näbige Belehrung schöpfen könne. Er sey ein unfruchtbarer Geist 
gewesen, welchem jene Erregung ganz abging, die bei unserem 
Kampf, namentlich für die Angriffe unerläfsHch sey. (S. Berliner 
Schw^hzeitung. Jahrgang II. S. 40^42.) 

... Le Jeu de» EchecSy avee son invention^ science et 
praUque* Oü par un Ireg^doeee et intelligible dUcour» »ont 
amplement descrit» les moyens: d'ordanner »on Jeu tantpour 
tafftngive que la defensive Traduit de VEepagnol en Fran^ois. 
(Das Zeichen des Druckers.) A Paris y che% Jean Micard, ruB 
des Cannes y ä fenseigne de la banne Foy^ et au PalqiSj en 
la Galerie par oü tan va ä la Chancellerie. M. D. CIX. Avee 
ie Prieilege du Ray. — In 4. 4 nicht und 44 bezifferte Blätter. 
(Mqfsfnann. 173^~i) Ein Exemplar findet sich in der Wiener 
Hofbibliothek. 

... A Paris y chez Rabinet. 1615. 4. 227 Seiten. 

... A Bruxellesy 1635. 8. (Jdafsmann. 173*<>-«.) 

... A Paris y chez Oaurault. 1636. 8. 

... Le rayal et nauceau Jeu des Eckels etc. (wie oben). 
BevUy carrige et augmente de nauveau. Paris , che% Antaine 
de Raffte etc. 1674. kl. 8. 152 Seiten Text und 2 Blätter Table, 
(ßiqfstnann. 173^0-6.) Ebenfalls in der Wiener Hofbibliothek. 

Nebst diesen sollen noch französische Ausgaben in den Jah- 
ren 1696, 1700, 1713, 1741, 1742 und 1752 zu Paris, 
Liege, i la Haye und Amsterdam erschienen seyn. 

Diese französische üeberselzung enthält aber nur die drei er- 
sten Abschnitte des Lopez, indem die Spiele mit Vorgaben fehlen. 

. . • The Works of Damiano , Ruy Lopez and SaMa an 
Chefs. London. 1813. 8. S. Sarrattj J. H. 

Auch diese engUsche Uebersetzung ist nicht vollständig. 
Es ist daraus sogar der einleitende Abschnitt und ein Theil der 
Süritik des Damiano hinweggelassen ; sie hat aber vor dem Ur- 
texte und den anderen Uebersetzungen den Vorzug, dafs sie die 
Zöge von einander trennt und mit Zahlen andeutet, wenn gleich 
sie die beschreibende Bezeichnung beibehalten hat 



In deutscher Sprache besitzen wir, wie bereits erwähnt 
wurde, den Lope% vollständig im SeUmus^ der auch theilweise 
in das Englische übersetzt ist , und die Mehrzahl der Spiele in 
Kochen Schachspielkunst und in dessen sehr bekanntem Codex. 

Den Abschnitt über das Springerspiel, von Mayei bearbeitet, 
findet man in v. Bilguer'g vortrefflichem Handbuche. 

Laidimagister. 
... Neu eröffnete Kunststücke des Schach- 
spiels. Aus dem Hebräischen. Frankfurt und 
Leipzig. 1743. 8. S. Aben-Ezra. 

hudus. 

Ludus Latruncuhrum^ oder das Stein - und Schach- 
spiel. Franckfurt, bey Johann Hüttnern. 1647. 12. 

Dieses Buch ist ein ^^EpUome des OusCavus Seimus, dar- 
bey doch der Autor eigene Observationes darzu gethan hat^' 
(Aben^Ezra, deutsch. S. 10.) 

...Vermehrt und verbessert Erfurt, 1665. In 8. 
(Vergl. Palamedes reäivivus und Biblioth. Uffenbach. T. L 
S.751. Nr. 120.) 

Eine Ausgabe erschien, nach Beyer (S.85) und Ciodiug 
(S. 97) ohne Angabe des Ortes und Jahres; eine andere vermehrte 
im Jahre 1650, wahrscheinb'nh auch zu Frankfurt Diese Aus- 
gaben enthalten Lucae Wieiii Anmerkungen zu Vidas Gedichte. 
(S. WieliuSy L. Isagoge.^ 

... Ludus Scacchico^MathemaCicus eCe. E. W. Londini, 
1654. 12. S. (Fulke^ William.^ 

... Ludus Scacchiae: or Che/se ^ Playe, A Game both 
pleasarU,, wiltie and politiche: with certain brief In$£rucliofts 
thereonto belanginy. Tramlated out of ehe ItaHan into Che 
English Tongue. Containing also (herein , a prely and plea- 
sane Poeme of a whole Game played at Chefse. WrUten by 
Q. B. PrinCed at London^ by EL Jackson j dwelling beneath 
the conduite in FleeC Slreet. 1597. i.mqf. CTifle, to theBeader, 



241 



Ch^$e Play^ Poem, and to ehe Reader, 24 Blätter.) TuH/s 
liefert ms in seinen Miscell. T.II. S. 24 folgende Notiz: The prose 
pare eonsisCs of Ii page», and ehe verse ofSO, emeaining 
950 lines^ whichare 190 more ehan Vidas poem. 

Das Werk soll fast wörtlich aus Rowbothum» Damiano ab- 
gedruckt seyn. Einige Jahre später erschien — in Wort und 
Schrift — ein Wiederabdruck bei Harding and Wrighe, St. 
John's Square, London j for Mr. Triphook. — (Twifs. Chefs. 
n. 18. — Twifs. Mincell. II. 24. — Walker. S. 277. — 
Caeal. Eibl. Lond. U. S. 143, wo es heilst: Reprineed in 1806. 
— Madden, in der Archaeologia. T.XXIV. S.228.) Der Cheß- 
Players Chronicle gibt in VoL VI. S.281 , 318, 848 und 891 
Auszüge daraus, sammt dem ganzen Gedichte. 

... Lfudus Scaechiae : Chefse Play^ a game bolh pleasanl, 
icieeie, and polieicke, wieh Chefse, a poeme. (Reprine of ehe 
ediHon of 1597.') (^London.) 1810. i. maj. (^Lackingeon. 1815. 
Nr. 18580. Gelting er gibt das Jahr 1809 an.) 

• •• Ludus Sttidenfum Friburgensium, worinnen die 
Regeln der Prosodie durch das Schachspiel ge- 
lehrt werden. Beatus Mumer Argentinensis Francofordie 
imprimebat anno 1511. In 4. 11 Blätter. Mit 6 Holzschnitten, 
d^en einer ein Schachbrett von 225 Feldern , ein anderer ein 
kreisrundes Schachbrett mit verschiedenen Figuren darstellt. Auf 
dem Titelblatte erscheint der Umrifs eines predigenden Priesters, 
welcher eine grofse Bibel hält. — ^Höek. S. 170. ^ Walker. 
S.277.) Vergl. Mumer ^ Thomas. 



16 



M. A. 

Addition»... a la bihliotheque des livres qmtraüerU 
«tir lejeu des Echecs. S. Addiäons. 

M. M. 

... Neues Kriegsspiel. Prag, bey Caspar Widt« 
mann. 1770. In 8. In deutscher und französischer Sprache. S. 
Kriegsspiel. 

Mac ^ Donneil y Alexander. 

... ii Seleetion of Game» at Chefs ^ achially played in 
London by the lote Alexander Mae ^ Donneil, Esq. ehe best 
Enylish Player, with his principal contemporaries ; including 
the whole ofthe games played by M. De la Bourdonnais and 
Mr. Mae " Donnellj etc. (^Edited by William QreentpoodWal^ 
her.) London, 1886. In 8. (Walker. S.291.) 

MaC'Donnellj ein auch in wissenschaftlicher Hinsicht durch 
mehrere Schriften ausgezeichneter Mann, war ein Schüler des Wil- 
liam Leuns, und gehörte zu den geistreichsten Spielern seiner 
Zeit, wie die Sammlung der von ihm gespielten Partien zeigt, 
welche der ebenfalls bereits verstorbene William Greenwood 
Walker unter obigem Titel herausgab. Die Spiele gegen De la 
Bourdonnais^ wohl 80 an der Zahl, sind auch in Alexandre's 
Eneyclopedie aufgenommen , wo man sie unter der Ueberschrift: 
Lab. M. findet. 

Mae^Donnell ging seinem berühmten Gegner im Tode voran ; 
denn et starb schon am 14. September 1835 in einem Alter von 
37 Jahren^ ruht aber auf demselben Kirchhofe, auf welchem 



fünf Jahre spater auch D* u bmrümnui 
[V. Bilguer.) 



Madder, - F^ea^'^t 
. . . Historieal R/ema^K: w lh j/f-u*tf-.#- 
of Chef 9 into Eurnpt» anc ot tu* anvf^ ' 
in die Isle ofLewii by Frtarrr Miuu4t^ 
ieteer addrented to Henru tJit* Aj> ' 
the Society of Antiquar Li»nwuv* g^i 
1832. London y SirhoUi. v . ^ .^^ 

Dieses kleine W«t . wm w w m^%r if# 
und unter Freunden vertiHfil: nwrur- m\ ^iäkr 
hende Bemerkungen zur iiwaum*'. s^. 

Man findet es aucL it Oer : Aftimrxnw^* 
— 291, und im: Vkit^B^PlufVf ^ Km% mm, 
T.L abgedruckt 



... UMaeatrodeGämek^ 
Poiaeea e degli SemoekL 
Sonzoyno. 1882. 1«. iXt 

Die Anweisoiv wm 
ICuft bis an du 




II. 

, rata 

( \m 

Miperiori. 
i woii an den 
.iie Schachtafel, 
iiolhek. 
I t niler: Cap.l. Deila 
tt Ire. Cap. 2. Delle 
U Hracchi^ e 7 nuom 
ätriHf^fB^ nM98ime , che de-- 
i fifi. 1, Di alcune particula" 
t* ^BCcAi fra tre. Cap. 5. 



244 



Make de La BourdonnaiSy Louis '-Charles. 

Frankreich hat 2u jeder Zeit ausgezeichnete Spieler besessen; 
jedoch haben die meisten versäumt^ ihre Erfahrungen bekannt zu 
machen , und es ist PMlidor^ wie er selbst richtig in der Vorrede 
zu seiner Ausgabe vom Jahre 1777 bemerkt, der erste seiner Na- 
tion 9 welcher Theorie und Praxis des Spiels verbunden und ver- 
öffentlicht hat. Seitdem hat man zwar den Ruf der französischen 
Spieler stets aufrecht erhalten; allein ein grofser Meister ist jedoch 
erst im Jahre 1833 wieder als Schriftsteller über das Spiel aufge- 
treten, nämlich der am 13. Dezember 1840 zu London in seinem 
448teD Lebensjahre verstorbene Louis- Charles Make de la Bour^ 
donnais. Derselbe galt in den letzten Jahren , wie einst Philidor^ 
iur den stärksten Spieler seiner Zeit , eine Berühmtheit, welche er 
besonders durch die Partien gegen Mac^Donnell im Jahre 1834 
erlangte. Seine Werke, welche in einem Lehrbuche und einer 
von ihm gegründeten Monatschrift bestehen, entsprechen indefs 
nicht ganz den Anforderungen, welche man an einen, als Schach- 
spieler so berühmten Autor hätte machen können, (v. Bilguer.) 
Letztere erwarb sich erst später einen höheren Werth. — VergL 
^^Mac^Donnell'' und die Zeitschrift: ^, Le Palamede,'' 

. . . Noupeau Tratte du jeu des Schees. Par L. C, de La 
Bourdmnais. Ä Paris, au cafe de la Regence Impr. de Four^ 
nier. 1833. In 8. IV und 167 Seiten, (ßibliogr. de la France. 
1833. Nr. 4275.) 

... LivrelP. Ebendaselbst. (1834.) In 8. 22 Bögen oder 204 
Seiten und 2 BI. (Ebendaselbst. 1834. Nr. 1730.) — Das eine 
dieser zwei Bücher enthält die Anfange und einige ganze Partien, 
das andere die regelmäfsigen und 60 künstliche Endspiele. Mit 
dem Plane seines Werkes macht er uns in dem Avertissement be- 
kannt. In diesem Buche, welches keineswegs fehlerfrei ist, fin- 
det man aufser wenigen Urtheilen des Autors nichts Eigenthümli- 
ches: überhaupt ist das Ganze nur ein Auszug aus Lewing Les- 
Sans. St.'Amant fallt über dieses Werk in seiner Fortsetzung 
des Palamede, 1841 , S.5, dasselbe Urtheil. (v. Bilguer.) 



245 



... Nauoeile Eäiäon. Bruxellesy Soeieie Beige de Li" 
krakiey Hauman et Co. 1842. 8. XVI und 376 SdteiL 

. , • Dasselbe Werk in russischer Sprache. 1835. 8. {OeUinger*^ 

Maison. 

... La Maison deejewcAcaderniqueä. Parie, 1654, 1665 
und 1668. 12. S. Mariniere y M. la. 

Maniere. 

...La Maniere ä'apprendre le Jeu dCEeheeSy avec obser^ 
paiions tres necessaires, dediee ä Mr. de Bertinez. A Amster" 
dam. 1759. In 8. (Höek. 170. — Mafemann. 176^.) 

Manlius, Jacobus. 
S. Mennel. (In der ersten Abtheilung.) 

Marcheselli. 
(Spanischer Uebersetzer des Vida.") S. Vida^ M. U. 

Marinelli, Don Filippo H. 

»..II CHuoco degli Scacchi fra tre, Invenzione di D. Fi" 
Uppo Marinelliy Capitan" Ingegniere degli Eserciti di S. M. 
C. C. in que$to Regno di Napoli^ e dal medesimo consegrata 
Ol Serenissimo Principe Eugenio di Savqja. In Napoliy IMDCCXXIL 
Neila Slamperia di Feiice Mosca. Cm lieenza de^ Superiori. 
In kL 8. 4 Blätter Zueignung, eben so viel Blätter Vorwort an den 
Leser ^ 18 Seiten Text, 2 Blätter Licenzen und eine Schachtafel. 
Ein Abdruck befindet sich in der Wiener Hofbibliotbek. 

Der Inhalt des seltenen Buchleins ist folgender: Cap. L. Deila 
figura del nuovo Scaechiere per il CHuoco a Ire. Cap, 2. Delle 
differenze tra 7 Oiuoco ordinario degli Scacchi^ e 7 nuovo 
GÜuoco infra tre. Cap. 3. Delle principali massime y che dC" 
vono aversi nel nuovo Giuoco. Cap. 4. Di alcune parUcula" 
riid da awertirsi nel CHuoco degli Scacchi fra Ire. Cap. 5. 
Delle Leggi da osservarsi nel Oiuoco fra Ire. 



246 



Das Büchlein erlebte folgende zwei Uebersetzungen : 
... Das dreiseitige Schachspiel aus dem Ita- 
lienischen übersetzt. Regensbarg und Wien, 
1765. Ins. 

• . . Triple Chef»^ immted hy P. H. Matinellu Latidan, by 
Valpy. 1826. In 8. 112 Seiten. Das in diesen Werken gelieferte 
Schachbrett hat 186 Felder. Vielleicht ist das von Tesche eine 
Nachbildung der Hartne^/i^cAeii Erfindung, (ßdafemafm. 170^. — 
Walker. S. 278.) 

Mariniere, M. la. 
... La Maisan academique. Paris ^ 1654. 12. In diesem 
Werke wird S. 214 gezeigt, wie man eine Schachpartie mit Per- 
sonen vorstellen kann. (^Annales efkcyelop. par MUlin. 1817. 
T.V. S. 226.) 

...La Maism des jeux academiques, corUenarU tin re- 
ci^eil gener al de taus lesjeux dioerCissanis pour se rejouir et 
passer le temps agreahlement. Paris y Bist. Loyson. 1665. 12. 
Auch mit gestochenem Titel. 

. . . (Nouvelle Edition.^ Paris ^ 1668. 12. (Mafsmann. 
190. — Walher. 275.^ 

Marino, Cav. Gio. Battista. 

... VAdane; Poema eroico. Parigi^ Oliv. diVarano. s.a. 
In Fol. Erste, der Maria von Medicis gewidmete Ausgabe , mit 
einer Abhandlung über dieses Gedicht von Chapelain. Die vom 
30. Juni 1623 datirte Zueignung ist auch in der folgenden Aus- 
gabe zu finden. 

. . . Cm ffli AryometUi del Cante Fortuniano San Vitale^ 
et t Allegorie di Dott Lorenzo Scoto. Venetia^ dal Sarzina. 
1651. In 4. 

... Amsterdam. 1651. 16. 2 Vols. Mit der erwähnten Zu- 
«gnung. 

... In Amsterdam Nella Slamp. di S. D. Elxevir; et in 
Parigi, Appresso Tommaso JoUy. 1678. 16. 4 Vols. 



247 



... Landres (JAvounie.) 1789. 12. 4VoIs* 
Diese yon Qaetano Poggiali besorgte Ausgabe wird für die 
beste gehalten. 

In diesem berühmten Gedichte handeln die Stanzen 119 — 173 
des fun&ehnten Gesanges von dem Schachspiele, und es sind diese 
55 Stanzen oder 440 Verse eine Nachahmung der Scacchia von 
Vida. — Die beiden letzteren Ausgaben finden sich in der Wiener 
Hofbibliothek. 

Von der, durch den Präsidenten Nicole im Jahre 1662 ver- 
öffentlichten französischen Uebersetzung kennen wir nur den ersten 
Gesang, welcher einem anderen Werke derselben Hofbibliothek 
beigebunden ist. Brunet kennt diese Uebersetzung nicht 

Marlety M. 
Dieser Haler hat ein Gemälde , den Schachkampf zwischen 
Stauntm und SL^Amanl vorstellend^ verfertigt, welches in 
Paris Aufsehen gemacht hat. Dieses wurde von dem Director des 
Palamede gekauft und einem Künstler, M, Lämlein^ Alexandr^g 
Neffen , übergeben , um es zu lithographiren. Das lithographische 
Kunstwerk, das für 25 Francs im Bureau des Palamede zu 
haben ist, soll ein ausgezeichnetes seyn, und mit grofser Aehn- 
lichkeit nicht nur die Streitenden , sondern auch die Zuschauer 
bei der 19. Partie^ die besten Schachspieler des Cercle des Echecsy 
darstellen. Einen gelungenen Holzschnitt nach Marlens Gemälde 
bringt die: „Illustrirte Zeitung^^ in Nr. 145 des J. 1846. 
(S. Schach-Almanach und Tableau,) 

Martini y Sebastiano. 
(Italienischer Uebersetzer des Vida.') S. Vida^ M. H. 

Martinson^ Dr. 
(Endspiele von ihm finden sich in Koch' 8 Codex. 2. Auflage.) 

Martyr ab Angleria^ Petrus. 
... DeJnsulisAmericanis. Coloniae. 1574. In 8. S. 360 
wird vom Schachspiele gehandelt. 



248 



Martyvj Petras y Florent. Theolog. 
... y^Commentarius de Lihro Judicum*^^ Darin handelt der 
Verfasser von dem sittlichen Werthe des Schachspiels. 

Masdeuj Gio. Francesco. 
(ItaUenischer Uebersetzer des VidaJ) S. Vida, M. H. 

Mafsmanuy H. F. 

...Geschichte des mittelalterlichen, vorzugs- 
weise des deutschen Schachspiels. Nebst voll- 
ständiger und fortlaufender Literatur des Spie- 
les, so wie Abbildungen und Registern. Von H. 
F. Mafsmanuy Dr. Professor ord. an der Hohen 
Schule zu Mönchen. Quedlinburg und Leipzig, 
Druck und Verlag von Gottfr. Basse. 1839. gr. 8. 
Vin und 224 Seiten mit XIV. Tafeln. 

Mafsmann's Arbeit ist eine höchst verdienstliche zu nennen, 
da der gelehrte Verfasser bei dem Sammeln und Zusammenstellen 
seiner Citate überaus grundlich und mit grofser Genauigkeit zu 
Werke gegangen ist. Sie kann daher mit Fug und Recht zu den 
Quellenwerken über unseren Gegenstand gerechnet werden. Einen 
Abdruck dieses werthvollen Buches besitzt die Wiener Hof bibliothek. 

Mazuresy le Seigneur des. 
(Französischer Uebersetzer des Vida.^ S. Mazures^ L. des. 

Match. 

. • * The Match at Chef» hy Carrespondence ^ recently 
played hy the Chefs Clubs of Paris and Westminster ; wich 
Notes etc. London. Sherwin, 1837. 12. (^Walker. S.287.) 

Mauvillon^ F. W. von. 
... Anweisung zur Erlernung des Schach- 
spiels, mit besonderer Rücksicht auf Diejenigen, 



849 



denen das Spiel durchaus unbekannt ist Hit 
Eiias Seein's Bildnifs und mit 526 Spielzeichnungen 
auf 19 Tafeln. Essen, bei Bädeker. 1827. gr.8. YHl 
Seiten , 4 Blätter und noch 882 Seiten. — (Bibliogr. y. Deutscht 
1827. Nr. 2088. — Maßmatm. 18725. — Recens. Haller 
AUg.LitZeit. 1828. Nr. 184, 185.* S. 624 — 682. — Jen.Allg. 
lit. Zeit 1828. Nr. 16.* — Leipz. Lit. Zeit 1827. Nr. 257.*) 

• • . Handleiding tot het leerm van het Schaakspel naar't 
koogdrisch van Mauvillon, door J. de Quack. Rotterdam, Men~ 
sing and We$treiien. 1828. gr.8. (JValker. S.278.) 

... Die während der Jahre 1824 bis 1828 von 
den Londoner und Edinburger Schachklubs ge- 
spielten fünf Schachpartien mit Varianten und 
Anmerkungen nach dem Englischen bearbeitet 
Mit Beifügung der zwischen den Amsterdamer 
und Antwerpener Schachklubs gespielten zwei 
Schachpartien, Ton F. W. v. Mauvilton. Ein Supple- 
ment zu seiner Anweisung zur Erlernung des 
Schachspiels. Essen, gedruckt und verlegt bei 
6. D. Bädeker. 1829. gr.8. XII und 84 Seiten. (Bibliogr. v. 
Deutschi. 1829, Nr. 2759. — Mafsmann. 1*.— 18723 
VergL W. Lewis und The Oame. 

Die in diesem Buche angenommene Bezeichnungsart der Züge 
ist etwas unbequem. 

... Belehrende Unterhaltung für junge ange- 
hende Schachspieler, bestehend in hundert aus- 
gesuchten Stellungen, in welchen derjenige, wel- 
cher am Zuge ist, das Spiel gewinnen mufs. Ge- 
sammelt und herausgegeben von F, W, v. Mauvillon. 
Erstes Heft Ein Supplement zu seiner Anwei- 
sung zur Erlernung des Schachspiels. Essen, bei 
6. D. Bädeker. 1831. 16. VIII und 100 Seiten. Endspiele 
«uf Schachtafeh dargestellt 

... Zweites Heft u. s.w. Ebendaselbst. 1832. Vm und 
56 Seiten Text und 100 Seiten Schachtafeln mit Endspielen. 



250 



... Drittes Heft. Beiehrende Unterhaltung ...^ 
Stellungen, in welchen die Spiele Nr.l — 50 nur 
von einem, Nr.51 — 100 aber von demjenigen Spie- 
ler, welcher am Zuge ist, gewonnen werden. Ein 
Supplement etc. Ebendaselbst. 1832. IV und 56 Seiten Text 
und 100 Seiten Schachtafeln, welche 100 Endspiele geben. 

... Viertes Heft. Belehrende Unterhaltung..., 
bestehend in hundert bedingten Spielendungen, 
in welchen die Spiele Nr. 1 — 50 für beide Theile 
bedingt sind, Nr.51 — 100 aber nur für einen Spie- 
ler. Ebendaselbst. 1834. IV und 60 Seiten Text und 100 Seiten 
Schachtafehi mit 100 Spielendungen. Auf dem Umschlage : y^F. 
IF. 9. Matiüf/W« bekehrende Unterhaltungen für an- 
gehende Schachspieler. Essen, bei 6. D. Bädeker.^ 
Auf der Etiquette : Mauvillms Schachunterhaltungen.^^ 

... Das fünfte Heft. Ebendas. 1836, in 100 beding- 
ten Spielendungen enthaltend: Nr.l — 8 die soge- 
nannten Spiefsruthen - Spiele. Nr.9 — 49 bedingte 
für W. Nr.50 — 53 bedingte Spiele für beide Spie- 
ler. — Nr. 54 — 85 für Ä.— Nr. 86 — 100 sogenannte 
quiperd gagne Spiele, in denen der Spieler den Geg- 
ner zwingt, ihn matt zu machen. Ebendas. 1836. VIII 
und 126 Seiten Text und 100 Seiten Schachtafeln. 

Alle fünf Hefte haben den Zusatz. Ein Supplement zu 
seiner Anweisung zur Erlernung des Schach- 
spiels. 

Mazures (^Masures)^ Louis, Seigneur des. 
(Tauniisien,) 

. . . Oeunre» poetiques de ... cantenant des vers lyriqueSy 
des poesies latineSy des epieaphes, XX pseaumes de David, 
lejeti des echetz traduit du latin de Jerame Vida. Lyon, Par 
Jan de Tournes. 1557. 4. Die Uebersetzung des Vida erschien 
auch in einer besonderen Ausgabe. S. Vida , 3f. H. 



251 

Meier, Dr. Carl. 
... Der Schachkampf in Paris, im November 
und December 1843^ zwischen Mr. Stauntan und M. 
de Sc-Amane. Hit Anmerkungen und Varianten 
herausgegeben von ... Nebst einem Anhange über 
das hundertste Endspiel von Philipp Stamma van Aleppo. 
Zürch, bei Meyer und Zeller. 1844. gr.8. X und 80 
Seiten. Mit dem Schmutztitel: „Der Schachk a mp f i n 
Paris.^ 

Melanges. 

• • . Melange» tires d'une grande Bibliolheque. A Paris, 
1770 — 1788. In gr. 8. — T.IV. D. handelt auf den Seiten 101 
—108 von dem Werke des Joe, de Ce$$olis und dessen Ueber- 
setzungen. 

Menage y Guy. 
. . . DicCionnaire elgmologigue de la langue fran^oise. 
Parti, 1694 und 1750. Fol. — Das Werk spricht unter dem 
Artikel Schees von der Herleitung dieses Wortes. 

(Mendheim, Julius J 

...Taschenbuch für Schachfreunde. Berlin, 
bei Alexander Moser, Kloster-S trafse Nr.23. 1814. 
12. 60 Seiten mit einer beigedruckten grolsen Schachtafel. OeUin- 
ger läCst das Buch zu Berlin, bei Trautwein erschienen 
seyn. (Walker. S.2780 

... Aufgaben für Schachspieler, nebst Auflö- 
sungen. Als Fortsetzung des Taschenbuchs für 
Schachfreunde. Verfafst von Julius Mendheim. Mit 
einem Anhange, die Correspondenz-Partie, die 
zwischen dem Berliner und Breslauer Schach- 
klub vom 15. Januar 1829 bis zum 20.0ktober 1831 
gespielt worden, mit Anmerkungen undVarianten 



252 



versehen, enthaltend. Berlin. Im Verlage von 
T. Traut wein. 1832. gr. 8. VI und 73 Seiten. (Bibliogr. v. 
Deutschi. 1832. Nr. 171 sagt: Berlin, gedruckt bei A. W. Hay n.) 
CMaßmann, 2*. — 1872«.) 

Merkur. 

... Der neue deutsche Herkur. Weimar, 1804 
—1805. kl. 8. 

Diese vortreffliche, in Deutschland bekannte periodische Schrift 
liefert uns in den genannten Jahrgängen anziehende literarische 
Nachrichten über einige HandschriRen des Jacob von Cessolis 
und Conrads von Ammenhusen; und zwar Adelung im Jahr- 
gange 1804. S. 80 — 74 des dritten Bandes; und Eschenburg im 
Jahrgange 1805. S. III — 123 des ersten Bandes, deren an ihren 
Orten bereits gedacht worden ist 

Mert/^ M. 

... Une Revanche de Waterloo^ ou une parUe d' Schees; 
Poeme heroi'comique, PariSy au Club de Panoramas. Nr. 48. 
Bue Vivienne. 1836. 8. 19 Seiten. — Der Gegenstand dieses 
Gedichtes ist eine, zwischen M, de La Bourdonnais und Mr. 
MaC'/lonn^// gespielte Schachpartie. Es findet sich auch in Chefs" 
Player S'Chronicle, Vol. III. S. 318 und 334 abgedruckt. 

... Une soiree d'Ermites; Poeme. Paris ^ chez Perrotin. 
1838. 8. 16 Seiten. Der Vorwurf dieser Dichtung ist eine, von 
La Bourdonnais^ ohne auf das Brett zu sehen, gespielte Partie. Diese 
Dichtung findet sich mch im Palamede. T.III. (1838 ) S. 58 — 67. 

M. Mery war Mitherausgeber dieser Zeitschrift in den Jah- 
ren 1836—1839. 

Meursms^ Joannes. 
• . . Graecia ludibunda* Swe de Ludis Oraecorum Uber 
singularis. Accedit Danielis Souterj Palamedes; sine de To- 
bula LusoriOy Alea, etc. Libri (res. (Vignette.) Lugd. Batav. 
Ex ogidfM Elzeviriana. Anno. 1625. In kl. 8. 4 BL und 70 



iS8 

Seiten, und 5 Blätter Indiee». Das Werk des Souterius hat 16BL 
und 248 Seiten; es stimmt mit der Ausgabe vom Jahre 1622 voll- 
kommen überein. (S. Souterius.^ Das Werk des Meursius han- 
delt de Calculorum ludo der alten Griechen. VergL Souterius. 

Meziriacy Claude ^ Gaspar - Buchet de. 
S. Backet. 

Middletouy Thomas. 
. . . The Camedy of A Game at Chefse as it ha» been 
iundrey Times acted at the Qlohe on the BancH» Side, LoU" 
don (1610). In 4. 38 Blätter. Der Titel dieses satyrischen, ge- 
gen den Papst und die katholische Kirche gerichteten Lustspiels 
ist gestochen, und enthält die Bildnisse Gondomar's und Loyola'». 
Der Verfasser wurde wegen dieser verruchten Schmähschrift in 
das GefSngniTs geworfen. (Lowndes. S. 1260. — Magas, encycL 
1817. V. S.226.) Ausgaben erschienen noch in den Jahren 1624 
und 1628. 

Milbons^ N. N. 

(Herausgeber einer neUen Ausgabe des Manuel iT Elias Stein.') 
S. Stein y Elias. 

Miliin, A. L. 

... Magasin encyclopedique. Paris. 1792 — 1816. Ingr.8. 
122 Bände. Mit einer Table generale des Matieres par ordre 
alphabetigue des 122 Volumes gut composent la Collection 
complete du Magasin encylopedique; redigee par J. B. Sajou. 
1819. 

Dieses Magasin enthält mehrere bibliographische, geschicht- 
Uche und beurtheilende Artikel über das Schachspiel, welche bei 
Terschiedenen Werken in dieser Literatur angezogen werden. Es 
wurde unter dem Titel: Annales encyclopidiques, Paris, 1817 
—1818 fortgesetzt. 



254 



Mnemonik. 

... Hnemonik des Schachspiels, oder Versinn« 
lichung des Brettes and der Züge. Mit 108 (Ii- 
thogr.) Tafeln und Erklärungen. Wien (Leipzig, 
bei Fr. Fleischer), 1842. In 12. S. (JPerenyi^ Ladislaus 
Freiherr von.) 

Modo. 

. • . Modo faeile per Mendere U vago e dilettecole Oiuoco 
deyli Scacchi, composto da un Incognito per Ii Nomzzi del 
Gmoco. Vene%iay 1674. S. (Severine ^ Marco Aurelio.') 

Diese kleine Abhandlung ist auch am Schlüsse der Ausgabe 
des Salvio vom Jahre 1723 abgedruckt zu finden. 

Mollweide ^ Karl Brandan. 
... lieber das Problem des Rösselsprungs. S. 
Klügele Mathematisches Wörterbuch. Th. IV. S. 458 
— 467. Art. Springer. 

Monosini^ Ascanio^ de Pratouecchio. 
(Italienischer Uebersetzer des Firfa.) S. Vida, M. H. und 
Raccolta di PoemetH ital. Torino. 1797. In 12. Nr.V. 

Montano y Bernardino. 

... Three Games of Chefs on a large folding sheet Pa^ 
dova. 1618. So bezeichnet Walker, S.279, das Werk; der ur- 
sprüngliche Titel ist uns bis jetzt noch nicht bekannt geworden. 

Monte y Lodovico del. 
(Endspiele in Koch's Codex. Zweiter Auflage.) 

Montfaucony Bernardus de. 

... BiblioCheca Biblioehecarum ManuscripCorumnova. Po* 
risOsy apud Briasson. 1739. Fol. 2 Tomi. 



255 



Dieses Werk enthält auch Literatur des Schachspiels, worauf 
wir uns hier öfters beziehen. 

... AnCiquUe expliquee^ et represenCee en figures. Paris, 
1722. Fol. Im dritten Bande S.384 handelt der Autor von dem 
Schachspiele. 

(Montignyy M. deJ) 

. . • Les Stratagemes des Schees etc. Paris et Strasbourg» 
1802. 16. 2 Parties. S. Stratagemes. 

Morality 

of Chefs. S. Bmocentj Pope (in der ersten Abtheilung). 

Morals. 

... Morals of Chefs y a Poem (von 100 Zeilen). S. JBtiro- 
pean Magazine, April. 1788, und Franklin, B. (Walher. S. 279.) 
• . • Morals of Chefs, Siehe : E. A. 

Moves. 

... On the Moves and Powers of the Chefs -^Men of our 
Aneestors in the XUI^ Century. S. Chefs - Player's Chronicle. 
VoLm. S. 61. (Geschichtlichen Inhalts.) 

Morosi, II Cavaliere. 
(Der Erfinder einer Schachmaschine.) S. Amati, Bicerche. 
T. m. Artikel 7. S. 362 — 384. 

Moslery V. 

tUebersetzer des Autore Modetiese.^ S. Ponzianiy Dom. 

(^Mouret , Jacques - Franpois.J 
... Traite elementaire et complet dujeu d'Echecs. Paris, 
1887 und 1838. 8« S. Traite. 



256 



Müller^ Johann Daniel. 

... Neues Spiel-Taschenbuch^ oder gründli- 
cher Unterricht zur praktischen Erlernung des 
Karten-^ Billard-, Schach- und anderer Spiele. 
Zweite verbesserte Ausgabe. Ulm, beiEbner. 1828. 
In 8. (Maßmann. 189.) — Vergl. Neuestes Spielbuch. 

... (Deutscher Uebersetzer des Vida.^ S. Vida, üf. H. 

Murner ^ Thomas. 
Ueber diesen Mönch findet man in den EpisC. obscuror. rt- 
rorum. Editio Francof. 1643. S. 178, folgende Stelle: ^^Et 
compomit unum ludum Scacciy in quo trahuntur quantitate» 
Syllaharum/^ Vergl. y^Ltulus Studentum FriburgenHum/^ 
welches Werk eben dasselbe zu seyn scheint. 

Murphy, Arthur Esq. 
... The Works. London. 1786. In 8. Im Vol. VE. S.67 
— 147 findet sich die englische Uebersetzung der Scacchias von 
Vida. — Siehe auch : Vida^ M. H. 

Mutoniy Niccolo. 
(Ital. Uebersetzer des Vida.^ S. Vida, M.H. 



Nachtigall, Joh. Karl Christoph. 

... Das Schachspiel der Teutschen im fünf- 
zehnten Jahrhunderte. S.Deutsche Monatsschrift. 
Juny. 1797. S. 104 — 110. 

Der Verfasser zeigt in diesem Aufsatze, dafs das ältere deutsche 
Schachspiel eine Nachbildung des Staatskörpers in der früheren 
Periode war, und handelt zugleich von den Namen der Schach- 
steine, yroriSbest Dr. K. O. Anton (in Bruns Beiträgen, S. 68 
— 76 und 104 — 110) Bemerkungen geliefert hat. — S. Anton, 
Bruns und Hüllmann. 

Namen. 

... Ueber die Namen der Schach steine. S. An- 
zeiger, literarischer. 1798. Nr.lOS. S.545. (Vergl. ^In- 
ton, Bruns und Nachtigall.^ 

Nathan. 

... Bundeslied der Berliner Schachgesell- 
schaft. S. Berliner Schachzeitung. 1847. S. 65. 

Netter y N.N. 
... Unterricht im Schachspiele. Leipzig und 
Regensburg. In 8. (Ma/smann. 18827.) 

Netto^ Dr. 

' ... Das Schachspiel unter Zweien, und dessen 
Geheimnisse; ferner das Courier spiel, Rundschach 
des Tamerlan- und das Eriegsspiel. Aus den älte- 

17 



258 



sten und seltensten literarischen Quellen, nach 
dessen Benennung, ErTindung, Einrichtung, Ver- 
breitung, Spielart, seinen Regeln, und Muster für 
die Selbstunterweisung systematisch bearbeitet 
von Dr. Netto. (Mit Tilelkupfer.) Berlin, in der Rauli- 
schen Buchhandlung. 1827. gr. 8. VI und 212 Seiten. 
(Recens. Haller AUg. UX. Zeit. 1828. Nr.44, und in Nr. 15 der 
Berliner Schnellpost. 1827.) Einen Abdruck besitzt die Wiener 
Hofbibliothek. 

NeveSy Fr. Antonio das. 

... Arte do tiberaljogo do Xadres^ campUadm de variae 
Authores. LUboa. 1647. In 4. 

Die urtextliche Handschrift dieses auTserst seltenen Werkes 
wird, wie schon erwähnt wurde, in der Bibliothek der Padres 
Theatinos de LUboa aufbewahrt. (Yergl. D.Barbosa Maehade. 
Biblioth. Lusitana. 1759. Fol. Voll. S. 339.) — Wie auf der 
spanischen Halbinsel die ersten praktischen Werke über unser Spiel 
gedruckt worden sind , so hört auch dort zuerst die Schachlitera- 
tur wieder auf; denn nach dem Werke des Fr. Antonio ist, so 
viel uns bekannt , kein bedeutenderes Buch über das Schachspiel 
weder in Portugall, noch in Spanien, mehr erschienen, (o. Bü^ 
guer.) Vergleiche den Artikel in der ersten Abtheilung. S. 77. 

News. 

• The ittustrated London NewB. Edited by William. 
lAttle. Diese englische Zeitschrift liefert ebenfalls Schachaufgaben. 

(Nicolai y Friedrich.') 

... Theoretisch-praktischer Unterricht im 
Schachspiel Aus dem Französischen etc. Berlin, 
1780. In 8. S. AnuUeurs. TraUe theorique et pratique du Jeu 
deB Echecs. Parie^ 1775. 12. 



U9 

Nieveld, Zuj/len van. 

S. SSujflen. 

Noreuj Erich. 

(Endspiele in JSTocA"« Codex, zweiter Auflage.) — Dieser Ver- 
Tasser von Spielen ist aus Wimmerby in Schweden. 

Notation. 

. . . Nouvelle Notation des parties et eoups eCechec»^ com- 
priM dans ies traites faits sur cejeu. Par une Societe d^AnuiF' 
teurs et par PMlidor: d Vcude de laqueUe leg personnes qui 
voudrotU se livrer d fetude de eejeu, le pourront faire avee 
la plue grande facilite et meme fapprendre san$ le eecourä de 
qui gue ce sott. A Paris, chez Vauteur et chez Everat, Impr. 
d'Everat. 1823. 8. 30 Vg Bögen oder 465 Seiten. (JBibUogr. de 
la France. 1823.) Nr. 5348. — Die Revue encyclop. T.XX. 8. 
662. sagt: par M. Ouyot; prix 10 (rs. — Die sogenannte neue 
Methode (?) besteht nach Walker in der Bezeichnung der Felder von 
1 bis 64. 

... Nouvelle Notation pour les parties ou les coups dCe^ 
eheesy quelle que soit la coiUeur des pieces echues d ehaetm 
des deuxjoueurs. Par P. P. E. J. Impr. de Denis ^ d Com^ 
merei. 1836. 18. 32 Seiten. JBibUogr. de la France. 1836. 
Nr. 3152.) Dieser Aufsatz yiM'mPalamede. T.I. (1836.) S.555. 
besprochen. 

Nyeveld^ Zuj/len van. 

S. Zuglen. 



17» 



Observations. 

... 0b8erüations on ehe Äutomaton Chefs ^ Play er y now 
exhihited in London^ aC Spring Garden. By an Oxford Chra^ 
duate. London, Hatchard. 1819. 8. 82 Seiten. (^Walker. 
S. 260.) 

. • • Observations sur VAutomate, Joueur des Echees gu^on 
montre actuellement ä Londres. S. Bibliotheque universelle* 
A Oeneve. 1809. Vol. V. (Walker. 259.) 

Oettingery Eduard Maria. 

. • . BibUotheca Shahiludii. BibUotheque äujeu des Schees, 
Bibliothek des Schachspiels. Alphabetisch geord* 
netes Verzeichnifs aller Werke, die über das 
Schachspiel im Druck erschienen sind. Zusam- 
mengestellt von Edttard Maria Oetlinyer. Leipzig, bei 
Wilhelm Engelmann. 1844. gr. 8* 49 Seiten, mit dem 
Schmutztitel : BibUotheca Shahiludii, BibliothekdesSchach- 
spiels*^^ Wir haben auch dieses Werkchen mit unseren Blättern 
verglichen, und wo es thunlich war, danid)ar benützt. 

OleariuSj Adam. 

(In dessen Anmerkungen zu Sehich Saadi Rosarium Per^" 
sicum, I. 7. c. 13. S. 84. Hamburgi, 1696. FoL ist von dem 
Schachspiele die Rede.) — (Walker. S.280.) 

Oppen, 0. von. 
... Eine Partie Schach. (Zwischen dem zum Tode ver- 
urtheilten Don Ousman, Prinzen von Calatrava, und dem Bischöfe 
Buy Lopez.) S. Berliner Schachzeitung. Erster Jahrg. S. 108-- 104. 



Ml 

... Eine Schachwette. Scherzo. S. Ebendaselbst. Er- 
ster Jahrg. S. 174— 178. Vergl. auch: Stamma^ PhHipp. 

... Ueber Schachprobleme. S. Ebendaselbst. Zweiter 
Jahrgang. S. 1 — 7. 

... Vom Tanschwerthe der Steine im Schach. 
S. Ebendaselbst. S.8— 13 und 70—79. 

... Der Schachkaropf zwischen John Cochrane 
und einem Eingebornen Ostindiens. Gedicht S. 
Ebendaselbst S. 24 — 25. 

Orellj Conrad von. 

... Schachbüchlein. Oder anschauliche Dar- 
stellung der Regeln des Schachspiels und der sinn- 
reichsten Zuge berühmter Spieler für Anfänger. 
Von Conrad von Orell^ Professor in Zurch. Hit zehn 
lithographirten Tabellen. Aarau, Im Verlage bei 
Heinrich Remigius Sauerländer. 1840.^^ gr. 8. In 
zwei Abtheilungen. 315 und 3 nicht bezeichnete Seiten. Die erste 
Abtheilung hat 9, und die zweite 10 bildliche Tabellen. Auf dem 
Umschlage sieht man zwei Schachbrette mit dem Titel: „Schach- 
büchlein für Anfänger. Von etc." 

Die erste Abtheilung dieses brauchbaren Werkes enthält : Ur- 
sprung, Beschaffenheit, Gang, Gesetze des Schachspiels. — Zehn 
kurze Spiele. — Zehn Musterspiele. — Die unentscheidbaren End- 
spiele. — Endspiele, worin nur Bauern vorkommen. — End- 
spiele^ worin Offiziere und Bauern vorkommen. — Endspiele, 
worin Offiziere allein übrig sind. — Lösung der Endspiele von 
2 — 4 Zügen. — Spiele, welche mit erzwungenem Patt endigen. — 
Fragen über 1 6 Spiele. — Die zweite Abtheilung enthält : Regel- 
mäCsige und unregelmälsige Spieleröffnungen. — Gambitspiele. — 
Andere Gambitarten , z. B. Gambit des Cunmgham. — Gambit in 
der Rückhand. — Gambit der Königin. — Auflösung der End- 
spiele von 5 und 6 Zügen. — Auflösung der 100 Endspiele von 
Siamma. — Auflösung der Endziele von 6 , 7 und mehr Zügen, 



262 



nebst den schwierigsten Matts. — Auflösung der bedingten 
Endspiele. 

Die Gambitspiele sind von PMHdory Orecoy Muzio oder 
CasciOy Donop y Walker y Cunningham und Andern. — Das 
dritte und vierte Blatt des Buches enthalten literarische Notizen. 

Origine. 

... Origine du Jeu des Eschecs. S. Histoire de VAcad, A. 
des Inscriptions et Beiles Lettres etc. A Paris, 1729. 4. T.V. 
S. 250 — 259. 

... Eine andere Abhandlung mit dieser Ueberschrifl findet 
mm im Palamede. T.I. (1836.) S. 138— 145. 

Orville, M. Auguste dT. 

. . • Problemes d^Echecs par M. Auguste (tOr Dille. A Pa^ 
ris y au Bureau du Palamede. (Ohne Jahr.) 32. 

. . . Problemes d' Schees composes et dedies aux amateurs 
de ce Jeu. De Vimprimerie de W.Tümmel aNuremberg, 1842. 
12. 90 Seiten. Sehr brauchbar. 

(Ostertagj Professor.^ 
... Etwas über den Kempelerisehen Schachspie- 
ler; eine Gruppe philosophischer Grillen. Frankf. 
am Mayn, 1788. 8. 

Ozafiamy Jacques. 

. • • Recreations mathematiques et physiques. Avee tin 
Traite des horloges elementaires. Paris J. Jombert. 1694. 
8. 2 Yols. Das Werk handelt auch vom Rosse Isprunge. 

. . . Nouvelle Edition , revue^ corrigee et augmentee (par 
Chrandiny Professeur de Philosophie au College de Navarre). 
Paris, A. Jombert. 1820, 1825, 1835. In 8. 4 Yols. 

Es gibt auch Abdrücke der Ausgab« von 1735 mit der Jah- 
reszahl 1741. 



268 



• Nouveile Edition totaiement refondue et eonsidera* 
blen^ent augmentee par M. de C. O. F. Paris, JomberC. 1778. 
In 8. 4 VoU. aüee figg. Diese Ausgabe wird dem M. Montuela 
Iiigeschrieben. 

... youvelle Edition. Paris, 1790. 8. iWola. avec figg. ^ 
Siebe aucli: Gugot. 



PaciottuSj Felix. 

...De Ludo Scacchorum. S. Hyde, Th. Mandragorias. 
Oxon. 1694. 8. T.II. S.183. 

Palamedey he; 

Revue Menmelle des Schees et autres Jeux. — Hit dem 
Motto : yy La vie est une partie d'Echecs, •Michael Cervantes. 
PariSy au Bureau de laRemCy S, Dufour etC' gr. 8. Mit in das 
Werk hinein gedruckten Schachtafeln. 

Dieses von De la Bourdonnais und Mery besorgte Journal 
begann im Jahre 1836, und handelte anfanglich nur über das 
Schachspiel , Billard , Whist und Dame, nahm aber nachher auch 
rein schönwissenschafUiche Arbeiten auf. Dann kam diese Monat- 
schrift wegen De la Bourdonnais s fortdauernder Kränklichkeit sehr 
unregelmäfsig heraus , bis sie endlich ganz ausblieb. So erschie- 
nen die ersten beiden Bände derselben in den Jahren 1836 und 37 
vollständig, jeder in 12 Heften; vom dritten Bande (1838) nur 
7 Hefte, und vom vierten Bande oder dem Jahre 1 839 nur 3 Hefte. — 
Man findet in dieser Zeitschrift viele gespielte Partien und eine an- 
sehnliche Menge Endspiele, unter welchen sich die von D'Oroille 
aus Antwerpen durch ihre Zierlichkeit besonders auszeichnen. — 
Mit dem Jahre 1842 setzte St^Amant dieses Blatt wieder unter 
dem Titel: LePalamede. Revue mensuelle des Schees et autres 
jeux. Deuxieme Serie fort. Das Schach macht nun die Haupt- 
sache aus; Dame, Whist, Domino und dergleichen werden nur 
beiläufig berührt. Jede Nummer beginnt mit einer Lection Calms^ 
welche sämmtlich zusammen genommen, eine umfassende Analyse 
der Eröffnungen , in derjenigen Reihefolge, wie sie Alexandre' s 



Enepclapedie aufführt, bilden werden. Ansiehende Aufsätze und 
Abhandhingen, und namentlich die Mittheiinng alles dessen, was 
sich in der Schachwelt Neues zutragt, sind vollkommen geeignet^ 
dieses Journal zu empfehlen. Der Herausgeber beschränkt übrigens 
sdne Nachrichten nicht auf Frankreich allein, sondern ist durch 
zahlreiche Correspondenten in England, wo der Palamede allge^ 
mein verbreitet ist, und in verschiedenen anderen Ländern, auch 
äber das Ausland unterrichtet, (p. BilguerJ) Noch bleibt Folgen* 
des zu bemerken übrig : 

Da der Jahrgang 1842 aus zwei Thailen besteht, jeder foli 
gende aber nur aus einem, so ist der Jahrgang 1846 als der 
sechste Theil bezeichnet, welcher mit dem Facsimile eines auto- 
grtphen Briefes von Philidor beginnt. — Nebstdem enthält diese 
Zeitschrift folgende Bildnisse berühmter Schachspieler. Der erste 
Theil des Jahres 1842 : Louis Charles de Labourdonnais ; der 
zweite Theil: P.Cä.F.de Saint-Amant; der dritte Theil (1843): 
Fran^ois Andre Danican Philidor; der vierte Theil (1844): 
Mr. Alexandre y und der fünfte Theil (1845): Ignaee Calvi. 

Palamedes. 

... Palamedes redieiem ^ d.i. Stein- oder Schach-, 
Pirquet-, Wiek- und Thurnspiel, samt verbesser- 
ter fiümpffer-Ordnung. Leipzig, 6. H. Fromann. 
1678. In 12. Einen Abdruck besitzt die Wiener Hofbibliothek. 
.: , ... Palamedes redivivusj d.L Unt erricht vo m Stein- 
oder Schach - Spiel, Picquet - Spiel und Thum- 
Spiel, Rumpff-Ordnung und Regeln vom Billard. 
Leipzig, bey Gottfried Dyck. 1679. (ßeyeriMemoriale. 
S, 87. — Clodius. S. 1 14. — Mqfsmann. S. 189.) 

P€UamedesrediDiDusy dA.VnterTicbt von Schach- 
ten, rOmbre und anderen Spielen. Leipzig, 1733.. 
24. (Beyeri Memoriale. S. 87.) 

... Palamedes redivims y das ist: Nothwendiger 
ÜEtie^r rieht , wie heutiges Tages gebräuchliche 
Spiele, als das Stein- und Scbach-.Spiel, das Pic- 



266 



quet-, Hock- und Thum-, sammt L'Hombre-Spiel, 
nach köstlicher Wissenschaft^ and wohl zu spie- 
len, aus denen äb-gründlichen Spielgesetzen her- 
fürgesucht, und ausfuhrlich beschrieben. Mit an- 
gehängter verbesserter Rümpfer-Ordnung, und 
Cinquiren bey dieser Edition allenthalben ver- 
mehrt, wozu auch kommt die Abhandlung des be- 
liebten Ballspieles^ wie auch eine Vorschrift, 
wie sich überhaupt beim Spielen zu verhalten 
und aufzuführen. Leipzig, bey Johann Gottfried 
Dyck. 1755. In 8. — In letzterer Ausgabe handeln die Seiten 
8—46 von dem Schachspiele. (Clotäm. S. 114. — Mqßmann. 
S. 190.) — Von diesem Werke sollen noch Ausgaben in den 
Jahren 1722, 1739 und 1749 erschienen seyn. — (Vergl. Im^ 
du8 LaCrunculorum,) 

PareiitL 

(Endspiele dieses Clerikers aus Modena findet man in Eoch^s 
Codex, zweiter Auflage.) 

Paris de Puteo. 
. . . TracCatus aureus in materia ludu In diesem Werke, 
welches seit dem fünfzehnten Jahrhunderte viele Auflagen erlebte, 
und auch in dem Tractatus unwersi Juris. (VeneC. 1584 — 86.) 
T.Vn. Fol. 151 — 155 abgedruckt zu finden ist, wird hier und 
dort von dem Schachspiele gehandelt. 

Particulars. 

... Particulars of a Match atChefSy played in Cambridge, 
in March 1831. Cambridge, Hatfield^ 1821. In 8. 8 Seiten. 
{Walker. S. 278.) 

Passion. 

... De la Passion du Jeu et des Jaueurs. S. Palamede, 
T.ra. (1838.) S. 97-^102.) 



267 



Penuy Richard j Esq. F. B. S. 

• . . MawimM and BinU for Anglers and Che/nplayers^ 
London j John Murray. 1833. In 8. 60 Seiten. — Man findet 
dieses Werkchen auch abgedruckt iiu ChefB^Player"»^ Chronicle. 
VoLH S.398 und 413. 

... Seeond Edition enlarged. 1840. (Walker. S.280.) 

(Perenyiy Ladislaus Freiherr von.') 

... Mnemonik des Schachspieles, oder Ver- 
• innlichung des Brettes und derZüge. Erster Band. 
Allgemeine Darstellung der Linien- und Felder-* 
Verhältnisse^ der Figuren-Wirkungen, und der 
Zflge Uber alle 64 Felder. In 47 Tafeln und Er- 
klärungen. Durch die genaue Kenntnifs des 
Schachbretts und lebhafte Vorstellung der Züge 
wird man besonders geeignet, die Zugfolge der 
Musterpartien schnell aufzufassen, sich leicht 
einzuprägen, und zu behalten; ja wohl auch selbst 
ohne Anschauung des Brettes Schach zu spielen, 
dadurch mehrere Meister der älteren Zeit, in der 
neueren aber PMlidor und La Bourdonnais Bewun- 
derung erregten« Wien, 1842, gedruckt bei Carl 
Ueberreuter. — gr. 12. XVIISeiten und 108 Tafeln mit ge- 
genüberstehender Erklärung. Der zweite Theil beginnt mit der 
4g8teD TafeL — Dieses Buch ist allen denen zu empfehlen, welche 
sich durch eine gründliche Anleitung die Fertigkeit aneignen wol- 
len, die Anfangszüge der Musterspiele, ohne Hülfe eines Schach- 
brettes zu lesen, oder ein ganzes Spiel aus dem Gedächtnisse zu 
fuhren. Jedoch bleibt diefs eine eben so unmögliche Aufgabe, als 
die Verfertigung eines guten Epos oder Drama , wenn man von 
der Mutter Natur dazu nicht die höhere Befähigung empfangen 
hat. Das Werk erschien ohne den Namen des Verfassers. 



PerieSf Comte de Firmas. 
S. Firmas. 



268 



Pen'one^ Tommaso. 
(Italienischer Uebersetzer de« Vida.) S. Vida, M. H. 

Petroffj Alexander 

(Russischer Etatsrath in Warschau). 

... Theorie und Praktik des Sch at>bspiels. 'S t. 
Petersburg. 1834. kl. 8. 2 Bände. In russischer Spracheb 
QOeeeinger. S. 176.) 

Petroff gilt zwar für den stärksten russischen Schachspieler, 
hat aber in diesem Werke fast keine neuen Spiele geliefert. Der 
erste Band, Theorie des Schachspiels, welcher zwei 
Abtheilungen hat^ enthält nur allgemeine, besonders auf die Füh- 
rung der Bauern und die Bildung eines Centrums sich beziehende 
Regeln. In dem Vorworte (Seite VII. — XII.) findet man ein Ver- 
zeichnifs der benützten Autoren. Den Schlufs des Bandes (Seite 
13g — 165) bilden 15 Spiele nebst Veränderungen, in der beschrei- 
benden Bezeichnungsart der Züge» Der z weite Theil, Prak- 
tik des Spiels, ist eine Uebersetzung der ersten Ausgabe des 
Philidor von 1749, so wie eines Theiles des AUgaiery und nur 
wenige Bemerkungen, wie z. B. Abtheilung IV. S. 37 und 38^ 
rühren von Petroff' selbst her. Die Bezeichnung in diesem Bande 
ist die kürzere durch Buchstaben und Zahlen. Der letzte Abschnitt 
(Anhang) umfafst 20 künstliche^ aus früheren Autoren entnom- 
mene Endspiele, nebst Abbildungen, und XI. ein Spiel des Au- 
tors , welches Napoleon'» schleunigen Rückzug von Moskau vor- 
stellen soll. Die regelmäfsigen Spielendungen gehen vorher; sie 
bilden die V. Abtheilung des ganzen Werkes, lassen aber, eben so 
wie die Eröffnungen , Manches zu wünschen übrig (v. Bilguer). 
Vergl. auch C. F. Jänisch. 

Peyratj Guillaume du. 

... La Philosophie Boyale dujeu des Echets pour Mon^ 
seigneur le Dauphin; et autres Oeuvres melees dediees au 
Roy; ensemble le Tableau de la Calomnie. Pur G.DuPeyrat. 



269 



F«r^, P. Mettajßer. 1608. In 8. (Chdiu$.) S. 116. — Bio^r. 
univerB. XB. S. 268. — CaiaL BibL Schoenherg. VL 192.-- 
Walker. S.28I* — Maßmann. S. 175^. Letzterer nennt ihn irrig 
Peyrei.^ Ein seltenes Buch. Der Palamede gibt uns S. 269^281 
des Jahres 1848 davon eine ausführliche Beschreibung und Auszöge 
daraus. 

Philidorj Andre Danican. 

Dieser ausgezeichnete Mann wurde am 7. September 1726 
20 Dreux geboren^ und im Hause eines der grörsten damaligen 
Schachspielers, des M. Legal ^ erzogen. Wie sein Vater widmete 
er sieh dem Studium der Musih , und erlangte als Tonsetzer einen 
hohen Grad der Berühmtheit. An diesem Orte ist jedoch mit sei« 
B6BI , zum Sprichworte gewordenen Namen nur das Andenken an 
den Schachspieler verbunden, welcher ein halbes Jahrhundert hin* 
durch keinen Gegner fand, den er nicht besiegt hätte, ohne nur 
•nf das Brett zu sehen. 

Im Jahre 1749 erschien zu London die erste Ausgabe sd* 
BOT Analyse dujeu des Echecs, worin er durch neun Haupte 
q^iele und verschiedene Veränderungen seine eigenthumliche Theo- 
rie ans einander setzt. Seine Hauptkraft besteht in dem Spiel der 
Bauern , welche er die Seele des Spieles nennt. Besonders em* 
pfiehlt er den Anziehenden die Lauferpartie, weil er hierin nicht 
brauche seine Offiziere unmittelbar vor seine Bauern zu setzen, 
aiid letztere sich also frei bewegen können. Dagegen verwirft er 
da fehlerhaft den Angriff der Springerpartie, weil der Nachzie- 
hmide durch den von Lope% vorgeschlagenen Gegenzug (2. d 1 
Badi d 6) , und nachher durch das Vorrücken des Gambitbauers 
ein stärkeres Spiel bekomme. Ferner behauptet er am Schlüsse 
«emer ersten Gambitpartie, dafs Spiele dieser Art unentschieden 
bleiben müssen, worauf er sogar schon früher in der Vorrede auf*- 
raerksam macht. Endlich ifigt er seinem Werke noch eine scharf- 
tinnige Auflösung einer Stellung von König , Thurm und Laufer 
g^ea König und Thurm bei, woraus er aber etwas zu rasch fol-< 
geit, daft ein Thurm und ein Laufer überhaupt gegen einen ein«- 



290 



zelnen Thurm gewinnen. Obgleich nun alle diese Behaüptungen 
Philidor's sich als unbegründet erwiesen haben, und man jetzt 
allgemein die Springerpartie gerade für das beste Angriffsspid 
halt; obgleich man ferner überzeugt ist, dafs im Gambit der ge- 
opferte Bauer nicht wieder genommen werden kann : so müssen 
wir doch sagen, dafs die Analyse zu den besseren Werken 
über das Spiel gehört , und dafs man aus den klaren und ruhig 
durchgeführten Partien Phüidor's vieles Gute und noch für unsere 
Zeit Anwendbare lernen kann. 

Im Jahre 1777 gab PMlidor zu London, wo er sich all« 
jährlich einige Zeit aufzuhalten pflegte, wieder in französischer 
Sprache eine neue Ausgabe seines Werkes in zwei Theilen heraus. 
Der erste Theil ist nur ein Abdruck der ganz früheren Ausgabe, 
mit einer andern Vorrede und geringen Abänderungen in den An- 
merkungen, der zweite enthält eine Reihe kurzer Spielanfönge 
und die nöthigsten Endspiele. 

Unter den späteren zahlreichen Ausgaben und Uebersetzungen 
dieses Buches wollen wir nur die französische, Paris 1803 und 
1880, und die deutsche: das Schachspiel des Philidor 
Yon J. F. Rast, Leipzig 1884 auszeichnen, weil sie die be- 
quemere Bezeichnungsart der Züge durch Zahlen und Buchstaben 
haben. Ferner müssen wir noch der englischen Ausgabe, Lon- 
don, 1799, bei Elmsley Erwähnung thun. Dieselbe enthält, 
aufser allen Spielen der Ausgabe 1777 , noch einzelne neue Ver- 
änderungen , und neun von Philidor blind gespielte Partien ; sie 
ist aber vielleicht nicht vom Autor selbst besorgt worden. Auch 
sogar in der russischen Literatur begegnen wir dem Werke PhiU^ 
dar' 8, nämlich in dem vom Etatsrat he Peer off" in dem Jahre 
1824 in zwei kleinen Bänden herausgegebenen Lehrbuche , wel- 
dies die meisten Spiele Phüidor's, und zum Theil auch die des 
AUgaier enthält. 

Die Stürme der Revolution nöthigten Philidor in seinem ho- 
lien Alter Frankreich zu verlassen , und eine Zuflucht in England 
zu suchen, wo er im Jahre 1798 am 24. August zu London starb, 
ohne jedoch seinen Ruhm überlebt zu haben, da er noch zwei 



271 



Monate vor seinem Tode 2wm Partien gewann, die er zu glei- 
cher Zeit, und ohne auf das Bret zu sehen, gegen zwei der be- 
sten Spieler spielte. Im Jahre 1747 hatte er in England den Syrier 
PMlipp SCamma getroffen , und gegen ihn zehn Partien gespielt* 
Siamma hatte slels den Anzug , und ein unentschiedenes Spiel 
galt für ihn als gewonnen ; dennoch gewann SCamma nur zwei 
Partien, yon denen die eine remise war. Sammlungen von Par- 
tien, welche Philidor gespielt hat, findet man in v. MauviUon's 
Anweisung zur Erlernung des Schachspiels (S. 868 — 879)^ und 
in O. Walker^ A Selection of Games al ChefSy actueUy played 
hgPhUidorandhitcomtemporarie». London, \SS5. (y.Bilguer.^ 
Eine Lebensbeschreibung dieses merkwürdigen Mannes gibt der 
PaUmide. T. I. (1886.) S. 149—154.— Die Ausgaben seines 
Werkes sind: 

• . . L' Analyse des Echees ; contenant une nouvelle Methode 
pour apprendre en peu de temps ä se perfectionner dans ce 
noble Jeu. A Londres^ tan 1749. In 8. 170 Seiten. 

... Amsterdam et Leipzig, chez Arkstee et Marcus. 1752. 

In 8. 

• A Leipsic^ 1754. 8. 
... A Paris, 1762. 8. 

... A Londres, 1767. 8. 808 Seiten. 

• •• Analyse du jeu des Echees... Nouoelle Edition, avec 
le Portrait de fAuteur. A Londres, 1777. In 8. royal. 810 
Seiten* Mit Philidor's Porträt von Bartolozzi. 

... Elmsley, Stratid, London, 1790. roy. 8. 2 Vols. 
(flm. Reg. Lond.Vf. 448.— Koch. L 40. — Clodius. S. 116. 
Walker S. 281.— Twifs. 1. 88.— Lowndes. UL 1445.) 

... Analyse du jeu des Echees; par A. D. Philidor; avec 
une nouvelle notation abregee et il planches ou se trouve 
figuree la Situation du jeu pour les renvois et les fins de par^ 
ties; par tAuteur des stratagemes des Echees. Nouvelle Edi" 
Hon, omee du portrait de VAuteur. (Avec tepithete: Ludi" 
mus effyiem belli.^ Paris et Strasbourg, chez Amand König. 
ilitXLas:1808. In 12. 148 Seiten. (Magasin encycl. ilfin. 1808. 
T. L S. 558.) 



*72 



... Ibidem. 1812. 12. (BibL de la France 1811—12. 
Nr. 8461.) 

A Paris j chez Causette^ Impr. de Koenig ä Stra»- 
öour)gy 1820. 12. 7 Bogen mit 42 Planches, (BibUogr. de la 
France. 1820. Nr. 3442.) 

... Philadelphia^ 1821. 8. (Oeltinger. Nr. 178.) 

... A Paris ^ chez Causette^ Impr. de Doyen. 1880. 18. 
XVni u. 255 Seiten mit einem Porträt. Ebendaselbst. 1830. 
Nr. 6186.) 

... Ibidem. 1835. 18. (Walker. S. 281.) 

A Paris^ che% Ch. Waree, Impr. de Sehneider. 1844. 
18. 7% Bogen, (ßibliogr, de la France^ 1844. Nr. 277.) 

... A Paris ^ chez DelaruCy Impr. de Bloequel^Castiaux 
ä Lille y 1844. 12. 7V3 Bogen und 50 Planches. 

. . . Noucelle Edition y avec le portrait de tauteur. yjLu' 
dimns effigiem belli. Vida.^^ Paris, chez Charles Waree^ 
Impr. de Schneider et Langrand, rue d'Erfurlh. kl. 8. XVIH u. 
288 Seiten, mit in dasselbe hineingedruckten Schachtafeln , und 
einem Avertissement des Verlegers. 

. . . Abrege du Jeu des Echecs. S. Academie des Jeux^ 
PariSy 1811. 8. und PariSy 1821. 8. ferner JVoealion^ iVou- 
,velle. Paris y 1823. 8. md Encyelopedie methodigue. (La- 
combey J.) Dictionnaire des Jeux mathem. etc. PariSy an YD 
= 1799. 4. S. 67—141. 

• • • Chefs analysed : or Instructions by which a perfeet 
Knowledge of this noble game may in short time be acguird, 
by A. D.Philidor. London, 1750. In 8. 2 Vols. (iWatt.lbi.d.) 

... (Zweite Ausgabe.) Londony NoursCy 1762. 8. (Aus dem 
Catalogue de M. P. Wolters. Paris y 1844. 8.) 

* . . (Dritte Ausgabe.) Analysis of the game of Chefs, lln- 
proved and greatly enlarged. To which are addedy several 
partieSy played by the Author blindfold against three Adver^ 
saries. London, Elmsleyy M.DCCXC. 8. 2 Vols. 

... Chefs analysed y tcith Caissa, by Sir W. JoneSy and 
CorrecHons and Additions by the Editor. London ^ 1814. 8» 
2 Vols. (Lackington. 1815. S. 611. Nr. 18624.) 



278 



• • • AnalyHs ofthe game ofChef$^iUu»trated hy Diagramsy 
an whieh remarkeä Che Htuatian of ehe party for (he Backya^ 
mes; and Ende of Parties; toith critical Remarke and notes 
hy tke author of Stratagems of Chefe. Translated from the 
flreneh Edition , and further illustrated with the notes by W. 
L, Kenny^ author of practieal Chefs Orammar^ Chefs Exer^ 
eises, etc. London^ 1819. 8. (Mafsmann. S. 179^^.) 

... 2. Edition. London^ 1824. 8. CEbendaselbst 179^^) 

... Analysis ofthe Chefs y translated from the French of 
A. D. Philidor, by George Walker; includiny fifty six neiü 
Chefs Problems. London y Whittaker and Co* 1832. 8. 252 
Seiten. (Waiker. S. 290.) 

... S* An Introduction to the Hislory and Study of Chefs 
etc Cheltenhamy 1804. 8. und An easy Introduction to the 
game of Chefs. London y 1806 and 1813. 12. 

... S. Pralty P. Studies of Chefs etc. London y 1803. 8. 
2V0I8. 1817 und 1825. 8. (Bohns Catalogue. S. 579. tir. 7 012. 
— Maßmann. 17914-15.) 

... Bekicame Handleiding tot het edle schaakspeel: — 
gecolge naar het Fransch van den Here A. D. Philidorj door 
Petrus Lievens Kersteman. Met platen. Amsterdam^ ElwCy 
1808. 8. 248 Seiten. 

... Nieuwe Uitgave. Amsterdam y Q, van Dyky 1809. 
gr. 8. (S. Naamlijst. 1832. S. 465.— Walker. S. 281.) 

...De Kunst van Schaakspels. Te Amsterdam ^ by H. 
Gartman. 1819. 8. 248 Seiten. MitKupfern. dWalkery S.281.) 

... Die Kunst im Schachspiel ein Meister zu 
werden. Das ist: Ein neuer Unterricht, wie man 
im kurzen dieses edle und beliebte Spiel nach 
seiner Vollkommenheit erlernen könne. Gewie- 
sen nach den neuesten Mustern des berühmten 
und itztlebenden grofsen Schachspiel-Meisters 
in England, A. D. Philidor. Strasburg, Verlegts 
Amand König. 1764. 8. 11 Blätter und 352 Seilen. (Spätere 
Ausgaben mit Stamma. Siehe Stamma.) 

18 



274 



... Praktische Ani^eisung ztrni Schachspiele. 
Aus dem Französischen des A. D. Philidor, ab ersetzt 
von Schah Hiarte Ewald. Gotha, Ettinger, 1779. gr. S. 

... Zweite verbesserte Auflage. Gotha, Ettin- 
ger, 1797. 8. 156 Seiten. CErsch. Repert 1796—1800. XI. 
Nr. 1177. Ä.) 

... Dritte verbesserte Ausgabe. y^LwHmus effi- 
giem belli. Vida.^' Ebendaselbst. 1810. 8. ThI. 1. 4 BI. 
Und 160 Seiten; Thl.2. 182 Seiten. (Von demselben Uebersetzer.) 

... Das Schachspiel des Philidor; oder Samm- 
lung interessanter Spiele desselben, mit Anmer- 
kungen von ihm selbst und dem Heran s geber J. 
F.Rmt. Quedlinburg und Leipzig, bei Basse. 1884. 
8. 106 Seiten. (Walker. S.283.) 

... Praktische Anweisung zum Schachspiel 
von Andfe Danican Philidor. Aus dem Französischen. 
4. verbesserte Auflage. Gotha, in der Ettinger<- 
schen Buchhandlung. 1834. kL8. Thl.I. VlIIundl82Sei- 
ten. TM. II. 156 Seiten. 

...Fünfte Ausgabe. Halle. 1840. gr. 8. 1. TU. 
VIII und 182 Seiten. 2.Thl. 156 Seiten. (OelHnger. Nr. 18.) 

... S. Die Kunst, im Schachspiele ein Meister 
zu werden. Strafsburg, König, 1754, 1764, 1771, 
1791. 8. 

. Ganz neuer Unterricht von dem so edeln 
und beliebten Schachspiel; nach dieser Art man 
dermalen in Wien zu spielen pfleget. S. Die Kunst, 
die Welt mitzunehmen. Wien, 1756* 8. Thl.L S.l— 94. 

. . . {Phüidor's Spiele.) S. Koch^ J. Fr^ W. — Vergl. PoM- 
mann^ J. G. und Hirsch^ Silberschmidt, 

Philieuly Vasquin. 
(Französischer Uebersetzer des Vida.) S« Vida^ M. H. 



275 



Piacenza^ Dr. Francesco ^ Torinese. 
... I CampeggiamentidegliScacchi^ o 9ia rntova dUdpHnu 
4i attaechiy dUfesüy e partüi del Oiuoeo degli Scaeehiy si netto 
Mtiie anticOj ehe nel nuovo Arciscacchierey »tratagemmi et in^ 
venUwU del DoUor di legge Franeenco Piacenza^ Accademico 
bmmobOe. In Torino, per Ant. Beltrandi. 1688. 4. 186 Sei- 
ten, arwife. L 78. — LolU, 0$$erva%. S.7. — Bio. 61. — 
Mqfsmann. S.I70«.) 

Pichard y A. 
... Le Jeu de» Schees des Indiens^ et particulierement du 
Jeu appele les guatre Roia. S. Palamede. 1886. T.I. S.60. 

Pindemontey Carlo. 
(Itabentocher Uebersetzer des Vida.^ S. Vida, M. H. 

Play. 

• . . The mo8t ancient and learned Play, ealled the Phi" 
lotophers Game. London ^ 1568. 12. S.(Fulhey William.) 

Poem. 

... A Poem on Chefs, London y hg Hawkins. 1785. 4. 

... A Poem on Chefs. (JheBishops Gambit.) BgF. W. C. 
— S. Chefs^Player'S'-Chronicle. Vol. IL S.94.— (WaU, Sub^ 
jects. voce Chefs. — Vergl. auch Fragment.) 

Pohlmann y J. G. 
. . . Chefs rendered familiär by tabular demonstrations of 
ihe variom positions and movements as described by Philidor^ 
with many other critical situations and moves on a eoncise in^^ 
troduction to the game by J. G. Pohlmann. Londony Baldwin. 
1819. Royal. 8. 449 Seiten. (Watt. IL 765.tr. — Mafsmann, 
S. 17911^. — Walker. S.281.) 

18* 



276 



Po/iphilus. 
... Hypnerotamachia Poliphili. S. Columna , Fr. 

{Ponztanij Domenico. 

Sechs Jahre nach dem Erscheinen des Lollt sehen Werkes 
liefs der dritte grofse modenesische Aator, Signor Awocato 
Domenico Canonico Ponzianiy sein berühmtes Buch anonym zu 
Modena drucken, weiches er nachher in einer zweiten Auf- 
lage noch vermehrte und bedeutend verbesserte. Das Ganze zer- 
fallt in drei Theile, deren erster allgemeine Regeln und eine 
schätzenswerthe Kritik der bekannten Autoren jener Zeit enthält 
Im zweiten Theile, welcher wieder nach den Eröffnungen ab- 
getheilt ist^ folgen dann das Giuoco piano mit den verschiedenen 
Rochaden, das Lauferspiel und die Veränderungen der Springerpartie, 
die unregelmäfsigen Anfange , das Königsgambit , und im f ü n f- 
ten Abschnitte das Damengambit. Alle diese Spiele sind syste- 
matisch geordnet und in möglichster Kürze vorgetragen. Den letz- 
ten Theil nehmen die regelmäfsigen Spielendungen und 50 künst- 
liche Endspiele ein^ welche sich, eben so wie die Anfange, durch 
die überaus grofse Genauigkeit, mit der sie gearbeitet sind , vor- 
theilhaft auszeichnen. 

Aufser dem erwähnten Werke hat Ponziani noch eine unge- 
druckte Handschrift mit dem Titel: ,^La pratica del Giuoco degli 
Scacehi'^ hinterlassen. Es soll jedoch dieselbe nur von geringem 
Werthe seyn. (v. Bilguer.) 

.,.11 Giuoco incomparahile degli SeaccMy smluppato con 
nuoeo metodOf per condurre chiunque colla maggiore facilita 
dai primi elementi sino alle finezze piü magistraU. Opera 
d^ Autor e Modenese^ divisa in tre Parti. Modena ^ per gli 
Eredi di Bartolomeo Soliani. 1769. kl. 4. 883 Seiten. (Ttcifs. 
n. 13.— Walker. S.281. — Mafsmann. S. 170108 W) 

... Seconda Edizione purgata edarricchita di nuovi mol^ 
tissimi Lumi e Scoperte. Modena^ per Bernardo Soliani. 1782. 
kl.4. Diese zweite Hodeneser Ausgabe gilt als die beste. 



177 



. • . Ven0%iay a 9pe»e di Simone Oechiy per Simone OeeM. 
1801. 8. — Diene Venezianer Ausgabe, deren Mo$ier in der 
Vorrede seines Werkes , S.VIII, gedenkt, ist, obgleich auf dem 
Titelblatte ebenfalls mit teconda Edizione bezeichnet, doch nichts 
als ein schlechter Abdruck der ersten Modeneser Ausgabe, mit- 
hin nmr ein Nachdruck^ wie die folgende, welche nach jener vom 
Jahre 1782 reranstaltet wurde. 

• . . Terza Edizione. In Venezia, nella Stamperia Negri. 
A gpese di Simone Occhj. 1812. 8. VIII und 880 Seiten. Die 
Seiten 56 — 67 enthalten einen Ragyuaglio de prineipali Scrit" 
tori del Giuoco degU ScaccM. (Mafsmann. S.170io.) 

• . . Opera .... purgata ed accresciuia di nuom moltie» 
$imi /timt, seoperte etc. Prima Edizione Romana eteguita nu 
queüa di Modena del 1782. Ludimus effigiem belli Vida. ^ 
Biomay per Domenieo Ercole. MDCCCXXIX. 8. VIII und 242 
Seiten und noch ein Blatt. Auf den letzten 13 Seiten findet man 
den Indiee. 

... The incomparable Game of Chefs ^ developed after a 
new method ofthe greatest fadlilg , from ehe fiirst elements 
to the mo$t scienlifie artifiees ofthe Game. Tranelated from 
ehe Valien ofthe Ereole dal Bio (?). Bg J.S. Bingham^ Esq. 
To which is prefixed an Essag on ehe Origin ofthe Game. Bg 
Egles Irwin, Esg. „Ludimus effigiem belli. Vida.^ 

„Ductorque piacebat 
Non qui praecipiti traheret sinuU amnia casu ; 
Sed qui maturo vel laeta vel aspera rerum 
Omsilio momenta regens ClatidUm, " 

London, Prinled for J. J. Stockdale^ Nr. 41. Fall -Mall. 
1820. iPrineed bg T. Wood^ 393, Serand.) gr.8. XV und 
340 Seiten mit einem Titelkupfer. Die Seiten 321 bis ans Ende 
enthalten Schachtafeln mit Stellungen. (Hoch. S. 164 unter Bmy- 
ham. — Mafsmann. S. 170^0, 183^.) Einen Abdruck besitzt 
^Ue Wiener Hofbibliothek. 

Die auf dem Titelblatte vorkommende irrige Angabe, daJs 
das Werk vom hrcole dal Bio sey , rührt wahrscheinlich von 



278 



Verei her, welcher in seinen Briefen den Ercole dal Rio als den 
Autore Modenese angibt. Andere Schriftsteller haben jedoch die- 
sen Umstand ins Klare gebracht, und dem Canonico Ponxiani 
sein Autorrecht wieder erworben. Auch Walker meldet, dab 
man an der Spitze der dritten Stellung in dem Urtexte selbst die 
Worte liest: „By Ihe author oflhis volume A.D. C.P.,^ welche 
Buchstaben man keineswegs mit Ercole del JRto, sondern mit ilt^- 
ufocato Domenico Canonico Ponziani erklären kann. Uebrigens 
scheint selbst der Name Bingham ein erdichteter zu seyn. Schade, 
dafs in dieser Uebersetzung, welche nach der dritten Ausgabe des 
Urtextes gemacht wurde, nicht weniger als 80 Nummern der 
berühmten Semi^Centuria ufi Par/tYi hinweggelassen , und dafür 
Irwin' 9 Schrift aus den Transaction» of Ihe JR. Irish Academff 
eingeschaltet worden ist. Es sind demnach sowohl die erste Aus- 
gabe vom Jahre 1769, als die zweite verbesserte vom Jahre 1782 
nnubersetzt gebh'eben. Das fünfte Kapitel des ersten Theiles han- 
delt auf den Seiten 62 — 76 von den vorzüglichsten Schriflstellmi 
über das Schachspiel. 

... Das Schachspiel nach dem Italienischen 
des Autore Modenese ; dargestellt von V. Motler. Mit 
7 Kupfertafeln. Cobienz, bei J. H. Hölscher. 1822. 
In 8. Doppelter Titel. 108 2 Seiten. 

Auch diese Uebersetzung ist leider nach späteren Abdrücken 
der ersten italienischen Ausgabe gemacht. 

PopCj Innocent. 
(S. die erste Abtheilung dieser Blätter.) 

Porto y Dr. Antonio. 
. . . Libro da imparare giocare a ScaccM. Bologna ^ per 
Giovanni Ro88i. 1606; und Venetia^ per Pietro Frari. 1618. 
— Diefs sind Ausgaben von Damiano' s Werke , welche der ob- 
gemmte Porto ganz bescheiden unter seinem eigenen Namen her* 
ausgegeben hat. (Twifo. II. 14. — Amalie D.O. Bicerche. IIL 
S. 369.) Vergl. Damiano. 



279 



(Prattj Peter.y 

«.« The Thearif of Chefin a Treaüse, in which ihe Prin- 
Hpies miäMaarims of ihisOatney or rather Science^ are elearly^ 
tmd coneisely expinined; a» eoneiiely aC leas( as ii mighi 
he adfrisable to atiempt. London^ Bageter. 1799. 107 Seiten. 
%. Walker 8agt von diesem Werke: „TA« quairUness ofUr. 
PraUs^s style ^ i» hy no means ite minor merit.^ — (Watt.. 
SubJ. Chefs. — Walker. S.282.) 

... Ebendaselbst. 1801. 8. (Watt.^ 

... Sludies on Chefs: eontakiing Caissa, a Poem, bySir 
William Jones; a systematic Introduction for the Oame^ atul 
ihe whole Analysis of Chefs composed by Mr. A. D. Phüidor: 
with original remarks. London y 1808. In 8. 2 Vols, mit einer 
KupfertafeL CCatal. BibL Reg. Lond. IV. 443.— Twifs. II. 90. 
Walker. S.282 , welcher das Jahr 1802 nennt) 

Aufeer dem gröfseren Reichthum an Spielen und Bemerkun- 
gen unterscheidet diese Ausgabe noch der merkwürdige Anhang : 
Games played without seeing the board. 

• Studies of Chefs; containing a systematic introduction 
to game, and the analysis of Chefs by A. D. Philidor, with 
original eomments and Diagrams* (5^* Edition.) London, 
1817« 8. CMafsmann. S. 18117.) 

London y by Samuel Bagster, 1825. In 8. 536 Seiten» 
CWalker. S. 282. — v. Bilguer. S. 30.) 

Diese beiden Werke hat Pratt anonym herausgegeben. Das 
zweite, bedeutend um&ssendere , enthält manche neue und gute 
Züge ; aber im Ganzen sind die Spiele weitläufig und einförmig, 
und daher für das Studium nur von geringem Nutzen. Man kann 
sich hievon leicht in Alexandres Werk überzeugen , in welchem 
unter dw Ueberschrift A*A. (^Anonyme Anglais') diese Spiele zum 
grolseu Theiie aufgeführt sind. (v. Bilguer^) Yergl. Philidor. 

Preport y M. 
... Dictionnaire des Origines. Paris y 1777. In 8. 3Vols. 
S. Sabatier de Castres. 



280 



PreufsleTy J. P. C. 

... Deutliche und ausfuhrliche Auseinander- 
setzung der Schachspielgeheimnisse des Arabers 
Philipp Siatmna^ mit vielen Anmerkungen und Ver- 
besserungen mehrerer Spiele für Anfanger. Nebst 
einem Anhange, in welcher Folge und wie man 
am nützlichsten die vorhandenen Meisterschrif- 
ten über das Schach studiere. Berlin, bei Th. Job. 
Chr. Fr. Enslin. 1817. In 8. 8BI. und 222Seiten, mit einem 
Kupfer. (Mafsmamu S. 188^.— Bock. S.171^ geben irrig das 
Jahr 1818 an.) 

... Zweite Auflage. Berlin, bei Theodor Chri- 
stian Friedrich Enslin. 1823. kl. 8. XIV und 222 Seiten. 
iMaßmann. S. (19) und 176. 188^0.) 

Prolegomena. 
. . • Prolegomena generaUa , varia curiosa de ShakUudio 
continentia. S.HydeyTh. Mandragoriaa, Oxon. 1694. 8. T.I. 
und Ejusd. Syntagma Dissertationum. Ibid. 1767. 4. T.II. 

(Pruen, the Rev. Thomas.^ 

An IntroducHon to the History and Study of Chefs. 
Cheltenham. 1811. In 8. S. Introduction (und die dortige 
Anmerkung). 

Publicius, Jacobus. 
... De Arte Ehetorica, Auguatae Vindelicorum. 1482. 4. 
ferner: Opera. Venetiis^ apud Radolt. 1485. 4. und noch an- 
dere Ausgaben. Man ündet in denselben eine Abhandlung de 
arte memoriae et de imaginibua , worin auch das Schachbrett 
und die Schachsteine abgebildet vorkommen, und die Uebung 
in dem Schachspiele zur Schärfung des Gedächtnisses empfoh- 
len wird. Die am Schlüsse des Werkes über einem Schachbretle 
befindlichen lateinischen Namen der Schachsteine sind folgende: 



281 



Ineerrexj Eques Auratu»^ Vir Constularis, Rex^ Regina^ Co- 
lanu8f Faber, Scriplory ThesaurariuSy Medicus^ Caupo^ TeO" 
lonariu» und Lusor. Man sieht auch hier , wie diese Benennun- 
gen mit der sinnbildlichen Erklärungsweise der Schachsteine eines 
Jacob von Cessolis und Conrad von Ammenhusen genau über- 
einstimmen , und jeder Figur ihr bestimmtes Amt anweisen. 

PuUein^ Samuel. 
(Englischer Uebersetzer des Vida.^ S. Vida^ M. U. 

Puteoy Paris de. 

S. Pari», 



S# Gauld, Robert. 

R. (J. v.Ji 

S. RansoHy Jos. von. 

Rabelais^ Fraufei». 

... Oeuvres. Edition variorum, augmentee de pieces in^ 
edites • . • eC un nouveau commentaire . • . par Esmangart et 
Eloi Johanneau. Avec Planches. A Paris y che% Dalibon^ 
1823. gr. 8. 9 Vols. — Im 8. Bande, LivreY^ Chap. XXIV et XXV 
findet sich die anziehende Beschreibung eines Schachspiel (m 
forme de Tournay) mit lebenden Figuren, sa»mt den dazu ge-> 
hörigen Anmerkungen. Die Ueberschriften dieser Kapitel sind: 
XXIV. „ Comment fait en presenee de la Quinte faict ung bat 
joyeulx^ en forme de tournay. XXV. Comment les trente 
deux personnaiges du bat combattent. 

Da von diesem französischen Klassiker sehr viele Ausgaben 
erschienen sind, so genüge es, die obige, neueste, hier allein an-» 
geführt zu haben. 

... Gargantua und Pantagruel, aus dem Fran- 
zösischen verdeutscht, mit Einleitung und An- 
merkungen, den Varianten des zweiten Buchs 
von 1533, auch einem noch unbekannten Gargan- 
tua herausgegeben von Gottlob Regis. Leipzig. 
Verlag von Joh. Ambn Barth. 1832—1841. gr.8. 2Thle. 
in drei Bänden. 

Obige Ueberschriften lauten in dieser deutschen Uebersetzung: 



288 



XXIV. „Wie in der Quinta Gegenwart ein I|v«ifger 
Ball in Turnier-Gestalt gegeben ward. XXV. Wie 
die zwei und dreiTsig Ball -Tänzer zusammen 
Krieg führ en;^^ Sie finden sich im ersten Theile auf den Sei- 
ten 866 — 876, und die Anmerkungen dazu in der zweiten Ab- 
theilung des zweiten Theiles, Seite 1272 — 1275. Die Seiten 297, 
859 und 860 der Anmerkungen handeln von den Schachfiguren 
mit dem Zusätze: „Wie hoch man im Mittelalter das 
Schachspiel stellte, geht daraus hervor, dafs es 
eine der sieben Probitales war. Diese aber sind: 
Equitare^ natare^ sagitare, cestibu» certare^ aueupare^ scacis 
ludere und venifleari. — Meister Ingold spricht in seinem 
Werke: „Das guldin Spil^^ ausführlicher davon. — lieber 
diesen Bai de la Quinte vergleiche auch den Palamede. T. II. 
(1837.) S. 401. 

Raccolta 

di Poemetti Italiani. Tofino^ 1797. 12. 

Nr. V. enthält Vida's Gedicht über das Schachspiel ins Italie- 
nische übersetzt von Ascanio Monosinu (Vergl. Vida.^ 

(Räcknitz , Jos. Fried. Phil. Freih. von.) 

... Ueber den Schachspieler des Hrn. v. Kern- 
peletk, und dessen Nachbildung. Mit 7 Kupfern. 
Leipzig und Dresden, bei Breitkopf und Härtel. 
1789. gr. 8. CEr8ch. Handb. fll. 1828. S. 878. Nr. 3508. — 
Oettinger gibt das Jahr 1790 an.) 

Raisson^ M. H. 
. • . Nauveau Manuel des jeux et amusemens de societe. 
Par M. H. Raissan. A Paris j Impr. de Baudoin. 1837. 18. 
6% Bögen mit einem Kupfer. (ßihUograpMe de la France^ 1887. 
Nr. 6167.) 



284 



CRamter, Karl Wilhetm.) 

... Das Schachspiel. Ein Heldengedicht. Ber- 
lin, 1754. kl. 8. (^Höck. S. 173.— Walker. S. 285.— Oet- 
tinger. Nr. 183. — Walker nennt das Jahr 1753.) 

Ramoriy F. Afphonsus. 
. • • Entretenimiento , y Juegos hanesCos, y Recreacione» 
Christianos* Matriti^ 1623. 8. (Nie. AfUonii Bihlioth. Msp, 
nava. T. I. S. 43.) (Walker. S. 282 nennt diesen Autor feh- 
lerhaft Remor.^ 

(RansoTiy Jos. von.') 

(Professor der Mathematik.) 

... Anweisung zumSchachspiele, nebstKritik 
desselben und Ideen zu einem neuen Schac hspiel, 
welches vonMaschinen nicht nachgeahmt werden 
kann. YonJ. v. II. Mit Kupfer und Holzschnitten. 
München, bei Joseph Lindauer. 1820. kL 8. 62 Seiten. 

... Ebendaselbst. 1827. 8. (Walker %M 148 Seiten an.) 
(Bibliogr. V.Deutschland. 1827. Nr. 624. — OetUnger. ^v.\^L^ 

Rasis. 

S. Alltäzi. 

Recherchen 

sur le Jeu des ilchecs die de Charlemagne. S.Palamede. T.IV. 
(1839.) S.33— 38. 

ReeSy Abraham. 
... The Cyclopaedia, or univerml Dietionarg of Arts^ 
Sciences and IMeraturey with Engruaings. London, for Long" 
many Hurst ^ Rees etc. 1819 — 20. 4. 39 Vols, Te%t. 6 Vol» 
Plates. — Vol. VIL handelt voce: yyChefs^ von dem Schach- 
spiele. 



285 



Regeln. 

... Regeln des Sc ha chspiels nebst beigefügtem 
Muster eines regelmafsigen Schachspieles etc. 
Wien, bey Seb. Hartl. In 12. (Ohne Angabe des Jahres.) 
S. C. A. V. B. 

Begeh. 

. . . Algemeene Begeh van het SchaakspeeL Te Botter^ 
äamj hy Ä.May van Voilenhoven. 1830. 8. 9 Seiten. 

... Te Anuterdamy by J. S, van E»veU ^ Holtrop. 1811. 
In 32. 24 Seiten. {Walher. S. 284.) 

Regles. 

• Beglesdujeu des Schees. A la Haye^ 1696. In 12. 
S. DiverUssemens innocents. 

Reinganum^ A. 

... Ben^Oniy oder die Vertheidigungen gegen 
die Gambitzüge im Schache, nach bestimmten Ar- 
ten klassificirt. Mit einem Anhange, in welchem 
die, im Werke, unter verbessernden Abänderun- 
gen vorkommenden Meisterspiel e, unabgeändert 
aufgestellt sind, sammt hinzugefügten Reflexio- 
nen. Nebst einem Versuch einer Literatur des 
Schachspiels von Dr. J. D. A, Böck^ königl. baieri- 
schen Regicrungsrathe. Frankfurt am Main, Ver- 
lag der Hermann'schen Buchhandlung. 1825. gr. 8. 
XVIII und 176 Seiten. (Mafsmann. S. 18351 »i.) (VIi> — 

Die Unzukömmlichkeiten dieses Werkes, welches sich im 
Wesentlichen den besseren Schachbüchern anschliefst , und durch 
die beigegebene Literatur des Dr. Hock nur einen desto höheren. 
Werth gewinnt, sind folgende: 1) Setzt der Verfasser voraus, 
daft sein Leser den Schachkodex von Koch (Ausgabe v. J. 1818) 
stels zur Hand habe, indem er sich überall auf denselben bezieht; 



286 



2) hat er in BetrefiP der Bezeichnung von der wesentlichen Verbes- 
serung Koch's keinen Gebrauch gemacht; 8) hat er das Werk ge- 
geben , wie es nach und nach wohl entstanden seyn mag ; es ist 
daher voll von Vor- und Zurückweisungen, welche ein beständiges 
Nachschlagen nöthig machen , ohne jedoch dem Uebel der häufi- 
figen , wörtlichen Selbstwiederholung zu entgehen ; endlich 4) hat 
der Verfasser ein so grofses Format und einen so kleinen , in den 
untergesetzten Reflexionen fast mikroskopischen Druck gewählt, 
dafs der Gebrauch seines Buches, nebst dem Schachbrette und 
dem Koch' sehen Codex, zumal beim Kerzenlichte, eine wahrhaft 
peinliche Beschäftigung wird. (Siehe Haller Literatur -Zeit. 1826. 
Nr. 43 u. 44.) 

Repertorjfy 

... Repertory of Arts and Manufactures. Avrii 1819. Es 
handelt von der in London restaurirten Kempeleri sehen Schach- 
maschine. 

Report. 

... Report of ehe Commitee ofthe Edinburgh Chefs^Cltib. 
Edinburgh 1828. 8. 

... Appendix to ehe Repore of ehe ComnUeee ofthe Edin^ 
burgh Chefs- Club. Ibid. 1833. 8. 6 Seiten. 

... Remarks darüber. S.Lewis, W. (Siehe auch: The 
Games ofthe Match at Chqfs.^ 

Retzschj Moriz. 
„Die Schachspieler, Zeichnung von Morit% 
Retzsch. Nach dessen Andeutungen erläutert von 
C. Borr, von Miltitz. — Les Joueurs d'echecsj dessin de 
Maurice Ret%schy explique^ d' apres ses indications par Char^ 
les Borromee de Miltitz. — The Chefs-Players. A Drawing by 
Moritz Retzsch y explained, accordmg to hints from hknselfy 
by C. Borr, von Miltitz. — Leipzig^ in Commission 



287 



b'ei Ernst Fleischer. 1 Blatt Kupfer mit 4 Blättern Ti- 
td und Text in gr. Quer- Quart 

Der Name unsers geistreichen Künstlers mit Griflel und Pin- 
sel ist seit einer langen Reihe von Jahren so oft im in- und Aus- 
lande als Darsteller klassischer Dichtungen ruhmvoll genannt wor- 
den, bat so oft das Zarteste und Lieblichste, wie das Schreckliche 
and Grausenhafle uns vor*s Auge gebracht, dafs wir gewohnt 
sind, ihn immer in Verbindung mit irgend etwas Schönem und Er- 
habenem zu denken. 

' Da jedoch hier nicht der Ort ist, alle vortrefflichen Werke 
dieses in der Auffassung hochbegabten Künstlers aufzuzählen und 
«u beleuchten, so können wir blofs eines Blattes lobend gedenken, 
das mit unserem Werke in natürlicher Beziehung steht, weil es 
das edle Schachspiel hier als ein christlich -moralisches Lebens- 
bild darstellt. Es ist ein Bild , das über dem Arbeitstische jedes 
Künstlers, über dem Betpulte jedes weiblichen Wesens, über dem 
Lager jeder schlummernden Unschuld hängen sollte. Wir wollen 
in der Erklärung desselben seinem geistreichen Commentator C. 
Bwram. v. MütU% folgen, und damit zugleich darthun, daGs 
man eben nicht Unrecht that, wenn man im Mittelalter das Schach- 
spiel einer symbolischen Auffassung würdigte. — Es ist — Satan, 
der Geist der Finsternils, mit dem Menschen um dessen Seele spie- 
lend ! — Der Schauplatz ist so schauerlich gewählt, als er zu der 
ganzen Idee pafst. Die architectonische Umgebung deutet auf den 
unheimlichen Gast, in dessen Sphäre grausenerregende ^ sinnver- 
vrhrrende Gegenstände gehören. Es ist ein weiter Bogen , dessen 
Wölbung zwei eidechsenartig gestaltete Unthiere bilden. Die halb 
vogel-, halb heuschreckenähnliche Köpfe haften, so wie die 
hftfslich gegliederten kurzen Krallen an den beiden Pfeilern , an 
denen sie herabzukriechen scheinen. Die obere Fläche eines Sar- 
kophages ist zum Schachbrett umgestaltet. Der Mensch, ein 
schöner Jüngling, sitzt an der Tafel, das jugendliche Lockenhaupt 
mit sorglichen Blicken in die Hand gelegt. Ihm gegenüber — dem 
Beschauer links — Satan, der Fürst der Hölle, in einem Sessel, 
dessen Lehne einen den Rachen aufsperrenden Löwen (denn er 



288 



sucht, welchen er verschlinge), und dessen unterer Thefl, die 
Klaue des Löwen, einen Todtenschädel fassend, seine Tod brin* 
gende Macht andeutend zeigt. Ein weiter Mantel , aus dem nur 
die knöchernen Kralienfauste hervorragen, umgibt ihn. Das Haupt* 
haar wie der Knebelbart sind wild, aufbäumend^ struppig. Auf 
dem Barett steckt eine lange, krummgebogene Hahnenfeder, die 
uns schon von Alters her als verdächtig bekannt ist. Die Züge 
seines Gesichts sind edel, denn er ist ja ein gefallener Engel — 
aber der Ausdruck dieses Abfalls ist teuflisch und häfslich. — Der 
Lügner vom Anfang an , der falsche Spieler, der treulose Bundes- 
genosse sind unverkennbar darin, aus Tiegerkälte und Hyänen- 
grausamkeit zusammengeschmolzen. Hohn, Verachtung, Hals 
und Schadenfreude finden hier ihre Züge wieder, und die Hand 
am Kinn läfst es zweifelhaft^ ob sie das höllische Lächeln über 
den gelungenen Fang noch verbergen, oder einen gräfslichen 
Fluch, vor dem die Pforten der Unterwelt erbeben würden — wenn 
Rettung noch möglich wäre — zurückdrängen soll. Zwischen 
den Spielenden, etwas rückwärts, steht eine weiche, liebliche 
Engelsgestalt mit weifsen Fittigen^ ein Kind des Lichtes, d^ 
Schutzgeist des Menschen , von diesem ungesehen. Ihn zu ver- 
drängen steht nicht in des Satans Macht, nur der Mensch selbst 
kann ihn aufgeben oder von sich treiben. Dagegen darf der Ge- 
nius — gleich dem Gewissen — nur leise warnen, aber nicht 
rathen oder zur That bestimmen. Betrübt blickt er auf den mifs- 
lichen Stand , und hat sich schon etwas von seinem Pflegbefohle- 
nen abgewendet. Nun zum Spiel selbst zurück. Die Figur des 
Königs auf Satans Seite, stellt ihn selbst dar, tief in den Mantel 
gehüllt, aber dennoch auf den ersten Blick kenntlich. Rasch drän- 
gen seine Schaaren vorwärts. Seine Königin ist — die Wollust; 
^ne üppige Frauengestalt mit entblöfstem Busen , die linke Hand 
zieht das Gewand scharf an die reizenden Formen an , während 
die Rechte die Schale der Berauschung darbietet. Die sechs Ofii- 
ziere sind — die Laster, und zwar: 1) die Faulheit, eine plumpe, 
gemästete Gestalt mit Schweinskopf, herabhängenden , unförmli- 
chen Armen, schwerfalligen Beinen, auf einem Klotz sitzend. 



289 



2) Der Zorn , ein äbereilt fortstürmendes Wesen , ähnlich dem 
über Alles in Woth gerathenden Truthahn , trägt den Kopf dieses 
Vogels, spreizt die Flügel aus, und sträubt auf Hals und Rücken 
spitze Stacheln empor. 3) Der Stolz, gravitätisch, steifbeinig 
eioherschreitend, auf dem hochgetragenen Haupte nut einer Feder- 
krone geschmückt, den einen Arm trotzig untergestemmt, vergifst 
er über den prächtig ausgebreiteten Pfauenschweif, dals ein star- 
kes , nacktes Hintertheil dadurch sichtbar wird« Sporen sind an 
seinen FüCsien, ein Orden auf seiner Bnist. In der einen Hand ein 
voller Geldsack, die andere befehlend ausgestreckt. 4) Die Falsch- 
heit , eine tiegerfleckige Gestalt mit Katzenkopf und falschfreund- 
lich zurückgelegten Ohren. Sie legt versichernd die eine Hand 
auf die Brust, indefs die andere den Dolch auf dem Rücken ver- 
birgt. 5) Geiz und Neid in einer Person, eine gekrümmte, magere 
Figur, die sich in die Faust beifst, und unter dem Arme ein Käst- 
chen an sich drückt 3) Der Unglaube, eine kecke gehörnte Fi- 
gur, beide Fäuste in die Seite gestemmt, mit dem Fufse ein Kreuz 
umstofsend. Die acht Bauern sind die Zweifel , kleine harpyenar- 
tige Geschöpfe mit Fledermausflügeln und scharfem Gebils. 

Auf der Seite des Menschen stellt seine Seele sich als König 
dar, ein weites Gewand fest und ängstlich an sich ziehend, Schmet- 
terlingsflügel an den Schultern. Die Königin ist die Religion , ihr 
mächtigster Schutz; eine hohe majestätische Gestalt mit grofsen 
Schwingen^ die eine Hand schützend vorgestreckt, und in der an- 
dern das Zeichen der Versöhnung tragend. Offiziere sind : 1) die 
Hofliiung mit dem Anker. 2) Die Wahrheit, mit leuchtender Fackel 
und spiegelndem Schild , steht nächst der Hoffnung als Roche zur 
Seite. 3; Der Friede mit der Palme. 4) Die Demuth, gesenk- 
ten Haupres betend, spärlich gekleidet. 5) Die Unschuld, ein 
nacktes Kind, jedem die Arme zutraulich entgegen streckend. 
6) Die Liebe, zwei sich umfassende Kinder, Wang' an Wange 
geschnuegt , über beiden ein Stern ruhend. Die Bauern werden 
hier durch geflügelte, betende Engelsköpfe, welche das Gebet 
bezeichnen , angedeutet , und so wie im Schach durch den Bauer 

19 



290 



ein voioreh gegangener Offizin, so kann andi durch das GebH 
mancher geistige Verlnsl wieder metzt werden. 

Das Spiel steht schUmm für den Menschen. Schon hat ihm 
der Feind durch Wegnahme mehrerer Engelsköpfe die Kraft des 
Gebetes geschwächt^ schon ihn um Liebe und Unsdmid gebracht^ 
die Demuth ist bereits geraubt, der Friede yerloren, den er noch 
in den KraUenfingem hält. Wollust, Unglaube und die b^n 
Zweifel dringen ungestüm auf die ruhig und erhaben dastehende 
Religion ein, welche sich schützend vor den angegriffenen Men- 
schen hingestellt hat, der, so lange er die Religion nicht aufgib^ 
noch auf Rettung hoffen darf« Der Arme hat nur erst den Zorn 
uberwunden und einen Zweifel besiegt. Die Stimmung der Men- 
schenseele noch näher bezeichnend, ist die Verzierung der AuCsen^ 
Seite des Sarkophages — eine von Todesnähe und Schreckens- 
bildem geängstete Psyche. Zwei Todtenköpfe dehnen sich aus 
dem Grunde des Getäfels heraus , und fassen mit entfleischten Ge- 
bissen sie an ihren zarten Aetherflugeln. Entsetzt verbirgt sie ihr 
Antlitz in die Hände , während die Unholde ihre langen Schweife 
vielfach um den schlanken Körper geschlungen haben , und durch 
abwechselndes Nachlassen und Zusammenziehen ein grausames 
Spiel mit der Verzagenden treiben. Wenn es ihr dagegen glückt, 
sich^ wär6 es auch mit verletzten Schwingen , von ihren Quälern 
loszuringen^ so können diese Phantome, die indem Sarkophage 
eingewurzelt sind, ihr nicht folgen; und es bestätigt sich auch 
hier im Bilde der Trostspruch: „die Schauer des Grabes können 
die Seele nicht überwältigen." 

Mag man nun das Ursprüngliche der Erfindung, oder die 
geistreich durchgeführte Symbolik im Auge behalten, immer bleibt 
diese Zeichnung eine der glücklichsten Schöpfungen des Künstler- 
geistes. Nicht leicht kann ein Gemüth, das völlig seinen Blick 
auf den Ernst des Lebens richtet , von der hier dargestellten Idee 
unergriffen bleiben, und selbst manchem kühnen Geiste möchte 
der geraubte Friede in Satans Hand, die an ihn verlorne Unschuld^ 
die von ihm ausgesendeten Zweifel, und die sichere Aussicht^ das 
gewagte Spiel zu verlieren, wenn er die Religion aufgibt ^ einen 



291 



weit ragenden Blick in sein Inneres eröffnen. Ganz vorzfiglich 
wünschten wir auf dies Bild die Frauen aufmerksam zu machen, 
iheik weil in ihrem stillen Gemüthe , wie im ruhigen Wasserspie- 
gel der Himmel, sich das Erhabene so gern und so rein darstellt, 
theils aber auch , weil so manche holde Psyche unter ihnen sich 
die zarten geistigen Schwingen von widrigen Fantomen ^ die sie 
umschlungen halten, mufs zernagen lassen. Möge ihnen, ja möge 
jeder leidenden Psyche dies Bild zurufen , daCs alle Qualen nur ir- 
dische, endliche sind, und dafs sie sich zu einer Ruhe und Selig- 
keit durch ihr stilles Dulden einst emporringen , zu welcher ihnen 
ihre Peiniger nicht zu folgen vermögen ! " 

Der Herausgeber dieses Buches hat das Blatt Vorjahren schon 
irgendwo als Oelgemälde gesehen , und die Conception des Mei- 
sters selbst in dem mittelmäfsigen Bilde bewundert, ohne da- 
mals zu wissen , dafs der lichtvolle Gedanke von Retzsch her- 
stamme. Noch erinnert er sich lebhaft des schauerlichen Ein- 
druckes, den die Darstellung auf ihn gemacht^ und lange nachher 
sogar in seinen Träumen verfolgt hat. 

Revue. 

... Revue generale. S. Palamede. T. I. (1836.) S. 225 
— 285. Diese Revue enthält nichts als eine Literatur des Schachspiels. 

Rhinghierj Messer^ Innocent. 
S. Ringhieri^ Innocentio. 

Rhodiginusy Ludovicus Caelius^ 
... AnHgtMe Lectiones. IV. 11. XX. Der Verfasser schreibt 
in dieser Stelle die Erfindung des Schachspiels den Aegyptern zu. 

Richard y T. 
... Nouveau Manuel campleC des Jeux ^ enseignanC la 
scietice, ou Introduction d Vetude de la mecanique^ de la 
physique^.. • contenant le$ thearies sdentifiques et des recher^ 

19* 



292 



ehes kMoriques mr iesjeux les plus noMeh. Par T. Richard. 
A Paris y chez Roret, Imprimf^e de la veuve Bastien, äTauL 
1837. In 18. 2 Bände. 18% Bögen. iBibliogr. de la France. 
1837. Nr.21170 

Riga^ A. 

. . . DicHonnaire general des jeux de sudele y jeux de 
commerce^ jeux de penitenccy jeux dejardins, jeux de eartes^ 
etc. Par A. Riga. Imprimerie d'üreubie, ä PariSy 1837. In 16. 
h% Bögen. (Ebendaselbst 1837. Nr. 6116.) 

Ringhierij Innocentto. 

... Cento Giuochi UberaU^ et d'IngegnOy Nauamente da 
M. Innocentio Ringhieri Oentilhuomo Bolognese ritrauati^ et 
in dieci Libri descritti. (Das Zeichen des Druckers mit der Um- 
schrift : jjAffectus \ virtute \ superantur}^ Non sia alcuno co^ 
tanto arditOj che guesf opera fra dieci anni imprima^ o uenda 
sanza Qsic^ espressa commissione dello Scrittore, sotto le pene 
ne i suoi Priuilegi cantenute. In Bologna , per Anselme Oiac" 
carelli. M.D.LL In 4. IV und 163 Blätter. 

Das Werk ist der Caterina de Medici^ Königin von Frank- 
reich zugeeignet, und enthält Fol. 1 57 bis 158«. die Anweisung, 
eine Partie Schach mit Personen auszufuhren. Das letzte Blatt hat 
in recto noch ein Druckerzeichen. 

. • . (Derselbe Titel. Das Zeichen des Druckers hat die Um- 
schrift: Virtuti omnia parenl.) In Vinegia^ per Oiovan Maria 
Bonelli, M.D.LIII In 4. 123 Blätter, deren letztes, oder 128"«<», 
irrig mit 97 bezeichnet ist. Die bereits erwähnte Anweisung fin- 
det man in dieser Ausgabe auf den Blättern llSv. und 119 r. 

...In Bologna y Per Giovanni Rossi. MDLXXX. Cm 
licetUia de* Superiori. In 4. 4 und 163 Blätter, wie bei der ersten 
Auflage. Der erwähnte Aufsatz ist auf den Blättern 157 — 158«. 
enthalten. — VergL La Mariniere. La Maison academigue. 
Paris, 1654. 12. S.214. (Magasin encyclop. 1817. Y. 224 
und 226. — Catal. BiöL Reg. London. V. 45« — Mqfsmann. 



298 



S. 170^— I9I.> Sämmtb'che drei Aas^aben sind in der Wiener 
Hofbibliothek su finden. 

• Cingmneejevs divers d'honneste etUreHen^ inuentes 
MeBser EMnghieTy GerUilhomme Bolognoys^ etfaisfran^ 

foys par Hubert "Philippe de Villiers. Lyon^ Charles Pesnot. 
1554. In 4. Aeuiiserst selten. (S. Catal. Crozet. Paris, 1841. 
Beyer. S. 88 , Clodius. S. 125 , und das Bulletin du Bibliophile 
1841. S.945^ und 1844. S. 754 und 1181, gedenken einer Aus- 
gabe vom Jahre 1555^ genau mit demselben Titel.) 

CRiOy Ercole deQ 

• • . Sopra il Oiuoco degli Scachi Osservasioni pratiche 
^Ananimo AutoreModenese. InModena^ Per Francesco TorrL 
1750. In 4. 100 Seiten. (Lo/W. S.7. — Ma/smann. S. 170^.— 
Twi/s. I. 85.) Einen Abdruck besitzt die Wiener Hofbibliothek. 

Das Buch enthält , aufser einer Reihe nutzlicher und beleh- 
render Endspiele^ viele vortreffliche Anfangsspiele , von denen je- 
doch die meisten , wegen der darin angewandten freien Rochade, 
für uns den Reiz des Anziehenden verlieren. Später fugte der Au- 
tor einen zweiten Theil hinzu, welcher besonders über die Ver- 
theidigung handelt, und übergab ihn , nebst einer strengen Kritik, 
des Philidory seinem Freunde Lolli, welcher dann das ganze 
Werk noch durch eigene Anmerkungen vermehrte, und zu Bo- 
logna im Jahre 1763 in einem ansehnlichen Foliobande her- 
ausgab. Uebrigens hat Bio noch ungedruckte Papiere hinterlassen, 
welche sich jetzt in den Händen eines Signor Bordaci befinden 
sollen. C«. Bilguer*') 

...II Giuoco degU scacchiy d'aulore (ßnonimo^ modenese. 
Veneria. 1773. gr.8. 

... Vene%iay 1824. In 8. 

... Borna , 1829. In 8. 

... Nuova edizione diligentemefiteriscontrata sulla origi- 
nale del 1750. MilanOy presso f Editore Loretizo Sonzogno. 
1881. kl. 8. 110 Seiten und ein Titelkupfer. In der Wiener Hof- 
bibliothek. 



294 



. . . The ineomparäble game of Chefs. Tramlated 6jf J, S. 
Bingham, London, 1820. In 8. Mit der unrichtigen Angabe, daGs 
das Werk vom Ercole de! Rio 8ey. (S. Ponziani, Domenico.') 

• •• Letter a delP Anonimo Modenese contenenteaUunipre» 
cetti pratid da oaaermrsi nel giuoco degli ScacchL S. Chpfs 
made easy etc. (Trattatello sopra il Giuoco degli Scacchiy tra- 
dotto daW Inglese. Parma y 1821, und Venezia, 1824. In 12. 
S. 78—201.) Dieser Brief findet sich, in die französische Sprache 
fibersetzt, mch imPalamede. T.I. (1836.) S. 167 — 178. Siehe 
die Anmerkung bei dem Artikel : Anonimo Autore Modeneee. 

Rithmomachia. 
S. Rgthmom^ichia. 

Rizzettij Joh. 

... Ludorum Bcientia. Venetiis, Alogs. Pavinas, 1725. 
In 4. (^Walker. S. 282.) 

RobianOy M. le Comte Abbe de. 
• . • Les Echecs Mmplifies et approfondis depuis le$ pre^ 
mieres notionsdu noble jeu ju9q%£ä la plus grande superiorite 
que Von puisse g acquerir. Ouvrage entierement neuf etc. Se 
vend ä BruxelleSy che% Wouters freres , rue d^ssaut Nr. 8. 
(1846.) In 8. — Angezeigt und besprochen in der Zeitschrift: Le 
Palamede. IP Serie. T.VI. S. 48 1 — 488. 

Rocco^ D. Benedetto. 

. •• Dissertazione del ch. signore D. Benedetto Rocco 2Va- 
politano sul giuoco degli scacchi. Ristampata da Francesco 
Cancellieri Romano con la Bihlioteca ragionata degli Scrittori 
sfi lo stesso giuoco. Roma, Presso Francesco Bourlie. 
M.DCCCXVU. In 1 2. 58 u. 2 leere Seiten Chagas, encycl. 1817. 
V. 215. — Ma/smann. S.17H3. _ Catal. du Dr. Oratiano. 
Paris 9 1844. S.70. 



295 



Diese Disserta%ime erschien Trüher in dem Giornale enci'' 
clopedico de NapoU^ und Caneellieriy vom Marchese de Villa'' 
r0»a darauf aurmerksam gemacht, lieDs sie in Rom unter obigem 
Titel wieder abdrucken, und fugte derselben seine Literatur de« 
Schachspiels bei. Die Disserlazione füllt die ersten 18 Seiten. 

Rocha^ Fr. Angelus. 
• . • Commentarius pro re domestica et nummaria directus 
contra ludum alearum, chartarum scilicet ac taxillorum. 
Ramae^ per Guilielmum Facciottum, 1616. In 4. (Beyeri Me- 
moriale. S. 89,) — In diesem Werke wird zur häuslichen Unterhal- 
tung, statt aller übrigen Spiele, das Schachspiel ganz besonders 
empfohlen. 

. . . Trattato di Fr. Angelo Roccha contra i giuochi delle 
carte e dadi^ nel quäle si propone un giuoco ingegnoso et hO" 
netto (ße^ saicchi) per fuggir Votio, Roma^ 1617. In 4. (Aus 
dem CataloguedufeuM. de Lamberty. PariSy 1842. In 8. S. 89.) 

Rössehprung. 

... Der Rösselsprung mit Variationen. 1831. 
Quer- 16. S. Billig , Eduard. 

... Lösung des Rösselsprungs. S.Berliner 
Schachzeitung. LJahrg. S. 188— -191; ferner II. Jahrgang. 
S.79 — 86. 

Rogety Dr. P. M. 
... The Economic Che/s Board, provided with a complete 
Set of Chejk Men, adapted for Playing Games in Carri" 
agesy or out ofDoorSy and for folding vp and carrying in the 
Pocket^ toithout disturbHig the Game, Invented by P.M. Ao- 
get; and Registered^ according to Act of Parliament. Nov. 
10. 1845. 

. . . and George Walker. Papers on the Knigh( s Chefs- 
Boards Tour. Eine der anziehendsten Schriften über den Rössel- 
sprung. S. Philosoph. Magazine and Journal. Aoril and June. 
1840. In 8. 



296 



Roman de la Roge. 
(S. 41. Edie. 1531. loFol. wird unter dem BOde eines Schach- 
qriek der l&ie; zwischen Ej^ri von A njou und Canradin yoü 
Schwaben dargestellt) 

Roman de Couvret^ Jean- Joseph -Therese. 

(1726—1787.) 

... LesEchecs. Poeme en quatre chanU. Precede deRe^ 
eherches historiques mir le$ Echees. ParUy chez Leopold Col- 
lin. 1807. In 18. 185 Seiten. (^Bio^r. univ. VoL 88. S. 498. — 
Walker. S. 282. — Annales eneycl. par Millin. 1817. V. 
S.227. — Querard. DL S.132.) 

Dieses im Jahre 1760 verfertigte Gedicht ist zwar eine Nach- 
ahmung jenes des Vida^ übertriiTl aber dieses bei weitem dmrch 
die Genauigkeit, mit welcher die Regehi und der Gang des Spie- 
les beschrieben werden. Die dasselbe begleitenden Anmerkungen 
sind vortrefilich , indem der Verfasser uns darin zugleich mit rer- 
schiedenen Einzelnheiten der zwischen Voltaire und Rousseau 
gespielten Partien bekannt macht Eine Lebensbeschreibung dieses 
Dichters findet sich im Palamede. T. L (1836.) S. 265 — 279, 
sammt dem Gedichte. 

RosinuSy Johannes. 
... RonrnnartmAntiquilaCumCorpfisabsokiHssimumcum 
notis doctissimis Thomae Dempsteri^ J. C. et aeneis figuris ac- 
curatissimis. Lugd. Batav. ApudHackios. 1663. gr. 4. Seite 311 
in den Dempster sehen Noten wird von dem Ludus LatrunculO' 
rum und dessen Erfinder gehandelt und gesagt, dals dieses Spiel 
ein Bild des Krieges sey. 

Rossiy C. Ph. de. 
. . . Elogio delt Ab. G. A. Taruffi. S. Taruffi, Q. Ay 
Lettera sopra Vauloma di Kempelen. Roma. 1786. In 8. 



297 



Rou9seau y Jean - Baptist e. 

... Epitre ä Clement Marot. Der Verfasser zieht darin 
eine Parallele zwischen dem Schachspiel und der Dichtkunst. 

RouXy F. A. K. 
... Die deutsche Fechtkunst. Leipzig, 1817. In 8. 
Der Autor vergleicht in der Einleitung die Fecbtkunst mit dem 
Schachspiele , und beschreibt zugleich zwei Gänge im Stofsfechten 
nach der Weise der Schachmusterspiele. 

Rowbothumy James. 

(Der englische Uebersetzer des Damiano und des Vida^ S. 
Damiano Portoghese und Vida, M. H. 

Rules. 

• . • Rules for playing Che game of Chefs en quatre. Lon^ 
don, Luchars, Ficcadillg. (Ohne Jahr.) In 8. 16 Seiten. (IFa/- 
her. S. 267.) 

Rusty J. F. 

... Anleitung zur gründlichen Erlernung des 
Schachspiels, nach den Regeln der besten Schrift* 
steller, und eigener Erfahrung für Anfänger be- 
arbeitet, und durchAufstellung der zweckmäfsig- 
sten neuesten Spielarten, Spieleröffnungen und 
Endspiele erläutert. Magdeburg (Berlin), Ku- 
ba ch. 1834. In 8. 212 Seiten. CMqfsmann j S. 188^^0 

... Das Schachspiel des Philidor etc. Leipzig, 
1884. In 8. S. PhUidor^ A. D. 

Rutf Lopez de Sigura. 

S. Lopez. 



S98 



Rjfthmomachia. 

. . . RyikmomacMa vel Ludus Pythagoreu9 Ciaudü Bu^ 
werü, JacQÖi Fdbri SeapufensiSj et Benriei Stephani. 1514, 
— (Twifo. n. 48.) Vergl. C. Boißiere und die beiden andern 
Autoren. 

Rt/thmomachie. 
• . . Pie Ry thmomachie, nach Gu»eaf> Selmun^ & 
Kochj J. F. W. Die Schachspielkunst. Magdeburg 
1801— 1 808. In 8. ThLII. S. 127—154, 



(Sabatier de Castros et Preport.') 

... Dieeionnaire des OrigineSy Decouverte$^ ImenHons^ 
et EeabliMsemens. Par uneSaciete deOensde Lettre». A Paris, 
ehez Moutard. 1777. gr. 8. 8 Vols. — Der zweite Band enthält 
von Seite 8 — 18 Geschichtliches über das Schachspiel 

Saccheri^ P. Girolamoy dt S. Remo. 
Dieser Jesuit, welcher sich wegen seines auTserordentlichen 
Zahlengedächtnisses eine grolse Berühmtheit erworben hatte^ war 
eben so grofs im Schachspiele. Er wurste drei Spiele zu gleicher 
Zeit zu spielen, ohne auf das Brett zu sehen , und pflegte sie ge- 
wöhnlich alle zu gewinnen. Der P. Ceva beschreibt diese Stärke 
des Gedächtnisses und Talentes in mnerPhüosophia navo^ntifuan 
JHsB. I. mit folgenden Versen : 

... Non ipse hoc possU penetrale mbire 
Scacchia qui triplici certamine versai, eodem 
Tempore, summotus ludo proaU, ormUa mente 
Cmplexus memori,,,. 

Auch Qio. Bäte. Verci erhebt in seiner Lettere sopra U 
giuoco degli »cacchi die aufserordentlichen Gaben dieses Hannes, 
indem er denselben mit Jti/. Caesar vergleicht , welcher zu glei- 
cher Zeit Audienz ertheiite^ Briefe las, und deren seinen Schrei* 
bern vorsagte. (S. Vita del P. Ceva von P. Oitilio Cesare Cor- 
dara in der Parte V. delle Vite degli Arcadi. S. 142, und in 
der Opusculorum CoUectio des P. Omdo Ferrari. S. 82, — und 
in Cancellieriy S. 44. 45.) 

Sätze. 

... Fünf und neunzig Sätze gegen dasSchach- 
spiel. Der zum Schachspiel verführten Mensch- 



800 



heit, Tornehmlich allen Sch&ch-ClabbenDeutsch- 
lands, ganz besonders aber der Schach-Gesell- 
schaft zu Leipzig gewidmet. Von einem Theolo- 
gen* Leipzig, in Commission der Sertg*schen 
Buchhandlung. 1827. In 8. 40 Seiten. (Walker. S. 270.) 

Maßmann spricht sich über den ungenannten Verfasser die- 
ses Büchleins folgendermafsen aus: 9,Nur ein trübsinniger Theo- 
loge konnte neuerdings seine 95 Sätze gegen das Schachspiel an- 
schlagen und sie der zum Schachspiel verführten Menschheit 
gewidmet herausgeben^^ u.s.w. Aus diesen Wehrten ist ersichtlich, 
dats Maßmann das Büchlein nicht aus eigener Anschauung kannte, 
vielmehr aus dem Titel einen falschen Scblufs auf den Inhalt ge- 
zogen hat. Denn diese 95 Sätze sind nichts weniger, als gegen 
das Schachspiel geschrieben, sie sind vielmehr eben so viele Aus- 
sprüche zum Lobe desselben, aus dem Munde eines begeisterten 
Verehrers der adeln Schachkunst, und was gegen das Schach 
darin gesagt worden , ist nichts als harmlose Scherz und heitere 
Ironie. (Bledow^s Schachzeitung ^ welche im zweiten Hefte des 
L Jahrgangs von Seite 52— 54 uns mehrerie dieser Sätze mittheib.) 

SagitariuSy Paul. Mart. 

. . . Programma de Ludo Scacchico. Altenburffi^l676. In 4. 
CClodius. S. 128. — Beyer. S.89> — Mafsmann. S. 191.) 

Saint" Anhand y M. P. Ch. F. de. 

Dieser Mann , einer der gröfsten jetzt lebenden Schachspieler 
in Frankreich, ist Director und Haupt -Redacteur der Zeitschrift: 
y^Le Palamede'^ seit 1842. Sein Bildnils schmückt eben diesen 
Jahrgang. Vergl. Palamede. 

SalmasiuSj Claudius^ 
ad Solinum pag, 1130 et ad Vopisci ProctUum^ cap. XIII. 
pag. 459 seq. übt de Ludo Latrunculorum (ZaCricio seu 
ScaMludio)y more mo, id est emdieisMme exponity etLudum 
XIL Scriptorumy gui apud Veter e» fuUy cum Trictraco in ptu^ 



301 



rMt eonvmire, oitmdiL S. BiUoriae AuguMtae Setipiores 
$e^. Paris, 1630. Fol. pag.eUata. iClodius. S. 128.) 

Salvio^ Alessandro. 

AUnafidro Salnio war, nach den ubereinstimmenden Hei-* 
niingen aller späteren italienischen Schachschriftsteller, der erste, 
welcher auf eine genügende Weise die mannigfaltigen und anzie- 
henden Veränderongen des Königsgambits und der Oiuochi piani 
bearbeitete. Alle seine Anmerkungen zeigen , dals er ein Spieler 
von ganz ungewöhnlicher Starke gewesen seyn muTs. Die Spiele, 
Iris auf wenige Ausnahmen, sind gut und richtig durchgeführt; 
aber besonders hervorzuheben ist das nach ihm benannte Gambit 
des SalviOy welches auCserst geistreiche, wenn auch nicht immer 
ganz fehlerfreie Züge enthalt. Leider istSo/r^o bei der Bearbeitung 
seines Werkes ganz ordnungslos verfahren , indem er Spiele und 
Endsfriele durch einander wirft, bald den Weilsen, bald den 
Sehwarzen anfangen lälst, und nie auf die begangenen Fehler auf- 
merksam macht; endlich hat er auch eine Menge unnutzer Spiele 
mit Vorgaben aufgestellt. Er bedient sich der ganz freien Aochade, 
indem er häufig dabei noch mit dem Thurm einen Angriff macht, 
worüber später eine beschränkende Regel aufgestellt wurde. Aufser- 
dem muis bei ihm ein Bauer, welcher die letzte Reihe erreicht, 
stets zur Dame gemacht werden , auch wenn das Spiel dadurch 
verloren geht, und durch die Wahl eines anderen Steines hätte 
gerettet werden können. — Salvios geschätztes Werk besteht aus 
zwei Theilen, deren einer jedoch meist geschichtliche Notizen 
enthält. SarraU hat den gröberen Theil der Spiele übersetzt und 
mit dem Damiano und Lope% in einem Bande zusammen heraus- 
gegeben, (v. Bilguer.) 

... Traitato delt InvenCione et Arte liberale delOioco di 
Seacehi del Dottor Alessandro Saluio Napolitano. Ditäso in 
Discorsi, Sbaratti, e Partiti. Con Priuilegio. (Ein Wappen.) 

NapoUy Appresso Oio. BatUsta Sottile M. D. CIUL In 4. 
'4 Bl. und 186 Seiten, und 1 Blatt Errori. Diese erste Ausgabe 
ist. dem FuMo di CoHa0i»o^ Marehese di Corleto, delConsiUo 



802 



sopremo d'Italim di Sua Maestä Cattotiea zugeeignet. — Wal^ 
her, S.288, nennt noch Ausgaben von den Jahren 1612 und 1618, 
welche aber nie erschienen sind , indem nach des Verfassers eige- 
ner, in der folgenden Ausgabe abgegebenen Aeufserung, die 
zweite wirklich erst nach dreifsig Jahren erfolgt ist 

... 1/ Puttino y Altramente dettOy il Cavaliero ErranCe 
del SahdOy Sopra il gioco de^ ScaccfUy con la sua Apologia 
eontro il Carrera; diuiso in Ire Libri, (Das Wappen des D. 
Pietro ürsino^ dem das Buch gewidmet ist.) In Napoli, Nella 
Stampa di Oio. Domenico Montanaro. 1684. Con licen%a di 
Superiori,^^ kl. 4. 4 Bl. und 71 Seiten und eine Seite Errori. 
(Twifs. I. 78.) 

Auf den Seiten 86 — 42 findet man ein grolses Gedicht fiber 
das Schachspiel CancelHeri und Walker geben von Salvio*s 
Puttino noch eine Ausgabe an, welche ebenfalls zu Neapel und 
in demselben Jahre (1634), aber bei La%aro Scorriggio erschie- 
nen seyn soll. Das vierte Buch dazu erschien unter folgendem Titel: 

• • . Trattalo delV Inventione et Arte liberale del €Hoco di 
ScaccM del Dottor Salvio Napolitano, Librd Quarto, Seconda 
impressione. (Ein Wappen.) In NapoU^ Nella Stampa di Gio. 
Domenico Montanaro. 1634. yyCon licenza d^ Superiori.^ 
In 4. 8 Bl. und 64 Seiten. Dieses, das vierte Buch des Put" 
tino bildende Werk ist dem Mario di Bologna gewidmet* In 
beiden Werken werden viele berühmte Schachspieler und Schach- 
Schriftsteller namhaft gemacht. 

... 1/ Oiuoco degli Scacchi del Dottor Alessandro Salüio 
diviso in IV Libriy Ed in questa rintampa aecresduto di alcuni 
giuochi dello »tesso Autor Cy non ancora dati alla luce. Colf 
aggiunta in fine di un modo facilCy per itUendere il giuoco 
degli ScaccM , Composto Da un Incognito per i Nopi%j del 
Oiuoco; e colf aggiunta Fatta da un altro Incognito per ac- 
commodare fesercito Scacchesco. In Napoliy Nella Stamperia 
di Feiice Mosca. M.DCCXXnL Con Licenza de* SuperiorL 
A Speee di Bemardino Qeseari. In 4. 4 BL und 160 Seiten« 

Diese Ausgabe ist eine Verschmelzung des Puttino und des 



SOS 



n'aUato za eiMm Gesamrotwerke, and enthält demnach g^enau 
dasselbe , was beide genannten Werke enthalten. Die Abweichun- 
gen bestehen , nebfll dem Titel , in Folgendem. Das Buch ist von 
A» Oessari, auf dessen Spesen es gedruckt wurde ^ dem Dottor 
D. Nicola de Majella zugeeignet. Auf diese Zueignung folgt die 
Vorrede der früheren Ausgabe : A gli nobilissimi Letlori. Der 
TraUato beginnt auf der iv^*^ Seite, und hat die Ueberschrift : 
Sbarratto del Oiuoco degU Scacchl Libro guarto. — Auf der 
Seite 145 beginnen die beiden Aggiunte^ welche den früheren 
Aufleben fehlen $ die erstere hat den Titel: yyModo facile per in^ 
iendere il Vage, e Dilettevole Oiuoco degli Scacchi ComposCo 
dm un Incognito per gli Nevia^ del Oiuoco,'' und besteht aus 
einem Vorworte: „ii/ Letloref' und aus den ^^Osservasioni piü 
necessarte Per giocare a Scacchi. Dieser IncognUo ist Marco 
Aurelio Seeerino. Die zweite ilj^j^^nto, welche mit der Seite 153 
beginnt, hat die Ueberschrift: Aggiunta facta da un' alCro h^^ 
üognieo Per mccommodare VEsercito Scacchesco. 

Saldo hat, besondef's im ersten Buche, das Werk des Ja- 
cf^us de Cessolis benützt. Die Wiener Hofbibliothek ist im Be- 
«itz aller vier Werke* 

... La Scaccaide; Tragedia. Napoli, per Lazaro Scor» 
Hgio. 1612. In 8. CClodius. S.129.) 

... The Works of Damiano, Buy Lopez, and SaMo on 
Chefs. London^ 1818. In 8. — Salvio^s Abhandlung ist auf den 
Seiten 188 ^ 845 enthalten. S. Sarratt, J. H. 

• •• Dessen Endspiele. S. Chiyot. Reerealions phys. et 
mathem. Paris, 1769 — 70. T.II. S. 281 — 242, und Paris, 
1769—86. T.III. S. 94— 105; ferner Lacombe. Diel, encyclop. 
Paris, 1792. In 4. S. 878 — 875. — (Vergl. noch die Berliner 
Sehachzeitung vom Jahre 1846. S. 105—111. 

Santo ^ Vito ^ Carl von. 
(Herausgeber der sechsten und siebenten Ausgabe der Anwei- 
sang von Allgaier.') S. Allgaier. Joh. 

Herr von Santo^Vüo war einst ein ausgezeichneter Schach^ 



804 



Spieler, wie man es von einem Schüler Allgaier*» wohl erwarten 
durfte. In der Gegenwart hat er sich jedoch von der Ausübung 
des Spifdes grölstentheils zurückgezogen^ weil ernstere Berufsge- 
schafle sowohl seine Zeit als seine Kräfte bedeutend in Ansprudi 
nehmen, 

Sarasiriy Jean-Franfois. 
S. Sarrasin. 

(Sardenheim.^ 
... Das Schachspiel^ ein Bild des menschli- 
chen Lebens in 80 philosophischen Skizzen. Des- 
sau, 1784. In 8. 11 Seiten. CWalker, S. 288. — Oettinger. 
Nr. 201.) 

SarrasiUy Jean Franfois. 

• • . Lei Oeuvres de Monteur Sarrasin, (Das Zeichen des 
Druckes, (ii Paris f che% Augustin Courbe etc. M.DC.LVL 
In 4. 600 Seiten. Mit dem Bildnisse des Verfassers. Auf den Seiten 
259 — 277 findet man eine kleine Abhandlung mit derUeberschrift: 
^yOpinions du nom et dujeu des Eschets A Monsieur Amaud 
Mestre de camp , General des Carabins de France.^' Femer 
in folgenden Ausgaben : 

... A Paris ^ che% Nicolas Le Gras^ M.DCLXXXin. 
8. S. T. L Seite 892 bis ans Ende. Diese Ausgabe ist der 
3f'''' Scudery gewidmet. Beide finden sich in der Wiener Hof- 
bibliothek. 

... A Paris y 1694. In 12. S. Tomel. S.237. 

... A Amsterdam. 1694. In 12. TomeL S.S92. 

... Publ. par Menage y avec le Discours preliminaire par 
Paul Pellisson. AParis^ 1764. In 12. Torael. S.237. (^Beyer. 
S. 89. — Clodius. S. 129. — Biogr. univ. XL. S. 435. — 
Mafsmann. 111^.) Der erwähnte Aufsatz soll zuerst im J. 1 685 
sammt dem Bilde des Verfassers in 12. erschienen seyn. 

Ueber diesen Mann und sein Werk siehe den Palamede. T.L 
(1886.) &236. 



805 



Sarratty J. H. 

... A TreaHse an ehe Game of Chefs) containing a regu^ 
lar S freiem ofAUack and Defense: diso numerous Rules and 
ExampleSf teaching ehe mose approved Method of piaging 
Pawns ae ehe End ofa Game. To which is addedy a Seleeeion 
of erUieal and remarkable Steuaeions won or drawn bg scien^ 
Ofie Hoves. Bg J. H. Sarraee, Professor of Chefs. In ewo 
Volumes. London ^ prineed for William Miller , 1808. gr. 8. 
VoLI. XXXI und 271 , IL 849 Seiten. iCalal. Bibl. Reg. Lond. 
V. 120. — Waee. 1808. — Lowndes. l\. 1618. — Böhnes 
Caeal. S.580, Nr. 7018.) 

... Londofhy 1809. In 8. 2 Vols. (^Waie. 838.^.) 
... A new Edilion , toith additional Noees aihd Remarks 
ög W.Lewis. London. Longman and Co. 1822. 8. 851 Seiten. 
... Ebendaselbst. 1828. In 8. 2 Vols. 
... A new Treatise on ehe Game of Chefs , upon a plan 
of progressive improvem^U hilherlo unaieempeed. Londotiy 
1821. In 8. 2 Vols. VoLI. 218. II. 895 Seiten. 

• The Works of Damiano ^ Bug - Lopez ^ and Salvio 
on Chefs; eranslaled and arrangedy bg J. H. Sarraee; wilhRe-^ 
markSy Observaeions and copious Noees on ehe Games; conlaining 
also several original games and sieuaeions^ bg ehe Edilor; eo 
which are added y The Elements of ehe Are of Plagingy wiehout 
seeing ehe Board. London y Booseg. 1813. In 8. 882 Seiten. 
(Wate. II. 883. e.— Walker. S.284. — Lowndes. IV. 1618.) 

... The Works of Gianutio and Guslaeus SelenuSy on 
ehe Game of ChefSy eranslaled and arranged bg J. H. Sarrate. 
London^ J. Ebers. 1817. In 8. 2 Vols. VoLL 238. II. 240 Seiten. 
iWaee. L Sp. 412. f ~ Bohns Caeal. S. 578. Nr. 6999.) 

Seit dem Anfange dieses Jahrhunderts bis auf die neueste Zeit 
hat die englische Schachliteratur bedeutend zugenommen , so dab 
sie jetzt ohne Zweifel die vorzuglichste und umfassendste ist. Sie 
besitzt nämlich nicht allein Uebersetzungen von den meisten frem- 
den Autoren, sondern auch viele und sehr vorzügliche selbststan- 

20 



306 



dige Werk« , unter denen die Arbeilen von Sarratl , Cochrane, 
Walker y und vor allen jente von W. Lewis zu nennen sind. 

Sarratl y der Herausgeber und Verfasser der vorangeschick- 
ten ausgezeicbnetBn Werk«, galt zu seiner Zeil für den geistreich- 
sten und stärksten Spieler Englands; aber, wer ihn^ wie sein 
Freund Lewis in der Vorrede zur Ueberselzung des Carrera, 
1822 sehr richlig sagt, blofs nach seinen Werken beunheilt, 
wird sich keine so hohe Idee von seiner Geschicklichkeit bilden ; 
denn Sarratl war leider zu wenig auf seinen Ruf bedacht , um 
stets diejenige Auffl)erksamkeil seinen Arbeiten zu widmen, welche 
der Leser ein Recht zu «rwarten hat. 

Im Jahre 1813 veröffentlichte Mr. Sarrate den oben erwähn- 
ten Band inOctavo mit der Aufschrift: „ The Works i^f Damiano, 
Buy Lopez and Salvio,^' Von Damiano ubersetzte er die Spiele 
»Hein, welche vergleichungsweise minder verdienstvoll sind , und 
läfst das Ganze seiner Aufgaben aus! — Auf ähnliche Weise 
schlieist Mr. SarratCs Buch auch wieder nur einen Theil von 
JLuy Lopez und Salvio ein, — Diese Erscheinung muiste allenthalben 
für das Schachspiel «ine höchst unglückliche genannt werden, weil 
sie nicht nur iSiarra^^'jf Schriftstellerruhm verdunkelte, sondern auch 
das Ansehen der drei genannten Autoren, welche ^ in solcher 
Weise der Oeffentlichkeit schenkte , tief herabsetzte. Der Titel 
von Sarralt's Buche war offenbar durch die Vereinigung von 
Dreien unserer ersten Schach - Klassiker aufgeputzt worden ; allein 
die Freunde des Schachspiels, welche weder Mittel noch Wege 
besitzen , um zu den Urschriften zu gelangen , werden nur ein 
sehr gleichguKiges Urtheil über diese Schriftsteller schöpfen kön- 
nen ; so dürftig und so unvollkommen sind die dargebotenen Pro- 
ben ihrer Geschicklichkeit. Wenn wir übrigens den Platz, wel- 
chen Sarratfs Buch bereits eingenommen hat^ in Betracht ziehen, 
so scheint es , dafs die neueren Schriftsteller es nicht der Mühe 
Werth gehalten haben, die Welt mit vnrkhchen und vollständigen 
üebersetzungen derselben zu begaben. Wir wollen jedoch hoffen, 
dafs dieser grofse Wunsch von brittischen Schachspiel -Freunden 
noch werde erfüllet werden. 



807 



Dennoch sind seine beiden Lehrbücher und seine Uebersetzun- 
gen höchst schätzenswerthe Arbeiten. 

Von seinen Lehrbuchern ist das erstere lehrreich und gut ge- 
«Mrdnet; die Spiele, 78 an der Zahl, finden sich aber meist schon 
in Loili, SaMo und anderen älteren Autoren. Sein New-TreatUe 
enthält, auCser manchen gut durchgeführten Spielarten , die erste 
systematische Bearbeitung des Gambit Muzio. (v. Bilguer, und 
Chef$' Player »'Chronicle. VoL V. S.358.) 

... Le Savane de Societe^ ou Tratte de tou» lesjeux in- 
nocentsde »ociete etc. Paris, an IX. (1801). In 12. (Biblioth* 
Bulthemiatia. VoL II. S. 227.) 

Saverien^ M. 
• . • Histoire des Progres de t Esprit humain dans les 
Sciences exactes et dans les Arts qui en dependent. Avec un 
Abrege de la vie des Autheurs les plus celebres dans ces 
Sciences. A Paris, chezLacombe. 1766. gr.8. DieSeiten;8 — 10 
handeln von der Geschichte des Schachspiels. 

Saul^ Arthur. 

• • . The famous Game ofChefse^laye^ truely discovered, 
and all doubts resolvd^ so that by reading this small booke 
thou shalt profit more than by the playing a thousand mates. 
London /Roger Jackson. 1614. In 8. SO^tter. 

... The famous Game of Cheße-^Play, being a prineely 
Exercise, wherein the Learner may profit more by reading 
ofthis small Booke, than by playing ofa thousand mates. 
New augmented of many material thingSy formerly wanting^ 
and beautified with a three-fold method, vi%y ofthe Che/smen, 
of the Che/se-playy and ofthe Chefse-^laws. Printed atLon^ 
don, for John Jacksony dwelling without Temple Barre. 1640. 
In 8. 108 Seiten. 

... London. 1672. In 8. 108 Seiten. 

20* 



808 

A. Saui ist der Verfasser, und Ja. Barbier der Herausgeber 
dieses seltenen Büchleins. (Ciodhu. S. 180. — Twi/s. IL SL 76 
— 78. — Catal. BibL BodL IL S. 189. V. 124. — Loumdes. 
Nr. 1618. — Madden, Arcbaeologia. XXIV. S.228. CalaL 
Biblioih. A. Land. V. S. 124. — Watt. L 70. r. und IL Sp. 
888. Walk^. S.284.-*- Hjfde. l 184.— Bahn. S.578. 
Nr. 69M.) 

Saumaise^ Claude de. 
S. SaimasiuM, Claudius. 

Sawe^ Dr. Wilhelm. 
...Das VierschachspieL Nebst einer Abbil- 
dung. Halle, bei Eduard Anton. 1841. Inl2. 2BL und 
104 Seiten. iOettinger. Nr. 207.) 

Scacchia. 

... Seaeehia deyieta; ar^ a System of Charaeters for 
Che/s; by an Amateur. London, Masters. l82fK roy. 8. P.l 
9 Seiten. (Walker. S. 284. — Oettinger. Nr. 209.) 

... Schaecbiae ludus: Chefs-^Play; a gameboth pieasant, 
uHttie and Politik. 8.1. 1597. In 4. und London. 1809, 1810 
und 1815. In 8. (VergL Domino^ und Ludm.) 

Schach - Almanach. 
... Schachnovellen. Schachaufgaben. Corre- 
•pondenzspiele. Hiscellen. Erster Jahrgang. Leip- 
xig, Verlagsbuchhandlung von J. J. Weber. 1846. 
In 8. XVI und 206 Seiten. TUbX Andersen^ s Bildnisse und vielen in 
das Buch hineingedruckten Schachtafeln. Eine angenehme und 
daher willkonunene Gabe. Der Verfasser ist uns unbekannt 

Schach - Grammatik. 
Aus dem Englischen. Leipzig. 1821. bi 8. S. 
Kenny^ W. F. 



M9 



Schach^ oder Köntgsspiel^ 
80 eingerichtet, dafs es theils eine Person, theiU 
ein Paar Personen, ohne Lehrmeister spielen 
kann. (Ohne Angabe des Druckortes und Jahres.) In 8. Mqfinarm, 
S. 18833. — OetUnger. Nr. 211.) 

Schachpartien. 
... Zwölf Schachpartien des grofsen Kampfes 
vm Europa^s Freiheit, Friede und Gluck. Auf dem 
Schachbrett dargestellt von B. v. L. Mit Kapfern. 
Wien, bei Carl Gerold. 1815. In 8. 74 Seiten. S. lä. 
(B. van). 

Schach9pieL 

... Das Schachspiel, und andere Spiele. Leip- 
zig, 1718. In 8. Das Werkchen enthält i7oi^'« Spiele. (C?a-> 
diiu. S. 132. — Mafsmann. S. 190.) Vergl. Boyle. 

... Das Schachspiel. Ein Heldengedicht Ber* 
lin, 1754. In 4. — S. Rammler^ K. W. 

... Das dreyseitige Schachspiel Regensburg 
und Wien, 1765. In 8. — S.MarinelUy Filippo. 

... Das Schachspiel. Ein Bild des menschli- 
chen Lebens, in dreifsig philosophischen Skiz- 
zen. Dessau (Barth in Leipzig), 1784. In8. S. (Sar- 
denheimJ) 

... Das Schachspiel, historisch erläutert, mit 
einer kurzen Anleitung versehen, nebst Figuren 
von Zinn. Halle (bei Renger in Commission), 1812. 
In 8. — S. iBuMe, Chrise. A. A.) 

... Das neu entdeckte Schachspiel, u. s. w. 
Zweite Ausgabe. Linz und Leipzig, bei Schmidt 
1818. In 18. Bd.L 80, Bd.H. 122 Seilen. — (^Walker. S.284.) 

... Das Schachspiel, und der Krieg. S.NeueJa- 
gendzeitung von J. L. Dol%. 1820. S. 97 etc. 



810 



... Schachspiel im Taschenformat Mit in Ku- 
pfer gestochenen und illuminirten Figuren. Wien, 
1822. In 24. — (Mqfsmann. S. 1883^.— Oetthiger. Nr. 212.) 

... Das Schachspiel in seiner eigenthüml ichen 
und höheren Bedeutung; ein Fragment (Aus den 
Propyläen zu einer Imperatorik.) Nürnberg, Renner und 
Schuster. 1837. In 4. 96 Seiten. — OeUinger. Nr. 2 18. — 
Walker. S.268. Dieser nennt das Jahr 1886.) Das Werlichen 
ist wahrscheinlich auch von Flammhorst. 

... Das Schachspiel vom psychologischen 
Standpunkte betrachtet Aus dem Englischen (des üfcm^/k/y 
Magazine). S. Magazin für die Literatur des Auslandes. Berlin, 
1838. Nr. 129. 

... Das Schach- und Tokategli - Spiel nach 
den geprüftesten Regeln und allgemein geltenden 
Gesetzen zum Selbst-Unterricht, u. s. w. Berlin, 
Heyn, 1810. In 8. — S. Aben^tein^ G. W. van. 

... lieber das Schachspiel, und dessen Erler- 
nung aus Büchern. S. Analekten für Politik^ Phi- 
losophie und Literatur. Leipzig, 1787. In 8. 

... lieber das Schachspiel. S. Morgenblatt 
für gebildete Stände. 1813. Nr.96, — und Zeitung 
für die elegante Welt 1821. Nr.38. 

S. auch: Shahiludium. 

Schachspieler. 

... Der mechanische Schachspieler des Herrn 
von Kempelm. S. Halle^ J. S., Magie. Dritter TheiL 
Berlin, 1785.) S. 164-^169. 

... lieber den Schachspieler des Herrn von 
Sempelen. Nebst einer Abbildung und Beschreibung 
seiner Sprachmaschine. Leipzig, Müller (Joa- 
chim). 1784 und 1789. Mit 7 Kupfertafehi. Ingr.8. — (S. 
auch Räcknitz y J. Fr, Ph. Freih. von.) 

... Der kleine Schachspieler, odeir selbsthe- 



an 

lehrender Unterricht im Schachspiele. Mit einem 
Holzschnitte« Elberfeld, 1811. In8 (^Oettinger. Nr. 119, — 
und Walker. S.285.) 

Schachpiel" Geheimnisse^ 
Neaentdeckte etc. Strafsburg, 1802. Inl6. Zwei 

Theile. — Zweite Ausgabe. Linz, 1818. In 16. Zwei Theile. 

S. Stratagiemes y les.y des Echecs. Paris ^ 1802, In 16. 2Vols. 
...Sch achspie Ige hei mnisse des Arabers «S^aiTima. 

Berlin, 1840. In 8. S. Stamma^ Philipp. 

Schachtzabel- Spiel. 

... Oppenheim, s.^« la 4. S. Mennel^ Jacob. (In 
d^ ersten Abtheilung.) 

Schachzeitung. 

...Deutsche Schachzei tun g^ redigirt von Herr- 
mann Hirscbbach. Leipzig, Verlag von Gustav 
Brauns. 1846. lo gr.8. 

Im Jänner dieses Jahres erschien das erste Heft des ersten 
Jahrgangs von 29 Seiten, und es ward versproche/i, daCs monat- 
lich eines erscheinen werde. Diese Zeitschrift sollte übrigens das 
reichhaltigste Archiv alles Neuen im Fache des Schachspiels zu 
seyn streben, und ursprüngliche Aufsätze, Partien, Aufgaben 
enthalten, und auch das Ausländische zur Kenntnifs bringen. 

... Schachzeitung, in monatlichen Heften her- 
ausgegeben von der Berliner Sohachgesellschaft, 
redig irt von L.Bledow. Nr. 1. Juli. Berlin bei Veit und 
Comp. 1846. London beiWilliamsetNorgate. Ingr. 8. 

Das Halbjahr (1846) ist geschlossen, und vom zweiten Jahr- 
gange (1847) bestehen bereits die Monathefte Jänner bis April. 

Diese vortreiHiche Zeitung , welche nebst Spielen auch viel 
Geschichtliches und Literarisches gibt, hatte schon nach dem 
^ zweiten Monate den Verlust ihres ausgezeichneten Herausgebers 
zu beklagen. Indefs schreitet sie rüstig fort, und wir können ihr 
nur ein ferneres Gedeihen wünschen. 



312 



Schiereck f J. F. 
(Uebersetzer des New TreaHse an Che/s von Walker.') 
S. Walker, G. 

Schinnern , Clemens Rudolph Ritter von. 

• Ein Dutzend mathematischer Betrachtun- 
gen von .... Wien, bei Geistinger 1826. gr.8. — Auf 
den Seiten 16 bis 29 findet man Formeln für den geometrisch- 
arithmetischen Rösselsprung. 

(^Schlesinger^ WJ) 

... Beiträge zum Unterricht im Schachspiel 
von W. S. Prefsburg, gedruckt bei 6. A. Belnay. 
1804. In gr.8. S. Seamma, Ph. 

Schmidt y Karl Friedrich. 

... Hundert und zwanzig Schachräthsel in Ta- 
bellenform verfafst und allen Schachspielfreun- 
den gewidmet, etc. Breslau, Eduard Philipp. 1829. 
In 8. 36 Seiten. 

... Breslau, W. 6. Korn. 1830. In 8. 5 Bogen. (Bibliogr. 
von Deutschland. 1830. Nr. 2159. — Maßmann. S. 1883^. — 
Walker. S. 285.) 

Schubert, F. T. 
... Geschichte des Schachspiels. S. Morgen- 
blatt für gebildete Stände. Jahr 1825. (T); ferner: 
Osservatore Veneto und Oa%%etta di Milano vom 9« Februar 
1826« Dieser Aufsatz hat das Lob hoher Vortrefilichkeit erhalten. 

Selection. 

... A Selection of curious and enterlaMng Games at 
Chqfs... by J. C. London ^ 1817. In 12. S. Cazenove^ J. 

...A Selection offifty Games fr om thoee played by the Auto- 
matonChe/s^Player in London. 1820. In 12. S*Hunnemann, W. 



818 



Selenusy Gustavus. 
S. August der Jüngere^ Herzog von Braunschweig - Lü- 
neburg. 

Selenus Contractus. 

... Qvutavi Seleni kurzer Unterricht von dem 
Schachspiel, nach gründlich er Wissenschaft recht 
und wohl zu spielen; aus den üblichen Spielge- 
setzen hervorgesuche t und ausführlich beschrie- 
ben. Ulm, 1722. In 1 2. 96 Seiten. {Georgj. IV. S. 89. — Hock. 
S. 1 74. — Maga». encgclap. 1 81 7. V. S. 228. — Clodius. S. 149.) 

Senfft von Pilsach ^ C. 

... Das Belagerungsschach, mit einer Anwei- 
sung zum Schach unter drei und vier Spielern 
etc. Mit einem Schachbrettplan. Hamburg, Joh. 
Gottlieb Herold. 1820. In gr. 8. 20 Seiten. ^Walker. 
S.285. — Heinsius. IV. 784.) 

... Der Festungskriegy ein amüsantes Schach- 
spiel, als Gegenstück zum Belagerungsschach 
und dem strategischen Spiele. Mit einer Eupfer- 
tafel. Berlin, Maurer. 1820. In8. (fieinHus. VLS.784.) 

Senftlebiusy Andreas. 

. . • Andrae Senftlebn ICti Vratislan. de Alea Veterum 
Opuscuium posthumum. lApsiae^ Apud Philippum Fuhrmann. 
Anno M.DaLXVU. In kl. 8. 8 BL und 246 Seiten, nebst 20 Bl. 
Ibidices. Das XIV. Kapitel handelt Seite 190 — 207 : De Ludo 
Scacchorum. Scacus unde dicatur varia opinio Autorum. UCrum 
idem sit cum ludo latrunculorum. Persis non ignotus. Sed 
Oermanis; eliam antiquis familiarU. SchachzabeL JuHi. 
Ascani Tucdi DescripUo huiu» ludL — In der Wiener Hofbi- 
bliothek zu finden. 

Sensvit. 

... Sensvit ieux \ Partis des eschez: Composez noti- 
ua//e- I ment Pour recreer tous nobles cueurs et \ 



314 



paur euiCer oysiuete a ceula> fui ant \ fyoulete: destir et 
affe,ction de le sca \ uoir et apprendre et est appelle 
I ce Liure le ieu des princes \ et d amoisell es iVoti-| 
uellement im- \ prime a \ Paris. | (Eine Schacbtafel.) ([ On 
les vend en larue neufue nostre dame a lenseigne sainct 
Jehan baptiste pressdicteOe \ neuiefue desqrdens. — 
(Ohne Angabe des Jahres.) In kl. 4. 12 Blätter, Schachtaf^In ml 
rother und schwarzer Bezeichnung. Die im Titel durchschosse- 
nen Worte sind rolh gedruckt. Die letzte Seite hat einen Holz- 
schnitt mit dem Zeichen des Druckers und dessen Namen: Denis 
Janot. " 

Diese grofse bibliographische Seltenheit soll im Jahre 1530 
gedruckt worden seyn. Mafsmann gibt S. 176% seines Werkes 
das Jahr 1570 an, welcher Angabe jedoch Niemand, der alte 
Drucke kennt, und diesen gesehen hat, beipflichten kann. Das 
Werkchen enthält 21 Endspiele. 

Die Vermuthung des geistreichen Fortsetzers und Herausge- 
bers des o. Bilguerschsn Handbuches, dafs das Werkchen ein 
Auszug aus der in Paris befindlichen Handschrift: Nicholas de 
Saint - Nickolai sey , dürfte vorzuglich darin seinen Grund 
finden, dafs die in dem Bilguer^schenVfetke unter diesem Namen 
vorkommenden Bndspiele mit jenen dieses Buchleins dbereinstim- 
men. (Siehe die Pariser Handschriß des Nicholas de Saint "Ni" 
cholai in der ersten Abtheilung dieser Blätter.) 

SeverinOy Marco Aurelio^ da Tarsia su'Crathu 

...La Filosofia y omero il perche degli Seacchiy per cui 
chiaramente si moatra prima l'artiflcio della fabrica universale^ 
poscia la ragione particolare delf ordinanza e degli anda^ 
menti tutti degli Scacchi. In Napoli, a spese d' Antonio Bulifon. 
1690. In 4. 120 Seiten. (Lo/ft', S.7.— CataLLond. V. S. 169. 
— Twiß. I. S. 80. — Mafsmann. S. 17112. — Gawba.^r. 1760, 
con ritratto. — Walher, S. 285.) Das Werk enthält auch die 
Rythmomachie. Severino war ein neapoUtanischer Arzt und 
Philosoph. 



315 



... Del CHuoeo degU Seaechiy delt arUica Pettia^ overo 
ehe Pdkmede non i stato tlnventore degli Scacehi^ traitato 
di Jf. Aurelio SeveHno; nel qual ei da piena contezza non 
9Ot0 de ecaechi tna di piü giuochi degli antichi, non tnen dileC- 
tevoli che neeessarü all' inielligenza di molti hioghi di Greci 
ei LaUrU ecrUiori. In Napoli, a epeee d'ÄtUonio Bulifon. 
1690. In 4. 82 Seiten. 

Dieses Weric soll schon im Jahre 1650 zu Neapel erschienen 
seyn. (Clodiue. S. 135. — Lolli. S. 7. — Twifs. I. 80. — 
Catal. Lotul. V. S.169. — Mqßmann. 8.171^2. _ Gionuile 
de' Leteerati di Parma. 1690. S. 228.) 

. • . Modo facile per intendere il vago e dilettevole Oiuoco 
degU Scaechi^ composto da un Incognito per Ii Nooi%%i dei 
Oiuoco. Venezia^ presso Valent. MartaU. 1674. In 8. 

... (Titel wie hier, mit dem Beisätze:) per un Anonkno 
Vmeziano. Venezia^ per Domenico Lovisa^ 1817. In 8. 

. . . (Siehe auch den Anhang zu SaMo'e Ausgabe vom 
Jahre 1723.)— CClodiue. S.135.— Walker. S.285 und 279. 
— Maßmann. 171i2.) 

Set/mour. 

... Seymour's eompteteOamesteTy eoniaining instrucHone 
fin* piaging Chef» and other Games. London, 1734. In 4. 
. . . London^ 1765. In 4. (Wiüker. S. 285.) Vergl. CoHon, C 

Shahiludium 

Traditum in fribus ScripH» Hebraicis^ quae mnt Rabbi Abra^ 
ham Abben^Ezrae elegans Poema rgChmicum: R. Bonse^ 
nior Abben - Jacchiae facunda oratio prosaica : Liber Deliciae 
RegumProsdy tglo puriore, per Innominatum, Omnia ex char^ 
tis M»8. jam primus deprompsit et latine vertit Thomas Hgde, 
Protobibliothecarius Bodlejanus. 71 Seiten. S. Hgde, Thomas^ 
Mandragoria». Oxonü MDCXCIV. In 8. Libri P. Pars 2''^ 
quae est Hebraica. — Femer Aben^Eera, Aben-Jachia, und 
K Jedahiah. 



316 



Silberschmidt y Hirsch. 
Die neu entdeckten Geheimnisse im Gebiete 
des Schachspiels, oder Verbesserungen mehre- 
rer Spiele des G. Selenusy PhHidotj Stamma^ Cola- 
broisen etc., nebst einer leichten, theoretisch-prak- 
tischen Anweisung zum Schach- und neuen yer- 
besserten Kriegsspiele. Braunschweig, G. C. E. 
Meyer. 1826. Ingr. 8. 192 Seiten, mit einer KupfertafeL — 
(Mafsmann. S. 188^^. _ Eoch. E. 18. — Recens. in der H. 
allg. Lit. Zeit. 1828. Nr. 44.) 

... Das Gambit, oder Angriff und Vertheidi- 
gung gegen Gambitzüge. Nebst einer systemati- 
schen Anleitung zum gewöhnlichen Schachspiele. 
Mit einem Anhange äber die Geschichte des 
Schachs. Mit Kupfern, Braunschweig, Voglen 
1829. In 8. 222 Seiten. (Bibliogr. v. DeutschL 1829. Nr. 1274. 
— Walker. S.286.) 

... Lehrbuch des Schachspiels mit besonderer 
Berücksichtigung des Gambitspiels, nebst einer 
systematischen Anleitung zum kleineren Kriegs- 
und sinesischen Schachspiel von H. Süberschmidt. 
Mit einem Anhange: Die Geschichte des Schach- 
spiels. Zweite gänzlich umgearbeitete Auflage. 
WolfenbätteL 1845. Verlag der Holle'schen Buch-, 
Kunst- und Musikalien-Handlung. In gr. 8. IV und 
802 Seiten , und 2 lithogr. Tafeln. 

Silberschmidt' 9 Schriften gehören jedenfalls, besonders die 
letztere Ausgabe^ zu den vorzüglichen in der deutschen Schach- 
Literatur. 

Silvestre^ M. 
. . * Nouveau Traite des Jeuxy eontenarU les principauw 
ieux de sodete^ corriges et augmentes d'apres les dedsians 
des meüleurs joueurs, qui ont prevu tatis les cos et fixe des 



817 



peines paur ehague espece de fautes. Par Silvestre. A Pari9, 
ehe% Baucguiny Lnpr. de LoUin de SC-Oermain. 1884. In 18« 
CBibl. de ia France. 1884. Nr. 5696.) 

Singer^ Samuel Weller. 
... Besearches into ihe Riitorg of Card»; with Illusera^ 
äoneof ehe Origin ofPHnting andEngraving on Wood. By... 
London y printed by T. Bensley and Son for Robert Triphook. 
1816. In 4. Das Buch enlhält nebst andern: Chefs introdueed 
by ehe Arabiens. 7. — Called by ehe Arabs Ssedrenge, or 
hundred eares. 7. — Obtained by ehe Persian from India. 9. 
— Meneioned in ehe old romanees of ehe Round Table. 9. — 
Compari9on beeween Chefs and eariy Cards. 16. — Aeeotme 
ofehe Indian Game of Chefs, by Mr. Christie. 16. — The 
playing at Chefs j meneioned by Chaucer. 19. — The Persian 
Game, tthat ie eonsises of. 46. — Chefsmen^ eertn borrowed 
firom ehe Easeem word Pherz. 48. 

SitoniSy Camillo de. 
(Itah'enischer Uebersetzer des Vida.) S. Vida, M. H. 

SlouSf Perd. Louis. 
... The Game of Chefs inverse, London , Wallis. 1823. 
In 12. 12 Seiten. — CWalker. S. 286.) Dieses Gedicht findet 
man auch im Chefs ^ Play er^S'-Chronicle. VoI.V. S. 274 ab- 
gedruckt. 

Smith y Horatio. 
... FesUvalSy Games elc. London, Colbum. 1831. In 8. 
882. S. (Walker. S.286.) 

Sokeiker^ Damascenus. 
. . . Liber Arabiens de Excellenlia Shahiludii prae Ner^ 
diiudio. S.Hyde, Th. Maihdragorias. Owon. 1694. In 8. Lib.h 



SIS 

S. 182^ und Ejusd. SyfUapma Dissere. Oxon. 1767. In 4. VoLD. 
S. 10 und 156. In den Prolegamenis dieser beiden Ausgaben 
findet man einen Auszug aus obigem Werke mit beigefugter latei- 
nischer Uebersetzung. 

Solution. 

. . . Solution du Probleme du CavaHer au Jeu des Echec*. 
Mannheim y 1778. In 8. S. (fiolliniy Cdme-Alex.) 

Sottigliezze. 
... Le Soetigliexze degli SeaccM esposte in una RaecoUa 
di 160 Partiti »celti dai migliori Autori, con Tavole nelle 
quali e segnata la posizione de* pezzi per ciascun parUto. 
Milanoy per Paolo Emilio Oiusli. 1881. In 8. Zwei Abtheilun- 
gen. L 118. IL 83 Seiten. Die zweite Abtheilung hat den Schmutz- 
titel: yj Tavole relative alle SoUiglie%%e degli Scacchi eeposte 
in una Raccolta di 160 Partiti 9celti dai migliori Autori.^ 
Einen Abdruck besitzt die Wiener Hofbibliothek. 

Souteriusy Daniel. 
. . . Danielis Sovterii Flandro - Britanni Palamedes; siue 
de Tabula Lusoria^ Alea, et variis Lvdis y Libri tres. Quo^ 
rum L PMlologicus y IL Historicus, III. Ethicus^ eeu Mora^ 
Iis, Lugduni Batavorum, Ex oßcinä Isaaci Elzevirii^ Aca^ 
demiae Typographi. CID 10 CX XU. In 8. 16 BläUer und 248 
Seiten. — Dieses gelehrte Werk enthält Libro cap. IV. pag. IS. 
Ludus Latrunculorum. Tabula latruncularia. Calculi miUtes 
et hostes. Ji vitrei, gemmeiy et in duas partes diuisi discolores. 
Insidiae. Scacchia. Etgmologia ejus nominis varie inquisita. 
— Cap. V. pag. 17. Calculi Latinorum. Scalculi Italorum et 
Qallorum. Excalculari. Hispanorum Axedres siue Axadresj 
quasi exquadri. Scaiclus pro calclusy et Scalcius vel Scacius 
pro Scacius vel Scalculus. — Cap. VI. pag. 1 9. Latrones et 
Latrunculi unde dicti. — Cap. VII. pag. 21. Seaehiae ludus 
diuersus ab antiquorum LatrunculiSy quorundam sententia* 



819 



nXiviiov. Cap. VIIL fMtg. 22. Recepta opinio firmata novo 
Ubicine ostetisumque Latrunculos Scachiae ludum omrUno esse. 

— Cap.lX. pag.2i. Stachiae lususy idem qüi tecentioribus 
Oraecis Zarpi^tiov^ qui ludus imaginBtä belli habuU; SärpmiSeiv 
eum ludum ludere. — Cap. X. pag. 25. ünde orta Zatricii ap^ 
peUaHOy ex Sentenlia SalmasiL — Cap. XL pag. 27. Zatri" 
dum et Axedres. Persicum vocabulum (cum Scriverio^ non 
graecum (cum Salmasio). De Tabula Latruncularia sive ScaC" 
chiae Inventoribus PeM Teixcirae Hispani sententia laudata. 

— Libro IIP, cap. XL pag. 227. Heroum lusuSy vulgo Scaca^ 
rHis diclus. 

Das Werk ist ferner mit Joh. Meursii Qraecia ludibunda. 
Ibidem. 1625. In 8. zusammengedruckt, und auch in Jacobi 
GronovH Thesauro Antiquitatum Qraec. T. VIL zu finden. 

Souvenir. 

Souvenir of ehe Bristol Chefs Club; containing one 
(hufuired original Games of^ Chefs recently played eilher bet" 
ween ehe bese players in ehae socieey^ or by ehem ttieh oeher 
celebrated players ofehe Day. fVieh copious noees. Lofulon^ 
IL Easeings^ 18^ Lincolns Inn. 1845. B. C. Evans, Printer. 
In 8. IV und 143 Seiten. 

Die, zu den, in diesem Werke enthaltenen, schönen Partien ge- 
hörigen Anmerkungen sind sehr scharfsinnig, und es ist dasselbe 
daher den Liebhabern zu empfehlen. 

Sperliny M. de. 
... Le Jeu des älchelSj compose par ... Lausanne^ s. a. 
(1695.) In 8. 120 Seiten. (Twifs. I. S. 83. — Mafsmann. 
S. 17610, _ Walker. S.286, welcher 190 Seiten angibt.) 

Spiel. 

... Das Spiel das da heifset SchachzabeL 1477. 
Mit Holzschnitten. S. CessoliSy Jae. de (in der ersten Abtheilung 
dieses Buches. — Vergl. Beinekes neue Nachrichten von Küns^ 
lern. Thl.I. S.257. 



820 



... Allgemeines Spielbuch. Eine Aaswahl al- 
ler beliebten, in Deutschland bekannten, and 
mehrerer noch nirgends beschriebenen Karten-, 
Brett-, Gesellschaft- und Conversations- Spiele. 
Wien, Verlag der Carl Haa'schen Buchhandlung. 
1829. In 8. 

... Neuestes Spielbuch. Nebst gründlicher 
Anweisung zur leichten Erlernung des L'Hombre, 
Quadrille, Cinquille, Whist, Taroc, Königs-Schach 
und 23 anderen Spielen. Wien, 1799. In 8. (Maß- 
mann. S. 190.) Vergl. L'Hambre etc., und Müller^ J. D. 

Stammay Philippy 
gebürtig aus Aleppo in Syrien, gab im Jahre 1737 zu Paris 
100 kunstliche Endspiele heraus, von denen einige auiserst sinn- 
reich sind. Zuerst in diesem Werke finden sich die Züge durch 
Buchstaben und Zahlen angegeben , so dafs wir als Erfinder unse- 
rer kurzen, und in Deutschland und Frankreich jetzt allgemein 
gebräuchlichen Bezeichnungsart den Stamma anführen müssen* 
Eine zweite verbesserte und vermehrte Ausgabe besorgte Stamma 
zu London im Jahre 1745 in englischer Sprache. Im Paiamede. 
T.n. (1837) S. 108 finden wir eine Biographie dieses Hannes. 

Unter den zahlreichen Ausgaben der 100 Endspiele sind die 
von Preufsler, Berlin, 1818 und 1823, und eine andere 
Ausgabe ohne Namen des Herausgebers, Berlin, 1841, die 
besten. Vollständig ist aber nur die yon Lewis, London, 1819, 
besorgte neue Auflage der äufserst selten gewordenen Ausgabe 
vom Jahre 1745. (©. Bilguer.") 

. . . Essai sur le Jeu des Echees etc. A Paris y 1787. 
In 12. 146 Seiten. 

• . . Elssai sur le Jeu des Schees, au Von donne quelques 
Begles paar bienjouer, et r empörter tavantage par des Coups 
flns et subtils^ quo ton peut appeUer les secrets de ceJeu, 



821 



par Simar PMUppe Siammmy naHfdCAlep en Syrie. A laBaye, 
cke% Aniaine van Dole. M.DCC.XLL In 12. 160 Seiten. Die 
am Schlosse befindliche Approbaiion ist am 5. Juni 1737 von 
Moliere za Paris unterzeichnet Das Werk ist dem Lord Har« 
ringtan zugeeignet. Einen Abdruck besitzt die Wiener Hof* 
biUiothek. 

... A laBayey 1745. In 12. 120 Seiten. (74 Spiele.) 
..• Amuterdam et LeipaiCy chez Arksiee etMercus. 1752 
In 12. 

... A Hamboury^ chez Bouchenroeder ei RiUer. 1770. 
In kl. 8. 72 Seiten. Auf den letzten drei Seiten wird vom Rössel* 
Sprunge gehandelt. 

... Utrecht y J. V. Sehoonhaven. 1777. In 12. 163 Seiten. 
(100 Endspiele.) Die Bibiiotheea Bulthemiana. Vol. II. S. 228. 
Nr. 9970 gibt den Titel so an: ^NouvelleManiere dejauer aux 
Echecs Selon la methode de Sr Ph. Stamma. Utrecht. 1777.^ 
— Nach Twifs soll dieser Ausgabe ein französisches Gedicht von 
160 Versen vorangeschickt seyn , vielleicht jenes von Cerutti. — 
iEoch. Codex. S.42. — Catal. Lond. V. S.216. — Twiß. L 
&88. 88.— Clodius. S.137.— Maßmann. S.1752.— Wal^ 
her. S.286.) 

. • • Jeu des Echecs ou parties du Calabrois et deStammOy 
arranyee avec une notaUon fädle. Bourdeaux. 1838. In 12. 
S. AzevedOy M. 

... Le jeu des Echecs j selon la methode de Philippe 
Stamma. A Paris y chez Delarue, Impr, de Bloquel'-Castiaux 
m Mäüle. 1844. In 12. 5 Bögen mit 103 Schachtafehi. (ßibliogr. 
de la France. 1844. Nr. 8082.) 

The noble Game ofCheß, or a new and easy me* 
thodj to leam to play toell in a short time; toyether with a 
eurious Account of its Antiquity^ derivation ofits terms etc. 
By Philipp Stamma^ native of Aleppo , and Interpreter of Che 
Oriental Ijanyuayes to Bis Majesty the Einy of Oremt Britain. 
London^ J. Brindley. 1745. In 16. 2 Parts. L 74, II. 115 
Seiten. 

21 



822 



Diese zweite, von Stanma selbst besorgte Ausgabe ent- 
halt nun, aurser den Endspielen, noch 74, zamTheil sebr brauch- 
bare SpieleröiTnungen , worunter sich besonders seine Vertheidi- 
gung gegen das sogenannte Gambit Cunningham auszeichnet, 
(f?. Bilffuer.') 

... Stamma on Che Game of Chefs; containing numerous 
openings of Games y and one hundred critical Sttuatiofis^ 
kistrated on Coloured Diagrams. Ä new and improved Edi" 
tiony with notes and Remarks. Bg William Lewis^ Anthor of 
Oriental Chefs, (Vignette.) Seepnd Edition. London ^ printed 
for T. and Allman etc. 1819. In 8. Xn und 337 Seiten. 

...II Giuocatore solitario di Scacchi, o sia cento €Huoehi 
delt Ärabo Stamma illustrati da Costantino Wunsch y socio 
attivo delf ACeneo di Bergamo. Bergamo , dalla Stamperia 
Mazzoleni. MDCCCXXIV. In gr. 8. 67 Seiten. Einen Abdruck 
hesitzt die Wiener Hofbibb'othek. 

.... Beyträge zum Unterricht im Schachspiel 
von fr. iS. Einem Oesterreicher. Prefsburg, ge- 
drückt bey Georg Aloys Belnay. 1804. Ingr.8. 221 
Seiten mit Einern zweiten Titeh „Des Arabers Philipp 
Stamme Schachspiel-Geheimnisse. Das ist, dessen 
hundert Spielendungen, neu herausgegeben und 
mit Anmerkungen, Verbesserungen undZusatzen 
zum Unterricht für minder geübte Schachspieler 
versehen von W. S. (Schlesinger.) Einem Oester« 
reicher." 

Schachspiel-Geheimnisse, das ist: dessen 
hundert Spiel-Endungen. Neu herausgegeben und 
mit Anmerkungen, Verbesserungen undZusatzen 
2um Unterricht für minder geübt« Schachspieler 
versehien von W. einem Oesterreicher. Wien, 
b«y Binz. 1806. In 8. (Hock. S.274.) 

... Versuch über das Schachspiel, worinnen 
einige Regeln, um es gut zu spielen, und den 
Vortheil durch feine und schlaue Züge, welche 



328 



man die Geheimnisse des Spieles nennen kann, 
davon zu tragen, enthalten sind; durch einen ge> 
bornen Alepper aus Syrien. Elberfeld, bei Man- 
nes. 1812 und 1813. In 8. 76 Seiten. QOettinger. Nr. 251. — 
Walker. S.288. — Maßmann. 8. 175i«) 

... Schachspiel-Geheimnisse des Arabers PAi- 
1^ Stammoy wie sie der Meister gab. Erläutert 
von einem Schachfreunde, (v. Oppen.) Berlin, Ver- 
lag von Ferdinand Dämmler. 1840. In 8. 127 Seiten. 
(^Oettinger Nr. 214, und ß/eiloM?'« Schachzeitung v. 1. Juli 1846.) 
cVergl. Koeh^ J. F. W. — Preußler , J. P. C. — Uirschely 
Moses* — Kindermann ^ J. K. — Silherschmidl;^ Hirsch. — 
Die K u n s t , im Schachspiel ein Meister zu werden ; und Unter- 
richt etc.> 

... Tractat vom Gambitspiel. Strafsburg, 1754. 
In 8. (Maßmann. S. 184^.) 

• Auflösung der hundert Endspiele dessel- 
ben. S. Quyot. Recreat. phys. et mathem. Paris y 1769 — 70» 
T. n. S. 231—242 ; Par^, 1769—86. T.ffl. S. 94— 105, und 
Orelly C. V., Schachbüchlein. Aarau, 1840. In 8. 
Zweite Abtheilung. S. 240 — 285. 

... Dessen 100 Endspiele. S. Trost, und Un- 

terricht etc. 

... Ueber dessen hundertstes Endspiel. S.Meier, 
Dr.CarL Der Schachkampf in Paris. Zürch; 1844. 
In 8. Anhang. 

... Proeoen van het Schaakspel, etc. Amsterdam: Oe^ 
drukt by De Erven de Weduwe Jacobus van EgmorU. 1824. 
In 24. 140 Seiten. — (Walker. S.286.) 

Stanley.^ Mr. C. H. 

• Thirty^ofie Games at Cheß^ comprising the whole 
number of Games, played in a Match, between Mr. Eugene 
Rousseau, ofNew Orleans, and C. 17. Stofiley, Secretary of 
ehe New York Cheß Club. With notes, as originally reported 

21* 



824 



to ehe New Orleans „ Commereial T. mes, <^ London^ B. Eurst^ 
PuöHsher. (1846,) In 18. (S. Cheß^Player's'Ckronieie.Yoiyn. 
Auf dem Umschlage.) 

Staunton y Mr. 
...Chefs'-Player'g^Chtonicie. London. 1841—46. Ingr.8. 
S. Chefs "Player" 8 eie. 

Stein ^ Elias. 

(1789.) 

Gegen das Ende des vorigen und während des Anfangs die- 
ses Jahriiunderts war Elias Stein Lehrer des Schachspiels im 
Haag, und hatte dort eine solche Berühmtheit klangt, dafs^ wie 
uns sein Schüler^ v. Mauvillon^ in der Vorrede zu seiner An^ 
Weisung zur Erlernung des Schachspiels, S. VI 
— Vin berichtet , Niemand für einen guten Spieler galt, der nicht 
von Seein wenigstens eine Zeit lang unterrichtet worden war. 
Dennoch aber erscheinen uns sowohl Stein^ als besonders 0. Maip* 
villony wenn wir nach ihren Werken urtheilen, nur als mittel^ 
mäfsige Spieler. Steinas Werk ist zwar reich an allgemeinen und 
für den Anfanger belehrenden Anmerkungen, aber die Spiele, 
welchen diese Anmerkungen beigefugt sind, enthalten manche Ver- 
sehen , und meist fehlt es ihnen an aller Lebendigkeit und Energie. 
Uebrigens ist das Werk , bis auf die störende Einmischung einiger 
militärischen Betrachtungen, nach einem durchaus guten Plane 
gearbeitet. Es werden nämlich zuerst die SpieleröSnungen erläu- 
tert; darauf folgen die nöthigsten Beispiele, wie man das Matt in 
den regelmäfsigen Endstellungen m erzwingen hat. In der Sec- 
tion n, Seite 151, wird dann an vermiedenen Stellungen gezeigt, 
wie das Spiel in der Mitte der Partie weiter zu fuhren, und wie 
man überhaupt einen Angriffsplan entwerfen und verfolgen mufs. 
Den Schlufs der Abhandlung bilden endlich noch eilf Endstellun- 
gen und sieben künstliche Endspiele. Das Werk, welches im 
Jahre 1789 ä la Haye in französischer Sprache erschien, ist 
1834 ins Holländische übersetzt, und im Jahre 1841 zu Paris 



825 



ohne Angabe des Jahres mit verändertem Titel wieder aufgelegt 
worden, (tn BOgwr.) 

Siein s BMmb ist bei v. Mauvülan'g Anweisung etc. Essen, 
1S27 zu finden. 

... Nauoel Essai aur le Jeu des älehees avec desReflewions 
miliCaires relatives d es jeu, Par Elias Stein. A la Haye^ 
moiDepms defAuCeur. MDCCisXXXlX. In 8. Vin, X und 
354Sei(eit iKoch, Codex. CataLhond. V. S.221.) 

. • . Manuel de (Amateur du Jeu des älchecs, ou nouvel 
Essai sur ce Jeu, par Stein. Edition ä laquelle an a Joint 
m forme de Supplement , 1. üne notice fiistorique sur ee Jeu, 
par Jaiucourt; — 2. Vn probleme fameuxauec sa solutioApar 
Eulerl S. Une Instruction sur la marche et la aaleur re^ 
lative des pieces; — 4» ün Vocabulaire des termes usites au 
Jeu des Echecs, avec leur explication; — 5. Des Conseils 
par une Societe d' Amateurs; — 6. Un petit Poeme sur les 
Echecsj par M. Ceruti; — 7. Les Begles du Jeu des Eehecs, 
feiles queUes etaient obsercees au cafe de laRegence; — 8. Elt 
enfin^ une Liste des principaux Autheurs qtn ont ecrit sur ce 
ieu. Le tout revu, et public avec 84 planches. Par Milbons. 
Paris f chezDelaurCy libraire; Lille chezBtooquel" Castiaux. 
(1841.) hl kl. 8. XI und 156 Seiten, mit in das Werk hineinge- 
druckten Stellungen auf Schachtafein in Holzschnitten. Cerutts 
Poeme läuft von Seite 141 147; die Literatur von Seite 151 
— 152. Letztere ist denmach sehr dürftig bedacht. 

• • • Nieuwe handleiding tot het SchaakspeL Naar het 
Frensch door D. Broedelet^ Dz. Te purmerende, bij Brodelt 
en Bijkenberg. (^Amsterdam.) 1884. In 8. 198 Seiten. (IFa/- 
ker. S 286.) 

Stephanusy UenricuH. 
... Bithmomachia. 1514. S. Rythmomachia. 

Stratagemes. 
. . . Les Stratagemes des Echecsy ou Collection des coups 
d' Schees les plus brillans et les plus curieux tant dam lapartie 



826 



ardinaire, que dans les differentea parties eompogees; Hres 
des meilleurs autheursy et dont plusieurs n'onC poitU encore 
eCe pubHes; avec des planches, ou Fon trouee noteelaposition 
de chaque coup : par un amateur. Premiere partie^ ExecuHm 
de 9S pages. Seemde partie y planches^ 122 pages. Paris et 
Strasbourg y ehe% Amand König. An X. (1802.) In 16. 

Das ganze Werk enthält aus Stamma und noch anderen 
früheren Schachspielern entlehnte Spielendungen, und ist dem Ein- 
geweihten sowohl , als dem Laien gleich nützlich. Das Format 
ist bequem , und die Züge sind auf Schachtafeln bildhch darge- 
stellt. Im zweiten Bande findet man auch Cerutti's Poeme sur ies 
Echecs. — Twifs liefert hn zweiten Theile seiner Miseellaniesy 
S. 76-- -81, einen Auszug ans diesem Gedichte. Walker^ S.270, 
nennt als den Verfasser dieser Stragemes einen M. de Montigng. 
(Magas. enegcL Annee. VIII. T.I. S.287.) 

... Stratagems of Chefs or a Collection ofcritical md re- 
markable situations; selccted firom the works ofthe most emi" 
nent Masters. London y 1816. In 8. (^Lowndes sagt 8. 402 1 
This work has gone through several editions.) 

. . . (Derselbe Titel mit dem Zusätze :) iUustrated an plates, 
deseribing the ingenious moves, bg whieh the game is either 
wony drawn , or stale - mate obtained. Taken from the cele^ 
brated french work enCitied y^Stratagemes des Echees. ^ Care^ 
fullg revised and improved. To which is prefixedy an Intro^ 
duction to the game of Chefs. Third Edition. London: Printed 
for T. and J. Allman^ and Baldwiny Cradöck and Joy. 1817. 
(Printed by F.Müller.') Mit Titelkupfer. V und 150, ferner noch 
69 Seiten. Walker gibt summarisch 220 Seiten an. 
... (Förth Edition.) Ebendaselbst. 1819. In 8. 
... (Fifth Edition.) Ebendaselbst. 1826. In 8. 229 Seiten, 
und deren 3, Bücheranzeigen enthaltend. 

... Neu entdeckte Schachspiel-Geheimnisse, 
oder Sammlung der schönsten, meist noch unbe- 
kannten Züge beim Schachspiel. In einer Be- 
zeicbnungsart zum Selbstunterricht entworfen 



827 



von einem Liebhaber. Strafsburg, bei Amand 
König. 1802. In 16. 2 Bände. 

... Linz, 1814. In 8. 2 Bände. 

«.« Zweite verbesserte Auflage. Linz, 1818. Im 
Verlage der k.k. priviL akademischen Kunst-, Mu- 
sik- und Buchhandlung. In 16. 2 Thle. L 80 Seiten und 
eine Tafel; II. 122 Seiten und ein Blatt, mit vielen in das Werk 
hineingedmckten Schachtafeln in HoIzschnitteUb 

Der Plan des Werkes, wie aus dieser mir vorliegenden, 
deutschen Ausgabe hervorgeht; ist folgender: AuGser den gewöhn- 
lichen Spielendungen findet man darin noch andere schwerere, so 
wie die des bezeichneten Bauers, des gezwungenen Patts und 
qui'perd^gagne. Sie werden sämmtlich in sechs Abschnitte ein- 
getheilt, deren jedem eine kurze Anweisung über die Art der darin 
enthaltenen Zuge vorausgeschickt wird. 

Der erste Abschnitt enthält die Partien, worin die bei- 
den Gegner, mit einer beinahe gleichen Anzahl Steine, keinen 
andern Yortheil haben ^ als den der Stellung. Dieser erste Theil 
ist der bedeutendste und ausgedehnteste; &[ nimmt zwei Drit- 
theile der Sammlung ein. — Der zweite Abschnitt be- 
greift die feinen Züge und das sonderbare Schachmatt, das die 
Folge gewisser, unter den Parteien verabredeten Stellungen ist. 

— Der dritte Abschnitt enthält die Endpartien des bezeich- 
neten Bauers und jene, welche eine doppelte Bedingung voraus- 
setzen, z. B. da(s ein gewisser Bauer des Gegners nicht genommen 
werden darf. — Im vierten findet man die merkwürdigsten und 
öfters vorkommenden Fälle des Patts in der gewöhnlichen Partie. 

— Der fünfte zeigt die verschiedenen Erfolge in der besonde- 
ren Partie des gezwungenen Patts. — Der sechste und letzte 
Abschnitt enthält die verschiedenen Arten Matt vom qui-perd-gagne. 

Die oben angeführte englische Ausgabe vom Jahre 1817 
wurde mit folgendem Titel ins Deutsche übersetzt: 

... Kriegslisten des Schachspiels, oder der 
kluge Schachspieler. Praktische Anleitung nach 
den Werken der besten Meister, das Spiel remis 



828 



und patt ZQ machen, oder zu gewinnen. Ans dem 
Englischen. Hit 121 Holzschnitten. Leipzig, in 
der Baumgärtner'schen Bnchhandlung. 1820. In 8. 
VI und 256 Seiten. (Höck. 8.169. — HeinHus. VI. S.465. — 
Mqßmann. S. 187^2.) 

Studies. 

... Studies on Chefs ... London, 1808^ 1817 und 1825. 
In 8. S. (Pratty Peter.) 



Superiorite. 

...La Superiorite aux Echecs. A Campen , 1792 und 
1797. In 8. S. iZuylen van Nyeveld.') 



Tableau. 

. • • Grand Tableau des Joueurs d'Eehees. (Pendant la 
memorable lutte au Cerele des Echees entre MM. Staunton et 
Saint' AmanC Le sujet represente la XIX* partie du match.') 
Se vend d Paris au bureau du Palamede. S. Mcarlet^ M. 

Tafellieder. 

... Tafellieder für die im Jahre 1827, gestif- 
tete Schachgesellschaft. Yerfafst von wohlge- 
sinnten Mitgliedern. Berlin, gedruckt bei C. F. 
JBrettschneider. 1831. Inkl. 8. 52 Seiten. — Dieses in- 
teressante Bächlein, welches vier und zwanzig Lieder enthält ^ ist 
nicht in den Buchhandel gekommen. Die meisten dieser Lieder ha- 
ben den jüngst verstorbenen königl. preuls. Major a« D. Marl 
Eduard Carisien zum Verfasser. 

Tarsitty Gio* Domenico. 
S. Lopez de Segura^ Ruy. 

Taruffiy G. A. 
. . . Lettera sapra il famoso Automa o Oiuocatore di 
Scacchi di Kempelen; ed Elogio delf Ab. O« A. Tarufß^ per 
Sig. Car. Oio. Oherardo de Rossi. Roma^ Ant.Fulgoni. 1786. 
In 8. 27 Seiten. CMillin, A.L. Annales encycl. 1817. V. S.224.) 
Yergl. Kempelen. 

Taschenbuch. 
... Taschenbuch aller Karten-, Kegel-, Brett- 
iiid Würfelspiele. S. L'Hombre, das neue könig- 
liche etc. Lüneburg, 1845. In 8. 



330 



• Taschenbuch ffir Schaehfreunde^ Berlin, 
1814. In 12. S.(Mendheimy Julius.) 

Taschen - Schachspiel^ 

das, mit der Feldertafel und 32 Figuren.. Pirna, 
Frise. 1882. In 8. (Mafmann. S. 188^8.) 

Tesche y Walter. 
... Theoretisch - praktische Anweisung zum 
Dreischachspiel. Nebst einem zu diesem neuen 
Spiele gehörigen Dreischachbrett. Wien^ bei 
Pfautsch und Comp. 1843. In 8. 171 und noch 3 Seiten 
Inhalt und Druckfehler, ferner zwei lithographische Tafeln in 4. 
und Folio. 

Schon die in diesem Buche abgehandelte Abart des edeln 
Schachspiels durfte bei den Freunden desselben wenig oder gar 
keinen Anklang finden , da zwei Spieler gegen einen jederzeit ge- 
winnen müssen. Die ganze Erfindung zerfallt daher von selbst in 
ihr Nichts zurück. 

Theorie. 

. . . Theorie du Jeu des Echecs. S. Palamede. T. IL 
(1838.) S. 131— 186. 

... Neue Theorie der Schachspielkunst, in 
Yergl^ichung gestellt mit der Theorie^ der Ge- 
fechtslehre von A...B... Königsberg, Unzer, 1827. 
In 8. 9 Vi Bögen. (Bibliogr. v. Deutschi. 1827. Nr. 2694. — ) 
(Recens. Haller allg. Lit. Zeit. — Jen. allg. Lit. ZeiL 1828. Nr. 96.'*''* 
— und Leipz. Lit. Zeit. 1828. Nr. 93.*) 

Theory. 

.i. Theory of Chefs. London. 1799 und 1801. In 8. S. 
PraU^ PeUer. 



881 



Theftsaloniüj Jacobus de. 
S. Ce$8oliM (in der ersten Abtheilung)« 

(ThicknessBy Mr. Philipp.^ 
. . . The »peaking Figure^ and ehe Audmatan Chefs Player 
exposed and detected. London^ Stockdale, 1785. In 8. 20 Sei- 
ten. (Wait. iutjeeis. — Walker nennt den Verfasser.) 

Thiers y Jean - Baptiste. 

... TraÜe de» Jeux et de» Dwerä»»emen» qui peuvene 
itre permi»^ au qui doivetU etre defendu» aux Chretien» »elan 
le» Begle» de PEgli»e et le Sentimen» de Pere». A Pari», chez 
Dezallier. 1786. In 8. 

Dem Chapitre XXVI (Seite 358 — 356) zu Folge gehört das 
Schachspiel nach den Aussprüchen der Väter und Anderer nicht 
zu den ertaubten Spielen, weil es eine grofse Anstrengung des 
Geistes bedingt. 

TÄow, Christian Friedrich Gottlieb. 

... Der Meister im Schachspiel, und zwar im 
gewöhnlichen Schach zu nur zwei, als auch zu 
vier Personen aufzweierlei Art, so wie im grofsen 
Kriegs - und sogenannten Courierspiele nach al- 
ter und verbesserter Methode. Weimar^ Druck 
und Verlag von Bernh. Friedr. Voigt. 1840. In kl. 8. 
XXIV und 135 Siten. 

... Zweite Auflage. Ebendaselbst. 1842. In 8. XXIV 
und 135 Seiten. 

... Nebst einem schönen lithographirten, mo- 
dernen, grofsen Schachbrette mit 32 verschiede- 
nen Rösselsprüngen von J.B. Montag. Dritte ver- 
besserte Auflage. Weimar, Verlag von B. Fr. Voigt. 
1846. Inkl. 8. XII und 150 Seiten mit einer lithographirten 
Tafel. 



S82 



Thurston^ Joseph y Gent. 

... Poems upan seoeral occadons^ •«•• 1737. In 8. 
Unter diesen Gedichten findet man auch Eines über das Schachspiel, 
in 72 Versen. CTw{f8. U. 62. gibt Bruchstücke daraus.) 

. . The Pictural Times. — Diese englische Zeitschrift eut- 
hält ebenfalls Schachaufgaben. 

Tomlinson, Charles. 

... Amüsements tn Chefs: 1. Sketches of ehe Bistoryj 
An^quUies and CuriosUies of ehe Game; 2* a Selectian nf 
Chefs Problems. By Charles TomUnson. London, J. W. Par^ 
her, Wese-Serand. 1845. In 8. 

Dieses Werk enthält eine ansehende Geschichte des Schach- 
spiels, ferner einen Unterricht, nebst leichten Endspiden für an- 
gehende Schaclispieler und eine Sammlung von 50 schönen und 
schwierigen Endspielen von Brede^ Anderfsen, D'Orville, Bot- 
eon und Andern. Viele Seiten füllt eine Abhandlung über die 
Kempelen'scheSch^chmsiSchmey von welcher nur zu viel geschrie- 
ben worden ist. Sehr gründlich lehrt der Verfasser den Rössel- 
sprung, und der aufmerksame Leser lernt (nach Dr. Roget's Me- 
thode) auf jedem vorgeschriebenen Felde anfangen und enden. 
(Schach-Almanach, Leipzig, 1846.) 

Torre^ Francesco. 
S. Hio, Ercole d^l. 

Tortelliy Mario. 
S. Carrera, Pietro. 

Tournayy iMT. de. 

...haxsie Ules AvenCttres de VAuUmate Joueur^ d'Mlchees. 
S. Palamede. T.l. (1836.) S.81— 87. 



S88 



Tractatus 

UfUtfersi Juris, Duce et Ampice Oregorio XIU. PonC. Max. 
in unumcangesti: addüis quam plurimis antea nunguam eäitis, 
hoc *Nota designatis: XVUI materiasj XXV Voluminibus 
camprehendefUes ^ etc. VmetiiSy 1584 — 86. Fol 

Der Tom. Vit enthält: Fol. 151—155. Paridis de Puteo 
de Ludo. (Nr. 5. Ludus Scachonm a quo inventus. 12. Lti- 
dus Scachorum est scholaribus pestilens et cur.') — FoL 155 
—161. Jok. Bapt. Caccialupi de Ludo. (Nr. 9. Scachonm lu^ 
dus nungufd Ucitus, et guibus. 26. Ludus scachorum per^ 
missus est. 27. Ludus scachorum prohibitus est.) — Fol. 161.6. 
— 168.6. Stephani Costae de Ludo. {Artic. IL Nr. 23. Scacho- 
rum ludus nunguidindistinctepermissus. Sl. Scachum mattutn 
promittens dare cum pedona an saUsfedsse dicatur, si dederit 
cum pedona facta regina.) ' — Fol. 1 68. b. — 195. 6. Thomae 
Acta de Ludo Scachorum sive Latrunculorum. 

Tratte. 

. • . Tratte dujeu des Elephants, oujeu d'ichets chinois. 
En chinois. X Livres en 5 Vols. In 8. 

... Suite du Traite du jeu d'J&chets chinois y contenant 
ies rigles et les exemples d*un autre jeu de combinaison ap*- 
pelle Oouei'Ky. En Chinois. 

Beide Werke wurden im Jahre 1823 zuParid durch den Ca*- 
talogM des livres de M. Chardin zum Verkauf ausgeboten. 

. • . Traite du jeu des Schees . . . Par B. A. D. K G. Si 
A Lausanne par DatidOentil. 1698. In 8. III Seiten. (Wal^ 
her. S.287.) 

. . . Traite elementaire du jeu des Schees . . . Paris (Lfi- 
nemlle)y 1828. 18. S.D.. Vlysse. 

. . . Traite elementaire et complet dujeu d'Echecsy revu et 
eorrige. Par Jacques^ Fran^ois Mourety Professeur d'Echecs^ 
et Petit' neveu de Philidor. A Paris ^ chez Mr. Lamotte, Li^ 
braire^Editeur. 1838. In 12. XYIII und 243 Seiten und ein 
Blatt Table mit planches. 



884 



... Ebendaselbst. 1838. In 12. 246 Seiten and 20 Schach- 
tafebi. (Dieses Buch ist eigentlich nur eine französische Ausgabe 
der ElemefUs des Lewis; nach Walker aber eine Abschreiberei 
des Werkes von Zuylen van Nieveld.) 

. • . TraUe theorique et pratique du jeu des Echecs etc. 
S. Amateurs. 

Transtation. 
... Translation ofan Extractfrom the concurn^ ar Chi" 
nese Annais respecHng the Intention of the Game of ChefSy 
deliüered to Eyles Irwin hy Tinqua^ a Soldier Mandarin of 
the province ofPohein. S. (Ponziani^ Dom,) The incomparable 
Game of Chefs, TransL hy J. S. Bingham. London^ 1820* 
In 8. S.XIV. 

Trembley M. 

... Conversations morales sur les jeux . . . Paris, 1684. 
In 12. CWalker. S. 287.) 

Tressan^ Ludwig. 
... Das Schachspiel^ seine Gattungen und Ab* 
arten. Von L. Tressan. Mit mehren, in den Text 
eingedruckten, und 7 Ii thographirten Tafeln-Ab- 
bildungen. Quedlinburg und Leipzig, Druck und 
Verlag von Gottfried Basse. 1840. Ingr.8 Y und 168 
Seiten. Die vier letzten Seiten enthalten eine Inhalts -Uebersicht 
der gesammten deutschen National - Literatur. (Walker. S.28S. 
— Oettinyer. Nr. 238.) 

lyevan - gadacharya SchastreCy 
Essay on Chefs adapted to the European mode ofplay, trans" 
lated from the original Sanscrit. Bombay, printed for the au^ 
thorbyM.D. Cruz. 1817. In 4. 178 Seiten. (Walker nennt 
das Jahr 1814.) Diese freie Bearbeitung ist von dem vortreiHi- 



885 



eben William Lewis unternommen worden« (Siehe dessen Orietv- 
tai Chefs. Lond. 1817. In 16.) 

Trias. 

... Eine Trias neuer Erfindungen im Gebiete 
der Kriegskunst — S. Grundzüge einer Variation 
über das Schachspiel im Geiste Europäischer 
Kriegsführung. Nürnberg^ Joh. Adam Stein, 1833. 
48 Seiten. (yValker. S. 2S4.) Yergl. Flammhorst. 

(Trost^ K.F.) 

Theoretisch-praktischer Unterricht im 
Schachspiele; nach dem Französischen, und mit 
den 100 Spielen des Ph. Stamma vermehrt. Berlin, 
1780. S. Amateurs. Tratte theoriqüe et pratique du Jeu des 
Schees. Paris y 1775. tn 12. 

TucciuSy Julius AscaniuSy Cremonensis. 

. • • Duellum Scacchorum. Carmine latino. S. Deliciae CC. 
Italarum Poetarum^ hujus superiorisque aevi illustrium. Pars 
altera. CoUectore Ranutio Ohero (Jano Orutero). 1608. S. 1 1 87 
— 1189. — S. ferner das Werk: Amphitheatrum Sapientiae 
Socraticaejoco-seriae, congestum a Casp. Damavio. Hamviae, 
typis Wechelianis. 1619. Fol. T.I. S. 652— 653, md Andreas 
Senftlebii de Alea Veterum. Lips. 1667. In 8. — Dieses schöne 
lateinische Gedicht zählt 20 Strophen im asklepiadeischen Vers- 
mafse^ vierter Gattung. Die Wiener Hofbibliothek besitzt diese 
Werke. 

... Duello dein Scacchi^ tratto da un Ode del Tuccio 
da Bartolo Burchelati. S. Vida^ M. O. BcUtaglia degli Scacehi, 
ridolta in ottava Rima da Girolamo Zanucchi da Conigliano. 
In Trevigiy per Angela MazzoHni. 1589. In 4. (JdazuchelU. 
Vol. n. P.IV S.2429.) 



886 



Twifsj Richard. 

. . . Chefif, — Por ehe right good^ wylle that I haue hady 
to make Ms lytyU werk in ehe best wyse I can, ought Co he 
reputedy for the fayte r dede» Cartm on Chefs. — Demas 
defto 8$ alguno le pareciere que en esto libro nun he dicho 
todo lo que se podia desdr^ no se deue marauillar por ello^ 
ni culparme sino puiere algun notable error, — Buy LopeZj 
deljuego del Axedrez. — London, PrinCed for O. Q. J. et L 
Robinson, in Paternoster Aotr, And T. et I. Egerton, Whi" 
tehall. MDCCLXXXVtl—IX. Entered at Stationers HaU. 
In gr. 8. 2 Yols. VoLL 4 leere Blätter nnd 194 Seiten und 1 BI. 
Errala. Vol. II. XVI und 272 Seiten; mit 2 Tafeln, die sich auf 
den Rösselsprungs beziehen, anstatt der Titdkupfer. 

Der Catalogus Biblioth. Beg. Londin. Y. S. 812 gibt fol* 
genden willkürlichen Titel an: The Game of Chefs; being a 
Compilation of Anecdotes and Quotations relative to ehe Game 
of Chefs. London, Robinson 1787 — 89. In 8. 2 Yols. 

... Miscellanies. In two Volumes. London, Egertofi, 
1805. In gr.8. 2 Yols. Der zweite Band enthält von Seite I — 184, 
ferner von Seite 389 — 391 Additions to the two Volumes of 
Chqfs^ published in 1787 and 1889. Beide Werke, wovon 
das erstere anonym erschien, bilden eine der vortreSTlichsten 
Sammlungen von Anekdoten, historischen Andeutungen und lite- 
rarischen Anzeigen , nebst verschiedenen andern auf das Schach- 
spiel bezügUchen Bemerkungen. Beide Werke besitzt die Wiener 
Hofbibliothek. CWail. U. 921. c. — Magas. eneycl. 1817. Y. 
220« — Loufndes. S.402.) 



Vflacker ^ Joh. Christ Bemstorf. 

• lieber den Geist des Schachspiels. Hil- 
desheim, Gerstenberg. 1799. In 8. 142 Seiten. (Recens. 
inderallg.LitZeit. 1800. Nr. 151. (11.468—472.); ferner in der 
Neuen aUg. deut. Biblioth. Bd. 51. S. 899—402.) 

UnderwetYsungp 
erklirnng vndAufsIegung desRitt erlichen, kfinst- 
lieben spiels des Schachzabels etc. Costentz. 1520 
a. 86. 4. S. Memhel, Jacob. (In der ersten Abtheilung dieser 
Blätter.) 

Unterricht 

... Kurzer Unterricht yom SchachspieL Ulm, 
1722. 12. S. Selenus Contractus. 

... Unterricht im Schachspiel, mit 100 Spielen 
des Stamma. Leipzig, bei Kummer, 1797. In 8. (ITa/- 
ker. S. 2870 

... Unterricht im Schachspiel. Von W. S. ei- 
nem Oesterreicher. Prefsburg, 1804. In 8. Der Name 
des Verfassers ist ScMesinger, und der ausführliche Titel findet 
sich unter dem Artikel: Stamma. 

... Theoretisch - praktischer Unterricht im 
Schachspiel. Aus dem Französischen von £ F. 
Tro9t. Berlin, Nicolai, 1780. S. Amateurs^ Tratte theor. 
etprat. du Jeu desEckees. Paris, 1775. In 12. 

• .. Theoretisch - praktischer Unterricht im 
Schachspiel unter Vieren, von einer Gesellschaft 

. 22 



838 



Liebhaber. Nebsl «inem Anhange zu den Unter- 
weisungen im Schachspiel von JT... E... Q. Des-- 
sau, (Leipzig, beiBarth), 1784. In 8. (fii^'n^tti^.IV. 158. 
— Mafsmann. S. 188*10 

Upfopian^ The. 

... A Magazine. PrifUedßr private eirculation auly^ at 
Upton^on^Severn, hy Mr. George Sheward. 8. S tarts. — 
Nr. 2. Monat Mai, 1834, gibt von Seite>0— ^6 öinen Ärtikd 
mit der Ueberschrift : ,,CA4?/«-J!f^^^^ 



Vandermonde. 

Remarques mir les Problemes de Situation^ Avec 
2 phütehee. S. Hietoire de VAcad. H. des Sciences. Annee. 
1771. etc. Paris, 1774* S. 566—574. 

Vasquin Philieul 

S. Philieul. 

Venturinif Joh. Georg Julius. 

... Beschreibung und Regeln eines neuen 
Eriegsspiels zum Nutzen und Vergnügen, beson- 
ders aber zum Gebrauche in Militär-Schulen. Mit 
Kupfern. Schleswig, Röhls, 1798. In8. (Ersch.Bd.III. 
Abth.D. Sp. 1003. Nr. 4524. ö.) 

... Vervollkommnete Öarstellung des von ihm 
erfundenen Ktiegsspiels zum Gebrauch für Mili- 
tär-Schulen. Braunschweig, Pluchart. (Sommer 
in Leipzig.) 1804. In 8. 61 iSeiten, mit einer gtofseii Kupfer- 
tafel. 

... Darstellung eines neuen Kriegsspiels zum 
Gebrauche für Offiziere und Militärschuleii. Mit 
einem grofsen cölor. Plane. Leipzig^ bei Hin- 
richs. 1804. gr. 8. (Üeinsius. IV. S. 188. — Ersah. Bd. HI. 
2 Sp. 1004. Nr. 2$24. b. aus der Bellona. — Magas. encycl. 
1817. V. 222. Diese beiden letzten Ausgaben sind wahrschtinlich 
eine und dieselbe. 

Verciy Gio. Battista. 
. • • Letter e (Vitt) Soprä ü Oiuoco de§ti Scacchi. Yene- 
f^ia^ ptesso Gio. OatU. 1778. In 12. li6Sdteh. Cancellieri 

22* 



840 



nennt das Jahr 1788. — Diese Briefe enthalten eine Abhandlung; 
über das Schachspiel , und verschiedene Erzählungen aus Byde 
und anderen Schriftstellern. — Walker gibt 120 Seilen an. — 
(Twiß. I. S.89.— Cancellieri. S. 164.— Maßmann. S. 16835.) 

Versuch. 

... Versuch über das Schachspiel, worin einige 
Regeln, um es gut zu spielen, und den Yortheil, 
durch feine und schlaue Züge^ welche man die Ge- 
heimnisse des Spieles nennen kann, davon zu tra- 
gen, enthalten sind, durch einen gebornen Alepper 
aus Syrien. Elberfeld, mit Mannes^schen Schriften. 
1812 und 1813. In 12. 76 Seiten. S. Seamma, Ph. 

Vespaij Valentino. (Pseud^ 
... Bi»po9ta in diffesa di D.Pietro Carrera contro tApo^' 
loffia di Alessandro SaMo. Catania. 1685. In 4. S.iCarrera^ 
Pietro.) 

Yidaj Marcus Hieronymus. 

Dieser lateinische, einer adelichen Familie entsprossene Dich- 
ter war zu Cremona im Jahre 1470 geboren. Erstudirtezu 
Mantua, Padua und Bologna^ und trat frühzeitig in die Versamm- 
lung der regulirten Chorherren des h. Marcus zuMantua. Später 
begab er sich nach Rom, wurde regulirter Chorherr vom Lateran, 
und zeichnete sich zu gleicher Zeit durch seine poetischen Schö- 
pfungen in einem so hohen Grade aus , dafs er sich nicht allein 
grofsen Ruhm erwarb , sondern auch vom Papste Leo X. zum 
Prior vom heil. Silvester in Tivoli ernannt wurde. Als Papst 
Clemens VII. den römischen Stuhl bestiegen hatte, wählte der- 
selbe ihn im Jahre 1582 zum Bischof von Alba in Montferrat, 
wo er am 27. September des Jahres 1566 in dem hohen Alter von 
96 Jahren mit Tode abging« 

Unter seinen zu wiederholten Malen aufgelegten Werken fin- 
det man auch ein aus 658 Versen bestehendes Lehrgedicht auf das 



841 



Schadhspiel, welckes den yerdientesten Beifall errungen hat, und 
in viele Sprachen fibersetzt worden ist Der Stoff dieser Dichtung 
ist in Kürze folgender: „Die Götter kommen auf die Hochzeit des 
Okeanus mit der Tellus. Nach der Mahlzeit bringt diese das Schach 
in Vorschlag. Merkur und Apollo versuchen es. Nach langem 
Kampfe siegt Merkur/^ — Das Ganze ist im Geschmacke der alten 
Dichtung meisterhaft ausgeführt; denn es werden in dem beschrei- 
benden theile die Schilderungen der alten Dichter von den Schlach- 
ten sehr gut nachgeahmt. 

Ausführliche Lebensbeschreibungen dieses Mannes findet man 
in der Oxforder Ausgabe und in der Paduaner Sammlung seiner 
sämmtlichen Gedichte; ferner im Palamede. T. III. (1838). 
S. 13 — 16. 

Lateinische Ausgaben. 

• Opera po&tica. Antoerpiaiy ex offkina Christophori 
PlafUhU. (Ohne Jahr.) In 8. Im Pariser Catalog« 

. . . De Arte Poelica Libri HL Ejusdem de Bomhyce. 
lAhri lU Ejusd. de Ludo Scqcchorum Ltber. Ejusdem Eymni. 
ESuMdem BucoUca. Am Ende: Romae^ apud Ludovicum ViceU" 
tmum. Anno a Christi NaCali. 1527. Mense Majo. In 4. 112 
und 2 leere Blätter. 

... Parisiis y Blauboom. 1529. In 8. 

... Basileae^ 1534. In 8. 

• . • Cum Epislola ad Joan, Matthaeum Gybertum. Luy 
duni, apud GrypMum. 1536. In kL 8. (Scaechia^ Ludus. 
S. 99 — 122.) 

... Opera poeäca, Lugduniy Sebast, QrypMus. 1541. 

In 8. 

• Romae, apud Ludonicum Vicentium. 1544. In 8. 

••• Opera» Quorum catalogum sequens pagella eontinel. 
Apud Sebast. Qryphium Lugduni. 1547. In 16. 359 Seiten. 
(ßcacchia Ludus. S. 305— 328.) 

... Eadem. Ibidem. 1548. In 16. 259 Seiten. Genau mit 
der Ausgabe von 1547 übereinstimmend. 



342 



... Cremonae, in aedibas Dhoae MatgarUaej Axmo a 
partu Virgini» MDL. Men$e NaeetMöri. Jo. MuUu8 etBemar^ 
dinus Locheta impr. In 8. 76 Blätter, (ßcacehia Ludus. Fol. 
49—59 t>.) 

• . • Scacchia JH. Hierm. Vidae Cremonetisis ; eammenta^ 
rüM iUustrala ä Luca WieUio , Lignio - Silesio. Argentina»y 
Paulus medertsi. 1554. In 12. (Vergl. Wiellius.) 

... Opera y quorum catalogum seguens pagella conänet. 
(Das Zeichen des Druckers mit der Umschrift: VirtiUe duce^ etn 
mite fortuna.') Apud Sebast. Chrgpluum Lugduni. 1554. In 10. 
575 Seiten. Ist der Ausgabe: Cremonae^ 1550 nachgedruckt. 
(ßcacehia Ludus. Seite 520 — 542.) 

... Opera poetica. Lugduni, haeredeu Sebast QrgpkU. 
1559. In 16. 

. . . Opera, quorum catalogum etc. (wie oben) AntverpiaCj 
Ex officina Christoph. Plantini. M.D.LXVII. In 16. 535 Sei« 
ten. (ßcacehia Ludus. S.483 — 504.) Auf der letzten Seite liest 
man die fehlerhafte Jahreszahl M.D. XLVL 

... Antverpiae, apud Philippum Nutium. 1568. In 12. 
246 Blätter, (ßcacchiae Ludus. Fol. 222 9. — 232 r.) Uebtf- 
einstimmend mit der Ausgabe von 1550. 

... Ibidem. 1578. In 16. 

... Lugduni Batavorum. 1581. In 16. 

. . . (Titel, wie oben.) Antoerpiae, apud Christ. Plantinum. 
M.D.LXXXV. In 16. 391 Seiten, (ßcacehia, Ludus. S.354 
— 369.) — üebereinstimmend mit der Ausgabe von 1550. 

... (Zeichen des Druckers mit der Umschrift: Virtute duce, 
comitefortunß.^ Lugdm^y apud AntoniumOrgpl^um. M.D.XCin. 
In 16. 573 Seiten. (Scacchia , Ludus. Seite 518— 541.) Nach 
der Ausgabe. 1550. 

... Scacchia ludus, cum commentariis ^ opera et studio 
Lucae Wieiii. Argenänae, Ledertz. 1604. In 8. (Oettinger 
nennt das Jahr 1605. 

... Scacchii ludus emendatus (a Cosmo Orazino^ FlO' 
rentiae, apud Juntas. 1604. In 4. 



84S 



PMkmwA IMriitreg. AeeedwU: Bambyeum Libri 
thiö ei Seacekia Ludusj Eodem Autor e. OxofUaey e theatro 
Sheldoniano. Impensis J. Crodeyy An. Dom* 1701. In kL 8. 
(12) und 132 Seiten. (Scacehia. .S. 107— 132.) 

• Opera poetiea; cum antwtationihus Thomas Tristram^ 
et icone Auctoris. .Oxonii^ e typographia Clarendoniana. 
1722—25. In 8. 2 Voll. 

...De Arte Poetiea Libri IIL De Bombyce LdbriU. De 
Ludo Scacchorum. Lib. 1. HymrU et Bucolica. Romae, 1727. 
In 4. 

... Poemata omnia quae ipse vieens aynoverat; cum 
diaiogie de ReHpublicae diynitate; editio omnium emendatis- 
sima curantibus Joan. Anton, et Cajet, Vulpiis fratribui. Cum 
icone Autor is. Patami y apud Jos. Cominum. 1731. In 4. 
2 Voll. . Eine sehr richtige Ausgabe. 

. • . Opera qua extanl omnia.. Quibus nunc primum adji~ 
eiuntur ejusdem Dialogi de Reipublicae diynitate. Ex colkttione 
optimorum Exemplarium emendata : additis Indicibus accura» 
Um. (ßura Richardi Rüssel.) Londlini, impensis Lawtoni Gil" 
Ueer et Joannis Nourse y Bibliopolarum. 1732. In 12. 4 Par- 
tesin 2 Voll. (Scacchiay Ludus. T.L P.L S.38— 57.) 

. . . Opera metrica. Posonii, typis Antonii Loewe. 
M.DCCLXXXIX. In8.T,I. (8) 252 + 2 Seiten. T.II. P.l.(4) 
134 S. P. II. (4), 142 + 2 Seiten. CScacMa, Ludus. S. 84—104.) 

... Scacchiay Ludus. Londini y 1813. In 8. 32 Seiten. 
Es erschien diese Ausgabe nur in 150 Exemplaren. 

... Rudolstadt y Froebel. 1820. In 8. 

... Scacchiae Ludus. S. Amphitheatrum Sapientiae So^ 
craticae ... congestum a Casp. Dornavio. HanomaCy typis 
Wechelianis. 1619. Fol. S. 644— 652. Tom.l; ferner: Poc- 
mata didascalica , nunc primum vel editay vel collecta. Pari" 
siiSy apud Petrum Aegidium Le.Mercier. 1749. In 8. mtn. 
T.II. S. 105— 129. 

... Scacchiae Ludus. S. Chefs - Player s-Chronicle. Vol. II. 
S.253, 270, 285, 301 und 318. 



Noch findet man lateintecben Text den dentschen Ceber- 
setzungen , welche sich in verschiedenen deutschen Werken aber 
jdas Schachspiel befinden , beigefügt. 

CClodius. S. 76. — Panzer. YBl. S. 272. — EberC 

J7r. 28564— 70. — Götze sMerkyf. IL S.22, 23 Bnmet. 

IV. S.608, 609. ^ Magas. eneyck 1806. T.I. S.49. — F»- 
bricii Eibl. gr. ant. S. 623. — Lowndes. IV. S. 1868. — Co- 
tal. mbl. R. Lond. V. S.344. — Oettinger. Art. Fufa.) 

Französische Uebersetzungen. 

. . . La guerre cruelle entre le Roy Blanc, et ie Roy 
Maure y traduU par le Seigneur des Masuree. Paris, che» 
VineetU Sertenas. 1556. In 4. 

... Lejeu des Eschec», translute du laHn de Hier* Vida, 
en fran^ois. S. Mazures , S, des. Oeuvres poetigues. Lyohj 
par Jean de Toumes. 1557. In 4. 

Diese Uebersetzung ist eine erbärmliche Umschreibung in 
achtsylbigen Versen , oder viehnehr Zeilen. 

• Le Jeu des Eckels y deeril en vers lalins par Hierdme 
Vidoj Cremonois, mise en ritne fr anweise par Vasquin PM^ 
Heul. Imprime a Paris y chez Philippe Danfrie et Roberl Bre- 
lony Van. 1559. In 4. Oelänger gibt dieJahreszahl 1589 an. — 
Verci nennt den üebersetzer irrig Filicolo. 

. . . Les Vers ä soie^ poeme de Jerdme Vida, de Cremone^ 
evecque d'Albe; suiei du poSme des Echecs, et des pieces fin 
giiices du mSme auleur, et d'un chaix de poäsies de P. £0r^ 
ville. Traduit du latith par J. B. Levee , avec le texte en re^ 
gard. Paris y ä la librairie Stereotype chez H. NicoUe. 1809. 
In 8. 410 Seiten. 

... Vida's €iedich\ wurde auch von Rud. Masturio Nervio 
ins Französische übersetzt. (S. Crueimany Bibl. Galt. 296, und 
Arisiy Cremona litt. S.Xll. — Walker. S.289. Vergl. noch 
Lacroix etDuverdier. (1752.) II. S. 52, 439. IV. S. 607. (1585.) 
S.803. 1188. (175.)— Duverdier. (1753.) V. 558. — Biogr. 
univ. XI. 209. — CancelUeri. 148. 164. — Brunei. IV. 609. 



S4S 



^ Hö€k. BAU. — Biogr. desCoritemp. XL 489* — - Eberi^ 
Nr. 28570.) 

... Eine französische Uebersetzung in ungebundener Rede 
mit gegenüberstehendem Urtexte findet man im PaUmede. T. DI. 
(1888.) S. 16—85 und S. 70—85. 

Italienische Uebersetzungen. 

...11 Qiuoeo degli Scacchi di M. O. Vida^ HdoUo in 
Poema Eroieo. Viemza^ 1607. In 4. Der Uebersetzer ist nicht 
genannt. (Clodius. S.75. — Walker. S.289.) 

...La Scaceheide. Poemetto di M. G. Vida. (C(mNoti%ie 
hiografiche deW AuUore ) S. RaceoUa di Poemetti didaseaUei 
orighiaU e tradoUi. VoLYIII. Milano^ Destefanis. 1822. In 12. 
S.215 — 258. 

...La ScaccMadey owero il Giuoco degli Seaechiy poe-' 
metto latino di Marco Oirolamo Vida, Cremanesey tradotto in 
seiolto UalianOy dal Cremonese Dott. Giovanni Chiosi. Cre^ 
mofia, sCamperia Feraboli. 1829. In 16. 67 Seiten. — Der 
Umschlag hat den Titel: La SeaecMade di Monsignor Vida 
recata in Sciolto italiano da Giovanni Chiosi. 

... Seacchia di Vida^ tradotta in oUava Rima daComno 
Orazino. S. Grazini y Cosmae. Seacchii ludus emendatus. 
Florefttiae, apud Juntas. 1604. In 4. 

...La Scaceheide di Girolamo Vida, tradotta in oltava 
Rima da Sehastiano Martini di Firenza, sotto nome diAcca^ 
demico Innominato Imperfetto. In Faenza , per Gio. Simbeni. 
1616. In 4. 84 Seiten.— CCancellieri. S.145.— Höck.S.l7S, 
fabch Marino. — Maßmann. S. 97.) 

...La Scaceheide^ osia il Giuoco degli Scacchi. Poema 
latino di Girolamo Vida, Cremonese, volgarizzato in ottava 
rima dalf Abb. Sig. Gio. Francesco Masden. (Col testo latino 
a fronte.) Venezia , per Ant. Zatta. 1774. In 4. CWalher. 
S. 289.) 

• . . Rkne di Ascanio Monosini da Pralouecchio nella Tra- 
dettione delli duoi Hbri di Monsignor Vida Cremonese sopra 



84« 

tt Vermi chB fkrmd la seia/e Oel Oiuoea de' Seäeekf. AUa 
Sermiss. Signora Bianca Capello Qran Duchessa di Toscam* 
In Fiorenzay appresso CHorgio Marescotti. 1586« In 8*. $4 BI. 
Auf der Kehrseite des SS*^«*^ Blattes beginnen die OUava rühe 
über das Schachspiel« 

. . . Dieselbe Uebersetzung der Scacchia des Vida. S. RaC" 
coUa dl Poemetti ItaliafU. Torino. 1797. In 12. Vol. V. (Can- 
cellieri. S.148.) 

... La vaga e dileUevoV Ouerra del CHuoeo degli Scacchi^ 
delt Ingenioso e Leggiadro Poeta Marc. Hieronymo Vi<tay vol" 
tata d'Heroici LatifUy in Versi Sciolti da M. Nicolo Mutoni. 
Borna, per Antonio Bladi. 1544. 28 Blätter. So gibt Walker 
S.288 den Titel an. — In Arisi^ Oremona HU. II. S. III und 
hAMafsmafm, S. 97. lautet derselbe also: LaScaachia tradotta 
in versi scioUi da Nicolo Mutoni. 

...La Scaccheide di Oirolamo Vida^ tradotta in, versi 
scioUi da Tommaso Perrone. In NapoH, per Oennaro Musio. 
1733. In 4. 

...Ibidem. 1739. In 4. CCancellieri. S. 151. — Mafs^ 
mann. S. 97. 

La Scaccheide di Girolamo Vida, tradotta in versi sciolti 
da Carlo Pindemonte. In Verona , 1753. In 4. (ßancelUeri. 
S.152. — Mafsmann. S.97.) 

• . . Traduzione della Scaccheide del Vida in versi sciolti 
da Camillo de Sitoni. MilanOy 1590. Ms. S* Arisi^ Cremona 
Utt. P. n. S. 19^; und Argelati BibHoth. Script Med. T. IL 
S. 1414. 

...La Scaccheide di O. Vida^ tradotta in veri sciolfi da 
Luca Viello. Cremona e Venezia, 1764. In 4. QOettinger. 
Kr. 254.) 

• . . LaBatlaglia degli Scacchi diMonsignor Vida^ ridotta 
in Ottava rima^ da Oirolamo Zanucchi da Conigliano. In Tre^ 
vigij perAngelo Mazzolini. 1589. 36 Bl. In 4. — Am Schlüsse 
dieses Gedichtes findet man noch die italienische Uebersetzung des 
Duellum Scacchorum des Jul. Ascan. Tucdus von Bartolo 



847 



BurehelatL (Ma%%uchem. VoL II. P. II. S. 2429. — Maf»^ 
fkanu. S. 97.) 

Englische Uebersetzungen. 

... Chefi, translated hy an Anonymus, Etori^ 1769. In 4. 
{Twifs. n. S. 220. gibt einige Proben daraus.) 

... Chefof translated hy an (pthef) Anonymus. Oxford* 
1778. In 4. (TuDifs gibt auch von diesem ebendort einige 
Proben.) 

• Scachia lMdus\ or the Game of Chefs. By Wm.Ers^ 
kine. London, A Miliar. 1785 (1736?) In 8. 219 Seiten. 
CWalker. S.289.) 

... Chefs^ translated by William Erskine. London. 1746. 
(?) In 8. CTwifs. II. S.219, gibt das Jahr 1736 an, und liefert 
einige Proben daraus.) 

... Chefs ^ translated by George Jeffrey. London ^ 1736. 
In 4. CLowndes. IV. S. 1868. — Twifs. II. S.219, gibt Pro- 
ben daraus.) 

. . . S. Miscellanies in Verse and Prose. By George Jef" 
freys, Esq. London y printed for the Author. 1754. In 4# 
Seite 137—163. 

• . • The Game ofChefs, a Poem translated from the Scac" 
chia Ludus ofM. H. Vida. Mit lateinischem Texte. S. Murphy^ 
Arthur, Esq. Works. London, 1786. Ingr. 8. Vol. VII. S.67 
— 147. (Auch aus dieser Ueberlragung gibt 5rir(/i. (II. S. 222.) 
Proben.) 

... Chefs, translated by the Reo. Samuel Pullein. Dublin. 
1750. (Auszüge im Twifs. II. S. 220.) Walker gibt S. 289 
den Titel so an: 

... Scacvhia Ludus : aPoem on the Game of Chefs, writ" 
ten by M. H. Vida, and translated into English by Reo. Sa^ 
muel Pullein. Dublin^ Powell. 1750, roy.S. 95 Seiten. 

... Chefs, translated by J. Rowbothum, London, 1562. 
In 12. (.Lowthdes. IV. 1868. — Oettinger. Nr. 254.) 



848 



Deutsche Uebersetznngen« 

• ScaeeMa Ltidus. Das Schachspiel Lateinisch und 
deutsch. S. Die christlich lateinische Muse. Von Jd- 
seph Aigner. Mflnchen, 1825—1827. Ingr.8. Zweiter Band- 
Seite 154-207. 

• Ausfährliche Beschreibung des Schach- 
ispiels in Versen, übersetzt von Hirsebock. S. Neue 
Erörterungen der ErkenntniTs und des Vergnügens. 
Frankf. und Leipzig. 1754. In8. S.64. (06^^'ii^«r.Nr.254.) 

... M. H. Vidas Lehrgedicht über das Schach- 
spiel. Herausgegeben und metrisch übersetzt von 
Joh. Jos. Ign. Hoffinann. Mainz, bei Florian Kupfer- 
berg. 1826. In 8. XVI und 91 Seiten. 

...Scaechias, übersetzt von J.K.E.Jes8e. Hannover, 
Helwing. 1830. In 8. 

• Scaechiasy übersetzt von Johann Daniel Müller, 
Prediger zu Stammern bei Magdeburg. Magdeburg, 
1772. In 8. 

... Dieselbe Uebersetzung findet man auch sammt dem latei- 
nischen Textein: Koch^ J. F. Die Schachspielkunst 
Magdeburg, 1801—1803. In8. ThLII. S.155— 183, und in 
dessen Codex der Schachspielkunst. Ebendaselbst. 
1813 — 1814. In 8. ThLII; ferner in: Wahl, Günther. Der 
Geist und die Geschichte des Schachspiels. Halle, 
1798. In 8. S. 241— 270. 

Eine spanische Uebersetzung. 

• • • Vida^s Gedicht ist von Marcheselli in die spanische 
Sprache ubersetzt worden, der Titel jedoch uns noch unbekannt. 



Anmerkungen zu Vidas Scacehia von Lucas Wielius. 
Wieiii ^ Lucae. Isagoge. Argent. 1605. In 4., und: Ludus 
LatruHculorum. (Verschiedene Ausgaben.) Von Vidas Gedichte 
besitzt die Wiener Hof bibliothek vierzehn lateinische Ausgaben, ferner 
drei italienische, zwei englische und zwei deutsche Uebersetzungcn. 



849 

Stellen wir nnn fiSmmfliclie Ausgaben des schönen Gedichtes 
von M. H. Vida in gedrängter Kflrze zosanmien^ so erhalten wir 
folgende Uebersicfat: 



L Lateinische Ausgaben. 







Antverpiae . • • • 


1585. 








1592. 






Flareneiae .... 


1604. 






Argentinae • • • • 


1604. 






Argenlinae • • . • 


1605. 






Hamniae • • • • 


1619. 






Hanoviae • • • • 


1649. 








1701. 


Cremonae • • 


. . 1550. 


OwanU . . . .1721—25. 


ArgenUnae • • 


• . 1554. 




1727. 








1781. 








1782. 


AtUverpiae . • 


• . 1567. 




1749. 


Antverpiae • . 


. . 1568. 




1789. 


Anteerpiae • • 


. . 1578. 




1813. 


Lugduni Batav. 


. . 1581. 


Rudolstadt • • • • 


1820. 




D. ttalienlseha 


Itobenetzingen. 




a) In otta 


wa Rima. 


ö) In VerH scioUL 




Von CHrolamo 2k^nucchi. 


Von Nicolo Mutoni. 




,^ Cosmo Orazzini. 


Luca Viello. 




„ Sebastiane MartUvi. 


Camilo de Sitoni. 




„ Francesco Masden* 


,j Tommaso Perrone. 


Aseanio Monosini. 


„ Carl PindemofUe. 








Oiomnni ChiosL 






DL Französische üebersetznngen. 




Von Seigneur de Masures. 


Von J. B. Letoee. 





„ Vasquin PhUieul. 



350 



lY. EBgliflche DebenetxiuigeB. 



Von George Jeffrey. 
J. Rowboehum. 
William Er$kine* 



Von zytti Antmi^mi». 
„ Samuel PtdMn. 
„ Arthur Murphy. 



y. Deutsche üebereetiangen. 



Von Joseph Aigner. 
«• J. J. J. 



Von Hirsebock, 
yj Joh. David Müller. 
J. E. K. Jesse. 

VI. Eine epailiBChe Uebereetznng 

von MarcheseUiy deren Titel uns bis jetzt noch unbekannt ist 

Vielhy a 

. . • Methode pour apprendre seul la Marche des Echecs 
et la Regle sur ce Jeu. Par C. Vielle. (Mit dem Motto: ^, Le 
Roi desjeux, | Le Jeu des Rois.^") A Paris ^ au Cafe de la 
Regence etauCercle des Echecs^ 243, Place du Palais Royal. 
Impr. de Vray et de Surcy. 1844. In 8. 24 Seiten. (Mit ein« 
gedruckten Tafeln. Bibliogr. de la France. 1844.) 

... (Neue Ausgabe. Ohne Jahreszahl. In 8. 24 Seiten. Das 
Vorwort hat das Jahr 1846.) 

Viello^ Imciu 
(Italienischer Uebersetzer des Vida.) S. Vida^ M. B. 

Vignajfy Jean de. 

(Französischer Uebersetzer des J. de CessoUs.) S. Cessolis, 
Jac. de (in der ersten Abtheilung). 

Vilas muni munjurL 
S. Trevangadacharya Shastree. 

Village. 

... Le Vitlage des Echecs (ßtroebeek). Y.Palamede^ T.L 
(1836.) S.8, und T.III. (1838.) S.216* VergL auch W.Lewis. 



SM 

VtWers, Hubert - Philippe. 

(Uebersetzer des Werkes von J. BinghieriÖ S. Binghieri, 
Innocentio. 

VillotyF. 

... Oriffine astranamigue du Jeu des Echecs, ewpUguee , 
par le calendrier egyptieny ou Memoire relatif ä la methode 
de formation et ä texposUion d'une table gut presente d'une 
mafUere dislincte , et dans le plus petit espace possible^ toutes 
les cambinaisons d'un nambre de signes donne^ suivi d'une ap * 
plicalion de cette mSme methode aux septjours de la semaine^ 
representes par les septplanetes eonnues des ancieiis: appli" 
cation de laguelle il resulte un Calendrier perpetuel et complet 
pour toute division hebdomadaire du tems, et notamment un 
triple calendrier pour tannee vague des EgyptienSy pour leur 
grande periode solairey ou annee sothigue^ et pour tannee et 
la periode egyptienne lunaire^ triple calendrier dont lejeu des 
echecs offre la fidele representation. Par F. Villoty garde des 
archives de la ville de Paris. Paris y che% Treuttel et WürtZy 
etBossange freres; Impr. deCrapelet. 1825. In 8. 5% Bögen 
und eine Kupfertafel. 

Das Werk handelt von dem Ursprünge des Schachspieles. 
(Bibliogr, de la France. 1825. Nr«1066, und: il«fa^ Jotir- 
nal. Vol.21. [1826.] S.620.) 

Virgilius. 

... Virgilii Catafecta. Lugduni Batavorum. 1617. In 8. 
S. Catalecta. 

Visser^ Jacob. 

(Niederdeutscher Uebersetzer des Cessolis.^ S. Cessolis^ 
Jac. de (in der ersten Abtheilung). 



SM 

Vüo^ Herr C. van SatUo^. 
Vorschlag. 

Vorschlag zu einem Doppelschach unter 
Tier and f eclia Spielern. 8. Zeitung für die ele- 
gante Welt 1816. Nr. 101. 



W.... M. le Chwalier. 

... Lettre adressee aüx auteürs du Journal encyclape" 
dique sur un probleme de VechiquieTy par le Chevalier W.,..y 
capitaine au regiment de Kinski (ßatee de Prague, le 20. 
am71773). S. Journal encycl. 1773. Vol. VI. S. 125—127. 
Dieser Brief betrifft den Rössekpning. — Vergl. Magas. ency^ 
clop. 1817. V. S. 218.) 

W. F. 

S. Fulhe, William. 

w. s. 

... Beitrage zum Unterricht im Schachspiel 
von W. S. CSchlesinger^. Einem Oesterreicher. Prefs- 
^^^Si gedruckt bey Georg Aloy« Belnay, 1804. 
gr. 8. Siehe: Stamma, Ph. 

Wackernagely Prof. Wilhelm. 

... lieber das Schachzabelbuch KonradsvonAm^ 
menhusen und die Zofinger Handschrift desselben. 

..i S. Beiträge zur Geschichte und Literatur 
vorzüglich aus den Archiven und Bibliotheken 
des Kantons Aargau. Herausgegeben von Dr. H. 
Kurz und P. Weißenhaeki Aarau^ 1846. In 8. Theill. 
Heft 1. 2i 

Wahlj Samuel Friedrich Günther. 
... Der Geist und die Geschichte des Schach- 
Spiels bei denlndern, Persern, Arabern, Türken, 

23 



354 



Sinesen und übrigen Morgenländern, der Deol- 
«eben und andern Europäern. Von S. F. Günther 
Wahl Mit einem Kupfer. Halle, in der Curfschen 
Buchbandinng. 1798. In 8. XVI und 419 Seiten. 

Aucb in BerUn bei Lot/e soll nacb Walker in demselben Jabre 
eine Ausgabe erschienen seyn. — CHöck. S.1752. — Mafomarm. 
VR— 30» 8 — Recens. in dar allg. Lit. Z. Ergzbl. IV. Bd. 1. 
Nr. 63. Sp. 2501 — 4. — Neue allg. deutscbe Bibl. Bd. 63. 
578 — 580.) 

Der Inhalt dieses gelehrten Werkes, wozu Hyde^s Mandra- 
gorias ganz vorzüglich benutzt wurde, ist folgender: 1. Abschnitt 
Begriff, Werth und Ansehen des Schachspiels. — 2. Abschnitt 
Alte Urkunden vom Schachspiel. Schriften der neuern Orientalen 
und der Europäer über dieses SpieL — 3. Abschnitt Namen des 
Schachspiels. Alterthum, Erfindungsort, Erfinder, Veranlassung 
zur Erfindung desselben. Merkwürdiger arithmetischer Kalkül des 
Erfinders. — 4. Abschnitt. Das Schachbrett und die Anzahl seiner 
Felder. Magischer Gebrauch desselben. — 5. Abschnitt. Namen 
und ursprüngliche Gestalt der Schachfiguren, nebst nochmaliger Ab- 
änderung derselben, und von der Materie dieser Figuren oder so- 
genannten Steine. Auch magisches Spiel damit — 6. Abschnitt 
Stellung und Anordnung der Figuren. Gang derselben. — 7. Ab- 
schnitt. Die Regeln des Schachspiels, oder die Rechte der Spieler 
und Kunstausdrücke des Spiels. — 8. Abschnitt Anhang über die 
Regeln des Spiels ( FiV^a « iS^t-act-Aia). — 9.Absdhnitt Aeltestes er- 
weitertes Schachspiel der Ferser bei Firdussi. Schachspiel des Ta- 
merlan« — 10. Abschnitt Zusamnengesetztes Schachspiel der Inder. 
— II. Abschnitt Das Schachspiel der Sinesen. — 12. Abschnitt 
Erweitertes Schachspiel der Europäer. Das Schachspiel des Gustav 
Selenus und des Weickhmann. Das Schachspiel mit lebendigen Per- 
sonen. Das veränderte Schachspiel der Neufranken. Das soge- 
nannte Kriegsspiel. 

Waiddevy S. 
.4i Das Schachspiel in seinem ganzen Umfange 
Aach allenSchriftsteller n auf eine leichtfafsliche 



855 



Weise dargestellt von S. Waidder. Wien, 1837. In 
gr. 8. 2 Bde. I. Bd. 1. Abtheil. XYI und 223 Seiten; 2. AbtheiL 
2 Bl. und 338 Seiten. II. Band 1. Abtheü. XIV und 236 Seiten; 
2. AbtheiL XVI und 208 Seiten. Der erste Band enthält eine 
Anleitung; zum Schachspiel unter Zweien sammt Uebungen. Der 
zweite Band das Schachspiel unter Dreien und Vieren, das Königs- 
spiel, das Kriegsschach - und das arithmetische Schachspiel. Im 
Anfange des ersten Bandes findet man eine kurze Geschichte des 
Schachspiels; im zweiten Bande aber nebst den 100 Schachspiel- 
geheimnissen von Ph. Stamma die Seacchias von Vida mit einer 
deutschen Uebersetzung, und MöcHs Literatur des Schachspielsam 
Schlüsse* — (VergL OrelL) 

Watkevy George. 

George Walker y früher Präsident des Schachclubs in Not- 
tingham^ jetzt Sekretär des St. Georges Chefs Club zu London, 
wird zu den stärksten jetzt lebenden Spielern Englands gezählt. 
Von seinen verschiedenen Werken haben einige bereits mehrere 
Ausgaben erlebt. 

Aufser diesen hat Walker noch in Fraser's Magazine und 
in dem Polytechnic Journal j May 1841, S.243 und Sept. 1841, 
S. 141 einige nicht unwichtige Aufsätze eingerückt. Ferner pflegt 
^, einmal wöchentlich, in der englischen Zeitung ^^Bells Life 
in London and sporting Chronicle^^ einen Artikel über Schach- 
spiel zu geben, bei welchem er indefs vorzieht, ungenannt zu « 
bleiben. 

Die Werke dieses Schachschrift^tellers zeichnen sich durch 
eine gute Wahl und Anordnung des Stoffes, so wie auch dadurch 
aus, dafs Walker theils unumwunden über jedes Spiel sein Ur- 
theil abgibt , welches die meisten andern Autoren aus Scheu , sie 
möchten etwas Ungegründetes behaupten , lieber ganz unterlassen. 
Obgleich nun Walkers Entscheidungen und Ansichten nicht alle 
durchgängig richtig sind, so kann man doch m'cht in Abrede stel- 
len, dafs sein New Treatise on Chefs y 1841^ zu den Hauptwer- 
ken der Schachliteratur gehört, (v. BUguer.} 

23* 



856 



• Philidorian; a Magazine ofChefiy and oiher gden^ 
tifie Games. London, G.Walker and Son. 1888.. In 8. 6 Parts 
in einem Bande von 256 Seiten. — (Bohn's Catalogue. S. 520. 
Nr. 7019.) Von Bilguer gibt in seinem Handbuche v. J. 1848^ 
S.83, den Titel ako an: ^^The Philidorian; a Magazine ofdo^ 
mestic games , . • • complete in one volume. 

Dieses Buch erschien urspröngh'ch in einzelnen, für sich ab- 
geschlossenen Lieferungen , in welchen , neben Schachpartien und 
Endspielen , auch Aufsatze Ober andere Spiele , namentlich über 
Whist und Dame , eingemischt sind. Am Ende des Bandes befin- 
det sich ein ziemlich ausfuhrliches Yerzeichnifs der Autoren öb^ 
Schach- und Damenspiel, in welchem man aber eine grofse Menge 
auflallender Druckfehler in den Titeln , besonders der deutschen 
Werke, antriiR. Verbessert und erweitert ist dieses Verzeichniiis 
auch dem New " Trealise vom Jahre 1841 angehängt worden* 
Wir haben es mit unseren Blattern verglichen. 

Noch findet man in diesem Philidorian D'Arhlay's Gedicht: 
yyCaissa redivim; or the Mu%io Gambit wieder abgedruckt. 
(S. Arblay, D\) 

. . . New Variations on the Muzio Gambit. London^ Plook. 
1881. In 12. 24 Seiten. Diese Abhandlung hat der Verfasser 
später in sein Lehrbuch aufgenommen. (^Walker. S.290.) 

. . . Analysis of Chefs. Translated from the Preneh of 
A. D. Philidor. London, 1832. In 8. S.Philidür, A.D. 

. . . New Treatise on Chefs. (First edition.') London, 1882. 
In 8. 80 Seiten. 

... Second edition. London, Sherwood and Co. In 8. 
160 Seiten. (Ohne Angabe des Jahres.) 

... Third edition enlarged. London, Sherwood Gilbert 
et Piper. 1841. In 8. XVI und 296 Seiten. (Auf die in diesem 
Buche enthaltene Literatur wird sich in diesen Blättern häufig 
bezogen.) 

... The Art of Chefs »Play : a New Treatise of the Game 
of Chefs by George Walket. Fourth Edition. London^ 1846. 
Sherwood, Gilbert et Piper.^^ In gr.8. 880 Seiten. 



857 



Diese vierte Ausgabe eines Werkes, welches zu den her- 
vorragendsten Arbeiten seines geistreichen Verfassers gehört, be- 
weist übrigens hinreichend, data Walker ^ neben den strengen 
Forderungen der Theoretiker^ auch dem Verlangen der groCsen 
Schachwelt zu entsprechen weife. Diese neue Bearbeitung ist be- 
deutend umfassender als die alteren; denn von 296 Seiten ist sie 
bis auf 380 angewachsen. Nach einer Zueignung an die Mit- 
glieder des S{. Oeorge*8'Clubj in welchem der Verfasser das Amt 
eines Sekretärs versieht, folgt S.l — 45 die Einleitung mit den 
von Walker geordneten, und von dem SC, George und einigen 
andern Clubs angenommenen Schachgesetzen. Das zweite 
Buch, S.45 — 241 enthält die sehr erweiterten Spielanfänge, und 
das dritte, S. 241 --3129 häuGgsten vorkommen- 

den Spielendungen , bei denen man aber ungern bildliche Darstel- 
lungen der Stellungen vermifst. Das nun folgende vierte Buch 
ist ein ganz neuer Zusatz und handelt von den Spielen mit Vor- 
gabe von einem Bauer und einem, zwei oder dreien Zögen. Hieran 
schliefst sich dann, S. 339 , als Anhang , ein aus der vorletzten 
Auflage entnommenes Verzeichnifs der Schachautoren. Dieses 
Verzeichniis erscheint jetzt vervollständigt, und bis auf die neueste 
Zeit, selbst mit Einschlufs der Berliner, S. 366, erwähnten 
Schachzeitung , fortgeführt. Die letzten Seiten des Bandes endlich 
füllt eine Polemik , welche wir indefii lieber vergessen wünschten. 

Die Ausstattung des Werkes ist mit dem , den Engländern 
eigenthümlichen Geschmarke-ausgeführt , jedoch sind die Typen, 
um Raum für die Menge des Stoffes zu gewinnen, auffallend klein 
gewählt, was bei der Einführung von Tabellen mit der Darstel- 
lung durch Zahlen und Buchstaben, an der Stelle der beschreiben- 
den Bezeichnungen der Zuge, hätte umgangen werden können. 

Durchgehends bei der Bearbeitung der „ Kunst des Schach- 
spiels^^ sind die neuesten Forschungen, namentlich die von Bilgucr 
und Jänisch^ wie die häufigen Anführungen dieser Autoren be- 
weisen , mit Umsicht und Auswahl benützt. Zu wünschen steht, 
dafs auch diese vermehrte vierte Auflage einen Uebersetzer finde: 
dieser möge jedoch, nach dem Vorgange fTt/com^'«^ am besten 



358 



die tabellarische Form , mit der bei vma üblichen Bezeichnunf , 
wählen. Vielleicht druckt er dann die Tabellen and Anmerkungen 
in zwei getrennten Heften , und schliefet dem kleineren die End« 
spiele mit Diagrammen an. (S. Berliner Schachzeitnng. 
1846. 4. Heft.) 

... Anweisung zum Schachspielen. Die vor- 
züglichstenSpieleröffnungen und Endspiele, nebst 
einigen eigenthümlichen Stellungen, und fünfzig 
ausgewählten Ausgaben, enthaltend. Von Georg 
Walker, Präsident des Schachklubbs in Nottingham. 
Aus dem Englischen übersetzt und mit Anmerkun- 
gen begleitet Yon J. F. Schierek. Frankfurt am Hayn, 
1833 — 1836. Gedruckt und verlegt von Johann Da- 
vid Sauerländer. In 12. 2 Theile mit einem Steindr. L TU. 
VI (2 leere) und 189 und noch 3 Seiten Inhalt. II. Thl.: Die Spiel- 
eröffnungen des Capitain Evans , das Gambit desifu^to, End- 
spiele^ eigenthümliche Stellungen und ausgewählte Aufgaben mit 
ihren Auflösungen enthaltend. IV und 139 Seilen. 

Diese Uebersetzung umfalst die erste Ausgabe des Urtextes, 
und die Zusätze der zweiten, welche vorzüglich in Eoans'-Muzio- 
und im Laufergambit bestehen. 

Ä Selection of Games iU Chefs , acluaXly played hy 
Philidor^ and his Contemporaries ; new first puhlished friom 
ehe Original ^Manuscripts. With Notes, and AddiHons. Lon^ 
don, Sherwood, Gilbert et Piper. 183S. In 8. XVI und 110 
Sellen. (v.Bilguer. S.33. — Walker. S.290.) 

... Chefs made easy^ a nßw Introduction to that scientific 
and populär Game; writleih ewclusively for Beginners. Lon- 
don y Sherwood and Co. 1837. In 8. 

... (Nachdruck.) Philadelphia ^ 1837. In 8. 

... Chefs Studies: contairUng One Thousand Garnes^ ae* 
tually played during ehe Last Half Century : presenting an 
unique CoUection of Classical and Brilliant Spedmens of Chefs 
Skill in every Stage of the Game and thus forming A com^ 
plete Encyclopedia ofReference. By George Walker. Lan^ 



359 



ifofi, prifUed for Limgmany Brown ^ Green and Longmans, 
Paternoster 'Row. 1844. In ^.8. XII Seiten und 86 Blätter auf 
drei Spalten eng gedruckt. Eine vortreOliche Sammlung. 

... Sr, O. Walker and Dr, Böget, Papers on the Knight^s 
Cheß-' Board' Tour. S. Philosophical Magazine and Journal. 
Ävril and June 1840. 

. • . The Battie of M'Donell and De La Bourdonnais. S» 
Cheß" Players 'Chronicle. Vol. IV. S. 369—381. 

... The Light and Lustre of Cheß. Siehe Ebendaselbst. 
S. 215, 248 und 279. 

... Cheß in the East. S. Ebendaselbst. VolV. S.240. 

... On the moüing the Knight over eoery Square of the 
Cheß'board altemately, Ä Letter, S. The London andEdin^ 
burgh Philosophical Magazine. 1840. Vol. 16. S. 498 — 501. 

... Vincenzio le Venitien^ Conte phantastique. S. Pala^ 
mede. T.II. (1837.) S. 219— 245. 

... Von diesem geistreichen Autor findet man in Fräsers 
Magazine 1839 — 1840 noch vier verschiedene Schriften über das 
Schachspiel, und zwar: 1. Des Chapelles^ the Cheß "King. 
2. History ofthe Cheß Automaten. 3. Cheß without the Cheß" 
boardy und 4. The Cafe de la Regence. 

Walker y William Greenwood. 

... A Selection of Games at Cheß actually played in 
London^ by the täte Alexander MDonnell Esq. the best Ehg^ 
lish Player , with his principal Contemporaries , including the 
whole of the Games played by M. de la Bourdonnais and Mr. 
MDonnell. London, Hurst. 1836.' In 8. 280 Seiten. QWalker. 
S.291.)— \ergl Mac "Donnell. 

Wallis^ Joh. S. T. Dr. 

. . . Opera mathematica. Tribus voluminibus contenta. 
Oxoniae, e Theatro Sheldoniano. An. Dom. 1699. Fol. (Ubi 
pag. 159 — 164. Tom.T. ex Commentariis Arabicis Selabo'ddin 
Mohammed Alsaphadii in nobUissimi Poetae Tograt Carmen 



360 



Mä Bmimto tAjam dieimmj äe v^emM^ Swkmirmm^e 9. Semeckm- 
tum Ludo et de vero ^me inieemtwrey SeMm Rm Dmkir, natime 
Mndo, leet» digmeeimmy Armkiee etlaäme^ nee tum eam/nU um 
mmeronsm tfranarum in abaeoSeacckamm sexageeiet et qua~ 
ier duplieatarum, ogendee. ^CMms. S.151.) 

Warnsdorf, H. C. v. 

... Des AösseUprnngs einfachste nnd allge- 
ineinste Lösung, gefunden and dargestellt von.... 
Mit 96 Figoren im Steindruck. Schmalkalden, in 
der Th. 6. Fr. Varnhagen*schen Buchhandlung. 1823. 
In 4. 68 Seiten. 

Anfanger mögen, um den Gang des Springers sich einzu- 
prägen, dergleichen Zusammensetzungen versuchen, wdche aller- 
dings einige Aufmerksamkeit erfordern, besonders wenn man sie 
80 machen will , dab sie in sich zurückkehren. — (Recens. in d. 
allgem. LiL Zeit. 1825. Nr. 183. 184.) 

Weickhmann, Christoph. 
... Neu erfundenes grofses Königs-Spiel: Wel- 
ches sich zwar mit dem Sinnreichen und jederzeit 
hoch-berühmten Schach-Spiel in etwas verglei- 
chet, jedoch aber von demselbigen hierinnen merk- 
lichen underschieden wird, dafs dasselbige nicht 
nur allein selbst Ander, wie das gewöhnliche 
Schach-Spiel, Sondern auch selbst Dritt, Vierdt, 
Sechst und selbst Acht, sowol ein jeder von sich 
i^elbsten^ als auch Partyen-weifs, kan gespielet 
werden. Mit angehencktem und daraufs gezoge- 
nem Staats- und Kriegs-Rath; In welchem in die 
LX. aufs diesem Spiel genommene Obsereatioms^ und 
darauf sich fügende Applicatianes PoUticae et MiiitareSj 
so in dem Regiments- und Kriegs-Wesen vorzu- 
kommen pflegen, aufs den vornembsten und be- 
i^ühmtesten Autharibue zusammen gelesen, durch 



861 



dieses Newe Spiel also applicirt, mit schönen und 
anmuthig^en ExempUs und MoraUhus iilustrirt und 
Termitteist dieser gar kurtzen und leichten Lehr- 
Art^ solcher massen vorgestellt werden, daTs 
Ihme dieseibige ain Jeder, sonderlich aber junge 
Herren, und Stands-Personen, ohne beschwerliche 
Lesung vieler Bücher, allein Spielsweise (wieauTs 
der Vorrede mit mehrere m zu ersehen ist) bekandt, 
und zu Nutz machen können. Mit 8 unterschied- 
lichen in Kupfer gestochenen Tabellen, vermit- 
telst deren dieses Grofse Königs-Spiel gar leicht- 
lichen, und ohne sonderbare Müh, begriffen und 
erlernet werden kann, geziert, Und auf vielfälti- 
ges Zusprechen vieler vornehmer Personen in den 
Truck gegeben durch Christoph Weickhmann. (Das 
Zeichen des Druckers mit der Jahreszahl M.DC. \ LXIV zu bei- 
den Seiten.) Ulm, Bey Balthasar Kühnen, bestellten 
Buchtruckern und Händlern daselbsten. Fol. 7 BL 
und 257 Seiten sammt 6 Blättern Register und einem Titelkupfer. 
Das Werk ist Maximilian Heinrich Ert%^ Bischöfen zu Cölln .•• 
zugeeignet. — Einen Abdruck besitzt die Wiener Hofbibliothek. 

Weltmensch. 
... Der beliebte Weltmensch, welcher lehret 
die üblichsten Arten der Spiele in kurzer Zeit nach 
den Regeln und der Kunst von sich selbst zu be- 
greifen, und in allen Gesellschaften als Meister 
aufzutreten. Nebst sechs Abhandlungfsn von dem 
Werthe der Spiele. (Mit einem Titelkupfer.) Wien, Ver- 
legts bei Joseph Gerold. 1795. In gr. 8. — Das Werk 
handelt auf den Seiten 418 — 451 von dem Schachspiele , und 
auf den Seiten 452 — 473 von dem Kriegsspiele. Ein Abdruck 
befindet sich in der Wiener Hofbibliothek. 



862 



Wesenheit. 

... Die Wesenheit des indischen Schachspiels 
und die in diesem Urspiei zunächst verwandte 
Spieiweise. Nürnberg, 1843. In 4. 

Wielandy Chr. M. 
... Abhandlung über die ältesten Zeitverkür- 
Zungsspiele. S. Dessen sämmtliche Werke. Bd. 24, 
Seite 99. 

... lieber das Alterthum und das Ansehen des 
Schachspiels. S. Deutscher Merkur. 1781. Erstes 
Vierteljahr. 

WieliuSy Lucas 
CSilesius Ugnicensis). 
. . . Isagoge in ScaccMam Ludum. Cui additum est M. H. 
Vidae Carmen. Argentinae, apud Paulum Ledertz. 1695. In 4. 
(Clodius. S. 150. — AriaL II. S. 118.) Dieses Werk enthält einen 
Commentar zu Vidas Gedichte. (Vergl. Ludus Latrunculorum.) 
— Lessing gedenkt in seinen EoUektaneen. Tbl. II. S.334 
einer Ausgabe: Ärgentinae^ 1504, in 8. , welche Jahresangabe 
als ein Druckfehler , anstatt 1604^ anzusehen ist. Walker gihi 
eine andere Ausgabe vom Jahre 1650 an. (Vergl. Vida^ M.H.) 

Willis y Robert. 
... AnAttempt to analgse ehe Aueomaton Che/s "Player 
ofMr. deKempelen^ wüh an easy meehod ofimitaeing ehe mo- 
vements of that eelehrated figure. lUustrated hy original Dra^ 
wkigs. London^ Booth. 1821. 8. 40 Seiten. With an Appen^ 
dix ofthe move of the Knight. (Walker. S. 260.) 

Windisch y M. Charles Gottlieb de. 
• . . Lettres de .... sur le joueur d'Echecs de M. de Kern- 
pelen^ traduction lihre de l^Allemand^ et publiees par Chreticn 



363 



deMechel. Briefe Aber den Schachspieler desHerrn 
Ton Kempelen, nebst 8 Kupfertafein, die diese be- 
rühmte Maschine vorstellen. Herausgegeben von 
Christian Meckel. Paris, Jombert (ohne Jahr). In 8. 36 Sei- 
ten. {Milliny A. L. Annales encycL 1817. V. S.224.) 

... (Eine andere Ausgabe.) Basel, 1783. In 8. {Catalogue 
Wolters. Paris, 1844. In 8.) (Vergl. Tarufß.^ 

. . . Leiters of Mr. ... on the Automaton Chefs ^ Player of 
Mr. de Kempelen. Translated hy M. S. N. firom the German 
of Chrelien deMechel. London, Brown^ 1819. In 8. 85 Seiten. 
(Walker. S.260.) 

Wits 

Interpreter. 1662. (Twifs. U. S. 56.) Das Werkchen handelt 
auf 16 Seiten von dem Schachspiele. 

Woorf, Rev. Henry. 

... A new Guide to Chefs. London^ Sherwin. 1884. In 12. 
... Second edition. 1839. In 12. (Walker. S.290.) 
. . . Rules for Playiny the new Game of double Chefs for 
fqur Players on one Board. London, Sherwin (1846> In 8. 

Wunsch y Costantino. 

... Jl giuocatore solitariq. Bergamo, )824. In 8. S. 
Stamma, Filippo. 



Zanucchiy Girolamo. 

ludo Scacchorum. S. Hifde, Th. Mandragoriiis. 
Oxon. 1694. In 8. T.II. S.183. 

(Italienischer Uebersetzer des Vida. (S. Vida^ M. H.) 

Zeiler j Mart. 

• IHnerariumOermanicum. Handelt I.e. XL. S.264, vom 
Schachspiele. 

Zeitung. 

... Illustrirte Zeitung. — Diese in Leipzig erschei- 
nende, noch fort bestehende periodische Schrift enthält ebenfalls 
Schachaufgaben. 

Zuylen van Nieveldj Batav. Gener aL 
...La Superiorite au Jeu des echecs, nUse d la porCee de 
tout le mondey et particulierement des dames gut aiment ceC 
amusementy ou meChode noumlley au moyen de laquelle an 
pourra en peu de tems et sans beaucoup d^appUcaUon aeguerir 
une tres grande force de cejeuy avec un volume de platicheSj 
pour texpUcation des coups et un Schiguier avec ses pieces 
dans un goüt nouveau. (Mit dem Motto : Du hon sens ! du 
bon sens!) A Campen , che% J. A. deChalmont. 1792. In 8. 
166 Seiten. 

... Ebendaselbst. 1797. In 8. (^Oetthiger. Nr. 269.) 

Dieses anonym erschienene Werk enthält nur solche praktische 
Endspiele , in denen Bauern vorkommen, welche gegen feindliche 
Bauern oder gegen Figuren wirken. Aufser diesen Spielen befin- 
den sich aber in dem Abschnitte, welcher von der Thätigkeit des 



865 



Königs handelt, unter der Ueberschrift: Trais grand» maux 
eurahles par irois grains de bon sens,^^ von Seite 107 — 158, 
drei Artikel eingemischt, welche einen politischen Zweck haben. 

Nieveld's Arbeit ist durchaas brauchbar; aber ungemein 
weitläufig, und enthält, da sie nur rein anfangsgründlich ist, für 
den geübteren Spieler wenig Anziehendes. 

Zugleich mit der französischen Ausgabe des Werkes erschien 
in demselben Verlage auch 1792 eine holländische Uebersetzung. 
Aufser dem findet man die Spiele des Nieveld in Koch' 8 Codex, 
zweiter Auflage , und der gröfste Theil derselben ist auch in die 
Elements von W. Lewis aufgenommen worden, (p, Bilguer.') 



Hiermit endet die Literatur unseres königlichen Spieles. Wir 
haben sie nach unserem besten Wissen und Können mit grofsem 
Fleifse und vieler Mühe zusammengestellt , und uns dabei emsig 
nach allen Seilen hin umgesehen , wo wir noch nie betretene Spu- 
ren zu gewahren glaubten. Möge das Buch seinem Benützer from- 
men, und dessen Kenntnisse erweitem, dem Ordner aber jene 
Nachsicht gewinnen, welche jedes Werk, das, ungeachtet des 
redlichsten Bestrebens, wegen Unzulänglichkeit der Mittel stets 
ein unvollkommenes bleiben mufs, gern und gerecht anzusprechen 
pflegt. 

So unvollkommen jedoch diese Blätter seyn mögen , so rei- 
chen sie dennoch hin, um aus der in denselben dargebotenen 
Masse des literarischen Stofies nicht allein auf die Berühmtheit un- 
seres geistvollen Spieles , sondern auch auf den inneren Werth, 
den es sich mit Recht erworben , und auf die Wichtigkeit , die es 
seit mehr als einem Jahrtausend in dem bürgerlichen Leben er- 
langt hat, schliefsen zu können. Zuerst „eine sittliche Unterwei- 
sung und sinnreiche Unterhaltung für einen König dann „ ein 
Abbild und eine Lehre des Krieges^^^ war es, wie der geist- und 
kenntnifsreiche Forscher Wackernagel*) spricht, „im weiteren 



An dem oft genannten Orte. S.44 und 45. 



866 



Verlaufe der Wanderung desselben durch die Völker und die Zen 
ten zunächst ein Bild der germanischen Saatseinrichtung, endlich 
sogar des Lebens aller Welt geworden, ein Bild für jegliches Ver- 
halten der Menschen unter sich und gegen Gott. Und umgekehrt 
erchien die ganze Welt nur als Schach^ das der AllmächUge 
spiele , auf dem er nach Belieben Könige und Bauern hin und her 
rücke, gewinnen und verloren gehen lasse, oder aber, wenn das 
Spiel des Lebens beendigt sey , komme der Tod und räume die 
Figuren zusammen, und werfe sie unterschiedlos durch einander/' 
Also spricht Hermann von Fritslar in seinem Buche: „Das 
Heiligenleben^^ am Schlüsse des Sa/ncie Aleanus Tacs *): 
„Ein meister glichit dise werlt eime schäfzabele; 
dä stän üffe kunige vnd kuniginnen vnd rittere 
vnd knappen vnd venden^ hie mite spilen si. wanne 
si müde gespilet haben, so werfen si den einen 
vnder den anderen in einen sack. Alse tüt der töt: 
der wirfet iz allez in di erden. Welich der riebe 
st ader der arme sl ader der bäbist si ader der ku- 
nie, daz schowet an denie gebcine: der knecht ist 
dicke vber den herren geleget, sö si ligen in deme 
beinhüse. " 

So Schnelsen wir denn diese Blatter mit den Worten des Bru- 
ders Reubold surse von Strafsburg , wie sie zu lesen sind am 
Ende des Heidelberger Codex des Conrad von Ammenhusen. 

„Hie hat dis buchelin ein ende: 
Dez frowent sich mine hende.'' 



*) Siehe Pfeifflefs deutsche Mystiker. I. 164. 



Znsätze nnd Berichtipngcn. 



Zur Seite 45* 

In Bezug auf Konrad von Ammenhusen lautet die Stelle 
in Pupikofers Geschichte des Thurgau's (LBand, S. 130) folgen- 
der Mafsen : 

„Nahe bei Liebenfels liegt Ammenhauaen, von woher die von 
Ammenhausen sidimmen ^ deren Wappen zwar noch bekannt ist, 
ohne dafs ihrer jedoch in diesem Zeiträume schon Erwähnung ge- 
schieht." 

Dazu findet sich in der zweiten Beilage , Seite 29, folgende 
Notiz: Amenhusen oder Amelhusen führte, laut Gallus Dehrns 
Nachrichten , einen quer getheilten Schild ; die untere Hälfte blau, 
die obere, gerade getheilt, links roth, rechts weifs. — Von Lß/i- 
berg's Liedersaal. L S. XI." — 



Zar Seite T7. 

Hier ist einzuschalten : a.^ Im EscoriaL An diesen Ort ge- 
hört die, Seite 107 nachträglich aufgenommene und beschriebene 
im Escorial bewahrte Handschrift Alphons X. des Weisen, 
Königs von Kastilien und Leon. (S. Seite 107.) 

Moseh A^an de Zaragua verfafste in catalonischer Sprache 
ein Werk in Versen über das Schachspiel, welches ein Anonymus 
um das Jahr 1350, in die kastilische Sprache übersetzt hat. Diese 
Uebersetzung wird ebenfalls in der k. Bibliothek del Monasterio 
de S. Lorenzo del Escorial mit der Bezeichnung ij, L. 6. aufbe- 
wahrt. Sie bildet einen Band in Folio , ist auf Papier schön ge- 
schrieben , und hat den Titel: j^Los trabajos de Hercules ^ y ei 



368 



cande de Lueanar.^ — Gegen den Schhils Gest man: „Este 
Uhro compuso e fUo mose a^an de earagua en ianguage eata^ 
Um e despues fue tomado et% eastellano. ^ 

Das Werk beginnt mit der Erschaffung der Welt, nnd handelt 
weiter von den Pflichten der Menschen gegen Gott^ sodann von 
der wahren Ausübung aller Tugenden, und schhelst mit der Er- 
wägung der Nachtheile, welche das Kartenspiel dem Menschen 
bringt. (S. Castro^ D. Jos. Rodriguez de, Bihlioth. Espanola. 
T.L S.182, 183.) 



Auf eben dieser Seite 77 ist in der H.Zeile der dortige 
Druckfehler in Biblioth. LusUana zu verbessern. 



Zar Seite 119. 

Aycardy Marie. 
... Le Tigre et les Echecs. (Kleine Erzählung.) S. Polo- 
mede^ Le. T. VH (1847.) S.36— 42 und 83—89. 



Zar Seite 122- 

BattveriOj Giovanni. 
Dieser Name ist ein, uns erst später klar gewordenerbrlhum, 
wozu CanceUieri in seiner Dissertazione ifUamo agli uamini 
dolati di gran memoria etc. die Veranlassung gegeben hat. Die- 
ser falsche Eigenname entstand nämlich aus €Hov. Batt Verci 
durch die irrige Lesart des Setzers in CancelUerVs Handschnß^ . 
titid blieb in obiger Gestalt in dem Werke des Letzteren stehen. 
Man kann denselben daher auch in keiner vom Schachspiele handeln- 
den Literatur finden. 

Seite 132 soll Brodecky vor Brosse stehen« 

Ztnr Seite 137. 

Carisien^ Karl Eduard van. 
Dieser grofse Freund des Schachspiels war kdnigl. preulsi'* 
scher Major^ und wird in der Berliner Schachzeitung^ II. Jthrg^ 



869 



S.115, als Verfasser der meisten „Tafellieder derBerliner 
Schachgesellschaft angegeben « welche zu Berlin im 
Jahre 1831 erschienen sind. Sein Nekrolog, von J. Minding ge- 
schrieben, findet sich in derselben Schachzeitung, II. Jahrgang, 
S.112— 115. 

Zur Seite 144. 

Der Jahrgang 1847 Chefs ^ Play er' s^Chronicle ist nicht 
der siebente , sondern der achte Band der ganzen Reihe , weil der 
erste Jahrgang in zwei Bänden besteht. 

Von diesem Jahre 1847 an erscheint diese vortreiHiche Zeit- 
schrift in wöchentlichen Lieferungen. 



Seite 146 lies in der zweiten Zeile von unten : Coharrubias. 



Zu den Seiten 191 und 193' 

Heidebrandt und der Lasa^ Herr von. 

... Lösung des Rösselsprungs. S. Berliner Schach- 
zeitung. L Jahrg. S. 188— 194; ferner II. Jahrg. S.79 — 86 und 
97—103. 

... Das Schachspiel in Hamburg und Altona. S. 
Ebendaselbst. S. 1 1 6 — 1 20. 

Der Artikel: ^^Heidebrandl^' ist aus Versehen unter zwei 
Rubriken , nämlich auch unter ^^Ueydebrande^' gebracht worden. 
Man bittet die letztere mit der ersteren zu vereinigen. 



Zur Seite 212» 

Kennj/y Charles. 
... y^The Manuel ofChefs.^' Dieses Werk erschien nicht im 
Jahre 1846^ sondern im Anfange des Jahres 1847, und wird im 
Chefs-Player 8-Chronicley 1847, S. 12, den Anfängeai als ein 
höchst brauchbares und vortreiTIiches Werkchen empfohlen. 



24 



870 



Zur Seite 222' 

hardin^ J. 

... Notes y Renseignements biographiques. S. Palamide^ 
Le. T. Vn. S. 9 — 16. Diese beziehen sich auf Phüidwr and den 
Herrn von Kempelm. 



Zur Seite 233. 

Min ding y J. 
... Nekrolog des ausgezeichneten Schachspie- 
lers und königl preuTs. Majors a. D. Karl Eduard 
von Carisien. S. Berliner Schachzeitung. Zweiter Jahrgang. 
S. 112—115. 



Zur Seit« 261. 

Oppen y O. von. 
... Haben die Römer Schach gespielt? — S. Ber- 
liner Schachzeitung. U. Jahrgang. S.103 — 110, sammt Nachtrag 
dazu. S. 120 — 122. — Die Frage wird mit Ja beantwortet und 
historisch und sprachlich bewiesen. 



Zur Seite 264- 

Von der französischen Schachzeitung: ^^Le Palamkde^" ist 
der sechste Theil der 11^® Serie (1847) mit dem Bildnisse des Prä- 
sidenten des Pariser Schach -Clubs, Herrn F. Deoitick^ geziert. 



Zur Seite 2S5. 

Rösselsprung. 

... Lösung des Rösselsprungs. (Den SchluEs dieses 
Au&atzes findet man in der Berliner Schachzeitung. II. Jahrg. 
S.97 — 103 , und es ist der Aufsatz vom Herrn Yon Heidebrande 
und der Lasa. (S. HeidebrandtO 



371 



Zur Seite 3]^. 

Schudt^ Joh. Jacob. 

... Jüdischer Merkwürdigkeiten Theil I — IV. 
Frankfurt und Leipzig. 1714. In 4. 

Im sechsten Buche des vierten Theiles, Kap. 35, 'S. 382, liest 
man: ^^dafs die Juden sonderliche esUm von dem Schachspiel 
machen, haben wir in den jüdischen Merkwürdigkeiten notirt, und 
ist um so viel weniger zu bewundern , wann schon von urallen 
Zeiten das israelitische Frauenzimmer solches Spiel geliebt und 
geübt, wie aus der Gemara Retuboth Fol. 61 zu ersehen. Dann 
wan daselbst gesagt wird , dafs das Frauenzimmer bei den alten 
Hebräern gespielt habe, so erklärt der Commentator diese undeut- 
lichen Worte dahin , sie spielten mit kleinen Hündlen, und in dem 
Spiel so Ithkakith (Schach - Spiel) genannt wird." (S. auch FFa- 
genseily DescripC* Norimb, 1.1. cap. 22. p. 168.) 



Zur Seite 313. 

Dem dort angegebenen Inhalte des Werkes von Andreas Senfl- 
/^Ww« ist noch voranzuschicken. S. 172 — 184. Cap. XII. De ludo 
iaCrunculorum, Calculi. Latrunculi et latronesy eorum materia 
et forma, Lineae, Xo!>pai, noXnsy Mandrae. Ludus Latrurt" 
culorum est simulacrum belli. Explicatur Omdius ad Pisonem, 
Procum ludus apud Homerum. S.184 — 190. Cap.XHL lloXia 

Das Werk von Andreas Senftlebius findet man auch in Jac. 
Oronovü Thesauro Antiquitatum graecarum. T. VII. col. 1121 
—1211. 



Zar Seite 324. 

Stauntons Chefs 'Player^s Handbook wird mit nächstem 
in Bohns scientific Library erscheinen, und davon den ersten 
Band bilden. 



24* 



872 



Zar Seite 328. 

Strutt^ Joseph. 
The Sports and Pastimes of the People of England,*, 
With Engravings^ A New Edition^ wilh a copiaus Index. By 
William Hone London, printed for Thomas Tegg. 1841. 
In gv.8. LXXn und 420 Seiten. 

Dieses vorlrefTIiche inhaltsreiche Werk führt im vierten Buche, 
Kap. II. von Seite 305 — 316 folgende Gegenstände an : IV. Chefs; 
Its Antiguity. V. The Mor als of Chefs. VI. Early Chefs-Play in 
France and England. VIL The Chefs - board. VIIL ThePie- 
ces , and their Form. IX. The various Games of Chefs. X. An- 
dient Games simular to Chefs. XI. The Philosophefs Game. 



Systematisches Register. 



Literfitur des 

Additions. 97. 
Adelung, Friedr. 97. 
AUiey, Mr. Fr. 104—106. 
Beiträge. 123. 
Beyer , M. August. 126. 
Bilguer, P. R. v. 126. 
Bruns, P. Jos. 133. 
Cancellieri, Fr. 137, 143, 294. 
Chefs - Player's Chronicle. 144. 
Glodius, Henr. Jonath. 146. 
Gochrane, James. 147. 
Deppen, Otto v. 162. 
Eschenburg, Je- Joachim. 169. 
Graefse, J. G Th. 183. 
Hyde, Thomas. 200. 
Höck, J. D. A. 195 u. 285. 
M. A. 242. 



Schachspiels. 

Mafsmann , H. F. 248. 
Melanges. 251. 

Merkur, der n. deutsche. 252. 
Miliin, A. L. Anuales 253. 
Montfaucon, Bern. de. 254. 
Oettinger, E. M. 260. 
Palamede, Le. 264. 
Prolegomena. 280. 
Revue. 291. 

Rocco, D. Benedetta. 294. 
Schachzeitung. 311. 
Stein, Elias. 325. 
Twifs, Richard. 336 
Wackernagel, Prof. W. 353. 
Wahl , S. F. Günther. 353. 
Waidder, S. 355. 
Walker, George. 356—358. 



Geschichtliche Werke ^ Aursätze und Stellen, Biographien, 
Anekdoten und Alterthümer. 

Allen -Lake. 102. 
Alphonsus, Petrus. 107. 
Al-Suli. 108. 

Amati, D. Giacinlo. 109—110. 
Andreae, H. F. III. 



Aben-Esra. 91. 
Account. 96. 
Actius, Thomas. 96. 
Ahmed Ben Sirim. 98. 
Ala-cd-din. 114. 



874 



Anton, R. G. 112, 

Apomasar. 113. 

Arabscha. 98, 113. 

Archacologia. 114 — 115. 

Artemidorus. 98 u. 116. 

Avcrani , Gius. 116. 

August, Herzog von Braunschweig. 

(Gustams Selenus.) 116—118. 
Barbeyrac, J. 121. 
Barringion. 122. 
Beiträge. 123. 
Bellonius, Petr. 124. 
Brofse, Jos. 132. 

Brühl, Hans Maurice, Count thc. 132. 
Bryant, Mr. 133. 
Buhle, Chr. A. A. 133. 
Cataleda Virgilii. 139. 
Chefs in China. 142. 
Chefs made easy. 142. 
Chnstie, James. 145. 
Gox, Capt. Hiram. 151. 
Cütri , Leonardo de. 153. 
Dictionnaire. 95 — 96. 
Dubois, M.Louis. 164. 
Editor's Scrap Wallet. 167. 
Ficoroni, Franc. 171. 
Freret, Nicolas. 174. 
Funolis , Jac. de , Mspt. 83. 
Gervasius Tilberiensis. 178. 
Graefse, J. G. Th. 183. 
Gubitz , R. S. 189. 
Harvey, Lord John. 191. 
Heidebrandt und dcrLasa, T.v. 191. 
Herbelot, Barth. 193. 
Herrada, Petrus. 193. 
Hisloria. 194. 
History. 194. 

Hoffmann v. Fallersleben, Hemr. 195. 
Hoffmann , J. J. 196. 
Hyde, Thomas. 200. 
Jaucourt, Chev. de. 204. 



Introduction. 206. 
Jones, William. 207. 
Irwin, Eyles. 208. 
Krünitz, J. G. 217. 
Lambe, Robert. 221. 
Lardin, J. 370. 
Leclerc, David. 222. 
Letter. 222. 
Lexicon. 229. 
Lucena. 62, 63. 
Madden, Frederic. 243. 
Martyr ab Angleria, P. 247. 
Mafsmann, H. F. 248. 
Mennel, Jacob. 119, 123. 
Meursius, Job. 252. 
Miliin, A. L. Annales. 253. 
Montfaucon, B. de. 255^ 
Moves. 255. 

Nachtigall, J. K. Chr. 257. 
Netto, Dr. 257. 
Olearius , Adam. 260. 
Oppen, 0. von. 370. 
Origine. 262. 
Paciottus, Felix. 264. 
Palamede, Le. 264. 
Preport, M. 279. 
Prolegomena. 280. 
Pruen, Thomas. 280. 
Recherches. 284. 
Rhodiginus, L. C. 291. 
Roman de Couvret , J. J. T. 296. 
Rosinus, Job. 296. 
Rossi , C. Ph. de. 29ö. 
Sabatier de Castres. 299. 
Saccheri , P. Girol. S. 299. 
Sagitarius, P.M. 300. 
Salmasius, Claud. 300. 
Salvio, Aless. 301. 
Sarrasin, J. Fr. 304. 
Saverien, M. 307. 
Schach - Ahnanach. 308. 



875 



Sehacfazeitung. 311. 
Schubert, F. T. 312. 
Scbudt, J. J. 371. 
Senftlebius, A. 313, 371. 
SUberschmidt , H. 316. 
Singer, S. W. 317. 
Souterius, Daniel. 318.. 
Stein, Elias. 325. 
Slrutt, Jos. 372. 
Tomlinson, Gh. 332. 
Translation. 334. 



Twifs^ Richard. 336. 
Verci, G. Batt. 339. 
Villot, F. 351. 
Wackernagel , Prof. W. 353. 
Wahl, S. F. Günther. 353. 
Waiddcr, S. 355. 
Wallis, Job. S. T. 360. 
Wieland , Chr. M. 362. 
Wielius, Lucas. 362. 
Zeiler, Mact. 364. 



Sprachliche Notizen üher das Schachspiel und die Name» 
der Schachsteine. 



Aben-Esra. 92. 

Anton, C G. 112.. 

Archaeologia. 114, 115. 

Besoldus, Chr. 125. 

Brofse, Joseph. 132. 

Gange, Garolus du Fresne Du. 137. 

Gox, Hiram. 151. 

Douce^ Francis. 164. 

Hyde, Thomas. 200. 

Jones, William. 207. 

Josepho , Angelus ä Sancto» 208. 

Menage, Guy. 251. 



Meursius, Job. 252. 
Namen. 257. 
Publicius, Jacob. 280. 
Sarxasin, J. Fr. 304. 
Senftlebius, A. 313, 371. 
Singer, S. W. 317. 
Souterius, Daniel. 318. 
Stein, Elias. 325. 
Strutt, Jos. 372. 
Wahl , S. F. Günther. 353. 
Wallis, Job. S. T. 360. 



Ueber den Geist, die Natur, den Werth und die Grundsätze 
des Schachspiels. 

Sokeiker. 317. 



Graw, Friedr. 184. 
Uuartc, Job. 199. 
Martyr, Petrus. 248. 
Peyrat, Guill. du. 268. 
Pratt, Peter. 279. 
Schachspiel. 310. 



üüacker, J. C. B. 337. 
Wahl S. F. Günther. 353. 
Walker, George. 359. 
Wits Interpreter. 363. 



lieber den Nutzen, Gebrauch, MiEsbrauch, Lob und Tadel 
des Schachspiels. 



Ilirschcl, Moses. 194. 
Ibn Sherph Mohammed. 104. 
Kausch , Job. Jos. 209. 
Maximcs. 267. 



Rocha, F. Angelus. 295. 
Sätze, 95, 299. 
Schachspiel. 310. 
Thiers, J. B. 331. 



876 



Das Schachspiel angewendet auf ReUg;ion und Moral. 



Al-RAzi. 107. 
BarbeyraCy Jean. 121. 
Cessolis , Jac. de. 9 — 43. 
Chefs made easy. 142. 
Covarrubias, Pedro de. 151. 
A. A. 166. 

Erklärung, geistl. (Ms.) 87. 

Franklin, Dr. Benj. 142, 143, 174. 

Fulgentius. (Ms.) 88. 

Gesta Romanorum. 13—15, 178. 

Heinrich von Bemgen. 55. 

Holcot, Robert. 82, 87. 

Jeu des Echecs, Le. 87. 

Ingold, Meister. 56 — 61. 

Konrad v. Ammenhusen. 44 — 54, 86. 



Liber de ludo Scacchonim. (Ms.) 87. 
Manuscripte zu Oxford und Paris. 

84, 86. 
Meun , Jean de (Ms.) 86. 
Morality. 255. 
Morals. 255. 
Moseh AQan. 367. 
Passion. 266. 
Rasibus, Job. de. 82. 
Retzsch, Moriz. 16, 286—291. 
Rusibus, Jac. de. 82. 
Strutt, Jos. 372. 
Talon, M. 87. 
Tremble, M. 334. 



Das Schachspiel angewendet auf Philosophie und Politik. 



Aben-Jachia. 92. 
Alphonsus, Petrus. 107. 
Äl-Razi. 107. 
Aretino, Pietro. 16. 
Braun, Laurent, de. 76. 
Hullmann, K. D. 199. 
Jedabiah. 92. 
Letter. 222. 



Magazin. 243. 
Nacbtigall, J.K. Chr. 257. 
Peyrat, Guill. du. 268. 
Schachpartien. 309. 
Schachspiel. 310. 
Severino, M. A. 15—313. 
Weickhmann, Chr. 360. 



Das Schachspiel angewendet auf die Kriegskunst. 



A. B. Neue Theorie. 91. 
Braun, Laurent, de. 76. 
Flammhorst's Grundzüge. 173, 189. 
Helwig, J. Chr. L. 192. 
Hoverbeck, C.E.B. Freih. v. 197. 
Huarte, Job. 199. 
L... (B. V.) 220. 



Roman de la Rose. 296. 
Schachpartien. 308. 
Schachspiel. 309. 
Stein, EUas. 325. 
Trias. 335. 

Weickhmann, Chr. 360. 



Das Schachspiel angewendet auf die Prosodie. 
Ludus Latrunculorum. 241. | Murner, Thomas. 256. 

Das Schachspiel angewendet auf die Mythologie. 
Echecs Amoureux, Les. 74 — 77. 



377 



Das Schachspiel in rechtswissenschaftlicher Beziehung. 



Actius, Thomas. 96. 
Aquila, Job. 113. 
Barbeyrac, Jean. 121. 
Gaccialupi, Job. 135. 
Costa» Stepb. 150. 



Giuocatore, 11. 182. 
Heigius, Petrus. 192. 
Mennel. Jacob. 67—68. 
Paris de Puteo. 266. 
Traclatus. 333. 



Das Schachspiel verglichen mit dem Minnespiel. 

Ecbecs amoureux, les. Ms. 74, 75, 87. i Lydgate , Job. Ms. 88. 
Grand, Jacques Le. 86. | Lucena. 62. 

Das Schachspiel verglichen mit der Dichtkunst. 
Rousseau , Jean Bapt. 297. 

Das Schachspiel verglichen mit der Fechtkunst. 
Roux, F. A. K. 297. 

Die Felder des Schachspiels mit Menschen - Radien verglichen. 
In einem Manuscripte zu London. 77, 78. 

Gröfsere und kleinere Dichtungen. 



Aben-Esra. Hebr. 91. 
Aben-Jacbia. Hebr. 92. 
Abu>AbdaIläb Mobamed. 93. 
Agatbias Mirinaeus. 98. 
Aigner, Jos. 98. 
Ampbitbeatrum Sapientiae. 110. 
Arblay, A.C,L.d\ 114. 
Aux Amateurs. 109. 
Aycard, Marie. (S.Zusätze.) 368. 
Aylwardus, Simon. 119. 
Barrau, M. 122. 
Carisien, K. Ed. v. 368. 
Cerutti, P. Jos. 140—141, 321, 325, 
326. 

Cbaruz al Scechok Haiskaki, Ms. 87. 
Delüle, Jacques. 161. 
Denbam, Jobn. 161. 
Duccbi, Gregorio. 164. 



Ecbecs Amoureux, Les. 74—77, 86. 
Eibenbaum, Jakob. Hebr. 167. 
Elegia, Ms. zu Neapel. 83. 
Emiliani, Emiliano. 167. 
Erklärung, Geistliche, Ms. 87. 

F. W. C. 171. 

Fabula de ludo Scaccborum. 77. 

Fischer, N. N. 173. 

Fragment of an epic poem. 173. 

G. B. 177. 
Giuoco. 183. 
Gould , Robert. 183. 

H. A. K. 191. 
Hawkins, Guy. 191. 
Heinrieb von Bemgen. 55. 
Jones, V\illiam. 207, 272, 279. 
Rocbanowski, Jan. 216. 

Konrad von Ammenbusen. 44 — 54. 



378 



Livre Rimet. 75, 76. 
Ludus. 240, 241. 
Manuscripte. 79, 83. 
Marino, Gio. Batt. 246, 247. 
Mazures, Louis, Sr. des. 250. 
Mennel, Jacob. 68—73. 
Mery, M. 252. 
MoDOsini, Aseanio. 254, 283. 
Moseh Acan. 367. 
Müller, Jo. Dan. 256. 
Murphy, Arthur. 256. 
Mutoni, Nicolö. 256. 
Nathan. 257. 
Oppen, 0. von. 261. 
Perrone, Tommaso. 268. 
Philieul, Vasquin. 274. 
Pindemoute, Carlo. 275. 

Prosaische Aufsätze 

Aycard, Marie. 368. 
Heinse, Wilh. 192. 
Hoffmann, £. Th. 195. 
Kennedy, Mr. 211. 
Manuscripl zu London. 77. 



Poem. 275. 

Pope, Innocent. 78, 80. 

Pratt, Peter. 279. 

Pullein, Samuel. 281. 

Raccolta. 283. 

Ramler, C. W. 284.. 

Roman de Couvret, J. J. T. 296i. 

Sitonis, C. de. 317. 

Slous, F. L. 317. 

Stamma, P. 321. 

TafeUieder. 329. 

Thurston, Jos. 332. 

TograT (in Opp. Joh. WaiUs). 360. 

Tuccius, Jul. Ascan. 110, 335. 

Vida , M. H. 340—350. 

Zanucchi, Girol 364.. 



in erzählender Form. 

Oppen, 0. von. 260, 261. 
Particulars. 266. 
Partie d'Echecs , üne. 87. 
Schach - Almanach. 308. 
Walker, George. 359. 



Spielsammlungen , Aks 

Academie. 93 — 96. 
Alembert, M. d'. 99. 
Alexandre, A. 99, 101. 
Archaeologia. 114. 
Balmford, Jacob. 121. 
Bayle, Pierre. 123. 
Bellecour. 124. 
Bendix, B. 124. 
Bilguer, P.R.v. 126- 128. 
Calvi, M. Ign. 136. 
Gazcnove, J. 140. 
Celnart, E. F. 140. 
Chefs. 141. 



lien, Encyklopädien und ähnliche 
Werke. 

Chefs - Player's Chroniclc. 144. 
Cochrane, James. 147. 
Cozio , il Contc Carlo. 152. 
Damiano. 156. 
Dictionnaire. 95, 96. 
Diderot, M. 162. 
Divertissemens. 95. 
Eucyclopcdies. 167 — 168. 
Entwurf. 168. 
Feiice, M. de. 171. 
Gianutio, Uoratio. 180. 
Uunncmann , Mr. W. 200. 
Huttmaim, Mr. 200. 



379 



Jeux. 206. 
Introduction. 207. 
Kenny, W. S. 212. 
Kieseritzky, M. 212. 
KindermanDy Jos. Karl. 213. 
Koch, J. Fr. W. 214—216. 
Lacombe, Jacques. 220—221. 
Lewis, William. 223—229. 
Lopez, Ruy. 231—240. 
Lucena. 62—63. 
Mac - Donnell , Alex. 242. 
Alanuscripte zu London. 79, 81. 
Manuscripte zu Orleans. 83. 
Manuscripte zu Paris. 86. 
Mauvillon, F. W. v. 248—250. 
Meier, Dr. Carl. 251. 
Mendheim, Julius. 251. 
Montano, Bemard. 254. 
Netto , Dr. 257. 
Notation. 259. 
Orell , Conr. von. 261. 
Oriental Mspts. 88. 
Palamede, Le. 264. 
Petroflf, Alex. 268. 
Philidor, A. D. 269—274. 



Pohlmann, J. G. 275. 
Ponziani, Domeiüco. 276 — 278. 
Porto, Antonio. 278. 
Pratt, Peter. 279. 
Preufsler, J. P.C. 280. 
Rees, Abraham. 284. 
Reinganum, A. 285. 
Riga, A. 292. 
Sarratt, J. H. 305—307. 
Schachspiel - Geheimnisse. 311. 
Schachzeitung. 311. 
Silberschmidt, H. 316. 
Sottigliezze. 318. 
Souvenir. 319. 
Stamma, Ph. 320—323. 
Stanley, Mr. C. H. 323. 
Stein, Ehas. 325. 
Stratagemes. 325—326. 
Trattato. Ms. 77. 
Vicent, Francesch. 64. 
Walker, George. 356—359. 
Walker, Will. Greenwood. 359. 
Zeitung, lUustr. 364. 
Zuylen van Nieveld. 364. 



Archive, Almanache, 

Almanach. 106. 
Anweisung. 112. 
Archiv. 115. 
Brettspieler. 132. 
Brunetti , Fr. S. 132. 
Caesar, Julius. 136. 
Celnart, E. F. 140. 
Cotton, Charles. 150. 
Dictionnaire. 162. 
Düben, C. G. F. v. 165. 
Giuocatore. 182. 
Gutsmuths. 190. 



Taschenbücher und Werke, verschiedene 
Spiele enthaltend. 

Historia Nerdiludii etc. 194. 
Hombre, L\ 196. 
Hoyle, Edm. 198, 199. 
Jeu. 205—206. 
Jeux. 206. 
Landrait. 222. 
Maestro. 243. 
Maison. 245. 
Mariniere, M. la. 246. 
Mendheim, JuUus. 251. 
Müller, J. D. 256. 
Palamedcs. 265. 



380 



RaissoD, M. H. 283. 


Schachspiel. 309. 


Ramon, F. Alphonsus. 289. 


Seymour. 345. 


Richard, T. 291. 


Silvestre, M. 316. 


Riga, A. 292. 


Smith, Horatio. 317. 


Ringhieri, Innocent. 292. 


Spielbuch. 320. 


Rizzetti, Joh. 294. 


Stein, Elias. 325. 


Rocha, F. Angelus. 295. 


Taschenbuch. 329. 


Savant, Le. 307. 


Walker, G. 356. 


Schach Ahnanach. 308. 


Wieland, Chr. M. 362. 


Praktische Anweisungen mit und ohne Spiele. 


Aben-Esra. 91. 


C. A. V. B. 135. 


Abenstein , G. W. v. 93. 


Caesar, Julius. 135 — 136. 


Account. 96, 142. 


Calvi, M. Ignazio. 136. 


Ala-ed-din. 98, 114. 


Carlow, C. F. of. 137. 


Albers, H. C. 99. 


Carrera, Pietro. 138. 


Alberti, J. J. 99. 


Cazenove, J. 140. 


Al-Damiri. 99. 


Ceron, Alphons. 140. 


Alexandre, A. 99, 101. 


Chefs. 141, 142. 


Allgaier, Joh. 102—104. 


Chefs made easy. 142. 


Almanach. 106. 


Chefs- Player, The. 143. 


AlphonsX. V. Kastilien. 107, 367. 


Ciccolini, Gius. 145, 146. 


Amateurs. 108, 109. 


Cochrane, James. 147. 


Anderssen, A. HO. 


Compendio. 149. 


Andrä, H. Fr. III. 


Constitution. 149. 


Antonio das Neves. 77. 


Cotton, Charles. 150. 


Anweisung. 112, 113. 


Cozio , II Conte Carlo, 152. 


Archiv. 115. 


Crailsheimer, G.* 153. 


Art. 115. 


D***, ülysse. 154. 


August , Herzog von Braunschweig. 


Damiano de Odemeira. 62 


116—118. 


154—161. 


Beale, Francis. 123. 


Deppen, Otto von. 162. 


Beiträge. 124. 


Description. 162. 


Bendix, B. 124. 


Divertissemens. 163. 


Bertin, Jos. 125. 


Doualdson, James. 163. 


Bilguer, P. R. v. 126—129. 


Düben, C. G. F. v. 165. 


Brede, J. 131. 


Ebeling, Chr. Dan. 166. 


Brettpieler. 132. 


Ebul-Abbas Ahmed. 166. 


Brunetli , Fr. Sav. 132. 


Elemens. 167. 


Bryant, Mr. 133. 


Essai. 169. 



881 



Fielding, A. J. Th. 172. 
Fielding, Elias. 172. 
Forsög. 173. 
G... (F.v.d.) 177. 
G*** (St.) 177. 
Game. 177. 
Games. 177. 
Gianutio, Horatio. 180. 
Giuocatore. 182. 
Giuochi. 183. 
Giuoco. 183. 

Greco, Gioach. 184—189. 
Gutsmuths, N. N. 190. 
Guyot, G. G. 190. 
Handleiding. 191. 
Heinse, Wilh. 192. 
Hirschel, Moses. 193. 
Hoffmann, J. J. J. 195. 
Hombre, L\ 196. 
Horny, Job. 197. 
Hoyle, Edm. 198. 
Jaeniscb, C. F. de. 202. 
Jahia Ben Mabmud. 204. 
Jedahiab. 204. 
Jeu. 205. 

Introduction. 206—207. 
Jones, Will. 208. 
Käfer, Victor. 209. 
Kenny, W. S. 211--212, 369. 
Kindermann, Jos. Karl. 213. 
Kitab - esch - Schatbrendsch. 214 
Kocb, J. Fr. W. 214-216. 
Kölbel, Jakob. 216. 
Krieg. 217. 
Kriinitz , J. G. 217. 
Kunst. 218. 
Kunststücke. 219. 
Lacombe, Jacques. 221. 
Lallement, J. G. 221. 
Lambe, Robert. 221. 
Leyes, Rapbe. 223. 



Lewis, William. 224—229. 
LoUi, G. B. 229—231. 
Lopez, Ruy. 231—240. 
Lucena. 62—63. 
Ludus. 240, 241. 
Maestro. 243. 

Mabe de la Bourdonnais. 244. 
Maniere. 245. 

Manuscripte zu London. 79, 81. 

a Orleans. 83. 
, , Paris. 86. 

Mauvillon, F. W. v. 248—250. 
Mnemonik. 254. 
Modo. 254. 
Mouret , J. Fr. 255. 
Müller, J. D. 256. 
Netler, N. N. 257. 
Netto, Dr. 257. 
Neyes, Antonio das. 258. 
Nicolai, Friedrieb. 258. 
Notation. 259. 
Orell, Conr. yon. 261. 
Oriental Manuscripts. 88. 
Palamedes. 265. 

Perenyi, L. Frb. y. (Mnemonik.) 267. 

Petroff, Alex. 268. 

PbUidor , A. D. 269—274. 

Piacenza , Dr. Francesco. 275. 

Poblmann , J. G. 275. 

Ponziani, Domenico. 276 — 278. 

Porto, Antonio. 278. 

Pratt, Peter. 279. 

Preufsler, J. P. C. 280. 

ffanson, Jos. y. 284. 

Rees, Abrabam. 284. 

Regeln. 285. 

Regels. 285. 

Regles. 285. 

Reinganum, A. 285. 

Rio , Ercole del. 293—294. 

Robiano, Le Comte Abbe de. 294. 



882 



Rocco, D. Bencdctto. 294. 
Roget, Dr. P. M. 295. 
Rust, J. F. 295. 
Salvio, Aless. 301—303. 
Sarratt, J. II. 305—307. 
Saul, Arthur. 307. 
Scacchia. 308. 

Schach - oder Königsspicl. 309» 
Schachspiel. 309, 310. 
Schachspieler. 310. 
Schachzeitung. 311. 
Schlesinger, W. 312. 
Selenus Contraclus. 313. 
Seymour. 315. 
Silberschmidt, H. 316. 
Sperlin , M. de. 319. 
Spielbuch. 320. 
Stamma, Ph. 320—323. 



vStaunton, Mr. 324, 371. 
Theorie. 330. 
Thon, Chr. Fr. G. 331. 
Traite. 333—334. 
Trattato. (Ms.) 77. 
Trost, K. F. 335. 
Vicent, Francesch. 64. 
Unterricht. 337. 
Versuch. 340. 
W. S. 353. 
VieUe, C. 350. 
Waidder, S. 354. 
Walker, George. 355—359. 
Weickhmann , Chr. 360. 
Weltmensch. 361. 
Wood, R. Henry. 363. 
Wunsch, Coslant. 363. 
Zuylen van Nieveld. 364. 



Allgaier, Job. 103. 
Bilguer, P. R. v. 126—128. 
Chefs - Player*s Chronicle. 144. 
Jaenisch, C. F. 202. 
Kenny, W. S. 212. 
Kindermann, J. K. 213. 
Koch, J. Fr. W. 214—216. 
Kunst. 218. 

Lewis, W. ü. 224—229. 
LoUi, G. B. 230. 
Lopez, Ruy. 231—240. 
Mahe de la Bourdonnais. 244. 
Mauvillon, F. W. v. 248—250, 
Netto, Dr. 257. 



Spielanfange. 

Orell, Conr. von. 261. 
Palamede, Le. 264. 
Petroflf, Alex. 268. 
Philidor, A. D. 269—274. 
Pohlmann , J. G. 275. 
Ponziani, i. G. 276—278. 
Pratt , Peter. 279. 
Rio, Ercole dcl. 293. 
Rust, J. F. 297. 
Salvio, Aless. 301. 
Sarratt, J. H. 305—307. 
Silberschmidt, U. 316. 
Walker , George. 356 etc. 



Academie. 95. 
Arblay, A. C. L. d'. 114. 
Attempt. 116. 
Beale, Francis. 123. 
Bertin, Jos. 125. 



Gambitspiele. 

Bilguer, P. R. v. 126—128. 
Bledow, L. E. 129. 
Chefs -Player's Chronicle. 144. 
Cochrane, James. 147. 
Cozio, il Conte Carlo. 152. 



388 



Gambitspielc. 177. 
Ghulam Kassim. 179—180. 
Greco, Gioch. 184—189. 
Homy, Job. 197. 
Kenny, W. S. 212. 
Koch, J. Fr. W. 214—216. 
Kunst. 218. 

Lewis, William. 224—229. 
Lolli , G. B. 230. 
Lopez, Ruy. 231—240. 
Mahc de la Bourdonais. 244. 
Mauvillon, F. W. v. 248—250. 
Netto. Dr. 257. 
Orell, Conr. von. 261. 

Spielendnngen 

Albino, Salvadore. 99. 
Alexandre, A. 99. 
Allgaier, Jo. 102. 
Amateurs. 108. 
Anderssen, A. 110 — III. 
Bellincini, Adeodato. 124. 
Bendix, B. 124. 
Bertin, J. 125. 
Bilguer, P. R. v. 126—128. 
Brodecky aus Prag. 132. 
GaTssa. 136. 

Ciccolini, Gius. 145—146. 
Contarelli. 149. 
Cozio , il Gonte Garlo. 152. 
Damiano. 154. 
Dollinger, J. 163. 
Gianotti, P. Alfonso. 180. 
Greco, Gioach. 184—189. 
Guyot, G. G. 190. 
Huttmann, Mr. 200. 
Josepb aus Braunscbweig. 208. 
Kenny, W. S. 212. 
Kindermann, J. K. 213. 
Kocb, J. Fr. W. 214—216. 



Palamede, Le. 264. 
Petroff, Alex. 268. 
Philidor, A. D. 269—274. 
Poem. 275. 
Pohlmann, J. G. 275. 
Ponziaiii, Domenico. 276—278. 
Pratt, Peter. 279. 
Reinganum, A. 285. 
Rust, J. F. 297. 
Salvio, Aless. 301. 
Sarratt, J. H. 305—307. 
Silberschmidt, H. 316. 
summa, Pb. 320—323. 
Walker, George. 356. etc. 

oder Aurgaben. 

Kuiper. 218. 
Kunst. 218. 

Lacombe, Jacques. 220. 
Lewis, William. 224r— 229. 
Lolli, G. B. 231. 
Lucena. 62 — 63. 
Mahe de la Bourdonnais. 244. 
Manuscripte. 79, 81, 83, 86. 
Martinson, Dr. 247. 
Mauvillon, F. W. v. 248—250. 
Mendheim, Julius. 251. 
Monte, Lodovico del. 254. 
Montigny, M. de. 255. 
Netto, Dr. 257. 
Noren, Erich. 259. 
Oppen, 0. V. 26t. 
Orell, Conr. v. 261. 
Oriental Manuscripts. 88. 
Orville, M. Aug. d' 262. 
Palamede, Le. 264. 
Parenti. 266. 
Petroff, Alex. 268. 
Philidor, A.D. 269—274. 
Pohlmann, J. G. 275. 



384 



Ponziani, Domenico. 276—278. 
Pratt, Peter. 279. 
Preufsler, J. P. C. 280. 
Rio , Ercole del. 293. 
Rust, J.F. 297. 
Salvio, Aless. 301. 
Sarralt, J. H. 305—307. 
Schach - Almanach. 308. 
Schachspiel - Geheimnisse. 311. 
Schachzeitung. 311. 
Schmidt, K. F. 312. 



Sensvit ioux etc. 313. 
Silberschmidt, H. 316. 
Stamma, Ph. 320—323. 
Stratagemes. 325 — 326. 
Tomlinson, Gh. 332. 
Trattato. (Ms.) 77. 
Vicent, Francesch. 64. 
Unterricht. 337. 
Walker, George. 356. etc. 
Zuylen van Nieveld. 364. 



Correspondenz - Partien. 



Bendix, B. 125. 
Bledow, L. E. 129. 
Brede, J. 131. 

Chefs - Player*s Ghronicle. 144. 
Copy. 150. 
Games. 178. 
Ghulam Kassim. 179. 



Lewis, William. 126. 
Match at Ghols, The. 248. 
Mauvinon, F.W. 248—250. 
Mendheim, Julius. 251. 
Palamede, Le. 264. 
Schach -Almanach. 308. 
Souvenir. 319. 



(Siehe auch die Zeitschriften.) 



üeber 

Balliere de Laisement, Denis. 
Billig, Eduard. 129. 
Ciccolini, Teodoro. 146. 
Colliui, Come-Alex. 148. 
Gorso del Gavallo, 11. 150. 
Dollinger, Joh. 163. 
Essai. 169. 
Euler, Leonh. 169. 
Giuochi. 183. 
Guyot , G. G. 190. 
Heidebrandt, Hr. v. 369. 
Hunnemann , Mr. W. 200. 
Käfer, Victor. 209. 
Lacombe , Jacques. 220. 



Rösselsprung. 

Lettre. 223. 
Lettres. 223. 

Mollweide, Karl Brandau. 254. 
Ozanam, Jacques. 262. 
Rösselsprung. 295, 370. 
Roget, Dr. P. M. 295, 332. 
Schinnem, G. R. v. 312. 
Stein, Elias. 325. 
Tomlinson, Gh. 332. 
Twifs, Richard. 336. 
Vandermonde. 339. 
W. . . . M. le Ghev. 353. 
Walker, George. 357. 
Warnsdorf, H. G. v. 360. 



Dem Schach ähnh'che Spiele. 



1. Metromachie. 
Pulke, wm. 175. 

2» Das pytbagoraisohe oder 
arithmetische Sehaoh«-$piel 

und die RbythmomaGhie. 
Allgaier, Jo. 103. 
August, Herzog von Braunschweig. 

116—118. 
Bacbet, Gl. Caspar. 120. 
Ba^^i, Franc. 122, 131. 
Boisseree. 122, 131« 
Cerberti', N. 140. 

Abarten des 
1. Das Konigspiel. 
Allgaier, Job. 103. 
August, Herzog tod Bfiunscbweig. 

116— iia 
tVaidder, S. 355. 
Weickhmann, Gbr. 360. 

2. Das GourierspieL 
Hombre, L. etc. 197. 
Netto, Dr. 257. 
Thon, Chr. Fr. 6. 331. 

3. Rundscbach des Tanerläin; 

Ala- eddin Fal^ricensis. 98. 

Arabschah, Ibn. 113. 

Hyde, Thomas. 200. 

Netto, Dr. 257. 

Wahl, S. F. Günther. 354. 

4. Kriegsspiele; 
Allgaier, Job. 103. 
Gbampblanc, F.. Dom.; 141. 
Firmas-Peries , le Comte de. 172. 
Game of War,. The; 177. 



Faber, Jac. Stapulensis. 171. 
Fulke, Will. 175. 
Koch, J. Fr. W. 215. 
Play. 275. 
Rythmomachia. 298. 
Severino, M. A. 314. 
Strutt , Jos. 372. 
Stepbanus, Henricus. 325. 
Waidder, 8. 355. 

3. Uranomachie. 
Fulke, William. 175. 

Schachspiels. 

Giacometti, Fr. 180. 
Giuoeo. 183. 
Helwig, J. Gbr. L. 192. 
Jeu de laGuerre. 205. 
Kriegs^iel. 217. 
M. M. 242. 
Netto, Dr. 257.. 
Senfft yonPilsacb, C. 313. 
Silberschmidt, H. 316. 
Thon , Gbr. Fr. Ö. 3^1. 
Venturini, J. 6. J. 339. 
Wahl, S. F. Günther. 364. 
Weickbmann, Gbr. 360. 
Weltmensch. 361. 

5. Schach für drei Spielen 
Älberti, J- J. 99. 
Allgaier, Job. i03. 
Koch, J. Fr. W. JMS. 
Lallement , J. G. 221. 
Marineiii, D.'Fil. H. 245—246. 
Tefifche, W. 330. 
Waidder, S. 3^. 
Weickhmannf, Gbr. 36a 
25 



9M 



6. Sehaeh für vier Spieler. 
Alberti, LS. 99. 
Allgaier, Ml 1(K5. 
Eulerlein, k. 168. 
Game. 178. 
Head, W. S. 191. 
Hombre, L\ 197. 
K. E. G. 209. 
Koch, J. Fr. W. 215. 
Rules etc. 297. 
Sause, Dr.Wilb. 308. 
Thon, Chr. Fr. G. 331. 
Unterricht. 337. 
TorKhla^ 352. 



Waidder, S. 355. 
WeiekhmaiiDy Chr. 360. 
Wood, R. Hnry. 363. 

7. Das kreisförmige Schach- 

brett TOD 64 Feldern. 
Ciceolmiy Theodora 146. 

8. DashaDdertfeldrigeSchaclu 
Oeoolini, Gins. 145, 146. 
Gieoolini, Teodora 146» 

9. Ein neues SehaehapieL 
Banson, Joe. too. 284» 



Von den Gattungen und Abarten des Schachapiels fiberlianpt 
TrellHBi> Ludwig« 334r 

Schach -Pallien nrit lebenden Figurau 



Columna, Frane. 148—149. 
Mariniere , M. la. 246. 
Babelais, Frangois. 282—283. 



Ringhieri, InnoeeotiOi. 292. 
Wahl, S. F. Ganter. 354. 



Werke fiber die Ton Eempelen^mske Schachmaachine. 



Account. 96. 

Amati, D. Giae. 110. 

Automaton Che(s-Player, The. 119. 

Böckmann, h L. 130. 

Busch, G. Gh^B. 134. 

Chels- Player. 143^ 

Ebert, J. K. 166. 

Etwas. 169< 

Figare, The speaking. 172. 
Hindenburgy R. F. 193. 
Hunnemann, W^ 200. 
Rempelen, Wolfg. v. 209— 21L 
Observations. 260* 



Ostertag, Professor. 262. 

RackniU, J. F. P. Freih. von. 283. 

Repertory. 286. 

Rossi , a Ph. de. 296. 

Schachspid. 310. 

Taruffi, G. A. 329. 

Ticknesse, Mr. Ph. 331. 

Tomlinson, Ch. 332. 

Toumay, M. de. 332* 

Walker, George. 359. 

Willis, Robert. 362. 

Windisch, M. Gh. G. de. 362—363^ 



Die Schachmaechine des Sifr* M^rori* 
Amati 9 D. Giadnto« HO. 



887 



D&9 Schachspiel im OnVnt 



er) In China. 
Chefs. 142. 
Christie, James. 145. 
CoXy Hiram. 151. 
Hyde, Thomas. 200. 
Jeu. 206. 

Irwin, Eyles. 208. 
Leihnitz, G. W. 222. 
Silberschmidt, H. 316. 
Traite. 333. 
Tlrtiti^lation. 334. 
Wahl, S. W. Gunther. 353. 
Walker, George. 359. 

ö) In Indien. 
CaTssa. 136. 
Christie, James. 145. 
Cox, Hiram. 151. 
Ghulam Kassim. 179. 



Hyde, Thomas. 200. 

Jones, William. 2Ö7. 

Lewis, William. 224. 

Pichard, A. 275. 

Singer, 8. W. 317. 

Trevan - gadacharya Schastree. 3 34. 

Wahl, S. W. Günther. 353. 

Walker, George« 359« 

Wesenheit, Die. 362. 

c) In Persieta. 
Christie , James. 145. 
Coxi Hieram. 151. 
Hyde, Thomas; 200. 
Kitab - esch Schathrendsi^ 214. 
Singer, S. \V. 317. 
Wahl, S. F. Günther. 353^ 
Waibr, George^ 359^ 



Zeitschriften. 



Bell's Life in London. 124, 355. 
Chefs- Player'sChromde. 144, 369. 
Craftsman, The. 153. 
JBditor's Skrap WaUet. 167. 
Illustration, L'. SaÖ6. 
News. 258. 



Palamede^ LiBi 264^ 370. 
Schadizeitttng, Berliner^ 31 1^ 

» Leicpiger. 311^ 
times, the Pittuiral; 332; 
Uptopiah, the; 338; 
Zeitung, Illustrirte; 364; 



Nachrichten von verschiedeneii Schachklubst 
Siehe nebst der Literatur der CorrtispöndenEpartien noch folgende Werket 



Chefs - Player's Chronicle. 144; 
Games. 178. 

Heidebrandl, Hr. von. 191, 369» 
Palamede, Le; 264-^265« 
Report. 286. 



Sbhachieitung, Berliner. 311; 
Souvenur. 319. 
Stonley, Mr. C. H. 323; 
Tafellieder. 329i 



i5* 



S88 



Nachrichten über das Dorf Sürocbeck. 

Account 96. 1 ViUage. 350. 

Lewis, Wüliam. 226 -227, 228, 229. | ZeiUer, Mart. 364. 

Auch in den Schaohzeitungen und im Oustamu. Selemts wird dieses 
merkwürdigen Dorfes gedacht. 



Carrera, Pietro. 139. 
Salvio, Alees. 302« 



Streitachriflen. 

Vespai, Valentine. 
Walker, George. 357. 



Marlet. 247. 
Retzsch, Morus. 286. 



Bildnisse. 

I Tableau. 329. 



u. 

Allgemeines Namen-Registert 



A. 

A. B. 91, 330. 
Abben-Esra. S. Aben-Esra. 
Abben -Jachia. S. Aben - Jacchia. 
Aben-Esra. 91, 315. 
Aben-Jachia. 91, 92, 315. 
Abenslein , G. W. y. 93. 
Abraham Ben-Esra. S. Aben-Esra. 
Abu. S. Ebul. 

Abu - Abdallah Mohamed. 93. 
Academie. 93—96. 
Acan (Moseh.) 367. 
Account. 96. 
Achmed. S. Ahmed. 
Aclius, Thomas. 96, 333. 
Additions. 97. 

Adelung, Friedr. 17, 97, 252. 
Aegidius de Roma. 11, 16, 22. 
Agathias Mirinaeus. 98. 
Ahmed Arabsiada. S. Arabscha. 
Ahmed Ben Sirim. 98. 
Aigner, Joseph. 98, 348. 
Ala- eddin Fabricensis. 98, 114. 
Albers, H. G. 99. 
Alberti, J. J. 99. 
Albino. Salvatore. 99, 231. 
Al-Damiri. 99. 
Alemberti M. d'. 99, 167. 



Alexandre, A« 99, 101, 102, 129, 

242, 247, ä64 , 279. 
Allen -Lake. 102. 
Allgaier, Job. 214, 268. 
AUiey, M. Fr. 104--106* 
Almanach. 106. 

AlphonsX. Y. Kastilien.\i07, 367. 
Alphonsi, Petrus. 107, 
Al-RäzL 107. 
Al-SuUl 108. 
Amateurs. 108, 147, 214. 
Amati, D. Giac. 109. 
Ammenhusen. S. Konrad Y. 
Amphitheatrum. 110. 
Anastasia. S. Heinse Wilb. 
Ancel, Guiil. Polidore. 186. 
Anderssen, A. 110, 308, 332. 
Angelus a S. Josephe. S. Brosse, Jos. 
Anonimo Modenese. 1 1 1,. 1 12. (Siehe 

auch: Ponziani, D.) 
Anonimo Autore Modenese. III, 112. 

(Siehe auch: Rio, E. del.) 
Anonimo Veneziano. S. SeYcrino, M .A« 
Anonyme Anglais. S. Pratt, Peter. 
Anonymi, Zwei englische. Siehe 

Vida, M. H. 
Anonymus. 54. 
Anton, Dr.K. G. 112. 257. 



390 



Antonio das Neves. 8. Ndves» 

Anweisung. 112. 

Apomasar. 98, 113« 

Aquila^ Job. 113. 

Arabschah, Ihn. 113/ 

Arblay, A.aLd'. 114. 356. 

Archaeologia. 114. 

Archiv. 115« 

Art. 115. 

Amaud, Ufr. 304. 

Artemidorus Daldianus. 98, 116. 

Assephadi. 3. 

Atempt. 116. 

lllblly,} 

Averanij Gius. 116. 

August, Herzog von Braonschweig- 
Lüneburg. 101, 116—118^161, 
182, 214, 232, 238, 240, 305, 
316, 354. ' ' 

Auslegung. 119. 

Automalon Chefs - Player. 119. 

Autore Modenese. S. Ponziani , Do- 
menico. 

Aycard, Marie. 368. 

Aylwardus, Simon. 119* 

Azevedo, M. 119. 

Azzio, Tommaso. S.Actias* 



B. A. D. R. 6. S. 333. 
B. (C. A. V.) S. C. A. V. B. 
B»** M. 116, 120. 
Bachet, Gllaude Caspar. 120. 
Balliere de Laisement, D. 120. 
Baimford, Jacob. 121. 
Barbeyrac, Jean. 121. 
Barbier, John. 120, 122, 308. 
Barozzi, Franc. 122, 131. 
ßarrau, M. 122. 
Barringlon, Mr. 114> 122. 



Basels Msa. xu, 20. 
Battverio, Gay. Giov. 122, 368. 
Bayle, Pierre. 123. 
Beale, Francis. 123. 
Bedeutung. S.Mennel, Jac. 
Beiträge. 123. 
Bell. 124, 355. 
Bellecour. 124. 

Bellincini, Adeodato. 124, 231. 
Bellonitts, Petr. 124. 
Bendix, B. 124. 
Ben - Oni. S. Reinganum. 
Bentinck, Carl von. 75. 
Bemard. 108. 
Bemer, Ulrich. 52. 
Bemgen , Heinrich r. 8. Heinrich. 
Berlin, Capt. Joseph. |25, 231. 
Bertinez, Mr. de. 245. 
Besancon , Ms. zu. 30. 
Besoldus, Christoph. 125. 
Beyer , M. August. 126. 
Beyträge. S. Beiträge. 
Bignay, Jean. S. Vignay. 
Bigot , Mr. 31, 

Büguer, P. R. V. 112, 126—130. 

203, 357. 
Billig , Eduard. 129. 
Bingham, j. S. 129, 277. 
Biochimo. S. Greco, G. 
Bledow, L.E. 128,129, 225,227,31U 
Boccaccio, Giov. 130. 
Boeckmann, J. L. 130. 
Boi di Siraousa, Paolo. 123, 238. 
Boissiere, Claude. 122, 131. 
Bologna, Mario di. 302. 
Bolton, Mr. 227, 3^2. ' 
Bonsenior. S. Aben-Jachia. 
Boogard, J. T. 192. 
Bordacci, Sgr. 293. 
ßorzaga. 4. 
äoji^illl , Alex. ^93. 



891 



Botirdonnais , L. Ch. S.May. 
Branciforte , Franc. Principe di Pie- 

trapertia. 138. 
Braun, Laurent, de. 76. 
Brede» J. 131, 332. 
Brettopieler. 132. 
Brodecky aus Prag. 132. 
Broedeiet, D. 325. 
Brosse, Jos. 132. 

Brühl, Hans Maurice, Count the. 114, 

122, 132. 
Bninetti , Fr. Sav. 132. 
Brunna, Jacob, de. 76. 
Brunna , Laurent, de. S. Braun. 
Bruns, P. Jac. 133.' 
Bryant, Mr. 133. 
Budden, D. S. 188. (S. auch: 

Greco, Gioach.) 
Buhle, Chr. A. A. 133. 
Buke of Chefs. 133. 
Burchelali, Bart. 134, 335. 
Burckhardt, J. L. 88. 
Busch, G. Chr. B. 134. 
Buxerius , Glaud. S. Boissiere. 
Bysanz. 4. 

c. 

C. A. V. B. 135. 
C. B. 94. 

C*** M. S. CoUini. 
Caccialupi, Job. 135, 333. 
Caesar, Julius. 93, 106, 135. 
Caesolis. S.Cessolis. 
CaTssa. 136. 

Calabrese, II. \ . , 

Calabrois,Le./«-^"^'ö^^- 

Calma, M. 142. 

Calvi, M. Ign. 136, 264. 

Cambrai, Ms. zu. 30. 

Cambridge, Mss. zu. 20, 78. 

GampeggiaiDentL 136. 



CanceUieri. 137, 143, 299, 368. ' 
Gange (du Fresne Du. 137. 
Carisien, K. Ed. v. 329, 368. 
CarUer, M. 108, 137, 142. 
Gartow, G. F. of. 137. 
Garrera, Hetro. 138,182,306,340« 
Gartel. 139. 
Gasal. \ 

Gasale. > S. Gessolis. 
Gasalis, j 

Gislrcs, Sabatier de. 8. Sabatier. 
Gast Ulis. S. GessoÜK. 
Gasulis. S.Cessolis. 
CatalecU Virgüii. 139. 
Gaterina de Medlcis. 292. 
Gaxton, William. 41, 140. 
Gazenove, J. 140. 
Geeilia , Jae. de. 8. Gessolis. 
Celnart, Mr. E. F. de. 140. 
Gerberti. 140. 
Geron, Alphons. 140« 
Gerutti , P. Jos. 140. 
Gesalis. 
Gesoie. 
Cesolus. 
Cessalis. 
Cessole. 
Gessoles, Dorf. 10. 
Gessolis, Jac. de. 9—43 , 44 , 46, 
49 , 55 , 57 , 59 , 69, 86, 110, 
119, 134, 252, 281, 303. 
Cesulis. S.Cessolis. 
Geva, P. 299. 
Geusis. ) 

Cezoli. > S. Gessolis. 
Gezolis. j 

Ghampblanc, Fr. Dom. 141. 
Ghapelain. 246. 

Chappdes, Des. S. Deschappelles. 
Ghardin, BL 333. 
Chariemagne* 87» 



» S. Gessolis. 



Ghancer. 317. 

Cherubino, G. B. 138, 141. 

Chefs, 141—143. 

CheÜB- Player, The. 143—144. 

GheCs - Player's Chrooicie. 144. 

Cbiosi , Dr. GioY. 145, 345. 

Ghoodemir. 3. 

Ghnstie, James. 145, 317.* 

Ghronicle. S. Cheds-Player^s Chromehe. 

Ciccoiini, Cav. Gius. und Teodoro« 

145—14(3. 
Ciesole. S. Cessolis. 
Clericus, David. S.Leclerc. 
Clodius, Henr. Jonath. 146. 
Clusius, Carolus. 124. 
Cobamibias, P. di. S. Covarrubias. 
Gochanovius. S. Kochanowski. 
Cochran^, James. 109, 147, 179, 306. 
Colini, CA. S.CollioL 
Collini, CA. 148. 
Colombo, Michelei 143» 148. 
Golumna, Franc. 148. 
Cpmnena, Anna. 2. 
Compendio. 149. 

Conrad von Ammenhusen. S. Ronrad. 
Constitution. 149. 
Contarelli, G.B. 149, 231. 
Copy. 150. 

Cordara, P.G.C. 299. 
Correspondenpe. 150. 
Corso. 150. 
Cossolis. S. Cessolis. 
CMi, 150. 333. 

Costanz. 45. 

Costapzo, Fulvio di. dfiX. 
Gotton, Charles, 150. 
Covarrubias, Pedro de. 151. 
Courcelles, Jacques. S. Cessolis. 
Couvret, J. J.Th. Roman. S.Roman. 
Cox, Capl. Hiram. 151. 
Cozio, il Conle Carlo. 152. 



Craftsman, The. 153. 
Crailsheimer, 6. 153. 
Cunningham. 125, 142, 143. 
Cunrat. S. Konrad. 
Cutri , Leonardo de. 153, 238. 

D. 

D***, L. 95, 96. 

D**», ülysse. 154. 

Daciesole. S. Cessolis. 

Damiano Portughese. 63, 65, 101, 
117, 138, 154, 181, 231, 235 
—236 , 238— 239 , 241, 297, 
301, 303, 305, 306, 322. 

D'Arblay, A. L. C. S. Arblay. 

Deere tum. 161. 

Dctieiae*. 151. 

MDk Ja9^ 161. 

Dempster, Thomas. 296. 

Denham, John. 161. 

Deppen, Otto v. 162. 

HwhaikpLlks, Mr. 141, 142. 147« 
150, 16?i 223, 359. 

Description. 162. 

Deviuck, F. 370. 

Dictionnaire. 162. 

Diderot, Mr. 162, 167. 

DiwtiMttU. 163. 

Dollinger, Job. 163. 

Donaldson, James. 163. 

DonaU Sebast. 104. 

Domaviuä, Caspar. 101^ 335, 343. 

Douce, Francis. 164. 

Dresden, Mss. zu. 20, 21, 30, 74 
—76, 86, 186. 

Dubois, M. LouiSk 164. 

Ducange. S. Gange. 

Ducchi, Gregorio. 164. 

Dudley, Robert. 160, 176. 

Düben, C G. F. v. 165, 172. 

Duellum. 165. 



893 



£. A. 166. 
E. W. S.Fulke, W. 
Ebeling, Chr. Dan. 166. 
Eberl, J. K. 166. 
Ebul-Abbas Ahmed. 166. 
Editor's Scrap Wallet. 167. 
Egenolphy Christ. 70. 
Egerton, F. H. 142. 
Eibenbaum y Jakob. Hebr. 167. 
Elemens. 167. 
Elinandus. 178. 
Ellis, Henry. 243. 
Emiliani, Emiliano. 143, 167. 
Encyclopedies. 167—168. 
Enderlein, K. 168. 
Entwurf. 16& 
Erskine, W. 169, 347. 
Eschenburg, J. J. 169, 252. 
Eicorial, Mss. im. 21, 107, 367. 
Essai. 169. 
Etwas. 169. 

Eugenio di Savoja. 245. 
Euler, Leonh. 169, 221, 325. 
Ewald, Schack Hiarte. 170, 274. 

F. 

F. W. S. Fulke, W. 
F. W. C. 171. 
Faber, Jacob. Stap. 171. 
Feiice, M. de. 168, 171. 
Feller, Joach. 21. 
Ferdusi. 3. 

Ferrari, P. Guido. 299. 
Ferron, Jean. 16, 17, 32, 33. 
Ficoroni, Fr. 171. 
Fielding, A..J. Th. 172. 
Fielding, Elias. 172. 
Figure. 172. 
Firdussi. 354. 



Firmas-Pcries, le Comte de. 172. - 
Fischer. 173. 

Flacher von Dunckelspiel,Steph. 52. 
Flammhorst. 173, 189. 
Flittner, G. G. S. Düben. 
Flittner, J. G. S. Fielding, A. J. Th. 
Florence, Jacques de. Cessolis. 
Florentia, Jacob, de./ 
Florenz , Stadt. 4. 
Florenz, Mss. in. 33, 77. 
Forsög. 173. 

Fournie deSt.-Amant. S.Saint-Amaat 
Fragment. 173. 

Franciscus Maria II. Dux Urbini. 96. 

Franklin, Benjamin. 174. 

Freret, Nicolas. 142, 164, 174. 

Froumunt. 4. 

Fulco, Wilh. S. Fulke. 

Fulke, Wilh. 175. 

FunoliSy Jac. de. 83. 

G. B. 177. 
G. C. C. 94. 
G... (F.v.d.) 177. 
G. R. 177. 

G*** (St.) 162, 177. 
Gaczellis. \^ 

Gagellis. /S.CessoU8. 
Gambitspiele. 177* 
Game. 177. 
Games. 178. 
Gamester. 178. 
Garin de Monglave. 87. 
Gasparoni, Ferd. 931. 
Genovino, Scipione. 231. 
Gervasius Tilberiensis. 178. 
Gesta Romanorum. 178. 
Geway, Anton von. 88, 118. 
Gherus Ranutius. S. Gruterus, Janus» 
Ghulam Kassim. 147,. 179. 



9H 



Giaoonetti, Fr. 180* 
Gianotti, P. Aifonso. 180» 231« 
Gianutio, Horatio. 117, 118, 180 

—182, 305. 
Giefsen, Ms. zu. 60. 
Gioachino. S. Greoo, G» 
Girone. S. Geroo. 
Giuocatore. 182. 
Giuochi. 183. 
Giuoco. 183, 

Glocestershire y Mss. zu, 20. 
Gotha , Ms. zu. 29. 
Gottsched, J. Chr. 123. 
Gould, Robert. 183. 
Graefse, J. G Th. 179, 183. 
Grand , Jacques de. 86. 
Graw, Friedr. von. 184. 
Grazzini, Cosmus. 184, 345. 
Greco, Gioachino. 119, 123—125, 

184—189, 193, 205, 214, 231, 

316, 321. 
Greenwood Walker, W. S. Walker. 
Gronovius, Jac. 319, 371. 
Gruget, Claude. 160, 189. 
Grundzuge. 189. 
Gruterus, Jaqus. 189, 335. 
Gubitz, R. 189. 
Gunther Wahl, S.WahL 
Gusman, Don. 260. 
Gustavus Selenus. 8. August, Herzog 

Y. Braunschweig. 
Gutsmuths, N. N. 190. 
Guyot, G. G. 190, 263. 

H. 

H. A. K. 191. 
Hadschi, Ghalfa. 204. 
Haller^s Magie. 122. 
Hamburg, Ms. zu. 49« 
Handleiding. 191. 
Baosteio. 128, 130» 



Harrington, J. H. 151, 321. 
Harvey, Lord Jobn. 153, 191. 
Harun Arraschid. 2. 
Hawkins, Guy. 191« 
Head , W. S. 191. 
Heidelberg, Ms. zu. 29, 50. 
Heidebrandt u. d. Lasa, T. von. 100« 

191 u. 193, 369. 
Heidenreich, Laurent. 67. 
Heigius, Petrus. 192. 
Heinrich von Bemgen. 12 , 29, 55# 
Heinse, Wilh. 192, 230. 
Helwig, J. Chr. L. 192. 
Herbelot, Barth. 193. 
Hermann von Fritzlar. 366. 
Herrada, Petrus« 193. 
Hesychius. 3. 

Heydebrandt, Hr.v. S. Heidebrandt« 
Hindenburg, K. F. 193. 
Hirschbach, H. 311. 
Hirschel, Moses. 185, 193. 
Hirsebock. 194, 348« 
Hisloria. 194. 
Hislory. 194. 

Hoeck, Dr. J.D.A. 285, 355. 
Hoffmann (varii). 195—196, 348. . 
Holcot, Robert. 82, 87, 196« 
Holme, William. 149. 
Hombre, L'. 196. 
Homy, Job. 197. 
Hoverbeck, C.E.B.V. 197. 
Hoyle, Edm. 198, 208. 
Huarte, Job. 199. 
Hülhnann, K. D. 199. 
Hunnemann , Mr. W. 200. 
Hufs, Job. 121. 
Huttmann, Mr. 200. 
Hyde, Thomas. 200 , 280 , 340, 
354. 

Hypnerotomachia. 201. 



89S 



J. C. S. Gazenove, J. 
Jacobus de Fiorehtia. ) 
Jacobus de Thessalonia. I 
Jacques de Courcelles, f ^' Cessolis, 
Jaoque^ de Florenoe. } 
Jaenisch, C. F. de. 128, 182» 20} 

—204, 357. 
Jabia Ben Mahmud. 204. 
Jakob I. K. y. England. 121. 
Jakob von Cessolis. S. Gessolis. 
Jaueourty Ghev. de. 204. 
Ibn Abi Hojlach. 88. 
Ibn Arabschab. S. Arabscbach. 
Ibn Dahir. 360. 
Ibn Rhalikan. 3, 204. 
Ibn Sherph Mohammed. 204. 
Jean sans Peur, Herzog von pur-. 

gund. 31. 
Jedahiah, B. 92, 161, 204, 315. 
Jeffreys, George. 205, 347. 
Jena, Ms. zu. 50. 
Jesse, J.E.K. 205, 348. 
Jeu. 205—206. 
Jeux. 206. 
Illustration, L'. 206. 
Ingold, Meister. 15,26, 29, 49, 283. 
Innocens III., Papst 17. 
Innocent Pope. S. Pope. 
Introduction. 206, 207. 
Johann von Vaiois, Herzog der Nor- 

mandie. 17, 30, 33. 
Johannes (Bruder). 59. 
Johannes Laurentius yonUtenhu«^. 

21. 

Johannes de Theriace. S. Gessolis, 
Jac. de. 

Jones, Wüliam. 206—207, 272, 279. 
Joseph aus Braunschweig. 208. 
Josepho, Angelus a Sancto. 208. 



Irwm, Eyles. 208, 278» 334, 
Isagoge, 208^ 

K. E. G. 209. 

Käfer, Victor. 209. 

Kaiila, das Buch. 2# 

Kanoga, Stadt in Indien« 2, 

Karl der Grofse. 2. 

Kausch, Ritter Job. Jos. y. 209. 

Kempelen, Hr. y. 96, 107, 110, 
119, 130, 134, 143, 166, 169, 
172, 193, 200, 209—211, 260, 
262, 283, 286, 296, 310, 329, 
331, 332. 

Kenedy, Mr. 211. 

Kenny, W. S. 211, 273, 369, 

Kerslmann, P. L. 212, 273. 

Kieseritzky, M. 129, 212, 225. 

Kindermann, Jos. Karl 213. 

Kitab - esch - Schathrendsch. 214. 

KlGgeL 254. 

Koch, Vater u. Sohn. 117, 118, 124, 
180, 214—216, 240, 285, 286, 348, 

Rochanowski, Jan. 216. 

Kolbeh Jakob. 69, 216. 

Konrad von Ammenhusen. 12 , 13, 
26 , 29 , 44—54, 86, 97, 149, 
217, 252, 281, 353, 366, 367. 

Krieg. 217. 

Kriegslisten. 217, 

Kriegsspiel. 217. 

Krunitz, J. G. 217, 

Kuiper. III, 218. 

Kunst 218. 

Kunststücke. 219. 

Kurz , Dr. U. 123, 353. 

Ii. 

L... (B.y.) 220. 
Labourdomiais, De. 8. Mahi. 



896 



Laeombe, Jacques. 162, 220. 
Lamlein, M. 247. 
Laisement. S. Balliere. 
Lallementy J. 6. 221. 
Lambe, Robert. 221. 
Landrait. 222. 
LaoDy BiCsthum« 10. 
Lardin, J. 370. 

Lasa, T. von der. S. Heidebrandt 
und Heydebrandt. 

LaCsberg zu Mörsburg. 50. 

Leber y C 33. 

Leclerc, David. 222. 

Ugal, M. 269. 

Leibnitz, G. W. 222. 

Leipzig y Ms. zu. 21. 

Letter. 222. 

Lettre. 222. 

Lettres. 223. 

LeunclaviuSy Jo. 113. 

Levee, J. B. 223, 344. 

Leves, Raphe. 160. 223. 

Lewis, William. 129, 139, 180, 185, 
188, 212—213, 223—229, 242 
—244, 305-306, 334. 

Lexicon. 229. 

Libro. 229. 

Lissabon, Ms. zu. 77. 

LitUe, William. 258. 

Livre Rimet. 75. 

LoUi, Giambatt. 102, III, 112, 192, 

229—231, 293, 307. 
London, Mss. zu. 21, 31, 77- 82, 186. 
Lopez, Ruy. 101, 116— 118, 138, 

161, 181, 231—240, 260, 301, 

303, 305, 306. 
Louis de France, Duo d'Orieans. 86. 
Lo\(iides. 125. 
Lucena. 62—66, 154—56. 
Ludimagister. 92, 219, 240. 
Ludus. 240, 241. 



Lustig, J. W. 121. 
Lydgatus, Joh. (Ms.) 88. 

m. 

M. A. 97, 242. 
M. M. 242. 

Mac-DonnelL 114» 144» 242—244,. 
359. 

Madden, Frederic. 243. 
Maestro. 243. 
Magasin. 243. 
Magazin. 243. 
Mahimantri. 3. 

M&he de la Bourdonnais. III, 114, 
124, 144, 147, 227, 242, 244, 
252, 264—265, 359. 

Mailand, Ms. zu. 83. 

Maison. 245. 

Manger. 113. 

Maniere. 245. 

Manlius, Jacob. S. MenneL 

MarchesellL 245, 348. 

Marinelli, D. Filippo H. 245. 

Mariniere, M. la. 246. 

Marino, Gio« Batt 207, 248. 

Marlet, M. 247. 

Martini, Sebast. 247, 345. 

Martinson, Dr. 247. 

Martyr ab Angleria, Petrus. 247. 

Martyr, Petrus, Florent. 248. 

Masden, Gio. Franc. 248, 345. 

Mafsmann, H. F. 248. 

Massudi. 3. 

Match. 248. 

Mauro, Micheledi. 231, 
Mauvillon, F. W. v. 248, 271, 324, 
325. 

Maximilian I., Kaiser. 67. 
Mayet. 128. 

Mazures, Louis, Sr. des. 248, 250, 
344. 



Mechel, Chn de. 363. 
Medicis , Maria von. 246. 
Meier, Dr. Carl. 251. 
Meianges. 251. 
Menage, Guy. 251, 304. 
Mendheim , Julius. 251. 
Mennel, Jacob. 67—73, 245. 
Merkur. 252. 
Mery, M. 252, 264. 
Mesme, Mr. le. 87. 
Meun , Jean de. 86. 
Meursius, Job. 252, 319. 
Meziriac, Cl. Gasp. Bacbet de. 253. 
Middlehill , Ms. zu. 31. 
Middleton, Tbomas. 253. 
Milbons. 141, 253, 325. 
Milün, A. L. 137, 253. 
Minding, J. 370. 
Mnemonik. 254» 
Modo. 254. 

Mollweide, Kari Brandan. 254. 
Monosini, Ascanio. 254, 345. 
Montag, J. B. 33i. 
Montano, Bemard. 254. 
Monte, Ludovico dal. 231, 254. 
Montfaucon, iemard. 254. 
Monligny, M. de. 255, 326. 
Montmarube. 141. 
Montucla, Af. 263. 
Morality. 255. 
Morals. 255. 

Morosi, il Gav. 110, 25&. 
Moseb Agan de Zaragua. 367. 
Mosler, V. 255, 278. 
Moves. 255. 

Mouret, J. Fr. 255, 333. 
Muller, J. D. 215, 256, 348. 
Murano. 184. 

Mumer , Thomas. 241, 256. 
Murphy, Arthur. 25ö, 347. 
Mutoni, Nicolo. 256, 346. 



S97 

NT. 

N. N. Abate Romano. 231. 
N. N. Gapitano Nobile Mantovano. 
231. 

N. N. Caval. Fiorentino. 231. 
N. N. Conte Turinese. 231. 
N. N. Dotiere Ferrarese. 231. 
N. N. Patrizio Lucchese. 231. 
Nachtigall, J. K. Chr. 257. 
Namen. 257. 

Napoleon's Ruckzug. 268. 

Nathan. 257. 

Neapel, Ms. zu. 83. 

Netter, N. N. 257. 

Netto, Dr. 257. 

Neves, Antonio das. 77, 258. 

News. 258. 

Nicholas de St. - Nicbolai. 84—86, 

211, 314. 
Nicolai, Friedrich. 109, 258. 
Nicole. 247. 

Nieireld, Zuylenvan. S. Zuyicn. 
Noren, Erich. 259. 
Notation. 259. 
Nürnberg, Ms. zu. 29. 
Nyeveld. S. Zuylen. 

O. 

Observations. 260. 

Obsopaeus, Vincent. 98. 

Oebms, Galhis. 367. 

Oettinger, E. M. 260. 

Olearius, Adam. 260. 

Oppen, 0. von. 260, 323, 370. 

Orell , Conr. Ton. 261. 

OrientalMss 88. 

Origine. 262# 

Orleans , Ms. zu. 83. 

OrYiUe, M.Aug. d'. 262^ 264, 332. 

OrviUe, P. d'. 344. 



S98 

Ostertag, Professor. 262. 

Ovidius. 83. 

OzanaiDy Jacques. 262. 

Oxford^ Mss. zu. 32, 83^ 84» 88, 119. 

P. 

Padua, Ms. zu. 22. 
Palamede, Le. 264, 265. 
Palamedes. 265^266. 
Paliavicina Lupi, Isabella. 164« 
Parenti, Luigi. 231, 266. 
Paris, Mss. zu. 22, 23, 31, 32, 50, 

75, 84—87. 
Paris de Puteo. 266, 333. 
Particulars. 266. 
Passion. 266. 
Paw, Coraelius. 98. 
Pellisson, Paul. 304. 
Pdtier, M. 141. 
Penn , Richard. 267. 
Perenyi, Ladisl. Freih. v. 254, 267. 
Peries, Gomte de Finnas. S. Finnas. 
Perrone, Tommaso. 268, 346. 
Petersburg, Ms. zu St. 48, 51. 
Petroff, EUtsrath von. 182, 202, 

268, 270. 
Peyrat, Guill. du. 268. 
Phasis. 17. 

Philidor, A. D. 93, 102, 108, 113, 
125, 135, 142, 143, 206, 214, 
218, 219, 221, 230, 244, 26£r, 
268, 269, 274, 275, 279, 293, 
316, 356. 

Philieul, Vasquin. 274. 

Philipp von Valois , VI., Konig von 
Frankreich. 17, 30, 33. 

Philipps, Sir Thomas. 22, 31. 

Piacenza, Dr. Franc. 275. 

Picardie. 10. 

Pidiard, A. 275. 

Pindemonte, Carlo. 275, 346. 



Pitseus. 119. 
Play. 275. 
Poem. 275. 
Poggiali, Gaet. 247. 
Pohlmann, J. G. 275. 
Poliphilus. 276. 

Ponziani, Domenico. 102, III, 112^ 

119, 129, 156, 276—278. 
Pope, Innocent 18, 78, 278. 
Porto y Antonio. 63, 160, 278. 
Posch, Mechanicus. 210. 
Prag, Ms. zu. 24. 
Pratt, Peter. 207, 279. 
Preport, M. 279. 
Preufsler, J. P. C. 280, 320. 
Prolegomena. 280. 
Pruen, Thomas. 207, 280. 
Publicius, Jacob. 280. 
Pullein, Samuel 281, 347« 
Pupikofer. 367. 
Puteo, Paris de« S. Paris. 

Quack, J. de. 249. 
Quörard. 120. 
Quiros, Franciseus. 6SL 

IL 

R. G. S. Gould, Robert. 
R. (J. V.) S. Ranson, Jos. von» 
Rabelais, Fran(^is. 149^ 282. 
Raccolta. 283. 

Räcknitz, J. F. P. Freib. von. 283« 
Raisson, M. Horace. 93^ 283* 
Ramler, C W. 284. 
Ramon, F. Alphonsus. 284. 
Ranson, Jos. y. 113, 284. 
Rasibus, Job. de. 82. 
Rasis. S. Al-RazL 
Recherches. 284» 
Rees, Abraham. SM. 



S99 



R^eln. S85. 
Begels. 285. 
Regis» Gottlob» 282. 
Regles. 285. 
Reinganum, A. 285« 
Relaadus* 91» 

Remirez de Lucena, Job. 62« 
Repertory. 286. 
Report. 286. 
Retzschy Moriz. 286. 
Revue. 291. 

Rhingbier, J. S. Ringbieri. 
Rhodiginus, L C. 291. 
RibissiD, Hugen. 50« 
Riebard, T. 291. 
Riga, A. 292. 
Rigaltius. 116. 
Ringhieri, Innocent. 292. 
Rio, ErooledeL III, 112,129,147, 
192,230—231, 277—278, 293. 
Eithmoraacbia. S. Rytbmomacbia. 
Rizzetli, Job. 294. 
Robiano, Le Gomte Abbe de. 294. 
Rocco, D. Benedetto. 22, 294. 
Rocha, Fr. Angelus. 295. 
Rösselsprung. 295, 370. 
Roget, Dr. P. M. 295, 359. 
Rom, Mss. zu. 24, 33, 34, 52, 87. 
Roman de Gouvret, J. J. T. 296. 
Roman de la Rose. 75, 296. 
Rosinus, Job. 296. 
Rossi , C. Pb. de. 296. 
Rossi-Meloccbi, Gbey.Gosimo* 104. 
Rousseau, Eugene. 323. 
Rousseau, J. B. 297. 
Rouen, Ms. zu. 33. 
Roux, F. A. K. 297. 
Rowbotbum. 241, 297, 347. 
Rules. 297. 
Ruodlieb. 4. 
Rusibus, Jac de. 82« 



RiMsel, Riebard. 343. 
Rust, J. F. 270, 274, 297. 
Ruy Lopez. S.Lopez. 
Rytbmomacbia. 298. 
Rytbmomacbie. 298« 

Sabatier de Castros. 162, 299. 

Saccberi , P. Girol. 299« 

Sätze. 299. 

Sagitarius, P.M. 300. 

Saint -Amant, P. Gb. F. de. 133, 

134, 251, 264, 300. 
Saint -Germain, Mss. zu. 33, 87« 
Sajou , J. B. 253. 
Salmasius, Glaud. 300. 
Salvio, Aless. 101, 161, 190, 220, 

231, 239, 254, 301, 305—307, 

340. 

Santo -Vito, Carl von. 104, 303. 

San Vitale , Fortuniano. 246. 

Sarasin. S. Sarrasin. 

Sardenbeim. 304. 

Sarrasin, J. Fr. 304. 

Sarratt, J. H. 117, 118, 161, 182^ 

229, 301, 305—307. 
Sattler von Pfullendorf, Gabriel« 

49 , 59. 
Savant. 307. 
Saverien, M. 307. 
Saul Aztfapr 122, 309. 
Saumaise, Gl. S. Salmasius^ 
Sause, Dr. Wilb. 308. 
Scacchia. 308* 
Scbach - Almanacb. 308. 
Scbacb - OmmnatilL, 
Scbacb - oder Königsspiel. 309. 
Schachpartien. 309. 
Schachspiel. 309, 310. 
Schachspieler. 310. 
Schachspiel - Geheimnisse. 31 L 



400 



SchachtzabelspieL S.Jao6b vonCes- 
solisy Ronrad von Ammeohusen 
und Jacob Mennel. 

Scbacbzeitung. 311. 

Scback Uiarte Ewald. 113. 

Schiereck, J. F. 312, 358. 

Schinnern, G. R. v. 312. 

Scblesinger, W. 312, 322, 353. 

Schubert, F. T. 312. 

Schudt, J. J. 371. 

Scolo, Lorenzo. 246. 

Scudery, 304. 

SeleclioD. 312. 

Selabo'ddin Mohammed Alsaphadlus. 
359. 

Selenus , Gust. S. August , Herzog 

von BrauDsdiweig. 
Selenus Gontractus* 312, 313. 
Senft von Pilsach, C. 313. 
Senftlebius, ^ 313, 335, 371. 
Sensvit ieux. 313. 
Sessa Ihn Dahir. 360. 
Sessolis, Jac. de. S.Gessolis. 
Severino, M. A. 15, 303, 314. 
Seymour. 315. 
Shahiludium. 315. 
Silberschmidt, Hirsch. 118, 316. 
Silvestre, M. 316. 
Singer, S. W. 145, 317, 
Sitoni, Camillo de. 317, 346/ 
Sloane , Ihois de. 134. 
Slous, F. L. 317. 
Smith, Horatio. 317« 
Sokeiker. 317. 
Solution. 31& 
Sottigliezze. 318« 
Soulerius. 253, 318. 
Souvenir. 319. 
Sperlin , M. de. 319. 
Spiel. 319. 
Spielbuch. 320. 



Stamma, Philipp. lOS, 109, Iii, 
119, 124, 125, 135, 169, 190, 
193, 194, 214, 218, 231, 251, 
271, 280, 311, 316,320—323, 
326, 337, 355. 

Stanley, Mr. C. H. 323. 

Starowolski. 216. 

Staunton, Mr. 129, 133, 144, 251, 

324, 371. 
Stein, Elias. 141, 253, 324, 325. 
Stephan. 39. 

Stephanus, Henricus. 325. 
Strafsburg , Mss. zu. 24, 87. 
Stratagemes. 325, 326. 
Ströbcck, Das Dort 96, 117, 350. 
Strutt, Jos. 372. 
Studies. 328. 

Stuttgart, Mss. zu. 52, 53, 55. 
SüTse, Reubold. 49, 366^ 
Superiorite. 328. 

Tableau. 329. 
Tafellieder. 329.r 
Talon ^ M. 87. 
Tarsia, Domcnico^ 118. 
Taniffi, Q,A. 329. 
Täschcnbueb. 329. 
Taschen -Schachspiel. 330.^ 
Tavernarini , Angele. 231. 
Teriace. 10. 

Tesche, Walter. 246, 330^ 
Tessalia. V ^ ^ 
Tesseüs./S-^«'^^- 
Texeira, Petrus. 319. 
Theoracia. 10* 
Theorie. 330. 
Theory. . 330. 
Thessalis. 

Thessalonia. > S. Gessolis. 
Thessidonica. 



401 



Thcssolus. S. Gessolis. 

Theyer, Carl. 20. 

Tbickneso, M. Ph. 172, 331. 

Thierache. 10. 

Thiers, J. B. 331. 

Thon, Chr. Fr. G. 331. 

Thurston, Jos. 332. 

Times. 332. 

Timur. 98. 

Tinqua. 334. 

Tirascia. 10. 

Tölden, 215. 

TograT. 350. 

TomlinsoD, Gh. 332. 

Torre, Fr. 332. 

Tortelli, Dr. Maria. 138, 332. 

Toulouse, Ms. zu. 88. 

Tournay, M. de. 332. 

Tractatus. 333. 

Traite. 333 , 334. 

Translation. 334. 

TremLle, M. 334. 

Tressan, Ludw. 334. 

Trevan - gadacharia Schastree. 334. 

Trias. 335. 

Tristam, Thomas. 343. 

Trost, K. F. 109, 335, 33", 340. 

Tuccius, Ascanius. 110, 134, 161, 

313, 335, 346. 
Turin, Mss. zu. 24, 33, 88. 
Twifs, Richard. 142, 207, 326, 

336. 

II. 

(Jflacker, J. C R 337. 
Ulloa, S. Alfonso. 151. 
Umpleby, John. 211. 
ünderweifsung. 337. 
Unterricht. 337. 
Lptopian, The. 338. 



Valliere, Duo. de la. 51, 87. 

Vandermonde. 339. 

Vasquin Philieul. 339, 

Venturini, J. G. J. 339. 

Verci, Giambatt 278,299,339,368. 

Verdoni. 108. 

Versuch. 340. 

Vespai, Valent. S.C;arr6ra, P. 

Vicent, Francesoh. 02—66. 

Vida, Marc Hieron. 2, 110, 207, 
115, 250, 296, 297, 335, 340 
—350, 354, 355, 362. 

Vielle, C. 350. 

Viellius (Viello), Lucas. S. Vida, 

M. H. und Wiellius. 
Vigalois. 4. 

Vignay, Jean de. 16, 17, 30 — 33 

40, 350. 
Vilas Muni Munjuri. 350. 
ViUage. 350. ^ 
Villarosa, Marchese. 295. 
Villiers, Hubert Philippe de. 293,351. 
Villot, F. 351. 
Vincenzo, le Venitien. 359. 
Virgilius. 351. 
Visser, Jacob. 351. 
Vito, Cari de Santo. S. Santo. 
Voltaire. 296. 
Vorschlag. 352. 
Vulpius , J. A. et C. S. 343. 

W. 

W. . . . M. le Chev. 353. 
W. F. 353. 
VV. S. 353. 

Wackeniagel , Prof. W. 123 , 354, 
365. 

Wahl, Günther. 343, 353. 
VVaidder, S. 355. 



402 



Walker, George. 373, 306, 355—359. 
Walker, Will. Grecnwood. 242, 359. 
Wallis, Joh. S. T. 359. 
Warnsdorf, H. t vcn. 360. 
WeickhmanQ, Chr. 354, 360. 
Weifsenbach, PI. 123, 353. 
Weltmensch, Der. 361. 
Wenceslaus, Canonicus zu Prag. 76. 
Wesenheit 362. 
Wieland, Chr. M. 362. 
WieUus, Lucas. 240, 342, 346, 348, 

350, 362. 
Wien, Mss. zu. 19, 26, 48, 59, 67. 
Willis , Robert 362. 
Windisch, M. Gh. G. de. 362. 



Witcomb. 213, 225, 357. 
Wils Interpreter. 363. 
Wolfenbüttel, Mss. zu. 33, 52. 
Wood, R. Henry. 363. 
Wunsch, Costant 322, 363. 

z. 

Zanucchi, Girol 335, 346, 364. 
Zeiler, Mart 364. 
Zeitung, Dlustr. 364. 
Zerone. S. Ceron. 
Zimmerlin, J. J. 45, 53. 
Zofingen , Ms. zu. 48, 53, 353. 
ZuylenvanNieveld. 224, 334, 364. 



Gedruckt bei Carl Gerold. 



1